Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 222: Draupadīsatyabhāmāsaṃvādaḥ Das Gespräch zwischen Draupadī und Satyabhāmā

Mit diesem Kapitel endet der lange, seit Kap.179 währende Bericht des Sehers Mārkaṇḍeya, und die Haupterzählung kehrt zum Rahmenerzähler Vaiśaṃpāyana zurück, der wieder unmittelbar zu König Janamejaya spricht. Es beginnt die berühmte Episode des Gesprächs zwischen Draupadī und Satyabhāmā (Kṛṣṇas Gemahlin): Auf deren scherzhafte Frage, mit welchem Zaubermittel sie die fünf Pāṇḍavas gefügig mache, entgegnet Draupadī mit einer langen, grundsätzlichen Absage an Zaubersprüche und Gifte und entfaltet stattdessen ein ausführliches Bild pflichttreuer ehelicher Hingabe (Pativratā-Dharma): Selbstlosigkeit, Dienst an den Gatten und an der Schwiegermutter Kuntī, Bescheidenheit, Wachsamkeit über den gesamten Haushalt Yudhiṣṭhiras mit seinen Tausenden von Brahmanen, Dienerinnen und Tieren, und beständige Selbstaufopferung. Satyabhāmā bittet beschämt um Verzeihung für ihre scherzhafte Frage.

vaiśaṃpāyana uvāca upāsīneṣu vipreṣu pāṇḍaveṣu mahātmasu draupadī satyabhāmā ca viviśāte tadā samam jāhasyamāne suprīte sukhaṃ tatra niṣīdatuḥ

Vaiśaṃpāyana sprach: „Während die Brahmanen und die hochherzigen Pāṇḍavas versammelt saßen, traten Draupadī und Satyabhāmā damals gemeinsam ein; lachend, hocherfreut, setzten sie sich dort behaglich nieder.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca upāsīneṣu vipreṣu pāṇḍaveṣu mahātmasu draupadī satyabhāmā ca viviśāte tadā samam jāhasyamāne suprīte sukhaṃ tatra niṣīdatuḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: „Während die Brahmanen und die hochherzigen Pāṇḍavas versammelt saßen, traten Draupadī und Satyabhāmā damals gemeinsam ein; lachend, hocherfreut, setzten sie sich dort behaglich nieder.

cirasya dṛṣṭvā rājendra te 'nyonyasya priyaṃvade kathayām āsatuś citrāḥ kathāḥ kuruyadukṣitām

Nachdem sie sich nach langer Zeit wiedergesehen hatten, o Fürst der Könige, erzählten sich die beiden, liebliche Worte sprechend, mannigfaltige Geschichten über die Frauen der Kuru und Yadu.

Wort für Wort
cirasya dṛṣṭvā rājendra te 'nyonyasya priyaṃvade kathayām āsatuś citrāḥ kathāḥ kuruyadukṣitām
Nachdem sie sich nach langer Zeit wiedergesehen hatten, o Fürst der Könige, erzählten sich die beiden, liebliche Worte sprechend, mannigfaltige Geschichten über die Frauen der Kuru und Yadu.

athābravīt satyabhāmā kṛṣṇasya mahiṣī priyā sātrājitī yājñasenīṃ rahasīdaṃ sumadhyamā

Da sprach Satyabhāmā, Kṛṣṇas geliebte Gemahlin, die Tochter Satrājits, die Schlankhüftige, heimlich dies zu Yājñasenī:

Wort für Wort
athābravīt satyabhāmā kṛṣṇasya mahiṣī priyā sātrājitī yājñasenīṃ rahasīdaṃ sumadhyamā
Da sprach Satyabhāmā, Kṛṣṇas geliebte Gemahlin, die Tochter Satrājits, die Schlankhüftige, heimlich dies zu Yājñasenī:

kena draupadi vṛttena pāṇḍavān upatiṣṭhasi lokapālopamān vīrān yūnaḥ paramasaṃmatān kathaṃ ca vaśagās tubhyaṃ na kupyanti ca te śubhe

‚Mit welcher Verhaltensweise, Draupadī, dienst du den Pāṇḍavas, den Helden, die den Weltenhütern gleichen, den jugendlichen, überaus angesehenen? Und wie kommt es, dass sie dir untertan sind und dir nicht zürnen, o Schöne?

Wort für Wort
kena draupadi vṛttena pāṇḍavān upatiṣṭhasi lokapālopamān vīrān yūnaḥ paramasaṃmatān kathaṃ ca vaśagās tubhyaṃ na kupyanti ca te śubhe
‚Mit welcher Verhaltensweise, Draupadī, dienst du den Pāṇḍavas, den Helden, die den Weltenhütern gleichen, den jugendlichen, überaus angesehenen? Und wie kommt es, dass sie dir untertan sind und dir nicht zürnen, o Schöne?

tava vaśyā hi satataṃ pāṇḍavāḥ priyadarśane mukhaprekṣāś ca te sarve tattvam etad bravīhi me

Dir sind die Pāṇḍavas ja beständig untertan, o Liebreizende, und sie alle blicken auf dein Antlitz; sage mir dies der Wahrheit gemäß.

Wort für Wort
tava vaśyā hi satataṃ pāṇḍavāḥ priyadarśane mukhaprekṣāś ca te sarve tattvam etad bravīhi me
Dir sind die Pāṇḍavas ja beständig untertan, o Liebreizende, und sie alle blicken auf dein Antlitz; sage mir dies der Wahrheit gemäß.

vratacaryā tapo vāpi snānamantrauṣadhāni vā vidyāvīryaṃ mūlavīryaṃ japahomas tathāgadāḥ

Ist es die Ausübung von Gelübden, oder Askese, oder Waschungen, Zaubersprüche, Kräuter, oder die Kraft von Wissenschaft, die Kraft von Wurzeln, Gebetsmurmeln und Opferhandlungen, ebenso Heilmittel -

Wort für Wort
vratacaryā tapo vāpi snānamantrauṣadhāni vā vidyāvīryaṃ mūlavīryaṃ japahomas tathāgadāḥ
Ist es die Ausübung von Gelübden, oder Askese, oder Waschungen, Zaubersprüche, Kräuter, oder die Kraft von Wissenschaft, die Kraft von Wurzeln, Gebetsmurmeln und Opferhandlungen, ebenso Heilmittel -

mama ācakṣva pāñcāli yaśasyaṃ bhagavedanam yena kṛṣṇe bhaven nityaṃ mama kṛṣṇo vaśānugaḥ

nenne mir, Pāñcālī, das ruhmreiche, segensvolle Mittel, durch das mein Kṛṣṇa mir für immer, o Kṛṣṇā, untertan werde.‘

Wort für Wort
mama ācakṣva pāñcāli yaśasyaṃ bhagavedanam yena kṛṣṇe bhaven nityaṃ mama kṛṣṇo vaśānugaḥ
nenne mir, Pāñcālī, das ruhmreiche, segensvolle Mittel, durch das mein Kṛṣṇa mir für immer, o Kṛṣṇā, untertan werde.‘

Ein Wortspiel im Sanskrit: Satyabhāmā spricht Draupadī mit deren Beinamen ‚Kṛṣṇā‘ (die Dunkle) an, während sie von ‚meinem Kṛṣṇa‘, ihrem eigenen Gemahl Vāsudeva-Kṛṣṇa, spricht - zwei verschiedene Namensträger, im Deutschen durch Groß-/Kleinschreibung der Endung kaum nachzubilden.

evam uktvā satyabhāmā virarāma yaśasvinī pativratā mahābhāgā draupadī pratyuvāca tām

So sprechend, verstummte die ruhmreiche Satyabhāmā; die pflichttreue, hochgesegnete Draupadī erwiderte ihr:

Wort für Wort
evam uktvā satyabhāmā virarāma yaśasvinī pativratā mahābhāgā draupadī pratyuvāca tām
So sprechend, verstummte die ruhmreiche Satyabhāmā; die pflichttreue, hochgesegnete Draupadī erwiderte ihr:

asatstrīṇāṃ samācāraṃ satye mām anupṛcchasi asadācarite mārge kathaṃ syād anukīrtanam

‚Nach dem Verhalten unrechtschaffener Frauen fragst du mich, o Wahrhaftige; wie könnte auf einem unrechten Pfad ein Lobpreis liegen?

Wort für Wort
asatstrīṇāṃ samācāraṃ satye mām anupṛcchasi asadācarite mārge kathaṃ syād anukīrtanam
‚Nach dem Verhalten unrechtschaffener Frauen fragst du mich, o Wahrhaftige; wie könnte auf einem unrechten Pfad ein Lobpreis liegen?

anupraśnaḥ saṃśayo vā naitat tvayy upapadyate tathā hy upetā buddhyā tvaṃ kṛṣṇasya mahiṣī priyā

Diese Nachfrage oder dieser Zweifel ziemt sich nicht für dich; bist du doch mit solcher Einsicht ausgestattet, du, Kṛṣṇas geliebte Gemahlin.

Wort für Wort
anupraśnaḥ saṃśayo vā naitat tvayy upapadyate tathā hy upetā buddhyā tvaṃ kṛṣṇasya mahiṣī priyā
Diese Nachfrage oder dieser Zweifel ziemt sich nicht für dich; bist du doch mit solcher Einsicht ausgestattet, du, Kṛṣṇas geliebte Gemahlin.

yadaiva bhartā jānīyān mantramūlaparāṃ striyam udvijeta tadaivāsyāḥ sarpād veśmagatād iva

Sobald nämlich ein Gatte erführe, dass seine Frau sich auf Zaubersprüche und Wurzeln verlässt, würde er sich vor ihr fürchten wie vor einer ins Haus gelangten Schlange.

Wort für Wort
yadaiva bhartā jānīyān mantramūlaparāṃ striyam udvijeta tadaivāsyāḥ sarpād veśmagatād iva
Sobald nämlich ein Gatte erführe, dass seine Frau sich auf Zaubersprüche und Wurzeln verlässt, würde er sich vor ihr fürchten wie vor einer ins Haus gelangten Schlange.

udvignasya kutaḥ śāntir aśāntasya kutaḥ sukham na jātu vaśago bhartā striyāḥ syān mantrakāraṇāt

Woher käme dem Erschreckten Frieden, woher dem Unfriedlichen Glück? Niemals wird ein Gatte durch Zaubersprüche einer Frau untertan.

Wort für Wort
udvignasya kutaḥ śāntir aśāntasya kutaḥ sukham na jātu vaśago bhartā striyāḥ syān mantrakāraṇāt
Woher käme dem Erschreckten Frieden, woher dem Unfriedlichen Glück? Niemals wird ein Gatte durch Zaubersprüche einer Frau untertan.

amitraprahitāṃś cāpi gadān paramadāruṇān mūlapravādair hi viṣaṃ prayacchanti jighāṃsavaḥ

Auch von Feinden gesandte, überaus furchtbare Krankheiten - unter dem Vorwand von Wurzeln nämlich verabreichen Mordlustige Gift.

Wort für Wort
amitraprahitāṃś cāpi gadān paramadāruṇān mūlapravādair hi viṣaṃ prayacchanti jighāṃsavaḥ
Auch von Feinden gesandte, überaus furchtbare Krankheiten - unter dem Vorwand von Wurzeln nämlich verabreichen Mordlustige Gift.

jihvayā yāni puruṣas tvacā vāpy upasevate tatra cūrṇāni dattāni hanyuḥ kṣipram asaṃśayam

Was ein Mann mit der Zunge oder auch mit der Haut zu sich nimmt - werden dort Pulver verabreicht, töten sie zweifellos rasch.

Wort für Wort
jihvayā yāni puruṣas tvacā vāpy upasevate tatra cūrṇāni dattāni hanyuḥ kṣipram asaṃśayam
Was ein Mann mit der Zunge oder auch mit der Haut zu sich nimmt - werden dort Pulver verabreicht, töten sie zweifellos rasch.

jalodarasamāyuktāḥ śvitriṇaḥ palitās tathā apumāṃsaḥ kṛtāḥ strībhir jaḍāndhabadhirās tathā

Mit Wassersucht behaftet, aussätzig, ergraut, ihrer Manneskraft beraubt werden sie von solchen Frauen gemacht, ebenso stumpfsinnig, blind und taub.

Wort für Wort
jalodarasamāyuktāḥ śvitriṇaḥ palitās tathā apumāṃsaḥ kṛtāḥ strībhir jaḍāndhabadhirās tathā
Mit Wassersucht behaftet, aussätzig, ergraut, ihrer Manneskraft beraubt werden sie von solchen Frauen gemacht, ebenso stumpfsinnig, blind und taub.

pāpānugās tu pāpās tāḥ patīn upasṛjanty uta na jātu vipriyaṃ bhartuḥ striyā kāryaṃ kathaṃ cana

Solche bösen Frauen, dem Bösen ergeben, schaden fürwahr ihren Gatten; niemals aber darf eine Frau ihrem Gatten irgendetwas Unliebes antun.

Wort für Wort
pāpānugās tu pāpās tāḥ patīn upasṛjanty uta na jātu vipriyaṃ bhartuḥ striyā kāryaṃ kathaṃ cana
Solche bösen Frauen, dem Bösen ergeben, schaden fürwahr ihren Gatten; niemals aber darf eine Frau ihrem Gatten irgendetwas Unliebes antun.

vartāmy ahaṃ tu yāṃ vṛttiṃ pāṇḍaveṣu mahātmasu tāṃ sarvāṃ śṛṇu me satyāṃ satyabhāme yaśasvini

Höre nun von mir die ganze Wahrheit über die Lebensweise, die ich gegenüber den hochherzigen Pāṇḍavas übe, o ruhmreiche Satyabhāmā.

Wort für Wort
vartāmy ahaṃ tu yāṃ vṛttiṃ pāṇḍaveṣu mahātmasu tāṃ sarvāṃ śṛṇu me satyāṃ satyabhāme yaśasvini
Höre nun von mir die ganze Wahrheit über die Lebensweise, die ich gegenüber den hochherzigen Pāṇḍavas übe, o ruhmreiche Satyabhāmā.

ahaṃkāraṃ vihāyāhaṃ kāmakrodhau ca sarvadā sadārān pāṇḍavān nityaṃ prayatopacarāmy aham

Ich lege stets Eigendünkel, Begehren und Zorn ab und diene den Pāṇḍavas samt ihren Frauen beständig mit geläutertem Sinn.

Wort für Wort
ahaṃkāraṃ vihāyāhaṃ kāmakrodhau ca sarvadā sadārān pāṇḍavān nityaṃ prayatopacarāmy aham
Ich lege stets Eigendünkel, Begehren und Zorn ab und diene den Pāṇḍavas samt ihren Frauen beständig mit geläutertem Sinn.

praṇayaṃ pratisaṃgṛhya nidhāyātmānam ātmani śuśrūṣur nirabhīmānā patīnāṃ cittarakṣiṇī

Zärtlichkeit zurückhaltend, mich selbst in mir selbst bewahrend, dienstbereit, ohne Überheblichkeit, hüte ich das Herz meiner Gatten.

Wort für Wort
praṇayaṃ pratisaṃgṛhya nidhāyātmānam ātmani śuśrūṣur nirabhīmānā patīnāṃ cittarakṣiṇī
Zärtlichkeit zurückhaltend, mich selbst in mir selbst bewahrend, dienstbereit, ohne Überheblichkeit, hüte ich das Herz meiner Gatten.

durvyāhṛtāc chaṅkamānā duḥsthitād duravekṣitāt durāsitād durvrajitād iṅgitādhyāsitād api

Ich hüte mich vor unbedachter Rede, vor schlechter Haltung, vor unziemlichem Anblick, vor unziemlichem Sitzen, vor unziemlichem Gehen, sowie auch vor unziemlichen Gebärden und Verhaltensweisen.

Wort für Wort
durvyāhṛtāc chaṅkamānā duḥsthitād duravekṣitāt durāsitād durvrajitād iṅgitādhyāsitād api
Ich hüte mich vor unbedachter Rede, vor schlechter Haltung, vor unziemlichem Anblick, vor unziemlichem Sitzen, vor unziemlichem Gehen, sowie auch vor unziemlichen Gebärden und Verhaltensweisen.

sūryavaiśvānaranibhān somakalpān mahārathān seve cakṣurhaṇaḥ pārthān ugratejaḥpratāpinaḥ

Ich diene den der Sonne und Agni gleichenden, dem Mond gleichenden großen Wagenkämpfern, den Söhnen Pṛthās, die mit ihrem Glanz die Augen blenden, den von grimmiger Glut Strahlenden.

Wort für Wort
sūryavaiśvānaranibhān somakalpān mahārathān seve cakṣurhaṇaḥ pārthān ugratejaḥpratāpinaḥ
Ich diene den der Sonne und Agni gleichenden, dem Mond gleichenden großen Wagenkämpfern, den Söhnen Pṛthās, die mit ihrem Glanz die Augen blenden, den von grimmiger Glut Strahlenden.

devo manuṣyo gandharvo yuvā cāpi svalaṃkṛtaḥ dravyavān abhirūpo vā na me 'nyaḥ puruṣo mataḥ

Sei es ein Gott, ein Mensch, ein Gandharva, ein geschmückter Jüngling, ein Wohlhabender oder ein Schöner - kein anderer Mann kommt mir in den Sinn.

Wort für Wort
devo manuṣyo gandharvo yuvā cāpi svalaṃkṛtaḥ dravyavān abhirūpo vā na me 'nyaḥ puruṣo mataḥ
Sei es ein Gott, ein Mensch, ein Gandharva, ein geschmückter Jüngling, ein Wohlhabender oder ein Schöner - kein anderer Mann kommt mir in den Sinn.

nābhuktavati nāsnāte nāsaṃviṣṭe ca bhartari na saṃviśāmi nāśnāmi sadā karmakareṣv api

Solange mein Gatte nicht gegessen hat, nicht gebadet hat und sich nicht niedergelegt hat, lege ich mich nicht nieder und esse nicht, selbst wenn Dienerinnen zugegen sind.

Wort für Wort
nābhuktavati nāsnāte nāsaṃviṣṭe ca bhartari na saṃviśāmi nāśnāmi sadā karmakareṣv api
Solange mein Gatte nicht gegessen hat, nicht gebadet hat und sich nicht niedergelegt hat, lege ich mich nicht nieder und esse nicht, selbst wenn Dienerinnen zugegen sind.

kṣetrād vanād vā grāmād vā bhartāraṃ gṛham āgatam pratyutthāyābhinandāmi āsanenodakena ca

Wenn mein Gatte vom Feld, aus dem Wald oder aus dem Dorf nach Hause kommt, erhebe ich mich und heiße ihn willkommen mit einem Sitz und mit Wasser.

Wort für Wort
kṣetrād vanād vā grāmād vā bhartāraṃ gṛham āgatam pratyutthāyābhinandāmi āsanenodakena ca
Wenn mein Gatte vom Feld, aus dem Wald oder aus dem Dorf nach Hause kommt, erhebe ich mich und heiße ihn willkommen mit einem Sitz und mit Wasser.

pramṛṣṭabhāṇḍā mṛṣṭānnā kāle bhojanadāyinī saṃyatā guptadhānyā ca susaṃmṛṣṭaniveśanā

Mit gereinigtem Geschirr, mit gereinigter Speise, zur rechten Zeit das Mahl darreichend, beherrscht, das Getreide sorgsam hütend und mit wohlgepflegter Wohnstatt -

Wort für Wort
pramṛṣṭabhāṇḍā mṛṣṭānnā kāle bhojanadāyinī saṃyatā guptadhānyā ca susaṃmṛṣṭaniveśanā
Mit gereinigtem Geschirr, mit gereinigter Speise, zur rechten Zeit das Mahl darreichend, beherrscht, das Getreide sorgsam hütend und mit wohlgepflegter Wohnstatt -

atiraskṛtasaṃbhāṣā duḥstriyo nānusevatī anukūlavatī nityaṃ bhavāmy analasā sadā

ohne verächtliche Rede, ohne den Umgang mit schlechten Frauen zu pflegen, stets zugewandt bin ich beständig und niemals träge.

Wort für Wort
atiraskṛtasaṃbhāṣā duḥstriyo nānusevatī anukūlavatī nityaṃ bhavāmy analasā sadā
ohne verächtliche Rede, ohne den Umgang mit schlechten Frauen zu pflegen, stets zugewandt bin ich beständig und niemals träge.

anarme cāpi hasanaṃ dvāri sthānam abhīkṣṇaśaḥ avaskare cirasthānaṃ niṣkuṭeṣu ca varjaye

Lachen ohne Anlass, wiederholtes Stehen an der Tür, langes Verweilen im Abtritt, und in abgelegenen Gärten meide ich.

Wort für Wort
anarme cāpi hasanaṃ dvāri sthānam abhīkṣṇaśaḥ avaskare cirasthānaṃ niṣkuṭeṣu ca varjaye
Lachen ohne Anlass, wiederholtes Stehen an der Tür, langes Verweilen im Abtritt, und in abgelegenen Gärten meide ich.

atihāsātiroṣau ca krodhasthānaṃ ca varjaye niratāhaṃ sadā satye bhartṝṇām upasevane sarvathā bhartṛrahitaṃ na mameṣṭaṃ kathaṃ cana

Übermäßiges Lachen und übermäßigen Zorn sowie Anlass zum Zorn meide ich; stets bin ich der Wahrheit zugetan im Dienst an meinen Gatten; auf keine Weise ist mir irgendetwas ohne meinen Gatten lieb.

Wort für Wort
atihāsātiroṣau ca krodhasthānaṃ ca varjaye niratāhaṃ sadā satye bhartṝṇām upasevane sarvathā bhartṛrahitaṃ na mameṣṭaṃ kathaṃ cana
Übermäßiges Lachen und übermäßigen Zorn sowie Anlass zum Zorn meide ich; stets bin ich der Wahrheit zugetan im Dienst an meinen Gatten; auf keine Weise ist mir irgendetwas ohne meinen Gatten lieb.

yadā pravasate bhartā kuṭumbārthena kena cit sumanovarṇakāpetā bhavāmi vratacāriṇī

Wenn mein Gatte aus irgendeinem Grund der Familie fern weilt, entsage ich Blumenschmuck und Schminke und übe Gelübde.

Wort für Wort
yadā pravasate bhartā kuṭumbārthena kena cit sumanovarṇakāpetā bhavāmi vratacāriṇī
Wenn mein Gatte aus irgendeinem Grund der Familie fern weilt, entsage ich Blumenschmuck und Schminke und übe Gelübde.

yac ca bhartā na pibati yac ca bhartā na khādati yac ca nāśnāti me bhartā sarvaṃ tad varjayāmy aham

Was mein Gatte nicht trinkt, was mein Gatte nicht kaut, und was mein Gatte nicht isst - all das meide ich.

Wort für Wort
yac ca bhartā na pibati yac ca bhartā na khādati yac ca nāśnāti me bhartā sarvaṃ tad varjayāmy aham
Was mein Gatte nicht trinkt, was mein Gatte nicht kaut, und was mein Gatte nicht isst - all das meide ich.

yathopadeśaṃ niyatā vartamānā varāṅgane svalaṃkṛtā suprayatā bhartuḥ priyahite ratā

Der Unterweisung gemäß beherrscht mich verhaltend, o Schöne, wohlgeschmückt, wohlgeläutert, dem Wohl und der Freude meines Gatten zugetan -

Wort für Wort
yathopadeśaṃ niyatā vartamānā varāṅgane svalaṃkṛtā suprayatā bhartuḥ priyahite ratā
Der Unterweisung gemäß beherrscht mich verhaltend, o Schöne, wohlgeschmückt, wohlgeläutert, dem Wohl und der Freude meines Gatten zugetan -

ye ca dharmāḥ kuṭumbeṣu śvaśrvā me kathitāḥ purā bhikṣābaliśrāddham iti sthālīpākāś ca parvasu mānyānāṃ mānasatkārā ye cānye viditā mayā

und die häuslichen Pflichten, die mir einst von meiner Schwiegermutter dargelegt wurden - das Almosengeben, die Opferspende, das Totenopfer, die Topfspeisen an den Feiertagen, die Ehrerweisungen gegenüber den Ehrwürdigen, sowie was ich sonst noch an solchen kenne -

Wort für Wort
ye ca dharmāḥ kuṭumbeṣu śvaśrvā me kathitāḥ purā bhikṣābaliśrāddham iti sthālīpākāś ca parvasu mānyānāṃ mānasatkārā ye cānye viditā mayā
und die häuslichen Pflichten, die mir einst von meiner Schwiegermutter dargelegt wurden - das Almosengeben, die Opferspende, das Totenopfer, die Topfspeisen an den Feiertagen, die Ehrerweisungen gegenüber den Ehrwürdigen, sowie was ich sonst noch an solchen kenne -

tān sarvān anuvartāmi divārātram atandritā vinayān niyamāṃś cāpi sadā sarvātmanā śritā

all diesen folge ich Tag und Nacht unermüdlich, den Regeln der Zucht und den Vorschriften stets mit ganzer Seele ergeben.

Wort für Wort
tān sarvān anuvartāmi divārātram atandritā vinayān niyamāṃś cāpi sadā sarvātmanā śritā
all diesen folge ich Tag und Nacht unermüdlich, den Regeln der Zucht und den Vorschriften stets mit ganzer Seele ergeben.

mṛdūn sataḥ satyaśīlān satyadharmānupālinaḥ āśīviṣān iva kruddhān patīn paricarāmy aham

Meinen Gatten, die milde, edel, wahrhaftigen Wesens sind und der Wahrheit als Pflicht folgen, doch im Zorn wie gereizte Giftschlangen sind, diene ich.

Wort für Wort
mṛdūn sataḥ satyaśīlān satyadharmānupālinaḥ āśīviṣān iva kruddhān patīn paricarāmy aham
Meinen Gatten, die milde, edel, wahrhaftigen Wesens sind und der Wahrheit als Pflicht folgen, doch im Zorn wie gereizte Giftschlangen sind, diene ich.

patyāśrayo hi me dharmo mataḥ strīṇāṃ sanātanaḥ sa devaḥ sā gatir nānyā tasya kā vipriyaṃ caret

Denn meine Pflicht liegt in der Zuflucht zum Gatten, so gilt es als die ewige Pflicht der Frauen; er ist die Gottheit, er ist das Ziel - welche Frau könnte ihm da etwas Unliebes antun?

Wort für Wort
patyāśrayo hi me dharmo mataḥ strīṇāṃ sanātanaḥ sa devaḥ sā gatir nānyā tasya kā vipriyaṃ caret
Denn meine Pflicht liegt in der Zuflucht zum Gatten, so gilt es als die ewige Pflicht der Frauen; er ist die Gottheit, er ist das Ziel - welche Frau könnte ihm da etwas Unliebes antun?

ahaṃ patīn nātiśaye nātyaśne nātibhūṣaye nāpi parivade śvaśrūṃ sarvadā pariyantritā

Ich übertreffe meine Gatten nicht, esse nicht mehr als sie, schmücke mich nicht mehr als sie, und schmähe niemals die Schwiegermutter, stets zurückhaltend.

Wort für Wort
ahaṃ patīn nātiśaye nātyaśne nātibhūṣaye nāpi parivade śvaśrūṃ sarvadā pariyantritā
Ich übertreffe meine Gatten nicht, esse nicht mehr als sie, schmücke mich nicht mehr als sie, und schmähe niemals die Schwiegermutter, stets zurückhaltend.

avadhānena subhage nityotthānatayaiva ca bhartāro vaśagā mahyaṃ guruśuśrūṣaṇena ca

Durch Aufmerksamkeit, o Glückliche, durch stetes frühes Aufstehen und durch den Dienst an den Älteren sind mir meine Gatten untertan.

Wort für Wort
avadhānena subhage nityotthānatayaiva ca bhartāro vaśagā mahyaṃ guruśuśrūṣaṇena ca
Durch Aufmerksamkeit, o Glückliche, durch stetes frühes Aufstehen und durch den Dienst an den Älteren sind mir meine Gatten untertan.

nityam āryām ahaṃ kuntīṃ vīrasūṃ satyavādinīm svayaṃ paricarāmy ekā snānācchādanabhojanaiḥ

Der edlen Kuntī, der Mutter von Helden, der Wahrhaftigen, diene ich beständig selbst allein, mit Bad, Kleidung und Speise.

Wort für Wort
nityam āryām ahaṃ kuntīṃ vīrasūṃ satyavādinīm svayaṃ paricarāmy ekā snānācchādanabhojanaiḥ
Der edlen Kuntī, der Mutter von Helden, der Wahrhaftigen, diene ich beständig selbst allein, mit Bad, Kleidung und Speise.

naitām atiśaye jātu vastrabhūṣaṇabhojanaiḥ nāpi parivade cāhaṃ tāṃ pṛthāṃ pṛthivīsamām

Niemals übertreffe ich sie an Kleidern, Schmuck und Speise, noch schmähe ich jemals jene Pṛthā, die der Erde gleicht.

Wort für Wort
naitām atiśaye jātu vastrabhūṣaṇabhojanaiḥ nāpi parivade cāhaṃ tāṃ pṛthāṃ pṛthivīsamām
Niemals übertreffe ich sie an Kleidern, Schmuck und Speise, noch schmähe ich jemals jene Pṛthā, die der Erde gleicht.

aṣṭāv agre brāhmaṇānāṃ sahasrāṇi sma nityadā bhuñjate rukmapātrīṣu yudhiṣṭhiraniveśane

Achttausend Brahmanen zunächst speisen beständig aus goldenen Schalen im Haushalt Yudhiṣṭhiras.

Wort für Wort
aṣṭāv agre brāhmaṇānāṃ sahasrāṇi sma nityadā bhuñjate rukmapātrīṣu yudhiṣṭhiraniveśane
Achttausend Brahmanen zunächst speisen beständig aus goldenen Schalen im Haushalt Yudhiṣṭhiras.

aṣṭāśītisahasrāṇi snātakā gṛhamedhinaḥ triṃśaddāsīka ekaiko yān bibharti yudhiṣṭhiraḥ

Achtundachtzigtausend Snātakas, Hausväter, unterhält Yudhiṣṭhira, wobei jeder Einzelne von ihnen dreißig Dienerinnen zugewiesen bekommt.

Wort für Wort
aṣṭāśītisahasrāṇi snātakā gṛhamedhinaḥ triṃśaddāsīka ekaiko yān bibharti yudhiṣṭhiraḥ
Achtundachtzigtausend Snātakas, Hausväter, unterhält Yudhiṣṭhira, wobei jeder Einzelne von ihnen dreißig Dienerinnen zugewiesen bekommt.

daśānyāni sahasrāṇi yeṣām annaṃ susaṃskṛtam hriyate rukmapātrībhir yatīnām ūrdhvaretasām

Zehntausend anderen, den Asketen mit aufwärtsgerichteter Zeugungskraft, wird deren wohlbereitete Speise in goldenen Schalen dargereicht.

Wort für Wort
daśānyāni sahasrāṇi yeṣām annaṃ susaṃskṛtam hriyate rukmapātrībhir yatīnām ūrdhvaretasām
Zehntausend anderen, den Asketen mit aufwärtsgerichteter Zeugungskraft, wird deren wohlbereitete Speise in goldenen Schalen dargereicht.

tān sarvān agrahāreṇa brāhmaṇān brahmavādinaḥ yathārhaṃ pūjayāmi sma pānācchādanabhojanaiḥ

Alle diese Brahmanen, die Verkünder des Brahman, verehre ich, ohne Bevorzugung, ihrem Rang entsprechend, mit Trank, Kleidung und Speise.

Wort für Wort
tān sarvān agrahāreṇa brāhmaṇān brahmavādinaḥ yathārhaṃ pūjayāmi sma pānācchādanabhojanaiḥ
Alle diese Brahmanen, die Verkünder des Brahman, verehre ich, ohne Bevorzugung, ihrem Rang entsprechend, mit Trank, Kleidung und Speise.

śataṃ dāsīsahasrāṇi kaunteyasya mahātmanaḥ kambukeyūradhāriṇyo niṣkakaṇṭhyaḥ svalaṃkṛtāḥ

Hunderttausend Dienerinnen besitzt der hochherzige Sohn Kuntīs, Armreifen und Oberarmspangen tragend, mit Halsschmuck, wohlgeschmückt,

Wort für Wort
śataṃ dāsīsahasrāṇi kaunteyasya mahātmanaḥ kambukeyūradhāriṇyo niṣkakaṇṭhyaḥ svalaṃkṛtāḥ
Hunderttausend Dienerinnen besitzt der hochherzige Sohn Kuntīs, Armreifen und Oberarmspangen tragend, mit Halsschmuck, wohlgeschmückt,

mahārhamālyābharaṇāḥ suvarṇāś candanokṣitāḥ maṇīn hema ca bibhratyo nṛtyagītaviśāradāḥ

mit kostbaren Kränzen und Schmuckstücken, goldfarben, mit Sandelholzpaste bestrichen, Edelsteine und Gold tragend, kundig in Tanz und Gesang.

Wort für Wort
mahārhamālyābharaṇāḥ suvarṇāś candanokṣitāḥ maṇīn hema ca bibhratyo nṛtyagītaviśāradāḥ
mit kostbaren Kränzen und Schmuckstücken, goldfarben, mit Sandelholzpaste bestrichen, Edelsteine und Gold tragend, kundig in Tanz und Gesang.

tāsāṃ nāma ca rūpaṃ ca bhojanācchādanāni ca sarvāsām eva vedāhaṃ karma caiva kṛtākṛtam

Ihrer aller Namen und Erscheinung, ihre Speise und Kleidung, sowie was jede von ihnen an Arbeit getan hat oder ungetan gelassen hat, kenne ich.

Wort für Wort
tāsāṃ nāma ca rūpaṃ ca bhojanācchādanāni ca sarvāsām eva vedāhaṃ karma caiva kṛtākṛtam
Ihrer aller Namen und Erscheinung, ihre Speise und Kleidung, sowie was jede von ihnen an Arbeit getan hat oder ungetan gelassen hat, kenne ich.

śataṃ dāsīsahasrāṇi kuntīputrasya dhīmataḥ pātrīhastā divārātram atithīn bhojayanty uta

Hunderttausend Dienerinnen des weisen Sohnes Kuntīs bewirten, die Schale in der Hand, Tag und Nacht die Gäste.

Wort für Wort
śataṃ dāsīsahasrāṇi kuntīputrasya dhīmataḥ pātrīhastā divārātram atithīn bhojayanty uta
Hunderttausend Dienerinnen des weisen Sohnes Kuntīs bewirten, die Schale in der Hand, Tag und Nacht die Gäste.

śatam aśvasahasrāṇi daśa nāgāyutāni ca yudhiṣṭhirasyānuyātram indraprasthanivāsinaḥ

Hunderttausend Pferde und ebenso hunderttausend Elefanten bilden das Gefolge Yudhiṣṭhiras, des in Indraprastha Wohnenden.

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śatam aśvasahasrāṇi daśa nāgāyutāni ca yudhiṣṭhirasyānuyātram indraprasthanivāsinaḥ
Hunderttausend Pferde und ebenso hunderttausend Elefanten bilden das Gefolge Yudhiṣṭhiras, des in Indraprastha Wohnenden.

etad āsīt tadā rājño yan mahīṃ paryapālayat yeṣāṃ saṃkhyāvidhiṃ caiva pradiśāmi śṛṇomi ca

Dies war damals im Besitz des Königs, als er die Erde beschützte; deren Zahl und Ordnung sowohl bestimme ich als auch nehme ich zur Kenntnis.

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etad āsīt tadā rājño yan mahīṃ paryapālayat yeṣāṃ saṃkhyāvidhiṃ caiva pradiśāmi śṛṇomi ca
Dies war damals im Besitz des Königs, als er die Erde beschützte; deren Zahl und Ordnung sowohl bestimme ich als auch nehme ich zur Kenntnis.

antaḥpurāṇāṃ sarveṣāṃ bhṛtyānāṃ caiva sarvaśaḥ ā gopālāvipālebhyaḥ sarvaṃ veda kṛtākṛtam

Von allen Frauengemächern und von sämtlichen Dienern, bis hin zu den Kuhhirten und Schafhirten, kenne ich alles, was getan und ungetan ist.

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antaḥpurāṇāṃ sarveṣāṃ bhṛtyānāṃ caiva sarvaśaḥ ā gopālāvipālebhyaḥ sarvaṃ veda kṛtākṛtam
Von allen Frauengemächern und von sämtlichen Dienern, bis hin zu den Kuhhirten und Schafhirten, kenne ich alles, was getan und ungetan ist.

sarvaṃ rājñaḥ samudayam āyaṃ ca vyayam eva ca ekāhaṃ vedmi kalyāṇi pāṇḍavānāṃ yaśasvinām

Das gesamte Aufkommen des Königs, sowohl Einnahme als auch Ausgabe, kenne ich allein, o Holde, der ruhmreichen Pāṇḍavas.

Wort für Wort
sarvaṃ rājñaḥ samudayam āyaṃ ca vyayam eva ca ekāhaṃ vedmi kalyāṇi pāṇḍavānāṃ yaśasvinām
Das gesamte Aufkommen des Königs, sowohl Einnahme als auch Ausgabe, kenne ich allein, o Holde, der ruhmreichen Pāṇḍavas.

mayi sarvaṃ samāsajya kuṭumbaṃ bharatarṣabhāḥ upāsanaratāḥ sarve ghaṭante sma śubhānane

Nachdem sie den ganzen Haushalt mir anvertraut haben, sind die Stiere der Bharatas alle dem Dienst an anderen zugetan und mühen sich beständig, o Schönantlitzige.

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mayi sarvaṃ samāsajya kuṭumbaṃ bharatarṣabhāḥ upāsanaratāḥ sarve ghaṭante sma śubhānane
Nachdem sie den ganzen Haushalt mir anvertraut haben, sind die Stiere der Bharatas alle dem Dienst an anderen zugetan und mühen sich beständig, o Schönantlitzige.

tam ahaṃ bhāram āsaktam anādhṛṣyaṃ durātmabhiḥ sukhaṃ sarvaṃ parityajya rātryahāni ghaṭāmi vai

Jene aufgebürdete Last, unangreifbar von Bösgesinnten, bewältige ich, indem ich alles Glück aufgebe, Tag und Nacht.

Wort für Wort
tam ahaṃ bhāram āsaktam anādhṛṣyaṃ durātmabhiḥ sukhaṃ sarvaṃ parityajya rātryahāni ghaṭāmi vai
Jene aufgebürdete Last, unangreifbar von Bösgesinnten, bewältige ich, indem ich alles Glück aufgebe, Tag und Nacht.

adhṛṣyaṃ varuṇasyeva nidhipūrṇam ivodadhim ekāhaṃ vedmi kośaṃ vai patīnāṃ dharmacāriṇām

Unangreifbar wie der Schatz Varuṇas, wie das mit Schätzen gefüllte Meer - allein kenne ich fürwahr den Schatz meiner der Pflicht folgenden Gatten.

Wort für Wort
adhṛṣyaṃ varuṇasyeva nidhipūrṇam ivodadhim ekāhaṃ vedmi kośaṃ vai patīnāṃ dharmacāriṇām
Unangreifbar wie der Schatz Varuṇas, wie das mit Schätzen gefüllte Meer - allein kenne ich fürwahr den Schatz meiner der Pflicht folgenden Gatten.

aniśāyāṃ niśāyāṃ ca sahāyāḥ kṣutpipāsayoḥ ārādhayantyāḥ kauravyāṃs tulyā rātrir ahaś ca me

Bei Tag und bei Nacht, Hunger und Durst als Begleiter, während ich die Kauravyas zufriedenstelle, sind mir Nacht und Tag gleich.

Wort für Wort
aniśāyāṃ niśāyāṃ ca sahāyāḥ kṣutpipāsayoḥ ārādhayantyāḥ kauravyāṃs tulyā rātrir ahaś ca me
Bei Tag und bei Nacht, Hunger und Durst als Begleiter, während ich die Kauravyas zufriedenstelle, sind mir Nacht und Tag gleich.

prathamaṃ pratibudhyāmi caramaṃ saṃviśāmi ca nityakālam ahaṃ satye etat saṃvananaṃ mama

Als Erste erwache ich, als Letzte lege ich mich nieder, zu jeder Zeit; dies, o Wahrhaftige, ist mein Mittel, sie mir geneigt zu machen.

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prathamaṃ pratibudhyāmi caramaṃ saṃviśāmi ca nityakālam ahaṃ satye etat saṃvananaṃ mama
Als Erste erwache ich, als Letzte lege ich mich nieder, zu jeder Zeit; dies, o Wahrhaftige, ist mein Mittel, sie mir geneigt zu machen.

etaj jānāmy ahaṃ kartuṃ bhartṛsaṃvananaṃ mahat asatstrīṇāṃ samācāraṃ nāhaṃ kuryāṃ na kāmaye

Dies verstehe ich zu tun als das große Mittel, die Gatten sich geneigt zu machen; das Verhalten unrechtschaffener Frauen würde ich nicht ausüben noch begehren.‘

Wort für Wort
etaj jānāmy ahaṃ kartuṃ bhartṛsaṃvananaṃ mahat asatstrīṇāṃ samācāraṃ nāhaṃ kuryāṃ na kāmaye
Dies verstehe ich zu tun als das große Mittel, die Gatten sich geneigt zu machen; das Verhalten unrechtschaffener Frauen würde ich nicht ausüben noch begehren.‘

tac chrutvā dharmasahitaṃ vyāhṛtaṃ kṛṣṇayā tadā uvāca satyā satkṛtya pāñcālīṃ dharmacāriṇīm

Als sie dies, das Pflichtgemäße, das von Kṛṣṇā gesprochen worden war, gehört hatte, sprach da Satyā, die Pflichttreue, die Pāñcālī ehrend:

Wort für Wort
tac chrutvā dharmasahitaṃ vyāhṛtaṃ kṛṣṇayā tadā uvāca satyā satkṛtya pāñcālīṃ dharmacāriṇīm
Als sie dies, das Pflichtgemäße, das von Kṛṣṇā gesprochen worden war, gehört hatte, sprach da Satyā, die Pflichttreue, die Pāñcālī ehrend:

abhipannāsmi pāñcāli yājñaseni kṣamasva me kāmakāraḥ sakhīnāṃ hi sopahāsaṃ prabhāṣitum

‚Ich bin überwältigt, Pāñcālī, Yājñasenī; vergib mir - denn es ist Freundinnen erlaubt, scherzhaft zu reden.‘“

Wort für Wort
abhipannāsmi pāñcāli yājñaseni kṣamasva me kāmakāraḥ sakhīnāṃ hi sopahāsaṃ prabhāṣitum
‚Ich bin überwältigt, Pāñcālī, Yājñasenī; vergib mir - denn es ist Freundinnen erlaubt, scherzhaft zu reden.‘“

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