Kapitel 224: Satyabhāmāsāntvanam
Satyabhāmās Trost und der Abschied Kṛṣṇas
Kṛṣṇa verabschiedet sich von Mārkaṇḍeya, den Brahmanen und den Pāṇḍavas; Satyabhāmā tröstet zum Abschied Draupadī mit der Verheißung künftigen Sieges, der Rückgewinnung des Königreichs für Yudhiṣṭhira und der Vergeltung an den hochmütigen Kuru-Frauen. Sie berichtet beruhigend vom Wohlergehen von Draupadīs fünf Söhnen (den Upapāṇḍavas Prativindhya, Sutasoma, Śrutakarman, Śatānīka und Śrutasena) in Dvāravatī, die dort von Subhadrā, Rukmiṇī und der gesamten Vṛṣṇi-Andhaka-Sippe liebevoll wie die eigenen Kinder aufgenommen werden. Das Kapitel und damit die gesamte Episode des Draupadī-Satyabhāmā-Gesprächs schließt mit der Abreise Kṛṣṇas und Satyabhāmās.
Vaiśaṃpāyana sprach: „Nachdem Janārdana mit den Brahmanen, angeführt von Mārkaṇḍeya, und mit den hochherzigen Pāṇḍavas in freundlichen Gesprächen zusammengesessen hatte,
Vaiśaṃpāyana sprach: „Nachdem Janārdana mit den Brahmanen, angeführt von Mārkaṇḍeya, und mit den hochherzigen Pāṇḍavas in freundlichen Gesprächen zusammengesessen hatte,
‚Kṛṣṇā, sei nicht bekümmert, sei nicht beunruhigt, wache nicht schlaflos; durch deine den Göttern gleichenden Gatten wirst du die eroberte Erde erlangen.
‚Kṛṣṇā, sei nicht bekümmert, sei nicht beunruhigt, wache nicht schlaflos; durch deine den Göttern gleichenden Gatten wirst du die eroberte Erde erlangen.
dhārtarāṣṭravadhaṃ kṛtvā vairāṇi pratiyātya ca yudhiṣṭhirasthāṃ pṛthivīṃ draṣṭāsi drupadātmaje
Nachdem die Söhne Dhṛtarāṣṭras getötet und die Feindschaften vergolten worden sind, wirst du die Erde sehen, wie sie Yudhiṣṭhira untersteht, o Tochter Drupadas.
Wort für Wort
dhārtarāṣṭravadhaṃ kṛtvā vairāṇi pratiyātya ca yudhiṣṭhirasthāṃ pṛthivīṃ draṣṭāsi drupadātmaje
Nachdem die Söhne Dhṛtarāṣṭras getötet und die Feindschaften vergolten worden sind, wirst du die Erde sehen, wie sie Yudhiṣṭhira untersteht, o Tochter Drupadas.
Jene Frauen der Kurus, die, von Hochmut verblendet, dich verlachten, als du in die Verbannung zogst - diese wirst du bald sehen, ihrer Hoffnungen beraubt.
Jene Frauen der Kurus, die, von Hochmut verblendet, dich verlachten, als du in die Verbannung zogst - diese wirst du bald sehen, ihrer Hoffnungen beraubt.
Alle jene, die dir, als du ins Leid geraten warst, Unliebes zugefügt haben, wisse, o Kṛṣṇā, dass sie sich auf den Weg zur Behausung Yamas machen werden.
Alle jene, die dir, als du ins Leid geraten warst, Unliebes zugefügt haben, wisse, o Kṛṣṇā, dass sie sich auf den Weg zur Behausung Yamas machen werden.
putras te prativindhyaś ca sutasomas tathā vibhuḥ śrutakarmārjuniś caiva śatānīkaś ca nākuliḥ sahadevāc ca yo jātaḥ śrutasenas tavātmajaḥ
Dein Sohn Prativindhya, ebenso der mächtige Sutasoma, sowie Śrutakarman, der Sohn Arjunas, und Śatānīka, der Sohn Nakulas, und der von Sahadeva geborene Śrutasena, dein Sohn -
Wort für Wort
putras te prativindhyaś ca sutasomas tathā vibhuḥ śrutakarmārjuniś caiva śatānīkaś ca nākuliḥ sahadevāc ca yo jātaḥ śrutasenas tavātmajaḥ
Dein Sohn Prativindhya, ebenso der mächtige Sutasoma, sowie Śrutakarman, der Sohn Arjunas, und Śatānīka, der Sohn Nakulas, und der von Sahadeva geborene Śrutasena, dein Sohn -
bheje sarvātmanā caiva pradyumnajananī tathā bhānuprabhṛtibhiś cainān viśinaṣṭi ca keśavaḥ
Ebenso hat sich Pradyumnas Mutter (Rukmiṇī) mit ganzer Seele ihnen gewidmet; und auch Keśava selbst zeichnet sie, zusammen mit Bhānu und seinen anderen Söhnen, in besonderer Weise aus. [?]
Wort für Wort
bheje sarvātmanā caiva pradyumnajananī tathā bhānuprabhṛtibhiś cainān viśinaṣṭi ca keśavaḥ
Ebenso hat sich Pradyumnas Mutter (Rukmiṇī) mit ganzer Seele ihnen gewidmet; und auch Keśava selbst zeichnet sie, zusammen mit Bhānu und seinen anderen Söhnen, in besonderer Weise aus. [?]
Das Verb ‚viśinaṣṭi‘ (eigentlich: unterscheiden, absondern) ist im Sanskrit doppeldeutig - gemeint sein kann sowohl eine besondere, auszeichnende Zuwendung als auch eine schlichte Gleichbehandlung ohne Unterschied; die Übersetzung folgt der dem Kontext (durchweg beruhigende Zusicherungen an Draupadī) angemesseneren, positiven Deutung.
bhojanācchādane caiṣāṃ nityaṃ me śvaśuraḥ sthitaḥ rāmaprabhṛtayaḥ sarve bhajanty andhakavṛṣṇayaḥ tulyo hi praṇayas teṣāṃ pradyumnasya ca bhāmini
Für deren Speise und Kleidung sorgt beständig mein Schwiegervater; alle, angeführt von Rāma, die Andhakas und Vṛṣṇis, sind ihnen zugetan; denn gleich ist ihre Zuneigung zu ihnen wie zu Pradyumna, o Schöne.
Wort für Wort
bhojanācchādane caiṣāṃ nityaṃ me śvaśuraḥ sthitaḥ rāmaprabhṛtayaḥ sarve bhajanty andhakavṛṣṇayaḥ tulyo hi praṇayas teṣāṃ pradyumnasya ca bhāmini
Für deren Speise und Kleidung sorgt beständig mein Schwiegervater; alle, angeführt von Rāma, die Andhakas und Vṛṣṇis, sind ihnen zugetan; denn gleich ist ihre Zuneigung zu ihnen wie zu Pradyumna, o Schöne.
Nachdem sie derartige liebe, herzliche, dem Sinn entsprechende Worte mit Zuneigung gesprochen hatte, richtete sie ihren Sinn auf den Aufbruch zu Vāsudevas Wagen.‘
Nachdem sie derartige liebe, herzliche, dem Sinn entsprechende Worte mit Zuneigung gesprochen hatte, richtete sie ihren Sinn auf den Aufbruch zu Vāsudevas Wagen.‘
smayitvā tu yaduśreṣṭho draupadīṃ parisāntvya ca upāvartya tataḥ śīghrair hayaiḥ prāyāt paraṃtapaḥ
Der Vorzüglichste der Yadus aber lächelte, tröstete Draupadī noch einmal, wendete dann den Wagen und fuhr mit raschen Pferden davon, er, der Bezwinger der Feinde.“
Wort für Wort
smayitvā tu yaduśreṣṭho draupadīṃ parisāntvya ca upāvartya tataḥ śīghrair hayaiḥ prāyāt paraṃtapaḥ
Der Vorzüglichste der Yadus aber lächelte, tröstete Draupadī noch einmal, wendete dann den Wagen und fuhr mit raschen Pferden davon, er, der Bezwinger der Feinde.“