Kapitel 87: Pratīcīdigvarṇanam
Beschreibung der westlichen Himmelsrichtung
Dhaumyas Rede wird fortgesetzt (weiterhin über die Kapitelgrenze hinweg offen) mit der Beschreibung der West-Tīrthas im Land der Avantis: die rückwärts fließende Narmadā, die Geburtsstätte Kuberas, der Berg Vaiḍūryaśikhara, der Ort von Yayātis Sturz und Wiederaufstieg, die Einsiedeleien von Kakṣasena und Cyavana, sowie Puṣkara, der heilige See des Großvaters (Brahmā/Prajāpati), mit dessen eigenem Lobgesang.
bahvāścaryaṃ mahārāja dṛśyate tatra parvate puṇye svargopame divye nityaṃ devarṣisevite
Vieles Wunderbare wird dort gesehen, o Großkönig, auf jenem heiligen, dem Himmel gleichenden, göttlichen Berg, der stets von Götterweisen aufgesucht wird.
Wort für Wort
bahvāścaryaṃ mahārāja dṛśyate tatra parvate puṇye svargopame divye nityaṃ devarṣisevite
Vieles Wunderbare wird dort gesehen, o Großkönig, auf jenem heiligen, dem Himmel gleichenden, göttlichen Berg, der stets von Götterweisen aufgesucht wird.
hradinī puṇyatīrthā ca rājarṣes tatra vai sarit viśvāmitranadī pārā puṇyā parapuraṃjaya
Und dort ist auch, mit heiligen Badeplätzen, der Fluss des königlichen Weisen - der Viśvāmitra-Fluss - und die heilige Pārā [?], o Bezwinger feindlicher Städte.
Wort für Wort
hradinī puṇyatīrthā ca rājarṣes tatra vai sarit viśvāmitranadī pārā puṇyā parapuraṃjaya
Und dort ist auch, mit heiligen Badeplätzen, der Fluss des königlichen Weisen - der Viśvāmitra-Fluss - und die heilige Pārā [?], o Bezwinger feindlicher Städte.
[Anm.: 'pārā' könnte hier ein eigener Flussname sein oder ein Adjektiv zum Viśvāmitra-Fluss ('mit fernem Ufer'); die Übersetzung folgt der ersten Lesart.
Die heilige Einsiedelei des Kakṣasena ist dort, o Yudhiṣṭhira, und ebenso die überall bekannte Einsiedelei des Cyavana, o Pāṇḍava; dort erlangen die Menschen schon mit geringer Buße Vollendung, o Herr.
Die heilige Einsiedelei des Kakṣasena ist dort, o Yudhiṣṭhira, und ebenso die überall bekannte Einsiedelei des Cyavana, o Pāṇḍava; dort erlangen die Menschen schon mit geringer Buße Vollendung, o Herr.
tataḥ puṇyatamā rājan satataṃ tāpasāyutā ketumālā ca medhyā ca gaṅgāraṇyaṃ ca bhūmipa khyātaṃ ca saindhavāraṇyaṃ puṇyaṃ dvijaniṣevitam
Dann, o König, die überaus heilige, stets von Asketen bevölkerte Ketumālā, und Medhyā [?], und der Gaṅgāraṇya, o Herrscher der Erde, und der als heilig bekannte Saindhavāraṇya, von Zweifachgeborenen aufgesucht.
Wort für Wort
tataḥ puṇyatamā rājan satataṃ tāpasāyutā ketumālā ca medhyā ca gaṅgāraṇyaṃ ca bhūmipa khyātaṃ ca saindhavāraṇyaṃ puṇyaṃ dvijaniṣevitam
Dann, o König, die überaus heilige, stets von Asketen bevölkerte Ketumālā, und Medhyā [?], und der Gaṅgāraṇya, o Herrscher der Erde, und der als heilig bekannte Saindhavāraṇya, von Zweifachgeborenen aufgesucht.
[Anm.: 'medhyā' ('rein, opfertauglich') wird hier probeweise als eigener Ortsname gelesen; es könnte auch ein bloßes Beiwort sein.