Kapitel 192: Uttaṅkopākhyānam / Dhundhumāropākhyānopakramaḥ
Die Erzählung von Uttaṅka und der Beginn der Dhundhumāra-Geschichte
Yudhiṣṭhira bittet Mārkaṇḍeya um die Geschichte, wie der Ikṣvāku-König Kuvalāśva zum Dhundhumāra wurde. Mārkaṇḍeya erzählt, wie der Weise Uttaṅka durch schwere Askese Viṣṇu erscheinen lässt, ihn in einem großen Lobgesang preist und als Gabe stete Hingabe an Dharma, Wahrheit und Askese erbittet; Viṣṇu verheißt ihm dies und kündigt an, dass Bṛhadaśvas Sohn Kuvalāśva, ausgestattet mit Viṣṇus eigener Kraft, den weltvernichtenden Asura Dhundhu töten und dadurch den Beinamen Dhundhumāra erhalten werde.
viditās tava dharmajña devadānavarākṣasāḥ rājavaṃśāś ca vividhā ṛṣivaṃśāś ca śāśvatāḥ na te 'sty aviditaṃ kiṃ cid asmiṃl loke dvijottama
„Bekannt sind dir, Kenner des Dharma, die Götter, Dānavas und Rākṣasas, die mannigfachen Königsgeschlechter und die ewigen Sehergeschlechter; nichts in dieser Welt ist dir unbekannt, du Bester der Zweifachgeborenen.
Wort für Wort
viditās tava dharmajña devadānavarākṣasāḥ rājavaṃśāś ca vividhā ṛṣivaṃśāś ca śāśvatāḥ na te 'sty aviditaṃ kiṃ cid asmiṃl loke dvijottama
„Bekannt sind dir, Kenner des Dharma, die Götter, Dānavas und Rākṣasas, die mannigfachen Königsgeschlechter und die ewigen Sehergeschlechter; nichts in dieser Welt ist dir unbekannt, du Bester der Zweifachgeborenen.
Kennst du, o Weiser, eine wundersame Geschichte von Menschen, Schlangenwesen und Rākṣasas? Diese möchte ich, wahrheitsgemäß erzählt, von dir hören, du Zweifachgeborener.
Kennst du, o Weiser, eine wundersame Geschichte von Menschen, Schlangenwesen und Rākṣasas? Diese möchte ich, wahrheitsgemäß erzählt, von dir hören, du Zweifachgeborener.
uttaṅkas tu mahārāja tapo 'tapyat suduścaram ārirādhayiṣur viṣṇuṃ bahūn varṣagaṇān vibho
Uttaṅka aber, o Großkönig, übte überaus schwer auszuführende Askese, in dem Wunsch, Viṣṇu wohlgesonnen zu machen, viele Jahresreihen hindurch, o Herrscher.
Wort für Wort
uttaṅkas tu mahārāja tapo 'tapyat suduścaram ārirādhayiṣur viṣṇuṃ bahūn varṣagaṇān vibho
Uttaṅka aber, o Großkönig, übte überaus schwer auszuführende Askese, in dem Wunsch, Viṣṇu wohlgesonnen zu machen, viele Jahresreihen hindurch, o Herrscher.
Der Erhabene, ihm gewogen, gewährte ihm die unmittelbare Anschauung seiner Gestalt; und der Weise, ihn erblickend, ehrfürchtig gebeugt, pries ihn mit mannigfachen Lobgesängen:
Der Erhabene, ihm gewogen, gewährte ihm die unmittelbare Anschauung seiner Gestalt; und der Weise, ihn erblickend, ehrfürchtig gebeugt, pries ihn mit mannigfachen Lobgesängen:
tvayā deva prajāḥ sarvāḥ sadevāsuramānavāḥ sthāvarāṇi ca bhūtāni jaṅgamāni tathaiva ca brahma vedāś ca vedyaṃ ca tvayā sṛṣṭaṃ mahādyute
‚Von dir, o Gott, sind alle Geschöpfe erschaffen worden, samt Göttern, Asuras und Menschen, die unbeweglichen wie die beweglichen Wesen; Brahman, die Veden und das zu Erkennende sind von dir geschaffen, du Glanzvoller.
Wort für Wort
tvayā deva prajāḥ sarvāḥ sadevāsuramānavāḥ sthāvarāṇi ca bhūtāni jaṅgamāni tathaiva ca brahma vedāś ca vedyaṃ ca tvayā sṛṣṭaṃ mahādyute
‚Von dir, o Gott, sind alle Geschöpfe erschaffen worden, samt Göttern, Asuras und Menschen, die unbeweglichen wie die beweglichen Wesen; Brahman, die Veden und das zu Erkennende sind von dir geschaffen, du Glanzvoller.
śiras te gaganaṃ deva netre śaśidivākarau niḥśvāsaḥ pavanaś cāpi tejo 'gniś ca tavācyuta bāhavas te diśaḥ sarvāḥ kukṣiś cāpi mahārṇavaḥ
Dein Haupt, o Gott, ist der Himmelsraum, deine Augen sind Mond und Sonne, dein Atem der Wind, dein Glanz das Feuer, du Standhafter; deine Arme sind alle Himmelsrichtungen, dein Leib das gewaltige Weltmeer.
Wort für Wort
śiras te gaganaṃ deva netre śaśidivākarau niḥśvāsaḥ pavanaś cāpi tejo 'gniś ca tavācyuta bāhavas te diśaḥ sarvāḥ kukṣiś cāpi mahārṇavaḥ
Dein Haupt, o Gott, ist der Himmelsraum, deine Augen sind Mond und Sonne, dein Atem der Wind, dein Glanz das Feuer, du Standhafter; deine Arme sind alle Himmelsrichtungen, dein Leib das gewaltige Weltmeer.
Bist du zufrieden, ist die Welt wohlgeborgen; bist du zornig, herrscht große Furcht; du allein bist der Vertreiber aller Ängste, du Bester der Menschen.
Bist du zufrieden, ist die Welt wohlgeborgen; bist du zornig, herrscht große Furcht; du allein bist der Vertreiber aller Ängste, du Bester der Menschen.
devānāṃ mānuṣāṇāṃ ca sarvabhūtasukhāvahaḥ tribhir vikramaṇair deva trayo lokās tvayāhṛtāḥ asurāṇāṃ samṛddhānāṃ vināśaś ca tvayā kṛtaḥ
Du bringst allen Göttern und Menschen, allen Wesen, Glück; mit deinen drei Schritten, o Gott, hast du die drei Welten dir errungen; und die Vernichtung der mächtigen Asuras hast du bewirkt.
Wort für Wort
devānāṃ mānuṣāṇāṃ ca sarvabhūtasukhāvahaḥ tribhir vikramaṇair deva trayo lokās tvayāhṛtāḥ asurāṇāṃ samṛddhānāṃ vināśaś ca tvayā kṛtaḥ
Du bringst allen Göttern und Menschen, allen Wesen, Glück; mit deinen drei Schritten, o Gott, hast du die drei Welten dir errungen; und die Vernichtung der mächtigen Asuras hast du bewirkt.
tvaṃ hi kartā vikartā ca bhūtānām iha sarvaśaḥ ārādhayitvā tvāṃ devāḥ sukham edhanti sarvaśaḥ
Du bist es, der die Wesen hier auf jede Weise erschafft und wieder auflöst; nachdem sie dich verehrt haben, gedeihen die Götter allseits in Glückseligkeit.‘
Wort für Wort
tvaṃ hi kartā vikartā ca bhūtānām iha sarvaśaḥ ārādhayitvā tvāṃ devāḥ sukham edhanti sarvaśaḥ
Du bist es, der die Wesen hier auf jede Weise erschafft und wieder auflöst; nachdem sie dich verehrt haben, gedeihen die Götter allseits in Glückseligkeit.‘
viṣṇur uvāca prītas te 'ham alaulyena bhaktyā ca dvijasattama avaśyaṃ hi tvayā brahman matto grāhyo varo dvija
Viṣṇu sprach: ‚Ich bin zufrieden mit dir wegen deiner Begierdelosigkeit und Hingabe, du Bester der Zweifachgeborenen; du musst gewiss eine Gabe von mir annehmen, o Brahmane.‘
Wort für Wort
viṣṇur uvāca prītas te 'ham alaulyena bhaktyā ca dvijasattama avaśyaṃ hi tvayā brahman matto grāhyo varo dvija
Viṣṇu sprach: ‚Ich bin zufrieden mit dir wegen deiner Begierdelosigkeit und Hingabe, du Bester der Zweifachgeborenen; du musst gewiss eine Gabe von mir annehmen, o Brahmane.‘
yadi me bhagavān prītaḥ puṇḍarīkanibhekṣaṇaḥ dharme satye dame caiva buddhir bhavatu me sadā abhyāsaś ca bhaved bhaktyā tvayi nityaṃ maheśvara
‚Wenn der Erhabene, der Lotusäugige, mir gewogen ist, so möge mein Sinn stets auf Dharma, Wahrheit und Selbstbeherrschung gerichtet sein, und stete Übung in Hingabe zu dir sei mir eigen, großer Herr.‘
Wort für Wort
yadi me bhagavān prītaḥ puṇḍarīkanibhekṣaṇaḥ dharme satye dame caiva buddhir bhavatu me sadā abhyāsaś ca bhaved bhaktyā tvayi nityaṃ maheśvara
‚Wenn der Erhabene, der Lotusäugige, mir gewogen ist, so möge mein Sinn stets auf Dharma, Wahrheit und Selbstbeherrschung gerichtet sein, und stete Übung in Hingabe zu dir sei mir eigen, großer Herr.‘
Viṣṇu sprach: ‚Dies alles wird durch meine Gnade geschehen, du Zweifachgeborener; und die Vereinigung, durch die ausgestattet du selbst den Himmelsbewohnern und den drei Welten eine große Tat vollbringen wirst, wird sich dir offenbaren.
Viṣṇu sprach: ‚Dies alles wird durch meine Gnade geschehen, du Zweifachgeborener; und die Vereinigung, durch die ausgestattet du selbst den Himmelsbewohnern und den drei Welten eine große Tat vollbringen wirst, wird sich dir offenbaren.