Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 58: Nalasya Rājyabhraṃśaḥ Nalas völliger Sturz

Nala verliert im letzten Wurf sein gesamtes Königreich an Puṣkara und verlässt, all seines Besitzes beraubt, mit nur einem Gewand die Stadt; Damayantī folgt ihm. Vögel rauben ihm auch noch sein letztes Gewand. Nala weist Damayantī wiederholt den Weg nach Vidarbha, doch sie beharrt darauf, ihn nicht zu verlassen, und schlägt vor, gemeinsam zu ihrem Vater zu gehen.

bṛhadaśva uvāca tatas tu yāte vārṣṇeye puṇyaślokasya dīvyataḥ puṣkareṇa hṛtaṃ rājyaṃ yac cānyad vasu kiṃ cana

Bṛhadaśva sprach: Als dann Vārṣṇeya fortgegangen war, wurde, während der Ruhmreiche weiter würfelte, von Puṣkara das Königreich geraubt und was sonst noch an Vermögen vorhanden war.

Wort für Wort
bṛhadaśva uvāca tatas tu yāte vārṣṇeye puṇyaślokasya dīvyataḥ puṣkareṇa hṛtaṃ rājyaṃ yac cānyad vasu kiṃ cana
Bṛhadaśva sprach: Als dann Vārṣṇeya fortgegangen war, wurde, während der Ruhmreiche weiter würfelte, von Puṣkara das Königreich geraubt und was sonst noch an Vermögen vorhanden war.

hṛtarājyaṃ nalaṃ rājan prahasan puṣkaro 'bravīt dyūtaṃ pravartatāṃ bhūyaḥ pratipāṇo 'sti kas tava

Zu Nala, dessen Königreich geraubt war, sprach Puṣkara lachend, o König: „Das Würfelspiel möge weitergehen; was hast du noch als Einsatz?

Wort für Wort
hṛtarājyaṃ nalaṃ rājan prahasan puṣkaro 'bravīt dyūtaṃ pravartatāṃ bhūyaḥ pratipāṇo 'sti kas tava
Zu Nala, dessen Königreich geraubt war, sprach Puṣkara lachend, o König: „Das Würfelspiel möge weitergehen; was hast du noch als Einsatz?

śiṣṭā te damayanty ekā sarvam anyad dhṛtaṃ mayā damayantyāḥ paṇaḥ sādhu vartatāṃ yadi manyase

Nur Damayantī ist dir noch geblieben, alles andere habe ich dir geraubt; der Einsatz sei Damayantī - gut, es möge weitergehen, wenn du einverstanden bist.“

Wort für Wort
śiṣṭā te damayanty ekā sarvam anyad dhṛtaṃ mayā damayantyāḥ paṇaḥ sādhu vartatāṃ yadi manyase
Nur Damayantī ist dir noch geblieben, alles andere habe ich dir geraubt; der Einsatz sei Damayantī - gut, es möge weitergehen, wenn du einverstanden bist.“

puṣkareṇaivam uktasya puṇyaślokasya manyunā vyadīryateva hṛdayaṃ na cainaṃ kiṃ cid abravīt

Als Puṣkara so gesprochen hatte, wollte dem Ruhmreichen vor Zorn das Herz gleichsam bersten, doch er sagte ihm nichts.

Wort für Wort
puṣkareṇaivam uktasya puṇyaślokasya manyunā vyadīryateva hṛdayaṃ na cainaṃ kiṃ cid abravīt
Als Puṣkara so gesprochen hatte, wollte dem Ruhmreichen vor Zorn das Herz gleichsam bersten, doch er sagte ihm nichts.

tataḥ puṣkaram ālokya nalaḥ paramamanyumān utsṛjya sarvagātrebhyo bhūṣaṇāni mahāyaśāḥ

Da blickte Nala, von höchstem Zorn erfüllt, Puṣkara an, und der Hochberühmte legte von all seinen Gliedern den Schmuck ab.

Wort für Wort
tataḥ puṣkaram ālokya nalaḥ paramamanyumān utsṛjya sarvagātrebhyo bhūṣaṇāni mahāyaśāḥ
Da blickte Nala, von höchstem Zorn erfüllt, Puṣkara an, und der Hochberühmte legte von all seinen Gliedern den Schmuck ab.

ekavāsā asaṃvītaḥ suhṛcchokavivardhanaḥ niścakrāma tadā rājā tyaktvā suvipulāṃ śriyam

Mit nur einem Gewand bekleidet, unbedeckt, den Kummer seiner Freunde mehrend, verließ der König da die Halle, nachdem er seine überaus große Herrlichkeit aufgegeben hatte.

Wort für Wort
ekavāsā asaṃvītaḥ suhṛcchokavivardhanaḥ niścakrāma tadā rājā tyaktvā suvipulāṃ śriyam
Mit nur einem Gewand bekleidet, unbedeckt, den Kummer seiner Freunde mehrend, verließ der König da die Halle, nachdem er seine überaus große Herrlichkeit aufgegeben hatte.

damayanty ekavastrā taṃ gacchantaṃ pṛṣṭhato 'nviyāt sa tayā bāhyataḥ sārdhaṃ trirātraṃ naiṣadho 'vasat

Damayantī, mit nur einem Gewand bekleidet, folgte ihm, dem Fortgehenden, hinterher; zusammen mit ihr weilte der Naiṣadha drei Nächte außerhalb der Stadt.

Wort für Wort
damayanty ekavastrā taṃ gacchantaṃ pṛṣṭhato 'nviyāt sa tayā bāhyataḥ sārdhaṃ trirātraṃ naiṣadho 'vasat
Damayantī, mit nur einem Gewand bekleidet, folgte ihm, dem Fortgehenden, hinterher; zusammen mit ihr weilte der Naiṣadha drei Nächte außerhalb der Stadt.

puṣkaras tu mahārāja ghoṣayām āsa vai pure nale yaḥ samyag ātiṣṭhet sa gacched vadhyatāṃ mama

Puṣkara aber, o Großkönig, ließ in der Stadt ausrufen: „Wer sich Nala gegenüber recht verhält, ihm hilft, der soll [verbannt] gehen - er soll durch mich getötet werden.“

Wort für Wort
puṣkaras tu mahārāja ghoṣayām āsa vai pure nale yaḥ samyag ātiṣṭhet sa gacched vadhyatāṃ mama
Puṣkara aber, o Großkönig, ließ in der Stadt ausrufen: „Wer sich Nala gegenüber recht verhält, ihm hilft, der soll [verbannt] gehen - er soll durch mich getötet werden.“

puṣkarasya tu vākyena tasya vidveṣaṇena ca paurā na tasmin satkāraṃ kṛtavanto yudhiṣṭhira

Durch Puṣkaras Wort und dessen feindselige Absicht erwiesen ihm die Stadtbewohner keine Ehrerbietung, o Yudhiṣṭhira.

Wort für Wort
puṣkarasya tu vākyena tasya vidveṣaṇena ca paurā na tasmin satkāraṃ kṛtavanto yudhiṣṭhira
Durch Puṣkaras Wort und dessen feindselige Absicht erwiesen ihm die Stadtbewohner keine Ehrerbietung, o Yudhiṣṭhira.

sa tathā nagarābhyāśe satkārārho na satkṛtaḥ trirātram uṣito rājā jalamātreṇa vartayan

So, ehrwürdig, doch ungeehrt, verharrte der König in der Nähe der Stadt drei Nächte, sich nur von Wasser ernährend.

Wort für Wort
sa tathā nagarābhyāśe satkārārho na satkṛtaḥ trirātram uṣito rājā jalamātreṇa vartayan
So, ehrwürdig, doch ungeehrt, verharrte der König in der Nähe der Stadt drei Nächte, sich nur von Wasser ernährend.

kṣudhā saṃpīḍyamānas tu nalo bahutithe 'hani apaśyac chakunān kāṃś cid dhiraṇyasadṛśacchadān

Von Hunger gequält, erblickte Nala nach mehreren Tagen einige Vögel mit goldähnlichem Gefieder.

Wort für Wort
kṣudhā saṃpīḍyamānas tu nalo bahutithe 'hani apaśyac chakunān kāṃś cid dhiraṇyasadṛśacchadān
Von Hunger gequält, erblickte Nala nach mehreren Tagen einige Vögel mit goldähnlichem Gefieder.

sa cintayām āsa tadā niṣadhādhipatir balī asti bhakṣo mamādyāyaṃ vasu cedaṃ bhaviṣyati

Da dachte der kraftvolle Herrscher der Niṣadhas: „Hier ist heute Nahrung für mich, und dies wird auch neuer Reichtum sein.“

Wort für Wort
sa cintayām āsa tadā niṣadhādhipatir balī asti bhakṣo mamādyāyaṃ vasu cedaṃ bhaviṣyati
Da dachte der kraftvolle Herrscher der Niṣadhas: „Hier ist heute Nahrung für mich, und dies wird auch neuer Reichtum sein.“

tatas tān antarīyeṇa vāsasā samavāstṛṇot tasyāntarīyam ādāya jagmuḥ sarve vihāyasā

Da bedeckte er sie mit seinem Untergewand; doch sie ergriffen sein Untergewand und flogen alle davon in den Himmel.

Wort für Wort
tatas tān antarīyeṇa vāsasā samavāstṛṇot tasyāntarīyam ādāya jagmuḥ sarve vihāyasā
Da bedeckte er sie mit seinem Untergewand; doch sie ergriffen sein Untergewand und flogen alle davon in den Himmel.

utpatantaḥ khagās te tu vākyam āhus tadā nalam dṛṣṭvā digvāsasaṃ bhūmau sthitaṃ dīnam adhomukham

Während sie auffliegend waren, sprachen jene Vögel ein Wort zu Nala, als sie ihn, in die Himmelsrichtungen gekleidet, auf dem Boden stehend, elend, mit gesenktem Blick, erblickten:

Wort für Wort
utpatantaḥ khagās te tu vākyam āhus tadā nalam dṛṣṭvā digvāsasaṃ bhūmau sthitaṃ dīnam adhomukham
Während sie auffliegend waren, sprachen jene Vögel ein Wort zu Nala, als sie ihn, in die Himmelsrichtungen gekleidet, auf dem Boden stehend, elend, mit gesenktem Blick, erblickten:

vayam akṣāḥ sudurbuddhe tava vāso jihīrṣavaḥ āgatā na hi naḥ prītiḥ savāsasi gate tvayi

„Wir sind die Würfel, o Törichter, gekommen, um dir dein Gewand zu rauben; denn uns bereitet es keine Freude, solange du noch bekleidet umherziehst.“

Wort für Wort
vayam akṣāḥ sudurbuddhe tava vāso jihīrṣavaḥ āgatā na hi naḥ prītiḥ savāsasi gate tvayi
„Wir sind die Würfel, o Törichter, gekommen, um dir dein Gewand zu rauben; denn uns bereitet es keine Freude, solange du noch bekleidet umherziehst.“

tān samīkṣya gatān akṣān ātmānaṃ ca vivāsasam puṇyaślokas tato rājā damayantīm athābravīt

Als er sah, dass die Würfel als Vögel davongeflogen waren und er selbst ohne Gewand dastand, sprach der ruhmreiche König da zu Damayantī:

Wort für Wort
tān samīkṣya gatān akṣān ātmānaṃ ca vivāsasam puṇyaślokas tato rājā damayantīm athābravīt
Als er sah, dass die Würfel als Vögel davongeflogen waren und er selbst ohne Gewand dastand, sprach der ruhmreiche König da zu Damayantī:

yeṣāṃ prakopād aiśvaryāt pracyuto 'ham anindite prāṇayātrāṃ na vinde ca duḥkhitaḥ kṣudhayārditaḥ

„Durch deren Zorn ich aus meiner Herrschaft vertrieben wurde, o Makellose, und deretwegen ich, betrübt, von Hunger gequält, keinen Lebensunterhalt finde -

Wort für Wort
yeṣāṃ prakopād aiśvaryāt pracyuto 'ham anindite prāṇayātrāṃ na vinde ca duḥkhitaḥ kṣudhayārditaḥ
„Durch deren Zorn ich aus meiner Herrschaft vertrieben wurde, o Makellose, und deretwegen ich, betrübt, von Hunger gequält, keinen Lebensunterhalt finde -

yeṣāṃ kṛte na satkāram akurvan mayi naiṣadhāḥ ta ime śakunā bhūtvā vāso 'py apaharanti me

jene, um derentwillen mir die Niṣadhas keine Ehrerbietung mehr erwiesen - eben diese haben, zu Vögeln geworden, mir nun auch noch das Gewand geraubt.

Wort für Wort
yeṣāṃ kṛte na satkāram akurvan mayi naiṣadhāḥ ta ime śakunā bhūtvā vāso 'py apaharanti me
jene, um derentwillen mir die Niṣadhas keine Ehrerbietung mehr erwiesen - eben diese haben, zu Vögeln geworden, mir nun auch noch das Gewand geraubt.

vaiṣamyaṃ paramaṃ prāpto duḥkhito gatacetanaḥ bhartā te 'haṃ nibodhedaṃ vacanaṃ hitam ātmanaḥ

In höchste Bedrängnis geraten, betrübt, meines Verstandes beraubt - ich, dein Gemahl, sage dir: vernimm dieses Wort, das dir zum Heil gereicht.

Wort für Wort
vaiṣamyaṃ paramaṃ prāpto duḥkhito gatacetanaḥ bhartā te 'haṃ nibodhedaṃ vacanaṃ hitam ātmanaḥ
In höchste Bedrängnis geraten, betrübt, meines Verstandes beraubt - ich, dein Gemahl, sage dir: vernimm dieses Wort, das dir zum Heil gereicht.

ete gacchanti bahavaḥ panthāno dakṣiṇāpatham avantīm ṛkṣavantaṃ ca samatikramya parvatam

Hier führen viele Wege in den Süden, an Avantī und dem Berg Ṛkṣavant vorbei.

Wort für Wort
ete gacchanti bahavaḥ panthāno dakṣiṇāpatham avantīm ṛkṣavantaṃ ca samatikramya parvatam
Hier führen viele Wege in den Süden, an Avantī und dem Berg Ṛkṣavant vorbei.

eṣa vindhyo mahāśailaḥ payoṣṇī ca samudragā āśramāś ca maharṣīṇām amī puṣpaphalānvitāḥ

Dies ist der große Berg Vindhya, und dies die zum Meer fließende Payoṣṇī, und dies sind die Einsiedeleien der großen Weisen, reich an Blüten und Früchten.

Wort für Wort
eṣa vindhyo mahāśailaḥ payoṣṇī ca samudragā āśramāś ca maharṣīṇām amī puṣpaphalānvitāḥ
Dies ist der große Berg Vindhya, und dies die zum Meer fließende Payoṣṇī, und dies sind die Einsiedeleien der großen Weisen, reich an Blüten und Früchten.

eṣa panthā vidarbhāṇām ayaṃ gacchati kosalān ataḥ paraṃ ca deśo 'yaṃ dakṣiṇe dakṣiṇāpathaḥ

Dies ist der Weg nach Vidarbha, und dieser hier führt in das Land der Kosalas; von hier weiter, im Süden, liegt dieses Land, der Dakṣiṇāpatha, der Südweg.“

Wort für Wort
eṣa panthā vidarbhāṇām ayaṃ gacchati kosalān ataḥ paraṃ ca deśo 'yaṃ dakṣiṇe dakṣiṇāpathaḥ
Dies ist der Weg nach Vidarbha, und dieser hier führt in das Land der Kosalas; von hier weiter, im Süden, liegt dieses Land, der Dakṣiṇāpatha, der Südweg.“

tataḥ sā bāṣpakalayā vācā duḥkhena karśitā uvāca damayantī taṃ naiṣadhaṃ karuṇaṃ vacaḥ

Da sprach Damayantī, mit tränenerstickter Stimme, vom Schmerz abgezehrt, ein mitleiderregendes Wort zum Naiṣadha:

Wort für Wort
tataḥ sā bāṣpakalayā vācā duḥkhena karśitā uvāca damayantī taṃ naiṣadhaṃ karuṇaṃ vacaḥ
Da sprach Damayantī, mit tränenerstickter Stimme, vom Schmerz abgezehrt, ein mitleiderregendes Wort zum Naiṣadha:

udvepate me hṛdayaṃ sīdanty aṅgāni sarvaśaḥ tava pārthiva saṃkalpaṃ cintayantyāḥ punaḥ punaḥ

„Mein Herz erzittert, meine Glieder sinken alle in sich zusammen, o Herrscher, wenn ich immer wieder über deine Absicht nachdenke.

Wort für Wort
udvepate me hṛdayaṃ sīdanty aṅgāni sarvaśaḥ tava pārthiva saṃkalpaṃ cintayantyāḥ punaḥ punaḥ
„Mein Herz erzittert, meine Glieder sinken alle in sich zusammen, o Herrscher, wenn ich immer wieder über deine Absicht nachdenke.

hṛtarājyaṃ hṛtadhanaṃ vivastraṃ kṣucchramānvitam katham utsṛjya gaccheyam ahaṃ tvāṃ vijane vane

Wie könnte ich dich verlassen und fortgehen, dich, dem das Königreich geraubt, dem der Reichtum geraubt ist, der gewandlos, von Hunger und Erschöpfung geplagt ist, in der menschenleeren Wildnis?

Wort für Wort
hṛtarājyaṃ hṛtadhanaṃ vivastraṃ kṣucchramānvitam katham utsṛjya gaccheyam ahaṃ tvāṃ vijane vane
Wie könnte ich dich verlassen und fortgehen, dich, dem das Königreich geraubt, dem der Reichtum geraubt ist, der gewandlos, von Hunger und Erschöpfung geplagt ist, in der menschenleeren Wildnis?

śrāntasya te kṣudhārtasya cintayānasya tat sukham vane ghore mahārāja nāśayiṣyāmi te klamam

Dir, dem Erschöpften, vom Hunger Geplagten, der über jenes frühere Glück nachsinnt, im schrecklichen Wald, o Großkönig, will ich deine Mühsal vertreiben.

Wort für Wort
śrāntasya te kṣudhārtasya cintayānasya tat sukham vane ghore mahārāja nāśayiṣyāmi te klamam
Dir, dem Erschöpften, vom Hunger Geplagten, der über jenes frühere Glück nachsinnt, im schrecklichen Wald, o Großkönig, will ich deine Mühsal vertreiben.

na ca bhāryāsamaṃ kiṃ cid vidyate bhiṣajāṃ matam auṣadhaṃ sarvaduḥkheṣu satyam etad bravīmi te

Und nichts kommt einer Gattin gleich, so die Meinung der Ärzte, als Heilmittel in allem Leid; die Wahrheit sage ich dir.“

Wort für Wort
na ca bhāryāsamaṃ kiṃ cid vidyate bhiṣajāṃ matam auṣadhaṃ sarvaduḥkheṣu satyam etad bravīmi te
Und nichts kommt einer Gattin gleich, so die Meinung der Ärzte, als Heilmittel in allem Leid; die Wahrheit sage ich dir.“

nala uvāca evam etad yathāttha tvaṃ damayanti sumadhyame nāsti bhāryāsamaṃ mitraṃ narasyārtasya bheṣajam

Nala sprach: „So ist es, wie du sagst, Damayantī, Schönhüftige; es gibt keinen der Gattin gleichen Freund als Heilmittel für einen leidenden Mann.

Wort für Wort
nala uvāca evam etad yathāttha tvaṃ damayanti sumadhyame nāsti bhāryāsamaṃ mitraṃ narasyārtasya bheṣajam
Nala sprach: „So ist es, wie du sagst, Damayantī, Schönhüftige; es gibt keinen der Gattin gleichen Freund als Heilmittel für einen leidenden Mann.

na cāhaṃ tyaktukāmas tvāṃ kimarthaṃ bhīru śaṅkase tyajeyam aham ātmānaṃ na tv eva tvām anindite

Und ich habe nicht die Absicht, dich zu verlassen; warum, o Furchtsame, hegst du diesen Verdacht? Ich würde eher mich selbst verlassen als dich, o Makellose.“

Wort für Wort
na cāhaṃ tyaktukāmas tvāṃ kimarthaṃ bhīru śaṅkase tyajeyam aham ātmānaṃ na tv eva tvām anindite
Und ich habe nicht die Absicht, dich zu verlassen; warum, o Furchtsame, hegst du diesen Verdacht? Ich würde eher mich selbst verlassen als dich, o Makellose.“

damayanty uvāca yadi māṃ tvaṃ mahārāja na vihātum ihecchasi tat kimarthaṃ vidarbhāṇāṃ panthāḥ samupadiśyate

Damayantī sprach: „Wenn du mich, o Großkönig, hier nicht verlassen willst, warum wird dann der Weg nach Vidarbha gewiesen?

Wort für Wort
damayanty uvāca yadi māṃ tvaṃ mahārāja na vihātum ihecchasi tat kimarthaṃ vidarbhāṇāṃ panthāḥ samupadiśyate
Damayantī sprach: „Wenn du mich, o Großkönig, hier nicht verlassen willst, warum wird dann der Weg nach Vidarbha gewiesen?

avaimi cāhaṃ nṛpate na tvaṃ māṃ tyaktum arhasi cetasā tv apakṛṣṭena māṃ tyajethā mahāpate

Ich weiß wohl, o Herrscher, dass du mich nicht verlassen solltest; doch mit verwirrtem Sinn könntest du mich verlassen, o großer Herr.

Wort für Wort
avaimi cāhaṃ nṛpate na tvaṃ māṃ tyaktum arhasi cetasā tv apakṛṣṭena māṃ tyajethā mahāpate
Ich weiß wohl, o Herrscher, dass du mich nicht verlassen solltest; doch mit verwirrtem Sinn könntest du mich verlassen, o großer Herr.

panthānaṃ hi mamābhīkṣṇam ākhyāsi narasattama atonimittaṃ śokaṃ me vardhayasy amaraprabha

Denn du zeigst mir immer wieder den Weg, o Bester der Männer; deswegen mehrst du meinen Kummer, o Glanzvoller wie ein Unsterblicher.

Wort für Wort
panthānaṃ hi mamābhīkṣṇam ākhyāsi narasattama atonimittaṃ śokaṃ me vardhayasy amaraprabha
Denn du zeigst mir immer wieder den Weg, o Bester der Männer; deswegen mehrst du meinen Kummer, o Glanzvoller wie ein Unsterblicher.

yadi cāyam abhiprāyas tava rājan vrajed iti sahitāv eva gacchāvo vidarbhān yadi manyase

Und wenn deine Absicht ist, o König, dass ich gehen soll, so lass uns gemeinsam nach Vidarbha gehen, wenn du einverstanden bist.

Wort für Wort
yadi cāyam abhiprāyas tava rājan vrajed iti sahitāv eva gacchāvo vidarbhān yadi manyase
Und wenn deine Absicht ist, o König, dass ich gehen soll, so lass uns gemeinsam nach Vidarbha gehen, wenn du einverstanden bist.

vidarbharājas tatra tvāṃ pūjayiṣyati mānada tena tvaṃ pūjito rājan sukhaṃ vatsyasi no gṛhe

Der König von Vidarbha wird dich dort ehren, o Ehrenwerter; von ihm geehrt, wirst du, o König, glücklich in unserem Haus weilen.“

Wort für Wort
vidarbharājas tatra tvāṃ pūjayiṣyati mānada tena tvaṃ pūjito rājan sukhaṃ vatsyasi no gṛhe
Der König von Vidarbha wird dich dort ehren, o Ehrenwerter; von ihm geehrt, wirst du, o König, glücklich in unserem Haus weilen.“

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