Kapitel 139: Raibhyaparāvasvarvāvasusaṃvādaḥ
Raibhyas Tod und die Wiedererweckung der Toten
Während Raibhyas Söhne Arvāvasu und Parāvasu bei König Bṛhaddyumnas Opfersitzung dienen, tötet Parāvasu bei Nacht versehentlich seinen eigenen Vater Raibhya, den er im Dunkeln für ein Wildtier hält. Er bittet Arvāvasu, an seiner Stelle die Buße für den Brahmanenmord zu übernehmen, während er selbst das Opfer fortführt. Als Arvāvasu nach vollendeter Buße zurückkehrt, verleumdet ihn Parāvasu vor der Versammlung als Brahmanenmörder und lässt ihn vertreiben; Arvāvasu erträgt dies, ohne seinen Bruder zu verraten. Die Götter, von seinem edlen Verhalten erfreut, gewähren ihm einen Wunsch: Er erbittet die Wiedererweckung seines Vaters, die Schuldlosigkeit seines Bruders, das Vergessen der Tat durch den Vater, sowie die Wiedererweckung Bharadvājas und Yavakrīs. Alle werden wieder lebendig; Yavakrī fragt die Götter, wie Raibhya ihn trotz seiner gelehrten Askese hatte töten können, und erhält die Antwort, dass nur Raibhyas mühevoll und mit rechtem Lehrer erworbenes Wissen wahrhaft beständig war. Lomaśa schließt mit einer Einladung an Yudhiṣṭhira, an dieser heiligen Stätte zu verweilen.
jaghanyarātre nidrāndhaḥ sāvaśeṣe tamasy api carantaṃ gahane 'raṇye mene sa pitaraṃ mṛgam
In der letzten Nachtstunde, von Schlaf geblendet, auch noch im verbliebenen Dunkel, hielt er, ihn im dichten Wald umherwandeln sehend, seinen Vater für ein Wildtier.
Wort für Wort
jaghanyarātre nidrāndhaḥ sāvaśeṣe tamasy api carantaṃ gahane 'raṇye mene sa pitaraṃ mṛgam
In der letzten Nachtstunde, von Schlaf geblendet, auch noch im verbliebenen Dunkel, hielt er, ihn im dichten Wald umherwandeln sehend, seinen Vater für ein Wildtier.
mṛgaṃ tu manyamānena pitā vai tena hiṃsitaḥ akāmayānena tadā śarīratrāṇam icchatā
Da ihn für ein Wildtier haltend, wurde der Vater von ihm getötet, ohne dass er dies wollte, in dem Moment nur den Schutz seines eigenen Leibes suchend.
Wort für Wort
mṛgaṃ tu manyamānena pitā vai tena hiṃsitaḥ akāmayānena tadā śarīratrāṇam icchatā
Da ihn für ein Wildtier haltend, wurde der Vater von ihm getötet, ohne dass er dies wollte, in dem Moment nur den Schutz seines eigenen Leibes suchend.
Arvāvasu sprach: 'So vollziehe du die Opfersitzung des weisen Bṛhaddyumna; ich werde, mit gebändigten Sinnen, um deinetwillen die Buße für den Brahmanenmord üben.'
Arvāvasu sprach: 'So vollziehe du die Opfersitzung des weisen Bṛhaddyumna; ich werde, mit gebändigten Sinnen, um deinetwillen die Buße für den Brahmanenmord üben.'
Lomaśa sprach: Nachdem er das Ende jener Buße für den Brahmanenmord erreicht hatte, o Yudhiṣṭhira, kam der Weise Arvāvasu damals wieder zur Opfersitzung.
Lomaśa sprach: Nachdem er das Ende jener Buße für den Brahmanenmord erreicht hatte, o Yudhiṣṭhira, kam der Weise Arvāvasu damals wieder zur Opfersitzung.
eṣa te brahmahā yajñaṃ mā draṣṭuṃ praviśed iti brahmahā prekṣitenāpi pīḍayet tvāṃ na saṃśayaḥ
'Dieser Brahmanenmörder soll dein Opfer nicht betreten, um es zu sehen; denn ein Brahmanenmörder würde dich, ohne Zweifel, schon durch seinen bloßen Anblick beeinträchtigen.'
Wort für Wort
eṣa te brahmahā yajñaṃ mā draṣṭuṃ praviśed iti brahmahā prekṣitenāpi pīḍayet tvāṃ na saṃśayaḥ
'Dieser Brahmanenmörder soll dein Opfer nicht betreten, um es zu sehen; denn ein Brahmanenmörder würde dich, ohne Zweifel, schon durch seinen bloßen Anblick beeinträchtigen.'
ucyamāno 'sakṛt preṣyair brahmahann iti bhārata naiva sa pratijānāti brahmahatyāṃ svayaṃ kṛtām mama bhrātrā kṛtam idaṃ mayā tu parirakṣitam
Wiederholt von den Dienern 'Brahmanenmörder!' genannt, o Bhārata, gestand er dennoch nicht ein, den Brahmanenmord selbst begangen zu haben - 'Dies hat mein Bruder getan, ich aber habe es verborgen gehalten', so dachte er.
Wort für Wort
ucyamāno 'sakṛt preṣyair brahmahann iti bhārata naiva sa pratijānāti brahmahatyāṃ svayaṃ kṛtām mama bhrātrā kṛtam idaṃ mayā tu parirakṣitam
Wiederholt von den Dienern 'Brahmanenmörder!' genannt, o Bhārata, gestand er dennoch nicht ein, den Brahmanenmord selbst begangen zu haben - 'Dies hat mein Bruder getan, ich aber habe es verborgen gehalten', so dachte er.
Ebenso wählte er die Schuldlosigkeit seines Bruders, und dass der Vater sich nicht an die Tötung erinnere, sowie die Wiedererweckung Bharadvājas und des Yavakrī, beider zugleich.
Ebenso wählte er die Schuldlosigkeit seines Bruders, und dass der Vater sich nicht an die Tötung erinnere, sowie die Wiedererweckung Bharadvājas und des Yavakrī, beider zugleich.
samadhītaṃ mayā brahma vratāni caritāni ca kathaṃ nu raibhyaḥ śakto mām adhīyānaṃ tapasvinam tathāyuktena vidhinā nihantum amarottamāḥ
'Ich habe die heilige Wissenschaft studiert, und die Gelübde vollzogen; wie nur konnte Raibhya mich, einen so gelehrten Asketen, mit solcherlei Mitteln töten, o ihr Besten der Unsterblichen?'
Wort für Wort
samadhītaṃ mayā brahma vratāni caritāni ca kathaṃ nu raibhyaḥ śakto mām adhīyānaṃ tapasvinam tathāyuktena vidhinā nihantum amarottamāḥ
'Ich habe die heilige Wissenschaft studiert, und die Gelübde vollzogen; wie nur konnte Raibhya mich, einen so gelehrten Asketen, mit solcherlei Mitteln töten, o ihr Besten der Unsterblichen?'
'Dieser aber [Raibhya] hat durch eigenes Wirken seine Lehrer trotz Mühsal zufriedengestellt; erst nach langer Zeit, durch Plage, wurde das höchste Brahman von ihm erlangt.'
'Dieser aber [Raibhya] hat durch eigenes Wirken seine Lehrer trotz Mühsal zufriedengestellt; erst nach langer Zeit, durch Plage, wurde das höchste Brahman von ihm erlangt.'
Lomaśa sprach: Nachdem sie so zu Yavakrī gesprochen hatten, die Götter, angeführt von Agni, und nachdem sie sie alle wieder zum Leben erweckt hatten, kehrten sie wieder in den Himmel zurück.
Lomaśa sprach: Nachdem sie so zu Yavakrī gesprochen hatten, die Götter, angeführt von Agni, und nachdem sie sie alle wieder zum Leben erweckt hatten, kehrten sie wieder in den Himmel zurück.
Dies ist seine heilige Einsiedelei, stets mit blühenden und fruchttragenden Bäumen; wenn du hier verweilst, o Tiger unter den Königen, wirst du von allen Sünden befreit werden.“
Dies ist seine heilige Einsiedelei, stets mit blühenden und fruchttragenden Bäumen; wenn du hier verweilst, o Tiger unter den Königen, wirst du von allen Sünden befreit werden.“