Kapitel 115: Jamadagnyopākhyānam - Ṛcīkacaritam
Die Erzählung von Jamadagnis Geschlecht: Ṛcīkas Geschichte (Beginn)
Bei den Asketen am Mahendra-Berg trifft Yudhiṣṭhira Akṛtavraṇa, den Gefährten Paraśurāmas (Rāma Jāmadagnya), und erfährt, dass sich dieser den Asketen am kommenden vierzehnten Mondtag zeigen wird. Auf Yudhiṣṭhiras Bitte beginnt Akṛtavraṇa die Vorgeschichte zu erzählen: Der Weise Ṛcīka gewinnt Satyavatī, die Tochter König Gādhis von Kanyakubja, durch tausend von Varuṇa erlangte besondere Rosse als Brautpreis. Ṛcīkas Vater Bhṛgu gewährt seiner Schwiegertochter einen Wunsch für einen Sohn und ordnet ein Ritual mit zwei verschiedenen Bäumen für Mutter und Tochter an; durch eine Verwechslung der Bäume droht der eigentlich für die Mutter bestimmte kriegerische Charakter auf den Sohn überzugehen - Satyavatī erbittet, dass dies stattdessen erst ihren Enkel treffen möge. So wird ihr Sohn Jamadagni geboren, der zu einem großen Gelehrten und Waffenkundigen heranwächst.
sa tatra tām uṣitvaikāṃ rajanīṃ pṛthivīpatiḥ tāpasānāṃ paraṃ cakre satkāraṃ bhrātṛbhiḥ saha
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er dort jene eine Nacht verbracht hatte, erwies der Herr der Erde, zusammen mit seinen Brüdern, den Asketen höchste Ehrerbietung.
Wort für Wort
sa tatra tām uṣitvaikāṃ rajanīṃ pṛthivīpatiḥ tāpasānāṃ paraṃ cakre satkāraṃ bhrātṛbhiḥ saha
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er dort jene eine Nacht verbracht hatte, erwies der Herr der Erde, zusammen mit seinen Brüdern, den Asketen höchste Ehrerbietung.
tān sametya sa rājarṣir abhivādya kṛtāñjaliḥ rāmasyānucaraṃ vīram apṛcchad akṛtavraṇam
Nachdem er mit ihnen zusammengetroffen war, verneigte sich jener königliche Weise mit gefalteten Händen und befragte den Helden Akṛtavraṇa, den Gefährten Rāmas:
Wort für Wort
tān sametya sa rājarṣir abhivādya kṛtāñjaliḥ rāmasyānucaraṃ vīram apṛcchad akṛtavraṇam
Nachdem er mit ihnen zusammengetroffen war, verneigte sich jener königliche Weise mit gefalteten Händen und befragte den Helden Akṛtavraṇa, den Gefährten Rāmas:
Akṛtavraṇa sprach: „Schon durch dein Kommen bist du Rāma, dem von bekanntem Wesen, bekannt geworden; und Rāmas Zuneigung ist dir zugewandt - bald wird er sich dir zeigen.
Akṛtavraṇa sprach: „Schon durch dein Kommen bist du Rāma, dem von bekanntem Wesen, bekannt geworden; und Rāmas Zuneigung ist dir zugewandt - bald wird er sich dir zeigen.
tam uvāca tato rājā brāhmaṇaṃ saṃśitavratam ucitaṃ naḥ kule kiṃ cit pūrvair yat saṃpravartitam
Da sprach der König zu jenem Brahmanen von strengen Gelübden: 'Es gibt etwas, das sich für unser Geschlecht geziemt, das von unseren Vorfahren eingesetzt wurde -
Wort für Wort
tam uvāca tato rājā brāhmaṇaṃ saṃśitavratam ucitaṃ naḥ kule kiṃ cit pūrvair yat saṃpravartitam
Da sprach der König zu jenem Brahmanen von strengen Gelübden: 'Es gibt etwas, das sich für unser Geschlecht geziemt, das von unseren Vorfahren eingesetzt wurde -
sa tatheti pratijñāya rājan varuṇam abravīt ekataḥśyāmakarṇānāṃ pāṇḍurāṇāṃ tarasvinām sahasraṃ vājinām ekaṃ śulkārthaṃ me pradīyatām
Akṛtavraṇa sprach: Er, so versprechend, o König, sprach zu Varuṇa: 'Tausend einseitig schwarzohrige, weiße, schnelle Rosse - ein einziges Mal mögen sie mir als Brautpreis gegeben werden.'
Wort für Wort
sa tatheti pratijñāya rājan varuṇam abravīt ekataḥśyāmakarṇānāṃ pāṇḍurāṇāṃ tarasvinām sahasraṃ vājinām ekaṃ śulkārthaṃ me pradīyatām
Akṛtavraṇa sprach: Er, so versprechend, o König, sprach zu Varuṇa: 'Tausend einseitig schwarzohrige, weiße, schnelle Rosse - ein einziges Mal mögen sie mir als Brautpreis gegeben werden.'
gaṅgāyāṃ kanyakubje vai dadau satyavatīṃ tadā tato gādhiḥ sutāṃ tasmai janyāś cāsan surās tadā labdhvā hayasahasraṃ tu tāṃś ca dṛṣṭvā divaukasaḥ
An der Gaṅgā, in Kanyakubja, gab da Gādhi ihm seine Tochter Satyavatī; und die Götter waren da als Hochzeitsgäste, nachdem sie das Tausend Rosse erhalten und sie erblickt hatten, die Himmelsbewohner.
Wort für Wort
gaṅgāyāṃ kanyakubje vai dadau satyavatīṃ tadā tato gādhiḥ sutāṃ tasmai janyāś cāsan surās tadā labdhvā hayasahasraṃ tu tāṃś ca dṛṣṭvā divaukasaḥ
An der Gaṅgā, in Kanyakubja, gab da Gādhi ihm seine Tochter Satyavatī; und die Götter waren da als Hochzeitsgäste, nachdem sie das Tausend Rosse erhalten und sie erblickt hatten, die Himmelsbewohner.
Nachdem er sie rechtmäßig als Gattin erlangt hatte, erfreute sich Ṛcīka, der Beste der Zweifachgeborenen, nach Belieben und Verlangen mit ihr, der Schlankhüftigen.
Nachdem er sie rechtmäßig als Gattin erlangt hatte, erfreute sich Ṛcīka, der Beste der Zweifachgeborenen, nach Belieben und Verlangen mit ihr, der Schlankhüftigen.
Nachdem die Hochzeit vollzogen war, o König, kam der Beste der Bhṛgus, um ihn mit seiner Gattin zu sehen; und als er seinen Sohn erblickte, freute er sich.
Nachdem die Hochzeit vollzogen war, o König, kam der Beste der Bhṛgus, um ihn mit seiner Gattin zu sehen; und als er seinen Sohn erblickte, freute er sich.
ṛtau tvaṃ caiva mātā ca snāte puṃsavanāya vai āliṅgetāṃ pṛthag vṛkṣau sāśvatthaṃ tvam udumbaram
Bhṛgu sprach: 'Du und deine Mutter, beide, nach dem Bad zur Zeit der Empfängnisbereitschaft, sollt für den Sohn-erzeugenden Ritus je einen eigenen Baum umarmen: du den Aśvattha, sie den Udumbara.'
Wort für Wort
ṛtau tvaṃ caiva mātā ca snāte puṃsavanāya vai āliṅgetāṃ pṛthag vṛkṣau sāśvatthaṃ tvam udumbaram
Bhṛgu sprach: 'Du und deine Mutter, beide, nach dem Bad zur Zeit der Empfängnisbereitschaft, sollt für den Sohn-erzeugenden Ritus je einen eigenen Baum umarmen: du den Aśvattha, sie den Udumbara.'
'So sei es', wurde sie da von ihm erfreut, o Pāṇḍava; da gebar sie, als die Zeit gekommen war, den Sohn Jamadagni, mit Glut und Glanz begabt, die Freude der Bhṛgus.
'So sei es', wurde sie da von ihm erfreut, o Pāṇḍava; da gebar sie, als die Zeit gekommen war, den Sohn Jamadagni, mit Glut und Glanz begabt, die Freude der Bhṛgus.