Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 187: Nārāyaṇātmaprakāśanam Nārāyaṇas Selbstoffenbarung

Der als Kind erschienene Gott offenbart Mārkaṇḍeya sein wahres Wesen: Er ist Nārāyaṇa, dessen Name von seinem Wandel auf den Wassern (āpo nārāḥ) herrührt, zugleich Viṣṇu, Brahmā, Śakra, Śiva und alle Götter, das Selbst aller Wesen, Ursprung der vier Veden, Erhalter der Erde als Śeṣa und als Eber. In der berühmten, dem Bhagavadgītā-Vers eng verwandten Lehre kündigt er an, sich selbst zu erschaffen, wann immer der Dharma schwindet und das Unrecht sich erhebt, und beschreibt seine wechselnden Farben durch die vier Weltzeitalter. Er erklärt Mārkaṇḍeyas Vision als Gnadengabe und verspricht, nach Brahmās Erwachen die Welt aus seinem Leib erneut auszusenden. Mārkaṇḍeya schließt seine Erzählung mit der Enthüllung, dass jener Gott niemand anderes als Kṛṣṇa selbst ist, der Verwandte der Pāṇḍavas, und rät ihnen, bei ihm Zuflucht zu suchen.

deva uvāca kāmaṃ devāpi māṃ vipra na vijānanti tattvataḥ tvatprītyā tu pravakṣyāmi yathedaṃ visṛjāmy aham

„‚Wahrlich, selbst die Götter kennen mich nicht der Wahrheit gemäß, o Weiser; doch aus Liebe zu dir will ich verkünden, wie ich dies alles aussende.

Wort für Wort
deva uvāca kāmaṃ devāpi māṃ vipra na vijānanti tattvataḥ tvatprītyā tu pravakṣyāmi yathedaṃ visṛjāmy aham
„‚Wahrlich, selbst die Götter kennen mich nicht der Wahrheit gemäß, o Weiser; doch aus Liebe zu dir will ich verkünden, wie ich dies alles aussende.

pitṛbhakto 'si viprarṣe māṃ caiva śaraṇaṃ gataḥ ato dṛṣṭo 'smi te sākṣād brahmacaryaṃ ca te mahat

Du bist den Ahnen ergeben, o Weiser, und hast bei mir selbst Zuflucht gesucht; darum bin ich dir leibhaftig sichtbar geworden, und auch deine große Keuschheit ist mir bekannt.

Wort für Wort
pitṛbhakto 'si viprarṣe māṃ caiva śaraṇaṃ gataḥ ato dṛṣṭo 'smi te sākṣād brahmacaryaṃ ca te mahat
Du bist den Ahnen ergeben, o Weiser, und hast bei mir selbst Zuflucht gesucht; darum bin ich dir leibhaftig sichtbar geworden, und auch deine große Keuschheit ist mir bekannt.

āpo nārā iti proktāḥ saṃjñānāma kṛtaṃ mayā tena nārāyaṇo 'smy ukto mama tad dhy ayanaṃ sadā

‚Āpo nārāḥ‘ werden die Wasser genannt; diesen Namen habe ich selbst geschaffen; darum werde ich Nārāyaṇa genannt, denn dies ist stets mein Weg.

Wort für Wort
āpo nārā iti proktāḥ saṃjñānāma kṛtaṃ mayā tena nārāyaṇo 'smy ukto mama tad dhy ayanaṃ sadā
‚Āpo nārāḥ‘ werden die Wasser genannt; diesen Namen habe ich selbst geschaffen; darum werde ich Nārāyaṇa genannt, denn dies ist stets mein Weg.

ahaṃ nārāyaṇo nāma prabhavaḥ śāśvato 'vyayaḥ vidhātā sarvabhūtānāṃ saṃhartā ca dvijottama

Ich bin, mit Namen Nārāyaṇa, der Urquell, ewig, unvergänglich, der Ordner aller Wesen und auch ihr Zerstörer, o Bester der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
ahaṃ nārāyaṇo nāma prabhavaḥ śāśvato 'vyayaḥ vidhātā sarvabhūtānāṃ saṃhartā ca dvijottama
Ich bin, mit Namen Nārāyaṇa, der Urquell, ewig, unvergänglich, der Ordner aller Wesen und auch ihr Zerstörer, o Bester der Zweifachgeborenen.

ahaṃ viṣṇur ahaṃ brahmā śakraś cāhaṃ surādhipaḥ ahaṃ vaiśravaṇo rājā yamaḥ pretādhipas tathā

Ich bin Viṣṇu, ich bin Brahmā, und Śakra, der Herr der Götter, bin ich; ich bin König Vaiśravaṇa, und ebenso Yama, der Herr der Verstorbenen.

Wort für Wort
ahaṃ viṣṇur ahaṃ brahmā śakraś cāhaṃ surādhipaḥ ahaṃ vaiśravaṇo rājā yamaḥ pretādhipas tathā
Ich bin Viṣṇu, ich bin Brahmā, und Śakra, der Herr der Götter, bin ich; ich bin König Vaiśravaṇa, und ebenso Yama, der Herr der Verstorbenen.

ahaṃ śivaś ca somaś ca kaśyapaś ca prajāpatiḥ ahaṃ dhātā vidhātā ca yajñaś cāhaṃ dvijottama

Ich bin Śiva und Soma, und Kaśyapa, der Herr der Geschöpfe; ich bin Dhātṛ und Vidhātṛ, und das Opfer bin ich, o Bester der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
ahaṃ śivaś ca somaś ca kaśyapaś ca prajāpatiḥ ahaṃ dhātā vidhātā ca yajñaś cāhaṃ dvijottama
Ich bin Śiva und Soma, und Kaśyapa, der Herr der Geschöpfe; ich bin Dhātṛ und Vidhātṛ, und das Opfer bin ich, o Bester der Zweifachgeborenen.

agnir āsyaṃ kṣitiḥ pādau candrādityau ca locane sadiśaṃ ca nabhaḥ kāyo vāyur manasi me sthitaḥ

Das Feuer ist mein Mund, die Erde meine Füße, Mond und Sonne meine Augen, der Himmel mit den Richtungen mein Leib, der Wind weilt in meinem Sinn.

Wort für Wort
agnir āsyaṃ kṣitiḥ pādau candrādityau ca locane sadiśaṃ ca nabhaḥ kāyo vāyur manasi me sthitaḥ
Das Feuer ist mein Mund, die Erde meine Füße, Mond und Sonne meine Augen, der Himmel mit den Richtungen mein Leib, der Wind weilt in meinem Sinn.

mayā kratuśatair iṣṭaṃ bahubhiḥ svāptadakṣiṇaiḥ yajante vedaviduṣo māṃ devayajane sthitam

Von mir wird mit hunderten von Opferriten, mit vielen wohlbelohnten Priestergaben, geopfert; die Vedenkundigen opfern mir, dem im Götteropfer Weilenden.

Wort für Wort
mayā kratuśatair iṣṭaṃ bahubhiḥ svāptadakṣiṇaiḥ yajante vedaviduṣo māṃ devayajane sthitam
Von mir wird mit hunderten von Opferriten, mit vielen wohlbelohnten Priestergaben, geopfert; die Vedenkundigen opfern mir, dem im Götteropfer Weilenden.

pṛthivyāṃ kṣatriyendrāś ca pārthivāḥ svargakāṅkṣiṇaḥ yajante māṃ tathā vaiśyāḥ svargalokajigīṣavaḥ

Auf Erden opfern mir die Herrscher der Kṣatriyas, die Fürsten, die nach dem Himmel verlangen, ebenso die Vaiśyas, die die Himmelswelt zu erringen wünschen.

Wort für Wort
pṛthivyāṃ kṣatriyendrāś ca pārthivāḥ svargakāṅkṣiṇaḥ yajante māṃ tathā vaiśyāḥ svargalokajigīṣavaḥ
Auf Erden opfern mir die Herrscher der Kṣatriyas, die Fürsten, die nach dem Himmel verlangen, ebenso die Vaiśyas, die die Himmelswelt zu erringen wünschen.

catuḥsamudraparyantāṃ merumandarabhūṣaṇām śeṣo bhūtvāham evaitāṃ dhārayāmi vasuṃdharām

Diese von den vier Ozeanen umgrenzte, mit Meru und Mandara geschmückte Erde trage ich selbst, indem ich zu Śeṣa geworden bin, o Weiser.

Wort für Wort
catuḥsamudraparyantāṃ merumandarabhūṣaṇām śeṣo bhūtvāham evaitāṃ dhārayāmi vasuṃdharām
Diese von den vier Ozeanen umgrenzte, mit Meru und Mandara geschmückte Erde trage ich selbst, indem ich zu Śeṣa geworden bin, o Weiser.

vārāhaṃ rūpam āsthāya mayeyaṃ jagatī purā majjamānā jale vipra vīryeṇāsīt samuddhṛtā

In Ebergestalt habe ich einst diese versinkende Erde, o Weiser, aus dem Wasser durch meine Kraft emporgehoben.

Wort für Wort
vārāhaṃ rūpam āsthāya mayeyaṃ jagatī purā majjamānā jale vipra vīryeṇāsīt samuddhṛtā
In Ebergestalt habe ich einst diese versinkende Erde, o Weiser, aus dem Wasser durch meine Kraft emporgehoben.

agniś ca vaḍavāvaktro bhūtvāhaṃ dvijasattama pibāmy apaḥ samāviddhās tāś caiva visṛjāmy aham

Als Feuer mit dem Maul einer Unterwasserstute geworden, o Bester der Zweifachgeborenen, trinke ich die Wasser, die ich selbst durchdrungen habe, und sende sie wiederum aus.

Wort für Wort
agniś ca vaḍavāvaktro bhūtvāhaṃ dvijasattama pibāmy apaḥ samāviddhās tāś caiva visṛjāmy aham
Als Feuer mit dem Maul einer Unterwasserstute geworden, o Bester der Zweifachgeborenen, trinke ich die Wasser, die ich selbst durchdrungen habe, und sende sie wiederum aus.

brahma vaktraṃ bhujau kṣatram ūrū me saṃśritā viśaḥ pādau śūdrā bhajante me vikrameṇa krameṇa ca

Das Brahman ist mein Mund, meine beiden Arme das Kriegertum; an meinen Schenkeln haften die Vaiśyas, meine Füße nehmen die Śūdras in Anspruch, durch Tapferkeit und der Ordnung gemäß.

Wort für Wort
brahma vaktraṃ bhujau kṣatram ūrū me saṃśritā viśaḥ pādau śūdrā bhajante me vikrameṇa krameṇa ca
Das Brahman ist mein Mund, meine beiden Arme das Kriegertum; an meinen Schenkeln haften die Vaiśyas, meine Füße nehmen die Śūdras in Anspruch, durch Tapferkeit und der Ordnung gemäß.

ṛgvedaḥ sāmavedaś ca yajurvedo 'py atharvaṇaḥ mattaḥ prādurbhavanty ete mām eva praviśanti ca

Der Ṛgveda, der Sāmaveda, der Yajurveda und auch der Atharvaveda entstehen aus mir und gehen auch wieder in mich ein.

Wort für Wort
ṛgvedaḥ sāmavedaś ca yajurvedo 'py atharvaṇaḥ mattaḥ prādurbhavanty ete mām eva praviśanti ca
Der Ṛgveda, der Sāmaveda, der Yajurveda und auch der Atharvaveda entstehen aus mir und gehen auch wieder in mich ein.

yatayaḥ śāntiparamā yatātmāno mumukṣavaḥ kāmakrodhadveṣamuktā niḥsaṅgā vītakalmaṣāḥ

Die Beherrschten, dem höchsten Frieden zugetan, die Selbstbeherrschten, die nach Erlösung Verlangenden, von Begierde, Zorn und Hass befreit, ohne Anhaftung, von Fehl gereinigt,

Wort für Wort
yatayaḥ śāntiparamā yatātmāno mumukṣavaḥ kāmakrodhadveṣamuktā niḥsaṅgā vītakalmaṣāḥ
Die Beherrschten, dem höchsten Frieden zugetan, die Selbstbeherrschten, die nach Erlösung Verlangenden, von Begierde, Zorn und Hass befreit, ohne Anhaftung, von Fehl gereinigt,

sattvasthā nirahaṃkārā nityam adhyātmakovidāḥ mām eva satataṃ viprāś cintayanta upāsate

in der Güte weilend, ohne Ichdünkel, stets der höheren Selbsterkenntnis kundig – solche Weisen, mich stets bedenkend, verehren mich.

Wort für Wort
sattvasthā nirahaṃkārā nityam adhyātmakovidāḥ mām eva satataṃ viprāś cintayanta upāsate
in der Güte weilend, ohne Ichdünkel, stets der höheren Selbsterkenntnis kundig – solche Weisen, mich stets bedenkend, verehren mich.

ahaṃ saṃvartako jyotir ahaṃ sarvartako yamaḥ ahaṃ saṃvartakaḥ sūryo ahaṃ saṃvartako 'nilaḥ

Ich bin das Verzehrlicht, das Feuer, ich bin der alles beendende Yama, ich bin die verzehrende Sonne, ich bin der verzehrende Wind.

Wort für Wort
ahaṃ saṃvartako jyotir ahaṃ sarvartako yamaḥ ahaṃ saṃvartakaḥ sūryo ahaṃ saṃvartako 'nilaḥ
Ich bin das Verzehrlicht, das Feuer, ich bin der alles beendende Yama, ich bin die verzehrende Sonne, ich bin der verzehrende Wind.

tārārūpāṇi dṛśyante yāny etāni nabhastale mama rūpāṇy athaitāni viddhi tvaṃ dvijasattama

Die Sterngestalten, die am Himmelsgewölbe sichtbar sind, wisse, dass auch diese meine Gestalten sind, o Bester der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
tārārūpāṇi dṛśyante yāny etāni nabhastale mama rūpāṇy athaitāni viddhi tvaṃ dvijasattama
Die Sterngestalten, die am Himmelsgewölbe sichtbar sind, wisse, dass auch diese meine Gestalten sind, o Bester der Zweifachgeborenen.

ratnākarāḥ samudrāś ca sarva eva caturdiśam vasanaṃ śayanaṃ caiva nilayaṃ caiva viddhi me

Die Edelsteinschätze, die Ozeane, alle nach den vier Himmelsrichtungen – wisse, dass sie meine Kleidung, mein Lager und meine Wohnstatt sind.

Wort für Wort
ratnākarāḥ samudrāś ca sarva eva caturdiśam vasanaṃ śayanaṃ caiva nilayaṃ caiva viddhi me
Die Edelsteinschätze, die Ozeane, alle nach den vier Himmelsrichtungen – wisse, dass sie meine Kleidung, mein Lager und meine Wohnstatt sind.

kāmaṃ krodhaṃ ca harṣaṃ ca bhayaṃ mohaṃ tathaiva ca mamaiva viddhi rūpāṇi sarvāṇy etāni sattama

Begierde, Zorn, Freude, Furcht und ebenso Verblendung – wisse, dass all dies meine Gestalten sind, Bester.

Wort für Wort
kāmaṃ krodhaṃ ca harṣaṃ ca bhayaṃ mohaṃ tathaiva ca mamaiva viddhi rūpāṇi sarvāṇy etāni sattama
Begierde, Zorn, Freude, Furcht und ebenso Verblendung – wisse, dass all dies meine Gestalten sind, Bester.

prāpnuvanti narā vipra yat kṛtvā karmaśobhanam satyaṃ dānaṃ tapaś cogram ahiṃsā caiva jantuṣu

Was die Menschen erlangen, o Weiser, indem sie heilsame Taten vollbringen, Wahrheit, Gabe, heftige Askese und Gewaltlosigkeit gegenüber den Geschöpfen,

Wort für Wort
prāpnuvanti narā vipra yat kṛtvā karmaśobhanam satyaṃ dānaṃ tapaś cogram ahiṃsā caiva jantuṣu
Was die Menschen erlangen, o Weiser, indem sie heilsame Taten vollbringen, Wahrheit, Gabe, heftige Askese und Gewaltlosigkeit gegenüber den Geschöpfen,

madvidhānena vihitā mama dehavihāriṇaḥ mayābhibhūtavijñānā viceṣṭante na kāmataḥ

die nach meiner Ordnung eingerichteten, in meinem Leib Wandelnden – von mir überwältigt an Erkenntnis, handeln sie nicht aus eigenem Belieben.

Wort für Wort
madvidhānena vihitā mama dehavihāriṇaḥ mayābhibhūtavijñānā viceṣṭante na kāmataḥ
die nach meiner Ordnung eingerichteten, in meinem Leib Wandelnden – von mir überwältigt an Erkenntnis, handeln sie nicht aus eigenem Belieben.

samyag vedam adhīyānā yajanto vividhair makhaiḥ śāntātmāno jitakrodhāḥ prāpnuvanti dvijātayaḥ

Die vollständig den Veda studieren und mit mannigfachen Opfern opfern, friedvollen Sinnes, den Zorn bezwungen – solche Zweifachgeborenen erlangen mich.

Wort für Wort
samyag vedam adhīyānā yajanto vividhair makhaiḥ śāntātmāno jitakrodhāḥ prāpnuvanti dvijātayaḥ
Die vollständig den Veda studieren und mit mannigfachen Opfern opfern, friedvollen Sinnes, den Zorn bezwungen – solche Zweifachgeborenen erlangen mich.

prāptuṃ na śakyo yo vidvan narair duṣkṛtakarmabhiḥ lobhābhibhūtaiḥ kṛpaṇair anāryair akṛtātmabhiḥ

Mich, den Weisen, können Menschen mit sündigen Taten nicht erreichen, von Gier überwältigt, elend, unedel, unbeherrscht.

Wort für Wort
prāptuṃ na śakyo yo vidvan narair duṣkṛtakarmabhiḥ lobhābhibhūtaiḥ kṛpaṇair anāryair akṛtātmabhiḥ
Mich, den Weisen, können Menschen mit sündigen Taten nicht erreichen, von Gier überwältigt, elend, unedel, unbeherrscht.

taṃ māṃ mahāphalaṃ viddhi padaṃ sukṛtakarmaṇaḥ duṣprāpaṃ vipramūḍhānāṃ mārgaṃ yogair niṣevitam

Wisse, dass ich der großfrüchtige, von gut Handelnden erlangte Ort bin, schwer erreichbar für törichte Brahmanen, ein Weg, dem Yogins nachfolgen.

Wort für Wort
taṃ māṃ mahāphalaṃ viddhi padaṃ sukṛtakarmaṇaḥ duṣprāpaṃ vipramūḍhānāṃ mārgaṃ yogair niṣevitam
Wisse, dass ich der großfrüchtige, von gut Handelnden erlangte Ort bin, schwer erreichbar für törichte Brahmanen, ein Weg, dem Yogins nachfolgen.

yadā yadā ca dharmasya glānir bhavati sattama abhyutthānam adharmasya tadātmānaṃ sṛjāmy aham

Wann immer der Dharma dahinschwindet, Bester, und das Unrecht sich erhebt, dann erschaffe ich mich selbst.

Wort für Wort
yadā yadā ca dharmasya glānir bhavati sattama abhyutthānam adharmasya tadātmānaṃ sṛjāmy aham
Wann immer der Dharma dahinschwindet, Bester, und das Unrecht sich erhebt, dann erschaffe ich mich selbst.

daityā hiṃsānuraktāś ca avadhyāḥ surasattamaiḥ rākṣasāś cāpi loke 'smin yadotpatsyanti dāruṇāḥ

Wenn Daityas, der Gewalttätigkeit ergeben, von den besten Göttern unerschlagbar, und schreckliche Rākṣasas in dieser Welt entstehen,

Wort für Wort
daityā hiṃsānuraktāś ca avadhyāḥ surasattamaiḥ rākṣasāś cāpi loke 'smin yadotpatsyanti dāruṇāḥ
Wenn Daityas, der Gewalttätigkeit ergeben, von den besten Göttern unerschlagbar, und schreckliche Rākṣasas in dieser Welt entstehen,

tadāhaṃ saṃprasūyāmi gṛheṣu śubhakarmaṇām praviṣṭo mānuṣaṃ dehaṃ sarvaṃ praśamayāmy aham

dann bringe ich mich selbst in den Häusern der heilvoll Handelnden hervor; in einen menschlichen Leib eingegangen, besänftige ich alles.

Wort für Wort
tadāhaṃ saṃprasūyāmi gṛheṣu śubhakarmaṇām praviṣṭo mānuṣaṃ dehaṃ sarvaṃ praśamayāmy aham
dann bringe ich mich selbst in den Häusern der heilvoll Handelnden hervor; in einen menschlichen Leib eingegangen, besänftige ich alles.

sṛṣṭvā devamanuṣyāṃś ca gandharvoragarākṣasān sthāvarāṇi ca bhūtāni saṃharāmy ātmamāyayā

Nachdem ich Götter und Menschen, Gandharvas, Schlangen und Rākṣasas und die unbeweglichen Wesen erschaffen habe, ziehe ich sie durch meine eigene Māyā wieder ein.

Wort für Wort
sṛṣṭvā devamanuṣyāṃś ca gandharvoragarākṣasān sthāvarāṇi ca bhūtāni saṃharāmy ātmamāyayā
Nachdem ich Götter und Menschen, Gandharvas, Schlangen und Rākṣasas und die unbeweglichen Wesen erschaffen habe, ziehe ich sie durch meine eigene Māyā wieder ein.

karmakāle punar deham anucintya sṛjāmy aham praviśya mānuṣaṃ dehaṃ maryādābandhakāraṇāt

Zur Zeit des Wirkens ersinne ich mir wiederum einen Leib und erschaffe mich, indem ich in einen menschlichen Körper eintrete, aus Gründen der Aufrechterhaltung der Ordnung.

Wort für Wort
karmakāle punar deham anucintya sṛjāmy aham praviśya mānuṣaṃ dehaṃ maryādābandhakāraṇāt
Zur Zeit des Wirkens ersinne ich mir wiederum einen Leib und erschaffe mich, indem ich in einen menschlichen Körper eintrete, aus Gründen der Aufrechterhaltung der Ordnung.

śvetaḥ kṛtayuge varṇaḥ pītas tretāyuge mama rakto dvāparam āsādya kṛṣṇaḥ kaliyuge tathā

Weiß ist meine Farbe im Kṛtayuga, gelb im Tretāyuga, rot, wenn ich das Dvāpara erreiche, und ebenso schwarz im Kaliyuga.

Wort für Wort
śvetaḥ kṛtayuge varṇaḥ pītas tretāyuge mama rakto dvāparam āsādya kṛṣṇaḥ kaliyuge tathā
Weiß ist meine Farbe im Kṛtayuga, gelb im Tretāyuga, rot, wenn ich das Dvāpara erreiche, und ebenso schwarz im Kaliyuga.

trayo bhāgā hy adharmasya tasmin kāle bhavanty uta antakāle ca saṃprāpte kālo bhūtvātidāruṇaḥ trailokyaṃ nāśayāmy ekaḥ kṛtsnaṃ sthāvarajaṅgamam

Drei Teile des Unrechts entstehen dann zu jener Zeit; und wenn das Ende der Zeit erreicht ist, werde ich zur überaus schrecklichen Zeit selbst und vernichte allein die dreifache Welt, das ganze Bewegliche und Unbewegliche.

Wort für Wort
trayo bhāgā hy adharmasya tasmin kāle bhavanty uta antakāle ca saṃprāpte kālo bhūtvātidāruṇaḥ trailokyaṃ nāśayāmy ekaḥ kṛtsnaṃ sthāvarajaṅgamam
Drei Teile des Unrechts entstehen dann zu jener Zeit; und wenn das Ende der Zeit erreicht ist, werde ich zur überaus schrecklichen Zeit selbst und vernichte allein die dreifache Welt, das ganze Bewegliche und Unbewegliche.

ahaṃ trivartmā sarvātmā sarvalokasukhāvahaḥ abhibhūḥ sarvago 'nanto hṛṣīkeśa urukramaḥ

Ich bin der Dreifachwandelnde, das Selbst von allem, der allen Welten Wohlbehagen Bringende, der Überwältiger, der Allgegenwärtige, der Endlose, Hṛṣīkeśa, der Weitschreitende.

Wort für Wort
ahaṃ trivartmā sarvātmā sarvalokasukhāvahaḥ abhibhūḥ sarvago 'nanto hṛṣīkeśa urukramaḥ
Ich bin der Dreifachwandelnde, das Selbst von allem, der allen Welten Wohlbehagen Bringende, der Überwältiger, der Allgegenwärtige, der Endlose, Hṛṣīkeśa, der Weitschreitende.

kālacakraṃ nayāmy eko brahmann aham arūpi vai śamanaṃ sarvabhūtānāṃ sarvalokakṛtodyamam

Ich allein lenke das Rad der Zeit, o Brahmane, ich, der Gestaltlose, das Erlöschen aller Wesen, das alle Welten in Bewegung Versetzende.

Wort für Wort
kālacakraṃ nayāmy eko brahmann aham arūpi vai śamanaṃ sarvabhūtānāṃ sarvalokakṛtodyamam
Ich allein lenke das Rad der Zeit, o Brahmane, ich, der Gestaltlose, das Erlöschen aller Wesen, das alle Welten in Bewegung Versetzende.

evaṃ praṇihitaḥ samyaṅ mayātmā munisattama sarvabhūteṣu viprendra na ca māṃ vetti kaś cana

So, recht auf mich gerichtet, o Bester der Weisen, ist mein Selbst in allen Wesen, o Fürst der Zweifachgeborenen, und doch kennt mich niemand.

Wort für Wort
evaṃ praṇihitaḥ samyaṅ mayātmā munisattama sarvabhūteṣu viprendra na ca māṃ vetti kaś cana
So, recht auf mich gerichtet, o Bester der Weisen, ist mein Selbst in allen Wesen, o Fürst der Zweifachgeborenen, und doch kennt mich niemand.

yac ca kiṃ cit tvayā prāptaṃ mayi kleṣātmakaṃ dvija sukhodayāya tat sarvaṃ śreyase ca tavānagha

Und was auch immer dir als leidvoll erschien, o Zweifachgeborener, all dies geschah zu deinem Glück und zu deinem Heil, Makelloser.

Wort für Wort
yac ca kiṃ cit tvayā prāptaṃ mayi kleṣātmakaṃ dvija sukhodayāya tat sarvaṃ śreyase ca tavānagha
Und was auch immer dir als leidvoll erschien, o Zweifachgeborener, all dies geschah zu deinem Glück und zu deinem Heil, Makelloser.

yac ca kiṃ cit tvayā loke dṛṣṭaṃ sthāvarajaṅgamam vihitaḥ sarvathaivāsau mamātmā munisattama

Und was du in der Welt auch immer gesehen hast, Bewegliches und Unbewegliches, all dies ist in jeder Weise mein eigenes Selbst, o Bester der Weisen.

Wort für Wort
yac ca kiṃ cit tvayā loke dṛṣṭaṃ sthāvarajaṅgamam vihitaḥ sarvathaivāsau mamātmā munisattama
Und was du in der Welt auch immer gesehen hast, Bewegliches und Unbewegliches, all dies ist in jeder Weise mein eigenes Selbst, o Bester der Weisen.

ardhaṃ mama śarīrasya sarvalokapitāmahaḥ ahaṃ nārāyaṇo nāma śaṅkhacakragadādharaḥ

Die Hälfte meines Körpers ist der Großvater aller Welten; ich selbst bin, mit Namen Nārāyaṇa, der Muschelhorn, Diskus und Keule Tragende.

Wort für Wort
ardhaṃ mama śarīrasya sarvalokapitāmahaḥ ahaṃ nārāyaṇo nāma śaṅkhacakragadādharaḥ
Die Hälfte meines Körpers ist der Großvater aller Welten; ich selbst bin, mit Namen Nārāyaṇa, der Muschelhorn, Diskus und Keule Tragende.

yāvad yugānāṃ viprarṣe sahasraparivartanam tāvat svapimi viśvātmā sarvalokapitāmahaḥ

So lange, o Weiser, wie der Umlauf von tausend Weltzeitaltern währt, so lange schlafe ich, das Selbst des Alls, der Großvater aller Welten.

Wort für Wort
yāvad yugānāṃ viprarṣe sahasraparivartanam tāvat svapimi viśvātmā sarvalokapitāmahaḥ
So lange, o Weiser, wie der Umlauf von tausend Weltzeitaltern währt, so lange schlafe ich, das Selbst des Alls, der Großvater aller Welten.

evaṃ sarvam ahaṃ kālam ihāse munisattama aśiśuḥ śiśurūpeṇa yāvad brahmā na budhyate

So verweile ich, Bester der Weisen, die ganze Zeit hier, ungeboren in Kindesgestalt, solange Brahmā nicht erwacht.

Wort für Wort
evaṃ sarvam ahaṃ kālam ihāse munisattama aśiśuḥ śiśurūpeṇa yāvad brahmā na budhyate
So verweile ich, Bester der Weisen, die ganze Zeit hier, ungeboren in Kindesgestalt, solange Brahmā nicht erwacht.

mayā ca vipra datto 'yaṃ varas te brahmarūpiṇā asakṛt parituṣṭena viprarṣigaṇapūjita

Und dies ist dir von mir, o Weiser, dem in Brahman-Gestalt Weilenden, als Gabe gewährt worden, wiederholt zufrieden gestellt, von der Schar der Weisen verehrt:

Wort für Wort
mayā ca vipra datto 'yaṃ varas te brahmarūpiṇā asakṛt parituṣṭena viprarṣigaṇapūjita
Und dies ist dir von mir, o Weiser, dem in Brahman-Gestalt Weilenden, als Gabe gewährt worden, wiederholt zufrieden gestellt, von der Schar der Weisen verehrt:

sarvam ekārṇavaṃ dṛṣṭvā naṣṭaṃ sthāvarajaṅgamam viklavo 'si mayā jñātas tatas te darśitaṃ jagat

Als du alles zu einem einzigen Ozean geworden sahst, das Bewegliche und Unbewegliche vergangen, erkannte ich dich als bestürzt; darum wurde dir die Welt gezeigt.

Wort für Wort
sarvam ekārṇavaṃ dṛṣṭvā naṣṭaṃ sthāvarajaṅgamam viklavo 'si mayā jñātas tatas te darśitaṃ jagat
Als du alles zu einem einzigen Ozean geworden sahst, das Bewegliche und Unbewegliche vergangen, erkannte ich dich als bestürzt; darum wurde dir die Welt gezeigt.

abhyantaraṃ śarīrasya praviṣṭo 'si yadā mama dṛṣṭvā lokaṃ samastaṃ ca vismito nāvabudhyase

Als du in das Innere meines Leibes eingetreten warst, sahst du die ganze Welt und warst staunend, ohne es zu begreifen.

Wort für Wort
abhyantaraṃ śarīrasya praviṣṭo 'si yadā mama dṛṣṭvā lokaṃ samastaṃ ca vismito nāvabudhyase
Als du in das Innere meines Leibes eingetreten warst, sahst du die ganze Welt und warst staunend, ohne es zu begreifen.

tato 'si vaktrād viprarṣe drutaṃ niḥsārito mayā ākhyātas te mayā cātmā durjñeyo 'pi surāsuraiḥ

Da wurdest du, o Weiser, rasch von mir aus meinem Mund herausgebracht; und mein Selbst wurde dir verkündet, obwohl es selbst für Götter und Asuras schwer zu erkennen ist.

Wort für Wort
tato 'si vaktrād viprarṣe drutaṃ niḥsārito mayā ākhyātas te mayā cātmā durjñeyo 'pi surāsuraiḥ
Da wurdest du, o Weiser, rasch von mir aus meinem Mund herausgebracht; und mein Selbst wurde dir verkündet, obwohl es selbst für Götter und Asuras schwer zu erkennen ist.

yāvat sa bhagavān brahmā na budhyati mahātapāḥ tāvat tvam iha viprarṣe viśrabdhaś cara vai sukham

Solange jener erhabene Brahmā, der große Asket, nicht erwacht, solange, o Weiser, wandle hier vertrauensvoll und in Wohlbehagen.

Wort für Wort
yāvat sa bhagavān brahmā na budhyati mahātapāḥ tāvat tvam iha viprarṣe viśrabdhaś cara vai sukham
Solange jener erhabene Brahmā, der große Asket, nicht erwacht, solange, o Weiser, wandle hier vertrauensvoll und in Wohlbehagen.

tato vibuddhe tasmiṃs tu sarvalokapitāmahe ekībhūto hi srakṣyāmi śarīrād dvijasattama

Wenn dann jener Großvater aller Welten erwacht ist, werde ich, eins geworden, aus meinem Leib wieder aussenden, Bester der Zweifachgeborenen,

Wort für Wort
tato vibuddhe tasmiṃs tu sarvalokapitāmahe ekībhūto hi srakṣyāmi śarīrād dvijasattama
Wenn dann jener Großvater aller Welten erwacht ist, werde ich, eins geworden, aus meinem Leib wieder aussenden, Bester der Zweifachgeborenen,

ākāśaṃ pṛthivīṃ jyotir vāyuṃ salilam eva ca loke yac ca bhavec cheṣam iha sthāvarajaṅgamam

den Luftraum, die Erde, das Licht, den Wind und das Wasser, und was sonst noch an Beweglichem und Unbeweglichem in der Welt übrig sein mag.‘

Wort für Wort
ākāśaṃ pṛthivīṃ jyotir vāyuṃ salilam eva ca loke yac ca bhavec cheṣam iha sthāvarajaṅgamam
den Luftraum, die Erde, das Licht, den Wind und das Wasser, und was sonst noch an Beweglichem und Unbeweglichem in der Welt übrig sein mag.‘

mārkaṇḍeya uvāca ity uktvāntarhitas tāta sa devaḥ paramādbhutaḥ prajāś cemāḥ prapaśyāmi vicitrā bahudhākṛtāḥ

Nachdem er dies gesagt hatte, verschwand jener überaus wunderbare Gott, mein Sohn; und ich sehe diese Geschöpfe, mannigfaltig, in vielfacher Gestalt.

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca ity uktvāntarhitas tāta sa devaḥ paramādbhutaḥ prajāś cemāḥ prapaśyāmi vicitrā bahudhākṛtāḥ
Nachdem er dies gesagt hatte, verschwand jener überaus wunderbare Gott, mein Sohn; und ich sehe diese Geschöpfe, mannigfaltig, in vielfacher Gestalt.

etad dṛṣṭaṃ mayā rājaṃs tasmin prāpte yugakṣaye āścaryaṃ bharataśreṣṭha sarvadharmabhṛtāṃ vara

Dies sah ich, o König, als jenes Ende des Zeitalters eintrat, ein Wunder, Bester der Bharatas, Vorzüglichster aller Dharmaträger.

Wort für Wort
etad dṛṣṭaṃ mayā rājaṃs tasmin prāpte yugakṣaye āścaryaṃ bharataśreṣṭha sarvadharmabhṛtāṃ vara
Dies sah ich, o König, als jenes Ende des Zeitalters eintrat, ein Wunder, Bester der Bharatas, Vorzüglichster aller Dharmaträger.

yaḥ sa devo mayā dṛṣṭaḥ purā padmanibhekṣaṇaḥ sa eṣa puruṣavyāghra saṃbandhī te janārdanaḥ

Jener Gott, den ich einst mit lotosgleichen Augen sah – eben er, Tiger unter den Menschen, ist dein Verwandter Janārdana.

Wort für Wort
yaḥ sa devo mayā dṛṣṭaḥ purā padmanibhekṣaṇaḥ sa eṣa puruṣavyāghra saṃbandhī te janārdanaḥ
Jener Gott, den ich einst mit lotosgleichen Augen sah – eben er, Tiger unter den Menschen, ist dein Verwandter Janārdana.

asyaiva varadānād dhi smṛtir na prajahāti mām dīrgham āyuś ca kaunteya svacchandamaraṇaṃ tathā

Durch eben seine gewährte Gabe verlässt mich die Erinnerung nicht, und lange Lebensdauer und ein Tod nach freiem Willen sind mir zuteilgeworden, Sohn der Kuntī.

Wort für Wort
asyaiva varadānād dhi smṛtir na prajahāti mām dīrgham āyuś ca kaunteya svacchandamaraṇaṃ tathā
Durch eben seine gewährte Gabe verlässt mich die Erinnerung nicht, und lange Lebensdauer und ein Tod nach freiem Willen sind mir zuteilgeworden, Sohn der Kuntī.

sa eṣa kṛṣṇo vārṣṇeyaḥ purāṇapuruṣo vibhuḥ āste harir acintyātmā krīḍann iva mahābhujaḥ

Eben er, Kṛṣṇa, der Nachkomme der Vṛṣṇis, der uralte Puruṣa, der Herrschende, weilt hier, Hari, von unvorstellbarem Selbst, gleichsam spielend, der Starkarmige.

Wort für Wort
sa eṣa kṛṣṇo vārṣṇeyaḥ purāṇapuruṣo vibhuḥ āste harir acintyātmā krīḍann iva mahābhujaḥ
Eben er, Kṛṣṇa, der Nachkomme der Vṛṣṇis, der uralte Puruṣa, der Herrschende, weilt hier, Hari, von unvorstellbarem Selbst, gleichsam spielend, der Starkarmige.

eṣa dhātā vidhātā ca saṃhartā caiva sātvataḥ śrīvatsavakṣā govindaḥ prajāpatipatiḥ prabhuḥ

Er ist Dhātṛ und Vidhātṛ und ebenso der Zerstörer, der Sātvata, mit der Śrīvatsa-Brust, Govinda, der Herr des Prajāpati, der Erhabene.

Wort für Wort
eṣa dhātā vidhātā ca saṃhartā caiva sātvataḥ śrīvatsavakṣā govindaḥ prajāpatipatiḥ prabhuḥ
Er ist Dhātṛ und Vidhātṛ und ebenso der Zerstörer, der Sātvata, mit der Śrīvatsa-Brust, Govinda, der Herr des Prajāpati, der Erhabene.

dṛṣṭvemaṃ vṛṣṇiśārdūlaṃ smṛtir mām iyam āgatā ādidevam ajaṃ viṣṇuṃ puruṣaṃ pītavāsasam

Als ich diesen Tiger der Vṛṣṇis erblickte, kam mir eben diese Erinnerung wieder: an den Uranfänglichen Gott, den Ungeborenen, Viṣṇu, den Puruṣa, den Gelbgewandeten.

Wort für Wort
dṛṣṭvemaṃ vṛṣṇiśārdūlaṃ smṛtir mām iyam āgatā ādidevam ajaṃ viṣṇuṃ puruṣaṃ pītavāsasam
Als ich diesen Tiger der Vṛṣṇis erblickte, kam mir eben diese Erinnerung wieder: an den Uranfänglichen Gott, den Ungeborenen, Viṣṇu, den Puruṣa, den Gelbgewandeten.

sarveṣām eva bhūtānāṃ pitā mātā ca mādhavaḥ gacchadhvam enaṃ śaraṇaṃ śaraṇyaṃ kauravarṣabhāḥ

Ihn, der aller Wesen Vater und Mutter ist, Mādhava – geht zu ihm als eurer Zuflucht, dem Zufluchtswürdigen, ihr Stiere der Kauravas.“

Wort für Wort
sarveṣām eva bhūtānāṃ pitā mātā ca mādhavaḥ gacchadhvam enaṃ śaraṇaṃ śaraṇyaṃ kauravarṣabhāḥ
Ihn, der aller Wesen Vater und Mutter ist, Mādhava – geht zu ihm als eurer Zuflucht, dem Zufluchtswürdigen, ihr Stiere der Kauravas.“

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