Kapitel 33: Puruṣakāravādaḥ
Draupadīs Lehre von Tatkraft, Schicksal und Handeln (Puruṣakāra)
Draupadī stellt klar, dass sie weder Dharma noch den Schöpfer verachtet, sondern aus Schmerz spricht. Sie entfaltet eine ausführliche Lehre über das Zusammenwirken von Schicksal (daiva), bloßer Gewalt/Zufall (haṭha) und menschlicher Tatkraft (pauruṣa/utthāna): Untätigkeit führt stets ins Verderben, während Handeln - selbst bei ungewissem Ausgang - dem Menschen Würde und Schuldlosigkeit verleiht. Sie erinnert an eine alte Lehrrede, die ein gelehrter Brāhmaṇa einst ihrem Vater Drupada und ihren Brüdern über die von Bṛhaspati verkündete Staatsklugheit (Nīti) vortrug, welche sie als Kind belauschte - und die im folgenden Kapitel wiedergegeben wird.
draupady uvāca nāvamanye na garhe ca dharmaṃ pārtha kathaṃ cana īśvaraṃ kuta evāham avamaṃsye prajāpatim
Draupadī sprach: „Ich verachte nicht, noch tadle ich in irgendeiner Weise den Dharma, Pārtha; wie sollte ich gar den Herrn, den Herrn der Geschöpfe, verachten?
Wort für Wort
draupady uvāca nāvamanye na garhe ca dharmaṃ pārtha kathaṃ cana īśvaraṃ kuta evāham avamaṃsye prajāpatim
Draupadī sprach: „Ich verachte nicht, noch tadle ich in irgendeiner Weise den Dharma, Pārtha; wie sollte ich gar den Herrn, den Herrn der Geschöpfe, verachten?
Unter den beweglichen Wesen wünschen besonders die Menschen, o Stier der Bharatas, durch Handeln ihren Unterhalt zu erlangen, sowohl hier als auch nach dem Tod.
Unter den beweglichen Wesen wünschen besonders die Menschen, o Stier der Bharatas, durch Handeln ihren Unterhalt zu erlangen, sowohl hier als auch nach dem Tod.
paśyāmi svaṃ samutthānam upajīvanti jantavaḥ api dhātā vidhātā ca yathāyam udake bakaḥ
Ich sehe, dass die Geschöpfe von ihrer eigenen Tatkraft leben, ja sogar Dhātṛ und Vidhātṛ selbst, wie dieser Reiher im Wasser von seiner eigenen Wachsamkeit lebt.
Wort für Wort
paśyāmi svaṃ samutthānam upajīvanti jantavaḥ api dhātā vidhātā ca yathāyam udake bakaḥ
Ich sehe, dass die Geschöpfe von ihrer eigenen Tatkraft leben, ja sogar Dhātṛ und Vidhātṛ selbst, wie dieser Reiher im Wasser von seiner eigenen Wachsamkeit lebt.
svakarma kuru mā glāsīḥ karmaṇā bhava daṃśitaḥ kṛtyaṃ hi yo 'bhijānāti sahasre nāsti so 'sti vā
Verrichte dein eigenes Werk, ermatte nicht, wappne dich durch Handeln; denn wer erkennt, was zu tun ist, den gibt es unter Tausenden kaum, oder er ist selten.
Wort für Wort
svakarma kuru mā glāsīḥ karmaṇā bhava daṃśitaḥ kṛtyaṃ hi yo 'bhijānāti sahasre nāsti so 'sti vā
Verrichte dein eigenes Werk, ermatte nicht, wappne dich durch Handeln; denn wer erkennt, was zu tun ist, den gibt es unter Tausenden kaum, oder er ist selten.
utsīderan prajāḥ sarvā na kuryuḥ karma ced yadi api cāpy aphalaṃ karma paśyāmaḥ kurvato janān nānyathā hy abhijānanti vṛttiṃ loke kathaṃ cana
Alle Geschöpfe würden zugrunde gehen, wenn sie nicht handelten; und selbst wenn wir sehen, dass die Handlung mancher Menschen fruchtlos bleibt, so kennen die Menschen in der Welt doch keinen anderen Weg des Broterwerbs.
Wort für Wort
utsīderan prajāḥ sarvā na kuryuḥ karma ced yadi api cāpy aphalaṃ karma paśyāmaḥ kurvato janān nānyathā hy abhijānanti vṛttiṃ loke kathaṃ cana
Alle Geschöpfe würden zugrunde gehen, wenn sie nicht handelten; und selbst wenn wir sehen, dass die Handlung mancher Menschen fruchtlos bleibt, so kennen die Menschen in der Welt doch keinen anderen Weg des Broterwerbs.
Wer in der Welt allein auf das Schicksal setzt, und wer allein die bloße Gewalt verficht - beide sind Verfehlte; gepriesen wird die auf Handeln gerichtete Einsicht.
Wer in der Welt allein auf das Schicksal setzt, und wer allein die bloße Gewalt verficht - beide sind Verfehlte; gepriesen wird die auf Handeln gerichtete Einsicht.
yo hi diṣṭam upāsīno nirviceṣṭaḥ sukhaṃ svapet avasīdet sudurbuddhir āmo ghaṭa ivāmbhasi
Denn wer, allein auf das Schicksal vertrauend, regungslos, im Wohlbehagen schliefe, der würde, von schlechtem Verstand, versinken, wie ein ungebrannter Tonkrug im Wasser.
Wort für Wort
yo hi diṣṭam upāsīno nirviceṣṭaḥ sukhaṃ svapet avasīdet sudurbuddhir āmo ghaṭa ivāmbhasi
Denn wer, allein auf das Schicksal vertrauend, regungslos, im Wohlbehagen schliefe, der würde, von schlechtem Verstand, versinken, wie ein ungebrannter Tonkrug im Wasser.
akasmād api yaḥ kaś cid arthaṃ prāpnoti pūruṣaḥ taṃ haṭheneti manyante sa hi yatno na kasya cit
Wenn ein Mensch auch ohne ersichtlichen Grund ein Ziel erreicht, so hält man dies für Ergebnis bloßen Zufalls; denn dies ist niemandes bewusste Anstrengung.
Wort für Wort
akasmād api yaḥ kaś cid arthaṃ prāpnoti pūruṣaḥ taṃ haṭheneti manyante sa hi yatno na kasya cit
Wenn ein Mensch auch ohne ersichtlichen Grund ein Ziel erreicht, so hält man dies für Ergebnis bloßen Zufalls; denn dies ist niemandes bewusste Anstrengung.
Ein anderer, aus eigenem Wesen heraus tätig, erlangt Ziele ohne ersichtlichen Grund; erkenne, o Bester der Menschen, dass diese Frucht ihrem Wesen nach aus der Eigennatur stammt.
Ein anderer, aus eigenem Wesen heraus tätig, erlangt Ziele ohne ersichtlichen Grund; erkenne, o Bester der Menschen, dass diese Frucht ihrem Wesen nach aus der Eigennatur stammt.
evaṃ haṭhāc ca daivāc ca svabhāvāt karmaṇas tathā yāni prāpnoti puruṣas tat phalaṃ pūrvakarmaṇaḥ
So ist das, was ein Mensch durch Gewalt, durch Schicksal, durch Eigennatur oder durch gegenwärtiges Handeln erlangt, letztlich die Frucht früheren Handelns.
Wort für Wort
evaṃ haṭhāc ca daivāc ca svabhāvāt karmaṇas tathā yāni prāpnoti puruṣas tat phalaṃ pūrvakarmaṇaḥ
So ist das, was ein Mensch durch Gewalt, durch Schicksal, durch Eigennatur oder durch gegenwärtiges Handeln erlangt, letztlich die Frucht früheren Handelns.
Nachdem er mit dem Geist die Ziele festgelegt hat, erlangt er sie danach durch Handeln; ein weiser Mensch, mit vorausgehender Einsicht, ist selbst die Ursache dabei.
Nachdem er mit dem Geist die Ziele festgelegt hat, erlangt er sie danach durch Handeln; ein weiser Mensch, mit vorausgehender Einsicht, ist selbst die Ursache dabei.
„Dies ist eine von einem Geschickten gut ausgeführte, vom Täter wohlüberlegte Tat, jenes aber von einem Ungeschickten“ - so wird zwischen ihnen deutlich unterschieden.
„Dies ist eine von einem Geschickten gut ausgeführte, vom Täter wohlüberlegte Tat, jenes aber von einem Ungeschickten“ - so wird zwischen ihnen deutlich unterschieden.
iṣṭāpūrtaphalaṃ na syān na śiṣyo na gurur bhavet puruṣaḥ karmasādhyeṣu syāc ced ayam akāraṇam
Es gäbe keine Frucht von Opfer und frommen Werken, es gäbe weder Schüler noch Lehrer, wenn der Mensch bei den durch Handeln zu erreichenden Dingen selbst keine Ursache wäre.
Wort für Wort
iṣṭāpūrtaphalaṃ na syān na śiṣyo na gurur bhavet puruṣaḥ karmasādhyeṣu syāc ced ayam akāraṇam
Es gäbe keine Frucht von Opfer und frommen Werken, es gäbe weder Schüler noch Lehrer, wenn der Mensch bei den durch Handeln zu erreichenden Dingen selbst keine Ursache wäre.
kartṛtvād eva puruṣaḥ karmasiddhau praśasyate asiddhau nindyate cāpi karmanāśaḥ kathaṃ tv iha
Eben wegen seiner Täterschaft wird der Mensch bei gelungenem Werk gepriesen, und bei Misslingen wird er auch getadelt - wie könnte hier also das Handeln bedeutungslos sein?
Wort für Wort
kartṛtvād eva puruṣaḥ karmasiddhau praśasyate asiddhau nindyate cāpi karmanāśaḥ kathaṃ tv iha
Eben wegen seiner Täterschaft wird der Mensch bei gelungenem Werk gepriesen, und bei Misslingen wird er auch getadelt - wie könnte hier also das Handeln bedeutungslos sein?
sarvam eva haṭhenaike diṣṭenaike vadanty uta puruṣaprayatnajaṃ ke cit traidham etan nirucyate
Manche sagen, alles geschehe durch bloße Gewalt, andere durch Schicksal, wieder andere, es entstehe aus menschlicher Anstrengung; dreifach wird dies dargelegt.
Wort für Wort
sarvam eva haṭhenaike diṣṭenaike vadanty uta puruṣaprayatnajaṃ ke cit traidham etan nirucyate
Manche sagen, alles geschehe durch bloße Gewalt, andere durch Schicksal, wieder andere, es entstehe aus menschlicher Anstrengung; dreifach wird dies dargelegt.
na caivaitāvatā kāryaṃ manyanta iti cāpare asti sarvam adṛśyaṃ tu diṣṭaṃ caiva tathā haṭhaḥ dṛśyate hi haṭhāc caiva diṣṭāc cārthasya saṃtatiḥ
Andere wiederum meinen, dies erkläre sich nicht allein dadurch; es gibt vielmehr alles zusammen: das Unsichtbare wie das Schicksal und ebenso die Gewalt; denn man sieht ja, dass die Fortdauer der Ziele sowohl aus Gewalt als auch aus Schicksal erwächst.
Wort für Wort
na caivaitāvatā kāryaṃ manyanta iti cāpare asti sarvam adṛśyaṃ tu diṣṭaṃ caiva tathā haṭhaḥ dṛśyate hi haṭhāc caiva diṣṭāc cārthasya saṃtatiḥ
Andere wiederum meinen, dies erkläre sich nicht allein dadurch; es gibt vielmehr alles zusammen: das Unsichtbare wie das Schicksal und ebenso die Gewalt; denn man sieht ja, dass die Fortdauer der Ziele sowohl aus Gewalt als auch aus Schicksal erwächst.
Manches erlangt der Mensch als Frucht durch Schicksal, manches durch Gewalt, manches wiederum durch eigenes Handeln; ein viertes gibt es hierbei nicht als Ursache - so bekräftigen die Geschickten, die das Wesen der Dinge kennenden Menschen.
Manches erlangt der Mensch als Frucht durch Schicksal, manches durch Gewalt, manches wiederum durch eigenes Handeln; ein viertes gibt es hierbei nicht als Ursache - so bekräftigen die Geschickten, die das Wesen der Dinge kennenden Menschen.
tathaiva dhātā bhūtānām iṣṭāniṣṭaphalapradaḥ yadi na syān na bhūtānāṃ kṛpaṇo nāma kaś cana
Ebenso: Wäre der Schöpfer nicht der Geber erwünschter und unerwünschter Frucht für die Geschöpfe, so gäbe es unter den Geschöpfen keinen, der als „elend“ bezeichnet würde.
Wort für Wort
tathaiva dhātā bhūtānām iṣṭāniṣṭaphalapradaḥ yadi na syān na bhūtānāṃ kṛpaṇo nāma kaś cana
Ebenso: Wäre der Schöpfer nicht der Geber erwünschter und unerwünschter Frucht für die Geschöpfe, so gäbe es unter den Geschöpfen keinen, der als „elend“ bezeichnet würde.
yaṃ yam artham abhiprepsuḥ kurute karma pūruṣaḥ tat tat saphalam eva syād yadi na syāt purākṛtam
Welches Ziel auch ein Mensch zu erreichen wünscht und wofür er handelt, dies würde jedes Mal von Erfolg gekrönt sein, wenn es nicht durch früheres Handeln [aus einem Vorleben] bedingt wäre.
Wort für Wort
yaṃ yam artham abhiprepsuḥ kurute karma pūruṣaḥ tat tat saphalam eva syād yadi na syāt purākṛtam
Welches Ziel auch ein Mensch zu erreichen wünscht und wofür er handelt, dies würde jedes Mal von Erfolg gekrönt sein, wenn es nicht durch früheres Handeln [aus einem Vorleben] bedingt wäre.
tridvārām arthasiddhiṃ tu nānupaśyanti ye narāḥ tathaivānarthasiddhiṃ ca yathā lokās tathaiva te
Die Menschen aber, die das dreifach begründete Gelingen der Ziele nicht erkennen, und ebenso das Misslingen - sie urteilen eben wie die gewöhnliche Welt.
Wort für Wort
tridvārām arthasiddhiṃ tu nānupaśyanti ye narāḥ tathaivānarthasiddhiṃ ca yathā lokās tathaiva te
Die Menschen aber, die das dreifach begründete Gelingen der Ziele nicht erkennen, und ebenso das Misslingen - sie urteilen eben wie die gewöhnliche Welt.
asaṃbhave tv asya hetuḥ prāyaścittaṃ tu lakṣyate kṛte karmaṇi rājendra tathānṛṇyam avāpyate
Kommt der erwünschte Erfolg aber nicht zustande, so liegt dafür ein Grund vor, doch bleibt die Möglichkeit der Sühne bestehen; hat man aber gehandelt, o Herrscher der Könige, so erlangt man dennoch Schuldlosigkeit.
Wort für Wort
asaṃbhave tv asya hetuḥ prāyaścittaṃ tu lakṣyate kṛte karmaṇi rājendra tathānṛṇyam avāpyate
Kommt der erwünschte Erfolg aber nicht zustande, so liegt dafür ein Grund vor, doch bleibt die Möglichkeit der Sühne bestehen; hat man aber gehandelt, o Herrscher der Könige, so erlangt man dennoch Schuldlosigkeit.
Ob das Handeln anderer fruchtbringend ist, oder auch unser eigenes wiederum, das erkenne man erst im Nachhinein, so wie sich die Frucht der vollbrachten Tat erst zeigt.
Ob das Handeln anderer fruchtbringend ist, oder auch unser eigenes wiederum, das erkenne man erst im Nachhinein, so wie sich die Frucht der vollbrachten Tat erst zeigt.
Nachdem er die Erde mit dem Pflug aufgebrochen und die Saat ausgestreut hat, verharrt der Bauer schweigend; die Ursache dabei ist dann der Regengott Parjanya.
Nachdem er die Erde mit dem Pflug aufgebrochen und die Saat ausgestreut hat, verharrt der Bauer schweigend; die Ursache dabei ist dann der Regengott Parjanya.
vṛṣṭiś cen nānugṛhṇīyād anenās tatra karṣakaḥ yad anyaḥ puruṣaḥ kuryāt kṛtaṃ tat sakalaṃ mayā
Sollte der Regen seine Gunst nicht erweisen, so trifft dabei den Bauer keine Schuld; was ein anderer Mensch täte, könnte er sagen: „Ich habe das Meinige vollständig getan.“
Wort für Wort
vṛṣṭiś cen nānugṛhṇīyād anenās tatra karṣakaḥ yad anyaḥ puruṣaḥ kuryāt kṛtaṃ tat sakalaṃ mayā
Sollte der Regen seine Gunst nicht erweisen, so trifft dabei den Bauer keine Schuld; was ein anderer Mensch täte, könnte er sagen: „Ich habe das Meinige vollständig getan.“
tac ced aphalam asmākaṃ nāparādho 'sti naḥ kva cit iti dhīro 'nvavekṣyaiva nātmānaṃ tatra garhayet
„Wenn dies, unser Handeln, fruchtlos bleibt, liegt darin keinerlei Verschulden unsererseits“ - so soll ein Weiser, dies bedenkend, sich selbst deswegen nicht tadeln.
Wort für Wort
tac ced aphalam asmākaṃ nāparādho 'sti naḥ kva cit iti dhīro 'nvavekṣyaiva nātmānaṃ tatra garhayet
„Wenn dies, unser Handeln, fruchtlos bleibt, liegt darin keinerlei Verschulden unsererseits“ - so soll ein Weiser, dies bedenkend, sich selbst deswegen nicht tadeln.
kurvato nārthasiddhir me bhavatīti ha bhārata nirvedo nātra gantavyo dvāv etau hy asya karmaṇaḥ siddhir vāpy atha vāsiddhir apravṛttir ato 'nyathā
„Obwohl ich handle, gelingt mir das Ziel nicht“ - deswegen, o Bhārata, darf man nicht in Verzweiflung verfallen; denn diese Tat hat nur zwei mögliche Ausgänge: Gelingen oder Misslingen; Untätigkeit ist demgegenüber etwas gänzlich anderes und Schlechteres.
Wort für Wort
kurvato nārthasiddhir me bhavatīti ha bhārata nirvedo nātra gantavyo dvāv etau hy asya karmaṇaḥ siddhir vāpy atha vāsiddhir apravṛttir ato 'nyathā
„Obwohl ich handle, gelingt mir das Ziel nicht“ - deswegen, o Bhārata, darf man nicht in Verzweiflung verfallen; denn diese Tat hat nur zwei mögliche Ausgänge: Gelingen oder Misslingen; Untätigkeit ist demgegenüber etwas gänzlich anderes und Schlechteres.
bahūnāṃ samavāye hi bhāvānāṃ karma sidhyati guṇābhāve phalaṃ nyūnaṃ bhavaty aphalam eva vā anārambhe tu na phalaṃ na guṇo dṛśyate 'cyuta
Denn durch das Zusammentreffen vieler Umstände gelingt eine Tat; fehlt eine gute Voraussetzung, wird die Frucht geringer oder bleibt gar aus; bei Nicht-Beginnen aber zeigt sich weder Frucht noch irgendein Vorteil, o Unvergänglicher.
Wort für Wort
bahūnāṃ samavāye hi bhāvānāṃ karma sidhyati guṇābhāve phalaṃ nyūnaṃ bhavaty aphalam eva vā anārambhe tu na phalaṃ na guṇo dṛśyate 'cyuta
Denn durch das Zusammentreffen vieler Umstände gelingt eine Tat; fehlt eine gute Voraussetzung, wird die Frucht geringer oder bleibt gar aus; bei Nicht-Beginnen aber zeigt sich weder Frucht noch irgendein Vorteil, o Unvergänglicher.
Ort und Zeit, die Mittel, günstige Vorzeichen und Segenswünsche verbindet der Weise mit Klugheit, nach Vermögen und nach Kraft, zum Gedeihen seines Vorhabens.
Ort und Zeit, die Mittel, günstige Vorzeichen und Segenswünsche verbindet der Weise mit Klugheit, nach Vermögen und nach Kraft, zum Gedeihen seines Vorhabens.
apramattena tat kāryam upadeṣṭā parākramaḥ bhūyiṣṭhaṃ karmayogeṣu sarva eva parākramaḥ
Dies muss unbeirrt getan werden; die Tatkraft selbst ist der beste Lehrmeister; bei den meisten Unternehmungen ist es eben die Tatkraft, die alles entscheidet.
Wort für Wort
apramattena tat kāryam upadeṣṭā parākramaḥ bhūyiṣṭhaṃ karmayogeṣu sarva eva parākramaḥ
Dies muss unbeirrt getan werden; die Tatkraft selbst ist der beste Lehrmeister; bei den meisten Unternehmungen ist es eben die Tatkraft, die alles entscheidet.
yaṃ tu dhīro 'nvavekṣeta śreyāṃsaṃ bahubhir guṇaiḥ sāmnaivārthaṃ tato lipset karma cāsmai prayojayet
Wen aber der Weise als überlegen an vielen Vorzügen erkennt, von dem soll er sein Ziel allein durch versöhnliche Rede zu erlangen suchen und ihm die gemeinsame Sache anvertrauen.
Wort für Wort
yaṃ tu dhīro 'nvavekṣeta śreyāṃsaṃ bahubhir guṇaiḥ sāmnaivārthaṃ tato lipset karma cāsmai prayojayet
Wen aber der Weise als überlegen an vielen Vorzügen erkennt, von dem soll er sein Ziel allein durch versöhnliche Rede zu erlangen suchen und ihm die gemeinsame Sache anvertrauen.
Oder er möge dessen Verderben oder Untergang erwarten, Yudhiṣṭhira - selbst der eines Meeres oder Berges kann eintreten - wie viel eher dann der eines Sterblichen.
Oder er möge dessen Verderben oder Untergang erwarten, Yudhiṣṭhira - selbst der eines Meeres oder Berges kann eintreten - wie viel eher dann der eines Sterblichen.
utthānayuktaḥ satataṃ pareṣām antaraiṣaṇe ānṛṇyam āpnoti naraḥ parasyātmana eva ca
Ein Mann, der beständig um die Schwachstelle der anderen bemüht ist, erlangt Schuldlosigkeit sowohl gegenüber dem anderen als auch gegenüber sich selbst.
Wort für Wort
utthānayuktaḥ satataṃ pareṣām antaraiṣaṇe ānṛṇyam āpnoti naraḥ parasyātmana eva ca
Ein Mann, der beständig um die Schwachstelle der anderen bemüht ist, erlangt Schuldlosigkeit sowohl gegenüber dem anderen als auch gegenüber sich selbst.
So ist dieses Gelingen in der Welt begründet, o Bhārata; mannigfaltig wird der Weg des Gelingens gelehrt, je nach der Aufteilung von Zeit und Umständen.
So ist dieses Gelingen in der Welt begründet, o Bhārata; mannigfaltig wird der Weg des Gelingens gelehrt, je nach der Aufteilung von Zeit und Umständen.
Er sprach, mich, o König, als ich, mit einer Arbeit beschäftigt, herangekommen war, tröstend an, während ich, aufmerksam zuhörend, auf dem Schoß meines Vaters saß, Yudhiṣṭhira.“
Er sprach, mich, o König, als ich, mit einer Arbeit beschäftigt, herangekommen war, tröstend an, während ich, aufmerksam zuhörend, auf dem Schoß meines Vaters saß, Yudhiṣṭhira.“