Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 40: Kirātayuddham Der Kampf mit dem Kirāta

Der berühmte Kirātārjunīya-Kampf: Śiva erscheint als Bergjäger (Kirāta) und schießt gleichzeitig mit Arjuna auf denselben Eber (den Dämon Mūka); ein Streit um das Jagdrecht eskaliert zum Kampf mit Pfeilen, dann mit Bäumen und Felsen, schließlich zum Faustkampf, in dem Arjuna erschöpft zusammenbricht. Śiva, zufrieden mit Arjunas Tapferkeit, offenbart sich, schenkt ihm das göttliche Auge und verheißt ihm den Sieg über alle Feinde.

vaiśaṃpāyana uvāca gateṣu teṣu sarveṣu tapasviṣu mahātmasu pinākapāṇir bhagavān sarvapāpaharo haraḥ

Vaiśaṃpāyana sprach: Als all jene hochherzigen Asketen gegangen waren, erschien der erhabene Träger des Pināka-Bogens, Hara, der Wegnehmer aller Sünden.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca gateṣu teṣu sarveṣu tapasviṣu mahātmasu pinākapāṇir bhagavān sarvapāpaharo haraḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Als all jene hochherzigen Asketen gegangen waren, erschien der erhabene Träger des Pināka-Bogens, Hara, der Wegnehmer aller Sünden.

kairātaṃ veṣam āsthāya kāñcanadrumasaṃnibham vibhrājamāno vapuṣā girir merur ivāparaḥ

Er nahm die Gestalt eines Kirāta an, gleich einem goldenen Baum, an Körperglanz strahlend wie ein zweiter Berg Meru.

Wort für Wort
kairātaṃ veṣam āsthāya kāñcanadrumasaṃnibham vibhrājamāno vapuṣā girir merur ivāparaḥ
Er nahm die Gestalt eines Kirāta an, gleich einem goldenen Baum, an Körperglanz strahlend wie ein zweiter Berg Meru.

śrīmad dhanur upādāya śarāṃś cāśīviṣopamān niṣpapāta mahārciṣmān dahan kakṣam ivānalaḥ

Einen herrlichen Bogen ergreifend und Pfeile, giftigen Schlangen gleich, stürzte er hervor, von gewaltigem Glanz, wie ein Feuer, das trockenes Gestrüpp verbrennt.

Wort für Wort
śrīmad dhanur upādāya śarāṃś cāśīviṣopamān niṣpapāta mahārciṣmān dahan kakṣam ivānalaḥ
Einen herrlichen Bogen ergreifend und Pfeile, giftigen Schlangen gleich, stürzte er hervor, von gewaltigem Glanz, wie ein Feuer, das trockenes Gestrüpp verbrennt.

devyā sahomayā śrīmān samānavrataveṣayā nānāveṣadharair hṛṣṭair bhūtair anugatas tadā

Der Glanzvolle, begleitet von der Göttin Umā, die dasselbe Gelübde und dieselbe Gestalt wie er trug, und gefolgt von freudigen Weltgeistern in mannigfaltiger Gestalt -

Wort für Wort
devyā sahomayā śrīmān samānavrataveṣayā nānāveṣadharair hṛṣṭair bhūtair anugatas tadā
Der Glanzvolle, begleitet von der Göttin Umā, die dasselbe Gelübde und dieselbe Gestalt wie er trug, und gefolgt von freudigen Weltgeistern in mannigfaltiger Gestalt -

kirātaveṣapracchannaḥ strībhiś cānu sahasraśaḥ aśobhata tadā rājan sa devo 'tīva bhārata

in die Gestalt eines Kirāta gehüllt und von Tausenden Frauen begleitet, erstrahlte jener Gott damals über die Maßen, o König, o Bhārata.

Wort für Wort
kirātaveṣapracchannaḥ strībhiś cānu sahasraśaḥ aśobhata tadā rājan sa devo 'tīva bhārata
in die Gestalt eines Kirāta gehüllt und von Tausenden Frauen begleitet, erstrahlte jener Gott damals über die Maßen, o König, o Bhārata.

kṣaṇena tad vanaṃ sarvaṃ niḥśabdam abhavat tadā nādaḥ prasravaṇānāṃ ca pakṣiṇāṃ cāpy upāramat

In einem Augenblick wurde da der ganze Wald geräuschlos, und der Klang der Quellen sowie der Vögel verstummte.

Wort für Wort
kṣaṇena tad vanaṃ sarvaṃ niḥśabdam abhavat tadā nādaḥ prasravaṇānāṃ ca pakṣiṇāṃ cāpy upāramat
In einem Augenblick wurde da der ganze Wald geräuschlos, und der Klang der Quellen sowie der Vögel verstummte.

sa saṃnikarṣam āgamya pārthasyākliṣṭakarmaṇaḥ mūkaṃ nāma diteḥ putraṃ dadarśādbhutadarśanam

Als er sich dem Pārtha, dessen Taten ohne Mühsal gelingen, genähert hatte, erblickte er den Sohn der Diti namens Mūka, von wunderbarem Aussehen -

Wort für Wort
sa saṃnikarṣam āgamya pārthasyākliṣṭakarmaṇaḥ mūkaṃ nāma diteḥ putraṃ dadarśādbhutadarśanam
Als er sich dem Pārtha, dessen Taten ohne Mühsal gelingen, genähert hatte, erblickte er den Sohn der Diti namens Mūka, von wunderbarem Aussehen -

vārāhaṃ rūpam āsthāya tarkayantam ivārjunam hantuṃ paramaduṣṭātmā tam uvācātha phalgunaḥ

der die Gestalt eines Ebers angenommen hatte und, gleichsam überlegend, Arjuna, der von höchst bösem Sinn war, zu töten beabsichtigte; da sprach Phalguna zu ihm:

Wort für Wort
vārāhaṃ rūpam āsthāya tarkayantam ivārjunam hantuṃ paramaduṣṭātmā tam uvācātha phalgunaḥ
der die Gestalt eines Ebers angenommen hatte und, gleichsam überlegend, Arjuna, der von höchst bösem Sinn war, zu töten beabsichtigte; da sprach Phalguna zu ihm:

gāṇḍīvaṃ dhanur ādāya śarāṃś cāśīviṣopamān sajyaṃ dhanurvaraṃ kṛtvā jyāghoṣeṇa ninādayan

Den Bogen Gāṇḍīva ergreifend und Pfeile, giftigen Schlangen gleich, den vortrefflichen Bogen spannend, den Wald mit dem Klang der Bogensehne erdröhnen lassend -

Wort für Wort
gāṇḍīvaṃ dhanur ādāya śarāṃś cāśīviṣopamān sajyaṃ dhanurvaraṃ kṛtvā jyāghoṣeṇa ninādayan
Den Bogen Gāṇḍīva ergreifend und Pfeile, giftigen Schlangen gleich, den vortrefflichen Bogen spannend, den Wald mit dem Klang der Bogensehne erdröhnen lassend -

yan māṃ prārthayase hantum anāgasam ihāgatam tasmāt tvāṃ pūrvam evāhaṃ neṣyāmi yamasādanam

„Weil du mich, den Schuldlosen, der hierher gekommen ist, zu töten trachtest, deshalb werde ich dich zuerst zur Wohnstatt Yamas führen.“

Wort für Wort
yan māṃ prārthayase hantum anāgasam ihāgatam tasmāt tvāṃ pūrvam evāhaṃ neṣyāmi yamasādanam
„Weil du mich, den Schuldlosen, der hierher gekommen ist, zu töten trachtest, deshalb werde ich dich zuerst zur Wohnstatt Yamas führen.“

taṃ dṛṣṭvā prahariṣyantaṃ phalgunaṃ dṛḍhadhanvinam kirātarūpī sahasā vārayām āsa śaṃkaraḥ

Als er sah, dass Phalguna, der mit festem Bogen, zuschlagen wollte, hielt Śaṃkara, in Kirāta-Gestalt, ihn plötzlich zurück:

Wort für Wort
taṃ dṛṣṭvā prahariṣyantaṃ phalgunaṃ dṛḍhadhanvinam kirātarūpī sahasā vārayām āsa śaṃkaraḥ
Als er sah, dass Phalguna, der mit festem Bogen, zuschlagen wollte, hielt Śaṃkara, in Kirāta-Gestalt, ihn plötzlich zurück:

mayaiṣa prārthitaḥ pūrvaṃ nīlameghasamaprabhaḥ anādṛtyaiva tad vākyaṃ prajahārātha phalgunaḥ

„Dieser, gleich einer dunklen Wolke an Glanz, ist zuvor schon von mir ins Auge gefasst worden.“ Doch ohne dieses Wort zu beachten, schoss Phalguna dennoch.

Wort für Wort
mayaiṣa prārthitaḥ pūrvaṃ nīlameghasamaprabhaḥ anādṛtyaiva tad vākyaṃ prajahārātha phalgunaḥ
„Dieser, gleich einer dunklen Wolke an Glanz, ist zuvor schon von mir ins Auge gefasst worden.“ Doch ohne dieses Wort zu beachten, schoss Phalguna dennoch.

kirātaś ca samaṃ tasminn ekalakṣye mahādyutiḥ pramumocāśaniprakhyaṃ śaram agniśikhopamam

Und zugleich schoss der Kirāta, von großem Glanz, auf dasselbe Ziel einen Pfeil ab, dem Donnerkeil gleich, der Feuerflamme gleich.

Wort für Wort
kirātaś ca samaṃ tasminn ekalakṣye mahādyutiḥ pramumocāśaniprakhyaṃ śaram agniśikhopamam
Und zugleich schoss der Kirāta, von großem Glanz, auf dasselbe Ziel einen Pfeil ab, dem Donnerkeil gleich, der Feuerflamme gleich.

tau muktau sāyakau tābhyāṃ samaṃ tatra nipetatuḥ mūkasya gātre vistīrṇe śailasaṃhanane tadā

Diese beiden von ihnen abgeschossenen Pfeile trafen dort gleichzeitig auf den weiten Körper Mūkas, der so fest war wie aus Fels gefügt.

Wort für Wort
tau muktau sāyakau tābhyāṃ samaṃ tatra nipetatuḥ mūkasya gātre vistīrṇe śailasaṃhanane tadā
Diese beiden von ihnen abgeschossenen Pfeile trafen dort gleichzeitig auf den weiten Körper Mūkas, der so fest war wie aus Fels gefügt.

yathāśaniviniṣpeṣo vajrasyeva ca parvate tathā tayoḥ saṃnipātaḥ śarayor abhavat tadā

Wie das Zerschmettern durch den Blitz, wie durch den Donnerkeil an einem Berg, so war da das Zusammentreffen der beiden Pfeile.

Wort für Wort
yathāśaniviniṣpeṣo vajrasyeva ca parvate tathā tayoḥ saṃnipātaḥ śarayor abhavat tadā
Wie das Zerschmettern durch den Blitz, wie durch den Donnerkeil an einem Berg, so war da das Zusammentreffen der beiden Pfeile.

sa viddho bahubhir bāṇair dīptāsyaiḥ pannagair iva mamāra rākṣasaṃ rūpaṃ bhūyaḥ kṛtvā vibhīṣaṇam

Von vielen Pfeilen durchbohrt, die leuchtenden Schlangenmäulern glichen, starb er, nachdem er noch einmal seine schreckliche Rākṣasa-Gestalt angenommen hatte.

Wort für Wort
sa viddho bahubhir bāṇair dīptāsyaiḥ pannagair iva mamāra rākṣasaṃ rūpaṃ bhūyaḥ kṛtvā vibhīṣaṇam
Von vielen Pfeilen durchbohrt, die leuchtenden Schlangenmäulern glichen, starb er, nachdem er noch einmal seine schreckliche Rākṣasa-Gestalt angenommen hatte.

dadarśātha tato jiṣṇuḥ puruṣaṃ kāñcanaprabham kirātaveṣapracchannaṃ strīsahāyam amitrahā tam abravīt prītamanāḥ kaunteyaḥ prahasann iva

Da erblickte darauf der Siegreiche, der Feindevernichter, einen Mann von goldenem Glanz, in Kirāta-Gestalt verhüllt, mit einer Frau als Begleiterin; der Kaunteya sprach zu ihm, frohen Sinnes, gleichsam lächelnd:

Wort für Wort
dadarśātha tato jiṣṇuḥ puruṣaṃ kāñcanaprabham kirātaveṣapracchannaṃ strīsahāyam amitrahā tam abravīt prītamanāḥ kaunteyaḥ prahasann iva
Da erblickte darauf der Siegreiche, der Feindevernichter, einen Mann von goldenem Glanz, in Kirāta-Gestalt verhüllt, mit einer Frau als Begleiterin; der Kaunteya sprach zu ihm, frohen Sinnes, gleichsam lächelnd:

ko bhavān aṭate śūnye vane strīgaṇasaṃvṛtaḥ na tvam asmin vane ghore bibheṣi kanakaprabha

„Wer bist du, der du in diesem einsamen Wald umherstreifst, umgeben von einer Schar Frauen? Fürchtest du dich nicht in diesem schrecklichen Wald, o Goldglänzender?

Wort für Wort
ko bhavān aṭate śūnye vane strīgaṇasaṃvṛtaḥ na tvam asmin vane ghore bibheṣi kanakaprabha
„Wer bist du, der du in diesem einsamen Wald umherstreifst, umgeben von einer Schar Frauen? Fürchtest du dich nicht in diesem schrecklichen Wald, o Goldglänzender?

kimarthaṃ ca tvayā viddho mṛgo 'yaṃ matparigrahaḥ mayābhipannaḥ pūrvaṃ hi rākṣaso 'yam ihāgataḥ

Und warum hast du dieses Wild durchbohrt, das mir gehört? Denn dieser Rākṣasa, der hierher gekommen war, wurde zuerst von mir angegriffen.

Wort für Wort
kimarthaṃ ca tvayā viddho mṛgo 'yaṃ matparigrahaḥ mayābhipannaḥ pūrvaṃ hi rākṣaso 'yam ihāgataḥ
Und warum hast du dieses Wild durchbohrt, das mir gehört? Denn dieser Rākṣasa, der hierher gekommen war, wurde zuerst von mir angegriffen.

kāmāt paribhavād vāpi na me jīvan vimokṣyase na hy eṣa mṛgayādharmo yas tvayādya kṛto mayi tena tvāṃ bhraṃśayiṣyāmi jīvitāt parvatāśraya

Sei es aus Begierde, sei es aus Geringschätzung getan - du wirst mir nicht lebend entkommen; denn dies ist nicht der Dharma der Jagd, den du heute mir gegenüber begangen hast; deshalb werde ich dich, o Bergbewohner, deines Lebens berauben.“

Wort für Wort
kāmāt paribhavād vāpi na me jīvan vimokṣyase na hy eṣa mṛgayādharmo yas tvayādya kṛto mayi tena tvāṃ bhraṃśayiṣyāmi jīvitāt parvatāśraya
Sei es aus Begierde, sei es aus Geringschätzung getan - du wirst mir nicht lebend entkommen; denn dies ist nicht der Dharma der Jagd, den du heute mir gegenüber begangen hast; deshalb werde ich dich, o Bergbewohner, deines Lebens berauben.“

ity uktaḥ pāṇḍaveyena kirātaḥ prahasann iva uvāca ślakṣṇayā vācā pāṇḍavaṃ savyasācinam

So vom Pāṇḍava angesprochen, sagte der Kirāta, gleichsam lächelnd, mit sanfter Stimme zum Pāṇḍava, dem Linkshändigen:

Wort für Wort
ity uktaḥ pāṇḍaveyena kirātaḥ prahasann iva uvāca ślakṣṇayā vācā pāṇḍavaṃ savyasācinam
So vom Pāṇḍava angesprochen, sagte der Kirāta, gleichsam lächelnd, mit sanfter Stimme zum Pāṇḍava, dem Linkshändigen:

mamaivāyaṃ lakṣyabhūtaḥ pūrvam eva parigrahaḥ mamaiva ca prahāreṇa jīvitād vyavaropitaḥ

„Dieser war schon zuvor mein Ziel, mein Besitz, und durch meinen Schlag allein wurde er des Lebens beraubt.

Wort für Wort
mamaivāyaṃ lakṣyabhūtaḥ pūrvam eva parigrahaḥ mamaiva ca prahāreṇa jīvitād vyavaropitaḥ
„Dieser war schon zuvor mein Ziel, mein Besitz, und durch meinen Schlag allein wurde er des Lebens beraubt.

doṣān svān nārhase 'nyasmai vaktuṃ svabaladarpitaḥ abhiṣakto 'smi mandātman na me jīvan vimokṣyase

Du solltest deine eigenen Fehler nicht einem anderen zuschreiben, aufgeblasen von deiner eigenen Kraft; ich bin herausgefordert, o Schwachsinniger; du wirst mir nicht lebend entkommen.

Wort für Wort
doṣān svān nārhase 'nyasmai vaktuṃ svabaladarpitaḥ abhiṣakto 'smi mandātman na me jīvan vimokṣyase
Du solltest deine eigenen Fehler nicht einem anderen zuschreiben, aufgeblasen von deiner eigenen Kraft; ich bin herausgefordert, o Schwachsinniger; du wirst mir nicht lebend entkommen.

sthiro bhavasva mokṣyāmi sāyakān aśanīn iva ghaṭasva parayā śaktyā muñca tvam api sāyakān

Halte stand - ich werde Pfeile abschießen, dem Donnerkeil gleich; bemühe dich mit höchster Kraft; schieß auch du deine Pfeile ab.“

Wort für Wort
sthiro bhavasva mokṣyāmi sāyakān aśanīn iva ghaṭasva parayā śaktyā muñca tvam api sāyakān
Halte stand - ich werde Pfeile abschießen, dem Donnerkeil gleich; bemühe dich mit höchster Kraft; schieß auch du deine Pfeile ab.“

tatas tau tatra saṃrabdhau garjamānau muhur muhuḥ śarair āśīviṣākārais tatakṣāte parasparam

Da verwundeten beide, dort erregt, immer wieder brüllend, einander mit Pfeilen von der Gestalt giftiger Schlangen.

Wort für Wort
tatas tau tatra saṃrabdhau garjamānau muhur muhuḥ śarair āśīviṣākārais tatakṣāte parasparam
Da verwundeten beide, dort erregt, immer wieder brüllend, einander mit Pfeilen von der Gestalt giftiger Schlangen.

tato 'rjunaḥ śaravarṣaṃ kirāte samavāsṛjat tat prasannena manasā pratijagrāha śaṃkaraḥ

Da sandte Arjuna einen Pfeilregen auf den Kirāta; diesen empfing Śaṃkara mit gelassenem Sinn.

Wort für Wort
tato 'rjunaḥ śaravarṣaṃ kirāte samavāsṛjat tat prasannena manasā pratijagrāha śaṃkaraḥ
Da sandte Arjuna einen Pfeilregen auf den Kirāta; diesen empfing Śaṃkara mit gelassenem Sinn.

muhūrtaṃ śaravarṣaṃ tat pratigṛhya pinākadhṛk akṣatena śarīreṇa tasthau girir ivācalaḥ

Nachdem er diesen Pfeilregen einen Augenblick lang empfangen hatte, stand der Träger des Pināka-Bogens mit unversehrtem Körper da, unbeweglich wie ein Berg.

Wort für Wort
muhūrtaṃ śaravarṣaṃ tat pratigṛhya pinākadhṛk akṣatena śarīreṇa tasthau girir ivācalaḥ
Nachdem er diesen Pfeilregen einen Augenblick lang empfangen hatte, stand der Träger des Pināka-Bogens mit unversehrtem Körper da, unbeweglich wie ein Berg.

sa dṛṣṭvā bāṇavarṣaṃ tat moghībhūtaṃ dhanaṃjayaḥ paramaṃ vismayaṃ cakre sādhu sādhv iti cābravīt

Als Dhanaṃjaya sah, dass jener Pfeilregen wirkungslos geblieben war, geriet er in höchstes Erstaunen und sprach: „Vortrefflich, vortrefflich!

Wort für Wort
sa dṛṣṭvā bāṇavarṣaṃ tat moghībhūtaṃ dhanaṃjayaḥ paramaṃ vismayaṃ cakre sādhu sādhv iti cābravīt
Als Dhanaṃjaya sah, dass jener Pfeilregen wirkungslos geblieben war, geriet er in höchstes Erstaunen und sprach: „Vortrefflich, vortrefflich!

aho 'yaṃ sukumārāṅgo himavacchikharālayaḥ gāṇḍīvamuktān nārācān pratigṛhṇāty avihvalaḥ

Ach, dieser hier, von zartem Körperbau, der Bewohner der Himālaya-Gipfel, empfängt die vom Gāṇḍīva abgeschossenen Nārāca-Pfeile, ohne zu erschrecken!

Wort für Wort
aho 'yaṃ sukumārāṅgo himavacchikharālayaḥ gāṇḍīvamuktān nārācān pratigṛhṇāty avihvalaḥ
Ach, dieser hier, von zartem Körperbau, der Bewohner der Himālaya-Gipfel, empfängt die vom Gāṇḍīva abgeschossenen Nārāca-Pfeile, ohne zu erschrecken!

ko 'yaṃ devo bhavet sākṣād rudro yakṣaḥ sureśvaraḥ vidyate hi giriśreṣṭhe tridaśānāṃ samāgamaḥ

Wer mag dieser sein? Ein Gott, vielleicht leibhaftig Rudra, ein Yakṣa, der Herr der Götter? Denn auf dem besten der Berge findet ja eine Versammlung der Dreißig Götter statt.

Wort für Wort
ko 'yaṃ devo bhavet sākṣād rudro yakṣaḥ sureśvaraḥ vidyate hi giriśreṣṭhe tridaśānāṃ samāgamaḥ
Wer mag dieser sein? Ein Gott, vielleicht leibhaftig Rudra, ein Yakṣa, der Herr der Götter? Denn auf dem besten der Berge findet ja eine Versammlung der Dreißig Götter statt.

na hi madbāṇajālānām utsṛṣṭānāṃ sahasraśaḥ śakto 'nyaḥ sahituṃ vegam ṛte devaṃ pinākinam

Denn keiner außer dem Gott mit dem Pināka-Bogen wäre fähig, den Ansturm meiner zu Tausenden abgeschossenen Pfeilnetze zu ertragen.

Wort für Wort
na hi madbāṇajālānām utsṛṣṭānāṃ sahasraśaḥ śakto 'nyaḥ sahituṃ vegam ṛte devaṃ pinākinam
Denn keiner außer dem Gott mit dem Pināka-Bogen wäre fähig, den Ansturm meiner zu Tausenden abgeschossenen Pfeilnetze zu ertragen.

devo vā yadi vā yakṣo rudrād anyo vyavasthitaḥ aham enaṃ śarais tīkṣṇair nayāmi yamasādanam

Sei es ein Gott, sei es ein Yakṣa, der sich, ein anderer als Rudra, hier aufhält - ich werde ihn mit scharfen Pfeilen zur Wohnstatt Yamas führen.“

Wort für Wort
devo vā yadi vā yakṣo rudrād anyo vyavasthitaḥ aham enaṃ śarais tīkṣṇair nayāmi yamasādanam
Sei es ein Gott, sei es ein Yakṣa, der sich, ein anderer als Rudra, hier aufhält - ich werde ihn mit scharfen Pfeilen zur Wohnstatt Yamas führen.“

tato hṛṣṭamanā jiṣṇur nārācān marmabhedinaḥ vyasṛjac chatadhā rājan mayūkhān iva bhāskaraḥ

Da schoss der Siegreiche, frohen Sinnes, hundertfach Nārāca-Pfeile ab, die die verwundbaren Stellen durchbohren, o König, wie die Sonne ihre Strahlen aussendet.

Wort für Wort
tato hṛṣṭamanā jiṣṇur nārācān marmabhedinaḥ vyasṛjac chatadhā rājan mayūkhān iva bhāskaraḥ
Da schoss der Siegreiche, frohen Sinnes, hundertfach Nārāca-Pfeile ab, die die verwundbaren Stellen durchbohren, o König, wie die Sonne ihre Strahlen aussendet.

tān prasannena manasā bhagavāṃl lokabhāvanaḥ śūlapāṇiḥ pratyagṛhṇāc chilāvarṣam ivācalaḥ

Diese empfing der erhabene Weltenerhalter, der Träger des Dreizacks, mit gelassenem Sinn, wie ein Berg einen Steinschlag-Regen empfängt.

Wort für Wort
tān prasannena manasā bhagavāṃl lokabhāvanaḥ śūlapāṇiḥ pratyagṛhṇāc chilāvarṣam ivācalaḥ
Diese empfing der erhabene Weltenerhalter, der Träger des Dreizacks, mit gelassenem Sinn, wie ein Berg einen Steinschlag-Regen empfängt.

kṣaṇena kṣīṇabāṇo 'tha saṃvṛttaḥ phalgunas tadā vitrāsaṃ ca jagāmātha taṃ dṛṣṭvā śarasaṃkṣayam

In einem Augenblick wurde Phalguna dann pfeillos, und er geriet in Bestürzung, als er das Schwinden seiner Pfeile bemerkte.

Wort für Wort
kṣaṇena kṣīṇabāṇo 'tha saṃvṛttaḥ phalgunas tadā vitrāsaṃ ca jagāmātha taṃ dṛṣṭvā śarasaṃkṣayam
In einem Augenblick wurde Phalguna dann pfeillos, und er geriet in Bestürzung, als er das Schwinden seiner Pfeile bemerkte.

cintayām āsa jiṣṇus tu bhagavantaṃ hutāśanam purastād akṣayau dattau tūṇau yenāsya khāṇḍave

Der Siegreiche gedachte da des erhabenen Feuergottes, von dem ihm einst am Khāṇḍava-Wald die beiden unerschöpflichen Köcher gegeben worden waren.

Wort für Wort
cintayām āsa jiṣṇus tu bhagavantaṃ hutāśanam purastād akṣayau dattau tūṇau yenāsya khāṇḍave
Der Siegreiche gedachte da des erhabenen Feuergottes, von dem ihm einst am Khāṇḍava-Wald die beiden unerschöpflichen Köcher gegeben worden waren.

kiṃ nu mokṣyāmi dhanuṣā yan me bāṇāḥ kṣayaṃ gatāḥ ayaṃ ca puruṣaḥ ko 'pi bāṇān grasati sarvaśaḥ

„Was soll ich denn mit dem Bogen abschießen, da meine Pfeile zu Ende gegangen sind, und dieser Mann, wer auch immer, verschlingt die Pfeile allesamt?

Wort für Wort
kiṃ nu mokṣyāmi dhanuṣā yan me bāṇāḥ kṣayaṃ gatāḥ ayaṃ ca puruṣaḥ ko 'pi bāṇān grasati sarvaśaḥ
„Was soll ich denn mit dem Bogen abschießen, da meine Pfeile zu Ende gegangen sind, und dieser Mann, wer auch immer, verschlingt die Pfeile allesamt?

aham enaṃ dhanuṣkoṭyā śūlāgreṇeva kuñjaram nayāmi daṇḍadhārasya yamasya sadanaṃ prati

Ich werde ihn mit der Spitze des Bogens, wie man einen Elefanten mit der Speerspitze treibt, zur Wohnstatt Yamas führen, des Stabträgers.“

Wort für Wort
aham enaṃ dhanuṣkoṭyā śūlāgreṇeva kuñjaram nayāmi daṇḍadhārasya yamasya sadanaṃ prati
Ich werde ihn mit der Spitze des Bogens, wie man einen Elefanten mit der Speerspitze treibt, zur Wohnstatt Yamas führen, des Stabträgers.“

saṃprāyudhyad dhanuṣkoṭyā kaunteyaḥ paravīrahā tad apy asya dhanur divyaṃ jagrāsa girigocaraḥ

Der Kaunteya, der Feindestöter, kämpfte mit der Bogenspitze; doch auch diesen seinen göttlichen Bogen verschlang der Bergbewohner.

Wort für Wort
saṃprāyudhyad dhanuṣkoṭyā kaunteyaḥ paravīrahā tad apy asya dhanur divyaṃ jagrāsa girigocaraḥ
Der Kaunteya, der Feindestöter, kämpfte mit der Bogenspitze; doch auch diesen seinen göttlichen Bogen verschlang der Bergbewohner.

tato 'rjuno grastadhanuḥ khaḍgapāṇir atiṣṭhata yuddhasyāntam abhīpsan vai vegenābhijagāma tam

Da stand Arjuna, seines Bogens beraubt, mit dem Schwert in der Hand da; um den Kampf zu Ende zu bringen, stürzte er sich mit ganzer Kraft auf ihn.

Wort für Wort
tato 'rjuno grastadhanuḥ khaḍgapāṇir atiṣṭhata yuddhasyāntam abhīpsan vai vegenābhijagāma tam
Da stand Arjuna, seines Bogens beraubt, mit dem Schwert in der Hand da; um den Kampf zu Ende zu bringen, stürzte er sich mit ganzer Kraft auf ihn.

tasya mūrdhni śitaṃ khaḍgam asaktaṃ parvateṣv api mumoca bhujavīryeṇa vikramya kurunandanaḥ tasya mūrdhānam āsādya paphālāsivaro hi saḥ

Auf dessen Haupt ließ der Freude-Bringer der Kurus, mit der Kraft seines Armes vorstürmend, das scharfe Schwert niedersausen, das selbst an Bergen nicht abgleitet; doch als es dessen Haupt traf, zerbrach das vortreffliche Schwert.

Wort für Wort
tasya mūrdhni śitaṃ khaḍgam asaktaṃ parvateṣv api mumoca bhujavīryeṇa vikramya kurunandanaḥ tasya mūrdhānam āsādya paphālāsivaro hi saḥ
Auf dessen Haupt ließ der Freude-Bringer der Kurus, mit der Kraft seines Armes vorstürmend, das scharfe Schwert niedersausen, das selbst an Bergen nicht abgleitet; doch als es dessen Haupt traf, zerbrach das vortreffliche Schwert.

tato vṛkṣaiḥ śilābhiś ca yodhayām āsa phalgunaḥ yathā vṛkṣān mahākāyaḥ pratyagṛhṇād atho śilāḥ

Da kämpfte Phalguna mit Bäumen und Felsstücken; ebenso fing der Riesenhafte die Bäume und auch die Felsstücke ab.

Wort für Wort
tato vṛkṣaiḥ śilābhiś ca yodhayām āsa phalgunaḥ yathā vṛkṣān mahākāyaḥ pratyagṛhṇād atho śilāḥ
Da kämpfte Phalguna mit Bäumen und Felsstücken; ebenso fing der Riesenhafte die Bäume und auch die Felsstücke ab.

kirātarūpī bhagavāṃs tataḥ pārtho mahābalaḥ muṣṭibhir vajrasaṃsparśair dhūmam utpādayan mukhe prajahāra durādharṣe kirātasamarūpiṇi

Da schlug der starkkräftige Pārtha, mit Fäusten, die die Berührung des Donnerkeils hatten, Rauch aus dem Antlitz hervorbringend, auf den erhabenen, unangreifbaren Gegner, der die Gestalt eines Kirāta trug.

Wort für Wort
kirātarūpī bhagavāṃs tataḥ pārtho mahābalaḥ muṣṭibhir vajrasaṃsparśair dhūmam utpādayan mukhe prajahāra durādharṣe kirātasamarūpiṇi
Da schlug der starkkräftige Pārtha, mit Fäusten, die die Berührung des Donnerkeils hatten, Rauch aus dem Antlitz hervorbringend, auf den erhabenen, unangreifbaren Gegner, der die Gestalt eines Kirāta trug.

tataḥ śakrāśanisamair muṣṭibhir bhṛśadāruṇaiḥ kirātarūpī bhagavān ardayām āsa phalgunam

Da bedrängte der erhabene Gott in Kirāta-Gestalt mit Fäusten, gleich dem Donnerkeil Indras, überaus schrecklich, den Phalguna.

Wort für Wort
tataḥ śakrāśanisamair muṣṭibhir bhṛśadāruṇaiḥ kirātarūpī bhagavān ardayām āsa phalgunam
Da bedrängte der erhabene Gott in Kirāta-Gestalt mit Fäusten, gleich dem Donnerkeil Indras, überaus schrecklich, den Phalguna.

tataś caṭacaṭāśabdaḥ sughoraḥ samajāyata pāṇḍavasya ca muṣṭīnāṃ kirātasya ca yudhyataḥ

Da entstand ein überaus schreckliches Krachen von den Fäusten des kämpfenden Pāṇḍava und des Kirāta.

Wort für Wort
tataś caṭacaṭāśabdaḥ sughoraḥ samajāyata pāṇḍavasya ca muṣṭīnāṃ kirātasya ca yudhyataḥ
Da entstand ein überaus schreckliches Krachen von den Fäusten des kämpfenden Pāṇḍava und des Kirāta.

sumuhūrtaṃ mahad yuddham āsīt tal lomaharṣaṇam bhujaprahārasaṃyuktaṃ vṛtravāsavayor iva

Eine gute Weile dauerte jener große, haarsträubende Kampf, verbunden mit Armschlägen, wie zwischen Vṛtra und Vāsava.

Wort für Wort
sumuhūrtaṃ mahad yuddham āsīt tal lomaharṣaṇam bhujaprahārasaṃyuktaṃ vṛtravāsavayor iva
Eine gute Weile dauerte jener große, haarsträubende Kampf, verbunden mit Armschlägen, wie zwischen Vṛtra und Vāsava.

jahārātha tato jiṣṇuḥ kirātam urasā balī pāṇḍavaṃ ca viceṣṭantaṃ kirāto 'py ahanad balāt

Da traf der Starke, der Siegreiche, den Kirāta mit der Brust, und auch der Kirāta schlug mit Kraft auf den sich wehrenden Pāṇḍava.

Wort für Wort
jahārātha tato jiṣṇuḥ kirātam urasā balī pāṇḍavaṃ ca viceṣṭantaṃ kirāto 'py ahanad balāt
Da traf der Starke, der Siegreiche, den Kirāta mit der Brust, und auch der Kirāta schlug mit Kraft auf den sich wehrenden Pāṇḍava.

tayor bhujaviniṣpeṣāt saṃgharṣeṇorasos tathā samajāyata gātreṣu pāvako 'ṅgāradhūmavān

Durch das Zermahlen ihrer Arme und ebenso durch die Reibung ihrer Brüste entstand an ihren Gliedern ein Feuer mit glühenden Kohlen und Rauch.

Wort für Wort
tayor bhujaviniṣpeṣāt saṃgharṣeṇorasos tathā samajāyata gātreṣu pāvako 'ṅgāradhūmavān
Durch das Zermahlen ihrer Arme und ebenso durch die Reibung ihrer Brüste entstand an ihren Gliedern ein Feuer mit glühenden Kohlen und Rauch.

tata enaṃ mahādevaḥ pīḍya gātraiḥ supīḍitam tejasā vyākramad roṣāc cetas tasya vimohayan

Da bedrängte ihn Mahādeva, ihn, der schon sehr bedrängt war, mit seinen Gliedern noch mehr und überwältigte ihn mit seiner Glutkraft aus Zorn, seinen Sinn verwirrend.

Wort für Wort
tata enaṃ mahādevaḥ pīḍya gātraiḥ supīḍitam tejasā vyākramad roṣāc cetas tasya vimohayan
Da bedrängte ihn Mahādeva, ihn, der schon sehr bedrängt war, mit seinen Gliedern noch mehr und überwältigte ihn mit seiner Glutkraft aus Zorn, seinen Sinn verwirrend.

tato nipīḍitair gātraiḥ piṇḍīkṛta ivābabhau phalguno gātrasaṃruddho devadevena bhārata

Da erschien Phalguna, mit zusammengepressten Gliedern, wie zu einem Klumpen geballt, in seinen Gliedern vom Gott der Götter niedergehalten, o Bhārata.

Wort für Wort
tato nipīḍitair gātraiḥ piṇḍīkṛta ivābabhau phalguno gātrasaṃruddho devadevena bhārata
Da erschien Phalguna, mit zusammengepressten Gliedern, wie zu einem Klumpen geballt, in seinen Gliedern vom Gott der Götter niedergehalten, o Bhārata.

nirucchvāso 'bhavac caiva saṃniruddho mahātmanā tataḥ papāta saṃmūḍhas tataḥ prīto 'bhavad bhavaḥ

Und er wurde atemlos, vom Hochherzigen bezwungen; dann sank er, bewusstlos, zu Boden; da wurde Bhava zufrieden.

Wort für Wort
nirucchvāso 'bhavac caiva saṃniruddho mahātmanā tataḥ papāta saṃmūḍhas tataḥ prīto 'bhavad bhavaḥ
Und er wurde atemlos, vom Hochherzigen bezwungen; dann sank er, bewusstlos, zu Boden; da wurde Bhava zufrieden.

bhagavān uvāca bho bho phalguna tuṣṭo 'smi karmaṇāpratimena te śauryeṇānena dhṛtyā ca kṣatriyo nāsti te samaḥ

Der Erhabene sprach: „He, he, Phalguna! Ich bin zufrieden mit dieser deiner unvergleichlichen Tat, mit dieser deiner Tapferkeit und Standhaftigkeit; es gibt keinen Kṣatriya, der dir gleich wäre.

Wort für Wort
bhagavān uvāca bho bho phalguna tuṣṭo 'smi karmaṇāpratimena te śauryeṇānena dhṛtyā ca kṣatriyo nāsti te samaḥ
Der Erhabene sprach: „He, he, Phalguna! Ich bin zufrieden mit dieser deiner unvergleichlichen Tat, mit dieser deiner Tapferkeit und Standhaftigkeit; es gibt keinen Kṣatriya, der dir gleich wäre.

samaṃ tejaś ca vīryaṃ ca mamādya tava cānagha prītas te 'haṃ mahābāho paśya māṃ puruṣarṣabha

Gleich sind heute meine und deine Glutkraft und Tatkraft, o Makelloser; ich bin dir wohlgesonnen, o Starkarmiger; schau mich an, o Stier unter den Männern.

Wort für Wort
samaṃ tejaś ca vīryaṃ ca mamādya tava cānagha prītas te 'haṃ mahābāho paśya māṃ puruṣarṣabha
Gleich sind heute meine und deine Glutkraft und Tatkraft, o Makelloser; ich bin dir wohlgesonnen, o Starkarmiger; schau mich an, o Stier unter den Männern.

dadāni te viśālākṣa cakṣuḥ pūrvaṛṣir bhavān vijeṣyasi raṇe śatrūn api sarvān divaukasaḥ

Ich gebe dir, o Großäugiger, das göttliche Auge; du warst schon zuvor ein Ṛṣi; du wirst in der Schlacht die Feinde besiegen, selbst alle Himmelsbewohner.“

Wort für Wort
dadāni te viśālākṣa cakṣuḥ pūrvaṛṣir bhavān vijeṣyasi raṇe śatrūn api sarvān divaukasaḥ
Ich gebe dir, o Großäugiger, das göttliche Auge; du warst schon zuvor ein Ṛṣi; du wirst in der Schlacht die Feinde besiegen, selbst alle Himmelsbewohner.“

vaiśaṃpāyana uvāca tato devaṃ mahādevaṃ giriśaṃ śūlapāṇinam dadarśa phalgunas tatra saha devyā mahādyutim

Vaiśaṃpāyana sprach: Da erblickte Phalguna dort den Gott Mahādeva, den Bergbewohner, den Träger des Dreizacks, von großem Glanz, zusammen mit der Göttin.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tato devaṃ mahādevaṃ giriśaṃ śūlapāṇinam dadarśa phalgunas tatra saha devyā mahādyutim
Vaiśaṃpāyana sprach: Da erblickte Phalguna dort den Gott Mahādeva, den Bergbewohner, den Träger des Dreizacks, von großem Glanz, zusammen mit der Göttin.

sa jānubhyāṃ mahīṃ gatvā śirasā praṇipatya ca prasādayām āsa haraṃ pārthaḥ parapuraṃjayaḥ

Er, der Pārtha, der Bezwinger feindlicher Städte, kniete mit beiden Knien zur Erde nieder, verneigte sich mit dem Haupt und stimmte Hara gnädig.

Wort für Wort
sa jānubhyāṃ mahīṃ gatvā śirasā praṇipatya ca prasādayām āsa haraṃ pārthaḥ parapuraṃjayaḥ
Er, der Pārtha, der Bezwinger feindlicher Städte, kniete mit beiden Knien zur Erde nieder, verneigte sich mit dem Haupt und stimmte Hara gnädig.

arjuna uvāca kapardin sarvabhūteśa bhaganetranipātana vyatikramaṃ me bhagavan kṣantum arhasi śaṃkara

Arjuna sprach: „O Kapardin, Herr aller Wesen, Zerstörer des Auges Bhagas, verzeih mir, o Erhabener, meine Übertretung, o Śaṃkara.

Wort für Wort
arjuna uvāca kapardin sarvabhūteśa bhaganetranipātana vyatikramaṃ me bhagavan kṣantum arhasi śaṃkara
Arjuna sprach: „O Kapardin, Herr aller Wesen, Zerstörer des Auges Bhagas, verzeih mir, o Erhabener, meine Übertretung, o Śaṃkara.

bhavagaddarśanākāṅkṣī prāpto 'smīmaṃ mahāgirim dayitaṃ tava deveśa tāpasālayam uttamam

Nach der Schau des Erhabenen verlangend, bin ich zu diesem großen Berg gekommen, deiner geliebten, höchsten Wohnstatt der Asketen, o Herr der Götter.

Wort für Wort
bhavagaddarśanākāṅkṣī prāpto 'smīmaṃ mahāgirim dayitaṃ tava deveśa tāpasālayam uttamam
Nach der Schau des Erhabenen verlangend, bin ich zu diesem großen Berg gekommen, deiner geliebten, höchsten Wohnstatt der Asketen, o Herr der Götter.

prasādaye tvāṃ bhagavan sarvabhūtanamaskṛta na me syād aparādho 'yaṃ mahādevātisāhasāt

Ich flehe dich um Gnade an, o Erhabener, dem alle Wesen Verehrung erweisen; möge dies nicht als [wahres] Vergehen gelten, o Mahādeva, [entstanden] aus Verwegenheit.

Wort für Wort
prasādaye tvāṃ bhagavan sarvabhūtanamaskṛta na me syād aparādho 'yaṃ mahādevātisāhasāt
Ich flehe dich um Gnade an, o Erhabener, dem alle Wesen Verehrung erweisen; möge dies nicht als [wahres] Vergehen gelten, o Mahādeva, [entstanden] aus Verwegenheit.

kṛto mayā yad ajñānād vimardo 'yaṃ tvayā saha śaraṇaṃ saṃprapannāya tat kṣamasvādya śaṃkara

Was ich aus Unwissenheit an diesem Kampf mit dir begangen habe - das vergib mir heute, der ich mich dir als Schutzsuchendem ergeben habe, o Śaṃkara.“

Wort für Wort
kṛto mayā yad ajñānād vimardo 'yaṃ tvayā saha śaraṇaṃ saṃprapannāya tat kṣamasvādya śaṃkara
Was ich aus Unwissenheit an diesem Kampf mit dir begangen habe - das vergib mir heute, der ich mich dir als Schutzsuchendem ergeben habe, o Śaṃkara.“

vaiśaṃpāyana uvāca tam uvāca mahātejāḥ prahasya vṛṣabhadhvajaḥ pragṛhya ruciraṃ bāhuṃ kṣāntam ity eva phalgunam

Vaiśaṃpāyana sprach: Zu ihm sprach, lachend, der von großer Glutkraft, dessen Banner den Stier trägt, nachdem er seinen schönen Arm ergriffen hatte, zu Phalguna: „Vergeben!“

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tam uvāca mahātejāḥ prahasya vṛṣabhadhvajaḥ pragṛhya ruciraṃ bāhuṃ kṣāntam ity eva phalgunam
Vaiśaṃpāyana sprach: Zu ihm sprach, lachend, der von großer Glutkraft, dessen Banner den Stier trägt, nachdem er seinen schönen Arm ergriffen hatte, zu Phalguna: „Vergeben!“

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