Kapitel 9: Vyāsavākyam
Vyāsas mahnende Rede an Dhṛtarāṣṭra über Duryodhanas Mordabsicht
Vyāsa warnt Dhṛtarāṣṭra eindringlich vor Duryodhanas Plan, die Pāṇḍavas im Wald zu töten, und prophezeit den unausweichlichen Zorn der Pāṇḍavas nach Ablauf der dreizehn Jahre, sollte ihnen weiteres Unrecht geschehen. Er rät, Duryodhana zurückzuhalten oder ihn - zur Läuterung durch Umgang mit den Pāṇḍavas - selbst mit ihnen ins Waldexil zu schicken, und verweist auf die übereinstimmende Meinung Bhīṣmas, Droṇas und Viduras.
Sie werden, sich an ihre Leiden erinnernd, wenn das dreizehnte Jahr vollendet ist, o Bhārata, zornentbrannt ihr Gift [ihren angestauten Zorn] auf die Kuru-Nachkommen entladen.
Sie werden, sich an ihre Leiden erinnernd, wenn das dreizehnte Jahr vollendet ist, o Bhārata, zornentbrannt ihr Gift [ihren angestauten Zorn] auf die Kuru-Nachkommen entladen.
[Anm.: Das Wort „karaveyeṣu“ ist im Sanskrit selten/unklar; die Übersetzung folgt der naheliegendsten Deutung als Bezeichnung für die Kaurava-Verwandten, denen der Zorn der Pāṇḍavas gelten wird.]
Er, der Törichte, soll gut zurückgehalten werden; dein Sohn soll zum Frieden gelangen. Wenn er die im Wald Weilenden zu töten wünscht, wird er dabei sein Leben verlieren.
Er, der Törichte, soll gut zurückgehalten werden; dein Sohn soll zum Frieden gelangen. Wenn er die im Wald Weilenden zu töten wünscht, wird er dabei sein Leben verlieren.
Wie aber denken Bhīṣma, Droṇa oder auch Vidura, oder du selbst darüber, was hier angemessen zu tun ist? Denn die rechte Zeit für das Handeln vergeht rasch.“
Wie aber denken Bhīṣma, Droṇa oder auch Vidura, oder du selbst darüber, was hier angemessen zu tun ist? Denn die rechte Zeit für das Handeln vergeht rasch.“