Kapitel 128: Somakopākhyānam - Samāptiḥ
Die Erzählung von Somaka und Jantu - Abschluss
Lomaśas Erzählung (weiterhin offen seit Kapitel 127) findet ihren Abschluss: Trotz des Wehklagens der Mütter wird Jantu geopfert; vom Duft seines dargebrachten Fettes empfangen alle hundert Gattinnen, und Jantu selbst wird als ältester unter hundert neugeborenen Söhnen wiedergeboren, am goldenen Mal erkennbar. Nach Somakas und seines Opferpriesters Tod findet der König seinen Guru in der Hölle leidend vor - als Strafe für das an Jantu vollzogene Opfer. Somaka erwirkt bei Dharma (Yama), das Schicksal seines Priesters zu teilen; beide erlangen schließlich gemeinsam die guten Welten. Lomaśa kehrt zur Reisebeschreibung zurück und kündigt einen sechstägigen Aufenthalt an dieser heiligen Stätte an.
somaka uvāca brahman yad yad yathā kāryaṃ tat tat kuru tathā tathā putrakāmatayā sarvaṃ kariṣyāmi vacas tava
Somaka sprach: 'O Brahmane, was auch immer zu tun ist und wie auch immer, das tue, auf jene Weise; aus Verlangen nach Söhnen werde ich alles gemäß deinem Wort tun.'
Wort für Wort
somaka uvāca brahman yad yad yathā kāryaṃ tat tat kuru tathā tathā putrakāmatayā sarvaṃ kariṣyāmi vacas tava
Somaka sprach: 'O Brahmane, was auch immer zu tun ist und wie auch immer, das tue, auf jene Weise; aus Verlangen nach Söhnen werde ich alles gemäß deinem Wort tun.'
hā hatāḥ smeti vāśantyas tīvraśokasamanvitāḥ taṃ mātaraḥ pratyakarṣan gṛhītvā dakṣiṇe kare savye pāṇau gṛhītvā tu yājako 'pi sma karṣati
Mit dem Schrei 'Ach, wir sind vernichtet!' und von heftigem Schmerz überwältigt, zerrten die Mütter ihn zurück, seine rechte Hand ergreifend; der Opferpriester aber zerrte ebenfalls, seine linke Hand ergreifend.
Wort für Wort
hā hatāḥ smeti vāśantyas tīvraśokasamanvitāḥ taṃ mātaraḥ pratyakarṣan gṛhītvā dakṣiṇe kare savye pāṇau gṛhītvā tu yājako 'pi sma karṣati
Mit dem Schrei 'Ach, wir sind vernichtet!' und von heftigem Schmerz überwältigt, zerrten die Mütter ihn zurück, seine rechte Hand ergreifend; der Opferpriester aber zerrte ebenfalls, seine linke Hand ergreifend.
Als das Opferfett dargebracht wurde, rochen die Mütter dessen Duft und sanken, von Schmerz überwältigt, plötzlich zu Boden, o Freude der Kurus; und danach empfingen alle jene königlichen Frauen.
Als das Opferfett dargebracht wurde, rochen die Mütter dessen Duft und sanken, von Schmerz überwältigt, plötzlich zu Boden, o Freude der Kurus; und danach empfingen alle jene königlichen Frauen.
jantur jyeṣṭhaḥ samabhavaj janitryām eva bhārata sa tāsām iṣṭa evāsīn na tathānye nijāḥ sutāḥ
Jantu wurde der Älteste, geboren aus eben seiner eigenen Mutter, o Bhārata; er allein war ihnen allen lieb, nicht so die anderen, ihre eigenen leiblichen Söhne.
Wort für Wort
jantur jyeṣṭhaḥ samabhavaj janitryām eva bhārata sa tāsām iṣṭa evāsīn na tathānye nijāḥ sutāḥ
Jantu wurde der Älteste, geboren aus eben seiner eigenen Mutter, o Bhārata; er allein war ihnen allen lieb, nicht so die anderen, ihre eigenen leiblichen Söhne.
tac ca lakṣaṇam asyāsīt sauvarṇaṃ pārśva uttare tasmin putraśate cāgryaḥ sa babhūva guṇair yutaḥ
Und jenes goldene Mal von ihm befand sich an seiner linken Seite; und unter jener Hundertschaft von Söhnen war er der Vorzüglichste, mit guten Eigenschaften ausgestattet.
Wort für Wort
tac ca lakṣaṇam asyāsīt sauvarṇaṃ pārśva uttare tasmin putraśate cāgryaḥ sa babhūva guṇair yutaḥ
Und jenes goldene Mal von ihm befand sich an seiner linken Seite; und unter jener Hundertschaft von Söhnen war er der Vorzüglichste, mit guten Eigenschaften ausgestattet.
Da erblickte er ihn, wie er in einer furchtbaren Hölle gekocht wurde; er fragte ihn: 'Aus welchem Grund wirst du in der Hölle gekocht, o Zweifachgeborener?'
Da erblickte er ihn, wie er in einer furchtbaren Hölle gekocht wurde; er fragte ihn: 'Aus welchem Grund wirst du in der Hölle gekocht, o Zweifachgeborener?'
etac chrutvā sa rājarṣir dharmarājānam abravīt aham atra pravekṣyāmi mucyatāṃ mama yājakaḥ matkṛte hi mahābhāgaḥ pacyate narakāgninā
Als er dies gehört hatte, sprach jener königliche Weise zum Dharma-König: 'Ich werde selbst hier eintreten; mein Opferpriester möge freigelassen werden; denn meinetwegen wird dieser Hochbeglückte vom Höllenfeuer gekocht.'
Wort für Wort
etac chrutvā sa rājarṣir dharmarājānam abravīt aham atra pravekṣyāmi mucyatāṃ mama yājakaḥ matkṛte hi mahābhāgaḥ pacyate narakāgninā
Als er dies gehört hatte, sprach jener königliche Weise zum Dharma-König: 'Ich werde selbst hier eintreten; mein Opferpriester möge freigelassen werden; denn meinetwegen wird dieser Hochbeglückte vom Höllenfeuer gekocht.'
somaka uvāca puṇyān na kāmaye lokān ṛte 'haṃ brahmavādinam icchāmy aham anenaiva saha vastuṃ surālaye
Somaka sprach: 'Ich begehre die verdienstvollen Welten nicht ohne diesen Kenner der heiligen Lehre; ich wünsche, einzig mit ihm zusammen in der Wohnstatt der Götter zu weilen.'
Wort für Wort
somaka uvāca puṇyān na kāmaye lokān ṛte 'haṃ brahmavādinam icchāmy aham anenaiva saha vastuṃ surālaye
Somaka sprach: 'Ich begehre die verdienstvollen Welten nicht ohne diesen Kenner der heiligen Lehre; ich wünsche, einzig mit ihm zusammen in der Wohnstatt der Götter zu weilen.'
narake vā dharmarāja karmaṇāsya samo hy aham puṇyāpuṇyaphalaṃ deva samam astv āvayor idam
'Oder auch in der Hölle, o Dharma-König - denn ich bin an dieser seiner Tat gleichermaßen beteiligt; diese Frucht von Verdienst und Unrecht, o Gott, sei zwischen uns beiden gleich verteilt.'
Wort für Wort
narake vā dharmarāja karmaṇāsya samo hy aham puṇyāpuṇyaphalaṃ deva samam astv āvayor idam
'Oder auch in der Hölle, o Dharma-König - denn ich bin an dieser seiner Tat gleichermaßen beteiligt; diese Frucht von Verdienst und Unrecht, o Gott, sei zwischen uns beiden gleich verteilt.'
Dharma sprach: 'Wenn dies dein Wunsch ist, o König, so genieße die Frucht gemeinsam mit ihm; für eine gleiche Zeitspanne, zusammen mit ihm, wirst du danach den guten Weg erlangen.'
Dharma sprach: 'Wenn dies dein Wunsch ist, o König, so genieße die Frucht gemeinsam mit ihm; für eine gleiche Zeitspanne, zusammen mit ihm, wirst du danach den guten Weg erlangen.'
lomaśa uvāca sa cakāra tathā sarvaṃ rājā rājīvalocanaḥ punaś ca lebhe lokān svān karmaṇā nirjitāñ śubhān saha tenaiva vipreṇa guruṇā sa gurupriyaḥ
Lomaśa sprach: Der König, lotusäugig, tat alles dementsprechend, und erlangte wieder seine eigenen, durch seine Taten gewonnenen, glückverheißenden Welten, zusammen mit eben jenem Brahmanen, seinem Guru - er, dem Guru teuer.
Wort für Wort
lomaśa uvāca sa cakāra tathā sarvaṃ rājā rājīvalocanaḥ punaś ca lebhe lokān svān karmaṇā nirjitāñ śubhān saha tenaiva vipreṇa guruṇā sa gurupriyaḥ
Lomaśa sprach: Der König, lotusäugig, tat alles dementsprechend, und erlangte wieder seine eigenen, durch seine Taten gewonnenen, glückverheißenden Welten, zusammen mit eben jenem Brahmanen, seinem Guru - er, dem Guru teuer.