Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)
Kapitel 229: Gandharvayuddhārambhaḥ
Der Beginn des Konflikts mit den Gandharvas
Duryodhana lässt bei den Hirtenlagern sein Lager errichten, vollzieht die Rinderkennzeichnung, jagt ausgiebig und gelangt schließlich zum Dvaitavana-See - just an dem Tag, an dem, unbemerkt von ihm, auch Yudhiṣṭhira dort in der Nähe ein Waldopfer darbringt. Als Duryodhanas vorausziehende Diener am See Vergnügungsstätten errichten wollen, finden sie ihn bereits vom Gandharvenkönig (der mit seinem Gefolge aus Kuberas Reich gekommen war) und dessen Scharen von Apsaras und Götter-Söhnen zum Spiel besetzt. Duryodhanas herrisches Vertreibungsverlangen wird von den Gandharvas mit Hohn und einer unverhohlenen Todesdrohung beantwortet - der Auftakt zu dem folgenden bewaffneten Konflikt zwischen den Kauravas und den Gandharvas.
vaiśaṃpāyana uvāca atha duryodhano rājā tatra tatra vane vasan jagāma ghoṣān abhitas tatra cakre niveśanam
Vaiśaṃpāyana sprach: „Da weilte König Duryodhana bald hier, bald dort im Wald, ging zu den Hirtenlagern und schlug dort in der Nähe sein Lager auf.
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca atha duryodhano rājā tatra tatra vane vasan jagāma ghoṣān abhitas tatra cakre niveśanam Vaiśaṃpāyana sprach: „Da weilte König Duryodhana bald hier, bald dort im Wald, ging zu den Hirtenlagern und schlug dort in der Nähe sein Lager auf. ramaṇīye samājñāte sodake samahīruhe deśe sarvaguṇopete cakrur āvasathaṃ narāḥ
An einem lieblichen, wohlbekannten Ort, wasserreich, mit ebenem Baumbestand, mit allen Vorzügen ausgestattet, errichteten die Männer die Wohnstätte.
Wort für Wort ramaṇīye samājñāte sodake samahīruhe deśe sarvaguṇopete cakrur āvasathaṃ narāḥ An einem lieblichen, wohlbekannten Ort, wasserreich, mit ebenem Baumbestand, mit allen Vorzügen ausgestattet, errichteten die Männer die Wohnstätte. tathaiva tatsamīpasthān pṛthagāvasathān bahūn karṇasya śakuneś caiva bhrātṝṇāṃ caiva sarvaśaḥ
Ebenso errichteten sie in dessen Nähe viele getrennte Wohnstätten für Karṇa und Śakuni sowie für alle seine Brüder.
Wort für Wort tathaiva tatsamīpasthān pṛthagāvasathān bahūn karṇasya śakuneś caiva bhrātṝṇāṃ caiva sarvaśaḥ Ebenso errichteten sie in dessen Nähe viele getrennte Wohnstätten für Karṇa und Śakuni sowie für alle seine Brüder. dadarśa sa tadā gāvaḥ śataśo 'tha sahasraśaḥ aṅkair lakṣaiś ca tāḥ sarvā lakṣayām āsa pārthivaḥ
Er sah da die Rinder zu Hunderten und Tausenden; und der Fürst kennzeichnete sie alle mit Brandzeichen und Merkmalen.
Wort für Wort dadarśa sa tadā gāvaḥ śataśo 'tha sahasraśaḥ aṅkair lakṣaiś ca tāḥ sarvā lakṣayām āsa pārthivaḥ Er sah da die Rinder zu Hunderten und Tausenden; und der Fürst kennzeichnete sie alle mit Brandzeichen und Merkmalen. aṅkayām āsa vatsāṃś ca jajñe copasṛtās tv api bālavatsāś ca yā gāvaḥ kālayām āsa tā api
Er brandmarkte auch die Kälber und erfuhr, welche Kühe trächtig waren; und auch jene Kühe mit jungen Kälbern trieb er zusammen.
Wort für Wort aṅkayām āsa vatsāṃś ca jajñe copasṛtās tv api bālavatsāś ca yā gāvaḥ kālayām āsa tā api Er brandmarkte auch die Kälber und erfuhr, welche Kühe trächtig waren; und auch jene Kühe mit jungen Kälbern trieb er zusammen. atha sa smāraṇaṃ kṛtvā lakṣayitvā trihāyanān vṛto gopālakaiḥ prīto vyaharat kurunandanaḥ
Nachdem er so die Kennzeichnung vorgenommen und die dreijährigen Rinder markiert hatte, vergnügte sich der Spross der Kurus, von den Hirten umgeben, erfreut.
Wort für Wort atha sa smāraṇaṃ kṛtvā lakṣayitvā trihāyanān vṛto gopālakaiḥ prīto vyaharat kurunandanaḥ Nachdem er so die Kennzeichnung vorgenommen und die dreijährigen Rinder markiert hatte, vergnügte sich der Spross der Kurus, von den Hirten umgeben, erfreut. sa ca paurajanaḥ sarvaḥ sainikāś ca sahasraśaḥ yathopajoṣaṃ cikrīḍur vane tasmin yathāmarāḥ
Und alle Stadtbewohner sowie die Soldaten zu Tausenden vergnügten sich nach Belieben in jenem Wald, wie die Unsterblichen.
Wort für Wort sa ca paurajanaḥ sarvaḥ sainikāś ca sahasraśaḥ yathopajoṣaṃ cikrīḍur vane tasmin yathāmarāḥ Und alle Stadtbewohner sowie die Soldaten zu Tausenden vergnügten sich nach Belieben in jenem Wald, wie die Unsterblichen. tato gopāḥ pragātāraḥ kuśalā nṛttavādite dhārtarāṣṭram upātiṣṭhan kanyāś caiva svalaṃkṛtāḥ
Da warteten die singenden Hirten, kundig in Tanz und Musik, sowie geschmückte Mädchen dem Sohn Dhṛtarāṣṭras auf.
Wort für Wort tato gopāḥ pragātāraḥ kuśalā nṛttavādite dhārtarāṣṭram upātiṣṭhan kanyāś caiva svalaṃkṛtāḥ Da warteten die singenden Hirten, kundig in Tanz und Musik, sowie geschmückte Mädchen dem Sohn Dhṛtarāṣṭras auf. sa strīgaṇavṛto rājā prahṛṣṭaḥ pradadau vasu tebhyo yathārham annāni pānāni vividhāni ca
Der König, von Frauenscharen umgeben, hocherfreut, schenkte ihnen Reichtum, ihrem Rang entsprechend, sowie Speisen und mannigfaltige Getränke.
Wort für Wort sa strīgaṇavṛto rājā prahṛṣṭaḥ pradadau vasu tebhyo yathārham annāni pānāni vividhāni ca Der König, von Frauenscharen umgeben, hocherfreut, schenkte ihnen Reichtum, ihrem Rang entsprechend, sowie Speisen und mannigfaltige Getränke. tatas te sahitāḥ sarve tarakṣūn mahiṣān mṛgān gavayarkṣavarāhāṃś ca samantāt paryakālayan
Darauf trieben sie alle gemeinsam Hyänen, Büffel, Hirsche, Wildrinder, Bären und Eber von allen Seiten zusammen.
Wort für Wort tatas te sahitāḥ sarve tarakṣūn mahiṣān mṛgān gavayarkṣavarāhāṃś ca samantāt paryakālayan Darauf trieben sie alle gemeinsam Hyänen, Büffel, Hirsche, Wildrinder, Bären und Eber von allen Seiten zusammen. sa tāñ śarair vinirbhindan gajān badhnan mahāvane ramaṇīyeṣu deśeṣu grāhayām āsa vai mṛgān
Er durchbohrte sie mit Pfeilen, fing Elefanten im großen Wald ein und ließ an lieblichen Orten fürwahr Wild einfangen.
Wort für Wort sa tāñ śarair vinirbhindan gajān badhnan mahāvane ramaṇīyeṣu deśeṣu grāhayām āsa vai mṛgān Er durchbohrte sie mit Pfeilen, fing Elefanten im großen Wald ein und ließ an lieblichen Orten fürwahr Wild einfangen. gorasān upayuñjāna upabhogāṃś ca bhārata paśyan suramaṇīyāni puṣpitāni vanāni ca
Milchspeisen genießend und andere Genüsse, o Bhārata, indem er die überaus lieblichen, blühenden Wälder betrachtete,
Wort für Wort gorasān upayuñjāna upabhogāṃś ca bhārata paśyan suramaṇīyāni puṣpitāni vanāni ca Milchspeisen genießend und andere Genüsse, o Bhārata, indem er die überaus lieblichen, blühenden Wälder betrachtete, mattabhramarajuṣṭāni barhiṇābhirutāni ca agacchad ānupūrvyeṇa puṇyaṃ dvaitavanaṃ saraḥ ṛddhyā paramayā yukto mahendra iva vajrabhṛt
von trunkenen Bienen umschwärmt und vom Ruf der Pfauen erfüllt, gelangte er nach und nach zu dem heiligen Dvaitavana-See, mit höchster Pracht ausgestattet, wie der große Indra, der Vajra-Träger.
Wort für Wort mattabhramarajuṣṭāni barhiṇābhirutāni ca agacchad ānupūrvyeṇa puṇyaṃ dvaitavanaṃ saraḥ ṛddhyā paramayā yukto mahendra iva vajrabhṛt von trunkenen Bienen umschwärmt und vom Ruf der Pfauen erfüllt, gelangte er nach und nach zu dem heiligen Dvaitavana-See, mit höchster Pracht ausgestattet, wie der große Indra, der Vajra-Träger. yadṛcchayā ca tadaho dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ īje rājarṣiyajñena sadyaskena viśāṃ pate divyena vidhinā rājā vanyena kurusattamaḥ
Und zufällig vollzog an eben jenem Tag der Sohn des Dharma, Yudhiṣṭhira, der König, der Beste der Kurus, o Herr der Völker, ein sofort wirksames Opfer nach Art der Königsseher, nach göttlichem Ritus, aus Waldgaben.
Wort für Wort yadṛcchayā ca tadaho dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ īje rājarṣiyajñena sadyaskena viśāṃ pate divyena vidhinā rājā vanyena kurusattamaḥ Und zufällig vollzog an eben jenem Tag der Sohn des Dharma, Yudhiṣṭhira, der König, der Beste der Kurus, o Herr der Völker, ein sofort wirksames Opfer nach Art der Königsseher, nach göttlichem Ritus, aus Waldgaben. kṛtvā niveśam abhitaḥ sarasas tasya kauravaḥ draupadyā sahito dhīmān dharmapatnyā narādhipaḥ
Der Kaurava, der Weise, der Herrscher der Menschen, hatte sein Lager in der Nähe jenes Sees aufgeschlagen, zusammen mit Draupadī, seiner rechtmäßigen Gattin.
Wort für Wort kṛtvā niveśam abhitaḥ sarasas tasya kauravaḥ draupadyā sahito dhīmān dharmapatnyā narādhipaḥ Der Kaurava, der Weise, der Herrscher der Menschen, hatte sein Lager in der Nähe jenes Sees aufgeschlagen, zusammen mit Draupadī, seiner rechtmäßigen Gattin. tato duryodhanaḥ preṣyān ādideśa sahānujaḥ ākrīḍāvasathāḥ kṣipraṃ kriyantām iti bhārata
Da befahl Duryodhana, zusammen mit seinen jüngeren Brüdern, seinen Dienern: ‚Es sollen rasch Vergnügungsstätten errichtet werden‘, o Bhārata.
Wort für Wort tato duryodhanaḥ preṣyān ādideśa sahānujaḥ ākrīḍāvasathāḥ kṣipraṃ kriyantām iti bhārata Da befahl Duryodhana, zusammen mit seinen jüngeren Brüdern, seinen Dienern: ‚Es sollen rasch Vergnügungsstätten errichtet werden‘, o Bhārata. te tathety eva kauravyam uktvā vacanakāriṇaḥ cikīrṣantas tadākrīḍāñ jagmur dvaitavanaṃ saraḥ
Diese, ‚So sei es‘ zum Kauravya sprechend, seinem Wort gehorsam, im Begriff, jene Vergnügungsstätten zu errichten, begaben sich zum Dvaitavana-See.
Wort für Wort te tathety eva kauravyam uktvā vacanakāriṇaḥ cikīrṣantas tadākrīḍāñ jagmur dvaitavanaṃ saraḥ Diese, ‚So sei es‘ zum Kauravya sprechend, seinem Wort gehorsam, im Begriff, jene Vergnügungsstätten zu errichten, begaben sich zum Dvaitavana-See. senāgraṃ dhārtarāṣṭrasya prāptaṃ dvaitavanaṃ saraḥ praviśantaṃ vanadvāri gandharvāḥ samavārayan
Als die Vorhut des Heeres des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, die den Dvaitavana-See erreicht hatte, am Waldeingang eintreten wollte, hielten die Gandharvas sie zurück.
Wort für Wort senāgraṃ dhārtarāṣṭrasya prāptaṃ dvaitavanaṃ saraḥ praviśantaṃ vanadvāri gandharvāḥ samavārayan Als die Vorhut des Heeres des Sohnes Dhṛtarāṣṭras, die den Dvaitavana-See erreicht hatte, am Waldeingang eintreten wollte, hielten die Gandharvas sie zurück. tatra gandharvarājo vai pūrvam eva viśāṃ pate kuberabhavanād rājann ājagāma gaṇāvṛtaḥ
Dort war nämlich der König der Gandharvas, o Herr der Völker, schon zuvor aus Kuberas Wohnstatt gekommen, o König, umgeben von seinen Scharen,
Wort für Wort tatra gandharvarājo vai pūrvam eva viśāṃ pate kuberabhavanād rājann ājagāma gaṇāvṛtaḥ Dort war nämlich der König der Gandharvas, o Herr der Völker, schon zuvor aus Kuberas Wohnstatt gekommen, o König, umgeben von seinen Scharen, gaṇair apsarasāṃ caiva tridaśānāṃ tathātmajaiḥ vihāraśīlaḥ krīḍārthaṃ tena tat saṃvṛtaṃ saraḥ
mit den Scharen der Apsaras und ebenso den Söhnen der Götter, dem Vergnügen zugetan; deshalb war jener See zum Zweck des Spiels von ihm besetzt worden.
Wort für Wort gaṇair apsarasāṃ caiva tridaśānāṃ tathātmajaiḥ vihāraśīlaḥ krīḍārthaṃ tena tat saṃvṛtaṃ saraḥ mit den Scharen der Apsaras und ebenso den Söhnen der Götter, dem Vergnügen zugetan; deshalb war jener See zum Zweck des Spiels von ihm besetzt worden. tena tat saṃvṛtaṃ dṛṣṭvā te rājaparicārakāḥ pratijagmus tato rājan yatra duryodhano nṛpaḥ
Als sie sahen, dass jener See von ihm besetzt war, kehrten jene Diener des Königs darauf dorthin zurück, wo König Duryodhana war, o König.
Wort für Wort tena tat saṃvṛtaṃ dṛṣṭvā te rājaparicārakāḥ pratijagmus tato rājan yatra duryodhano nṛpaḥ Als sie sahen, dass jener See von ihm besetzt war, kehrten jene Diener des Königs darauf dorthin zurück, wo König Duryodhana war, o König. sa tu teṣāṃ vacaḥ śrutvā sainikān yuddhadurmadān preṣayām āsa kauravya utsārayata tān iti
Er aber, nachdem er deren Worte gehört hatte, sandte kampflustige Soldaten aus, der Kauravya, mit den Worten: ‚Vertreibt sie!‘
Wort für Wort sa tu teṣāṃ vacaḥ śrutvā sainikān yuddhadurmadān preṣayām āsa kauravya utsārayata tān iti Er aber, nachdem er deren Worte gehört hatte, sandte kampflustige Soldaten aus, der Kauravya, mit den Worten: ‚Vertreibt sie!‘ tasya tad vacanaṃ śrutvā rājñaḥ senāgrayāyinaḥ saro dvaitavanaṃ gatvā gandharvān idam abruvan
Nachdem sie jenes Wort des Königs gehört hatten, gingen die Vorhutführer des Heeres zum Dvaitavana-See und sprachen dies zu den Gandharvas:
Wort für Wort tasya tad vacanaṃ śrutvā rājñaḥ senāgrayāyinaḥ saro dvaitavanaṃ gatvā gandharvān idam abruvan Nachdem sie jenes Wort des Königs gehört hatten, gingen die Vorhutführer des Heeres zum Dvaitavana-See und sprachen dies zu den Gandharvas: rājā duryodhano nāma dhṛtarāṣṭrasuto balī vijihīrṣur ihāyāti tadartham apasarpata
‚Der mächtige König namens Duryodhana, der Sohn Dhṛtarāṣṭras, kommt hierher, um sich zu vergnügen; weicht deshalb zurück!‘
Wort für Wort rājā duryodhano nāma dhṛtarāṣṭrasuto balī vijihīrṣur ihāyāti tadartham apasarpata ‚Der mächtige König namens Duryodhana, der Sohn Dhṛtarāṣṭras, kommt hierher, um sich zu vergnügen; weicht deshalb zurück!‘ evam uktās tu gandharvāḥ prahasanto viśāṃ pate pratyabruvaṃs tān puruṣān idaṃ suparuṣaṃ vacaḥ
So angesprochen, erwiderten die Gandharvas, o Herr der Völker, lachend jenen Männern dieses überaus harte Wort:
Wort für Wort evam uktās tu gandharvāḥ prahasanto viśāṃ pate pratyabruvaṃs tān puruṣān idaṃ suparuṣaṃ vacaḥ So angesprochen, erwiderten die Gandharvas, o Herr der Völker, lachend jenen Männern dieses überaus harte Wort: na cetayati vo rājā mandabuddhiḥ suyodhanaḥ yo 'smān ājñāpayaty evaṃ vaśyān iva divaukasaḥ
‚Euer König, der schwachsinnige Suyodhana, ist wohl nicht bei Sinnen, dass er uns so befiehlt, als wären wir Himmelsbewohner, die ihm untertan sind.
Wort für Wort na cetayati vo rājā mandabuddhiḥ suyodhanaḥ yo 'smān ājñāpayaty evaṃ vaśyān iva divaukasaḥ ‚Euer König, der schwachsinnige Suyodhana, ist wohl nicht bei Sinnen, dass er uns so befiehlt, als wären wir Himmelsbewohner, die ihm untertan sind. yūyaṃ mumūrṣavaś cāpi mandaprajñā na saṃśayaḥ ye tasya vacanād evam asmān brūta vicetasaḥ
Und auch ihr, die ihr auf sein Wort hin so unbesonnen zu uns sprecht, seid ohne Zweifel todgeweiht und von schwachem Verstand.
Wort für Wort yūyaṃ mumūrṣavaś cāpi mandaprajñā na saṃśayaḥ ye tasya vacanād evam asmān brūta vicetasaḥ Und auch ihr, die ihr auf sein Wort hin so unbesonnen zu uns sprecht, seid ohne Zweifel todgeweiht und von schwachem Verstand. gacchata tvaritāḥ sarve yatra rājā sa kauravaḥ dveṣyaṃ mādyaiva gacchadhvaṃ dharmarājaniveśanam
Geht alle eilends dorthin, wo jener Kaurava-König ist; noch heute sollt ihr, ihr Verhassten, zur Wohnstatt des Rechtskönigs gehen. [?]‘
Wort für Wort gacchata tvaritāḥ sarve yatra rājā sa kauravaḥ dveṣyaṃ mādyaiva gacchadhvaṃ dharmarājaniveśanam Geht alle eilends dorthin, wo jener Kaurava-König ist; noch heute sollt ihr, ihr Verhassten, zur Wohnstatt des Rechtskönigs gehen. [?]‘ ‚Dharmarāja‘ bezeichnet sowohl Yudhiṣṭhira als auch, als Beiname, den Totengott Yama; angesichts der vorangehenden Drohung (‚todgeweiht‘) klingt hier wohl ein grimmiges Wortspiel an - ‚zur Wohnstatt des Totengottes gehen‘ im Sinne von ‚sterben‘ -, auch wenn wörtlich zugleich Yudhiṣṭhiras nahes Lager gemeint sein könnte, zu dem die Boten tatsächlich fliehen.
evam uktās tu gandharvai rājñaḥ senāgrayāyinaḥ saṃprādravan yato rājā dhṛtarāṣṭrasuto 'bhavat
So von den Gandharvas angesprochen, flohen die Vorhutführer des Königs dorthin, wo der König, der Sohn Dhṛtarāṣṭras, war.“
Wort für Wort evam uktās tu gandharvai rājñaḥ senāgrayāyinaḥ saṃprādravan yato rājā dhṛtarāṣṭrasuto 'bhavat So von den Gandharvas angesprochen, flohen die Vorhutführer des Königs dorthin, wo der König, der Sohn Dhṛtarāṣṭras, war.“
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