Kapitel 80: Tīrthayātrāparva Prārambhaḥ
Beginn der Wallfahrt zu den heiligen Badeplätzen
Nārada besucht die Pāṇḍavas im Wald und erzählt auf Yudhiṣṭhiras Bitte die alte Geschichte, wie Bhīṣma einst am Gaṅgādvāra den Weisen Pulastya traf und von ihm über den Lohn der Wallfahrt (tīrthayātrā) belehrt wurde. Pulastya erklärt, dass die Wallfahrt zu den heiligen Badeplätzen - anders als die kostspieligen vedischen Opfer - auch dem Armen offensteht und gleichwertigen oder größeren Lohn bringt. Es folgt der Beginn eines langen Katalogs der Tīrthas, beginnend mit dem berühmtesten, Puṣkara, und fortgesetzt über zahlreiche weitere heilige Orte (Prabhāsa, Dvāravatī, Sarasvatī-Übergänge, Rudrakoṭi u.v.a.) samt ihrem jeweiligen Verdienstlohn.
vaiśaṃpāyana uvāca dhanaṃjayotsukās te tu vane tasmin mahārathāḥ nyavasanta mahābhāgā draupadyā saha pāṇḍavāḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Voller Sehnsucht nach Dhanaṃjaya verweilten jene großen Wagenkämpfer, die hochgesegneten Pāṇḍavas, zusammen mit Draupadī in jenem Wald.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca dhanaṃjayotsukās te tu vane tasmin mahārathāḥ nyavasanta mahābhāgā draupadyā saha pāṇḍavāḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Voller Sehnsucht nach Dhanaṃjaya verweilten jene großen Wagenkämpfer, die hochgesegneten Pāṇḍavas, zusammen mit Draupadī in jenem Wald.
Von ihnen, seinen Brüdern, umgeben, erstrahlte der glanzvolle Beste der Kurus, von überaus leuchtender Kraft, wie Śatakratu [Indra], von den Göttern umgeben.
Von ihnen, seinen Brüdern, umgeben, erstrahlte der glanzvolle Beste der Kurus, von überaus leuchtender Kraft, wie Śatakratu [Indra], von den Göttern umgeben.
yathā ca vedān sāvitrī yājñasenī tathā satī na jahau dharmataḥ pārthān merum arkaprabhā yathā
Wie die Sāvitrī die Veden nicht verlässt und wie der Sonnenglanz den Meru nicht verlässt, so verließ die tugendhafte Yājñasenī pflichtgemäß die Pārthas nicht.
Wort für Wort
yathā ca vedān sāvitrī yājñasenī tathā satī na jahau dharmataḥ pārthān merum arkaprabhā yathā
Wie die Sāvitrī die Veden nicht verlässt und wie der Sonnenglanz den Meru nicht verlässt, so verließ die tugendhafte Yājñasenī pflichtgemäß die Pārthas nicht.
Da verneigte sich der König, der Sohn des Dharma, zusammen mit seinen Brüdern, und sprach mit gefalteten Händen zu Nārada, der den Göttern gleicht, diese Worte:
Da verneigte sich der König, der Sohn des Dharma, zusammen mit seinen Brüdern, und sprach mit gefalteten Händen zu Nārada, der den Göttern gleicht, diese Worte:
yadi tv aham anugrāhyo bhrātṛbhiḥ sahito 'nagha saṃdehaṃ me muniśreṣṭha hṛdisthaṃ chettum arhasi
Doch wenn ich, zusammen mit meinen Brüdern, o Sündloser, deiner Gunst würdig bin, so mögest du, Bester der Weisen, einen Zweifel zerstreuen, der mir im Herzen weilt.
Wort für Wort
yadi tv aham anugrāhyo bhrātṛbhiḥ sahito 'nagha saṃdehaṃ me muniśreṣṭha hṛdisthaṃ chettum arhasi
Doch wenn ich, zusammen mit meinen Brüdern, o Sündloser, deiner Gunst würdig bin, so mögest du, Bester der Weisen, einen Zweifel zerstreuen, der mir im Herzen weilt.
An einem holden, heiligen Ort, o Großkönig, von Götterweisen aufgesucht, am Gaṅgādvāra, von Göttern und Gandharven aufgesucht, [weilte] der Glanzvolle,
An einem holden, heiligen Ort, o Großkönig, von Götterweisen aufgesucht, am Gaṅgādvāra, von Göttern und Gandharven aufgesucht, [weilte] der Glanzvolle,
Und nachdem er mit dem Haupt das Ehrenwasser dargebracht hatte, rein und mit gesammeltem Geist, nannte er seinen Namen vor jenem Besten der Brahmanenweisen:
Und nachdem er mit dem Haupt das Ehrenwasser dargebracht hatte, rein und mit gesammeltem Geist, nannte er seinen Namen vor jenem Besten der Brahmanenweisen:
pulastya uvāca anena tava dharmajña praśrayeṇa damena ca satyena ca mahābhāga tuṣṭo 'smi tava sarvaśaḥ
Pulastya sprach: „Durch diese deine Bescheidenheit, o Pflichtkenner, durch Selbstbeherrschung und Wahrhaftigkeit, o Hochgesegneter, bin ich mit dir ganz und gar zufrieden.
Wort für Wort
pulastya uvāca anena tava dharmajña praśrayeṇa damena ca satyena ca mahābhāga tuṣṭo 'smi tava sarvaśaḥ
Pulastya sprach: „Durch diese deine Bescheidenheit, o Pflichtkenner, durch Selbstbeherrschung und Wahrhaftigkeit, o Hochgesegneter, bin ich mit dir ganz und gar zufrieden.
yasyedṛśas te dharmo 'yaṃ pitṛbhaktyāśrito 'nagha tena paśyasi māṃ putra prītiś cāpi mama tvayi
Da du solche Pflichterfüllung besitzt, auf Vaterergebenheit gegründet, o Sündloser, deshalb siehst du mich, mein Sohn, und auch meine Zuneigung gilt dir.
Wort für Wort
yasyedṛśas te dharmo 'yaṃ pitṛbhaktyāśrito 'nagha tena paśyasi māṃ putra prītiś cāpi mama tvayi
Da du solche Pflichterfüllung besitzt, auf Vaterergebenheit gegründet, o Sündloser, deshalb siehst du mich, mein Sohn, und auch meine Zuneigung gilt dir.
amoghadarśī bhīṣmāhaṃ brūhi kiṃ karavāṇi te yad vakṣyasi kuruśreṣṭha tasya dātāsmi te 'nagha
Nicht vergeblich ist mein Anblick, Bhīṣma; sprich, was soll ich für dich tun? Was du sagen wirst, Bester der Kurus, dessen Geber werde ich dir sein, o Sündloser.“
Wort für Wort
amoghadarśī bhīṣmāhaṃ brūhi kiṃ karavāṇi te yad vakṣyasi kuruśreṣṭha tasya dātāsmi te 'nagha
Nicht vergeblich ist mein Anblick, Bhīṣma; sprich, was soll ich für dich tun? Was du sagen wirst, Bester der Kurus, dessen Geber werde ich dir sein, o Sündloser.“
bhīṣma uvāca prīte tvayi mahābhāga sarvalokābhipūjite kṛtam ity eva manye 'haṃ yad ahaṃ dṛṣṭavān prabhum
Bhīṣma sprach: „Da du zufrieden bist, Hochgesegneter, von aller Welt Verehrter, halte ich es bereits für vollbracht, dass ich dich, den Herrn, erblickt habe.
Wort für Wort
bhīṣma uvāca prīte tvayi mahābhāga sarvalokābhipūjite kṛtam ity eva manye 'haṃ yad ahaṃ dṛṣṭavān prabhum
Bhīṣma sprach: „Da du zufrieden bist, Hochgesegneter, von aller Welt Verehrter, halte ich es bereits für vollbracht, dass ich dich, den Herrn, erblickt habe.
yadi tv aham anugrāhyas tava dharmabhṛtāṃ vara vakṣyāmi hṛtsthaṃ saṃdehaṃ tan me tvaṃ vaktum arhasi
Doch wenn ich deiner Gunst würdig bin, Bester der Pflichtträger, so will ich einen Zweifel nennen, der mir im Herzen weilt; den mögest du mir darlegen.
Wort für Wort
yadi tv aham anugrāhyas tava dharmabhṛtāṃ vara vakṣyāmi hṛtsthaṃ saṃdehaṃ tan me tvaṃ vaktum arhasi
Doch wenn ich deiner Gunst würdig bin, Bester der Pflichtträger, so will ich einen Zweifel nennen, der mir im Herzen weilt; den mögest du mir darlegen.
pulastya uvāca hanta te 'haṃ pravakṣyāmi yad ṛṣīṇāṃ parāyaṇam tad ekāgramanās tāta śṛṇu tīrtheṣu yat phalam
Pulastya sprach: „Wohlan, ich will dir verkünden, was die höchste Zuflucht der Weisen ist; das höre, mit gesammeltem Geist, mein Sohn, welcher Lohn bei den heiligen Badeplätzen zu erlangen ist.
Wort für Wort
pulastya uvāca hanta te 'haṃ pravakṣyāmi yad ṛṣīṇāṃ parāyaṇam tad ekāgramanās tāta śṛṇu tīrtheṣu yat phalam
Pulastya sprach: „Wohlan, ich will dir verkünden, was die höchste Zuflucht der Weisen ist; das höre, mit gesammeltem Geist, mein Sohn, welcher Lohn bei den heiligen Badeplätzen zu erlangen ist.
pratigrahād upāvṛttaḥ saṃtuṣṭo niyataḥ śuciḥ ahaṃkāranivṛttaś ca sa tīrthaphalam aśnute
Wer sich von der Annahme von Geschenken abgewandt hat, zufrieden, gezügelt, rein, und frei von Selbstsucht ist, der genießt den Lohn der heiligen Badeplätze.
Wort für Wort
pratigrahād upāvṛttaḥ saṃtuṣṭo niyataḥ śuciḥ ahaṃkāranivṛttaś ca sa tīrthaphalam aśnute
Wer sich von der Annahme von Geschenken abgewandt hat, zufrieden, gezügelt, rein, und frei von Selbstsucht ist, der genießt den Lohn der heiligen Badeplätze.
Wer ohne Falschheit, ohne eigennütziges Unternehmen, leichter Speise, die Sinne bezwungen, von allen Fehlern befreit ist, der genießt den Lohn der heiligen Badeplätze.
Wer ohne Falschheit, ohne eigennütziges Unternehmen, leichter Speise, die Sinne bezwungen, von allen Fehlern befreit ist, der genießt den Lohn der heiligen Badeplätze.
akrodhanaś ca rājendra satyaśīlo dṛḍhavrataḥ ātmopamaś ca bhūteṣu sa tīrthaphalam aśnute
Wer frei von Zorn ist, o Fürst der Könige, wahrhaften Wesens, festen Gelübdes, und die Geschöpfe sich selbst gleich achtet, der genießt den Lohn der heiligen Badeplätze.
Wort für Wort
akrodhanaś ca rājendra satyaśīlo dṛḍhavrataḥ ātmopamaś ca bhūteṣu sa tīrthaphalam aśnute
Wer frei von Zorn ist, o Fürst der Könige, wahrhaften Wesens, festen Gelübdes, und die Geschöpfe sich selbst gleich achtet, der genießt den Lohn der heiligen Badeplätze.
Von den Weisen wurden die Opfer verkündet, in den Veden, hier der Reihe nach, und ihr Lohn, der Wahrheit gemäß, sowohl im Jenseits als auch hier, in jeder Hinsicht.
Von den Weisen wurden die Opfer verkündet, in den Veden, hier der Reihe nach, und ihr Lohn, der Wahrheit gemäß, sowohl im Jenseits als auch hier, in jeder Hinsicht.
Diese werden von Königen erlangt, oder mitunter von wohlhabenden Männern, nicht aber von solchen, denen es an Mitteln mangelt, die allein und ohne Gefolge sind.
Diese werden von Königen erlangt, oder mitunter von wohlhabenden Männern, nicht aber von solchen, denen es an Mitteln mangelt, die allein und ohne Gefolge sind.
yo daridrair api vidhiḥ śakyaḥ prāptuṃ nareśvara tulyo yajñaphalaiḥ puṇyais taṃ nibodha yudhāṃ vara
Welche Vorschrift aber auch von Armen erlangt werden kann, o Herrscher der Menschen, gleich an heiligen Verdiensten den Opferfrüchten - die vernimm, o Bester der Krieger.
Wort für Wort
yo daridrair api vidhiḥ śakyaḥ prāptuṃ nareśvara tulyo yajñaphalaiḥ puṇyais taṃ nibodha yudhāṃ vara
Welche Vorschrift aber auch von Armen erlangt werden kann, o Herrscher der Menschen, gleich an heiligen Verdiensten den Opferfrüchten - die vernimm, o Bester der Krieger.
agniṣṭomādibhir yajñair iṣṭvā vipuladakṣiṇaiḥ na tat phalam avāpnoti tīrthābhigamanena yat
Auch wer mit den Opfern, beginnend mit dem Agniṣṭoma, mit reichen Priestergaben geopfert hat, erlangt nicht jenen Lohn, den er durch die Wallfahrt zu den heiligen Badeplätzen erlangt.
Wort für Wort
agniṣṭomādibhir yajñair iṣṭvā vipuladakṣiṇaiḥ na tat phalam avāpnoti tīrthābhigamanena yat
Auch wer mit den Opfern, beginnend mit dem Agniṣṭoma, mit reichen Priestergaben geopfert hat, erlangt nicht jenen Lohn, den er durch die Wallfahrt zu den heiligen Badeplätzen erlangt.
In der Menschenwelt gibt es den in den drei Welten berühmten heiligen Badeplatz des Gottes der Götter, Puṣkara genannt, wohlbekannt; diesen möge der Hochgesegnete aufsuchen.
In der Menschenwelt gibt es den in den drei Welten berühmten heiligen Badeplatz des Gottes der Götter, Puṣkara genannt, wohlbekannt; diesen möge der Hochgesegnete aufsuchen.
Wer dort das rituelle Bad vollzieht, der Verehrung der Ahnen und Götter zugewandt - den zehnfachen Lohn des Roßopfers, so verkünden die Weisen, erlangt er.
Wer dort das rituelle Bad vollzieht, der Verehrung der Ahnen und Götter zugewandt - den zehnfachen Lohn des Roßopfers, so verkünden die Weisen, erlangt er.
Selbst wenn er nur einen einzigen Brahmanen speist, im Puṣkara-Wald weilend, durch diese Tat, Bhīṣma, erfreut er sich sowohl im Jenseits als auch hier.
Selbst wenn er nur einen einzigen Brahmanen speist, im Puṣkara-Wald weilend, durch diese Tat, Bhīṣma, erfreut er sich sowohl im Jenseits als auch hier.
śākamūlaphalair vāpi yena vartayate svayam tad vai dadyād brāhmaṇāya śraddhāvān anasūyakaḥ tenaiva prāpnuyāt prājño hayamedhaphalaṃ naraḥ
Wovon er selbst sich ernährt, sei es mit Kräutern, Wurzeln oder Früchten, das möge er, vertrauensvoll und ohne Neid, dem Brahmanen geben; allein dadurch erlangt der Weise, der Mensch, den Lohn des Roßopfers.
Wort für Wort
śākamūlaphalair vāpi yena vartayate svayam tad vai dadyād brāhmaṇāya śraddhāvān anasūyakaḥ tenaiva prāpnuyāt prājño hayamedhaphalaṃ naraḥ
Wovon er selbst sich ernährt, sei es mit Kräutern, Wurzeln oder Früchten, das möge er, vertrauensvoll und ohne Neid, dem Brahmanen geben; allein dadurch erlangt der Weise, der Mensch, den Lohn des Roßopfers.
Brahmane, Kṣatriya, Vaiśya oder Śūdra, o Bester der Könige - diese gehen nicht in einen niederen Mutterleib ein, wenn sie an dem heiligen Badeplatz des Hochgesinnten gebadet haben.
Brahmane, Kṣatriya, Vaiśya oder Śūdra, o Bester der Könige - diese gehen nicht in einen niederen Mutterleib ein, wenn sie an dem heiligen Badeplatz des Hochgesinnten gebadet haben.
sāyaṃ prātaḥ smared yas tu puṣkarāṇi kṛtāñjaliḥ upaspṛṣṭaṃ bhavet tena sarvatīrtheṣu bhārata prāpnuyāc ca naro lokān brahmaṇaḥ sadane 'kṣayān
Wer abends und morgens, mit gefalteten Händen, an Puṣkara denkt, für den ist es, als hätte er alle heiligen Badeplätze berührt, o Bhārata; und der Mensch erlangt unvergängliche Welten in der Wohnstatt Brahmās.
Wort für Wort
sāyaṃ prātaḥ smared yas tu puṣkarāṇi kṛtāñjaliḥ upaspṛṣṭaṃ bhavet tena sarvatīrtheṣu bhārata prāpnuyāc ca naro lokān brahmaṇaḥ sadane 'kṣayān
Wer abends und morgens, mit gefalteten Händen, an Puṣkara denkt, für den ist es, als hätte er alle heiligen Badeplätze berührt, o Bhārata; und der Mensch erlangt unvergängliche Welten in der Wohnstatt Brahmās.
Welche Sünde auch immer, seit der Geburt an, einer Frau oder eines Mannes begangen wurde - sie alle vergehen für den, der in Puṣkara nur eben gebadet hat.
Welche Sünde auch immer, seit der Geburt an, einer Frau oder eines Mannes begangen wurde - sie alle vergehen für den, der in Puṣkara nur eben gebadet hat.
Schwer zu vollbringen ist es, nach Puṣkara zu gehen, schwer die Buße in Puṣkara, schwer das Almosengeben in Puṣkara, und überaus schwer, dort zu weilen.
Schwer zu vollbringen ist es, nach Puṣkara zu gehen, schwer die Buße in Puṣkara, schwer das Almosengeben in Puṣkara, und überaus schwer, dort zu weilen.
Wer von Kräutern oder Früchten lebt und die Einsiedelei des Kaṇva erreicht, die von Glanz erfüllte, von der Welt verehrte, erlangt die Stellung des Kaumāra.
Wer von Kräutern oder Früchten lebt und die Einsiedelei des Kaṇva erreicht, die von Glanz erfüllte, von der Welt verehrte, erlangt die Stellung des Kaumāra.
tatrābhigamya ceśānaṃ gosahasraphalaṃ labhet mahādevaprasādāc ca gāṇapatyam avāpnuyāt
Dort, nachdem er sich Īśāna genähert hat, erlangt er den Lohn von tausend Kühen, und durch die Gnade Mahādevas erlangt er die Stellung eines Gaṇa-Herrn.
Wort für Wort
tatrābhigamya ceśānaṃ gosahasraphalaṃ labhet mahādevaprasādāc ca gāṇapatyam avāpnuyāt
Dort, nachdem er sich Īśāna genähert hat, erlangt er den Lohn von tausend Kühen, und durch die Gnade Mahādevas erlangt er die Stellung eines Gaṇa-Herrn.
tato gaccheta dharmajña prabhāsaṃ lokaviśrutam yatra saṃnihito nityaṃ svayam eva hutāśanaḥ devatānāṃ mukhaṃ vīra analo 'nilasārathiḥ
Von dort gehe er, o Pflichtkenner, nach Prabhāsa, dem in der Welt berühmten, wo beständig der Feuergott selbst gegenwärtig ist, o Held, der Mund der Götter, das Feuer, mit dem Wind als Wagenlenker.
Wort für Wort
tato gaccheta dharmajña prabhāsaṃ lokaviśrutam yatra saṃnihito nityaṃ svayam eva hutāśanaḥ devatānāṃ mukhaṃ vīra analo 'nilasārathiḥ
Von dort gehe er, o Pflichtkenner, nach Prabhāsa, dem in der Welt berühmten, wo beständig der Feuergott selbst gegenwärtig ist, o Held, der Mund der Götter, das Feuer, mit dem Wind als Wagenlenker.
Wer an jenem vortrefflichen heiligen Badeplatz gebadet hat, rein und gesammelten Geistes, der Mensch erlangt den Lohn der Opfer Agniṣṭoma und Atirātra.
Wer an jenem vortrefflichen heiligen Badeplatz gebadet hat, rein und gesammelten Geistes, der Mensch erlangt den Lohn der Opfer Agniṣṭoma und Atirātra.
tato gatvā sarasvatyāḥ sāgarasya ca saṃgame gosahasraphalaṃ prāpya svargaloke mahīyate dīpyamāno 'gnivan nityaṃ prabhayā bharatarṣabha
Von dort zum Zusammenfluss der Sarasvatī mit dem Meer gehend, erlangt er den Lohn von tausend Kühen und wird in der Himmelswelt geehrt, beständig strahlend von Glanz wie Feuer, o Stier der Bharatas.
Wort für Wort
tato gatvā sarasvatyāḥ sāgarasya ca saṃgame gosahasraphalaṃ prāpya svargaloke mahīyate dīpyamāno 'gnivan nityaṃ prabhayā bharatarṣabha
Von dort zum Zusammenfluss der Sarasvatī mit dem Meer gehend, erlangt er den Lohn von tausend Kühen und wird in der Himmelswelt geehrt, beständig strahlend von Glanz wie Feuer, o Stier der Bharatas.
Wer in Varadāna gebadet hat, erlangt den Lohn von tausend Kühen; von dort gehe er, gezügelt und mäßig in der Speise, nach Dvāravatī; wer in Piṇḍāraka gebadet hat, erlangt viel Gold.
Wer in Varadāna gebadet hat, erlangt den Lohn von tausend Kühen; von dort gehe er, gezügelt und mäßig in der Speise, nach Dvāravatī; wer in Piṇḍāraka gebadet hat, erlangt viel Gold.
tasmiṃs tīrthe mahābhāga padmalakṣaṇalakṣitāḥ adyāpi mudrā dṛśyante tad adbhutam ariṃdama
An jenem heiligen Badeplatz, Hochgesegneter, sieht man noch heute Abdrücke, mit dem Zeichen des Lotus gekennzeichnet - das ist wunderbar, o Bezwinger der Feinde.
Wort für Wort
tasmiṃs tīrthe mahābhāga padmalakṣaṇalakṣitāḥ adyāpi mudrā dṛśyante tad adbhutam ariṃdama
An jenem heiligen Badeplatz, Hochgesegneter, sieht man noch heute Abdrücke, mit dem Zeichen des Lotus gekennzeichnet - das ist wunderbar, o Bezwinger der Feinde.
Nach der Umwandlung gehe er, o Stier der Bharatas, Bester der Kurus, zu dem in den drei Welten berühmten heiligen Badeplatz, mit Namen Dṛmī bekannt, der von aller Sünde befreit.
Nach der Umwandlung gehe er, o Stier der Bharatas, Bester der Kurus, zu dem in den drei Welten berühmten heiligen Badeplatz, mit Namen Dṛmī bekannt, der von aller Sünde befreit.
yatra brahmādayo devā upāsante maheśvaram tatra snātvārcayitvā ca rudraṃ devagaṇair vṛtam janmaprabhṛti pāpāni kṛtāni nudate naraḥ
Wo die Götter, mit Brahmā an der Spitze, den großen Herrn verehren - wer dort gebadet und Rudra, umgeben von Götterscharen, verehrt hat, der vertreibt die Sünden, die er seit seiner Geburt begangen hat.
Wort für Wort
yatra brahmādayo devā upāsante maheśvaram tatra snātvārcayitvā ca rudraṃ devagaṇair vṛtam janmaprabhṛti pāpāni kṛtāni nudate naraḥ
Wo die Götter, mit Brahmā an der Spitze, den großen Herrn verehren - wer dort gebadet und Rudra, umgeben von Götterscharen, verehrt hat, der vertreibt die Sünden, die er seit seiner Geburt begangen hat.
Wo einst, o hochweiser König, nachdem Viṣṇu, der Mächtige, gesiegt hatte, die göttlichen Dornen erschlagend, eine Reinigung vollzogen wurde. [?]
[Anm.: Der Vers ist elliptisch; gemeint ist offenbar, dass Viṣṇu nach dem Sieg über die Dämonen ('göttliche Dornen') an diesem Ort eine rituelle Reinigung vollzog - der genaue mythologische Bezug bleibt unsicher.]
möge er dem Siebenflammigen nach Vermögen eine Opferspeise darbringen, o Herrscher der Menschen; ein unvergängliches Geschenk an die Ahnen, so verkünden die Weisen.
möge er dem Siebenflammigen nach Vermögen eine Opferspeise darbringen, o Herrscher der Menschen; ein unvergängliches Geschenk an die Ahnen, so verkünden die Weisen.
tato gaccheta dharmajña dīrghasatraṃ yathākramam yatra brahmādayo devāḥ siddhāś ca paramarṣayaḥ dīrghasatram upāsante dakṣiṇābhir yatavratāḥ
Von dort gehe er, o Pflichtkenner, der Reihe nach zum Dīrghasatra, wo die Götter, mit Brahmā an der Spitze, die Vollendeten und die höchsten Weisen, das Langopfer mit Priestergaben pflegen, gezügelten Gelübdes.
Wort für Wort
tato gaccheta dharmajña dīrghasatraṃ yathākramam yatra brahmādayo devāḥ siddhāś ca paramarṣayaḥ dīrghasatram upāsante dakṣiṇābhir yatavratāḥ
Von dort gehe er, o Pflichtkenner, der Reihe nach zum Dīrghasatra, wo die Götter, mit Brahmā an der Spitze, die Vollendeten und die höchsten Weisen, das Langopfer mit Priestergaben pflegen, gezügelten Gelübdes.
tato vinaśanaṃ gacchen niyato niyatāśanaḥ gacchaty antarhitā yatra marupṛṣṭhe sarasvatī camase ca śivodbhede nāgodbhede ca dṛśyate
Von dort gehe er, gezügelt und mäßig in der Speise, nach Vinaśana, wo die Sarasvatī, verborgen, in die Wüste eingeht; bei Camasa, Śivodbheda und Nāgodbheda wird sie wieder sichtbar.
Wort für Wort
tato vinaśanaṃ gacchen niyato niyatāśanaḥ gacchaty antarhitā yatra marupṛṣṭhe sarasvatī camase ca śivodbhede nāgodbhede ca dṛśyate
Von dort gehe er, gezügelt und mäßig in der Speise, nach Vinaśana, wo die Sarasvatī, verborgen, in die Wüste eingeht; bei Camasa, Śivodbheda und Nāgodbheda wird sie wieder sichtbar.
Wer bei Nāgodbheda gebadet hat, erlangt die Welt der Schlangengötter; und wer den schwer zu erlangenden heiligen Badeplatz Śaśayāna erreicht hat, o Fürst der Könige - wo, o Bhārata, die heiligen Wasser in Hasengestalt verborgen sind [?],
Wer bei Nāgodbheda gebadet hat, erlangt die Welt der Schlangengötter; und wer den schwer zu erlangenden heiligen Badeplatz Śaśayāna erreicht hat, o Fürst der Könige - wo, o Bhārata, die heiligen Wasser in Hasengestalt verborgen sind [?],
[Anm.: 'śaśarūpapraticchannāḥ puṣkarāḥ' ('die in Hasengestalt verborgenen Gewässer') spielt vermutlich auf eine sonst nicht näher erläuterte Lokallegende an; der genaue Bezug bleibt unklar.]
Wer den Kumārakoṭi erreicht, gezügelt, o Freude der Kurus, und dort das rituelle Bad vollzieht, der Verehrung der Ahnen und Götter zugewandt, erlangt den Lohn des Gavāmaya-Opfers und errettet auch sein Geschlecht.
Wer den Kumārakoṭi erreicht, gezügelt, o Freude der Kurus, und dort das rituelle Bad vollzieht, der Verehrung der Ahnen und Götter zugewandt, erlangt den Lohn des Gavāmaya-Opfers und errettet auch sein Geschlecht.
tato gaccheta dharmajña rudrakoṭiṃ samāhitaḥ purā yatra mahārāja ṛṣikoṭiḥ samāhitā praharṣeṇa ca saṃviṣṭā devadarśanakāṅkṣayā
Von dort gehe er, o Pflichtkenner, gesammelten Geistes, zum Rudrakoṭi, wo einst, o Großkönig, ein Koṭi von Weisen versammelt war, voller Freude, in der Sehnsucht, den Gott zu erblicken.
Wort für Wort
tato gaccheta dharmajña rudrakoṭiṃ samāhitaḥ purā yatra mahārāja ṛṣikoṭiḥ samāhitā praharṣeṇa ca saṃviṣṭā devadarśanakāṅkṣayā
Von dort gehe er, o Pflichtkenner, gesammelten Geistes, zum Rudrakoṭi, wo einst, o Großkönig, ein Koṭi von Weisen versammelt war, voller Freude, in der Sehnsucht, den Gott zu erblicken.
Zufrieden mit ihnen, den Weisen von furchtbarem Glanz, durch ihre höchste Hingabe, o König, gewährte ihnen Mahādeva eine Gabe: 'Von heute an wird euer Verdienst an Pflichterfüllung wachsen.'
Zufrieden mit ihnen, den Weisen von furchtbarem Glanz, durch ihre höchste Hingabe, o König, gewährte ihnen Mahādeva eine Gabe: 'Von heute an wird euer Verdienst an Pflichterfüllung wachsen.'
wohin die Götter, mit Brahmā an der Spitze, die Weisen, Vollendeten und Cāraṇas kommen, o Fürst der Könige, am vierzehnten Tag der hellen Hälfte des Caitra-Monats.
wohin die Götter, mit Brahmā an der Spitze, die Weisen, Vollendeten und Cāraṇas kommen, o Fürst der Könige, am vierzehnten Tag der hellen Hälfte des Caitra-Monats.