Der als Kind erschienene Gott offenbart Mārkaṇḍeya sein wahres Wesen: Er ist Nārāyaṇa, dessen Name von seinem Wandel auf den Wassern (āpo nārāḥ) herrührt, zugleich Viṣṇu, Brahmā, Śakra, Śiva und alle Götter, das Selbst aller Wesen, Ursprung der vier Veden, Erhalter der Erde als Śeṣa und als Eber. In der berühmten, dem Bhagavadgītā-Vers eng verwandten Lehre kündigt er an, sich selbst zu erschaffen, wann immer der Dharma schwindet und das Unrecht sich erhebt, und beschreibt seine wechselnden Farben durch die vier Weltzeitalter. Er erklärt Mārkaṇḍeyas Vision als Gnadengabe und verspricht, nach Brahmās Erwachen die Welt aus seinem Leib erneut auszusenden. Mārkaṇḍeya schließt seine Erzählung mit der Enthüllung, dass jener Gott niemand anderes als Kṛṣṇa selbst ist, der Verwandte der Pāṇḍavas, und rät ihnen, bei ihm Zuflucht zu suchen.
pitṛbhakto 'si viprarṣe māṃ caiva śaraṇaṃ gataḥ ato dṛṣṭo 'smi te sākṣād brahmacaryaṃ ca te mahat
Du bist den Ahnen ergeben, o Weiser, und hast bei mir selbst Zuflucht gesucht; darum bin ich dir leibhaftig sichtbar geworden, und auch deine große Keuschheit ist mir bekannt.
Wort für Wort
pitṛbhakto 'si viprarṣe māṃ caiva śaraṇaṃ gataḥ ato dṛṣṭo 'smi te sākṣād brahmacaryaṃ ca te mahat
Du bist den Ahnen ergeben, o Weiser, und hast bei mir selbst Zuflucht gesucht; darum bin ich dir leibhaftig sichtbar geworden, und auch deine große Keuschheit ist mir bekannt.
Von mir wird mit hunderten von Opferriten, mit vielen wohlbelohnten Priestergaben, geopfert; die Vedenkundigen opfern mir, dem im Götteropfer Weilenden.
Von mir wird mit hunderten von Opferriten, mit vielen wohlbelohnten Priestergaben, geopfert; die Vedenkundigen opfern mir, dem im Götteropfer Weilenden.
pṛthivyāṃ kṣatriyendrāś ca pārthivāḥ svargakāṅkṣiṇaḥ yajante māṃ tathā vaiśyāḥ svargalokajigīṣavaḥ
Auf Erden opfern mir die Herrscher der Kṣatriyas, die Fürsten, die nach dem Himmel verlangen, ebenso die Vaiśyas, die die Himmelswelt zu erringen wünschen.
Wort für Wort
pṛthivyāṃ kṣatriyendrāś ca pārthivāḥ svargakāṅkṣiṇaḥ yajante māṃ tathā vaiśyāḥ svargalokajigīṣavaḥ
Auf Erden opfern mir die Herrscher der Kṣatriyas, die Fürsten, die nach dem Himmel verlangen, ebenso die Vaiśyas, die die Himmelswelt zu erringen wünschen.
Als Feuer mit dem Maul einer Unterwasserstute geworden, o Bester der Zweifachgeborenen, trinke ich die Wasser, die ich selbst durchdrungen habe, und sende sie wiederum aus.
Als Feuer mit dem Maul einer Unterwasserstute geworden, o Bester der Zweifachgeborenen, trinke ich die Wasser, die ich selbst durchdrungen habe, und sende sie wiederum aus.
brahma vaktraṃ bhujau kṣatram ūrū me saṃśritā viśaḥ pādau śūdrā bhajante me vikrameṇa krameṇa ca
Das Brahman ist mein Mund, meine beiden Arme das Kriegertum; an meinen Schenkeln haften die Vaiśyas, meine Füße nehmen die Śūdras in Anspruch, durch Tapferkeit und der Ordnung gemäß.
Wort für Wort
brahma vaktraṃ bhujau kṣatram ūrū me saṃśritā viśaḥ pādau śūdrā bhajante me vikrameṇa krameṇa ca
Das Brahman ist mein Mund, meine beiden Arme das Kriegertum; an meinen Schenkeln haften die Vaiśyas, meine Füße nehmen die Śūdras in Anspruch, durch Tapferkeit und der Ordnung gemäß.
Die Beherrschten, dem höchsten Frieden zugetan, die Selbstbeherrschten, die nach Erlösung Verlangenden, von Begierde, Zorn und Hass befreit, ohne Anhaftung, von Fehl gereinigt,
Die Beherrschten, dem höchsten Frieden zugetan, die Selbstbeherrschten, die nach Erlösung Verlangenden, von Begierde, Zorn und Hass befreit, ohne Anhaftung, von Fehl gereinigt,
Was die Menschen erlangen, o Weiser, indem sie heilsame Taten vollbringen, Wahrheit, Gabe, heftige Askese und Gewaltlosigkeit gegenüber den Geschöpfen,
Was die Menschen erlangen, o Weiser, indem sie heilsame Taten vollbringen, Wahrheit, Gabe, heftige Askese und Gewaltlosigkeit gegenüber den Geschöpfen,
Die vollständig den Veda studieren und mit mannigfachen Opfern opfern, friedvollen Sinnes, den Zorn bezwungen – solche Zweifachgeborenen erlangen mich.
Die vollständig den Veda studieren und mit mannigfachen Opfern opfern, friedvollen Sinnes, den Zorn bezwungen – solche Zweifachgeborenen erlangen mich.
sṛṣṭvā devamanuṣyāṃś ca gandharvoragarākṣasān sthāvarāṇi ca bhūtāni saṃharāmy ātmamāyayā
Nachdem ich Götter und Menschen, Gandharvas, Schlangen und Rākṣasas und die unbeweglichen Wesen erschaffen habe, ziehe ich sie durch meine eigene Māyā wieder ein.
Wort für Wort
sṛṣṭvā devamanuṣyāṃś ca gandharvoragarākṣasān sthāvarāṇi ca bhūtāni saṃharāmy ātmamāyayā
Nachdem ich Götter und Menschen, Gandharvas, Schlangen und Rākṣasas und die unbeweglichen Wesen erschaffen habe, ziehe ich sie durch meine eigene Māyā wieder ein.
Zur Zeit des Wirkens ersinne ich mir wiederum einen Leib und erschaffe mich, indem ich in einen menschlichen Körper eintrete, aus Gründen der Aufrechterhaltung der Ordnung.
Zur Zeit des Wirkens ersinne ich mir wiederum einen Leib und erschaffe mich, indem ich in einen menschlichen Körper eintrete, aus Gründen der Aufrechterhaltung der Ordnung.
trayo bhāgā hy adharmasya tasmin kāle bhavanty uta antakāle ca saṃprāpte kālo bhūtvātidāruṇaḥ trailokyaṃ nāśayāmy ekaḥ kṛtsnaṃ sthāvarajaṅgamam
Drei Teile des Unrechts entstehen dann zu jener Zeit; und wenn das Ende der Zeit erreicht ist, werde ich zur überaus schrecklichen Zeit selbst und vernichte allein die dreifache Welt, das ganze Bewegliche und Unbewegliche.
Wort für Wort
trayo bhāgā hy adharmasya tasmin kāle bhavanty uta antakāle ca saṃprāpte kālo bhūtvātidāruṇaḥ trailokyaṃ nāśayāmy ekaḥ kṛtsnaṃ sthāvarajaṅgamam
Drei Teile des Unrechts entstehen dann zu jener Zeit; und wenn das Ende der Zeit erreicht ist, werde ich zur überaus schrecklichen Zeit selbst und vernichte allein die dreifache Welt, das ganze Bewegliche und Unbewegliche.
Ich bin der Dreifachwandelnde, das Selbst von allem, der allen Welten Wohlbehagen Bringende, der Überwältiger, der Allgegenwärtige, der Endlose, Hṛṣīkeśa, der Weitschreitende.
Ich bin der Dreifachwandelnde, das Selbst von allem, der allen Welten Wohlbehagen Bringende, der Überwältiger, der Allgegenwärtige, der Endlose, Hṛṣīkeśa, der Weitschreitende.
mayā ca vipra datto 'yaṃ varas te brahmarūpiṇā asakṛt parituṣṭena viprarṣigaṇapūjita
Und dies ist dir von mir, o Weiser, dem in Brahman-Gestalt Weilenden, als Gabe gewährt worden, wiederholt zufrieden gestellt, von der Schar der Weisen verehrt:
Wort für Wort
mayā ca vipra datto 'yaṃ varas te brahmarūpiṇā asakṛt parituṣṭena viprarṣigaṇapūjita
Und dies ist dir von mir, o Weiser, dem in Brahman-Gestalt Weilenden, als Gabe gewährt worden, wiederholt zufrieden gestellt, von der Schar der Weisen verehrt:
Als du alles zu einem einzigen Ozean geworden sahst, das Bewegliche und Unbewegliche vergangen, erkannte ich dich als bestürzt; darum wurde dir die Welt gezeigt.
Als du alles zu einem einzigen Ozean geworden sahst, das Bewegliche und Unbewegliche vergangen, erkannte ich dich als bestürzt; darum wurde dir die Welt gezeigt.
tato 'si vaktrād viprarṣe drutaṃ niḥsārito mayā ākhyātas te mayā cātmā durjñeyo 'pi surāsuraiḥ
Da wurdest du, o Weiser, rasch von mir aus meinem Mund herausgebracht; und mein Selbst wurde dir verkündet, obwohl es selbst für Götter und Asuras schwer zu erkennen ist.
Wort für Wort
tato 'si vaktrād viprarṣe drutaṃ niḥsārito mayā ākhyātas te mayā cātmā durjñeyo 'pi surāsuraiḥ
Da wurdest du, o Weiser, rasch von mir aus meinem Mund herausgebracht; und mein Selbst wurde dir verkündet, obwohl es selbst für Götter und Asuras schwer zu erkennen ist.
asyaiva varadānād dhi smṛtir na prajahāti mām dīrgham āyuś ca kaunteya svacchandamaraṇaṃ tathā
Durch eben seine gewährte Gabe verlässt mich die Erinnerung nicht, und lange Lebensdauer und ein Tod nach freiem Willen sind mir zuteilgeworden, Sohn der Kuntī.
Wort für Wort
asyaiva varadānād dhi smṛtir na prajahāti mām dīrgham āyuś ca kaunteya svacchandamaraṇaṃ tathā
Durch eben seine gewährte Gabe verlässt mich die Erinnerung nicht, und lange Lebensdauer und ein Tod nach freiem Willen sind mir zuteilgeworden, Sohn der Kuntī.
Eben er, Kṛṣṇa, der Nachkomme der Vṛṣṇis, der uralte Puruṣa, der Herrschende, weilt hier, Hari, von unvorstellbarem Selbst, gleichsam spielend, der Starkarmige.
Eben er, Kṛṣṇa, der Nachkomme der Vṛṣṇis, der uralte Puruṣa, der Herrschende, weilt hier, Hari, von unvorstellbarem Selbst, gleichsam spielend, der Starkarmige.
Als ich diesen Tiger der Vṛṣṇis erblickte, kam mir eben diese Erinnerung wieder: an den Uranfänglichen Gott, den Ungeborenen, Viṣṇu, den Puruṣa, den Gelbgewandeten.
Als ich diesen Tiger der Vṛṣṇis erblickte, kam mir eben diese Erinnerung wieder: an den Uranfänglichen Gott, den Ungeborenen, Viṣṇu, den Puruṣa, den Gelbgewandeten.