Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 30: Kṣamāvākyam Yudhiṣṭhiras Antwort: Die Gefahren des Zorns und der Lobpreis der Nachsicht (mit dem Kāśyapa-Gesang)

Yudhiṣṭhira entgegnet Draupadī ausführlich: Zorn (krodha) vernichtet Urteilsvermögen und Dharma, während wahre Tatkraft (tejas) gerade in dessen Überwindung besteht. Er zitiert den berühmten Gesang des Kāśyapa über die Nachsicht (kṣamā) als Wurzel von Dharma, Wahrheit, Opfer und aller Welten. Yudhiṣṭhira ist überzeugt, dass die Ältesten am Kuru-Hof - Bhīṣma, Droṇa, Vidura, Kṛpa, Sañjaya, Somadatta, Yuyutsu, Aśvatthāman und Vyāsa - für Frieden eintreten werden, und bekräftigt seinen Entschluss zu Nachsicht und Mitleid als ewigem Dharma der Selbstbeherrschten.

yudhiṣṭhira uvāca krodho hantā manuṣyāṇāṃ krodho bhāvayitā punaḥ iti viddhi mahāprājñe krodhamūlau bhavābhavau

Yudhiṣṭhira sprach: „Zorn ist der Vernichter der Menschen, Zorn aber auch wiederum ihr Förderer - wisse dies, Hochweise: Werden und Vergehen wurzeln beide im Zorn.

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca krodho hantā manuṣyāṇāṃ krodho bhāvayitā punaḥ iti viddhi mahāprājñe krodhamūlau bhavābhavau
Yudhiṣṭhira sprach: „Zorn ist der Vernichter der Menschen, Zorn aber auch wiederum ihr Förderer - wisse dies, Hochweise: Werden und Vergehen wurzeln beide im Zorn.

yo hi saṃharate krodhaṃ bhāvas tasya suśobhane yaḥ punaḥ puruṣaḥ krodhaṃ nityaṃ na sahate śubhe tasyābhāvāya bhavati krodhaḥ paramadāruṇaḥ

Wer den Zorn bezwingt, dessen Gedeihen ist gewiss, du Schönäugige; wer aber, du Holde, seinen Zorn niemals bezähmt, für dessen Untergang wird der überaus furchtbare Zorn wirksam.

Wort für Wort
yo hi saṃharate krodhaṃ bhāvas tasya suśobhane yaḥ punaḥ puruṣaḥ krodhaṃ nityaṃ na sahate śubhe tasyābhāvāya bhavati krodhaḥ paramadāruṇaḥ
Wer den Zorn bezwingt, dessen Gedeihen ist gewiss, du Schönäugige; wer aber, du Holde, seinen Zorn niemals bezähmt, für dessen Untergang wird der überaus furchtbare Zorn wirksam.

krodhamūlo vināśo hi prajānām iha dṛśyate tat kathaṃ mādṛśaḥ krodham utsṛjel lokanāśanam

Denn man sieht hier, dass der Untergang der Geschöpfe im Zorn wurzelt; wie also sollte einer wie ich den Zorn entfesseln, der die Welt vernichtet?

Wort für Wort
krodhamūlo vināśo hi prajānām iha dṛśyate tat kathaṃ mādṛśaḥ krodham utsṛjel lokanāśanam
Denn man sieht hier, dass der Untergang der Geschöpfe im Zorn wurzelt; wie also sollte einer wie ich den Zorn entfesseln, der die Welt vernichtet?

kruddhaḥ pāpaṃ naraḥ kuryāt kruddho hanyād gurūn api kruddhaḥ paruṣayā vācā śreyaso 'py avamanyate

Ein zorniger Mensch könnte Böses tun, ein Zorniger könnte selbst seine Lehrer töten, ein Zorniger missachtet mit rauer Rede sogar seine Höhergestellten.

Wort für Wort
kruddhaḥ pāpaṃ naraḥ kuryāt kruddho hanyād gurūn api kruddhaḥ paruṣayā vācā śreyaso 'py avamanyate
Ein zorniger Mensch könnte Böses tun, ein Zorniger könnte selbst seine Lehrer töten, ein Zorniger missachtet mit rauer Rede sogar seine Höhergestellten.

vācyāvācye hi kupito na prajānāti karhi cit nākāryam asti kruddhasya nāvācyaṃ vidyate tathā

Denn ein Erzürnter erkennt niemals, was zu sagen und was nicht zu sagen ist; nichts gibt es, was ein Zorniger nicht täte, und ebenso gibt es nichts, was er nicht sagen würde.

Wort für Wort
vācyāvācye hi kupito na prajānāti karhi cit nākāryam asti kruddhasya nāvācyaṃ vidyate tathā
Denn ein Erzürnter erkennt niemals, was zu sagen und was nicht zu sagen ist; nichts gibt es, was ein Zorniger nicht täte, und ebenso gibt es nichts, was er nicht sagen würde.

hiṃsyāt krodhād avadhyāṃś ca vadhyān saṃpūjayed api ātmānam api ca kruddhaḥ preṣayed yamasādanam

Aus Zorn könnte er sogar Unantastbare verletzen und Verurteilungswürdige ehren; ein Zorniger könnte sogar sich selbst in die Wohnstatt Yamas schicken.

Wort für Wort
hiṃsyāt krodhād avadhyāṃś ca vadhyān saṃpūjayed api ātmānam api ca kruddhaḥ preṣayed yamasādanam
Aus Zorn könnte er sogar Unantastbare verletzen und Verurteilungswürdige ehren; ein Zorniger könnte sogar sich selbst in die Wohnstatt Yamas schicken.

etān doṣān prapaśyadbhir jitaḥ krodho manīṣibhiḥ icchadbhiḥ paramaṃ śreya iha cāmutra cottamam

Diese Übel erkennend, haben die Weisen, die das höchste Heil hier und das beste dort im Jenseits begehren, den Zorn bezwungen.

Wort für Wort
etān doṣān prapaśyadbhir jitaḥ krodho manīṣibhiḥ icchadbhiḥ paramaṃ śreya iha cāmutra cottamam
Diese Übel erkennend, haben die Weisen, die das höchste Heil hier und das beste dort im Jenseits begehren, den Zorn bezwungen.

taṃ krodhaṃ varjitaṃ dhīraiḥ katham asmadvidhaś caret etad draupadi saṃdhāya na me manyuḥ pravardhate

Wie sollte einer wie ich jenem Zorn nachgehen, den die Standhaften gemieden haben? Diesen Gedanken bedenkend, Draupadī, wächst mein Grimm nicht.

Wort für Wort
taṃ krodhaṃ varjitaṃ dhīraiḥ katham asmadvidhaś caret etad draupadi saṃdhāya na me manyuḥ pravardhate
Wie sollte einer wie ich jenem Zorn nachgehen, den die Standhaften gemieden haben? Diesen Gedanken bedenkend, Draupadī, wächst mein Grimm nicht.

ātmānaṃ ca paraṃ caiva trāyate mahato bhayāt krudhyantam apratikrudhyan dvayor eṣa cikitsakaḥ

Wer einem Zornigen nicht mit Zorn begegnet, der rettet sowohl sich selbst als auch den anderen vor großer Gefahr; er ist der Heiler beider.

Wort für Wort
ātmānaṃ ca paraṃ caiva trāyate mahato bhayāt krudhyantam apratikrudhyan dvayor eṣa cikitsakaḥ
Wer einem Zornigen nicht mit Zorn begegnet, der rettet sowohl sich selbst als auch den anderen vor großer Gefahr; er ist der Heiler beider.

mūḍho yadi kliśyamānaḥ krudhyate 'śaktimān naraḥ balīyasāṃ manuṣyāṇāṃ tyajaty ātmānam antataḥ

Wenn ein törichter, ohnmächtiger Mensch, gepeinigt, in Zorn gerät gegenüber Mächtigeren, so gibt er sich selbst am Ende auf.

Wort für Wort
mūḍho yadi kliśyamānaḥ krudhyate 'śaktimān naraḥ balīyasāṃ manuṣyāṇāṃ tyajaty ātmānam antataḥ
Wenn ein törichter, ohnmächtiger Mensch, gepeinigt, in Zorn gerät gegenüber Mächtigeren, so gibt er sich selbst am Ende auf.

tasyātmānaṃ saṃtyajato lokā naśyanty anātmanaḥ tasmād draupady aśaktasya manyor niyamanaṃ smṛtam

Diesem, der sich selbst aufgibt, gehen seine künftigen Welten verloren; deshalb, Draupadī, wird für den Machtlosen die Zügelung des Zorns gelehrt.

Wort für Wort
tasyātmānaṃ saṃtyajato lokā naśyanty anātmanaḥ tasmād draupady aśaktasya manyor niyamanaṃ smṛtam
Diesem, der sich selbst aufgibt, gehen seine künftigen Welten verloren; deshalb, Draupadī, wird für den Machtlosen die Zügelung des Zorns gelehrt.

vidvāṃs tathaiva yaḥ śaktaḥ kliśyamāno na kupyati sa nāśayitvā kleṣṭāraṃ paraloke ca nandati

Ebenso: Wer weise und mächtig ist und, gepeinigt, nicht zornig wird, der freut sich, nachdem er seinen Peiniger vernichtet hat, auch in der jenseitigen Welt.

Wort für Wort
vidvāṃs tathaiva yaḥ śaktaḥ kliśyamāno na kupyati sa nāśayitvā kleṣṭāraṃ paraloke ca nandati
Ebenso: Wer weise und mächtig ist und, gepeinigt, nicht zornig wird, der freut sich, nachdem er seinen Peiniger vernichtet hat, auch in der jenseitigen Welt.

tasmād balavatā caiva durbalena ca nityadā kṣantavyaṃ puruṣeṇāhur āpatsv api vijānatā

Deshalb, sagt man, soll sowohl der Starke als auch der Schwache stets Nachsicht üben, auch in Notlagen, wenn er ein weiser Mensch ist.

Wort für Wort
tasmād balavatā caiva durbalena ca nityadā kṣantavyaṃ puruṣeṇāhur āpatsv api vijānatā
Deshalb, sagt man, soll sowohl der Starke als auch der Schwache stets Nachsicht üben, auch in Notlagen, wenn er ein weiser Mensch ist.

manyor hi vijayaṃ kṛṣṇe praśaṃsantīha sādhavaḥ kṣamāvato jayo nityaṃ sādhor iha satāṃ matam

Denn den Sieg über den Zorn preisen hier die Guten, Kṛṣṇā; dem Nachsichtigen ist stets der Sieg gewiss - dies ist hier die Ansicht der Rechtschaffenen.

Wort für Wort
manyor hi vijayaṃ kṛṣṇe praśaṃsantīha sādhavaḥ kṣamāvato jayo nityaṃ sādhor iha satāṃ matam
Denn den Sieg über den Zorn preisen hier die Guten, Kṛṣṇā; dem Nachsichtigen ist stets der Sieg gewiss - dies ist hier die Ansicht der Rechtschaffenen.

satyaṃ cānṛtataḥ śreyo nṛśaṃsāc cānṛśaṃsatā tam evaṃ bahudoṣaṃ tu krodhaṃ sādhuvivarjitam mādṛśaḥ prasṛjet kasmāt suyodhanavadhād api

Wahrheit ist besser als Unwahrheit, Mitleid besser als Grausamkeit; wie also sollte einer wie ich jenen so vielfach schädlichen, von den Rechtschaffenen gemiedenen Zorn entfesseln, selbst um den Preis von Suyodhanas Tod?

Wort für Wort
satyaṃ cānṛtataḥ śreyo nṛśaṃsāc cānṛśaṃsatā tam evaṃ bahudoṣaṃ tu krodhaṃ sādhuvivarjitam mādṛśaḥ prasṛjet kasmāt suyodhanavadhād api
Wahrheit ist besser als Unwahrheit, Mitleid besser als Grausamkeit; wie also sollte einer wie ich jenen so vielfach schädlichen, von den Rechtschaffenen gemiedenen Zorn entfesseln, selbst um den Preis von Suyodhanas Tod?

tejasvīti yam āhur vai paṇḍitā dīrghadarśinaḥ na krodho 'bhyantaras tasya bhavatīti viniścitam

Wen die weitsichtigen Weisen als „tatkräftig“ bezeichnen, in dessen Innerem, so ist entschieden, wohnt kein Zorn.

Wort für Wort
tejasvīti yam āhur vai paṇḍitā dīrghadarśinaḥ na krodho 'bhyantaras tasya bhavatīti viniścitam
Wen die weitsichtigen Weisen als „tatkräftig“ bezeichnen, in dessen Innerem, so ist entschieden, wohnt kein Zorn.

yas tu krodhaṃ samutpannaṃ prajñayā pratibādhate tejasvinaṃ taṃ vidvāṃso manyante tattvadarśinaḥ

Wer aber entstandenen Zorn mit Weisheit zurückdrängt, den halten die Weisen, die das Wesen der Dinge erkennen, für tatkräftig.

Wort für Wort
yas tu krodhaṃ samutpannaṃ prajñayā pratibādhate tejasvinaṃ taṃ vidvāṃso manyante tattvadarśinaḥ
Wer aber entstandenen Zorn mit Weisheit zurückdrängt, den halten die Weisen, die das Wesen der Dinge erkennen, für tatkräftig.

kruddho hi kāryaṃ suśroṇi na yathāvat prapaśyati na kāryaṃ na ca maryādāṃ naraḥ kruddho 'nupaśyati

Denn ein Zorniger, du Schöngestaltete, sieht nicht richtig, was zu tun ist; ein zorniger Mensch erkennt weder das zu Tuende noch die rechte Grenze.

Wort für Wort
kruddho hi kāryaṃ suśroṇi na yathāvat prapaśyati na kāryaṃ na ca maryādāṃ naraḥ kruddho 'nupaśyati
Denn ein Zorniger, du Schöngestaltete, sieht nicht richtig, was zu tun ist; ein zorniger Mensch erkennt weder das zu Tuende noch die rechte Grenze.

hanty avadhyān api kruddho gurūn rūkṣais tudaty api tasmāt tejasi kartavye krodho dūrāt pratiṣṭhitaḥ

Ein Zorniger tötet sogar Unantastbare, verletzt sogar seine Lehrer mit harten Worten; deshalb steht der Zorn, wo Tatkraft gefordert ist, weit abseits.

Wort für Wort
hanty avadhyān api kruddho gurūn rūkṣais tudaty api tasmāt tejasi kartavye krodho dūrāt pratiṣṭhitaḥ
Ein Zorniger tötet sogar Unantastbare, verletzt sogar seine Lehrer mit harten Worten; deshalb steht der Zorn, wo Tatkraft gefordert ist, weit abseits.

dākṣyaṃ hy amarṣaḥ śauryaṃ ca śīghratvam iti tejasaḥ guṇāḥ krodhābhibhūtena na śakyāḥ prāptum añjasā

Geschicklichkeit, Unnachgiebigkeit gegenüber Unrecht, Tapferkeit und Schnelligkeit - dies sind die Eigenschaften der Tatkraft; ein von Zorn Überwältigter kann sie nicht wahrhaft erlangen.

Wort für Wort
dākṣyaṃ hy amarṣaḥ śauryaṃ ca śīghratvam iti tejasaḥ guṇāḥ krodhābhibhūtena na śakyāḥ prāptum añjasā
Geschicklichkeit, Unnachgiebigkeit gegenüber Unrecht, Tapferkeit und Schnelligkeit - dies sind die Eigenschaften der Tatkraft; ein von Zorn Überwältigter kann sie nicht wahrhaft erlangen.

krodhaṃ tyaktvā tu puruṣaḥ samyak tejo 'bhipadyate kālayuktaṃ mahāprājñe kruddhais tejaḥ suduḥsaham

Nachdem er den Zorn aufgegeben hat, erlangt ein Mensch aber rechte, zeitgemäße Tatkraft, du Hochweise; für Zornige ist wahre Tatkraft überaus schwer zu erreichen.

Wort für Wort
krodhaṃ tyaktvā tu puruṣaḥ samyak tejo 'bhipadyate kālayuktaṃ mahāprājñe kruddhais tejaḥ suduḥsaham
Nachdem er den Zorn aufgegeben hat, erlangt ein Mensch aber rechte, zeitgemäße Tatkraft, du Hochweise; für Zornige ist wahre Tatkraft überaus schwer zu erreichen.

krodhas tv apaṇḍitaiḥ śaśvat teja ity abhidhīyate rajas tal lokanāśāya vihitaṃ mānuṣān prati

Zorn aber wird von den Unweisen beständig als „Tatkraft“ bezeichnet; in Wahrheit ist dies nur Leidenschaft, zum Verderben der Welt gegenüber den Menschen bestimmt.

Wort für Wort
krodhas tv apaṇḍitaiḥ śaśvat teja ity abhidhīyate rajas tal lokanāśāya vihitaṃ mānuṣān prati
Zorn aber wird von den Unweisen beständig als „Tatkraft“ bezeichnet; in Wahrheit ist dies nur Leidenschaft, zum Verderben der Welt gegenüber den Menschen bestimmt.

tasmāc chaśvat tyajet krodhaṃ puruṣaḥ samyag ācaran śreyān svadharmānapago na kruddha iti niścitam

Deshalb soll ein Mensch, der recht handelt, den Zorn stets aufgeben; besser ist der, der von seinem eigenen Dharma nicht abweicht, als ein Zorniger - dies steht fest.

Wort für Wort
tasmāc chaśvat tyajet krodhaṃ puruṣaḥ samyag ācaran śreyān svadharmānapago na kruddha iti niścitam
Deshalb soll ein Mensch, der recht handelt, den Zorn stets aufgeben; besser ist der, der von seinem eigenen Dharma nicht abweicht, als ein Zorniger - dies steht fest.

yadi sarvam abuddhīnām atikrāntam amedhasām atikramo madvidhasya kathaṃ svit syād anindite

Wenn alles Übertreten den Unklugen, den Unverständigen zukommt - wie könnte ein Übertreten für einen wie mich angemessen sein, du Tadellose?

Wort für Wort
yadi sarvam abuddhīnām atikrāntam amedhasām atikramo madvidhasya kathaṃ svit syād anindite
Wenn alles Übertreten den Unklugen, den Unverständigen zukommt - wie könnte ein Übertreten für einen wie mich angemessen sein, du Tadellose?

yadi na syur manuṣyeṣu kṣamiṇaḥ pṛthivīsamāḥ na syāt saṃdhir manuṣyāṇāṃ krodhamūlo hi vigrahaḥ

Gäbe es unter den Menschen keine Nachsichtigen, erdengleich an Duldsamkeit, so gäbe es keinen Frieden unter den Menschen; denn im Zorn wurzelt der Streit.

Wort für Wort
yadi na syur manuṣyeṣu kṣamiṇaḥ pṛthivīsamāḥ na syāt saṃdhir manuṣyāṇāṃ krodhamūlo hi vigrahaḥ
Gäbe es unter den Menschen keine Nachsichtigen, erdengleich an Duldsamkeit, so gäbe es keinen Frieden unter den Menschen; denn im Zorn wurzelt der Streit.

abhiṣakto hy abhiṣajed āhanyād guruṇā hataḥ evaṃ vināśo bhūtānām adharmaḥ prathito bhavet

Wer angegriffen wird, würde zurückschlagen, wer von einem Stärkeren geschlagen wird, würde zurückschlagen; so würde der Untergang der Wesen und weitverbreitetes Unrecht entstehen.

Wort für Wort
abhiṣakto hy abhiṣajed āhanyād guruṇā hataḥ evaṃ vināśo bhūtānām adharmaḥ prathito bhavet
Wer angegriffen wird, würde zurückschlagen, wer von einem Stärkeren geschlagen wird, würde zurückschlagen; so würde der Untergang der Wesen und weitverbreitetes Unrecht entstehen.

ākruṣṭaḥ puruṣaḥ sarvaḥ pratyākrośed anantaram pratihanyād dhataś caiva tathā hiṃsyāc ca hiṃsitaḥ

Jeder Mensch, der beschimpft wird, würde sogleich zurückschimpfen; wer geschlagen wird, würde zurückschlagen, und wer verletzt wird, würde ebenso zurückverletzen.

Wort für Wort
ākruṣṭaḥ puruṣaḥ sarvaḥ pratyākrośed anantaram pratihanyād dhataś caiva tathā hiṃsyāc ca hiṃsitaḥ
Jeder Mensch, der beschimpft wird, würde sogleich zurückschimpfen; wer geschlagen wird, würde zurückschlagen, und wer verletzt wird, würde ebenso zurückverletzen.

hanyur hi pitaraḥ putrān putrāś cāpi tathā pitṝn hanyuś ca patayo bhāryāḥ patīn bhāryās tathaiva ca

Väter würden ihre Söhne töten, und ebenso Söhne ihre Väter; Gatten würden ihre Frauen töten, und ebenso Frauen ihre Gatten.

Wort für Wort
hanyur hi pitaraḥ putrān putrāś cāpi tathā pitṝn hanyuś ca patayo bhāryāḥ patīn bhāryās tathaiva ca
Väter würden ihre Söhne töten, und ebenso Söhne ihre Väter; Gatten würden ihre Frauen töten, und ebenso Frauen ihre Gatten.

evaṃ saṃkupite loke janma kṛṣṇe na vidyate prajānāṃ saṃdhimūlaṃ hi janma viddhi śubhānane

Wäre die Welt so durchgehend erzürnt, so gäbe es keine Geburt mehr, Kṛṣṇā; denn wisse, du Schönantlitzige, dass die Geburt der Geschöpfe im Frieden wurzelt.

Wort für Wort
evaṃ saṃkupite loke janma kṛṣṇe na vidyate prajānāṃ saṃdhimūlaṃ hi janma viddhi śubhānane
Wäre die Welt so durchgehend erzürnt, so gäbe es keine Geburt mehr, Kṛṣṇā; denn wisse, du Schönantlitzige, dass die Geburt der Geschöpfe im Frieden wurzelt.

tāḥ kṣīyeran prajāḥ sarvāḥ kṣipraṃ draupadi tādṛśe tasmān manyur vināśāya prajānām abhavāya ca

Unter solchen Umständen würden alle Geschöpfe rasch dahinschwinden, Draupadī; deshalb dient der Zorn dem Untergang und dem Nicht-Werden der Geschöpfe.

Wort für Wort
tāḥ kṣīyeran prajāḥ sarvāḥ kṣipraṃ draupadi tādṛśe tasmān manyur vināśāya prajānām abhavāya ca
Unter solchen Umständen würden alle Geschöpfe rasch dahinschwinden, Draupadī; deshalb dient der Zorn dem Untergang und dem Nicht-Werden der Geschöpfe.

yasmāt tu loke dṛśyante kṣamiṇaḥ pṛthivīsamāḥ tasmāj janma ca bhūtānāṃ bhavaś ca pratipadyate

Weil es aber in der Welt Nachsichtige gibt, erdengleich an Duldsamkeit, deshalb kommt es zur Geburt und zum Gedeihen der Wesen.

Wort für Wort
yasmāt tu loke dṛśyante kṣamiṇaḥ pṛthivīsamāḥ tasmāj janma ca bhūtānāṃ bhavaś ca pratipadyate
Weil es aber in der Welt Nachsichtige gibt, erdengleich an Duldsamkeit, deshalb kommt es zur Geburt und zum Gedeihen der Wesen.

kṣantavyaṃ puruṣeṇeha sarvāsv āpatsu śobhane kṣamā bhavo hi bhūtānāṃ janma caiva prakīrtitam

Der Mensch soll hier in allen Notlagen Nachsicht üben, du Holde; denn Nachsicht wird als das Gedeihen und die Geburt der Wesen gepriesen.

Wort für Wort
kṣantavyaṃ puruṣeṇeha sarvāsv āpatsu śobhane kṣamā bhavo hi bhūtānāṃ janma caiva prakīrtitam
Der Mensch soll hier in allen Notlagen Nachsicht üben, du Holde; denn Nachsicht wird als das Gedeihen und die Geburt der Wesen gepriesen.

ākruṣṭas tāḍitaḥ kruddhaḥ kṣamate yo balīyasā yaś ca nityaṃ jitakrodho vidvān uttamapūruṣaḥ

Wer, beschimpft, geschlagen und erzürnt, von einem Mächtigeren dennoch Nachsicht übt, und wer stets seinen Zorn bezwungen hat, weise, der beste unter den Menschen -

Wort für Wort
ākruṣṭas tāḍitaḥ kruddhaḥ kṣamate yo balīyasā yaś ca nityaṃ jitakrodho vidvān uttamapūruṣaḥ
Wer, beschimpft, geschlagen und erzürnt, von einem Mächtigeren dennoch Nachsicht übt, und wer stets seinen Zorn bezwungen hat, weise, der beste unter den Menschen -

prabhāvavān api naras tasya lokāḥ sanātanāḥ krodhanas tv alpavijñānaḥ pretya ceha ca naśyati

diesem Menschen, selbst wenn er mächtig ist, gehören die ewigen Welten; der Zornige aber, von geringer Einsicht, geht sowohl nach dem Tod als auch hier zugrunde.

Wort für Wort
prabhāvavān api naras tasya lokāḥ sanātanāḥ krodhanas tv alpavijñānaḥ pretya ceha ca naśyati
diesem Menschen, selbst wenn er mächtig ist, gehören die ewigen Welten; der Zornige aber, von geringer Einsicht, geht sowohl nach dem Tod als auch hier zugrunde.

atrāpy udāharantīmā gāthā nityaṃ kṣamāvatām gītāḥ kṣamāvatā kṛṣṇe kāśyapena mahātmanā

Auch hierzu erzählt man diese Verse über die stets Nachsichtigen, gesungen von dem nachsichtigen, hochherzigen Kāśyapa, Kṛṣṇā:

Wort für Wort
atrāpy udāharantīmā gāthā nityaṃ kṣamāvatām gītāḥ kṣamāvatā kṛṣṇe kāśyapena mahātmanā
Auch hierzu erzählt man diese Verse über die stets Nachsichtigen, gesungen von dem nachsichtigen, hochherzigen Kāśyapa, Kṛṣṇā:

kṣamā dharmaḥ kṣamā yajñaḥ kṣamā vedāḥ kṣamā śrutam yas tām evaṃ vijānāti sa sarvaṃ kṣantum arhati

„Nachsicht ist Dharma, Nachsicht ist Opfer, Nachsicht sind die Veden, Nachsicht ist die heilige Überlieferung; wer sie so erkennt, der vermag alles zu verzeihen.

Wort für Wort
kṣamā dharmaḥ kṣamā yajñaḥ kṣamā vedāḥ kṣamā śrutam yas tām evaṃ vijānāti sa sarvaṃ kṣantum arhati
„Nachsicht ist Dharma, Nachsicht ist Opfer, Nachsicht sind die Veden, Nachsicht ist die heilige Überlieferung; wer sie so erkennt, der vermag alles zu verzeihen.

kṣamā brahma kṣamā satyaṃ kṣamā bhūtaṃ ca bhāvi ca kṣamā tapaḥ kṣamā śaucaṃ kṣamayā coddhṛtaṃ jagat

Nachsicht ist das Brahman, Nachsicht ist Wahrheit, Nachsicht ist das Gewesene und das Künftige, Nachsicht ist Askese, Nachsicht ist Reinheit, und durch Nachsicht wird die Welt getragen.

Wort für Wort
kṣamā brahma kṣamā satyaṃ kṣamā bhūtaṃ ca bhāvi ca kṣamā tapaḥ kṣamā śaucaṃ kṣamayā coddhṛtaṃ jagat
Nachsicht ist das Brahman, Nachsicht ist Wahrheit, Nachsicht ist das Gewesene und das Künftige, Nachsicht ist Askese, Nachsicht ist Reinheit, und durch Nachsicht wird die Welt getragen.

ati brahmavidāṃ lokān ati cāpi tapasvinām ati yajñavidāṃ caiva kṣamiṇaḥ prāpnuvanti tān

Die Nachsichtigen erlangen Welten, die noch über denen der Brahman-Kenner, über denen der Asketen und über denen der Opferkundigen liegen.

Wort für Wort
ati brahmavidāṃ lokān ati cāpi tapasvinām ati yajñavidāṃ caiva kṣamiṇaḥ prāpnuvanti tān
Die Nachsichtigen erlangen Welten, die noch über denen der Brahman-Kenner, über denen der Asketen und über denen der Opferkundigen liegen.

kṣamā tejasvināṃ tejaḥ kṣamā brahma tapasvinām kṣamā satyaṃ satyavatāṃ kṣamā dānaṃ kṣamā yaśaḥ

Nachsicht ist die Tatkraft der Tatkräftigen, Nachsicht ist das Brahman der Asketen, Nachsicht ist die Wahrheit der Wahrhaftigen, Nachsicht ist Freigebigkeit, Nachsicht ist Ruhm.

Wort für Wort
kṣamā tejasvināṃ tejaḥ kṣamā brahma tapasvinām kṣamā satyaṃ satyavatāṃ kṣamā dānaṃ kṣamā yaśaḥ
Nachsicht ist die Tatkraft der Tatkräftigen, Nachsicht ist das Brahman der Asketen, Nachsicht ist die Wahrheit der Wahrhaftigen, Nachsicht ist Freigebigkeit, Nachsicht ist Ruhm.

tāṃ kṣamām īdṛśīṃ kṛṣṇe katham asmadvidhas tyajet yasyāṃ brahma ca satyaṃ ca yajñā lokāś ca viṣṭhitāḥ bhujyante yajvanāṃ lokāḥ kṣamiṇām apare tathā

Wie sollte einer wie ich, Kṛṣṇā, eine solche Nachsicht aufgeben, in der Brahman, Wahrheit, Opfer und Welten gegründet sind? Es genießen die Nachsichtigen auch die Welten der Opferer, ja sogar noch andere, höhere.

Wort für Wort
tāṃ kṣamām īdṛśīṃ kṛṣṇe katham asmadvidhas tyajet yasyāṃ brahma ca satyaṃ ca yajñā lokāś ca viṣṭhitāḥ bhujyante yajvanāṃ lokāḥ kṣamiṇām apare tathā
Wie sollte einer wie ich, Kṛṣṇā, eine solche Nachsicht aufgeben, in der Brahman, Wahrheit, Opfer und Welten gegründet sind? Es genießen die Nachsichtigen auch die Welten der Opferer, ja sogar noch andere, höhere.

kṣantavyam eva satataṃ puruṣeṇa vijānatā yadā hi kṣamate sarvaṃ brahma saṃpadyate tadā

Ein weiser Mensch soll stets Nachsicht üben; denn wenn er alles verzeiht, dann wird ihm das Brahman zuteil.

Wort für Wort
kṣantavyam eva satataṃ puruṣeṇa vijānatā yadā hi kṣamate sarvaṃ brahma saṃpadyate tadā
Ein weiser Mensch soll stets Nachsicht üben; denn wenn er alles verzeiht, dann wird ihm das Brahman zuteil.

kṣamāvatām ayaṃ lokaḥ paraś caiva kṣamāvatām iha saṃmānam ṛcchanti paratra ca śubhāṃ gatim

Diese Welt gehört den Nachsichtigen, und auch die jenseitige gehört den Nachsichtigen; hier erlangen sie Ehre, und dort einen heilvollen Gang.

Wort für Wort
kṣamāvatām ayaṃ lokaḥ paraś caiva kṣamāvatām iha saṃmānam ṛcchanti paratra ca śubhāṃ gatim
Diese Welt gehört den Nachsichtigen, und auch die jenseitige gehört den Nachsichtigen; hier erlangen sie Ehre, und dort einen heilvollen Gang.

yeṣāṃ manyur manuṣyāṇāṃ kṣamayā nihataḥ sadā teṣāṃ paratare lokās tasmāt kṣāntiḥ parā matā

Jene Menschen, deren Zorn stets durch Nachsicht bezwungen ist, denen gehören die höheren Welten; deshalb gilt Nachsicht als das Höchste.“

Wort für Wort
yeṣāṃ manyur manuṣyāṇāṃ kṣamayā nihataḥ sadā teṣāṃ paratare lokās tasmāt kṣāntiḥ parā matā
Jene Menschen, deren Zorn stets durch Nachsicht bezwungen ist, denen gehören die höheren Welten; deshalb gilt Nachsicht als das Höchste.“

iti gītāḥ kāśyapena gāthā nityaṃ kṣamāvatām śrutvā gāthāḥ kṣamāyās tvaṃ tuṣya draupadi mā krudhaḥ

So lauten die von Kāśyapa gesungenen Verse über die stets Nachsichtigen; nachdem du diese Verse über die Nachsicht gehört hast, sei zufrieden, Draupadī, und zürne nicht.

Wort für Wort
iti gītāḥ kāśyapena gāthā nityaṃ kṣamāvatām śrutvā gāthāḥ kṣamāyās tvaṃ tuṣya draupadi mā krudhaḥ
So lauten die von Kāśyapa gesungenen Verse über die stets Nachsichtigen; nachdem du diese Verse über die Nachsicht gehört hast, sei zufrieden, Draupadī, und zürne nicht.

pitāmahaḥ śāṃtanavaḥ śamaṃ saṃpūjayiṣyati ācāryo viduraḥ kṣattā śamam eva vadiṣyataḥ kṛpaś ca saṃjayaś caiva śamam eva vadiṣyataḥ

Der Großvater, der Sohn des Śāntanu, wird Frieden befürworten; der Lehrer und Vidura, der Kṣattṛ, werden ebenfalls für Frieden sprechen; und Kṛpa sowie Sañjaya werden ebenfalls für Frieden sprechen.

Wort für Wort
pitāmahaḥ śāṃtanavaḥ śamaṃ saṃpūjayiṣyati ācāryo viduraḥ kṣattā śamam eva vadiṣyataḥ kṛpaś ca saṃjayaś caiva śamam eva vadiṣyataḥ
Der Großvater, der Sohn des Śāntanu, wird Frieden befürworten; der Lehrer und Vidura, der Kṣattṛ, werden ebenfalls für Frieden sprechen; und Kṛpa sowie Sañjaya werden ebenfalls für Frieden sprechen.

somadatto yuyutsuś ca droṇaputras tathaiva ca pitāmahaś ca no vyāsaḥ śamaṃ vadati nityaśaḥ

Somadatta und Yuyutsu sowie ebenso der Sohn Droṇas, und unser Großvater Vyāsa sprechen stets für Frieden.

Wort für Wort
somadatto yuyutsuś ca droṇaputras tathaiva ca pitāmahaś ca no vyāsaḥ śamaṃ vadati nityaśaḥ
Somadatta und Yuyutsu sowie ebenso der Sohn Droṇas, und unser Großvater Vyāsa sprechen stets für Frieden.

etair hi rājā niyataṃ codyamānaḥ śamaṃ prati rājyaṃ dāteti me buddhir na cel lobhān naśiṣyati

Von diesen beständig zum Frieden ermahnt, wird der König, so meine Überzeugung, das Reich zurückgeben - es sei denn, er verdirbt durch Habgier.

Wort für Wort
etair hi rājā niyataṃ codyamānaḥ śamaṃ prati rājyaṃ dāteti me buddhir na cel lobhān naśiṣyati
Von diesen beständig zum Frieden ermahnt, wird der König, so meine Überzeugung, das Reich zurückgeben - es sei denn, er verdirbt durch Habgier.

kālo 'yaṃ dāruṇaḥ prāpto bharatānām abhūtaye niścitaṃ me sadaivaitat purastād api bhāmini

Diese schreckliche Zeit ist zum Verderben der Bharatas gekommen; dies war mir stets gewiss, auch schon zuvor, du Zürnende.

Wort für Wort
kālo 'yaṃ dāruṇaḥ prāpto bharatānām abhūtaye niścitaṃ me sadaivaitat purastād api bhāmini
Diese schreckliche Zeit ist zum Verderben der Bharatas gekommen; dies war mir stets gewiss, auch schon zuvor, du Zürnende.

suyodhano nārhatīti kṣamām evaṃ na vindati arhas tasyāham ity eva tasmān māṃ vindate kṣamā

„Suyodhana verdient es nicht“ - wer so denkt, in dem findet sich keine Nachsicht; „ich aber verdiene es, Nachsicht zu üben“ - so denkend, finde ich Nachsicht.

Wort für Wort
suyodhano nārhatīti kṣamām evaṃ na vindati arhas tasyāham ity eva tasmān māṃ vindate kṣamā
„Suyodhana verdient es nicht“ - wer so denkt, in dem findet sich keine Nachsicht; „ich aber verdiene es, Nachsicht zu üben“ - so denkend, finde ich Nachsicht.

etad ātmavatāṃ vṛttam eṣa dharmaḥ sanātanaḥ kṣamā caivānṛśaṃsyaṃ ca tat kartāsmy aham añjasā

Dies ist das Verhalten der Selbstbeherrschten, dies ist der ewige Dharma: Nachsicht und Mitleid - eben dies werde ich wahrhaftig üben.“

Wort für Wort
etad ātmavatāṃ vṛttam eṣa dharmaḥ sanātanaḥ kṣamā caivānṛśaṃsyaṃ ca tat kartāsmy aham añjasā
Dies ist das Verhalten der Selbstbeherrschten, dies ist der ewige Dharma: Nachsicht und Mitleid - eben dies werde ich wahrhaftig üben.“

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