Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 238: Duryodhanaprāyopaveśanam Duryodhanas Entschluss zum Hungertod

Duryodhana schildert weiter, wie beschämend die Rettung durch die Pāṇḍavas für ihn war, und verkündet seinen Entschluss, den Hungertod (Prāyopaveśana) anzutreten, statt gedemütigt nach Hāstinapura zurückzukehren. Er will Duḥśāsana die Krone übertragen, doch dieser weigert sich entschieden, ohne den älteren Bruder zu herrschen, und fleht ihn unter Tränen an, von seinem Vorhaben abzulassen. Karṇa tritt hinzu und hält eine lange Trostrede: Kummer ändere nichts an der Lage, die Rettung durch die Pāṇḍavas sei nur die Pflicht ergebener Untertanen gewesen, und Duryodhana solle sich nicht der Verzweiflung hingeben. Trotz dieser Ermahnung bleibt Duryodhana entschlossen, in den Tod zu gehen.

duryodhana uvāca citrasenaṃ samāgamya prahasann arjunas tadā idaṃ vacanam aklībam abravīt paravīrahā

Duryodhana sprach: „Als Arjuna, der Vernichter feindlicher Helden, mit Citrasena zusammengetroffen war, sprach er da, lächelnd, dieses mannhafte Wort:

Wort für Wort
duryodhana uvāca citrasenaṃ samāgamya prahasann arjunas tadā idaṃ vacanam aklībam abravīt paravīrahā
Duryodhana sprach: „Als Arjuna, der Vernichter feindlicher Helden, mit Citrasena zusammengetroffen war, sprach er da, lächelnd, dieses mannhafte Wort:

bhrātṝn arhasi no vīra moktuṃ gandharvasattama anarhā dharṣaṇaṃ hīme jīvamāneṣu pāṇḍuṣu

‚Du solltest, Held, bester der Gandharvas, unsere Brüder freilassen; denn sie verdienen keine Mißhandlung, solange die Pāṇḍus-Söhne noch leben.‘

Wort für Wort
bhrātṝn arhasi no vīra moktuṃ gandharvasattama anarhā dharṣaṇaṃ hīme jīvamāneṣu pāṇḍuṣu
‚Du solltest, Held, bester der Gandharvas, unsere Brüder freilassen; denn sie verdienen keine Mißhandlung, solange die Pāṇḍus-Söhne noch leben.‘

evam uktas tu gandharvaḥ pāṇḍavena mahātmanā uvāca yat karṇa vayaṃ mantrayanto vinirgatāḥ draṣṭāraḥ sma sukhād dhīnān sadārān pāṇḍavān iti

So von dem hochherzigen Pāṇḍava angesprochen, sagte der Gandharva: ‚Wisse, Karṇa, dass wir, nach Beratung, aufgebrochen waren, um die des Glücks beraubten Pāṇḍavas samt ihren Frauen zu sehen.‘

Wort für Wort
evam uktas tu gandharvaḥ pāṇḍavena mahātmanā uvāca yat karṇa vayaṃ mantrayanto vinirgatāḥ draṣṭāraḥ sma sukhād dhīnān sadārān pāṇḍavān iti
So von dem hochherzigen Pāṇḍava angesprochen, sagte der Gandharva: ‚Wisse, Karṇa, dass wir, nach Beratung, aufgebrochen waren, um die des Glücks beraubten Pāṇḍavas samt ihren Frauen zu sehen.‘

tasminn uccāryamāṇe tu gandharveṇa vacasy atha bhūmer vivaram anvaicchaṃ praveṣṭuṃ vrīḍayānvitaḥ

Als jenes Wort von dem Gandharva ausgesprochen wurde, wünschte ich mir da, von Scham erfüllt, in eine Erdspalte zu kriechen.

Wort für Wort
tasminn uccāryamāṇe tu gandharveṇa vacasy atha bhūmer vivaram anvaicchaṃ praveṣṭuṃ vrīḍayānvitaḥ
Als jenes Wort von dem Gandharva ausgesprochen wurde, wünschte ich mir da, von Scham erfüllt, in eine Erdspalte zu kriechen.

yudhiṣṭhiram athāgamya gandharvāḥ saha pāṇḍavaiḥ asmaddurmantritaṃ tasmai baddhāṃś cāsmān nyavedayan

Darauf gingen die Gandharvas mit den Pāṇḍavas zu Yudhiṣṭhira und berichteten ihm unseren schlechten Ratschluss und dass wir gefesselt seien.

Wort für Wort
yudhiṣṭhiram athāgamya gandharvāḥ saha pāṇḍavaiḥ asmaddurmantritaṃ tasmai baddhāṃś cāsmān nyavedayan
Darauf gingen die Gandharvas mit den Pāṇḍavas zu Yudhiṣṭhira und berichteten ihm unseren schlechten Ratschluss und dass wir gefesselt seien.

strīsamakṣam ahaṃ dīno baddhaḥ śatruvaśaṃ gataḥ yudhiṣṭhirasyopahṛtaḥ kiṃ nu duḥkham ataḥ param

Vor den Augen der Frauen wurde ich, elend, gefesselt, in die Gewalt des Feindes geraten, Yudhiṣṭhira vorgeführt - welches Leid könnte größer sein als dies?

Wort für Wort
strīsamakṣam ahaṃ dīno baddhaḥ śatruvaśaṃ gataḥ yudhiṣṭhirasyopahṛtaḥ kiṃ nu duḥkham ataḥ param
Vor den Augen der Frauen wurde ich, elend, gefesselt, in die Gewalt des Feindes geraten, Yudhiṣṭhira vorgeführt - welches Leid könnte größer sein als dies?

ye me nirākṛtā nityaṃ ripur yeṣām ahaṃ sadā tair mokṣito 'haṃ durbuddhir dattaṃ tair jīvitaṃ ca me

Von denen, die ich stets verachtet habe, deren Feind ich immerzu war, von ihnen wurde ich, der Übelgesinnte, befreit, und das Leben wurde mir von ihnen geschenkt.

Wort für Wort
ye me nirākṛtā nityaṃ ripur yeṣām ahaṃ sadā tair mokṣito 'haṃ durbuddhir dattaṃ tair jīvitaṃ ca me
Von denen, die ich stets verachtet habe, deren Feind ich immerzu war, von ihnen wurde ich, der Übelgesinnte, befreit, und das Leben wurde mir von ihnen geschenkt.

prāptaḥ syāṃ yady ahaṃ vīra vadhaṃ tasmin mahāraṇe śreyas tad bhavitā mahyam evaṃbhūtaṃ na jīvitam

Hätte ich, o Held, in jener großen Schlacht den Tod gefunden, wäre das besser für mich gewesen als ein solches Leben.

Wort für Wort
prāptaḥ syāṃ yady ahaṃ vīra vadhaṃ tasmin mahāraṇe śreyas tad bhavitā mahyam evaṃbhūtaṃ na jīvitam
Hätte ich, o Held, in jener großen Schlacht den Tod gefunden, wäre das besser für mich gewesen als ein solches Leben.

bhaved yaśaḥ pṛthivyāṃ me khyātaṃ gandharvato vadhāt prāptāś ca lokāḥ puṇyāḥ syur mahendrasadane 'kṣayāḥ

Ruhm wäre mir auf Erden geworden, bekannt durch den Tod von der Hand der Gandharvas, und ich hätte verdienstvolle, unvergängliche Welten in Mahendras Wohnstatt erlangt.

Wort für Wort
bhaved yaśaḥ pṛthivyāṃ me khyātaṃ gandharvato vadhāt prāptāś ca lokāḥ puṇyāḥ syur mahendrasadane 'kṣayāḥ
Ruhm wäre mir auf Erden geworden, bekannt durch den Tod von der Hand der Gandharvas, und ich hätte verdienstvolle, unvergängliche Welten in Mahendras Wohnstatt erlangt.

yat tv adya me vyavasitaṃ tac chṛṇudhvaṃ nararṣabhāḥ iha prāyam upāsiṣye yūyaṃ vrajata vai gṛhān bhrātaraś caiva me sarve prayāntv adya puraṃ prati

Was ich nun aber beschlossen habe, das hört, ihr Stiere unter den Männern: Ich werde hier den Hungertod antreten; ihr aber zieht heim, und auch alle meine Brüder sollen heute zur Stadt ziehen.

Wort für Wort
yat tv adya me vyavasitaṃ tac chṛṇudhvaṃ nararṣabhāḥ iha prāyam upāsiṣye yūyaṃ vrajata vai gṛhān bhrātaraś caiva me sarve prayāntv adya puraṃ prati
Was ich nun aber beschlossen habe, das hört, ihr Stiere unter den Männern: Ich werde hier den Hungertod antreten; ihr aber zieht heim, und auch alle meine Brüder sollen heute zur Stadt ziehen.

karṇaprabhṛtayaś caiva suhṛdo bāndhavāś ca ye duḥśāsanaṃ puraskṛtya prayāntv adya puraṃ prati

Auch Karṇa und die anderen Freunde und Verwandten sollen, mit Duḥśāsana an der Spitze, heute zur Stadt ziehen.

Wort für Wort
karṇaprabhṛtayaś caiva suhṛdo bāndhavāś ca ye duḥśāsanaṃ puraskṛtya prayāntv adya puraṃ prati
Auch Karṇa und die anderen Freunde und Verwandten sollen, mit Duḥśāsana an der Spitze, heute zur Stadt ziehen.

na hy ahaṃ pratiyāsyāmi puraṃ śatrunirākṛtaḥ śatrumānāpaho bhūtvā suhṛdāṃ mānakṛt tathā

Denn ich werde nicht in die Stadt zurückkehren, von den Feinden gedemütigt, nachdem ich zum Vernichter des Ansehens meiner Freunde und zugleich zum Ehre-Bringer meiner Feinde geworden bin.

Wort für Wort
na hy ahaṃ pratiyāsyāmi puraṃ śatrunirākṛtaḥ śatrumānāpaho bhūtvā suhṛdāṃ mānakṛt tathā
Denn ich werde nicht in die Stadt zurückkehren, von den Feinden gedemütigt, nachdem ich zum Vernichter des Ansehens meiner Freunde und zugleich zum Ehre-Bringer meiner Feinde geworden bin.

sa suhṛcchokado bhūtvā śatrūṇāṃ harṣavardhanaḥ vāraṇāhvayam āsādya kiṃ vakṣyāmi janādhipam

Wie könnte ich, nachdem ich meinen Freunden Kummer und meinen Feinden Freude bereitet habe, in Hāstinapura angekommen, dem Herrscher der Menschen gegenübertreten?

Wort für Wort
sa suhṛcchokado bhūtvā śatrūṇāṃ harṣavardhanaḥ vāraṇāhvayam āsādya kiṃ vakṣyāmi janādhipam
Wie könnte ich, nachdem ich meinen Freunden Kummer und meinen Feinden Freude bereitet habe, in Hāstinapura angekommen, dem Herrscher der Menschen gegenübertreten?

bhīṣmo droṇaḥ kṛpo drauṇir viduraḥ saṃjayas tathā bāhlīkaḥ somadattaś ca ye cānye vṛddhasaṃmatāḥ

Bhīṣma, Droṇa, Kṛpa, der Sohn Droṇas, Vidura, ebenso Saṃjaya, Bāhlīka und Somadatta, sowie die anderen, von den Alten Geachteten -

Wort für Wort
bhīṣmo droṇaḥ kṛpo drauṇir viduraḥ saṃjayas tathā bāhlīkaḥ somadattaś ca ye cānye vṛddhasaṃmatāḥ
Bhīṣma, Droṇa, Kṛpa, der Sohn Droṇas, Vidura, ebenso Saṃjaya, Bāhlīka und Somadatta, sowie die anderen, von den Alten Geachteten -

brāhmaṇāḥ śreṇimukhyāś ca tathodāsīnavṛttayaḥ kiṃ māṃ vakṣyanti kiṃ cāpi prativakṣyāmi tān aham

die Brahmanen, die Häupter der Zünfte, sowie die, die sich neutral verhalten - was werden sie zu mir sagen, und was werde ich ihnen erwidern können?

Wort für Wort
brāhmaṇāḥ śreṇimukhyāś ca tathodāsīnavṛttayaḥ kiṃ māṃ vakṣyanti kiṃ cāpi prativakṣyāmi tān aham
die Brahmanen, die Häupter der Zünfte, sowie die, die sich neutral verhalten - was werden sie zu mir sagen, und was werde ich ihnen erwidern können?

ripūṇāṃ śirasi sthitvā tathā vikramya corasi ātmadoṣāt paribhraṣṭaḥ kathaṃ vakṣyāmi tān aham

Nachdem ich einst auf dem Haupt meiner Feinde stand und mit Kraft auf ihrer Brust, wie könnte ich, nun durch eigene Schuld gestürzt, zu ihnen sprechen?

Wort für Wort
ripūṇāṃ śirasi sthitvā tathā vikramya corasi ātmadoṣāt paribhraṣṭaḥ kathaṃ vakṣyāmi tān aham
Nachdem ich einst auf dem Haupt meiner Feinde stand und mit Kraft auf ihrer Brust, wie könnte ich, nun durch eigene Schuld gestürzt, zu ihnen sprechen?

durvinītāḥ śriyaṃ prāpya vidyām aiśvaryam eva ca tiṣṭhanti na ciraṃ bhadre yathāhaṃ madagarvitaḥ

Die Unbeherrschten, die zu Glück, Wissen oder Herrschaft gelangen, bestehen nicht lange - so wie ich, vom Rausch [des Erfolgs] überheblich geworden. [?]

Wort für Wort
durvinītāḥ śriyaṃ prāpya vidyām aiśvaryam eva ca tiṣṭhanti na ciraṃ bhadre yathāhaṃ madagarvitaḥ
Die Unbeherrschten, die zu Glück, Wissen oder Herrschaft gelangen, bestehen nicht lange - so wie ich, vom Rausch [des Erfolgs] überheblich geworden. [?]

Die Anrede 'bhadre' (femininer Vokativ, 'o Gute') passt grammatisch nicht zum männlichen Zuhörerkreis (Karṇa u.a.); vermutlich eine formelhafte Interjektion des kritischen Textes, hier sinngemäß ausgelassen.

aho bata yathedaṃ me kaṣṭaṃ duścaritaṃ kṛtam svayaṃ durbuddhinā mohād yena prāpto 'smi saṃśayam

Ach, wehe, welch schlimme Untat habe ich selbst, der Übelgesinnte, aus Verblendung begangen, wodurch ich in diese gefährliche Lage geraten bin!

Wort für Wort
aho bata yathedaṃ me kaṣṭaṃ duścaritaṃ kṛtam svayaṃ durbuddhinā mohād yena prāpto 'smi saṃśayam
Ach, wehe, welch schlimme Untat habe ich selbst, der Übelgesinnte, aus Verblendung begangen, wodurch ich in diese gefährliche Lage geraten bin!

tasmāt prāyam upāsiṣye na hi śakṣyāmi jīvitum cetayāno hi ko jīvet kṛcchrāc chatrubhir uddhṛtaḥ

Darum werde ich den Hungertod antreten, denn leben kann ich nicht mehr; wer könnte, bei klarem Bewusstsein, weiterleben, nachdem er von seinen Feinden aus einer Notlage gerettet wurde?

Wort für Wort
tasmāt prāyam upāsiṣye na hi śakṣyāmi jīvitum cetayāno hi ko jīvet kṛcchrāc chatrubhir uddhṛtaḥ
Darum werde ich den Hungertod antreten, denn leben kann ich nicht mehr; wer könnte, bei klarem Bewusstsein, weiterleben, nachdem er von seinen Feinden aus einer Notlage gerettet wurde?

śatrubhiś cāvahasito mānī pauruṣavarjitaḥ pāṇḍavair vikramāḍhyaiś ca sāvamānam avekṣitaḥ

Von den Feinden verlacht, der Ehre beraubt trotz meines Stolzes, von den an Tapferkeit reichen Pāṇḍavas mit Verachtung betrachtet.“

Wort für Wort
śatrubhiś cāvahasito mānī pauruṣavarjitaḥ pāṇḍavair vikramāḍhyaiś ca sāvamānam avekṣitaḥ
Von den Feinden verlacht, der Ehre beraubt trotz meines Stolzes, von den an Tapferkeit reichen Pāṇḍavas mit Verachtung betrachtet.“

vaiśaṃpāyana uvāca evaṃ cintāparigato duḥśāsanam athābravīt duḥśāsana nibodhedaṃ vacanaṃ mama bhārata

So von Sorge erfüllt, sprach er da zu Duḥśāsana: ‚Duḥśāsana, vernimm dieses mein Wort, o Bhārata:

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca evaṃ cintāparigato duḥśāsanam athābravīt duḥśāsana nibodhedaṃ vacanaṃ mama bhārata
So von Sorge erfüllt, sprach er da zu Duḥśāsana: ‚Duḥśāsana, vernimm dieses mein Wort, o Bhārata:

pratīccha tvaṃ mayā dattam abhiṣekaṃ nṛpo bhava praśādhi pṛthivīṃ sphītāṃ karṇasaubalapālitām

Empfange von mir die Königsweihe, werde König, herrsche über die blühende Erde, von Karṇa und dem Sohn Subalas behütet.

Wort für Wort
pratīccha tvaṃ mayā dattam abhiṣekaṃ nṛpo bhava praśādhi pṛthivīṃ sphītāṃ karṇasaubalapālitām
Empfange von mir die Königsweihe, werde König, herrsche über die blühende Erde, von Karṇa und dem Sohn Subalas behütet.

bhrātṝn pālaya visrabdhaṃ maruto vṛtrahā yathā bāndhavās tvopajīvantu devā iva śatakratum

Beschütze unsere Brüder vertrauensvoll, wie der Vṛtra-Töter die Maruts; mögen die Verwandten von dir leben, wie die Götter von Śatakratu.

Wort für Wort
bhrātṝn pālaya visrabdhaṃ maruto vṛtrahā yathā bāndhavās tvopajīvantu devā iva śatakratum
Beschütze unsere Brüder vertrauensvoll, wie der Vṛtra-Töter die Maruts; mögen die Verwandten von dir leben, wie die Götter von Śatakratu.

brāhmaṇeṣu sadā vṛttiṃ kurvīthāś cāpramādataḥ bandhūnāṃ suhṛdāṃ caiva bhavethās tvaṃ gatiḥ sadā

Sorge stets unermüdlich für den Unterhalt der Brahmanen, und sei du immer die Zuflucht der Verwandten und Freunde.

Wort für Wort
brāhmaṇeṣu sadā vṛttiṃ kurvīthāś cāpramādataḥ bandhūnāṃ suhṛdāṃ caiva bhavethās tvaṃ gatiḥ sadā
Sorge stets unermüdlich für den Unterhalt der Brahmanen, und sei du immer die Zuflucht der Verwandten und Freunde.

jñātīṃś cāpy anupaśyethā viṣṇur devagaṇān iva guravaḥ pālanīyās te gaccha pālaya medinīm

Kümmere dich auch um die Verwandten, wie Viṣṇu um die Götterscharen; die Ehrwürdigen sind von dir zu beschützen - geh, beschütze die Erde.‘

Wort für Wort
jñātīṃś cāpy anupaśyethā viṣṇur devagaṇān iva guravaḥ pālanīyās te gaccha pālaya medinīm
Kümmere dich auch um die Verwandten, wie Viṣṇu um die Götterscharen; die Ehrwürdigen sind von dir zu beschützen - geh, beschütze die Erde.‘

nandayan suhṛdaḥ sarvāñ śātravāṃś cāvabhartsayan kaṇṭhe cainaṃ pariṣvajya gamyatām ity uvāca ha

Indem er alle Freunde erfreute und die Feinde schalt, umarmte er ihn am Hals und sprach: ‚Geh!‘

Wort für Wort
nandayan suhṛdaḥ sarvāñ śātravāṃś cāvabhartsayan kaṇṭhe cainaṃ pariṣvajya gamyatām ity uvāca ha
Indem er alle Freunde erfreute und die Feinde schalt, umarmte er ihn am Hals und sprach: ‚Geh!‘

tasya tad vacanaṃ śrutvā dīno duḥśāsano 'bravīt aśrukaṇṭhaḥ suduḥkhārtaḥ prāñjaliḥ praṇipatya ca sagadgadam idaṃ vākyaṃ bhrātaraṃ jyeṣṭham ātmanaḥ

Als er jenes Wort vernommen hatte, sprach der elende Duḥśāsana, die Kehle von Tränen erstickt, von tiefem Schmerz gequält, mit gefalteten Händen sich verneigend, stockend zu seinem älteren Bruder dieses Wort:

Wort für Wort
tasya tad vacanaṃ śrutvā dīno duḥśāsano 'bravīt aśrukaṇṭhaḥ suduḥkhārtaḥ prāñjaliḥ praṇipatya ca sagadgadam idaṃ vākyaṃ bhrātaraṃ jyeṣṭham ātmanaḥ
Als er jenes Wort vernommen hatte, sprach der elende Duḥśāsana, die Kehle von Tränen erstickt, von tiefem Schmerz gequält, mit gefalteten Händen sich verneigend, stockend zu seinem älteren Bruder dieses Wort:

prasīdety apatad bhūmau dūyamānena cetasā duḥkhitaḥ pādayos tasya netrajaṃ jalam utsṛjan

‚Sei gnädig!‘ - so sprechend fiel er, von Kummer gequältem Sinn, bekümmert, zu dessen Füßen zu Boden und vergoss Tränen aus seinen Augen.

Wort für Wort
prasīdety apatad bhūmau dūyamānena cetasā duḥkhitaḥ pādayos tasya netrajaṃ jalam utsṛjan
‚Sei gnädig!‘ - so sprechend fiel er, von Kummer gequältem Sinn, bekümmert, zu dessen Füßen zu Boden und vergoss Tränen aus seinen Augen.

uktavāṃś ca naravyāghro naitad evaṃ bhaviṣyati vidīryet sanagā bhūmir dyauś cāpi śakalībhavet ravir ātmaprabhāṃ jahyāt somaḥ śītāṃśutāṃ tyajet

Und der Tiger unter den Männern sprach: ‚Dies wird nicht geschehen! Eher möge die Erde samt ihren Bergen bersten und der Himmel in Stücke zerspringen, eher möge die Sonne ihren eigenen Glanz aufgeben und der Mond seine Kühle verlieren,

Wort für Wort
uktavāṃś ca naravyāghro naitad evaṃ bhaviṣyati vidīryet sanagā bhūmir dyauś cāpi śakalībhavet ravir ātmaprabhāṃ jahyāt somaḥ śītāṃśutāṃ tyajet
Und der Tiger unter den Männern sprach: ‚Dies wird nicht geschehen! Eher möge die Erde samt ihren Bergen bersten und der Himmel in Stücke zerspringen, eher möge die Sonne ihren eigenen Glanz aufgeben und der Mond seine Kühle verlieren,

vāyuḥ śaighryam atho jahyād dhimavāṃś ca parivrajet śuṣyet toyaṃ samudreṣu vahnir apy uṣṇatāṃ tyajet

eher möge der Wind seine Schnelligkeit verlieren und der Himālaya wandern, eher möge das Wasser in den Meeren vertrocknen und selbst das Feuer seine Hitze aufgeben,

Wort für Wort
vāyuḥ śaighryam atho jahyād dhimavāṃś ca parivrajet śuṣyet toyaṃ samudreṣu vahnir apy uṣṇatāṃ tyajet
eher möge der Wind seine Schnelligkeit verlieren und der Himālaya wandern, eher möge das Wasser in den Meeren vertrocknen und selbst das Feuer seine Hitze aufgeben,

na cāhaṃ tvad ṛte rājan praśāseyaṃ vasuṃdharām punaḥ punaḥ prasīdeti vākyaṃ cedam uvāca ha tvam eva naḥ kule rājā bhaviṣyasi śataṃ samāḥ

als dass ich ohne dich, o König, über die Erde herrschen würde!‘ Und immer wieder sprach er dieses Wort: ‚Sei gnädig! Du allein sollst in unserer Sippe hundert Jahre lang König sein.‘

Wort für Wort
na cāhaṃ tvad ṛte rājan praśāseyaṃ vasuṃdharām punaḥ punaḥ prasīdeti vākyaṃ cedam uvāca ha tvam eva naḥ kule rājā bhaviṣyasi śataṃ samāḥ
als dass ich ohne dich, o König, über die Erde herrschen würde!‘ Und immer wieder sprach er dieses Wort: ‚Sei gnädig! Du allein sollst in unserer Sippe hundert Jahre lang König sein.‘

Der Sprecher dieser Passage (v029-031) ist Duḥśāsana, der das ihm angebotene Königtum ablehnt und Duryodhana zum Weiterleben bewegen will - nicht Duryodhana selbst, wie die Anrede 'rājan' und der Inhalt (Weigerung, ohne den Angesprochenen zu herrschen) zeigen.

evam uktvā sa rājendra sasvanaṃ praruroda ha pādau saṃgṛhya mānārhau bhrātur jyeṣṭhasya bhārata

Nachdem er so gesprochen hatte, o Fürst der Könige, weinte er laut auf, die verehrungswürdigen Füße seines älteren Bruders umfassend, o Bhārata.

Wort für Wort
evam uktvā sa rājendra sasvanaṃ praruroda ha pādau saṃgṛhya mānārhau bhrātur jyeṣṭhasya bhārata
Nachdem er so gesprochen hatte, o Fürst der Könige, weinte er laut auf, die verehrungswürdigen Füße seines älteren Bruders umfassend, o Bhārata.

tathā tau duḥkhitau dṛṣṭvā duḥśāsanasuyodhanau abhigamya vyathāviṣṭaḥ karṇas tau pratyabhāṣata

Als er die beiden, Duḥśāsana und Suyodhana, so bekümmert sah, trat Karṇa, von Kummer erfüllt, zu ihnen und sprach zu ihnen beiden:

Wort für Wort
tathā tau duḥkhitau dṛṣṭvā duḥśāsanasuyodhanau abhigamya vyathāviṣṭaḥ karṇas tau pratyabhāṣata
Als er die beiden, Duḥśāsana und Suyodhana, so bekümmert sah, trat Karṇa, von Kummer erfüllt, zu ihnen und sprach zu ihnen beiden:

viṣīdathaḥ kiṃ kauravyau bāliśyāt prākṛtāv iva na śokaḥ śocamānasya vinivarteta kasya cit

‚Warum seid ihr beiden Kauravas verzagt, wie gewöhnliche Menschen aus Torheit? Kummer weicht doch von niemandem, der trauert.

Wort für Wort
viṣīdathaḥ kiṃ kauravyau bāliśyāt prākṛtāv iva na śokaḥ śocamānasya vinivarteta kasya cit
‚Warum seid ihr beiden Kauravas verzagt, wie gewöhnliche Menschen aus Torheit? Kummer weicht doch von niemandem, der trauert.

yadā ca śocataḥ śoko vyasanaṃ nāpakarṣati sāmarthyaṃ kiṃ tv ataḥ śoke śocamānau prapaśyathaḥ dhṛtiṃ gṛhṇīta mā śatrūñ śocantau nandayiṣyathaḥ

Und wenn der Kummer des Trauernden das Unglück nicht vertreibt, welchen Nutzen seht ihr dann darin, zu trauern und euch dem Kummer hinzugeben? Fasst euch in Geduld; erfreut nicht eure Feinde, indem ihr trauert.

Wort für Wort
yadā ca śocataḥ śoko vyasanaṃ nāpakarṣati sāmarthyaṃ kiṃ tv ataḥ śoke śocamānau prapaśyathaḥ dhṛtiṃ gṛhṇīta mā śatrūñ śocantau nandayiṣyathaḥ
Und wenn der Kummer des Trauernden das Unglück nicht vertreibt, welchen Nutzen seht ihr dann darin, zu trauern und euch dem Kummer hinzugeben? Fasst euch in Geduld; erfreut nicht eure Feinde, indem ihr trauert.

kartavyaṃ hi kṛtaṃ rājan pāṇḍavais tava mokṣaṇam nityam eva priyaṃ kāryaṃ rājño viṣayavāsibhiḥ pālyamānās tvayā te hi nivasanti gatajvarāḥ

Denn was zu tun war, das haben die Pāṇḍavas getan - deine Befreiung, o König; stets ist es die Pflicht der im Reich Wohnenden, dem König Angenehmes zu tun, denn von dir beschützt, leben sie ohne Sorge.

Wort für Wort
kartavyaṃ hi kṛtaṃ rājan pāṇḍavais tava mokṣaṇam nityam eva priyaṃ kāryaṃ rājño viṣayavāsibhiḥ pālyamānās tvayā te hi nivasanti gatajvarāḥ
Denn was zu tun war, das haben die Pāṇḍavas getan - deine Befreiung, o König; stets ist es die Pflicht der im Reich Wohnenden, dem König Angenehmes zu tun, denn von dir beschützt, leben sie ohne Sorge.

nārhasy evaṃgate manyuṃ kartuṃ prākṛtavad yathā viṣaṇṇās tava sodaryās tvayi prāyaṃ samāsthite uttiṣṭha vraja bhadraṃ te samāśvāsaya sodarān

Du solltest, da dies nun so geschehen ist, nicht wie ein gewöhnlicher Mensch in Zorn geraten; deine Brüder sind bekümmert, da du den Hungertod antreten willst - erhebe dich, Heil dir, zieh fort und tröste deine Brüder.

Wort für Wort
nārhasy evaṃgate manyuṃ kartuṃ prākṛtavad yathā viṣaṇṇās tava sodaryās tvayi prāyaṃ samāsthite uttiṣṭha vraja bhadraṃ te samāśvāsaya sodarān
Du solltest, da dies nun so geschehen ist, nicht wie ein gewöhnlicher Mensch in Zorn geraten; deine Brüder sind bekümmert, da du den Hungertod antreten willst - erhebe dich, Heil dir, zieh fort und tröste deine Brüder.

rājann adyāvagacchāmi taveha laghusattvatām kim atra citraṃ yad vīra mokṣitaḥ pāṇḍavair asi sadyo vaśaṃ samāpannaḥ śatrūṇāṃ śatrukarśana

O König, heute erkenne ich deine Kleinmütigkeit; was ist daran, o Held, so erstaunlich, dass du von den Pāṇḍavas befreit wurdest, nachdem du unvermittelt in die Gewalt der Feinde geraten warst, du Bezwinger der Feinde?

Wort für Wort
rājann adyāvagacchāmi taveha laghusattvatām kim atra citraṃ yad vīra mokṣitaḥ pāṇḍavair asi sadyo vaśaṃ samāpannaḥ śatrūṇāṃ śatrukarśana
O König, heute erkenne ich deine Kleinmütigkeit; was ist daran, o Held, so erstaunlich, dass du von den Pāṇḍavas befreit wurdest, nachdem du unvermittelt in die Gewalt der Feinde geraten warst, du Bezwinger der Feinde?

senājīvaiś ca kauravya tathā viṣayavāsibhiḥ ajñātair yadi vā jñātaiḥ kartavyaṃ nṛpateḥ priyam

Sowohl von denen, die vom Heeresdienst leben, o Kauravya, als auch von den Reichsbewohnern, ob unbekannt oder bekannt, ist dem König Angenehmes zu tun.

Wort für Wort
senājīvaiś ca kauravya tathā viṣayavāsibhiḥ ajñātair yadi vā jñātaiḥ kartavyaṃ nṛpateḥ priyam
Sowohl von denen, die vom Heeresdienst leben, o Kauravya, als auch von den Reichsbewohnern, ob unbekannt oder bekannt, ist dem König Angenehmes zu tun.

prāyaḥ pradhānāḥ puruṣāḥ kṣobhayanty arivāhinīm nigṛhyante ca yuddheṣu mokṣyante ca svasainikaiḥ

Meist sind es die führenden Männer, die das feindliche Heer erschüttern; sie werden in Kämpfen gefangen genommen und von den eigenen Soldaten wieder befreit.

Wort für Wort
prāyaḥ pradhānāḥ puruṣāḥ kṣobhayanty arivāhinīm nigṛhyante ca yuddheṣu mokṣyante ca svasainikaiḥ
Meist sind es die führenden Männer, die das feindliche Heer erschüttern; sie werden in Kämpfen gefangen genommen und von den eigenen Soldaten wieder befreit.

senājīvāś ca ye rājñāṃ viṣaye santi mānavāḥ taiḥ saṃgamya nṛpārthāya yatitavyaṃ yathātatham

Und diejenigen Menschen, die vom Heeresdienst der Könige in ihrem Reich leben, sollen sich zusammentun und sich nach Kräften für des Königs Sache einsetzen.

Wort für Wort
senājīvāś ca ye rājñāṃ viṣaye santi mānavāḥ taiḥ saṃgamya nṛpārthāya yatitavyaṃ yathātatham
Und diejenigen Menschen, die vom Heeresdienst der Könige in ihrem Reich leben, sollen sich zusammentun und sich nach Kräften für des Königs Sache einsetzen.

yady evaṃ pāṇḍavai rājan bhavadviṣayavāsibhiḥ yadṛcchayā mokṣito 'dya tatra kā paridevanā

Wenn du also heute zufällig von den Pāṇḍavas, die in deinem Reich wohnen, befreit wurdest, welchen Grund zur Klage gibt es dabei?

Wort für Wort
yady evaṃ pāṇḍavai rājan bhavadviṣayavāsibhiḥ yadṛcchayā mokṣito 'dya tatra kā paridevanā
Wenn du also heute zufällig von den Pāṇḍavas, die in deinem Reich wohnen, befreit wurdest, welchen Grund zur Klage gibt es dabei?

na caitat sādhu yad rājan pāṇḍavās tvāṃ nṛpottama svasenayā saṃprayāntaṃ nānuyānti sma pṛṣṭhataḥ

Doch dies, o König, bester der Herrscher, ist nicht recht: dass die Pāṇḍavas dir, als du mit deinem eigenen Heer fortzogst, nicht von hinten gefolgt sind.

Wort für Wort
na caitat sādhu yad rājan pāṇḍavās tvāṃ nṛpottama svasenayā saṃprayāntaṃ nānuyānti sma pṛṣṭhataḥ
Doch dies, o König, bester der Herrscher, ist nicht recht: dass die Pāṇḍavas dir, als du mit deinem eigenen Heer fortzogst, nicht von hinten gefolgt sind.

śūrāś ca balavantaś ca saṃyugeṣv apalāyinaḥ bhavatas te sabhāyāṃ vai preṣyatāṃ pūrvam āgatāḥ

Sie, die Tapferen und Mächtigen, die im Kampf nicht fliehen, sind einst als deine Diener in die Versammlungshalle gekommen.

Wort für Wort
śūrāś ca balavantaś ca saṃyugeṣv apalāyinaḥ bhavatas te sabhāyāṃ vai preṣyatāṃ pūrvam āgatāḥ
Sie, die Tapferen und Mächtigen, die im Kampf nicht fliehen, sind einst als deine Diener in die Versammlungshalle gekommen.

pāṇḍaveyāni ratnāni tvam adyāpy upabhuñjase sattvasthān pāṇḍavān paśya na te prāyam upāviśan uttiṣṭha rājan bhadraṃ te na cintāṃ kartum arhasi

Die Juwelen der Pāṇḍavas genießt du noch heute; sieh die standhaften Pāṇḍavas - sie haben sich nicht dem Hungertod ergeben. Erhebe dich, o König, Heil dir, du solltest dich nicht der Sorge hingeben.

Wort für Wort
pāṇḍaveyāni ratnāni tvam adyāpy upabhuñjase sattvasthān pāṇḍavān paśya na te prāyam upāviśan uttiṣṭha rājan bhadraṃ te na cintāṃ kartum arhasi
Die Juwelen der Pāṇḍavas genießt du noch heute; sieh die standhaften Pāṇḍavas - sie haben sich nicht dem Hungertod ergeben. Erhebe dich, o König, Heil dir, du solltest dich nicht der Sorge hingeben.

avaśyam eva nṛpate rājño viṣayavāsibhiḥ priyāṇy ācaritavyāni tatra kā paridevanā

Notwendigerweise, o Herrscher, muss von den Reichsbewohnern dem König Angenehmes erwiesen werden - welchen Grund zur Klage gibt es dabei?

Wort für Wort
avaśyam eva nṛpate rājño viṣayavāsibhiḥ priyāṇy ācaritavyāni tatra kā paridevanā
Notwendigerweise, o Herrscher, muss von den Reichsbewohnern dem König Angenehmes erwiesen werden - welchen Grund zur Klage gibt es dabei?

madvākyam etad rājendra yady evaṃ na kariṣyasi sthāsyāmīha bhavatpādau śuśrūṣann arimardana

Dies ist mein Wort, Fürst der Könige; wenn du nicht so handeln willst, werde ich hier verweilen und deinen Füßen dienen, du Bezwinger der Feinde.

Wort für Wort
madvākyam etad rājendra yady evaṃ na kariṣyasi sthāsyāmīha bhavatpādau śuśrūṣann arimardana
Dies ist mein Wort, Fürst der Könige; wenn du nicht so handeln willst, werde ich hier verweilen und deinen Füßen dienen, du Bezwinger der Feinde.

notsahe jīvitum ahaṃ tvadvihīno nararṣabha prāyopaviṣṭas tu nṛpa rājñāṃ hāsyo bhaviṣyasi

Ich vermag nicht zu leben ohne dich, Stier unter den Männern; doch wenn du den Hungertod antrittst, o König, wirst du zum Gespött der Könige werden.‘

Wort für Wort
notsahe jīvitum ahaṃ tvadvihīno nararṣabha prāyopaviṣṭas tu nṛpa rājñāṃ hāsyo bhaviṣyasi
Ich vermag nicht zu leben ohne dich, Stier unter den Männern; doch wenn du den Hungertod antrittst, o König, wirst du zum Gespött der Könige werden.‘

vaiśaṃpāyana uvāca evam uktas tu karṇena rājā duryodhanas tadā naivotthātuṃ manaś cakre svargāya kṛtaniścayaḥ

So von Karṇa angesprochen, wollte sich König Duryodhana dennoch nicht erheben, fest entschlossen, in den Himmel einzugehen.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca evam uktas tu karṇena rājā duryodhanas tadā naivotthātuṃ manaś cakre svargāya kṛtaniścayaḥ
So von Karṇa angesprochen, wollte sich König Duryodhana dennoch nicht erheben, fest entschlossen, in den Himmel einzugehen.

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