Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 274: Rāmopākhyānam (16) Rāvaṇas Tod

Rāvaṇa selbst zieht zornig in die Schlacht, umgibt sich mit magisch erzeugten Rākṣasa-Heeren und Trugbildern seiner selbst und Rāmas, die Rāma jedoch vernichtet. Indras Wagenlenker Mātali bringt Rāma dessen himmlischen Streitwagen; nach kurzem Zweifel, den Vibhīṣaṇa zerstreut, besteigt Rāma ihn. Rāvaṇas letzter Speerwurf wird abgewehrt, seine Waffenflut bringt die Affen zur Flucht - doch Rāma entfesselt die Brahmā-Waffe, die Rāvaṇa samt Wagen, Pferden und Wagenlenker gänzlich verbrennt, sodass nicht einmal Asche von ihm übrig bleibt. Damit endet der Kampf zwischen Rāma und Rāvaṇa.

mārkaṇḍeya uvāca tataḥ kruddho daśagrīvaḥ priye putre nipātite niryayau ratham āsthāya hemaratnavibhūṣitam

Mārkaṇḍeya sprach: „Darauf, zornig, als sein geliebter Sohn gefallen war, zog der Zehnhalsige aus, einen mit Gold und Juwelen geschmückten Wagen besteigend.

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca tataḥ kruddho daśagrīvaḥ priye putre nipātite niryayau ratham āsthāya hemaratnavibhūṣitam
Mārkaṇḍeya sprach: „Darauf, zornig, als sein geliebter Sohn gefallen war, zog der Zehnhalsige aus, einen mit Gold und Juwelen geschmückten Wagen besteigend.

saṃvṛto rākṣasair ghorair vividhāyudhapāṇibhiḥ abhidudrāva rāmaṃ sa pothayan hariyūthapān

Umgeben von schrecklichen Rākṣasas mit mancherlei Waffen in den Händen, stürmte er auf Rāma los, dabei die Anführer der Affenscharen niederschmetternd.

Wort für Wort
saṃvṛto rākṣasair ghorair vividhāyudhapāṇibhiḥ abhidudrāva rāmaṃ sa pothayan hariyūthapān
Umgeben von schrecklichen Rākṣasas mit mancherlei Waffen in den Händen, stürmte er auf Rāma los, dabei die Anführer der Affenscharen niederschmetternd.

tam ādravantaṃ saṃkruddhaṃ maindanīlanalāṅgadāḥ hanūmāñ jāmbavāṃś caiva sasainyāḥ paryavārayan

Ihn, den zornig Heranstürmenden, umringten Mainda, Nīla, Nala, Aṅgada, Hanumant und Jāmbavant samt ihren Truppen.

Wort für Wort
tam ādravantaṃ saṃkruddhaṃ maindanīlanalāṅgadāḥ hanūmāñ jāmbavāṃś caiva sasainyāḥ paryavārayan
Ihn, den zornig Heranstürmenden, umringten Mainda, Nīla, Nala, Aṅgada, Hanumant und Jāmbavant samt ihren Truppen.

te daśagrīvasainyaṃ tad ṛkṣavānarayūthapāḥ drumair vidhvaṃsayāṃ cakrur daśagrīvasya paśyataḥ

Diese Anführer der Bären- und Affenscharen vernichteten mit Bäumen das Heer des Zehnhalsigen, vor dessen eigenen Augen.

Wort für Wort
te daśagrīvasainyaṃ tad ṛkṣavānarayūthapāḥ drumair vidhvaṃsayāṃ cakrur daśagrīvasya paśyataḥ
Diese Anführer der Bären- und Affenscharen vernichteten mit Bäumen das Heer des Zehnhalsigen, vor dessen eigenen Augen.

tataḥ svasainyam ālokya vadhyamānam arātibhiḥ māyāvī vyadadhān māyāṃ rāvaṇo rākṣaseśvaraḥ

Als er darauf sein eigenes, von den Feinden vernichtetes Heer sah, wandte der zauberkundige Rāvaṇa, der Herrscher der Rākṣasas, Zauberkraft an.

Wort für Wort
tataḥ svasainyam ālokya vadhyamānam arātibhiḥ māyāvī vyadadhān māyāṃ rāvaṇo rākṣaseśvaraḥ
Als er darauf sein eigenes, von den Feinden vernichtetes Heer sah, wandte der zauberkundige Rāvaṇa, der Herrscher der Rākṣasas, Zauberkraft an.

tasya dehād viniṣkrāntāḥ śataśo 'tha sahasraśaḥ rākṣasāḥ pratyadṛśyanta śaraśaktyṛṣṭipāṇayaḥ

Aus seinem Körper heraustretend, erschienen zu Hunderten und Tausenden Rākṣasas, mit Pfeilen, Speeren und Schwertern in den Händen.

Wort für Wort
tasya dehād viniṣkrāntāḥ śataśo 'tha sahasraśaḥ rākṣasāḥ pratyadṛśyanta śaraśaktyṛṣṭipāṇayaḥ
Aus seinem Körper heraustretend, erschienen zu Hunderten und Tausenden Rākṣasas, mit Pfeilen, Speeren und Schwertern in den Händen.

tān rāmo jaghnivān sarvān divyenāstreṇa rākṣasān atha bhūyo 'pi māyāṃ sa vyadadhād rākṣasādhipaḥ

Rāma erschlug alle diese Rākṣasas mit einer göttlichen Waffe; da wandte der Herrscher der Rākṣasas abermals Zauberkraft an.

Wort für Wort
tān rāmo jaghnivān sarvān divyenāstreṇa rākṣasān atha bhūyo 'pi māyāṃ sa vyadadhād rākṣasādhipaḥ
Rāma erschlug alle diese Rākṣasas mit einer göttlichen Waffe; da wandte der Herrscher der Rākṣasas abermals Zauberkraft an.

kṛtvā rāmasya rūpāṇi lakṣmaṇasya ca bhārata abhidudrāva rāmaṃ ca lakṣmaṇaṃ ca daśānanaḥ

Gestalten Rāmas und Lakṣmaṇas erschaffend, o Bhārata, stürmte der Zehnköpfige auf Rāma und Lakṣmaṇa los.

Wort für Wort
kṛtvā rāmasya rūpāṇi lakṣmaṇasya ca bhārata abhidudrāva rāmaṃ ca lakṣmaṇaṃ ca daśānanaḥ
Gestalten Rāmas und Lakṣmaṇas erschaffend, o Bhārata, stürmte der Zehnköpfige auf Rāma und Lakṣmaṇa los.

tatas te rāmam archanto lakṣmaṇaṃ ca kṣapācarāḥ abhipetus tadā rājan pragṛhītoccakārmukāḥ

Darauf fielen jene Nachtwandler, Rāma und Lakṣmaṇa angreifend, mit erhobenen, hochgezogenen Bögen über sie her, o König.

Wort für Wort
tatas te rāmam archanto lakṣmaṇaṃ ca kṣapācarāḥ abhipetus tadā rājan pragṛhītoccakārmukāḥ
Darauf fielen jene Nachtwandler, Rāma und Lakṣmaṇa angreifend, mit erhobenen, hochgezogenen Bögen über sie her, o König.

tāṃ dṛṣṭvā rākṣasendrasya māyām ikṣvākunandanaḥ uvāca rāmaṃ saumitrir asaṃbhrānto bṛhad vacaḥ

Als er diese Zauberkraft des Rākṣasenfürsten sah, sprach der Sohn der Sumitrā, unerschrocken, ein gewichtiges Wort zu Rāma, der Freude der Ikṣvākus:

Wort für Wort
tāṃ dṛṣṭvā rākṣasendrasya māyām ikṣvākunandanaḥ uvāca rāmaṃ saumitrir asaṃbhrānto bṛhad vacaḥ
Als er diese Zauberkraft des Rākṣasenfürsten sah, sprach der Sohn der Sumitrā, unerschrocken, ein gewichtiges Wort zu Rāma, der Freude der Ikṣvākus:

jahīmān rākṣasān pāpān ātmanaḥ pratirūpakān jaghāna rāmas tāṃś cānyān ātmanaḥ pratirūpakān

‚Erschlage diese bösen Rākṣasas, die Abbilder unserer selbst sind!‘ Und Rāma erschlug sie sowie die anderen, die Abbilder seiner selbst waren.

Wort für Wort
jahīmān rākṣasān pāpān ātmanaḥ pratirūpakān jaghāna rāmas tāṃś cānyān ātmanaḥ pratirūpakān
‚Erschlage diese bösen Rākṣasas, die Abbilder unserer selbst sind!‘ Und Rāma erschlug sie sowie die anderen, die Abbilder seiner selbst waren.

tato haryaśvayuktena rathenādityavarcasā upatasthe raṇe rāmaṃ mātaliḥ śakrasārathiḥ

Darauf nahte sich Rāma im Kampf, mit einem von Falben gezogenen, sonnengleich strahlenden Wagen, Mātali, der Wagenlenker Śakras.

Wort für Wort
tato haryaśvayuktena rathenādityavarcasā upatasthe raṇe rāmaṃ mātaliḥ śakrasārathiḥ
Darauf nahte sich Rāma im Kampf, mit einem von Falben gezogenen, sonnengleich strahlenden Wagen, Mātali, der Wagenlenker Śakras.

mātalir uvāca ayaṃ haryaśvayug jaitro maghonaḥ syandanottamaḥ anena śakraḥ kākutstha samare daityadānavān śataśaḥ puruṣavyāghra rathodāreṇa jaghnivān

Mātali sprach: ‚Dieser mit Falben bespannte, siegreiche, vorzüglichste Wagen gehört Maghavan; mit ihm hat Śakra, o Kākutstha, im Kampf zu Hunderten Daityas und Dānavas erschlagen, o Tiger unter den Männern, mittels dieses erhabenen Wagens.

Wort für Wort
mātalir uvāca ayaṃ haryaśvayug jaitro maghonaḥ syandanottamaḥ anena śakraḥ kākutstha samare daityadānavān śataśaḥ puruṣavyāghra rathodāreṇa jaghnivān
Mātali sprach: ‚Dieser mit Falben bespannte, siegreiche, vorzüglichste Wagen gehört Maghavan; mit ihm hat Śakra, o Kākutstha, im Kampf zu Hunderten Daityas und Dānavas erschlagen, o Tiger unter den Männern, mittels dieses erhabenen Wagens.

tad anena naravyāghra mayā yat tena saṃyuge syandanena jahi kṣipraṃ rāvaṇaṃ mā ciraṃ kṛthāḥ

Darum, Tiger unter den Männern, erschlage mit eben diesem Wagen, mit dem ich gekommen bin, rasch im Kampf den Rāvaṇa; zögere nicht lange.‘

Wort für Wort
tad anena naravyāghra mayā yat tena saṃyuge syandanena jahi kṣipraṃ rāvaṇaṃ mā ciraṃ kṛthāḥ
Darum, Tiger unter den Männern, erschlage mit eben diesem Wagen, mit dem ich gekommen bin, rasch im Kampf den Rāvaṇa; zögere nicht lange.‘

ity ukto rāghavas tathyaṃ vaco 'śaṅkata mātaleḥ māyeyaṃ rākṣasasyeti tam uvāca vibhīṣaṇaḥ

So angesprochen, zweifelte der Rāghava an der Wahrhaftigkeit von Mātalis Wort und dachte, dies könnte eine Zauberkraft des Rākṣasas sein; da sprach Vibhīṣaṇa zu ihm:

Wort für Wort
ity ukto rāghavas tathyaṃ vaco 'śaṅkata mātaleḥ māyeyaṃ rākṣasasyeti tam uvāca vibhīṣaṇaḥ
So angesprochen, zweifelte der Rāghava an der Wahrhaftigkeit von Mātalis Wort und dachte, dies könnte eine Zauberkraft des Rākṣasas sein; da sprach Vibhīṣaṇa zu ihm:

Rāmas stiller Zweifel (māyeyaṃ rākṣasasyeti, wörtlich: ‚dies ist wohl eine Zauberkraft des Rākṣasas‘) wird hier als indirekter Gedanke wiedergegeben, um keine dritte Zitatebene neben Mātalis und Vibhīṣaṇas direkter Rede zu eröffnen.

neyaṃ māyā naravyāghra rāvaṇasya durātmanaḥ tad ātiṣṭha rathaṃ śīghram imam aindraṃ mahādyute

‚Dies ist keine Zauberkraft des bösgesinnten Rāvaṇa, Tiger unter den Männern; darum besteige rasch diesen Wagen Indras, du Glanzvoller.‘

Wort für Wort
neyaṃ māyā naravyāghra rāvaṇasya durātmanaḥ tad ātiṣṭha rathaṃ śīghram imam aindraṃ mahādyute
‚Dies ist keine Zauberkraft des bösgesinnten Rāvaṇa, Tiger unter den Männern; darum besteige rasch diesen Wagen Indras, du Glanzvoller.‘

tataḥ prahṛṣṭaḥ kākutsthas tathety uktvā vibhīṣaṇam rathenābhipapātāśu daśagrīvaṃ ruṣānvitaḥ

Darauf, hocherfreut, stimmte der Kākutstha Vibhīṣaṇa zu und stürmte, von Zorn erfüllt, mit dem Wagen eilends auf den Zehnhalsigen los.

Wort für Wort
tataḥ prahṛṣṭaḥ kākutsthas tathety uktvā vibhīṣaṇam rathenābhipapātāśu daśagrīvaṃ ruṣānvitaḥ
Darauf, hocherfreut, stimmte der Kākutstha Vibhīṣaṇa zu und stürmte, von Zorn erfüllt, mit dem Wagen eilends auf den Zehnhalsigen los.

hāhākṛtāni bhūtāni rāvaṇe samabhidrute siṃhanādāḥ sapaṭahā divi divyāś ca nānadan

Als Rāvaṇa angegriffen wurde, stießen die Wesen Ausrufe des Entsetzens aus, und am Himmel erklangen göttliche Löwenrufe mit Paukenschlag.

Wort für Wort
hāhākṛtāni bhūtāni rāvaṇe samabhidrute siṃhanādāḥ sapaṭahā divi divyāś ca nānadan
Als Rāvaṇa angegriffen wurde, stießen die Wesen Ausrufe des Entsetzens aus, und am Himmel erklangen göttliche Löwenrufe mit Paukenschlag.

sa rāmāya mahāghoraṃ visasarja niśācaraḥ śūlam indrāśaniprakhyaṃ brahmadaṇḍam ivodyatam

Er, der Nachtwandler, schleuderte gegen Rāma einen überaus furchtbaren Speer, dem Blitz Indras gleich, wie den erhobenen Stab Brahmās.

Wort für Wort
sa rāmāya mahāghoraṃ visasarja niśācaraḥ śūlam indrāśaniprakhyaṃ brahmadaṇḍam ivodyatam
Er, der Nachtwandler, schleuderte gegen Rāma einen überaus furchtbaren Speer, dem Blitz Indras gleich, wie den erhobenen Stab Brahmās.

tac chūlam antarā rāmaś ciccheda niśitaiḥ śaraiḥ tad dṛṣṭvā duṣkaraṃ karma rāvaṇaṃ bhayam āviśat

Diesen Speer zerschnitt Rāma mitten im Flug mit scharfen Pfeilen; als er diese schwer vollbringbare Tat sah, ergriff Furcht den Rāvaṇa.

Wort für Wort
tac chūlam antarā rāmaś ciccheda niśitaiḥ śaraiḥ tad dṛṣṭvā duṣkaraṃ karma rāvaṇaṃ bhayam āviśat
Diesen Speer zerschnitt Rāma mitten im Flug mit scharfen Pfeilen; als er diese schwer vollbringbare Tat sah, ergriff Furcht den Rāvaṇa.

tataḥ kruddhaḥ sasarjāśu daśagrīvaḥ śitāñ śarān sahasrāyutaśo rāme śastrāṇi vividhāni ca

Darauf entsandte der zornige Zehnhalsige eilends scharfe Pfeile gegen Rāma, zu Tausenden und Zehntausenden, sowie mancherlei Waffen.

Wort für Wort
tataḥ kruddhaḥ sasarjāśu daśagrīvaḥ śitāñ śarān sahasrāyutaśo rāme śastrāṇi vividhāni ca
Darauf entsandte der zornige Zehnhalsige eilends scharfe Pfeile gegen Rāma, zu Tausenden und Zehntausenden, sowie mancherlei Waffen.

tato bhuśuṇḍīḥ śūlāṃś ca musalāni paraśvadhān śaktīś ca vividhākārāḥ śataghnīś ca śitakṣurāḥ

Da schleuderte er Bhuśuṇḍīs, Speere, Keulen, Streitäxte, mancherlei Wurfspieße und scharfschneidige Śataghnīs.

Wort für Wort
tato bhuśuṇḍīḥ śūlāṃś ca musalāni paraśvadhān śaktīś ca vividhākārāḥ śataghnīś ca śitakṣurāḥ
Da schleuderte er Bhuśuṇḍīs, Speere, Keulen, Streitäxte, mancherlei Wurfspieße und scharfschneidige Śataghnīs.

tāṃ māyāṃ vikṛtāṃ dṛṣṭvā daśagrīvasya rakṣasaḥ bhayāt pradudruvuḥ sarve vānarāḥ sarvatodiśam

Als sie diese schreckliche Zauberkraft des Rākṣasas, des Zehnhalsigen, sahen, flohen alle Affen aus Furcht nach allen Richtungen.

Wort für Wort
tāṃ māyāṃ vikṛtāṃ dṛṣṭvā daśagrīvasya rakṣasaḥ bhayāt pradudruvuḥ sarve vānarāḥ sarvatodiśam
Als sie diese schreckliche Zauberkraft des Rākṣasas, des Zehnhalsigen, sahen, flohen alle Affen aus Furcht nach allen Richtungen.

tataḥ supatraṃ sumukhaṃ hemapuṅkhaṃ śarottamam tūṇād ādāya kākutstho brahmāstreṇa yuyoja ha

Darauf nahm der Kākutstha aus dem Köcher den vorzüglichsten Pfeil mit schönen Federn, schöner Spitze und goldenem Schaft und verband ihn mit der Brahmā-Waffe.

Wort für Wort
tataḥ supatraṃ sumukhaṃ hemapuṅkhaṃ śarottamam tūṇād ādāya kākutstho brahmāstreṇa yuyoja ha
Darauf nahm der Kākutstha aus dem Köcher den vorzüglichsten Pfeil mit schönen Federn, schöner Spitze und goldenem Schaft und verband ihn mit der Brahmā-Waffe.

taṃ bāṇavaryaṃ rāmeṇa brahmāstreṇābhimantritam jahṛṣur devagandharvā dṛṣṭvā śakrapurogamāḥ

Als sie diesen vorzüglichsten, von Rāma mit der Brahmā-Waffe besprochenen Pfeil sahen, frohlockten die Götter und Gandharvas, angeführt von Śakra.

Wort für Wort
taṃ bāṇavaryaṃ rāmeṇa brahmāstreṇābhimantritam jahṛṣur devagandharvā dṛṣṭvā śakrapurogamāḥ
Als sie diesen vorzüglichsten, von Rāma mit der Brahmā-Waffe besprochenen Pfeil sahen, frohlockten die Götter und Gandharvas, angeführt von Śakra.

alpāvaśeṣam āyuś ca tato 'manyanta rakṣasaḥ brahmāstrodīraṇāc chatror devagandharvakiṃnarāḥ

Und die Götter, Gandharvas und Kiṃnaras erachteten daraufhin, wegen der Entfesselung der Brahmā-Waffe, die Lebenszeit des Feindes als nur noch gering übrig.

Wort für Wort
alpāvaśeṣam āyuś ca tato 'manyanta rakṣasaḥ brahmāstrodīraṇāc chatror devagandharvakiṃnarāḥ
Und die Götter, Gandharvas und Kiṃnaras erachteten daraufhin, wegen der Entfesselung der Brahmā-Waffe, die Lebenszeit des Feindes als nur noch gering übrig.

tataḥ sasarja taṃ rāmaḥ śaram apratimaujasam rāvaṇāntakaraṃ ghoraṃ brahmadaṇḍam ivodyatam

Darauf entsandte Rāma jenen Pfeil von unvergleichlicher Kraft, den furchtbaren, Rāvaṇas Ende bewirkenden, wie den erhobenen Stab Brahmās.

Wort für Wort
tataḥ sasarja taṃ rāmaḥ śaram apratimaujasam rāvaṇāntakaraṃ ghoraṃ brahmadaṇḍam ivodyatam
Darauf entsandte Rāma jenen Pfeil von unvergleichlicher Kraft, den furchtbaren, Rāvaṇas Ende bewirkenden, wie den erhobenen Stab Brahmās.

sa tena rākṣasaśreṣṭhaḥ sarathaḥ sāśvasārathiḥ prajajvāla mahājvālenāgninābhipariṣkṛtaḥ

Durch ihn geriet jener Beste der Rākṣasas, samt Wagen, Pferden und Wagenlenker, in großer Flamme brennend, ganz vom Feuer umhüllt.

Wort für Wort
sa tena rākṣasaśreṣṭhaḥ sarathaḥ sāśvasārathiḥ prajajvāla mahājvālenāgninābhipariṣkṛtaḥ
Durch ihn geriet jener Beste der Rākṣasas, samt Wagen, Pferden und Wagenlenker, in großer Flamme brennend, ganz vom Feuer umhüllt.

tataḥ prahṛṣṭās tridaśāḥ sagandharvāḥ sacāraṇāḥ nihataṃ rāvaṇaṃ dṛṣṭvā rāmeṇākliṣṭakarmaṇā

Darauf, hocherfreut, sahen die Dreißig Götter samt Gandharvas und Cāraṇas den von Rāma, dessen Werk niemals scheitert, erschlagenen Rāvaṇa.

Wort für Wort
tataḥ prahṛṣṭās tridaśāḥ sagandharvāḥ sacāraṇāḥ nihataṃ rāvaṇaṃ dṛṣṭvā rāmeṇākliṣṭakarmaṇā
Darauf, hocherfreut, sahen die Dreißig Götter samt Gandharvas und Cāraṇas den von Rāma, dessen Werk niemals scheitert, erschlagenen Rāvaṇa.

tatyajus taṃ mahābhāgaṃ pañca bhūtāni rāvaṇam bhraṃśitaḥ sarvalokeṣu sa hi brahmāstratejasā

Die fünf Elemente verließen jenen hochgesegneten Rāvaṇa; denn durch die Glut der Brahmā-Waffe war er aus allen Welten vertrieben.

Wort für Wort
tatyajus taṃ mahābhāgaṃ pañca bhūtāni rāvaṇam bhraṃśitaḥ sarvalokeṣu sa hi brahmāstratejasā
Die fünf Elemente verließen jenen hochgesegneten Rāvaṇa; denn durch die Glut der Brahmā-Waffe war er aus allen Welten vertrieben.

śarīradhātavo hy asya māṃsaṃ rudhiram eva ca neśur brahmāstranirdagdhā na ca bhasmāpy adṛśyata

Denn seine Körperbestandteile, das Fleisch und das Blut, vergingen, von der Brahmā-Waffe verbrannt, und nicht einmal Asche war mehr zu sehen.“

Wort für Wort
śarīradhātavo hy asya māṃsaṃ rudhiram eva ca neśur brahmāstranirdagdhā na ca bhasmāpy adṛśyata
Denn seine Körperbestandteile, das Fleisch und das Blut, vergingen, von der Brahmā-Waffe verbrannt, und nicht einmal Asche war mehr zu sehen.“

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