Kapitel 25: Dvaitavanapraveśaḥ
Yudhiṣṭhiras Beratung mit den Brüdern und der Einzug in den Wald von Dvaitavana
Yudhiṣṭhira bittet seine Brüder, eine geeignete Gegend für die zwölf Waldjahre zu finden. Arjuna rühmt Yudhiṣṭhiras Weisheit und Vertrautheit mit Sehern und Welten und schlägt den See Dvaitavana vor; Yudhiṣṭhira stimmt zu. Die Pāṇḍavas ziehen mit zahlreichen Brāhmaṇas dorthin; ausführlich wird der prächtige Wald mit seinen Bäumen, Vögeln, Elefantenherden und den dort weilenden vollkommenen Sehern geschildert, bevor sich die Familie zur Rast unter einem großen Baum niederlässt.
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem jene fortgezogen waren, sprach der Sohn der Kuntī, wahrhaft in seinen Gelübden, der fromme Yudhiṣṭhira, zu all seinen Brüdern:
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem jene fortgezogen waren, sprach der Sohn der Kuntī, wahrhaft in seinen Gelübden, der fromme Yudhiṣṭhira, zu all seinen Brüdern:
„Dieser See namens Dvaitavana, den frommen Wesen gemäß, reich an Blüten und Früchten, lieblich, von vielerlei Vögeln [?] bewohnt,
[Anm.: „Dvijaniṣevitam“ kann sowohl „von vielerlei Vögeln bewohnt“ als auch „von Zweifachgeborenen [Brāhmaṇas] besucht“ bedeuten; beide Lesarten passen zum Kontext.]
Yudhiṣṭhira sprach: „Auch meine Meinung ist dies, Pārtha, was von dir dargelegt wurde; lasst uns zum heiligen, berühmten, großen See Dvaitavana ziehen.“
Yudhiṣṭhira sprach: „Auch meine Meinung ist dies, Pārtha, was von dir dargelegt wurde; lasst uns zum heiligen, berühmten, großen See Dvaitavana ziehen.“
Der Herrscher des Reiches sah jenen großen Wald, der, als die Hitze vorüber war, mit blütentragenden Śāla-, Tāla-, Mango-, Madhūka-, Nīpa-, Kadamba-, Sarja-, Arjuna- und Karṇikāra-Bäumen bestanden war.
Der Herrscher des Reiches sah jenen großen Wald, der, als die Hitze vorüber war, mit blütentragenden Śāla-, Tāla-, Mango-, Madhūka-, Nīpa-, Kadamba-, Sarja-, Arjuna- und Karṇikāra-Bäumen bestanden war.
Auf den Wipfeln der großen Bäume saßen, entzückende Laute hervorbringend, Scharen von Pfauen, Dātyūha-Vögeln und Cakoras, und auch Waldkuckucke in jenem Wald.
Auf den Wipfeln der großen Bäume saßen, entzückende Laute hervorbringend, Scharen von Pfauen, Dātyūha-Vögeln und Cakoras, und auch Waldkuckucke in jenem Wald.
Der Herrscher des Reiches sah in jenem Wald gewaltige Herden großer Elefanten, der Herdenführer, von Brunst erregt, an Berge gleichender Pracht, zusammen mit den Herden der Elefantenkühe.
Der Herrscher des Reiches sah in jenem Wald gewaltige Herden großer Elefanten, der Herdenführer, von Brunst erregt, an Berge gleichender Pracht, zusammen mit den Herden der Elefantenkühe.
Nachdem er zur entzückenden, an Bhogavatī gemahnenden Stätte gelangt war, sah er in jenem Wald, der Wohnstatt der Dharma-Wahrenden, viele Scharen vollkommener Seher, selbstbeherrscht, mit Rindenkleidern und Flechtenhaar.
Nachdem er zur entzückenden, an Bhogavatī gemahnenden Stätte gelangt war, sah er in jenem Wald, der Wohnstatt der Dharma-Wahrenden, viele Scharen vollkommener Seher, selbstbeherrscht, mit Rindenkleidern und Flechtenhaar.
[Anm.: „Bhogavatīm“ kann sich auf die sagenhafte Schlangenstadt Bhogavatī beziehen, mit der die liebliche Stätte am See verglichen wird; die genaue Bedeutung bleibt hier etwas unklar.]
tataḥ sa yānād avaruhya rājā sabhrātṛkaḥ sajanaḥ kānanaṃ tat viveśa dharmātmavatāṃ variṣṭhas triviṣṭapaṃ śakra ivāmitaujāḥ
Darauf stieg der König von seinem Fahrzeug herab und betrat, mit seinen Brüdern und seinem Gefolge, jenen Wald, der Beste der Frommen, wie der unermesslich mächtige Śakra den dritten Himmel [Triviṣṭapa].
Wort für Wort
tataḥ sa yānād avaruhya rājā sabhrātṛkaḥ sajanaḥ kānanaṃ tat viveśa dharmātmavatāṃ variṣṭhas triviṣṭapaṃ śakra ivāmitaujāḥ
Darauf stieg der König von seinem Fahrzeug herab und betrat, mit seinen Brüdern und seinem Gefolge, jenen Wald, der Beste der Frommen, wie der unermesslich mächtige Śakra den dritten Himmel [Triviṣṭapa].
Zu ihm, dem Wahrhaftigen im Bündnis, eilten gemeinsam, ihn zu sehen begierig, die Scharen der Cāraṇas und Siddhas, und auch die Waldbewohner umringten den löwengleichen, weisen Herrscher der Menschen und verharrten dort.
Zu ihm, dem Wahrhaftigen im Bündnis, eilten gemeinsam, ihn zu sehen begierig, die Scharen der Cāraṇas und Siddhas, und auch die Waldbewohner umringten den löwengleichen, weisen Herrscher der Menschen und verharrten dort.
sa tatra siddhān abhivādya sarvān pratyarcito rājavad devavac ca viveśa sarvaiḥ sahito dvijāgryaiḥ kṛtāñjalir dharmabhṛtāṃ variṣṭhaḥ
Er, der Beste der Dharma-Wahrenden, begrüßte dort alle Vollkommenen und wurde, wie ein König und wie ein Gott, geehrt zurückbegrüßt; mit gefalteten Händen betrat er, begleitet von allen vornehmsten Zweifachgeborenen, den Wald.
Wort für Wort
sa tatra siddhān abhivādya sarvān pratyarcito rājavad devavac ca viveśa sarvaiḥ sahito dvijāgryaiḥ kṛtāñjalir dharmabhṛtāṃ variṣṭhaḥ
Er, der Beste der Dharma-Wahrenden, begrüßte dort alle Vollkommenen und wurde, wie ein König und wie ein Gott, geehrt zurückbegrüßt; mit gefalteten Händen betrat er, begleitet von allen vornehmsten Zweifachgeborenen, den Wald.
Der tugendhafte, hochherzige König, wie ein Vater von allen verehrt, von den frommen Asketen begrüßt und geehrt, setzte sich am Fuß eines großen, blütentragenden Baumes nieder.
Der tugendhafte, hochherzige König, wie ein Vater von allen verehrt, von den frommen Asketen begrüßt und geehrt, setzte sich am Fuß eines großen, blütentragenden Baumes nieder.
bhīmaś ca kṛṣṇā ca dhanaṃjayaś ca yamau ca te cānucarā narendram vimucya vāhān avaruhya sarve tatropatasthur bharataprabarhāḥ
Bhīma, Kṛṣṇā, Dhanaṃjaya, die Zwillinge und ihre Gefolgsleute, alle, nachdem sie ihre Fahrzeuge abgeschirrt und sich niedergelassen hatten, warteten dort dem Herrscher der Menschen auf, die Besten der Bharatas.
Wort für Wort
bhīmaś ca kṛṣṇā ca dhanaṃjayaś ca yamau ca te cānucarā narendram vimucya vāhān avaruhya sarve tatropatasthur bharataprabarhāḥ
Bhīma, Kṛṣṇā, Dhanaṃjaya, die Zwillinge und ihre Gefolgsleute, alle, nachdem sie ihre Fahrzeuge abgeschirrt und sich niedergelassen hatten, warteten dort dem Herrscher der Menschen auf, die Besten der Bharatas.
Jener große, von Lianengeflecht überwucherte und herabgebeugte Baum erstrahlte, umgeben von den fünf hochherzigen Pāṇḍavas mit ihren mächtigen Bögen, die sich dort zur Rast niedergelassen hatten, wie ein großer Berg mit Elefantenherdenführern.
Jener große, von Lianengeflecht überwucherte und herabgebeugte Baum erstrahlte, umgeben von den fünf hochherzigen Pāṇḍavas mit ihren mächtigen Bögen, die sich dort zur Rast niedergelassen hatten, wie ein großer Berg mit Elefantenherdenführern.