Kapitel 123: Cyavanasukanyopākhyānam - Aśvinīvaraḥ
Die Erzählung von Cyavana und Sukanyā - Der Wunsch der Aśvins
Lomaśas Erzählung (weiterhin offen seit Kapitel 122) wird fortgesetzt: Die Aśvins erblicken die badende Sukanyā und werben scherzhaft um sie, doch sie bleibt Cyavana treu. Die Götter bieten an, Cyavana durch ein Bad im See zu verjüngen; Cyavana und die Aśvins tauchen unter und steigen alle drei in gleicher, jugendlicher Gestalt wieder empor. Sukanyā erkennt und wählt dennoch richtig ihren eigenen Gatten unter den drei gleich aussehenden Göttlichen aus. Der verjüngte Cyavana verspricht den Aśvins aus Dankbarkeit, sie trotz Indras Widerstand zu Soma-Trinkern zu machen.
athāśvinau prahasyaitām abrūtāṃ punar eva tu kathaṃ tvam asi kalyāṇi pitrā dattā gatādhvane
Da sprachen die Aśvins, lachend, wiederum zu ihr: 'Wie kommt es, o Glückliche, dass du von deinem Vater einem gegeben wurdest, dessen Lebensweg schon verstrichen ist?'
Wort für Wort
athāśvinau prahasyaitām abrūtāṃ punar eva tu kathaṃ tvam asi kalyāṇi pitrā dattā gatādhvane
Da sprachen die Aśvins, lachend, wiederum zu ihr: 'Wie kommt es, o Glückliche, dass du von deinem Vater einem gegeben wurdest, dessen Lebensweg schon verstrichen ist?'
sarvābharaṇasaṃpannā paramāmbaradhāriṇī śobhethās tv anavadyāṅgi na tv evaṃ malapaṅkinī
'Mit allem Schmuck versehen, in vorzüglichen Gewändern gekleidet, würdest du erstrahlen, o Makellosgliedrige - doch nicht so, von Schmutz und Schlamm bedeckt.'
Wort für Wort
sarvābharaṇasaṃpannā paramāmbaradhāriṇī śobhethās tv anavadyāṅgi na tv evaṃ malapaṅkinī
'Mit allem Schmuck versehen, in vorzüglichen Gewändern gekleidet, würdest du erstrahlen, o Makellosgliedrige - doch nicht so, von Schmutz und Schlamm bedeckt.'
'Unfähig zum Schutz und zum Unterhalt, o Süßlächelnde - verlasse getrost den Cyavana und wähle einen von uns beiden zum Gatten, o du Göttersprösslinggleiche; lass deine Jugend nicht vergeblich verstreichen.'
'Unfähig zum Schutz und zum Unterhalt, o Süßlächelnde - verlasse getrost den Cyavana und wähle einen von uns beiden zum Gatten, o du Göttersprösslinggleiche; lass deine Jugend nicht vergeblich verstreichen.'
tato muhūrtād uttīrṇāḥ sarve te sarasas tataḥ divyarūpadharāḥ sarve yuvāno mṛṣṭakuṇḍalāḥ tulyarūpadharāś caiva manasaḥ prītivardhanāḥ
Da, nach einem Augenblick, stiegen sie alle aus dem See empor, alle in göttlicher Gestalt, jugendlich, mit blank polierten Ohrringen, alle von gleicher Gestalt und das Herz erfreuend.
Wort für Wort
tato muhūrtād uttīrṇāḥ sarve te sarasas tataḥ divyarūpadharāḥ sarve yuvāno mṛṣṭakuṇḍalāḥ tulyarūpadharāś caiva manasaḥ prītivardhanāḥ
Da, nach einem Augenblick, stiegen sie alle aus dem See empor, alle in göttlicher Gestalt, jugendlich, mit blank polierten Ohrringen, alle von gleicher Gestalt und das Herz erfreuend.
Sie alle sprachen gemeinsam: 'Wähle einen von uns, o Holde, wie es dir beliebt, o Gesegnete, zum Gatten, o Schönfarbige; oder wen auch immer du begehrst, den wähle, o Schöne.'
Sie alle sprachen gemeinsam: 'Wähle einen von uns, o Holde, wie es dir beliebt, o Gesegnete, zum Gatten, o Schönfarbige; oder wen auch immer du begehrst, den wähle, o Schöne.'
Sie aber, nachdem sie alle jene, in gleicher Gestalt dastehenden, genau betrachtet hatte, wählte, mit Geist und Verstand entschieden, die Göttergleiche ihren eigenen Gatten.
Sie aber, nachdem sie alle jene, in gleicher Gestalt dastehenden, genau betrachtet hatte, wählte, mit Geist und Verstand entschieden, die Göttergleiche ihren eigenen Gatten.
labdhvā tu cyavano bhāryāṃ vayorūpaṃ ca vāñchitam hṛṣṭo 'bravīn mahātejās tau nāsatyāv idaṃ vacaḥ
Cyavana aber, nachdem er seine Gattin und die gewünschte Jugend und Schönheit erlangt hatte, sprach erfreut, der von großer Glut, zu jenen beiden Nāsatyas dieses Wort:
Wort für Wort
labdhvā tu cyavano bhāryāṃ vayorūpaṃ ca vāñchitam hṛṣṭo 'bravīn mahātejās tau nāsatyāv idaṃ vacaḥ
Cyavana aber, nachdem er seine Gattin und die gewünschte Jugend und Schönheit erlangt hatte, sprach erfreut, der von großer Glut, zu jenen beiden Nāsatyas dieses Wort: