Kapitel 4: Akṣayapātraprāptiḥ
Die Gabe der unerschöpflichen Schale und der Aufbruch in den Kāmyaka-Wald
Sūrya erscheint Yudhiṣṭhira und gewährt ihm zwölf Jahre lang eine unerschöpfliche Speisegabe (die berühmte 'Akṣayapātra', wörtlich hier als vierfache, sich stets erneuernde Nahrung beschrieben), damit er die ihn begleitenden Brahmanen versorgen kann. Yudhiṣṭhira bewirtet fortan zuerst die Brahmanen und seine Brüder, isst dann selbst den Rest, und Draupadī isst zuletzt. Die Pāṇḍavas ziehen darauf mit Dhaumya und den Brahmanen in den Kāmyaka-Wald.
phalamūlāmiṣaṃ śākaṃ saṃskṛtaṃ yan mahānase caturvidhaṃ tadannādyam akṣayyaṃ te bhaviṣyati dhanaṃ ca vividhaṃ tubhyam ity uktvāntaradhīyata
Früchte, Wurzeln, Fleisch und Gemüse, in der Küche zubereitet - diese vierfache Speise wird dir unerschöpflich sein, und mancherlei Reichtum wird dir zuteilwerden.“ Mit diesen Worten verschwand er.
Wort für Wort
phalamūlāmiṣaṃ śākaṃ saṃskṛtaṃ yan mahānase caturvidhaṃ tadannādyam akṣayyaṃ te bhaviṣyati dhanaṃ ca vividhaṃ tubhyam ity uktvāntaradhīyata
Früchte, Wurzeln, Fleisch und Gemüse, in der Küche zubereitet - diese vierfache Speise wird dir unerschöpflich sein, und mancherlei Reichtum wird dir zuteilwerden.“ Mit diesen Worten verschwand er.
Nachdem er die Gunst erlangt hatte, stieg der Sohn der Kuntī, der Kenner des Rechts, aus dem Wasser, ergriff die Füße Dhaumyas und umarmte, der Unwandelbare, seine Brüder.
Nachdem er die Gunst erlangt hatte, stieg der Sohn der Kuntī, der Kenner des Rechts, aus dem Wasser, ergriff die Füße Dhaumyas und umarmte, der Unwandelbare, seine Brüder.
bhuktavatsu ca vipreṣu bhojayitvānujān api śeṣaṃ vighasasaṃjñaṃ tu paścād bhuṅkte yudhiṣṭhiraḥ yudhiṣṭhiraṃ bhojayitvā śeṣam aśnāti pārṣatī
Nachdem die Brahmanen gespeist hatten und auch die jüngeren Brüder gespeist worden waren, isst Yudhiṣṭhira danach den Rest, „vighasa“ genannt; und nachdem sie Yudhiṣṭhira gespeist hat, isst die Tochter des Pṛṣata [Draupadī] den Rest.
Wort für Wort
bhuktavatsu ca vipreṣu bhojayitvānujān api śeṣaṃ vighasasaṃjñaṃ tu paścād bhuṅkte yudhiṣṭhiraḥ yudhiṣṭhiraṃ bhojayitvā śeṣam aśnāti pārṣatī
Nachdem die Brahmanen gespeist hatten und auch die jüngeren Brüder gespeist worden waren, isst Yudhiṣṭhira danach den Rest, „vighasa“ genannt; und nachdem sie Yudhiṣṭhira gespeist hat, isst die Tochter des Pṛṣata [Draupadī] den Rest.
[Anm.: „vighasa“ bezeichnet die geweihten Speisereste nach der Bewirtung der Gäste - vgl. Śaunakas Lehre in Kap. 2 über das rechte Essen als „vighasa“ und „amṛta“.]
purohitapurogāś ca tithinakṣatraparvasu yajñiyārthāḥ pravartante vidhimantrapramāṇataḥ
Und angeführt vom Hauspriester schreiten sie, den Opferzwecken zugewandt, an den heiligen Tagen, Mondhäusern und Festzeiten fort, gemäß Vorschrift, Sprüchen und Maß.
Wort für Wort
purohitapurogāś ca tithinakṣatraparvasu yajñiyārthāḥ pravartante vidhimantrapramāṇataḥ
Und angeführt vom Hauspriester schreiten sie, den Opferzwecken zugewandt, an den heiligen Tagen, Mondhäusern und Festzeiten fort, gemäß Vorschrift, Sprüchen und Maß.