Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 209: Āgneyavaṃśānukīrtanam Der Stammbaum der Feuer

Mārkaṇḍeya führt den am Ende von Kapitel 207 angekündigten Katalog der mannigfaltigen Feuer (Agnis) fort und entfaltet ihn als Genealogie: von Bṛhaspati und seiner Gattin Cāndramasī über den Sohn Śaṃyu, dessen Söhne Bharadvāja und Bharata, bis zu einer langen Kette weiterer, meist durch Volksetymologie erklärter Feuer-Gestalten (Niścyavana, Vipāpa, Niṣkṛti, Svana, Viśvajit, Viśvabhuj, Gopati, Ūrdhvabhāj, Sviṣṭakṛt, Manyu, Kāma, Amogha, Uktha u.a.), die jeweils bestimmte Opferfunktionen oder Naturerscheinungen verkörpern. Der Text ist an mehreren Stellen (v.3, v.7, v.8, v.10, v.22) sprachlich verdichtet oder unsicher überliefert; diese Stellen sind einzeln gekennzeichnet, ohne dass Namen oder Zusammenhänge erfunden werden.

mārkaṇḍeya uvāca bṛhaspateś cāndramasī bhāryābhūd yā yaśasvinī agnīn sājanayat puṇyān ṣaḍekāṃ cāpi putrikām

Mārkaṇḍeya sprach: „Des Bṛhaspati Gattin war die ruhmreiche Cāndramasī, die Mond-Tochter; sie gebar sechs heilige Feuer und dazu noch eine einzige Tochter.

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca bṛhaspateś cāndramasī bhāryābhūd yā yaśasvinī agnīn sājanayat puṇyān ṣaḍekāṃ cāpi putrikām
Mārkaṇḍeya sprach: „Des Bṛhaspati Gattin war die ruhmreiche Cāndramasī, die Mond-Tochter; sie gebar sechs heilige Feuer und dazu noch eine einzige Tochter.

āhutiṣv eva yasyāgner haviṣājyaṃ vidhīyate so 'gnir bṛhaspateḥ putraḥ śaṃyur nāma mahāprabhaḥ

Jenes Feuer, dem bei den Opferspenden die geklärte Butter als Opfergabe bestimmt ist – das ist, als Sohn des Bṛhaspati, das glanzvolle Feuer namens Śaṃyu.

Wort für Wort
āhutiṣv eva yasyāgner haviṣājyaṃ vidhīyate so 'gnir bṛhaspateḥ putraḥ śaṃyur nāma mahāprabhaḥ
Jenes Feuer, dem bei den Opferspenden die geklärte Butter als Opfergabe bestimmt ist – das ist, als Sohn des Bṛhaspati, das glanzvolle Feuer namens Śaṃyu.

cāturmāsyeṣu yasyeṣṭyām aśvamedhe 'grajaḥ paśuḥ dīpto jvālair anekābhair agnir eko 'tha vīryavān

In dessen Opferdienst, bei den Vierteljahresopfern wie auch beim Roßopfer, ist ihm das erstrangige Opfertier bestimmt – ein einziges, kraftvolles Feuer, das mit vielfältigen Flammen lodert.

Wort für Wort
cāturmāsyeṣu yasyeṣṭyām aśvamedhe 'grajaḥ paśuḥ dīpto jvālair anekābhair agnir eko 'tha vīryavān
In dessen Opferdienst, bei den Vierteljahresopfern wie auch beim Roßopfer, ist ihm das erstrangige Opfertier bestimmt – ein einziges, kraftvolles Feuer, das mit vielfältigen Flammen lodert.

Der genaue rituelle Bezug dieses Verses (insbesondere die Verbindung von Cāturmāsya-Opfern und Roßopfer) ist im Sanskrit knapp und nicht restlos eindeutig; die Übersetzung folgt der wahrscheinlichsten Lesart, ohne die Unschärfe aufzulösen.

śaṃyor apratimā bhāryā satyā satyā ca dharmajā agnis tasya suto dīptas tisraḥ kanyāś ca suvratāḥ

Des Śaṃyu unvergleichliche Gattin war Satyā, die Wahrhaftige, aus Dharma geboren; sein leuchtender Sohn ist ein Feuer, dazu drei tugendhafte Töchter.

Wort für Wort
śaṃyor apratimā bhāryā satyā satyā ca dharmajā agnis tasya suto dīptas tisraḥ kanyāś ca suvratāḥ
Des Śaṃyu unvergleichliche Gattin war Satyā, die Wahrhaftige, aus Dharma geboren; sein leuchtender Sohn ist ein Feuer, dazu drei tugendhafte Töchter.

prathamenājyabhāgena pūjyate yo 'gnir adhvare agnis tasya bharadvājaḥ prathamaḥ putra ucyate

Das Feuer, das beim Opfer mit der ersten Butterspende verehrt wird – jenes Feuer wird als sein, des Śaṃyu, erster Sohn Bharadvāja genannt.

Wort für Wort
prathamenājyabhāgena pūjyate yo 'gnir adhvare agnis tasya bharadvājaḥ prathamaḥ putra ucyate
Das Feuer, das beim Opfer mit der ersten Butterspende verehrt wird – jenes Feuer wird als sein, des Śaṃyu, erster Sohn Bharadvāja genannt.

paurṇamāsyeṣu sarveṣu haviṣājyaṃ sruvodyatam bharato nāmataḥ so 'gnir dvitīyaḥ śaṃyutaḥ sutaḥ

Bei allen Vollmondopfern wird ihm die Butterspende mit erhobenem Opferlöffel dargebracht; jenes Feuer mit Namen Bharata ist der zweite Sohn des Śaṃyu.

Wort für Wort
paurṇamāsyeṣu sarveṣu haviṣājyaṃ sruvodyatam bharato nāmataḥ so 'gnir dvitīyaḥ śaṃyutaḥ sutaḥ
Bei allen Vollmondopfern wird ihm die Butterspende mit erhobenem Opferlöffel dargebracht; jenes Feuer mit Namen Bharata ist der zweite Sohn des Śaṃyu.

tisraḥ kanyā bhavanty anyā yāsāṃ sa bharataḥ patiḥ bharatas tu sutas tasya bharaty ekā ca putrikā

Drei weitere Töchter gibt es, deren Gatte jener Bharata ist; Bharata aber hat einen Sohn, und eine einzige Tochter, die [sein Erbe] trägt.

Wort für Wort
tisraḥ kanyā bhavanty anyā yāsāṃ sa bharataḥ patiḥ bharatas tu sutas tasya bharaty ekā ca putrikā
Drei weitere Töchter gibt es, deren Gatte jener Bharata ist; Bharata aber hat einen Sohn, und eine einzige Tochter, die [sein Erbe] trägt.

Die knappe Wendung ‚bharaty ekā ca putrikā‘ am Versende ist syntaktisch unsicher; sie wird hier sinngemäß als Hinweis auf eine namenlose, das Werk fortführende Tochter wiedergegeben, ohne einen Eigennamen zu erfinden.

bharato bharatasyāgneḥ pāvakas tu prajāpateḥ mahān atyartham ahitas tathā bharatasattama

Bharata [ist ein Sohn] des Feuers Bharata, des Prajāpati und Reinigers; er ist groß und überaus mächtig [?], o Bester der Bharatas.

Wort für Wort
bharato bharatasyāgneḥ pāvakas tu prajāpateḥ mahān atyartham ahitas tathā bharatasattama
Bharata [ist ein Sohn] des Feuers Bharata, des Prajāpati und Reinigers; er ist groß und überaus mächtig [?], o Bester der Bharatas.

Die Wendung ‚atyartham ahitas‘ ist unklar überliefert; ‚ahita‘ bedeutet wörtlich eher ‚feindlich, ungünstig‘ als ‚mächtig‘. Die Übersetzung wählt die im Kontext wahrscheinlichere, doch nicht gesicherte Bedeutung und kennzeichnet dies entsprechend.

bharadvājasya bhāryā tu vīrā vīraś ca piṇḍadaḥ prāhur ājyena tasyejyāṃ somasyeva dvijāḥ śanaiḥ

Des Bharadvāja Gattin aber war Vīrā; [ihr Sohn ist] Vīra, der Opferkuchen-Spender; sein Opfer, sagen die Zweifachgeborenen, wird mit geklärter Butter allmählich wie das des Soma dargebracht.

Wort für Wort
bharadvājasya bhāryā tu vīrā vīraś ca piṇḍadaḥ prāhur ājyena tasyejyāṃ somasyeva dvijāḥ śanaiḥ
Des Bharadvāja Gattin aber war Vīrā; [ihr Sohn ist] Vīra, der Opferkuchen-Spender; sein Opfer, sagen die Zweifachgeborenen, wird mit geklärter Butter allmählich wie das des Soma dargebracht.

haviṣā yo dvitīyena somena saha yujyate rathaprabhū rathadhvānaḥ kumbharetāḥ sa ucyate

Wer mit der zweiten Opfergabe zusammen mit Soma verbunden wird, der wird Rathaprabhū, Rathadhvāna [und] Kumbharetas genannt.

Wort für Wort
haviṣā yo dvitīyena somena saha yujyate rathaprabhū rathadhvānaḥ kumbharetāḥ sa ucyate
Wer mit der zweiten Opfergabe zusammen mit Soma verbunden wird, der wird Rathaprabhū, Rathadhvāna [und] Kumbharetas genannt.

Unklar bleibt, ob hier drei Namen ein und desselben Feuers oder drei getrennte Nachkommen bezeichnet werden; die Übersetzung folgt der ersten, im Sanskrit naheliegenderen Deutung.

sarayvāṃ janayat siddhiṃ bhānuṃ bhābhiḥ samāvṛṇot āgneyam ānayan nityam āhvāneṣv eṣa kathyate

Am [Fluss] Sarayū zeugte er Siddhi; er umhüllte Bhānu mit Lichtstrahlen; dieses Feuer, das beständig die Agni-Opfergabe herbeiführt, wird bei den Anrufungen genannt.

Wort für Wort
sarayvāṃ janayat siddhiṃ bhānuṃ bhābhiḥ samāvṛṇot āgneyam ānayan nityam āhvāneṣv eṣa kathyate
Am [Fluss] Sarayū zeugte er Siddhi; er umhüllte Bhānu mit Lichtstrahlen; dieses Feuer, das beständig die Agni-Opfergabe herbeiführt, wird bei den Anrufungen genannt.

yas tu na cyavate nityaṃ yaśasā varcasā śriyā agnir niścyavano nāma pṛthivīṃ stauti kevalam

Das Feuer aber, das niemals von Ruhm, Glanz und Schönheit abweicht, heißt Niścyavana; es allein preist die Erde.

Wort für Wort
yas tu na cyavate nityaṃ yaśasā varcasā śriyā agnir niścyavano nāma pṛthivīṃ stauti kevalam
Das Feuer aber, das niemals von Ruhm, Glanz und Schönheit abweicht, heißt Niścyavana; es allein preist die Erde.

vipāpmā kaluṣair mukto viśuddhaś cārciṣā jvalan vipāpo 'gniḥ sutas tasya satyaḥ samayakarmasu

Sündenlos, frei von Makeln, rein, mit hellem Flammenschein lodernd – Vipāpa ist der Sohn jenes Feuers, wahrhaftig bei den festgesetzten Riten.

Wort für Wort
vipāpmā kaluṣair mukto viśuddhaś cārciṣā jvalan vipāpo 'gniḥ sutas tasya satyaḥ samayakarmasu
Sündenlos, frei von Makeln, rein, mit hellem Flammenschein lodernd – Vipāpa ist der Sohn jenes Feuers, wahrhaftig bei den festgesetzten Riten.

ākrośatāṃ hi bhūtānāṃ yaḥ karoti hi niṣkṛtim agniḥ sa niṣkṛtir nāma śobhayaty abhisevitaḥ

Das Feuer, das für die klagenden Wesen Sühne bewirkt, heißt Niṣkṛti; verehrt, verleiht es Glanz.

Wort für Wort
ākrośatāṃ hi bhūtānāṃ yaḥ karoti hi niṣkṛtim agniḥ sa niṣkṛtir nāma śobhayaty abhisevitaḥ
Das Feuer, das für die klagenden Wesen Sühne bewirkt, heißt Niṣkṛti; verehrt, verleiht es Glanz.

anukūjanti yeneha vedanārtāḥ svayaṃ janāḥ tasya putraḥ svano nāma pāvakaḥ sa rujaskaraḥ

Durch dessen Wirken stöhnen hier die von Schmerz geplagten Menschen von selbst; sein Sohn ist das Feuer namens Svana, der Schmerz-Bewirker.

Wort für Wort
anukūjanti yeneha vedanārtāḥ svayaṃ janāḥ tasya putraḥ svano nāma pāvakaḥ sa rujaskaraḥ
Durch dessen Wirken stöhnen hier die von Schmerz geplagten Menschen von selbst; sein Sohn ist das Feuer namens Svana, der Schmerz-Bewirker.

yas tu viśvasya jagato buddhim ākramya tiṣṭhati taṃ prāhur adhyātmavido viśvajin nāma pāvakam

Das Feuer, das, den Verstand der ganzen Welt durchdringend, darin verweilt, das nennen die Kenner des Selbst das Feuer namens Viśvajit, den Weltbezwinger.

Wort für Wort
yas tu viśvasya jagato buddhim ākramya tiṣṭhati taṃ prāhur adhyātmavido viśvajin nāma pāvakam
Das Feuer, das, den Verstand der ganzen Welt durchdringend, darin verweilt, das nennen die Kenner des Selbst das Feuer namens Viśvajit, den Weltbezwinger.

antarāgniḥ śrito yo hi bhuktaṃ pacati dehinām sa yajñe viśvabhuṅ nāma sarvalokeṣu bhārata

Das innere Feuer, das die Speise der verkörperten Wesen verdaut, heißt beim Opfer Viśvabhuj, der Allesverzehrer, in allen Welten, o Bhārata.

Wort für Wort
antarāgniḥ śrito yo hi bhuktaṃ pacati dehinām sa yajñe viśvabhuṅ nāma sarvalokeṣu bhārata
Das innere Feuer, das die Speise der verkörperten Wesen verdaut, heißt beim Opfer Viśvabhuj, der Allesverzehrer, in allen Welten, o Bhārata.

brahmacārī yatātmā ca satataṃ vipulavrataḥ brāhmaṇāḥ pūjayanty enaṃ pākayajñeṣu pāvakam

Keusch wie ein Brahmacārin, selbstbeherrscht, beständig von großem Gelübde – dieses Feuer verehren die Brahmanen bei den Kochopfern.

Wort für Wort
brahmacārī yatātmā ca satataṃ vipulavrataḥ brāhmaṇāḥ pūjayanty enaṃ pākayajñeṣu pāvakam
Keusch wie ein Brahmacārin, selbstbeherrscht, beständig von großem Gelübde – dieses Feuer verehren die Brahmanen bei den Kochopfern.

prathito gopatir nāma nadī yasyābhavat priyā tasmin sarvāṇi karmāṇi kriyante karmakartṛbhiḥ

Berühmt unter dem Namen Gopati; ihm war ein Fluss lieb; in ihm werden von den Opferausführenden alle Riten vollzogen.

Wort für Wort
prathito gopatir nāma nadī yasyābhavat priyā tasmin sarvāṇi karmāṇi kriyante karmakartṛbhiḥ
Berühmt unter dem Namen Gopati; ihm war ein Fluss lieb; in ihm werden von den Opferausführenden alle Riten vollzogen.

vaḍavāmukhaḥ pibaty ambho yo 'sau paramadāruṇaḥ ūrdhvabhāg ūrdhvabhāṅ nāma kaviḥ prāṇāśritas tu saḥ

Vaḍavāmukha, das Stutenmaul-Feuer, jenes überaus furchtbare, trinkt das Wasser; das nach oben trinkende, weise, im Lebensatem wohnende Feuer heißt Ūrdhvabhāj.

Wort für Wort
vaḍavāmukhaḥ pibaty ambho yo 'sau paramadāruṇaḥ ūrdhvabhāg ūrdhvabhāṅ nāma kaviḥ prāṇāśritas tu saḥ
Vaḍavāmukha, das Stutenmaul-Feuer, jenes überaus furchtbare, trinkt das Wasser; das nach oben trinkende, weise, im Lebensatem wohnende Feuer heißt Ūrdhvabhāj.

udagdvāraṃ havir yasya gṛhe nityaṃ pradīyate tataḥ sviṣṭaṃ bhaved ājyaṃ sviṣṭakṛt paramaḥ smṛtaḥ

Dem, in dessen Haus die Opfergabe stets durch die Nordtür dargebracht wird, wird die geklärte Butter zur wohldargebrachten – er gilt als der höchste Sviṣṭakṛt, der Wohldarbringer.

Wort für Wort
udagdvāraṃ havir yasya gṛhe nityaṃ pradīyate tataḥ sviṣṭaṃ bhaved ājyaṃ sviṣṭakṛt paramaḥ smṛtaḥ
Dem, in dessen Haus die Opfergabe stets durch die Nordtür dargebracht wird, wird die geklärte Butter zur wohldargebrachten – er gilt als der höchste Sviṣṭakṛt, der Wohldarbringer.

yaḥ praśānteṣu bhūteṣu manyur bhavati pāvakaḥ krodhasya tu raso jajñe manyatī cātha putrikā svāheti dāruṇā krūrā sarvabhūteṣu tiṣṭhati

Das Feuer, das unter den beruhigten Wesen als Zorn (Manyu) auftritt – aus dem Saft des Zorns entstand seine Tochter Manyatī; und Svāhā, die furchtbare, grausame, weilt [ebenso] in allen Wesen.

Wort für Wort
yaḥ praśānteṣu bhūteṣu manyur bhavati pāvakaḥ krodhasya tu raso jajñe manyatī cātha putrikā svāheti dāruṇā krūrā sarvabhūteṣu tiṣṭhati
Das Feuer, das unter den beruhigten Wesen als Zorn (Manyu) auftritt – aus dem Saft des Zorns entstand seine Tochter Manyatī; und Svāhā, die furchtbare, grausame, weilt [ebenso] in allen Wesen.

Die Nennung der Svāhā an dieser Stelle, als aus dem Zorn hervorgegangene, furchtbare Gestalt, weicht von ihrer geläufigeren Rolle als Gattin Agnis ab; der Vers wird wörtlich wiedergegeben, ohne diese Spannung aufzulösen.

tridive yasya sadṛśo nāsti rūpeṇa kaś cana atulyatvāt kṛto devair nāmnā kāmas tu pāvakaḥ

Im dritten Himmel gibt es niemanden, der ihm an Gestalt gleicht; wegen seiner Unvergleichlichkeit gaben ihm die Götter den Namen Kāma – so heißt dieses Feuer.

Wort für Wort
tridive yasya sadṛśo nāsti rūpeṇa kaś cana atulyatvāt kṛto devair nāmnā kāmas tu pāvakaḥ
Im dritten Himmel gibt es niemanden, der ihm an Gestalt gleicht; wegen seiner Unvergleichlichkeit gaben ihm die Götter den Namen Kāma – so heißt dieses Feuer.

saṃharṣād dhārayan krodhaṃ dhanvī sragvī rathe sthitaḥ samare nāśayec chatrūn amogho nāma pāvakaḥ

Aus freudiger Erregung seinen Zorn bewahrend, den Bogen führend, bekränzt, auf dem Wagen stehend, vernichtet er im Kampf die Feinde – das Feuer namens Amogha, der Nie-Fehlgehende.

Wort für Wort
saṃharṣād dhārayan krodhaṃ dhanvī sragvī rathe sthitaḥ samare nāśayec chatrūn amogho nāma pāvakaḥ
Aus freudiger Erregung seinen Zorn bewahrend, den Bogen führend, bekränzt, auf dem Wagen stehend, vernichtet er im Kampf die Feinde – das Feuer namens Amogha, der Nie-Fehlgehende.

uktho nāma mahābhāga tribhir ukthair abhiṣṭutaḥ mahāvācaṃ tv ajanayat sakāmāśvaṃ hi yaṃ viduḥ

Uktha mit Namen, der Hochbeglückte, mit drei Uktha-Hymnen gepriesen, zeugte Mahāvāc; ihn kennt man auch als Sakāmāśva.“

Wort für Wort
uktho nāma mahābhāga tribhir ukthair abhiṣṭutaḥ mahāvācaṃ tv ajanayat sakāmāśvaṃ hi yaṃ viduḥ
Uktha mit Namen, der Hochbeglückte, mit drei Uktha-Hymnen gepriesen, zeugte Mahāvāc; ihn kennt man auch als Sakāmāśva.“

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