Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 195: Dhundhuvadhaḥ Die Tötung des Dhundhu

Mārkaṇḍeya erzählt den Abschluss der Dhundhumāra-Geschichte: Dhundhu erlangt durch Askese von Brahmā Unverwundbarkeit, unterjocht Götter und Menschen und bedrängt Uttaṅkas Einsiedelei, bis Kuvalāśva, von Viṣṇus Glanz erfüllt, mit seinen einundzwanzigtausend Söhnen auszieht, ihn im Sandmeer aufspürt und, nachdem viele seiner Söhne von Dhundhus Feueratem verzehrt wurden, den Dämon mit dem Brahmā-Geschoss verbrennt und dadurch den Beinamen Dhundhumāra erhält; die Erzählung schließt mit dem Segensspruch der Götter und der Verheißung von Wohlergehen für jeden, der diese Geschichte hört.

mārkaṇḍeya uvāca dhundhur nāma mahātejās tayoḥ putro mahādyutiḥ sa tapo 'tapyata mahan mahāvīryaparākramaḥ

Mārkaṇḍeya sprach: „Dhundhu mit Namen, von großem Glanz, der Sohn der beiden, von großem Glanz, übte gewaltige Askese, von großer Kraft und Kühnheit.

Wort für Wort
mārkaṇḍeya uvāca dhundhur nāma mahātejās tayoḥ putro mahādyutiḥ sa tapo 'tapyata mahan mahāvīryaparākramaḥ
Mārkaṇḍeya sprach: „Dhundhu mit Namen, von großem Glanz, der Sohn der beiden, von großem Glanz, übte gewaltige Askese, von großer Kraft und Kühnheit.

atiṣṭhad ekapādena kṛśo dhamanisaṃtataḥ tasmai brahmā dadau prīto varaṃ vavre sa ca prabho

Er stand auf einem Fuß, abgemagert, von Adern durchzogen; ihm gewährte Brahmā wohlgesonnen eine Gabe, und er erwählte sie, o Herrscher:

Wort für Wort
atiṣṭhad ekapādena kṛśo dhamanisaṃtataḥ tasmai brahmā dadau prīto varaṃ vavre sa ca prabho
Er stand auf einem Fuß, abgemagert, von Adern durchzogen; ihm gewährte Brahmā wohlgesonnen eine Gabe, und er erwählte sie, o Herrscher:

devadānavayakṣāṇāṃ sarpagandharvarakṣasām avadhyo 'haṃ bhaveyaṃ vai vara eṣa vṛto mayā

‚Möge ich unverwundbar sein für Götter, Dānavas, Yakṣas, Schlangen, Gandharvas und Rākṣasas – diese Gabe habe ich erwählt.‘

Wort für Wort
devadānavayakṣāṇāṃ sarpagandharvarakṣasām avadhyo 'haṃ bhaveyaṃ vai vara eṣa vṛto mayā
‚Möge ich unverwundbar sein für Götter, Dānavas, Yakṣas, Schlangen, Gandharvas und Rākṣasas – diese Gabe habe ich erwählt.‘

evaṃ bhavatu gaccheti tam uvāca pitāmahaḥ sa evam uktas tatpādau mūrdhnā spṛśya jagāma ha

‚So sei es; geh‘, sprach der Urahn zu ihm. So angesprochen, berührte er dessen Füße mit dem Haupt und ging davon.

Wort für Wort
evaṃ bhavatu gaccheti tam uvāca pitāmahaḥ sa evam uktas tatpādau mūrdhnā spṛśya jagāma ha
‚So sei es; geh‘, sprach der Urahn zu ihm. So angesprochen, berührte er dessen Füße mit dem Haupt und ging davon.

sa tu dhundhur varaṃ labdhvā mahāvīryaparākramaḥ anusmaran pitṛvadhaṃ tato viṣṇum upādravat

Dhundhu aber, nachdem er die Gabe erlangt hatte, von großer Kraft und Kühnheit, griff, sich der Tötung seines Vaters erinnernd, darauf Viṣṇu an.

Wort für Wort
sa tu dhundhur varaṃ labdhvā mahāvīryaparākramaḥ anusmaran pitṛvadhaṃ tato viṣṇum upādravat
Dhundhu aber, nachdem er die Gabe erlangt hatte, von großer Kraft und Kühnheit, griff, sich der Tötung seines Vaters erinnernd, darauf Viṣṇu an.

sa tu devān sagandharvāñ jitvā dhundhur amarṣaṇaḥ babādha sarvān asakṛd devān viṣṇuṃ ca vai bhṛśam

Er, der Unduldsame, besiegte die Götter samt den Gandharvas und bedrängte wiederholt alle Götter und heftig auch Viṣṇu.

Wort für Wort
sa tu devān sagandharvāñ jitvā dhundhur amarṣaṇaḥ babādha sarvān asakṛd devān viṣṇuṃ ca vai bhṛśam
Er, der Unduldsame, besiegte die Götter samt den Gandharvas und bedrängte wiederholt alle Götter und heftig auch Viṣṇu.

samudro vālukāpūrṇa ujjānaka iti smṛtaḥ āgamya ca sa duṣṭātmā taṃ deśaṃ bharatarṣabha bādhate sma paraṃ śaktyā tam uttaṅkāśramaṃ prabho

Das mit Sand gefüllte Meer, bekannt als Ujjānaka – dorthin gelangt, bedrängte der Bösartige jenes Gebiet mit äußerster Macht, die Einsiedelei des Uttaṅka, o Herr.

Wort für Wort
samudro vālukāpūrṇa ujjānaka iti smṛtaḥ āgamya ca sa duṣṭātmā taṃ deśaṃ bharatarṣabha bādhate sma paraṃ śaktyā tam uttaṅkāśramaṃ prabho
Das mit Sand gefüllte Meer, bekannt als Ujjānaka – dorthin gelangt, bedrängte der Bösartige jenes Gebiet mit äußerster Macht, die Einsiedelei des Uttaṅka, o Herr.

antarbhūmigatas tatra vālukāntarhitas tadā madhukaiṭabhayoḥ putro dhundhur bhīmaparākramaḥ

Unter der Erde verborgen, im Sand versteckt, der Sohn von Madhu und Kaiṭabha, Dhundhu von furchtbarer Kraft,

Wort für Wort
antarbhūmigatas tatra vālukāntarhitas tadā madhukaiṭabhayoḥ putro dhundhur bhīmaparākramaḥ
Unter der Erde verborgen, im Sand versteckt, der Sohn von Madhu und Kaiṭabha, Dhundhu von furchtbarer Kraft,

śete lokavināśāya tapobalasamāśritaḥ uttaṅkasyāśramābhyāśe niḥśvasan pāvakārciṣaḥ

liegt dort, zur Vernichtung der Welten, gestützt auf die Kraft seiner Askese, in der Nähe von Uttaṅkas Einsiedelei, feuerflammenartig atmend.

Wort für Wort
śete lokavināśāya tapobalasamāśritaḥ uttaṅkasyāśramābhyāśe niḥśvasan pāvakārciṣaḥ
liegt dort, zur Vernichtung der Welten, gestützt auf die Kraft seiner Askese, in der Nähe von Uttaṅkas Einsiedelei, feuerflammenartig atmend.

etasminn eva kāle tu sabhṛtyabalavāhanaḥ kuvalāśvo narapatir anvito balaśālinām

Zu eben dieser Zeit zog der Herrscher der Menschen Kuvalāśva, mit Dienern, Heer und Fahrzeugen, begleitet von den Kraftvollen,

Wort für Wort
etasminn eva kāle tu sabhṛtyabalavāhanaḥ kuvalāśvo narapatir anvito balaśālinām
Zu eben dieser Zeit zog der Herrscher der Menschen Kuvalāśva, mit Dienern, Heer und Fahrzeugen, begleitet von den Kraftvollen,

sahasrair ekaviṃśatyā putrāṇām arimardanaḥ prāyād uttaṅkasahito dhundhos tasya niveśanam

der Feindezermalmer, mit seinen einundzwanzigtausend Söhnen, zusammen mit Uttaṅka, zu jener Wohnstätte des Dhundhu.

Wort für Wort
sahasrair ekaviṃśatyā putrāṇām arimardanaḥ prāyād uttaṅkasahito dhundhos tasya niveśanam
der Feindezermalmer, mit seinen einundzwanzigtausend Söhnen, zusammen mit Uttaṅka, zu jener Wohnstätte des Dhundhu.

tam āviśat tato viṣṇur bhagavāṃs tejasā prabhuḥ uttaṅkasya niyogena lokānāṃ hitakāmyayā

In ihn fuhr da der erhabene, mächtige Viṣṇu mit seinem Glanz, auf Uttaṅkas Geheiß, zum Wohle der Welten.

Wort für Wort
tam āviśat tato viṣṇur bhagavāṃs tejasā prabhuḥ uttaṅkasya niyogena lokānāṃ hitakāmyayā
In ihn fuhr da der erhabene, mächtige Viṣṇu mit seinem Glanz, auf Uttaṅkas Geheiß, zum Wohle der Welten.

tasmin prayāte durdharṣe divi śabdo mahān abhūt eṣa śrīmān nṛpasuto dhundhumāro bhaviṣyati

Als er, der Unbezwingbare, auszog, erscholl am Himmel eine gewaltige Stimme: ‚Dieser glückhafte Königssohn wird zum Dhundhumāra werden.‘

Wort für Wort
tasmin prayāte durdharṣe divi śabdo mahān abhūt eṣa śrīmān nṛpasuto dhundhumāro bhaviṣyati
Als er, der Unbezwingbare, auszog, erscholl am Himmel eine gewaltige Stimme: ‚Dieser glückhafte Königssohn wird zum Dhundhumāra werden.‘

divyaiś ca puṣpais taṃ devāḥ samantāt paryavākiran devadundubhayaś caiva neduḥ svayam udīritāḥ

Und die Götter überschütteten ihn ringsum mit himmlischen Blumen, und die Götterpauken erklangen von selbst ertönend.

Wort für Wort
divyaiś ca puṣpais taṃ devāḥ samantāt paryavākiran devadundubhayaś caiva neduḥ svayam udīritāḥ
Und die Götter überschütteten ihn ringsum mit himmlischen Blumen, und die Götterpauken erklangen von selbst ertönend.

śītaś ca vāyuḥ pravavau prayāṇe tasya dhīmataḥ vipāṃsulāṃ mahīṃ kurvan vavarṣa ca sureśvaraḥ

Ein kühler Wind wehte bei dem Auszug des weisen Königs, und der Herr der Götter ließ Regen fallen, der die staubige Erde befeuchtete.

Wort für Wort
śītaś ca vāyuḥ pravavau prayāṇe tasya dhīmataḥ vipāṃsulāṃ mahīṃ kurvan vavarṣa ca sureśvaraḥ
Ein kühler Wind wehte bei dem Auszug des weisen Königs, und der Herr der Götter ließ Regen fallen, der die staubige Erde befeuchtete.

antarikṣe vimānāni devatānāṃ yudhiṣṭhira tatraiva samadṛśyanta dhundhur yatra mahāsuraḥ

Im Luftraum, o Yudhiṣṭhira, erschienen die Himmelswagen der Götter, eben dort, wo der große Asura Dhundhu war.

Wort für Wort
antarikṣe vimānāni devatānāṃ yudhiṣṭhira tatraiva samadṛśyanta dhundhur yatra mahāsuraḥ
Im Luftraum, o Yudhiṣṭhira, erschienen die Himmelswagen der Götter, eben dort, wo der große Asura Dhundhu war.

kuvalāśvasya dhundhoś ca yuddhakautūhalānvitāḥ devagandharvasahitāḥ samavaikṣan maharṣayaḥ

Voller Neugier auf den Kampf zwischen Kuvalāśva und Dhundhu schauten die großen Weisen, zusammen mit Göttern und Gandharvas, zu.

Wort für Wort
kuvalāśvasya dhundhoś ca yuddhakautūhalānvitāḥ devagandharvasahitāḥ samavaikṣan maharṣayaḥ
Voller Neugier auf den Kampf zwischen Kuvalāśva und Dhundhu schauten die großen Weisen, zusammen mit Göttern und Gandharvas, zu.

nārāyaṇena kauravya tejasāpyāyitas tadā sa gato nṛpatiḥ kṣipraṃ putrais taiḥ sarvatodiśam

Von Nārāyaṇa mit seinem Glanz erfüllt, o Kaurava-Spross, zog jener König damals rasch mit seinen Söhnen nach allen Richtungen aus.

Wort für Wort
nārāyaṇena kauravya tejasāpyāyitas tadā sa gato nṛpatiḥ kṣipraṃ putrais taiḥ sarvatodiśam
Von Nārāyaṇa mit seinem Glanz erfüllt, o Kaurava-Spross, zog jener König damals rasch mit seinen Söhnen nach allen Richtungen aus.

arṇavaṃ khānayām āsa kuvalāśvo mahīpatiḥ kuvalāśvasya putrais tu tasmin vai vālukārṇave

Kuvalāśva, der Herrscher der Erde, ließ das Sandmeer ausgraben; und durch Kuvalāśvas Söhne wurde in jenem Sandmeer

Wort für Wort
arṇavaṃ khānayām āsa kuvalāśvo mahīpatiḥ kuvalāśvasya putrais tu tasmin vai vālukārṇave
Kuvalāśva, der Herrscher der Erde, ließ das Sandmeer ausgraben; und durch Kuvalāśvas Söhne wurde in jenem Sandmeer

saptabhir divasaiḥ khātvā dṛṣṭo dhundhur mahābalaḥ āsīd ghoraṃ vapus tasya vālukāntarhitaṃ mahat dīpyamānaṃ yathā sūryas tejasā bharatarṣabha

nach siebentägigem Graben der überaus starke Dhundhu erblickt; furchtbar war seine Gestalt, gewaltig, im Sand verborgen, leuchtend wie die Sonne durch seinen Glanz, o Stier der Bharatas.

Wort für Wort
saptabhir divasaiḥ khātvā dṛṣṭo dhundhur mahābalaḥ āsīd ghoraṃ vapus tasya vālukāntarhitaṃ mahat dīpyamānaṃ yathā sūryas tejasā bharatarṣabha
nach siebentägigem Graben der überaus starke Dhundhu erblickt; furchtbar war seine Gestalt, gewaltig, im Sand verborgen, leuchtend wie die Sonne durch seinen Glanz, o Stier der Bharatas.

tato dhundhur mahārāja diśam āśritya paścimām supto 'bhūd rājaśārdūla kālānalasamadyutiḥ

Da lag Dhundhu, o Großkönig, sich der Westrichtung zugewandt, schlafend, o Tiger unter den Königen, gleich dem Feuer am Ende der Zeiten an Glanz.

Wort für Wort
tato dhundhur mahārāja diśam āśritya paścimām supto 'bhūd rājaśārdūla kālānalasamadyutiḥ
Da lag Dhundhu, o Großkönig, sich der Westrichtung zugewandt, schlafend, o Tiger unter den Königen, gleich dem Feuer am Ende der Zeiten an Glanz.

kuvalāśvasya putrais tu sarvataḥ parivāritaḥ abhidrutaḥ śarais tīkṣṇair gadābhir musalair api paṭṭiśaiḥ parighaiḥ prāsaiḥ khaḍgaiś ca vimalaiḥ śitaiḥ

Kuvalāśvas Söhne aber, ihn von allen Seiten umringend, griffen ihn an mit scharfen Pfeilen, Keulen, Streitkolben, Stachelwaffen, Eisenstangen, Speeren und makellosen, scharfen Schwertern.

Wort für Wort
kuvalāśvasya putrais tu sarvataḥ parivāritaḥ abhidrutaḥ śarais tīkṣṇair gadābhir musalair api paṭṭiśaiḥ parighaiḥ prāsaiḥ khaḍgaiś ca vimalaiḥ śitaiḥ
Kuvalāśvas Söhne aber, ihn von allen Seiten umringend, griffen ihn an mit scharfen Pfeilen, Keulen, Streitkolben, Stachelwaffen, Eisenstangen, Speeren und makellosen, scharfen Schwertern.

sa vadhyamānaḥ saṃkruddhaḥ samuttasthau mahābalaḥ kruddhaś cābhakṣayat teṣāṃ śastrāṇi vividhāni ca

Er, so angegriffen, erhob sich zornentbrannt, von großer Kraft, und verschlang zornig ihre mannigfachen Waffen.

Wort für Wort
sa vadhyamānaḥ saṃkruddhaḥ samuttasthau mahābalaḥ kruddhaś cābhakṣayat teṣāṃ śastrāṇi vividhāni ca
Er, so angegriffen, erhob sich zornentbrannt, von großer Kraft, und verschlang zornig ihre mannigfachen Waffen.

āsyād vaman pāvakaṃ sa saṃvartakasamaṃ tadā tān sarvān nṛpateḥ putrān adahat svena tejasā

Aus seinem Mund Feuer speiend, dem Weltenbrand Saṃvartaka gleich, verbrannte er da mit seinem eigenen Glanz alle jene Söhne des Königs.

Wort für Wort
āsyād vaman pāvakaṃ sa saṃvartakasamaṃ tadā tān sarvān nṛpateḥ putrān adahat svena tejasā
Aus seinem Mund Feuer speiend, dem Weltenbrand Saṃvartaka gleich, verbrannte er da mit seinem eigenen Glanz alle jene Söhne des Königs.

mukhajenāgninā kruddho lokān udvartayann iva kṣaṇena rājaśārdūla pureva kapilaḥ prabhuḥ sagarasyātmajān kruddhas tad adbhutam ivābhavat

Durch das aus seinem Mund kommende Feuer, zornig, gleichsam die Welten verschlingend, geschah dies binnen eines Augenblicks, o Tiger unter den Königen – wie einst, als der erhabene Kapila zornig die Söhne Sagaras verbrannte, so wundersam war dies.

Wort für Wort
mukhajenāgninā kruddho lokān udvartayann iva kṣaṇena rājaśārdūla pureva kapilaḥ prabhuḥ sagarasyātmajān kruddhas tad adbhutam ivābhavat
Durch das aus seinem Mund kommende Feuer, zornig, gleichsam die Welten verschlingend, geschah dies binnen eines Augenblicks, o Tiger unter den Königen – wie einst, als der erhabene Kapila zornig die Söhne Sagaras verbrannte, so wundersam war dies.

teṣu krodhāgnidagdheṣu tadā bharatasattama taṃ prabuddhaṃ mahātmānaṃ kumbhakarṇam ivāparam āsasāda mahātejāḥ kuvalāśvo mahīpatiḥ

Als jene vom Feuer des Zorns verbrannt waren, o Bester der Bharatas, griff da der überaus glanzvolle König Kuvalāśva jenen erwachten Hochgesinnten an, gleich einem zweiten Kumbhakarṇa.

Wort für Wort
teṣu krodhāgnidagdheṣu tadā bharatasattama taṃ prabuddhaṃ mahātmānaṃ kumbhakarṇam ivāparam āsasāda mahātejāḥ kuvalāśvo mahīpatiḥ
Als jene vom Feuer des Zorns verbrannt waren, o Bester der Bharatas, griff da der überaus glanzvolle König Kuvalāśva jenen erwachten Hochgesinnten an, gleich einem zweiten Kumbhakarṇa.

tasya vāri mahārāja susrāva bahu dehataḥ tadāpīyata tat tejo rājā vārimayaṃ nṛpa yogī yogena vahniṃ ca śamayām āsa vāriṇā

Aus dessen Leib floss da viel Wasser, o Großkönig; jenes wasserhafte Feuer wurde damals ausgetrunken; der königliche Yogi besänftigte durch Yoga das Feuer mit Wasser.

Wort für Wort
tasya vāri mahārāja susrāva bahu dehataḥ tadāpīyata tat tejo rājā vārimayaṃ nṛpa yogī yogena vahniṃ ca śamayām āsa vāriṇā
Aus dessen Leib floss da viel Wasser, o Großkönig; jenes wasserhafte Feuer wurde damals ausgetrunken; der königliche Yogi besänftigte durch Yoga das Feuer mit Wasser.

brahmāstreṇa tadā rājā daityaṃ krūraparākramam dadāha bharataśreṣṭha sarvalokābhayāya vai

Mit dem Brahmā-Geschoss verbrannte der König da den Daitya von grausamer Kraft, o Bester der Bharatas, zur Sicherheit aller Welten.

Wort für Wort
brahmāstreṇa tadā rājā daityaṃ krūraparākramam dadāha bharataśreṣṭha sarvalokābhayāya vai
Mit dem Brahmā-Geschoss verbrannte der König da den Daitya von grausamer Kraft, o Bester der Bharatas, zur Sicherheit aller Welten.

so 'streṇa dagdhvā rājarṣiḥ kuvalāśvo mahāsuram suraśatrum amitraghnas trilokeśa ivāparaḥ dhundhumāra iti khyāto nāmnā samabhavat tataḥ

Nachdem der königliche Weise Kuvalāśva mit diesem Geschoss den großen Asura, den Feind der Götter, verbrannt hatte, der Feindevernichter, gleich einem zweiten Herrn der drei Welten, wurde er von da an mit dem Namen Dhundhumāra bekannt.

Wort für Wort
so 'streṇa dagdhvā rājarṣiḥ kuvalāśvo mahāsuram suraśatrum amitraghnas trilokeśa ivāparaḥ dhundhumāra iti khyāto nāmnā samabhavat tataḥ
Nachdem der königliche Weise Kuvalāśva mit diesem Geschoss den großen Asura, den Feind der Götter, verbrannt hatte, der Feindevernichter, gleich einem zweiten Herrn der drei Welten, wurde er von da an mit dem Namen Dhundhumāra bekannt.

prītaiś ca tridaśaiḥ sarvair maharṣisahitais tadā varaṃ vṛṇīṣvety uktaḥ sa prāñjaliḥ praṇatas tadā atīva mudito rājann idaṃ vacanam abravīt

Da, von den erfreuten Göttern und den großen Weisen zusammen angesprochen: ‚Wähle eine Gabe‘, sprach er, mit gefalteten Händen, sich verneigend, überaus erfreut, o König, folgendes Wort:

Wort für Wort
prītaiś ca tridaśaiḥ sarvair maharṣisahitais tadā varaṃ vṛṇīṣvety uktaḥ sa prāñjaliḥ praṇatas tadā atīva mudito rājann idaṃ vacanam abravīt
Da, von den erfreuten Göttern und den großen Weisen zusammen angesprochen: ‚Wähle eine Gabe‘, sprach er, mit gefalteten Händen, sich verneigend, überaus erfreut, o König, folgendes Wort:

dadyāṃ vittaṃ dvijāgryebhyaḥ śatrūṇāṃ cāpi durjayaḥ sakhyaṃ ca viṣṇunā me syād bhūteṣv adroha eva ca dharme ratiś ca satataṃ svarge vāsas tathākṣayaḥ

‚Ich möchte den Besten der Zweifachgeborenen Reichtum geben und für meine Feinde unbesiegbar sein; Freundschaft mit Viṣṇu sei mein, und Arglosigkeit gegenüber allen Wesen; stete Freude am Dharma und ein unvergänglicher Aufenthalt im Himmel.‘

Wort für Wort
dadyāṃ vittaṃ dvijāgryebhyaḥ śatrūṇāṃ cāpi durjayaḥ sakhyaṃ ca viṣṇunā me syād bhūteṣv adroha eva ca dharme ratiś ca satataṃ svarge vāsas tathākṣayaḥ
‚Ich möchte den Besten der Zweifachgeborenen Reichtum geben und für meine Feinde unbesiegbar sein; Freundschaft mit Viṣṇu sei mein, und Arglosigkeit gegenüber allen Wesen; stete Freude am Dharma und ein unvergänglicher Aufenthalt im Himmel.‘

tathāstv iti tato devaiḥ prītair uktaḥ sa pārthivaḥ ṛṣibhiś ca sagandharvair uttaṅkena ca dhīmatā

‚So sei es‘, sprachen darauf die erfreuten Götter zu dem Herrscher der Erde, sowie die Weisen samt den Gandharvas und der weise Uttaṅka.

Wort für Wort
tathāstv iti tato devaiḥ prītair uktaḥ sa pārthivaḥ ṛṣibhiś ca sagandharvair uttaṅkena ca dhīmatā
‚So sei es‘, sprachen darauf die erfreuten Götter zu dem Herrscher der Erde, sowie die Weisen samt den Gandharvas und der weise Uttaṅka.

sabhājya cainaṃ vividhair āśīrvādais tato nṛpam devā maharṣayaś caiva svāni sthānāni bhejire

Nachdem sie den König mit mannigfachen Segenssprüchen geehrt hatten, kehrten die Götter und die großen Weisen darauf zu ihren eigenen Stätten zurück.

Wort für Wort
sabhājya cainaṃ vividhair āśīrvādais tato nṛpam devā maharṣayaś caiva svāni sthānāni bhejire
Nachdem sie den König mit mannigfachen Segenssprüchen geehrt hatten, kehrten die Götter und die großen Weisen darauf zu ihren eigenen Stätten zurück.

tasya putrās trayaḥ śiṣṭā yudhiṣṭhira tadābhavan dṛḍhāśvaḥ kapilāśvaś ca candrāśvaś caiva bhārata tebhyaḥ paramparā rājann ikṣvākūṇāṃ mahātmanām

Von ihm blieben, o Yudhiṣṭhira, damals drei Söhne übrig: Dṛḍhāśva, Kapilāśva und Candrāśva, o Bhārata; von ihnen stammt die Nachfolge der hochgesinnten Ikṣvākus, o König.

Wort für Wort
tasya putrās trayaḥ śiṣṭā yudhiṣṭhira tadābhavan dṛḍhāśvaḥ kapilāśvaś ca candrāśvaś caiva bhārata tebhyaḥ paramparā rājann ikṣvākūṇāṃ mahātmanām
Von ihm blieben, o Yudhiṣṭhira, damals drei Söhne übrig: Dṛḍhāśva, Kapilāśva und Candrāśva, o Bhārata; von ihnen stammt die Nachfolge der hochgesinnten Ikṣvākus, o König.

evaṃ sa nihatas tena kuvalāśvena sattama dhundhur daityo mahāvīryo madhukaiṭabhayoḥ sutaḥ

So wurde jener Daitya Dhundhu, von großer Kraft, der Sohn von Madhu und Kaiṭabha, von diesem Kuvalāśva erschlagen, du Bester,

Wort für Wort
evaṃ sa nihatas tena kuvalāśvena sattama dhundhur daityo mahāvīryo madhukaiṭabhayoḥ sutaḥ
So wurde jener Daitya Dhundhu, von großer Kraft, der Sohn von Madhu und Kaiṭabha, von diesem Kuvalāśva erschlagen, du Bester,

kuvalāśvas tu nṛpatir dhundhumāra iti smṛtaḥ nāmnā ca guṇasaṃyuktas tadā prabhṛti so 'bhavat

und der König Kuvalāśva wurde von da an, mit Namen und Tugend zugleich, als Dhundhumāra bekannt.

Wort für Wort
kuvalāśvas tu nṛpatir dhundhumāra iti smṛtaḥ nāmnā ca guṇasaṃyuktas tadā prabhṛti so 'bhavat
und der König Kuvalāśva wurde von da an, mit Namen und Tugend zugleich, als Dhundhumāra bekannt.

etat te sarvam ākhyātaṃ yan māṃ tvaṃ paripṛcchasi dhaundhumāram upākhyānaṃ prathitaṃ yasya karmaṇā

Dies alles ist dir verkündet worden, wonach du mich gefragt hast: die weitberühmte Erzählung von Dhundhumāra, durch dessen Taten sie bekannt wurde.

Wort für Wort
etat te sarvam ākhyātaṃ yan māṃ tvaṃ paripṛcchasi dhaundhumāram upākhyānaṃ prathitaṃ yasya karmaṇā
Dies alles ist dir verkündet worden, wonach du mich gefragt hast: die weitberühmte Erzählung von Dhundhumāra, durch dessen Taten sie bekannt wurde.

idaṃ tu puṇyam ākhyānaṃ viṣṇoḥ samanukīrtanam śṛṇuyād yaḥ sa dharmātmā putravāṃś ca bhaven naraḥ

Diese heilsame Erzählung, die Viṣṇus Lob verkündet – wer sie hört, wird von rechtschaffener Gesinnung sein und mit Söhnen gesegnet.

Wort für Wort
idaṃ tu puṇyam ākhyānaṃ viṣṇoḥ samanukīrtanam śṛṇuyād yaḥ sa dharmātmā putravāṃś ca bhaven naraḥ
Diese heilsame Erzählung, die Viṣṇus Lob verkündet – wer sie hört, wird von rechtschaffener Gesinnung sein und mit Söhnen gesegnet.

āyuṣmān dhṛtimāṃś caiva śrutvā bhavati parvasu na ca vyādhibhayaṃ kiṃ cit prāpnoti vigatajvaraḥ

Langlebig und standhaft wird, wer sie an den Parvan-Tagen hört; und keinerlei Furcht vor Krankheit erlangt er, frei von Fieber.“

Wort für Wort
āyuṣmān dhṛtimāṃś caiva śrutvā bhavati parvasu na ca vyādhibhayaṃ kiṃ cit prāpnoti vigatajvaraḥ
Langlebig und standhaft wird, wer sie an den Parvan-Tagen hört; und keinerlei Furcht vor Krankheit erlangt er, frei von Fieber.“

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