Kapitel 120: Sātyakivāsudevayudhiṣṭhirasaṃvādaḥ
Das Gespräch zwischen Sātyaki, Vāsudeva und Yudhiṣṭhira
Sātyaki, an Balarāma gewandt, fordert entrüstet den sofortigen Kriegszug der Vṛṣṇis gegen Duryodhana, um dem ungerechten Waldaufenthalt der Pāṇḍavas ein Ende zu setzen, und rühmt in einer langen Rede die Kampfkraft der einzelnen Yadu-Helden (Pradyumna, Sāmba, Kṛṣṇa, Aniruddha, Gada und andere). Vāsudeva (Kṛṣṇa) erwidert zustimmend, doch weist darauf hin, dass Yudhiṣṭhira die Erde nur durch die eigene Kraft seiner Brüder erobert wissen will. Yudhiṣṭhira selbst dankt für das Angebot, besteht aber darauf, dass ihm die Wahrheit (sein Gelübde) wichtiger ist als das Königreich, und bittet die Yadu-Helden, heimzukehren. Vaiśaṃpāyana berichtet den Abschied: die Yadus kehren heim, Yudhiṣṭhira setzt seine Wallfahrt fort und lässt sich am Fluss Payoṣṇī nieder.
sātyakir uvāca na rāma kālaḥ paridevanāya yad uttaraṃ tatra tad eva sarve samācarāmo hy anatītakālaṃ yudhiṣṭhiro yady api nāha kiṃ cit
Sātyaki sprach: „Nicht ist dies, Rāma, die Zeit zur Klage; was hierauf die rechte Antwort ist, das lasst uns alle vollbringen, solange die Zeit nicht verstrichen ist - auch wenn Yudhiṣṭhira selbst nichts sagt.
Wort für Wort
sātyakir uvāca na rāma kālaḥ paridevanāya yad uttaraṃ tatra tad eva sarve samācarāmo hy anatītakālaṃ yudhiṣṭhiro yady api nāha kiṃ cit
Sātyaki sprach: „Nicht ist dies, Rāma, die Zeit zur Klage; was hierauf die rechte Antwort ist, das lasst uns alle vollbringen, solange die Zeit nicht verstrichen ist - auch wenn Yudhiṣṭhira selbst nichts sagt.
ye nāthavanto hi bhavanti loke te nātmanā karma samārabhante teṣāṃ tu kāryeṣu bhavanti nāthāḥ śaibyādayo rāma yathā yayāteḥ
Diejenigen nämlich, die in der Welt Beschützer haben, unternehmen die Tat nicht selbst; für sie vielmehr sind in ihren Angelegenheiten die Beschützer da, wie, Rāma, für Yayāti Śaibyā und die anderen.
Wort für Wort
ye nāthavanto hi bhavanti loke te nātmanā karma samārabhante teṣāṃ tu kāryeṣu bhavanti nāthāḥ śaibyādayo rāma yathā yayāteḥ
Diejenigen nämlich, die in der Welt Beschützer haben, unternehmen die Tat nicht selbst; für sie vielmehr sind in ihren Angelegenheiten die Beschützer da, wie, Rāma, für Yayāti Śaibyā und die anderen.
[Anm.: Der genaue Bezug auf Śaibyā und die 'anderen' im Zusammenhang mit Yayāti bleibt im Text unausgeführt und wird nicht näher erläutert.]
Diejenigen, für die ebenso, Rāma, die Beschützer in der Welt nach eigenem Ermessen die Angelegenheiten in die Hand nehmen, jene besitzen Beschützer, die Besten unter den Männern, und geraten nicht wie Schutzlose in Bedrängnis.
Diejenigen, für die ebenso, Rāma, die Beschützer in der Welt nach eigenem Ermessen die Angelegenheiten in die Hand nehmen, jene besitzen Beschützer, die Besten unter den Männern, und geraten nicht wie Schutzlose in Bedrängnis.
kasmād ayaṃ rāmajanārdanau ca pradyumnasāmbau ca mayā sametau vasaty araṇye saha sodarīyais trailokyanāthān adhigamya nāthān
Weshalb weilt er, obwohl Rāma und Janārdana, und Pradyumna und Sāmba mit mir vereint sind, im Wald mit seinen Brüdern, nachdem er doch Beschützer erlangt hat, die Herren der drei Welten sind?
Wort für Wort
kasmād ayaṃ rāmajanārdanau ca pradyumnasāmbau ca mayā sametau vasaty araṇye saha sodarīyais trailokyanāthān adhigamya nāthān
Weshalb weilt er, obwohl Rāma und Janārdana, und Pradyumna und Sāmba mit mir vereint sind, im Wald mit seinen Brüdern, nachdem er doch Beschützer erlangt hat, die Herren der drei Welten sind?
Es ziehe heute wohlgerüstet das Heer der Daśārhas aus, mit reichlich mancherlei Waffen und bunten Panzern; es gehe der Sohn des Dhṛtarāṣṭra samt seinen Verwandten, von der Macht der Vṛṣṇis überwältigt, in Yamas Reich ein.
Es ziehe heute wohlgerüstet das Heer der Daśārhas aus, mit reichlich mancherlei Waffen und bunten Panzern; es gehe der Sohn des Dhṛtarāṣṭra samt seinen Verwandten, von der Macht der Vṛṣṇis überwältigt, in Yamas Reich ein.
tvaṃ hy eva kopāt pṛthivīm apīmāṃ saṃveṣṭayes tiṣṭhatu śārṅgadhanvā sa dhārtarāṣṭraṃ jahi sānubandhaṃ vṛtraṃ yathā devapatir mahendraḥ
Du allein könntest ja aus Zorn selbst diese Erde einwickeln; der Träger des Śārṅga-Bogens möge dabei beiseite stehen; erschlage du den Sohn des Dhṛtarāṣṭra samt seinem Anhang, wie der Herr der Götter, der große Indra, den Vṛtra erschlug.
Wort für Wort
tvaṃ hy eva kopāt pṛthivīm apīmāṃ saṃveṣṭayes tiṣṭhatu śārṅgadhanvā sa dhārtarāṣṭraṃ jahi sānubandhaṃ vṛtraṃ yathā devapatir mahendraḥ
Du allein könntest ja aus Zorn selbst diese Erde einwickeln; der Träger des Śārṅga-Bogens möge dabei beiseite stehen; erschlage du den Sohn des Dhṛtarāṣṭra samt seinem Anhang, wie der Herr der Götter, der große Indra, den Vṛtra erschlug.
bhrātā ca me yaś ca sakhā guruś ca janārdanasyātmasamaś ca pārthaḥ yadartham abhyudyatam uttamaṃ tat karoti karmāgryam apāraṇīyam
Er, der mein Bruder und Freund und Lehrer ist, und der Janārdana selbst gleicht, der Sohn der Pṛthā - um dessentwillen jenes höchste, unübertreffliche Werk begonnen wurde, vollbringt die vorzüglichste, unermessliche Tat.
Wort für Wort
bhrātā ca me yaś ca sakhā guruś ca janārdanasyātmasamaś ca pārthaḥ yadartham abhyudyatam uttamaṃ tat karoti karmāgryam apāraṇīyam
Er, der mein Bruder und Freund und Lehrer ist, und der Janārdana selbst gleicht, der Sohn der Pṛthā - um dessentwillen jenes höchste, unübertreffliche Werk begonnen wurde, vollbringt die vorzüglichste, unermessliche Tat.
[Anm.: Die stark verdichtete Formulierung bezieht sich vermutlich auf Arjunas zuvor erwähnte Waffenbeschaffung bei Indra.]
Nachdem ich all seine Waffenregen mit den besten Waffen abgewehrt und ihn im Kampf überwältigt habe, werde ich ihm mit den besten Pfeilen, schlangengiftgleich und feuergleich, das Haupt vom Rumpf reißen, Rāma!
Nachdem ich all seine Waffenregen mit den besten Waffen abgewehrt und ihn im Kampf überwältigt habe, werde ich ihm mit den besten Pfeilen, schlangengiftgleich und feuergleich, das Haupt vom Rumpf reißen, Rāma!
khaḍgena cāhaṃ niśitena saṃkhye kāyāc chiras tasya balāt pramathya tato 'sya sarvān anugān haniṣye duryodhanaṃ cāpi kurūṃś ca sarvān
Und ich werde mit scharfem Schwert im Kampf ihm gewaltsam das Haupt vom Rumpf reißen, und danach alle seine Gefolgsleute erschlagen, sowie auch Duryodhana und alle Kurus.
Wort für Wort
khaḍgena cāhaṃ niśitena saṃkhye kāyāc chiras tasya balāt pramathya tato 'sya sarvān anugān haniṣye duryodhanaṃ cāpi kurūṃś ca sarvān
Und ich werde mit scharfem Schwert im Kampf ihm gewaltsam das Haupt vom Rumpf reißen, und danach alle seine Gefolgsleute erschlagen, sowie auch Duryodhana und alle Kurus.
Mich, mit ergriffener Waffe, mögen hier, o Sohn der Rohiṇī, die Erdbewohner im Kampf voll Freude sehen, wie ich allein die vornehmsten Kuru-Krieger erschlage, wie das Feuer des Weltendes zur rechten Zeit ein großes Dickicht verzehrt.
Mich, mit ergriffener Waffe, mögen hier, o Sohn der Rohiṇī, die Erdbewohner im Kampf voll Freude sehen, wie ich allein die vornehmsten Kuru-Krieger erschlage, wie das Feuer des Weltendes zur rechten Zeit ein großes Dickicht verzehrt.
pradyumnamuktān niśitān na śaktāḥ soḍhuṃ kṛpadroṇavikarṇakarṇāḥ jānāmi vīryaṃ ca tavātmajasya kārṣṇir bhavaty eṣa yathā raṇasthaḥ
Kṛpa, Droṇa, Vikarṇa und Karṇa vermögen die von Pradyumna losgelassenen scharfen Pfeile nicht zu ertragen; und ich kenne die Tapferkeit deines Sohnes, dieses Kārṣṇi, wie er im Kampf dasteht.
Wort für Wort
pradyumnamuktān niśitān na śaktāḥ soḍhuṃ kṛpadroṇavikarṇakarṇāḥ jānāmi vīryaṃ ca tavātmajasya kārṣṇir bhavaty eṣa yathā raṇasthaḥ
Kṛpa, Droṇa, Vikarṇa und Karṇa vermögen die von Pradyumna losgelassenen scharfen Pfeile nicht zu ertragen; und ich kenne die Tapferkeit deines Sohnes, dieses Kārṣṇi, wie er im Kampf dasteht.
[?] Der Bezug von 'deines Sohnes' bleibt unklar, da im selben Atemzug von Pradyumna (Kṛṣṇas Sohn) die Rede ist.
sāmbaḥ sasūtaṃ sarathaṃ bhujābhyāṃ duḥśāsanaṃ śāstu balāt pramathya na vidyate jāmbavatīsutasya raṇe 'viṣahyaṃ hi raṇotkaṭasya
Sāmba möge mit seinen beiden Armen den Duḥśāsana samt Wagenlenker und Wagen gewaltsam zermalmen und zurechtweisen; denn für den Sohn der Jāmbavatī, den im Kampf Wilden, gibt es nichts im Kampf, das unerträglich wäre.
Wort für Wort
sāmbaḥ sasūtaṃ sarathaṃ bhujābhyāṃ duḥśāsanaṃ śāstu balāt pramathya na vidyate jāmbavatīsutasya raṇe 'viṣahyaṃ hi raṇotkaṭasya
Sāmba möge mit seinen beiden Armen den Duḥśāsana samt Wagenlenker und Wagen gewaltsam zermalmen und zurechtweisen; denn für den Sohn der Jāmbavatī, den im Kampf Wilden, gibt es nichts im Kampf, das unerträglich wäre.
etena bālena hi śambarasya daityasya sainyaṃ sahasā praṇunnam vṛttorur atyāyatapīnabāhur etena saṃkhye nihato 'śvacakraḥ ko nāma sāmbasya raṇe manuṣyo gatvāntaraṃ vai bhujayor dhareta
Von diesem Knaben wurde ja das Heer des Dämonen Śambara jäh in die Flucht geschlagen; rundhüftig, mit überaus langen und kräftigen Armen, wurde von ihm im Kampf Aśvacakra erschlagen; welcher Mensch könnte wohl, zwischen die Arme Sāmbas im Kampf geraten, dies überstehen?
Wort für Wort
etena bālena hi śambarasya daityasya sainyaṃ sahasā praṇunnam vṛttorur atyāyatapīnabāhur etena saṃkhye nihato 'śvacakraḥ ko nāma sāmbasya raṇe manuṣyo gatvāntaraṃ vai bhujayor dhareta
Von diesem Knaben wurde ja das Heer des Dämonen Śambara jäh in die Flucht geschlagen; rundhüftig, mit überaus langen und kräftigen Armen, wurde von ihm im Kampf Aśvacakra erschlagen; welcher Mensch könnte wohl, zwischen die Arme Sāmbas im Kampf geraten, dies überstehen?
yathā praviśyāntaram antakasya kāle manuṣyo na viniṣkrameta tathā praviśyāntaram asya saṃkhye ko nāma jīvan punar āvrajeta
Wie ein Mensch, der zur bestimmten Zeit in das Innere des Todes eingetreten ist, nicht mehr herauskommt, so, wer könnte, in seine Reichweite im Kampf geraten, lebend wieder zurückkehren?
Wort für Wort
yathā praviśyāntaram antakasya kāle manuṣyo na viniṣkrameta tathā praviśyāntaram asya saṃkhye ko nāma jīvan punar āvrajeta
Wie ein Mensch, der zur bestimmten Zeit in das Innere des Todes eingetreten ist, nicht mehr herauskommt, so, wer könnte, in seine Reichweite im Kampf geraten, lebend wieder zurückkehren?
droṇaṃ ca bhīṣmaṃ ca mahārathau tau sutair vṛtaṃ cāpy atha somadattam sarvāṇi sainyāni ca vāsudevaḥ pradhakṣyate sāyakavahnijālaiḥ
Droṇa und Bhīṣma, diese beiden großen Wagenkämpfer, und auch Somadatta, umgeben von seinen Söhnen, und alle Heere wird Vāsudeva mit Netzen von Pfeilfeuer verbrennen.
Wort für Wort
droṇaṃ ca bhīṣmaṃ ca mahārathau tau sutair vṛtaṃ cāpy atha somadattam sarvāṇi sainyāni ca vāsudevaḥ pradhakṣyate sāyakavahnijālaiḥ
Droṇa und Bhīṣma, diese beiden großen Wagenkämpfer, und auch Somadatta, umgeben von seinen Söhnen, und alle Heere wird Vāsudeva mit Netzen von Pfeilfeuer verbrennen.
Was gibt es wohl in den Welten, unter allen Wesen samt den Göttern, das für Kṛṣṇa unerträglich wäre, der die Waffe ergriffen hat, mit den besten Pfeilen in der Hand, der Diskusträger, der im Kampf Unvergleichliche?
Was gibt es wohl in den Welten, unter allen Wesen samt den Göttern, das für Kṛṣṇa unerträglich wäre, der die Waffe ergriffen hat, mit den besten Pfeilen in der Hand, der Diskusträger, der im Kampf Unvergleichliche?
Dann möge auch Aniruddha, Schwert und Schild in der Hand, diese Erde mit den erschlagenen, kopflosen, bewusstlosen Söhnen des Dhṛtarāṣṭra übersäen, wie einen Opferaltar mit Kuśa-Gras bei den Opferfeiern.
Dann möge auch Aniruddha, Schwert und Schild in der Hand, diese Erde mit den erschlagenen, kopflosen, bewusstlosen Söhnen des Dhṛtarāṣṭra übersäen, wie einen Opferaltar mit Kuśa-Gras bei den Opferfeiern.
Gada und Ulmuka, Bāhuka, Bhānu und Nītha, und der im Kampf tapfere Jüngling Niśaṭha, und die beiden im Kampf Wilden, Sāraṇa und Cārudeṣṇa, mögen die ihrem Geschlecht geziemende Tat vollbringen.
Gada und Ulmuka, Bāhuka, Bhānu und Nītha, und der im Kampf tapfere Jüngling Niśaṭha, und die beiden im Kampf Wilden, Sāraṇa und Cārudeṣṇa, mögen die ihrem Geschlecht geziemende Tat vollbringen.
Das versammelte Heer heldenhafter Kṣatriyas, mit den vornehmsten Kriegern der Vṛṣṇis, Bhojas und Andhakas, möge, nachdem es im Kampf jene Söhne des Dhṛtarāṣṭra erschlagen hat, überreichen Ruhm in der Welt erwerben.
Das versammelte Heer heldenhafter Kṣatriyas, mit den vornehmsten Kriegern der Vṛṣṇis, Bhojas und Andhakas, möge, nachdem es im Kampf jene Söhne des Dhṛtarāṣṭra erschlagen hat, überreichen Ruhm in der Welt erwerben.
Dann möge Abhimanyu die Erde beherrschen, solange das Gelübde, das der Beste der Rechtswahrer, der hochgesinnte Yudhiṣṭhira, erfüllt, wie es beim Würfelspiel vom Besten der Kurus festgesetzt wurde.
Dann möge Abhimanyu die Erde beherrschen, solange das Gelübde, das der Beste der Rechtswahrer, der hochgesinnte Yudhiṣṭhira, erfüllt, wie es beim Würfelspiel vom Besten der Kurus festgesetzt wurde.
Dann, nachdem die Feinde durch die von uns entsandten Pfeile bezwungen sind, wird der Dharma-König die Erde genießen, frei von den Söhnen des Dhṛtarāṣṭra, mit erschlagenem Sohn des Wagenlenkers; dies nämlich ist unsere vornehmste und ruhmreichste Aufgabe.“
Dann, nachdem die Feinde durch die von uns entsandten Pfeile bezwungen sind, wird der Dharma-König die Erde genießen, frei von den Söhnen des Dhṛtarāṣṭra, mit erschlagenem Sohn des Wagenlenkers; dies nämlich ist unsere vornehmste und ruhmreichste Aufgabe.“
vāsudeva uvāca asaṃśayaṃ mādhava satyam etad gṛhṇīma te vākyam adīnasattva svābhyāṃ bhujābhyām ajitāṃ tu bhūmiṃ necchet kurūṇām ṛṣabhaḥ kathaṃ cit
Vāsudeva sprach: „Ohne Zweifel, Mādhava, ist dies wahr; wir nehmen dein Wort an, o Unverzagter; doch der Stier der Kurus würde die Erde keineswegs wollen, wäre sie nicht durch die eigenen Arme erobert.
Wort für Wort
vāsudeva uvāca asaṃśayaṃ mādhava satyam etad gṛhṇīma te vākyam adīnasattva svābhyāṃ bhujābhyām ajitāṃ tu bhūmiṃ necchet kurūṇām ṛṣabhaḥ kathaṃ cit
Vāsudeva sprach: „Ohne Zweifel, Mādhava, ist dies wahr; wir nehmen dein Wort an, o Unverzagter; doch der Stier der Kurus würde die Erde keineswegs wollen, wäre sie nicht durch die eigenen Arme erobert.
na hy eṣa kāmān na bhayān na lobhād yudhiṣṭhiro jātu jahyāt svadharmam bhīmārjunau cātirathau yamau vā tathaiva kṛṣṇā drupadātmajeyam
Denn weder aus Begierde noch aus Furcht noch aus Gier würde Yudhiṣṭhira jemals sein eigenes Recht aufgeben; ebensowenig die beiden großen Wagenkämpfer Bhīma und Arjuna, oder die Zwillinge, noch auch diese Kṛṣṇā, die Tochter des Drupada.
Wort für Wort
na hy eṣa kāmān na bhayān na lobhād yudhiṣṭhiro jātu jahyāt svadharmam bhīmārjunau cātirathau yamau vā tathaiva kṛṣṇā drupadātmajeyam
Denn weder aus Begierde noch aus Furcht noch aus Gier würde Yudhiṣṭhira jemals sein eigenes Recht aufgeben; ebensowenig die beiden großen Wagenkämpfer Bhīma und Arjuna, oder die Zwillinge, noch auch diese Kṛṣṇā, die Tochter des Drupada.
ubhau hi yuddhe 'pratimau pṛthivyāṃ vṛkodaraś caiva dhanaṃjayaś ca kasmān na kṛtsnāṃ pṛthivīṃ praśāsen mādrīsutābhyāṃ ca puraskṛto 'yam
Denn da beide, im Kampf auf Erden Unvergleichliche, Vṛkodara und Dhanaṃjaya, ihm zur Seite stehen - warum sollte er, unterstützt auch von den beiden Söhnen der Mādrī, nicht die ganze Erde beherrschen?
Wort für Wort
ubhau hi yuddhe 'pratimau pṛthivyāṃ vṛkodaraś caiva dhanaṃjayaś ca kasmān na kṛtsnāṃ pṛthivīṃ praśāsen mādrīsutābhyāṃ ca puraskṛto 'yam
Denn da beide, im Kampf auf Erden Unvergleichliche, Vṛkodara und Dhanaṃjaya, ihm zur Seite stehen - warum sollte er, unterstützt auch von den beiden Söhnen der Mādrī, nicht die ganze Erde beherrschen?
yadā tu pāñcālapatir mahātmā sakekayaś cedipatir vayaṃ ca yotsyāma vikramya parāṃs tadā vai suyodhanas tyakṣyati jīvalokam
Doch wenn der hochgesinnte Herr der Pāñcālas, samt den Kekayas, der Herr der Cedis, und wir, gegen die Feinde vorrückend kämpfen werden, dann wird Suyodhana wahrlich die Welt der Lebenden verlassen.“
Wort für Wort
yadā tu pāñcālapatir mahātmā sakekayaś cedipatir vayaṃ ca yotsyāma vikramya parāṃs tadā vai suyodhanas tyakṣyati jīvalokam
Doch wenn der hochgesinnte Herr der Pāñcālas, samt den Kekayas, der Herr der Cedis, und wir, gegen die Feinde vorrückend kämpfen werden, dann wird Suyodhana wahrlich die Welt der Lebenden verlassen.“
yudhiṣṭhira uvāca naitac citraṃ mādhava yad bravīṣi satyaṃ tu me rakṣyatamaṃ na rājyam kṛṣṇas tu māṃ veda yathāvad ekaḥ kṛṣṇaṃ ca vedāham atho yathāvat
Yudhiṣṭhira sprach: „Nicht verwunderlich ist dies, Mādhava, was du sagst; doch mir ist die Wahrheit das am meisten zu Schützende, nicht das Königreich. Kṛṣṇa allein kennt mich, wie ich wahrhaft bin, und auch ich kenne Kṛṣṇa, wie er wahrhaft ist.
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca naitac citraṃ mādhava yad bravīṣi satyaṃ tu me rakṣyatamaṃ na rājyam kṛṣṇas tu māṃ veda yathāvad ekaḥ kṛṣṇaṃ ca vedāham atho yathāvat
Yudhiṣṭhira sprach: „Nicht verwunderlich ist dies, Mādhava, was du sagst; doch mir ist die Wahrheit das am meisten zu Schützende, nicht das Königreich. Kṛṣṇa allein kennt mich, wie ich wahrhaft bin, und auch ich kenne Kṛṣṇa, wie er wahrhaft ist.
yadaiva kālaṃ puruṣapravīro vetsyaty ayaṃ mādhava vikramasya tadā raṇe tvaṃ ca śinipravīra suyodhanaṃ jeṣyasi keśavaś ca
Wenn dieser Vorzüglichste der Männer, Mādhava, die rechte Zeit der Tatkraft erkennen wird, dann werdet ihr im Kampf, du, o Bester der Śinis, und Keśava, den Suyodhana besiegen.
Wort für Wort
yadaiva kālaṃ puruṣapravīro vetsyaty ayaṃ mādhava vikramasya tadā raṇe tvaṃ ca śinipravīra suyodhanaṃ jeṣyasi keśavaś ca
Wenn dieser Vorzüglichste der Männer, Mādhava, die rechte Zeit der Tatkraft erkennen wird, dann werdet ihr im Kampf, du, o Bester der Śinis, und Keśava, den Suyodhana besiegen.
Es mögen heute die Helden der Daśārhas heimkehren; gefestigt bin ich durch Beschützer, die Herren der Menschenwelt sind; seid, ihr Unermesslichen, unablässig im Recht; wieder werde ich euch, vereint und glücklich, erblicken.“
Es mögen heute die Helden der Daśārhas heimkehren; gefestigt bin ich durch Beschützer, die Herren der Menschenwelt sind; seid, ihr Unermesslichen, unablässig im Recht; wieder werde ich euch, vereint und glücklich, erblicken.“
vaiśaṃpāyana uvāca te 'nyonyam āmantrya tathābhivādya vṛddhān parisvajya śiśūṃś ca sarvān yadupravīrāḥ svagṛhāṇi jagmū rājāpi tīrthāny anusaṃcacāra
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem sie einander verabschiedet und so gegrüßt hatten, die Älteren umarmt und alle Kinder ebenso, gingen die Helden der Yadus zu ihren eigenen Häusern; auch der König aber setzte seine Wanderung zu den heiligen Furten fort.
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca te 'nyonyam āmantrya tathābhivādya vṛddhān parisvajya śiśūṃś ca sarvān yadupravīrāḥ svagṛhāṇi jagmū rājāpi tīrthāny anusaṃcacāra
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem sie einander verabschiedet und so gegrüßt hatten, die Älteren umarmt und alle Kinder ebenso, gingen die Helden der Yadus zu ihren eigenen Häusern; auch der König aber setzte seine Wanderung zu den heiligen Furten fort.
visṛjya kṛṣṇaṃ tv atha dharmarājo vidarbharājopacitāṃ sutīrthāṃ sutena somena vimiśritodāṃ tataḥ payoṣṇīṃ prati sa hy uvāsa
Nachdem er sich aber von Kṛṣṇa verabschiedet hatte, begab sich der Dharma-König zur Payoṣṇī, die vom König von Vidarbha geschmückt worden war, von guten Furten, deren Wasser mit Soma vermischt war, und dort weilte er.
Wort für Wort
visṛjya kṛṣṇaṃ tv atha dharmarājo vidarbharājopacitāṃ sutīrthāṃ sutena somena vimiśritodāṃ tataḥ payoṣṇīṃ prati sa hy uvāsa
Nachdem er sich aber von Kṛṣṇa verabschiedet hatte, begab sich der Dharma-König zur Payoṣṇī, die vom König von Vidarbha geschmückt worden war, von guten Furten, deren Wasser mit Soma vermischt war, und dort weilte er.