Kapitel 99: Vṛtravadhopākhyānam - Vṛtravadhaḥ
Die Erzählung von Vṛtras Tötung: Die Schlacht
Lomaśas Rede (offen seit Kapitel 98) wird fortgesetzt: In der gewaltigen Schlacht zwischen Göttern und Dānavas droht Indra zu unterliegen, bis Viṣṇu und die übrigen Götter ihm ihre eigene Glut einflößen; gestärkt schleudert Indra den aus Dadhīcas Knochen gefertigten Vajra und erschlägt Vṛtra. Die überlebenden Kāleya-Dānavas fliehen ins Meer und fassen dort den schrecklichen Plan, die Welt durch die Vernichtung aller Asketen zu zerstören, da die Welten von deren Buße getragen werden.
Von den erhobenen, aufeinanderprallenden Schwertern in den Armen der Helden entstand ein überaus tosender Klang, als sie auf die Körper der Feinde niedersausten.
Von den erhobenen, aufeinanderprallenden Schwertern in den Armen der Helden entstand ein überaus tosender Klang, als sie auf die Körper der Feinde niedersausten.
Und von den Köpfen, die aus dem Luftraum auf den Erdboden fielen, sah es aus, o Beschützer der Erde, wie von Palmfrüchten, die vom Stiel gelöst herabfielen.
Und von den Köpfen, die aus dem Luftraum auf den Erdboden fielen, sah es aus, o Beschützer der Erde, wie von Palmfrüchten, die vom Stiel gelöst herabfielen.
te hemakavacā bhūtvā kāleyāḥ parighāyudhāḥ tridaśān abhyavartanta dāvadagdhā ivādrayaḥ
Sie, die Kāleyas, in goldenen Panzern, mit eisernen Keulen bewaffnet, stürmten auf die Dreißig Götter los, wie Berge, die vom Waldbrand entflammt sind.
Wort für Wort
te hemakavacā bhūtvā kāleyāḥ parighāyudhāḥ tridaśān abhyavartanta dāvadagdhā ivādrayaḥ
Sie, die Kāleyas, in goldenen Panzern, mit eisernen Keulen bewaffnet, stürmten auf die Dreißig Götter los, wie Berge, die vom Waldbrand entflammt sind.
Als sie sahen, dass Śakra von Viṣṇu gestärkt war, legten daraufhin die Scharen der Götter ein jeder seine eigene Glut in ihn, und ebenso die makellosen Brahmanenweisen.
Als sie sahen, dass Śakra von Viṣṇu gestärkt war, legten daraufhin die Scharen der Götter ein jeder seine eigene Glut in ihn, und ebenso die makellosen Brahmanenweisen.
jñātvā balasthaṃ tridaśādhipaṃ tu nanāda vṛtro mahato ninādān tasya praṇādena dharā diśaś ca khaṃ dyaur nagāś cāpi cacāla sarvam
Als er erkannte, dass der Herrscher der Dreißig Götter an Kraft gewachsen war, brüllte Vṛtra gewaltige Brüllrufe; von seinem Gebrüll erzitterten die Erde und die Himmelsrichtungen, der Luftraum, der Himmel und alle Berge.
Wort für Wort
jñātvā balasthaṃ tridaśādhipaṃ tu nanāda vṛtro mahato ninādān tasya praṇādena dharā diśaś ca khaṃ dyaur nagāś cāpi cacāla sarvam
Als er erkannte, dass der Herrscher der Dreißig Götter an Kraft gewachsen war, brüllte Vṛtra gewaltige Brüllrufe; von seinem Gebrüll erzitterten die Erde und die Himmelsrichtungen, der Luftraum, der Himmel und alle Berge.
Da, aufs Höchste erhitzt, nachdem er den schrecklichen, gewaltigen Ruf vernommen hatte, in Furcht versunken, schleuderte der große Indra rasch den großen Vajra zu dessen Tötung, o König.
Da, aufs Höchste erhitzt, nachdem er den schrecklichen, gewaltigen Ruf vernommen hatte, in Furcht versunken, schleuderte der große Indra rasch den großen Vajra zu dessen Tötung, o König.
sa śakravajrābhihataḥ papāta mahāsuraḥ kāñcanamālyadhārī yathā mahāñ śailavaraḥ purastāt sa mandaro viṣṇukarāt pramuktaḥ
Von Śakras Vajra getroffen, fiel jener große Asura, der eine goldene Girlande trug, wie einst der große, vortreffliche Berg Mandara, aus Viṣṇus Hand entlassen, gefallen war.
Wort für Wort
sa śakravajrābhihataḥ papāta mahāsuraḥ kāñcanamālyadhārī yathā mahāñ śailavaraḥ purastāt sa mandaro viṣṇukarāt pramuktaḥ
Von Śakras Vajra getroffen, fiel jener große Asura, der eine goldene Girlande trug, wie einst der große, vortreffliche Berg Mandara, aus Viṣṇus Hand entlassen, gefallen war.
tasmin hate daityavare bhayārtaḥ śakraḥ pradudrāva saraḥ praveṣṭum vajraṃ na mene svakarāt pramuktaṃ vṛtraṃ hataṃ cāpi bhayān na mene
Als jener beste der Daityas erschlagen war, floh Śakra, von Furcht gequält, um in einen See zu fliehen; er glaubte nicht, dass der Vajra aus seiner Hand entlassen worden war, und aus Furcht glaubte er auch nicht, dass Vṛtra erschlagen sei.
Wort für Wort
tasmin hate daityavare bhayārtaḥ śakraḥ pradudrāva saraḥ praveṣṭum vajraṃ na mene svakarāt pramuktaṃ vṛtraṃ hataṃ cāpi bhayān na mene
Als jener beste der Daityas erschlagen war, floh Śakra, von Furcht gequält, um in einen See zu fliehen; er glaubte nicht, dass der Vajra aus seiner Hand entlassen worden war, und aus Furcht glaubte er auch nicht, dass Vṛtra erschlagen sei.
sarve ca devā muditāḥ prahṛṣṭā maharṣayaś cendram abhiṣṭuvantaḥ sarvāṃś ca daityāṃs tvaritāḥ sametya jaghnuḥ surā vṛtravadhābhitaptān
Und alle Götter, erfreut, hocherfreut, und die großen Weisen, priesen Indra; und rasch versammelt, erschlugen die Götter alle Daityas, die von Vṛtras Tod erschüttert waren.
Wort für Wort
sarve ca devā muditāḥ prahṛṣṭā maharṣayaś cendram abhiṣṭuvantaḥ sarvāṃś ca daityāṃs tvaritāḥ sametya jaghnuḥ surā vṛtravadhābhitaptān
Und alle Götter, erfreut, hocherfreut, und die großen Weisen, priesen Indra; und rasch versammelt, erschlugen die Götter alle Daityas, die von Vṛtras Tod erschüttert waren.
te vadhyamānās tridaśais tadānīṃ samudram evāviviśur bhayārtāḥ praviśya caivodadhim aprameyaṃ jhaṣākulaṃ ratnasamākulaṃ ca
Sie, von den Dreißig Göttern damals erschlagen werdend, flüchteten sich, von Furcht gequält, in eben das Meer; und sie tauchten ein in den unermesslichen Ozean, voller Fische, voller Juwelen.
Wort für Wort
te vadhyamānās tridaśais tadānīṃ samudram evāviviśur bhayārtāḥ praviśya caivodadhim aprameyaṃ jhaṣākulaṃ ratnasamākulaṃ ca
Sie, von den Dreißig Göttern damals erschlagen werdend, flüchteten sich, von Furcht gequält, in eben das Meer; und sie tauchten ein in den unermesslichen Ozean, voller Fische, voller Juwelen.
tadā sma mantraṃ sahitāḥ pracakrus trailokyanāśārtham abhismayantaḥ tatra sma ke cin matiniścayajñās tāṃs tān upāyān anuvarṇayanti
Da hielten sie, vereint, Rat, lächelnd, um der Vernichtung der drei Welten willen; und dort zählten einige, die der Beschlussfassung kundig waren, mancherlei Mittel dazu auf.
Wort für Wort
tadā sma mantraṃ sahitāḥ pracakrus trailokyanāśārtham abhismayantaḥ tatra sma ke cin matiniścayajñās tāṃs tān upāyān anuvarṇayanti
Da hielten sie, vereint, Rat, lächelnd, um der Vernichtung der drei Welten willen; und dort zählten einige, die der Beschlussfassung kundig waren, mancherlei Mittel dazu auf.
teṣāṃ tu tatra kramakālayogād ghorā matiś cintayatāṃ babhūva ye santi vidyātapasopapannās teṣāṃ vināśaḥ prathamaṃ tu kāryaḥ
Bei ihnen aber entstand dort, nach und nach, im Laufe der Zeit, während sie nachsannen, ein schrecklicher Gedanke: 'Wer auch immer mit Wissen und Buße ausgestattet ist, dessen Vernichtung ist zuerst zu bewirken.
Wort für Wort
teṣāṃ tu tatra kramakālayogād ghorā matiś cintayatāṃ babhūva ye santi vidyātapasopapannās teṣāṃ vināśaḥ prathamaṃ tu kāryaḥ
Bei ihnen aber entstand dort, nach und nach, im Laufe der Zeit, während sie nachsannen, ein schrecklicher Gedanke: 'Wer auch immer mit Wissen und Buße ausgestattet ist, dessen Vernichtung ist zuerst zu bewirken.
lokā hi sarve tapasā dhriyante tasmāt tvaradhvaṃ tapasaḥ kṣayāya ye santi ke cid dhi vasuṃdharāyāṃ tapasvino dharmavidaś ca tajjñāḥ teṣāṃ vadhaḥ kriyatāṃ kṣipram eva teṣu pranaṣṭeṣu jagat pranaṣṭam
Denn alle Welten werden durch Buße erhalten; deshalb beeilt euch, die Buße zu vernichten. Wer auch immer auf der Erde Asketen sind, der Pflicht Kundige und ihrer Erkenntnis Kundige, deren Tötung soll sogleich vollzogen werden; sind sie vernichtet, ist die Welt vernichtet.'
Wort für Wort
lokā hi sarve tapasā dhriyante tasmāt tvaradhvaṃ tapasaḥ kṣayāya ye santi ke cid dhi vasuṃdharāyāṃ tapasvino dharmavidaś ca tajjñāḥ teṣāṃ vadhaḥ kriyatāṃ kṣipram eva teṣu pranaṣṭeṣu jagat pranaṣṭam
Denn alle Welten werden durch Buße erhalten; deshalb beeilt euch, die Buße zu vernichten. Wer auch immer auf der Erde Asketen sind, der Pflicht Kundige und ihrer Erkenntnis Kundige, deren Tötung soll sogleich vollzogen werden; sind sie vernichtet, ist die Welt vernichtet.'
evaṃ hi sarve gatabuddhibhāvā jagadvināśe paramaprahṛṣṭāḥ durgaṃ samāśritya mahormimantaṃ ratnākaraṃ varuṇasyālayaṃ sma
So, alle von diesem Sinn erfüllt, höchst erfreut über die Vernichtung der Welt, verbargen sie sich im unzugänglichen, wellenreichen Juwelenmeer, der Wohnstätte Varuṇas.
Wort für Wort
evaṃ hi sarve gatabuddhibhāvā jagadvināśe paramaprahṛṣṭāḥ durgaṃ samāśritya mahormimantaṃ ratnākaraṃ varuṇasyālayaṃ sma
So, alle von diesem Sinn erfüllt, höchst erfreut über die Vernichtung der Welt, verbargen sie sich im unzugänglichen, wellenreichen Juwelenmeer, der Wohnstätte Varuṇas.