Kapitel 251: Jayadrathadarśanam
Jayadrathas Begegnung mit Draupadī
Von Koṭikāśyas Bericht entflammt, betritt Jayadratha selbst den Āśrama und wirbt unverhohlen um Draupadī, wobei er die entthronten, mittellosen Pāṇḍavas geringschätzig als unwürdige Gatten darstellt und ihr an seiner Statt Reichtum und die Herrschaft über Sindhu und Sauvīra verspricht. Draupadī begegnet ihm zunächst mit höflicher Gastfreundschaft, weist sein unverschämtes Werben dann aber empört und schroff zurück, während sie insgeheim auf die baldige Rückkehr ihrer Gatten hofft und ihn mit Worten hinzuhalten versucht.
darśanād eva hi manas tayā me 'pahṛtaṃ bhṛśam tāṃ samācakṣva kalyāṇīṃ yadi syāc chaibya mānuṣī
Schon durch den bloßen Anblick ist mir mein Herz von ihr heftig geraubt worden; sag mir alles über jene Vortreffliche, ob sie denn eine Menschenfrau sei, Śaibya.‘
Wort für Wort
darśanād eva hi manas tayā me 'pahṛtaṃ bhṛśam tāṃ samācakṣva kalyāṇīṃ yadi syāc chaibya mānuṣī
Schon durch den bloßen Anblick ist mir mein Herz von ihr heftig geraubt worden; sag mir alles über jene Vortreffliche, ob sie denn eine Menschenfrau sei, Śaibya.‘
und sie ist allen Söhnen Pṛthās lieb und hochgeachtet, die Tugendhafte; nachdem du sie nun getroffen hast, Sauvīra, geh glücklich zu den Sauvīras zurück.‘
und sie ist allen Söhnen Pṛthās lieb und hochgeachtet, die Tugendhafte; nachdem du sie nun getroffen hast, Sauvīra, geh glücklich zu den Sauvīras zurück.‘
Draupadī sprach: ‚Wohlauf ist der Kaurava-König, der Sohn Kuntīs, Yudhiṣṭhira, sowie ich und seine Brüder, und auch jene anderen, nach denen du fragst.
Draupadī sprach: ‚Wohlauf ist der Kaurava-König, der Sohn Kuntīs, Yudhiṣṭhira, sowie ich und seine Brüder, und auch jene anderen, nach denen du fragst.
Du solltest den ihres Glanzes beraubten, von ihrem Königreich gefallenen, erbärmlichen, ihres Verstandes beraubten, im Wald hausenden Söhnen Pṛthās nicht länger anhängen.
Du solltest den ihres Glanzes beraubten, von ihrem Königreich gefallenen, erbärmlichen, ihres Verstandes beraubten, im Wald hausenden Söhnen Pṛthās nicht länger anhängen.
na vai prājñā gataśrīkaṃ bhartāram upayuñjate yuñjānam anuyuñjīta na śriyaḥ saṃkṣaye vaset
Die Klugen bedienen keinen seines Glanzes beraubten Gatten; man sollte dem folgen, der im Aufstieg begriffen ist, nicht bei dem verweilen, dessen Glück im Schwinden ist.
Wort für Wort
na vai prājñā gataśrīkaṃ bhartāram upayuñjate yuñjānam anuyuñjīta na śriyaḥ saṃkṣaye vaset
Die Klugen bedienen keinen seines Glanzes beraubten Gatten; man sollte dem folgen, der im Aufstieg begriffen ist, nicht bei dem verweilen, dessen Glück im Schwinden ist.
śriyā vihīnā rājyāc ca vinaṣṭāḥ śāśvatīḥ samāḥ alaṃ te pāṇḍuputrāṇāṃ bhaktyā kleśam upāsitum
Ihres Glanzes beraubt und aus ihrem Königreich vertrieben sind sie nun schon endlose Jahre; genug damit, dass du aus Ergebenheit gegenüber den Söhnen Pāṇḍus Elend erduldest.
Wort für Wort
śriyā vihīnā rājyāc ca vinaṣṭāḥ śāśvatīḥ samāḥ alaṃ te pāṇḍuputrāṇāṃ bhaktyā kleśam upāsitum
Ihres Glanzes beraubt und aus ihrem Königreich vertrieben sind sie nun schon endlose Jahre; genug damit, dass du aus Ergebenheit gegenüber den Söhnen Pāṇḍus Elend erduldest.