Kapitel 27: Bakadālbhyavākyam
Baka Dālbhyas Lehre vom notwendigen Bund zwischen Brahman und Kṣatra
Der Seher Baka Dālbhya spricht zu Yudhiṣṭhira über die versammelten Brāhmaṇas in Dvaitavana und legt dar, dass Brahman (geistliche Macht) und Kṣatra (weltliche Macht) einander bedürfen, um Bestand zu haben - mit den Beispielen des Asura-Königs Bali, der durch Verbindung mit Brāhmaṇas Glanz gewann, ihn aber durch böses Handeln gegen sie wieder verlor. Er lobt Yudhiṣṭhiras vorbildlichen Umgang mit den Brāhmaṇas. Eine lange Liste von Sehern, die sich Yudhiṣṭhira anschließen, beschließt das Kapitel.
jyāghoṣaḥ pāṇḍaveyānāṃ brahmaghoṣaś ca dhīmatām saṃsṛṣṭaṃ brahmaṇā kṣatraṃ bhūya eva vyarocata
Das Schwirren der Bogensehnen der Söhne des Pāṇḍu und das Brahman-Getöse der Weisen vermischten sich; das mit dem Brahman verbundene Kṣatra erstrahlte noch mehr.
Wort für Wort
jyāghoṣaḥ pāṇḍaveyānāṃ brahmaghoṣaś ca dhīmatām saṃsṛṣṭaṃ brahmaṇā kṣatraṃ bhūya eva vyarocata
Das Schwirren der Bogensehnen der Söhne des Pāṇḍu und das Brahman-Getöse der Weisen vermischten sich; das mit dem Brahman verbundene Kṣatra erstrahlte noch mehr.
An diesem heiligen Ort üben, von dir beschützt, die Nachkommen Bhṛgus und Aṅgiras' sowie die Vāsiṣṭhas zusammen mit den Kāśyapas, ihre Gelübde haltend, den Dharma.
An diesem heiligen Ort üben, von dir beschützt, die Nachkommen Bhṛgus und Aṅgiras' sowie die Vāsiṣṭhas zusammen mit den Kāśyapas, ihre Gelübde haltend, den Dharma.
Auch die hochgesegneten Nachkommen des Agastya und die Ātreyas, von höchsten Gelübden, die Besten der ganzen Welt, sind bei dir versammelt, die Brāhmaṇas.
Auch die hochgesegneten Nachkommen des Agastya und die Ātreyas, von höchsten Gelübden, die Besten der ganzen Welt, sind bei dir versammelt, die Brāhmaṇas.
Ohne Brāhmaṇa, mein Sohn, möge man nicht lange bestehen wollen, wenn man diese und jene Welt zu erobern wünscht; hat aber ein König einen Zweifachgeborenen gewonnen, der in Dharma und Artha unterwiesen, frei von Verblendung ist, so vertreibt er seine Feinde.
Ohne Brāhmaṇa, mein Sohn, möge man nicht lange bestehen wollen, wenn man diese und jene Welt zu erobern wünscht; hat aber ein König einen Zweifachgeborenen gewonnen, der in Dharma und Artha unterwiesen, frei von Verblendung ist, so vertreibt er seine Feinde.
caran naiḥśreyasaṃ dharmaṃ prajāpālanakāritam nādhyagacchad balir loke tīrtham anyatra vai dvijāt
Bali, der den zum Heil führenden Dharma übte, der zum Schutz der Untertanen gebietet, fand in der Welt keinen rettenden Übergangsort außer durch den Zweifachgeborenen.
Wort für Wort
caran naiḥśreyasaṃ dharmaṃ prajāpālanakāritam nādhyagacchad balir loke tīrtham anyatra vai dvijāt
Bali, der den zum Heil führenden Dharma übte, der zum Schutz der Untertanen gebietet, fand in der Welt keinen rettenden Übergangsort außer durch den Zweifachgeborenen.
anūnam āsīd asurasya kāmair vairocaneḥ śrīr api cākṣayāsīt labdhvā mahīṃ brāhmaṇasaṃprayogāt teṣv ācaran duṣṭam ato vyanaśyat
Ungeschmälert an Wünschen war das Glück des Asura, des Sohnes Virocanas, und unerschöpflich, nachdem er durch Verbindung mit den Brāhmaṇas die Erde gewonnen hatte; als er sich aber böse gegen sie verhielt, ging er daran zugrunde.
Wort für Wort
anūnam āsīd asurasya kāmair vairocaneḥ śrīr api cākṣayāsīt labdhvā mahīṃ brāhmaṇasaṃprayogāt teṣv ācaran duṣṭam ato vyanaśyat
Ungeschmälert an Wünschen war das Glück des Asura, des Sohnes Virocanas, und unerschöpflich, nachdem er durch Verbindung mit den Brāhmaṇas die Erde gewonnen hatte; als er sich aber böse gegen sie verhielt, ging er daran zugrunde.
Diese Erde samt ihrem Reichtum neigt sich nicht lange dem zweiten Stand zu, wenn er nicht mit dem Brāhmaṇa verbunden ist; die vom Ozean umgürtete Erde aber beugt sich vor dem, den ein durch rechte Grundsätze geleiteter Brāhmaṇa lenkt.
Diese Erde samt ihrem Reichtum neigt sich nicht lange dem zweiten Stand zu, wenn er nicht mit dem Brāhmaṇa verbunden ist; die vom Ozean umgürtete Erde aber beugt sich vor dem, den ein durch rechte Grundsätze geleiteter Brāhmaṇa lenkt.
Wie eines Elefanten Kraft schwindet, dessen Führer im Kampf den Elefantenhaken nicht ergreift, so schwindet die Kraft des Kṣatra, das der Brāhmaṇas beraubt ist.
Wie eines Elefanten Kraft schwindet, dessen Führer im Kampf den Elefantenhaken nicht ergreift, so schwindet die Kraft des Kṣatra, das der Brāhmaṇas beraubt ist.
alabdhalābhāya ca labdhavṛddhaye yathārhatīrthapratipādanāya yaśasvinaṃ vedavidaṃ vipaścitaṃ bahuśrutaṃ brāhmaṇam eva vāsaya
und, um Ungewonnenes zu erlangen, Gewonnenes zu mehren und es an würdiger Stätte anzulegen, gib eben einem ruhmreichen, vedenkundigen, weisen, vielgelehrten Brāhmaṇa eine Wohnstatt.
Wort für Wort
alabdhalābhāya ca labdhavṛddhaye yathārhatīrthapratipādanāya yaśasvinaṃ vedavidaṃ vipaścitaṃ bahuśrutaṃ brāhmaṇam eva vāsaya
und, um Ungewonnenes zu erlangen, Gewonnenes zu mehren und es an würdiger Stätte anzulegen, gib eben einem ruhmreichen, vedenkundigen, weisen, vielgelehrten Brāhmaṇa eine Wohnstatt.