Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 154: Jaṭāsuravadhaḥ Die Tötung des Jaṭāsura

Während Bhīma auf der Jagd ist, offenbart sich der Rākṣasa Jaṭāsura, der sich lange als Brahmane getarnt unter den Pāṇḍavas eingeschlichen hatte, in wahrer Gestalt, ergreift ihre Waffen und raubt Yudhiṣṭhira, die Zwillinge und Draupadī. Sahadeva entkommt und ruft Bhīma herbei; unterdessen tadelt Yudhiṣṭhira den Rākṣasa eindringlich für seinen Verrat an Gastrecht und Freundestreue, und Sahadeva fordert ihn zum Kampf. Bhīma erscheint, erklärt, warum er den getarnten Rākṣasa zuvor verschont hatte, und liefert ihm einen gewaltigen Ringkampf mit ausgerissenen Bäumen und Felsblöcken, der an den Kampf Vālins und Sugrīvas erinnert. Schließlich zermalmt Bhīma den erschöpften Jaṭāsura und schlägt ihm das Haupt ab.

vaiśaṃpāyana uvāca tatas tān pariviśvastān vasatas tatra pāṇḍavān gateṣu teṣu rakṣaḥsu bhīmasenātmaje 'pi ca

Vaiśaṃpāyana sprach: Als darauf jene Rākṣasas und auch Bhīmasenas Sohn gegangen waren, während die Pāṇḍavas dort arglos verweilten,

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tatas tān pariviśvastān vasatas tatra pāṇḍavān gateṣu teṣu rakṣaḥsu bhīmasenātmaje 'pi ca
Vaiśaṃpāyana sprach: Als darauf jene Rākṣasas und auch Bhīmasenas Sohn gegangen waren, während die Pāṇḍavas dort arglos verweilten,

rahitān bhīmasenena kadā cit tān yadṛcchayā jahāra dharmarājānaṃ yamau kṛṣṇāṃ ca rākṣasaḥ

raubte einst, als sie von Bhīmasena getrennt waren, durch Zufall ein Rākṣasa den Dharmarāja, die Zwillinge und Kṛṣṇā.

Wort für Wort
rahitān bhīmasenena kadā cit tān yadṛcchayā jahāra dharmarājānaṃ yamau kṛṣṇāṃ ca rākṣasaḥ
raubte einst, als sie von Bhīmasena getrennt waren, durch Zufall ein Rākṣasa den Dharmarāja, die Zwillinge und Kṛṣṇā.

brāhmaṇo mantrakuśalaḥ sarvāstreṣv astravittamaḥ iti bruvan pāṇḍaveyān paryupāste sma nityadā

Er hatte sich, indem er behauptete, ein der Zaubersprüche kundiger Brahmane zu sein, der beste Kenner aller Waffen, beständig in den Dienst der Pāṇḍava-Söhne begeben.

Wort für Wort
brāhmaṇo mantrakuśalaḥ sarvāstreṣv astravittamaḥ iti bruvan pāṇḍaveyān paryupāste sma nityadā
Er hatte sich, indem er behauptete, ein der Zaubersprüche kundiger Brahmane zu sein, der beste Kenner aller Waffen, beständig in den Dienst der Pāṇḍava-Söhne begeben.

parīkṣamāṇaḥ pārthānāṃ kalāpāni dhanūṃṣi ca antaraṃ samabhiprepsur nāmnā khyāto jaṭāsuraḥ

So die Köcher und Bogen der Pārthas prüfend, auf eine günstige Gelegenheit lauernd, war er, mit Namen als Jaṭāsura bekannt.

Wort für Wort
parīkṣamāṇaḥ pārthānāṃ kalāpāni dhanūṃṣi ca antaraṃ samabhiprepsur nāmnā khyāto jaṭāsuraḥ
So die Köcher und Bogen der Pārthas prüfend, auf eine günstige Gelegenheit lauernd, war er, mit Namen als Jaṭāsura bekannt.

sa bhīmasene niṣkrānte mṛgayārtham ariṃdame anyad rūpaṃ samāsthāya vikṛtaṃ bhairavaṃ mahat

Als Bhīmasena, der Bezwinger der Feinde, zur Jagd ausgezogen war, nahm er eine andere, entstellte, furchtbare, gewaltige Gestalt an,

Wort für Wort
sa bhīmasene niṣkrānte mṛgayārtham ariṃdame anyad rūpaṃ samāsthāya vikṛtaṃ bhairavaṃ mahat
Als Bhīmasena, der Bezwinger der Feinde, zur Jagd ausgezogen war, nahm er eine andere, entstellte, furchtbare, gewaltige Gestalt an,

gṛhītvā sarvaśastrāṇi draupadīṃ parigṛhya ca prātiṣṭhata sa duṣṭātmā trīn gṛhītvā ca pāṇḍavān

ergriff alle Waffen, nahm Draupadī gefangen und machte sich, der Bösgesinnte, auf den Weg, nachdem er auch die drei Pāṇḍavas ergriffen hatte.

Wort für Wort
gṛhītvā sarvaśastrāṇi draupadīṃ parigṛhya ca prātiṣṭhata sa duṣṭātmā trīn gṛhītvā ca pāṇḍavān
ergriff alle Waffen, nahm Draupadī gefangen und machte sich, der Bösgesinnte, auf den Weg, nachdem er auch die drei Pāṇḍavas ergriffen hatte.

sahadevas tu yatnena tato 'pakramya pāṇḍavaḥ ākrandad bhīmasenaṃ vai yena yāto mahābalaḥ

Sahadeva aber, der Pāṇḍava, entkam mit Mühe und rief nach Bhīmasena, dorthin, wohin der Hochgewaltige gegangen war.

Wort für Wort
sahadevas tu yatnena tato 'pakramya pāṇḍavaḥ ākrandad bhīmasenaṃ vai yena yāto mahābalaḥ
Sahadeva aber, der Pāṇḍava, entkam mit Mühe und rief nach Bhīmasena, dorthin, wohin der Hochgewaltige gegangen war.

tam abravīd dharmarājo hriyamāṇo yudhiṣṭhiraḥ dharmas te hīyate mūḍha na cainaṃ samavekṣase

Ihm sagte, während er fortgeschleppt wurde, Dharmarāja Yudhiṣṭhira: „Deine Pflicht schwindet dahin, Tor, und du siehst es nicht ein.

Wort für Wort
tam abravīd dharmarājo hriyamāṇo yudhiṣṭhiraḥ dharmas te hīyate mūḍha na cainaṃ samavekṣase
Ihm sagte, während er fortgeschleppt wurde, Dharmarāja Yudhiṣṭhira: „Deine Pflicht schwindet dahin, Tor, und du siehst es nicht ein.

ye 'nye ke cin manuṣyeṣu tiryagyonigatā api gandharvayakṣarakṣāṃsi vayāṃsi paśavas tathā manuṣyān upajīvanti tatas tvam upajīvasi

Auch andere, die in tierischer Geburt unter den Menschen leben, Gandharven, Yakṣas, Rākṣasas, Vögel und Vieh ebenso — sie leben von den Menschen, und so lebst auch du von ihnen.

Wort für Wort
ye 'nye ke cin manuṣyeṣu tiryagyonigatā api gandharvayakṣarakṣāṃsi vayāṃsi paśavas tathā manuṣyān upajīvanti tatas tvam upajīvasi
Auch andere, die in tierischer Geburt unter den Menschen leben, Gandharven, Yakṣas, Rākṣasas, Vögel und Vieh ebenso — sie leben von den Menschen, und so lebst auch du von ihnen.

samṛddhyā hy asya lokasya loko yuṣmākam ṛdhyate imaṃ ca lokaṃ śocantam anuśocanti devatāḥ pūjyamānāś ca vardhante havyakavyair yathāvidhi

Denn durch das Gedeihen dieser Welt gedeiht auch eure Welt; und wenn diese Welt trauert, trauern auch die Gottheiten mit; verehrt aber gedeihen sie durch Opfergaben und Ahnenspenden, wie es sich gebührt.

Wort für Wort
samṛddhyā hy asya lokasya loko yuṣmākam ṛdhyate imaṃ ca lokaṃ śocantam anuśocanti devatāḥ pūjyamānāś ca vardhante havyakavyair yathāvidhi
Denn durch das Gedeihen dieser Welt gedeiht auch eure Welt; und wenn diese Welt trauert, trauern auch die Gottheiten mit; verehrt aber gedeihen sie durch Opfergaben und Ahnenspenden, wie es sich gebührt.

vayaṃ rāṣṭrasya goptāro rakṣitāraś ca rākṣasa rāṣṭrasyārakṣyamāṇasya kuto bhūtiḥ kutaḥ sukham

Wir sind die Hüter und Beschützer des Reiches, o Rākṣasa; wenn das Reich nicht beschützt wird, woher käme da Wohlstand, woher Glück?

Wort für Wort
vayaṃ rāṣṭrasya goptāro rakṣitāraś ca rākṣasa rāṣṭrasyārakṣyamāṇasya kuto bhūtiḥ kutaḥ sukham
Wir sind die Hüter und Beschützer des Reiches, o Rākṣasa; wenn das Reich nicht beschützt wird, woher käme da Wohlstand, woher Glück?

na ca rājāvamantavyo rakṣasā jātv anāgasi aṇur apy apacāraś ca nāsty asmākaṃ narāśana

Niemals darf ein schuldloser König von einem Rākṣasa missachtet werden; und auch nicht das geringste Vergehen liegt unsererseits vor, du Menschenfresser.

Wort für Wort
na ca rājāvamantavyo rakṣasā jātv anāgasi aṇur apy apacāraś ca nāsty asmākaṃ narāśana
Niemals darf ein schuldloser König von einem Rākṣasa missachtet werden; und auch nicht das geringste Vergehen liegt unsererseits vor, du Menschenfresser.

drogdhavyaṃ na ca mitreṣu na viśvasteṣu karhi cit yeṣāṃ cānnāni bhuñjīta yatra ca syāt pratiśrayaḥ

Man darf keinen Freunden Böses tun, niemals denen, die vertrauen, und nicht denen, deren Speise man genossen hat oder bei denen man Zuflucht gefunden hat.

Wort für Wort
drogdhavyaṃ na ca mitreṣu na viśvasteṣu karhi cit yeṣāṃ cānnāni bhuñjīta yatra ca syāt pratiśrayaḥ
Man darf keinen Freunden Böses tun, niemals denen, die vertrauen, und nicht denen, deren Speise man genossen hat oder bei denen man Zuflucht gefunden hat.

sa tvaṃ pratiśraye 'smākaṃ pūjyamānaḥ sukhoṣitaḥ bhuktvā cānnāni duṣprajña katham asmāñ jihīrṣasi

Du aber, der du in unserer Zuflucht verehrt wurdest und glücklich weiltest, und unsere Speise genossen hast — wie kannst du, Übelgesinnter, uns nun rauben?

Wort für Wort
sa tvaṃ pratiśraye 'smākaṃ pūjyamānaḥ sukhoṣitaḥ bhuktvā cānnāni duṣprajña katham asmāñ jihīrṣasi
Du aber, der du in unserer Zuflucht verehrt wurdest und glücklich weiltest, und unsere Speise genossen hast — wie kannst du, Übelgesinnter, uns nun rauben?

evam eva vṛthācāro vṛthāvṛddho vṛthāmatiḥ vṛthāmaraṇam arhas tvaṃ vṛthādya na bhaviṣyasi

So bist du fürwahr von nutzlosem Wandel, nutzlos aufgewachsen, von nutzlosem Verstand; einen nutzlosen Tod verdienst du — doch heute wirst du nicht mehr vergeblich leben.

Wort für Wort
evam eva vṛthācāro vṛthāvṛddho vṛthāmatiḥ vṛthāmaraṇam arhas tvaṃ vṛthādya na bhaviṣyasi
So bist du fürwahr von nutzlosem Wandel, nutzlos aufgewachsen, von nutzlosem Verstand; einen nutzlosen Tod verdienst du — doch heute wirst du nicht mehr vergeblich leben.

[Anm.: Der Vers spielt vierfach mit dem Wort vṛthā („nutzlos, vergeblich“); die letzte Wendung deutet an, dass sein Tod heute gewiss und nicht mehr aufschiebbar ist.]

atha ced duṣṭabuddhis tvaṃ sarvair dharmair vivarjitaḥ pradāya śastrāṇy asmākaṃ yuddhena draupadīṃ hara

Wenn du aber bösen Sinnes bist, aller Pflichten bar, so gib uns unsere Waffen zurück und raube Draupadī im offenen Kampf.

Wort für Wort
atha ced duṣṭabuddhis tvaṃ sarvair dharmair vivarjitaḥ pradāya śastrāṇy asmākaṃ yuddhena draupadīṃ hara
Wenn du aber bösen Sinnes bist, aller Pflichten bar, so gib uns unsere Waffen zurück und raube Draupadī im offenen Kampf.

atha cet tvam avijñāya idaṃ karma kariṣyasi adharmaṃ cāpy akīrtiṃ ca loke prāpsyasi kevalam

Wenn du aber, ohne recht zu erkennen, diese Tat vollbringen wirst, so wirst du nur Unrecht und Schande in der Welt erlangen.

Wort für Wort
atha cet tvam avijñāya idaṃ karma kariṣyasi adharmaṃ cāpy akīrtiṃ ca loke prāpsyasi kevalam
Wenn du aber, ohne recht zu erkennen, diese Tat vollbringen wirst, so wirst du nur Unrecht und Schande in der Welt erlangen.

etām adya parāmṛśya striyaṃ rākṣasa mānuṣīm viṣam etat samāloḍya kumbhena prāśitaṃ tvayā

Indem du heute diese menschliche Frau anfasst, o Rākṣasa, hast du gleichsam Gift, mit einem ganzen Krug vermischt, getrunken.“

Wort für Wort
etām adya parāmṛśya striyaṃ rākṣasa mānuṣīm viṣam etat samāloḍya kumbhena prāśitaṃ tvayā
Indem du heute diese menschliche Frau anfasst, o Rākṣasa, hast du gleichsam Gift, mit einem ganzen Krug vermischt, getrunken.“

tato yudhiṣṭhiras tasya bhārikaḥ samapadyata sa tu bhārābhibhūtātmā na tathā śīghrago 'bhavat

Darauf wurde Yudhiṣṭhira ihm zur Last; und er, von der Last überwältigt, konnte nicht mehr so schnell vorankommen.

Wort für Wort
tato yudhiṣṭhiras tasya bhārikaḥ samapadyata sa tu bhārābhibhūtātmā na tathā śīghrago 'bhavat
Darauf wurde Yudhiṣṭhira ihm zur Last; und er, von der Last überwältigt, konnte nicht mehr so schnell vorankommen.

athābravīd draupadīṃ ca nakulaṃ ca yudhiṣṭhiraḥ mā bhaiṣṭa rākṣasān mūḍhād gatir asya mayā hṛtā

Da sprach Yudhiṣṭhira zu Draupadī und Nakula: „Fürchtet euch nicht vor diesem törichten Rākṣasa; seine Geschwindigkeit habe ich durch mein Gewicht schon geraubt.

Wort für Wort
athābravīd draupadīṃ ca nakulaṃ ca yudhiṣṭhiraḥ mā bhaiṣṭa rākṣasān mūḍhād gatir asya mayā hṛtā
Da sprach Yudhiṣṭhira zu Draupadī und Nakula: „Fürchtet euch nicht vor diesem törichten Rākṣasa; seine Geschwindigkeit habe ich durch mein Gewicht schon geraubt.

nātidūre mahābāhur bhavitā pavanātmajaḥ asmin muhūrte saṃprāpte na bhaviṣyati rākṣasaḥ

Der starkarmige Windessohn wird nicht mehr fern sein; sobald dieser Augenblick gekommen ist, wird der Rākṣasa nicht mehr existieren.“

Wort für Wort
nātidūre mahābāhur bhavitā pavanātmajaḥ asmin muhūrte saṃprāpte na bhaviṣyati rākṣasaḥ
Der starkarmige Windessohn wird nicht mehr fern sein; sobald dieser Augenblick gekommen ist, wird der Rākṣasa nicht mehr existieren.“

sahadevas tu taṃ dṛṣṭvā rākṣasaṃ mūḍhacetasam uvāca vacanaṃ rājan kuntīputraṃ yudhiṣṭhiram

Sahadeva aber, als er jenen törichten Rākṣasa erblickte, sprach zu Yudhiṣṭhira, dem Sohn der Kuntī, dieses Wort, o König:

Wort für Wort
sahadevas tu taṃ dṛṣṭvā rākṣasaṃ mūḍhacetasam uvāca vacanaṃ rājan kuntīputraṃ yudhiṣṭhiram
Sahadeva aber, als er jenen törichten Rākṣasa erblickte, sprach zu Yudhiṣṭhira, dem Sohn der Kuntī, dieses Wort, o König:

rājan kiṃ nāma tat kṛtyaṃ kṣatriyasyāsty ato 'dhikam yad yuddhe 'bhimukhaḥ prāṇāṃs tyajec chatrūñ jayeta vā

„O König, welche Tat gäbe es wohl für einen Kṣatriya, die höher stünde, als dem Feind entgegenzutreten im Kampf, das Leben zu lassen oder ihn zu besiegen?

Wort für Wort
rājan kiṃ nāma tat kṛtyaṃ kṣatriyasyāsty ato 'dhikam yad yuddhe 'bhimukhaḥ prāṇāṃs tyajec chatrūñ jayeta vā
„O König, welche Tat gäbe es wohl für einen Kṣatriya, die höher stünde, als dem Feind entgegenzutreten im Kampf, das Leben zu lassen oder ihn zu besiegen?

eṣa cāsmān vayaṃ cainaṃ yudhyamānāḥ paraṃtapa sūdayema mahābāho deśakālo hy ayaṃ nṛpa

Er könnte uns töten, oder wir könnten ihn im Kampf vernichten, du Feindebezwinger, Starkarmiger; denn dies ist Ort und Zeit dafür, o König.

Wort für Wort
eṣa cāsmān vayaṃ cainaṃ yudhyamānāḥ paraṃtapa sūdayema mahābāho deśakālo hy ayaṃ nṛpa
Er könnte uns töten, oder wir könnten ihn im Kampf vernichten, du Feindebezwinger, Starkarmiger; denn dies ist Ort und Zeit dafür, o König.

kṣatradharmasya saṃprāptaḥ kālaḥ satyaparākrama jayantaḥ pātyamānā vā prāptum arhāma sadgatim

Die Zeit für die Pflicht der Kṣatriyas ist gekommen, o du von wahrhafter Tatkraft; sei es siegend, sei es fallend, verdienen wir eine gute Bestimmung zu erlangen.

Wort für Wort
kṣatradharmasya saṃprāptaḥ kālaḥ satyaparākrama jayantaḥ pātyamānā vā prāptum arhāma sadgatim
Die Zeit für die Pflicht der Kṣatriyas ist gekommen, o du von wahrhafter Tatkraft; sei es siegend, sei es fallend, verdienen wir eine gute Bestimmung zu erlangen.

rākṣase jīvamāne 'dya ravir astam iyād yadi nāhaṃ brūyāṃ punar jātu kṣatriyo 'smīti bhārata

Sollte heute die Sonne untergehen, während der Rākṣasa noch lebt, so wollte ich nie wieder sagen ‚Ich bin ein Kṣatriya‘, o Bhārata.“

Wort für Wort
rākṣase jīvamāne 'dya ravir astam iyād yadi nāhaṃ brūyāṃ punar jātu kṣatriyo 'smīti bhārata
Sollte heute die Sonne untergehen, während der Rākṣasa noch lebt, so wollte ich nie wieder sagen ‚Ich bin ein Kṣatriya‘, o Bhārata.“

bho bho rākṣasa tiṣṭhasva sahadevo 'smi pāṇḍavaḥ hatvā vā māṃ nayasvainān hato vādyeha svapsyasi

„He, he, Rākṣasa, bleib stehen! Ich bin Sahadeva, der Pāṇḍava. Töte mich und führe sie dann fort, oder du wirst heute hier erschlagen liegen und schlafen!“

Wort für Wort
bho bho rākṣasa tiṣṭhasva sahadevo 'smi pāṇḍavaḥ hatvā vā māṃ nayasvainān hato vādyeha svapsyasi
„He, he, Rākṣasa, bleib stehen! Ich bin Sahadeva, der Pāṇḍava. Töte mich und führe sie dann fort, oder du wirst heute hier erschlagen liegen und schlafen!“

tathaiva tasmin bruvati bhīmaseno yadṛcchayā prādṛśyata mahābāhuḥ savajra iva vāsavaḥ

Während er so sprach, erschien, durch Zufall, Bhīmasena, der Starkarmige, wie der mit dem Blitz bewaffnete Vāsava.

Wort für Wort
tathaiva tasmin bruvati bhīmaseno yadṛcchayā prādṛśyata mahābāhuḥ savajra iva vāsavaḥ
Während er so sprach, erschien, durch Zufall, Bhīmasena, der Starkarmige, wie der mit dem Blitz bewaffnete Vāsava.

so 'paśyad bhrātarau tatra draupadīṃ ca yaśasvinīm kṣitisthaṃ sahadevaṃ ca kṣipantaṃ rākṣasaṃ tadā

Er erblickte dort seine Brüder und die ruhmreiche Draupadī und den zu Boden geworfenen Sahadeva, wie er den Rākṣasa schmähte,

Wort für Wort
so 'paśyad bhrātarau tatra draupadīṃ ca yaśasvinīm kṣitisthaṃ sahadevaṃ ca kṣipantaṃ rākṣasaṃ tadā
Er erblickte dort seine Brüder und die ruhmreiche Draupadī und den zu Boden geworfenen Sahadeva, wie er den Rākṣasa schmähte,

mārgāc ca rākṣasaṃ mūḍhaṃ kālopahatacetasam bhramantaṃ tatra tatraiva daivena vinivāritam

und den törichten, vom Schicksal in seinem Sinn geschlagenen Rākṣasa, der vom Weg abgekommen, hierhin und dorthin irrte, vom Verhängnis aufgehalten.

Wort für Wort
mārgāc ca rākṣasaṃ mūḍhaṃ kālopahatacetasam bhramantaṃ tatra tatraiva daivena vinivāritam
und den törichten, vom Schicksal in seinem Sinn geschlagenen Rākṣasa, der vom Weg abgekommen, hierhin und dorthin irrte, vom Verhängnis aufgehalten.

bhrātṝṃs tān hriyato dṛṣṭvā draupadīṃ ca mahābalaḥ krodham āhārayad bhīmo rākṣasaṃ cedam abravīt

Als er sah, wie seine Brüder und Draupadī fortgeschleppt wurden, geriet der hochgewaltige Bhīma in Zorn und sprach zu dem Rākṣasa dieses:

Wort für Wort
bhrātṝṃs tān hriyato dṛṣṭvā draupadīṃ ca mahābalaḥ krodham āhārayad bhīmo rākṣasaṃ cedam abravīt
Als er sah, wie seine Brüder und Draupadī fortgeschleppt wurden, geriet der hochgewaltige Bhīma in Zorn und sprach zu dem Rākṣasa dieses:

vijñāto 'si mayā pūrvaṃ ceṣṭañ śastraparīkṣaṇe āsthā tu tvayi me nāsti yato 'si na hatas tadā brahmarūpapraticchanno na no vadasi cāpriyam

„Erkannt bist du schon früher von mir worden, als du dich beim Prüfen unserer Waffen so gebärdetest; doch hatte ich keine Achtsamkeit auf dich gerichtet, weshalb du damals nicht erschlagen wurdest — verhüllt in der Gestalt eines Brahmanen, sprachst du auch nichts Unliebes zu uns.

Wort für Wort
vijñāto 'si mayā pūrvaṃ ceṣṭañ śastraparīkṣaṇe āsthā tu tvayi me nāsti yato 'si na hatas tadā brahmarūpapraticchanno na no vadasi cāpriyam
„Erkannt bist du schon früher von mir worden, als du dich beim Prüfen unserer Waffen so gebärdetest; doch hatte ich keine Achtsamkeit auf dich gerichtet, weshalb du damals nicht erschlagen wurdest — verhüllt in der Gestalt eines Brahmanen, sprachst du auch nichts Unliebes zu uns.

priyeṣu caramāṇaṃ tvāṃ na caivāpriyakāriṇam atithiṃ brahmarūpaṃ ca kathaṃ hanyām anāgasam rākṣasaṃ manyamāno 'pi yo hanyān narakaṃ vrajet

Wie hätte ich dich, der du dich freundlich verhieltest und nichts Unliebes tatest, einen Gast in Brahmanengestalt, schuldlos, erschlagen sollen? Wer einen solchen, auch wenn er ihn für einen Rākṣasa hält, erschlägt, geht in die Hölle.

Wort für Wort
priyeṣu caramāṇaṃ tvāṃ na caivāpriyakāriṇam atithiṃ brahmarūpaṃ ca kathaṃ hanyām anāgasam rākṣasaṃ manyamāno 'pi yo hanyān narakaṃ vrajet
Wie hätte ich dich, der du dich freundlich verhieltest und nichts Unliebes tatest, einen Gast in Brahmanengestalt, schuldlos, erschlagen sollen? Wer einen solchen, auch wenn er ihn für einen Rākṣasa hält, erschlägt, geht in die Hölle.

apakvasya ca kālena vadhas tava na vidyate nūnam adyāsi saṃpakvo yathā te matir īdṛśī dattā kṛṣṇāpaharaṇe kālenādbhutakarmaṇā

Solange du unreif warst, gab es keine Tötung durch die Zeit für dich; doch gewiss bist du heute reif geworden, da dir vom Schicksal, dem Vollbringer wunderbarer Taten, ein solcher Sinn zum Raub Kṛṣṇās gegeben wurde.

Wort für Wort
apakvasya ca kālena vadhas tava na vidyate nūnam adyāsi saṃpakvo yathā te matir īdṛśī dattā kṛṣṇāpaharaṇe kālenādbhutakarmaṇā
Solange du unreif warst, gab es keine Tötung durch die Zeit für dich; doch gewiss bist du heute reif geworden, da dir vom Schicksal, dem Vollbringer wunderbarer Taten, ein solcher Sinn zum Raub Kṛṣṇās gegeben wurde.

baḍiśo 'yaṃ tvayā grastaḥ kālasūtreṇa lambitaḥ matsyo 'mbhasīva syūtāsyaḥ kathaṃ me 'dya gamiṣyasi

Diesen Angelhaken hast du verschluckt, am Faden der Zeit hängend, wie ein Fisch im Wasser mit durchbohrtem Maul; wie willst du mir heute entkommen?

Wort für Wort
baḍiśo 'yaṃ tvayā grastaḥ kālasūtreṇa lambitaḥ matsyo 'mbhasīva syūtāsyaḥ kathaṃ me 'dya gamiṣyasi
Diesen Angelhaken hast du verschluckt, am Faden der Zeit hängend, wie ein Fisch im Wasser mit durchbohrtem Maul; wie willst du mir heute entkommen?

yaṃ cāsi prasthito deśaṃ manaḥ pūrvaṃ gataṃ ca te na taṃ gantāsi gantāsi mārgaṃ bakahiḍimbayoḥ

Und das Land, zu dem du aufgebrochen bist, wohin auch dein Sinn schon zuvor gewandert war — dorthin wirst du nicht gelangen; du wirst den Weg Bakas und Hiḍimbas gehen.“

Wort für Wort
yaṃ cāsi prasthito deśaṃ manaḥ pūrvaṃ gataṃ ca te na taṃ gantāsi gantāsi mārgaṃ bakahiḍimbayoḥ
Und das Land, zu dem du aufgebrochen bist, wohin auch dein Sinn schon zuvor gewandert war — dorthin wirst du nicht gelangen; du wirst den Weg Bakas und Hiḍimbas gehen.“

evam uktas tu bhīmena rākṣasaḥ kālacoditaḥ bhīta utsṛjya tān sarvān yuddhāya samupasthitaḥ

So von Bhīma angesprochen, vom Schicksal getrieben, ließ der Rākṣasa erschrocken alle jene los und stellte sich zum Kampf.

Wort für Wort
evam uktas tu bhīmena rākṣasaḥ kālacoditaḥ bhīta utsṛjya tān sarvān yuddhāya samupasthitaḥ
So von Bhīma angesprochen, vom Schicksal getrieben, ließ der Rākṣasa erschrocken alle jene los und stellte sich zum Kampf.

abravīc ca punar bhīmaṃ roṣāt prasphuritādharaḥ na me mūḍhā diśaḥ pāpa tvadarthaṃ me vilambanam

Und er sprach erneut zu Bhīma, vor Zorn die Lippen bebend: „Nicht sind mir die Himmelsrichtungen verwirrt, du Frevler; wegen dir nur ist mein Verzug entstanden.

Wort für Wort
abravīc ca punar bhīmaṃ roṣāt prasphuritādharaḥ na me mūḍhā diśaḥ pāpa tvadarthaṃ me vilambanam
Und er sprach erneut zu Bhīma, vor Zorn die Lippen bebend: „Nicht sind mir die Himmelsrichtungen verwirrt, du Frevler; wegen dir nur ist mein Verzug entstanden.

śrutā me rākṣasā ye ye tvayā vinihatā raṇe teṣām adya kariṣyāmi tavāsreṇodakakriyām

Ich habe von all jenen Rākṣasas gehört, die von dir im Kampf erschlagen wurden; für sie werde ich heute mit deinem Blut das Wasseropfer vollziehen.“

Wort für Wort
śrutā me rākṣasā ye ye tvayā vinihatā raṇe teṣām adya kariṣyāmi tavāsreṇodakakriyām
Ich habe von all jenen Rākṣasas gehört, die von dir im Kampf erschlagen wurden; für sie werde ich heute mit deinem Blut das Wasseropfer vollziehen.“

evam uktas tato bhīmaḥ sṛkkiṇī parisaṃlihan smayamāna iva krodhāt sākṣāt kālāntakopamaḥ bāhusaṃrambham evecchann abhidudrāva rākṣasam

So angesprochen, leckte sich Bhīma darauf die Mundwinkel, gleichsam lächelnd vor Zorn, dem leibhaftigen Todesgott Antaka gleich, und, nur den Kampf der Arme begehrend, stürmte er auf den Rākṣasa los.

Wort für Wort
evam uktas tato bhīmaḥ sṛkkiṇī parisaṃlihan smayamāna iva krodhāt sākṣāt kālāntakopamaḥ bāhusaṃrambham evecchann abhidudrāva rākṣasam
So angesprochen, leckte sich Bhīma darauf die Mundwinkel, gleichsam lächelnd vor Zorn, dem leibhaftigen Todesgott Antaka gleich, und, nur den Kampf der Arme begehrend, stürmte er auf den Rākṣasa los.

rākṣaso 'pi tadā bhīmaṃ yuddhārthinam avasthitam abhidudrāva saṃrabdho balo vajradharaṃ yathā

Auch der Rākṣasa stürmte darauf, voll Wut, auf den kampfbereit dastehenden Bhīma los, wie einst Bala auf den Träger des Blitzes.

Wort für Wort
rākṣaso 'pi tadā bhīmaṃ yuddhārthinam avasthitam abhidudrāva saṃrabdho balo vajradharaṃ yathā
Auch der Rākṣasa stürmte darauf, voll Wut, auf den kampfbereit dastehenden Bhīma los, wie einst Bala auf den Träger des Blitzes.

vartamāne tadā tābhyāṃ bāhuyuddhe sudāruṇe mādrīputrāv abhikruddhāv ubhāv apy abhyadhāvatām

Während sich zwischen den beiden ein überaus furchtbarer Armkampf entwickelte, stürmten auch beide Söhne der Mādrī, voll Zorn, herbei.

Wort für Wort
vartamāne tadā tābhyāṃ bāhuyuddhe sudāruṇe mādrīputrāv abhikruddhāv ubhāv apy abhyadhāvatām
Während sich zwischen den beiden ein überaus furchtbarer Armkampf entwickelte, stürmten auch beide Söhne der Mādrī, voll Zorn, herbei.

nyavārayat tau prahasan kuntīputro vṛkodaraḥ śakto 'haṃ rākṣasasyeti prekṣadhvam iti cābravīt

Doch der Sohn Kuntīs, Vṛkodara, hielt sie lachend zurück und sprach: „Ich allein bin dem Rākṣasa gewachsen; schaut nur zu.

Wort für Wort
nyavārayat tau prahasan kuntīputro vṛkodaraḥ śakto 'haṃ rākṣasasyeti prekṣadhvam iti cābravīt
Doch der Sohn Kuntīs, Vṛkodara, hielt sie lachend zurück und sprach: „Ich allein bin dem Rākṣasa gewachsen; schaut nur zu.

ātmanā bhrātṛbhiś cāhaṃ dharmeṇa sukṛtena ca iṣṭena ca śape rājan sūdayiṣyāmi rākṣasam

Bei mir selbst, bei meinen Brüdern, bei Recht und Wohltat und bei vollbrachtem Opfer schwöre ich, o König: Ich werde den Rākṣasa vernichten.“

Wort für Wort
ātmanā bhrātṛbhiś cāhaṃ dharmeṇa sukṛtena ca iṣṭena ca śape rājan sūdayiṣyāmi rākṣasam
Bei mir selbst, bei meinen Brüdern, bei Recht und Wohltat und bei vollbrachtem Opfer schwöre ich, o König: Ich werde den Rākṣasa vernichten.“

ity evam uktvā tau vīrau spardhamānau parasparam bāhubhiḥ samasajjetām ubhau rakṣovṛkodarau

So sprechend, gerieten die beiden Helden, miteinander wetteifernd, mit ihren Armen aneinander, der Rākṣasa und Vṛkodara.

Wort für Wort
ity evam uktvā tau vīrau spardhamānau parasparam bāhubhiḥ samasajjetām ubhau rakṣovṛkodarau
So sprechend, gerieten die beiden Helden, miteinander wetteifernd, mit ihren Armen aneinander, der Rākṣasa und Vṛkodara.

tayor āsīt saṃprahāraḥ kruddhayor bhīmarakṣasoḥ amṛṣyamāṇayoḥ saṃkhye devadānavayor iva

Zwischen ihnen entstand ein Kampf, zwischen dem zornigen Bhīma und dem Rākṣasa, einander im Kampf nicht duldend, wie zwischen einem Gott und einem Dānava.

Wort für Wort
tayor āsīt saṃprahāraḥ kruddhayor bhīmarakṣasoḥ amṛṣyamāṇayoḥ saṃkhye devadānavayor iva
Zwischen ihnen entstand ein Kampf, zwischen dem zornigen Bhīma und dem Rākṣasa, einander im Kampf nicht duldend, wie zwischen einem Gott und einem Dānava.

ārujyārujya tau vṛkṣān anyonyam abhijaghnatuḥ jīmūtāv iva gharmānte vinadantau mahābalau

Bäume ausreißend um Bäume ausreißend, schlugen sie einander, die beiden Hochgewaltigen, wie zwei Gewitterwolken am Ende der heißen Jahreszeit, dröhnend.

Wort für Wort
ārujyārujya tau vṛkṣān anyonyam abhijaghnatuḥ jīmūtāv iva gharmānte vinadantau mahābalau
Bäume ausreißend um Bäume ausreißend, schlugen sie einander, die beiden Hochgewaltigen, wie zwei Gewitterwolken am Ende der heißen Jahreszeit, dröhnend.

babhañjatur mahāvṛkṣān ūrubhir balināṃ varau anyonyenābhisaṃrabdhau parasparajayaiṣiṇau

Mit ihren Schenkeln zerbrachen die beiden Besten der Starken gewaltige Bäume, gegeneinander erzürnt, jeder den Sieg über den anderen begehrend.

Wort für Wort
babhañjatur mahāvṛkṣān ūrubhir balināṃ varau anyonyenābhisaṃrabdhau parasparajayaiṣiṇau
Mit ihren Schenkeln zerbrachen die beiden Besten der Starken gewaltige Bäume, gegeneinander erzürnt, jeder den Sieg über den anderen begehrend.

tad vṛkṣayuddham abhavan mahīruhavināśanam vālisugrīvayor bhrātroḥ pureva kapisiṃhayoḥ

Jener Baum-Kampf, die Bäume vernichtend, glich dem einstigen Kampf der Brüder Vālin und Sugrīva, der Löwen unter den Affen.

Wort für Wort
tad vṛkṣayuddham abhavan mahīruhavināśanam vālisugrīvayor bhrātroḥ pureva kapisiṃhayoḥ
Jener Baum-Kampf, die Bäume vernichtend, glich dem einstigen Kampf der Brüder Vālin und Sugrīva, der Löwen unter den Affen.

āvidhyāvidhya tau vṛkṣān muhūrtam itaretaram tāḍayām āsatur ubhau vinadantau muhur muhuḥ

Immer wieder Bäume schwingend, schlugen die beiden eine Weile lang aufeinander ein, immer wieder dröhnend.

Wort für Wort
āvidhyāvidhya tau vṛkṣān muhūrtam itaretaram tāḍayām āsatur ubhau vinadantau muhur muhuḥ
Immer wieder Bäume schwingend, schlugen die beiden eine Weile lang aufeinander ein, immer wieder dröhnend.

tasmin deśe yadā vṛkṣāḥ sarva eva nipātitāḥ puñjīkṛtāś ca śataśaḥ parasparavadhepsayā

Als an jenem Ort alle Bäume gefällt waren und sich zu Hunderten aufgehäuft hatten, im Verlangen, einander zu töten,

Wort für Wort
tasmin deśe yadā vṛkṣāḥ sarva eva nipātitāḥ puñjīkṛtāś ca śataśaḥ parasparavadhepsayā
Als an jenem Ort alle Bäume gefällt waren und sich zu Hunderten aufgehäuft hatten, im Verlangen, einander zu töten,

tadā śilāḥ samādāya muhūrtam iva bhārata mahābhrair iva śailendrau yuyudhāte mahābalau

da ergriffen die beiden Hochgewaltigen Felsblöcke und kämpften eine Weile lang, o Bhārata, wie zwei Herren der Berge mit gewaltigen Wolken.

Wort für Wort
tadā śilāḥ samādāya muhūrtam iva bhārata mahābhrair iva śailendrau yuyudhāte mahābalau
da ergriffen die beiden Hochgewaltigen Felsblöcke und kämpften eine Weile lang, o Bhārata, wie zwei Herren der Berge mit gewaltigen Wolken.

ugrābhir ugrarūpābhir bṛhatībhiḥ parasparam vajrair iva mahāvegair ājaghnatur amarṣaṇau

Mit furchtbaren, furchtbar geformten, gewaltigen Felsblöcken schlugen die beiden Ungeduldigen aufeinander ein, wie mit Blitzen von gewaltiger Wucht.

Wort für Wort
ugrābhir ugrarūpābhir bṛhatībhiḥ parasparam vajrair iva mahāvegair ājaghnatur amarṣaṇau
Mit furchtbaren, furchtbar geformten, gewaltigen Felsblöcken schlugen die beiden Ungeduldigen aufeinander ein, wie mit Blitzen von gewaltiger Wucht.

abhihatya ca bhūyas tāv anyonyaṃ baladarpitau bhujābhyāṃ parigṛhyātha cakarṣāte gajāv iva

Und nachdem sie sich so gegenseitig geschlagen hatten, packten sich die beiden, stolz auf ihre Kraft, mit den Armen und zerrten aneinander wie zwei Elefanten.

Wort für Wort
abhihatya ca bhūyas tāv anyonyaṃ baladarpitau bhujābhyāṃ parigṛhyātha cakarṣāte gajāv iva
Und nachdem sie sich so gegenseitig geschlagen hatten, packten sich die beiden, stolz auf ihre Kraft, mit den Armen und zerrten aneinander wie zwei Elefanten.

muṣṭibhiś ca mahāghorair anyonyam abhipetatuḥ tayoś caṭacaṭāśabdo babhūva sumahātmanoḥ

Mit gewaltigen, furchtbaren Fäusten fielen sie übereinander her; und zwischen den beiden Hochherzigen erscholl ein klatschendes Geräusch.

Wort für Wort
muṣṭibhiś ca mahāghorair anyonyam abhipetatuḥ tayoś caṭacaṭāśabdo babhūva sumahātmanoḥ
Mit gewaltigen, furchtbaren Fäusten fielen sie übereinander her; und zwischen den beiden Hochherzigen erscholl ein klatschendes Geräusch.

tataḥ saṃhṛtya muṣṭiṃ tu pañcaśīrṣam ivoragam vegenābhyahanad bhīmo rākṣasasya śirodharām

Da ballte Bhīma seine Faust, einer fünfköpfigen Schlange gleich, und schlug mit voller Wucht auf den Nacken des Rākṣasa.

Wort für Wort
tataḥ saṃhṛtya muṣṭiṃ tu pañcaśīrṣam ivoragam vegenābhyahanad bhīmo rākṣasasya śirodharām
Da ballte Bhīma seine Faust, einer fünfköpfigen Schlange gleich, und schlug mit voller Wucht auf den Nacken des Rākṣasa.

tataḥ śrāntaṃ tu tad rakṣo bhīmasenabhujāhatam supariśrāntam ālakṣya bhīmaseno 'bhyavartata

Als er dann sah, dass der von Bhīmasenas Arm getroffene Rākṣasa erschöpft, überaus ermattet war, ging Bhīmasena auf ihn los.

Wort für Wort
tataḥ śrāntaṃ tu tad rakṣo bhīmasenabhujāhatam supariśrāntam ālakṣya bhīmaseno 'bhyavartata
Als er dann sah, dass der von Bhīmasenas Arm getroffene Rākṣasa erschöpft, überaus ermattet war, ging Bhīmasena auf ihn los.

tata enaṃ mahābāhur bāhubhyām amaropamaḥ samutkṣipya balād bhīmo niṣpipeṣa mahītale

Da hob ihn der starkarmige, den Unsterblichen gleiche Bhīma mit beiden Armen mit Gewalt empor und zerschmetterte ihn auf dem Erdboden.

Wort für Wort
tata enaṃ mahābāhur bāhubhyām amaropamaḥ samutkṣipya balād bhīmo niṣpipeṣa mahītale
Da hob ihn der starkarmige, den Unsterblichen gleiche Bhīma mit beiden Armen mit Gewalt empor und zerschmetterte ihn auf dem Erdboden.

tasya gātrāṇi sarvāṇi cūrṇayām āsa pāṇḍavaḥ aratninā cābhihatya śiraḥ kāyād apāharat

Alle seine Glieder zermalmte der Pāṇḍava; und mit einem Schlag seines Unterarms trennte er ihm das Haupt vom Rumpf.

Wort für Wort
tasya gātrāṇi sarvāṇi cūrṇayām āsa pāṇḍavaḥ aratninā cābhihatya śiraḥ kāyād apāharat
Alle seine Glieder zermalmte der Pāṇḍava; und mit einem Schlag seines Unterarms trennte er ihm das Haupt vom Rumpf.

saṃdaṣṭoṣṭhaṃ vivṛttākṣaṃ phalaṃ vṛntād iva cyutam jaṭāsurasya tu śiro bhīmasenabalād dhṛtam papāta rudhirādigdhaṃ saṃdaṣṭadaśanacchadam

Mit zerbissener Lippe, verdrehten Augen, wie eine vom Stiel gefallene Frucht, fiel Jaṭāsuras Haupt, von Bhīmasenas Kraft abgetrennt, blutbefleckt, mit von den Zähnen zerbissenen Lippen, zu Boden.

Wort für Wort
saṃdaṣṭoṣṭhaṃ vivṛttākṣaṃ phalaṃ vṛntād iva cyutam jaṭāsurasya tu śiro bhīmasenabalād dhṛtam papāta rudhirādigdhaṃ saṃdaṣṭadaśanacchadam
Mit zerbissener Lippe, verdrehten Augen, wie eine vom Stiel gefallene Frucht, fiel Jaṭāsuras Haupt, von Bhīmasenas Kraft abgetrennt, blutbefleckt, mit von den Zähnen zerbissenen Lippen, zu Boden.

taṃ nihatya maheṣvāso yudhiṣṭhiram upāgamat stūyamāno dvijāgryais tair marudbhir iva vāsavaḥ

Nachdem er ihn erschlagen hatte, trat der große Bogenschütze vor Yudhiṣṭhira, gepriesen von den besten der Zweifachgeborenen, wie Vāsava von den Maruts.

Wort für Wort
taṃ nihatya maheṣvāso yudhiṣṭhiram upāgamat stūyamāno dvijāgryais tair marudbhir iva vāsavaḥ
Nachdem er ihn erschlagen hatte, trat der große Bogenschütze vor Yudhiṣṭhira, gepriesen von den besten der Zweifachgeborenen, wie Vāsava von den Maruts.

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