Kapitel 220: Piśācagaṇotpattiḥ
Svāhās Gabe, Rudras Same und die Entstehung der Piśāca-Scharen
Svāhā erbittet und erhält von Skanda die dauerhafte Gunst, dass der rituelle Anruf ‚Svāhā‘ beim Feueropfer sie für immer mit Agni vereint. Brahmā sendet Mahāsena zu seinem Vater Maheśvara und erläutert dabei erneut die verschränkte Doppelherkunft (Rudra ging in Agni, Umā in Svāhā ein); aus dem fünffach herabgefallenen Samen Rudras entstehen die furchtbaren, fleischfressenden Gaṇa-Scharen (darunter das Paar Miñjikāmiñjika und die baumentsprungenen Vṛddhikā-Frauen), deren kultische Verehrung zur Krankheitsabwehr und für Kinderwohl vorgeschrieben wird. Es folgt die Herkunftserzählung von Airāvatas zwei Glocken (‚Vaijayantī‘), die Śakra Skanda und Viśākha überreicht, sowie der roten Fahne. Das Kapitel schließt mit einem Preisbild des von Skanda erstrahlten Mandara/Śveta-Parvata, umringt von Götter- und Piśāca-Scharen, tanzenden Gandharvas und Apsaras.
Svāhā sprach: ‚Ich bin Dakṣas geliebte Tochter, mit Namen Svāhā, o Starkarmiger; von Kindheit an hege ich beständig Verlangen nach dem Opferverzehrer (Agni).
Svāhā sprach: ‚Ich bin Dakṣas geliebte Tochter, mit Namen Svāhā, o Starkarmiger; von Kindheit an hege ich beständig Verlangen nach dem Opferverzehrer (Agni).
Skanda sprach: ‚Was auch immer die Zweifachgeborenen an Opfergaben für Götter und Ahnen, von Mantras eingeleitet, stets bereithalten werden, um es, den Ruf Svāhā vorausschickend, eifrig ins Feuer zu opfern, o Göttin -
Skanda sprach: ‚Was auch immer die Zweifachgeborenen an Opfergaben für Götter und Ahnen, von Mantras eingeleitet, stets bereithalten werden, um es, den Ruf Svāhā vorausschickend, eifrig ins Feuer zu opfern, o Göttin -
von heute an werden es die Rechtschaffenen, die auf dem Pfad der Guten stehen, so darbringen; auf diese Weise wird Agni stets zusammen mit dir wohnen, o Schöne.‘
von heute an werden es die Rechtschaffenen, die auf dem Pfad der Guten stehen, so darbringen; auf diese Weise wird Agni stets zusammen mit dir wohnen, o Schöne.‘
denn indem Rudra in Agni einging und zugleich mit Umā in Svāhā einging, wurdest du, der Unbesiegbare, zum Wohl aller Welten geboren.
Der Vers verknüpft hier erneut - wie bereits in Kap.218 - die beiden Herkunftstraditionen Skandas (Sohn Agnis / Sohn Rudras) explizit miteinander, statt sie zu trennen.
Und der Same, der von dem Hochherzigen Rudra in den Schoß Umās vergossen wurde, liegt, auf den Berg gefallen; daraus entstand Miñjikāmiñjika. [?]
Die genaue syntaktische Beziehung zwischen dem in Umās Schoß vergossenen und dem auf den Berg gefallenen Samen bleibt im knappen Sanskrit-Text unklar; die Übersetzung folgt der wahrscheinlichsten Lesart.
saṃbhūtaṃ lohitode tu śukraśeṣam avāpatat sūryaraśmiṣu cāpy anyad anyac caivāpatad bhuvi āsaktam anyad vṛkṣeṣu tad evaṃ pañcadhāpatat
Der übrige Same, der entstanden war, fiel in den Lohita-See; ein anderer Teil fiel in die Sonnenstrahlen, wieder ein anderer fiel auf die Erde, ein weiterer blieb an Bäumen haften - so fiel er auf fünffache Weise.
Wort für Wort
saṃbhūtaṃ lohitode tu śukraśeṣam avāpatat sūryaraśmiṣu cāpy anyad anyac caivāpatad bhuvi āsaktam anyad vṛkṣeṣu tad evaṃ pañcadhāpatat
Der übrige Same, der entstanden war, fiel in den Lohita-See; ein anderer Teil fiel in die Sonnenstrahlen, wieder ein anderer fiel auf die Erde, ein weiterer blieb an Bäumen haften - so fiel er auf fünffache Weise.
arkapuṣpais tu te pañca gaṇāḥ pūjyā dhanārthibhiḥ vyādhipraśamanārthaṃ ca teṣāṃ pūjāṃ samācaret
Mit Arka-Blüten aber sollen jene fünf Scharen von denen verehrt werden, die nach Reichtum verlangen; und zur Besänftigung von Krankheit soll man ihre Verehrung vollziehen.
Wort für Wort
arkapuṣpais tu te pañca gaṇāḥ pūjyā dhanārthibhiḥ vyādhipraśamanārthaṃ ca teṣāṃ pūjāṃ samācaret
Mit Arka-Blüten aber sollen jene fünf Scharen von denen verehrt werden, die nach Reichtum verlangen; und zur Besänftigung von Krankheit soll man ihre Verehrung vollziehen.
Die menschenfleischverzehrenden Frauen, dem Namen nach Vṛddhikā genannt, aus Bäumen entstanden - diese Göttinnen sollen von denen verehrt werden, die sich Nachkommenschaft wünschen.
Die menschenfleischverzehrenden Frauen, dem Namen nach Vṛddhikā genannt, aus Bäumen entstanden - diese Göttinnen sollen von denen verehrt werden, die sich Nachkommenschaft wünschen.
airāvatasya ghaṇṭe dve vaijayantyāv iti śrute guhasya te svayaṃ datte śakreṇānāyya dhīmatā
Die beiden Glocken Airāvatas, bekannt als die ‚Siegreichen‘ (Vaijayantī), wurden von dem weisen Śakra selbst herbeigebracht und dem Guha (Skanda) übergeben.
Wort für Wort
airāvatasya ghaṇṭe dve vaijayantyāv iti śrute guhasya te svayaṃ datte śakreṇānāyya dhīmatā
Die beiden Glocken Airāvatas, bekannt als die ‚Siegreichen‘ (Vaijayantī), wurden von dem weisen Śakra selbst herbeigebracht und dem Guha (Skanda) übergeben.
tatra devagaṇāḥ sarve sarve caiva maharṣayaḥ meghatūryaravāś caiva kṣubdhodadhisamasvanāḥ
Dort waren alle Scharen der Götter, ebenso alle großen Seher, mit einem Klang wie Wolkendonner und Musikinstrumenten, gleich dem Tosen des aufgewühlten Ozeans,
Wort für Wort
tatra devagaṇāḥ sarve sarve caiva maharṣayaḥ meghatūryaravāś caiva kṣubdhodadhisamasvanāḥ
Dort waren alle Scharen der Götter, ebenso alle großen Seher, mit einem Klang wie Wolkendonner und Musikinstrumenten, gleich dem Tosen des aufgewühlten Ozeans,