Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 149: Kṣatradharmopadeśaḥ Die Unterweisung in der Pflicht der Kṣatriyas

Auf Bhīmas Bitte nimmt Hanumān noch einmal seine gewaltige, berg-große Gestalt an, wie er sie einst beim Sprung über das Meer nach Laṅkā besaß; Bhīma erschauert vor Staunen und preist ihn, doch Hanumān erklärt, warum er selbst Rāvaṇa nicht erschlug, um Rāmas Ruhm nicht zu schmälern. Er weist Bhīma den Weg zum Saugandhika-Wald in Kuberas Garten, warnt ihn vor eigenmächtigem Blütenpflücken und schließt mit einer ausführlichen Unterweisung über Dharma, die vier Wissenschaften (Veda, Erwerbslehre, Staatskunst), die Pflichten der vier Kasten und die vier Mittel und fünf Vorgehensweisen der Politik, die einem Kṣatriya obliegen.

bhīma uvāca pūrvarūpam adṛṣṭvā te na yāsyāmi kathaṃ cana yadi te 'ham anugrāhyo darśayātmānam ātmanā

Bhīma sprach: „Ohne deine frühere Gestalt gesehen zu haben, werde ich keinesfalls gehen. Wenn ich deiner Gnade würdig bin, zeige mir dich selbst durch dich selbst.“

Wort für Wort
bhīma uvāca pūrvarūpam adṛṣṭvā te na yāsyāmi kathaṃ cana yadi te 'ham anugrāhyo darśayātmānam ātmanā
Bhīma sprach: „Ohne deine frühere Gestalt gesehen zu haben, werde ich keinesfalls gehen. Wenn ich deiner Gnade würdig bin, zeige mir dich selbst durch dich selbst.“

vaiśaṃpāyana uvāca evam uktas tu bhīmena smitaṃ kṛtvā plavaṃgamaḥ tad rūpaṃ darśayām āsa yad vai sāgaralaṅghane

Vaiśaṃpāyana sprach: So von Bhīma angesprochen, lächelte der Affenspringer und zeigte jene Gestalt, die er beim Überspringen des Meeres gehabt hatte.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca evam uktas tu bhīmena smitaṃ kṛtvā plavaṃgamaḥ tad rūpaṃ darśayām āsa yad vai sāgaralaṅghane
Vaiśaṃpāyana sprach: So von Bhīma angesprochen, lächelte der Affenspringer und zeigte jene Gestalt, die er beim Überspringen des Meeres gehabt hatte.

bhrātuḥ priyam abhīpsan vai cakāra sumahad vapuḥ dehas tasya tato 'tīva vardhaty āyāmavistaraiḥ

Den Wunsch des Bruders erfüllen wollend, nahm er einen gewaltigen Körper an; sein Leib wuchs darauf über alle Maßen an Länge und Breite.

Wort für Wort
bhrātuḥ priyam abhīpsan vai cakāra sumahad vapuḥ dehas tasya tato 'tīva vardhaty āyāmavistaraiḥ
Den Wunsch des Bruders erfüllen wollend, nahm er einen gewaltigen Körper an; sein Leib wuchs darauf über alle Maßen an Länge und Breite.

tad rūpaṃ kadalīṣaṇḍaṃ chādayann amitadyutiḥ gireś cocchrayam āgamya tasthau tatra sa vānaraḥ

Jene Gestalt, von unermesslichem Glanz, verdeckte einen ganzen Bananenhain; die Höhe eines Berges erreichend, stand der Affe dort.

Wort für Wort
tad rūpaṃ kadalīṣaṇḍaṃ chādayann amitadyutiḥ gireś cocchrayam āgamya tasthau tatra sa vānaraḥ
Jene Gestalt, von unermesslichem Glanz, verdeckte einen ganzen Bananenhain; die Höhe eines Berges erreichend, stand der Affe dort.

samucchritamahākāyo dvitīya iva parvataḥ tāmrekṣaṇas tīkṣṇadaṃṣṭro bhṛkuṭīkṛtalocanaḥ dīrghalāṅgūlam āvidhya diśo vyāpya sthitaḥ kapiḥ

Mit hoch aufgerichtetem, gewaltigem Leib, wie ein zweiter Berg, mit kupferroten Augen, scharfen Zähnen, die Brauen gerunzelt, den langen Schweif schwingend, stand der Affe da, die Himmelsrichtungen ausfüllend.

Wort für Wort
samucchritamahākāyo dvitīya iva parvataḥ tāmrekṣaṇas tīkṣṇadaṃṣṭro bhṛkuṭīkṛtalocanaḥ dīrghalāṅgūlam āvidhya diśo vyāpya sthitaḥ kapiḥ
Mit hoch aufgerichtetem, gewaltigem Leib, wie ein zweiter Berg, mit kupferroten Augen, scharfen Zähnen, die Brauen gerunzelt, den langen Schweif schwingend, stand der Affe da, die Himmelsrichtungen ausfüllend.

tad rūpaṃ mahad ālakṣya bhrātuḥ kauravanandanaḥ visismiye tadā bhīmo jahṛṣe ca punaḥ punaḥ

Als der Kaurava-Sproß diese gewaltige Gestalt seines Bruders erblickte, geriet Bhīma in Staunen und freute sich immer wieder von neuem.

Wort für Wort
tad rūpaṃ mahad ālakṣya bhrātuḥ kauravanandanaḥ visismiye tadā bhīmo jahṛṣe ca punaḥ punaḥ
Als der Kaurava-Sproß diese gewaltige Gestalt seines Bruders erblickte, geriet Bhīma in Staunen und freute sich immer wieder von neuem.

tam arkam iva tejobhiḥ sauvarṇam iva parvatam pradīptam iva cākāśaṃ dṛṣṭvā bhīmo nyamīlayat

Als er ihn, an Glanz der Sonne gleich, wie einen goldenen Berg, wie den brennenden Himmel, erblickte, schloss Bhīma die Augen.

Wort für Wort
tam arkam iva tejobhiḥ sauvarṇam iva parvatam pradīptam iva cākāśaṃ dṛṣṭvā bhīmo nyamīlayat
Als er ihn, an Glanz der Sonne gleich, wie einen goldenen Berg, wie den brennenden Himmel, erblickte, schloss Bhīma die Augen.

ābabhāṣe ca hanumān bhīmasenaṃ smayann iva etāvad iha śaktas tvaṃ rūpaṃ draṣṭuṃ mamānagha

Und Hanumān sprach zu Bhīmasena, gleichsam lächelnd: „Nur so weit vermagst du hier meine Gestalt zu sehen, Makelloser.

Wort für Wort
ābabhāṣe ca hanumān bhīmasenaṃ smayann iva etāvad iha śaktas tvaṃ rūpaṃ draṣṭuṃ mamānagha
Und Hanumān sprach zu Bhīmasena, gleichsam lächelnd: „Nur so weit vermagst du hier meine Gestalt zu sehen, Makelloser.

vardhe 'haṃ cāpy ato bhūyo yāvan me manasepsitam bhīma śatruṣu cātyarthaṃ vardhate mūrtir ojasā

Und ich wachse noch darüber hinaus, so weit es mein Herz begehrt, o Bhīma; gegenüber Feinden wächst meine Gestalt außerordentlich an Kraft.“

Wort für Wort
vardhe 'haṃ cāpy ato bhūyo yāvan me manasepsitam bhīma śatruṣu cātyarthaṃ vardhate mūrtir ojasā
Und ich wachse noch darüber hinaus, so weit es mein Herz begehrt, o Bhīma; gegenüber Feinden wächst meine Gestalt außerordentlich an Kraft.“

tad adbhutaṃ mahāraudraṃ vindhyamandarasaṃnibham dṛṣṭvā hanūmato varṣma saṃbhrāntaḥ pavanātmajaḥ

Dieses wunderbare, überaus furchterregende Wachstum Hanumāns, dem Vindhya und dem Mandara gleich, erblickend, geriet der Windessohn [Bhīma] in Verwirrung.

Wort für Wort
tad adbhutaṃ mahāraudraṃ vindhyamandarasaṃnibham dṛṣṭvā hanūmato varṣma saṃbhrāntaḥ pavanātmajaḥ
Dieses wunderbare, überaus furchterregende Wachstum Hanumāns, dem Vindhya und dem Mandara gleich, erblickend, geriet der Windessohn [Bhīma] in Verwirrung.

pratyuvāca tato bhīmaḥ saṃprahṛṣṭatanūruhaḥ kṛtāñjalir adīnātmā hanūmantam avasthitam

Da antwortete Bhīma, dessen Körperhaare sich vor Freude sträubten, mit gefalteten Händen, unverzagten Sinnes, dem dastehenden Hanumān:

Wort für Wort
pratyuvāca tato bhīmaḥ saṃprahṛṣṭatanūruhaḥ kṛtāñjalir adīnātmā hanūmantam avasthitam
Da antwortete Bhīma, dessen Körperhaare sich vor Freude sträubten, mit gefalteten Händen, unverzagten Sinnes, dem dastehenden Hanumān:

dṛṣṭaṃ pramāṇaṃ vipulaṃ śarīrasyāsya te vibho saṃharasva mahāvīrya svayam ātmānam ātmanā

„Gesehen ist nun das gewaltige Maß dieses deines Leibes, o Herr; ziehe dich, o Hochgewaltiger, durch dich selbst wieder in dich selbst zusammen.

Wort für Wort
dṛṣṭaṃ pramāṇaṃ vipulaṃ śarīrasyāsya te vibho saṃharasva mahāvīrya svayam ātmānam ātmanā
„Gesehen ist nun das gewaltige Maß dieses deines Leibes, o Herr; ziehe dich, o Hochgewaltiger, durch dich selbst wieder in dich selbst zusammen.

na hi śaknomi tvāṃ draṣṭuṃ divākaram ivoditam aprameyam anādhṛṣyaṃ mainākam iva parvatam

Denn ich vermag dich nicht anzuschauen, wie du dastehst, der aufgegangenen Sonne gleich, unermesslich, unangreifbar, wie der Berg Maināka.

Wort für Wort
na hi śaknomi tvāṃ draṣṭuṃ divākaram ivoditam aprameyam anādhṛṣyaṃ mainākam iva parvatam
Denn ich vermag dich nicht anzuschauen, wie du dastehst, der aufgegangenen Sonne gleich, unermesslich, unangreifbar, wie der Berg Maināka.

vismayaś caiva me vīra sumahān manaso 'dya vai yad rāmas tvayi pārśvasthe svayaṃ rāvaṇam abhyagāt

Und großes Staunen erfasst heute mein Herz, o Held, dass Rāma, während du ihm zur Seite standest, selbst gegen Rāvaṇa zog.

Wort für Wort
vismayaś caiva me vīra sumahān manaso 'dya vai yad rāmas tvayi pārśvasthe svayaṃ rāvaṇam abhyagāt
Und großes Staunen erfasst heute mein Herz, o Held, dass Rāma, während du ihm zur Seite standest, selbst gegen Rāvaṇa zog.

tvam eva śaktas tāṃ laṅkāṃ sayodhāṃ sahavāhanām svabāhubalam āśritya vināśayitum ojasā

Du allein wärst doch fähig gewesen, gestützt auf die Kraft deiner eigenen Arme, jenes Laṅkā samt seinen Kriegern und Reittieren aus eigener Macht zu vernichten.

Wort für Wort
tvam eva śaktas tāṃ laṅkāṃ sayodhāṃ sahavāhanām svabāhubalam āśritya vināśayitum ojasā
Du allein wärst doch fähig gewesen, gestützt auf die Kraft deiner eigenen Arme, jenes Laṅkā samt seinen Kriegern und Reittieren aus eigener Macht zu vernichten.

na hi te kiṃ cid aprāpyaṃ mārutātmaja vidyate tava naikasya paryāpto rāvaṇaḥ sagaṇo yudhi

Denn für dich, o Sohn des Windes, gibt es nichts Unerreichbares; dir allein wäre Rāvaṇa samt seiner Schar im Kampf nicht gewachsen gewesen.“

Wort für Wort
na hi te kiṃ cid aprāpyaṃ mārutātmaja vidyate tava naikasya paryāpto rāvaṇaḥ sagaṇo yudhi
Denn für dich, o Sohn des Windes, gibt es nichts Unerreichbares; dir allein wäre Rāvaṇa samt seiner Schar im Kampf nicht gewachsen gewesen.“

evam uktas tu bhīmena hanūmān plavagarṣabhaḥ pratyuvāca tato vākyaṃ snigdhagambhīrayā girā

So von Bhīma angesprochen, erwiderte Hanumān, der Stier der Affen, darauf mit liebevoller, tiefer Stimme dieses Wort:

Wort für Wort
evam uktas tu bhīmena hanūmān plavagarṣabhaḥ pratyuvāca tato vākyaṃ snigdhagambhīrayā girā
So von Bhīma angesprochen, erwiderte Hanumān, der Stier der Affen, darauf mit liebevoller, tiefer Stimme dieses Wort:

evam etan mahābāho yathā vadasi bhārata bhīmasena na paryāpto mamāsau rākṣasādhamaḥ

„So ist es, Starkarmiger, wie du sagst, Bhārata; Bhīmasena, jener niederträchtige Rākṣasa wäre mir wahrlich nicht gewachsen gewesen.

Wort für Wort
evam etan mahābāho yathā vadasi bhārata bhīmasena na paryāpto mamāsau rākṣasādhamaḥ
„So ist es, Starkarmiger, wie du sagst, Bhārata; Bhīmasena, jener niederträchtige Rākṣasa wäre mir wahrlich nicht gewachsen gewesen.

mayā tu tasmin nihate rāvaṇe lokakaṇṭake kīrtir naśyed rāghavasya tata etad upekṣitam

Doch hätte ich jenen Rāvaṇa, den Dorn der Welt, selbst getötet, so wäre der Ruhm Rāmas zunichte geworden; deshalb sah ich davon ab.

Wort für Wort
mayā tu tasmin nihate rāvaṇe lokakaṇṭake kīrtir naśyed rāghavasya tata etad upekṣitam
Doch hätte ich jenen Rāvaṇa, den Dorn der Welt, selbst getötet, so wäre der Ruhm Rāmas zunichte geworden; deshalb sah ich davon ab.

tena vīreṇa hatvā tu sagaṇaṃ rākṣasādhipam ānītā svapuraṃ sītā loke kīrtiś ca sthāpitā

Indem jener Held selbst den Rākṣasa-Fürsten samt seiner Schar erschlug, wurde Sītā in seine eigene Stadt zurückgebracht und sein Ruhm in der Welt begründet.

Wort für Wort
tena vīreṇa hatvā tu sagaṇaṃ rākṣasādhipam ānītā svapuraṃ sītā loke kīrtiś ca sthāpitā
Indem jener Held selbst den Rākṣasa-Fürsten samt seiner Schar erschlug, wurde Sītā in seine eigene Stadt zurückgebracht und sein Ruhm in der Welt begründet.

tad gaccha vipulaprajña bhrātuḥ priyahite rataḥ ariṣṭaṃ kṣemam adhvānaṃ vāyunā parirakṣitaḥ

So gehe nun, Weisheitsreicher, dem Wohl deines Bruders zugetan, auf sicherem, unversehrtem Weg, vom Wind beschützt.

Wort für Wort
tad gaccha vipulaprajña bhrātuḥ priyahite rataḥ ariṣṭaṃ kṣemam adhvānaṃ vāyunā parirakṣitaḥ
So gehe nun, Weisheitsreicher, dem Wohl deines Bruders zugetan, auf sicherem, unversehrtem Weg, vom Wind beschützt.

eṣa panthāḥ kuruśreṣṭha saugandhikavanāya te drakṣyase dhanadodyānaṃ rakṣitaṃ yakṣarākṣasaiḥ

Dies ist der Weg, Bester der Kurus, zum Saugandhika-Wald für dich; du wirst den Garten Kuberas erblicken, bewacht von Yakṣas und Rākṣasas.

Wort für Wort
eṣa panthāḥ kuruśreṣṭha saugandhikavanāya te drakṣyase dhanadodyānaṃ rakṣitaṃ yakṣarākṣasaiḥ
Dies ist der Weg, Bester der Kurus, zum Saugandhika-Wald für dich; du wirst den Garten Kuberas erblicken, bewacht von Yakṣas und Rākṣasas.

na ca te tarasā kāryaḥ kusumāvacayaḥ svayam daivatāni hi mānyāni puruṣeṇa viśeṣataḥ

Doch sollst du nicht eigenmächtig und übereilt das Pflücken der Blüten vornehmen; denn die Gottheiten sind von einem Manne besonders zu ehren.

Wort für Wort
na ca te tarasā kāryaḥ kusumāvacayaḥ svayam daivatāni hi mānyāni puruṣeṇa viśeṣataḥ
Doch sollst du nicht eigenmächtig und übereilt das Pflücken der Blüten vornehmen; denn die Gottheiten sind von einem Manne besonders zu ehren.

balihomanamaskārair mantraiś ca bharatarṣabha daivatāni prasādaṃ hi bhaktyā kurvanti bhārata

Durch Opfergaben, Feueropfer, Verneigungen und Sprüche, o Stier der Bharatas; denn die Gottheiten gewähren ihre Gnade durch Hingabe, o Bhārata.

Wort für Wort
balihomanamaskārair mantraiś ca bharatarṣabha daivatāni prasādaṃ hi bhaktyā kurvanti bhārata
Durch Opfergaben, Feueropfer, Verneigungen und Sprüche, o Stier der Bharatas; denn die Gottheiten gewähren ihre Gnade durch Hingabe, o Bhārata.

mā tāta sāhasaṃ kārṣīḥ svadharmam anupālaya svadharmasthaḥ paraṃ dharmaṃ budhyasvāgamayasva ca

Begehe keine Gewalttat, mein Sohn, bewahre deine eigene Pflicht; in deiner eigenen Pflicht stehend, erkenne die höchste Pflicht und gelange zu ihr.

Wort für Wort
mā tāta sāhasaṃ kārṣīḥ svadharmam anupālaya svadharmasthaḥ paraṃ dharmaṃ budhyasvāgamayasva ca
Begehe keine Gewalttat, mein Sohn, bewahre deine eigene Pflicht; in deiner eigenen Pflicht stehend, erkenne die höchste Pflicht und gelange zu ihr.

na hi dharmam avijñāya vṛddhān anupasevya ca dharmo vai vedituṃ śakyo bṛhaspatisamair api

Denn ohne die Pflicht recht zu erkennen und ohne den Alten zu dienen, kann die Pflicht selbst von einem Bṛhaspati Gleichenden nicht voll erkannt werden.

Wort für Wort
na hi dharmam avijñāya vṛddhān anupasevya ca dharmo vai vedituṃ śakyo bṛhaspatisamair api
Denn ohne die Pflicht recht zu erkennen und ohne den Alten zu dienen, kann die Pflicht selbst von einem Bṛhaspati Gleichenden nicht voll erkannt werden.

adharmo yatra dharmākhyo dharmaś cādharmasaṃjñitaḥ vijñātavyo vibhāgena yatra muhyanty abuddhayaḥ

Wo Unrecht als Recht bezeichnet wird und Recht als Unrecht benannt, dort muss es durch genaue Unterscheidung erkannt werden, wo Unverständige sich täuschen lassen.

Wort für Wort
adharmo yatra dharmākhyo dharmaś cādharmasaṃjñitaḥ vijñātavyo vibhāgena yatra muhyanty abuddhayaḥ
Wo Unrecht als Recht bezeichnet wird und Recht als Unrecht benannt, dort muss es durch genaue Unterscheidung erkannt werden, wo Unverständige sich täuschen lassen.

ācārasaṃbhavo dharmo dharmād vedāḥ samutthitāḥ vedair yajñāḥ samutpannā yajñair devāḥ pratiṣṭhitāḥ

Aus rechtem Wandel entspringt die Pflicht, aus der Pflicht entstanden die Veden, aus den Veden entstanden die Opfer, durch die Opfer sind die Götter gegründet.

Wort für Wort
ācārasaṃbhavo dharmo dharmād vedāḥ samutthitāḥ vedair yajñāḥ samutpannā yajñair devāḥ pratiṣṭhitāḥ
Aus rechtem Wandel entspringt die Pflicht, aus der Pflicht entstanden die Veden, aus den Veden entstanden die Opfer, durch die Opfer sind die Götter gegründet.

vedācāravidhānoktair yajñair dhāryanti devatāḥ bṛhaspatyuśanoktaiś ca nayair dhāryanti mānavāḥ

Durch die in Veda und rechtem Brauch vorgeschriebenen Opfer werden die Gottheiten erhalten, durch die von Bṛhaspati und Uśanas verkündeten Staatslehren werden die Menschen erhalten.

Wort für Wort
vedācāravidhānoktair yajñair dhāryanti devatāḥ bṛhaspatyuśanoktaiś ca nayair dhāryanti mānavāḥ
Durch die in Veda und rechtem Brauch vorgeschriebenen Opfer werden die Gottheiten erhalten, durch die von Bṛhaspati und Uśanas verkündeten Staatslehren werden die Menschen erhalten.

paṇyākaravaṇijyābhiḥ kṛṣyātho yonipoṣaṇaiḥ vārtayā dhāryate sarvaṃ dharmair etair dvijātibhiḥ

Durch Handel, Bergbau und Kaufmannschaft, durch Ackerbau und Viehzucht, durch diese Erwerbstätigkeit wird alles erhalten, ebenso durch diese Pflichten der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
paṇyākaravaṇijyābhiḥ kṛṣyātho yonipoṣaṇaiḥ vārtayā dhāryate sarvaṃ dharmair etair dvijātibhiḥ
Durch Handel, Bergbau und Kaufmannschaft, durch Ackerbau und Viehzucht, durch diese Erwerbstätigkeit wird alles erhalten, ebenso durch diese Pflichten der Zweifachgeborenen.

trayī vārtā daṇḍanītis tisro vidyā vijānatām tābhiḥ samyakprayuktābhir lokayātrā vidhīyate

Die drei Wissenschaften der Kenner sind: die dreifache Veda-Kunde, die Erwerbslehre und die Staatskunst; durch deren rechten Gebrauch wird der Weltenlauf geordnet.

Wort für Wort
trayī vārtā daṇḍanītis tisro vidyā vijānatām tābhiḥ samyakprayuktābhir lokayātrā vidhīyate
Die drei Wissenschaften der Kenner sind: die dreifache Veda-Kunde, die Erwerbslehre und die Staatskunst; durch deren rechten Gebrauch wird der Weltenlauf geordnet.

sā ced dharmakriyā na syāt trayīdharmam ṛte bhuvi daṇḍanītim ṛte cāpi nirmaryādam idaṃ bhavet

Gäbe es diese Ausübung der Pflicht nicht, ohne den Dharma der dreifachen Veda auf Erden und ohne die Staatskunst, so würde dies alles schrankenlos werden.

Wort für Wort
sā ced dharmakriyā na syāt trayīdharmam ṛte bhuvi daṇḍanītim ṛte cāpi nirmaryādam idaṃ bhavet
Gäbe es diese Ausübung der Pflicht nicht, ohne den Dharma der dreifachen Veda auf Erden und ohne die Staatskunst, so würde dies alles schrankenlos werden.

vārtādharme hy avartantyo vinaśyeyur imāḥ prajāḥ supravṛttais tribhir hy etair dharmaiḥ sūyanti vai prajāḥ

Wären diese Geschöpfe nicht der Erwerbspflicht zugetan, so gingen sie zugrunde; durch diese drei, recht ausgeübten Pflichten gedeihen die Geschöpfe wahrlich.

Wort für Wort
vārtādharme hy avartantyo vinaśyeyur imāḥ prajāḥ supravṛttais tribhir hy etair dharmaiḥ sūyanti vai prajāḥ
Wären diese Geschöpfe nicht der Erwerbspflicht zugetan, so gingen sie zugrunde; durch diese drei, recht ausgeübten Pflichten gedeihen die Geschöpfe wahrlich.

dvijānām amṛtaṃ dharmo hy ekaś caivaikavarṇikaḥ yajñādhyayanadānāni trayaḥ sādhāraṇāḥ smṛtāḥ

Die Pflicht der Zweifachgeborenen ist wie Unsterblichkeit, und eine einzige gilt jeweils für eine Kaste; Opfer, Studium und Freigebigkeit gelten als die drei allen gemeinsamen Pflichten.

Wort für Wort
dvijānām amṛtaṃ dharmo hy ekaś caivaikavarṇikaḥ yajñādhyayanadānāni trayaḥ sādhāraṇāḥ smṛtāḥ
Die Pflicht der Zweifachgeborenen ist wie Unsterblichkeit, und eine einzige gilt jeweils für eine Kaste; Opfer, Studium und Freigebigkeit gelten als die drei allen gemeinsamen Pflichten.

yājanādhyāpane cobhe brāhmaṇānāṃ pratigrahaḥ pālanaṃ kṣatriyāṇāṃ vai vaiśyadharmaś ca poṣaṇam

Das Opfern-Lassen und das Lehren, beide, sowie das Annehmen von Gaben sind die Pflichten der Brahmanen; das Schützen ist die der Kṣatriyas, und die Pflicht der Vaiśyas ist die Aufzucht.

Wort für Wort
yājanādhyāpane cobhe brāhmaṇānāṃ pratigrahaḥ pālanaṃ kṣatriyāṇāṃ vai vaiśyadharmaś ca poṣaṇam
Das Opfern-Lassen und das Lehren, beide, sowie das Annehmen von Gaben sind die Pflichten der Brahmanen; das Schützen ist die der Kṣatriyas, und die Pflicht der Vaiśyas ist die Aufzucht.

śuśrūṣā tu dvijātīnāṃ śūdrāṇāṃ dharma ucyate bhaikṣahomavratair hīnās tathaiva guruvāsinām

Der Dienst an den Zweifachgeborenen aber wird als die Pflicht der Śūdras bezeichnet; sie sind ausgeschlossen vom Bettelgang, vom Feueropfer und von den Gelübden, ebenso vom Wohnen beim Lehrer.

Wort für Wort
śuśrūṣā tu dvijātīnāṃ śūdrāṇāṃ dharma ucyate bhaikṣahomavratair hīnās tathaiva guruvāsinām
Der Dienst an den Zweifachgeborenen aber wird als die Pflicht der Śūdras bezeichnet; sie sind ausgeschlossen vom Bettelgang, vom Feueropfer und von den Gelübden, ebenso vom Wohnen beim Lehrer.

kṣatradharmo 'tra kaunteya tava dharmābhirakṣaṇam svadharmaṃ pratipadyasva vinīto niyatendriyaḥ

Die Pflicht der Kṣatriyas hierbei, o Kaunteya, ist für dich der Schutz der Pflicht; folge deiner eigenen Pflicht, gedemütigt und mit gezügelten Sinnen.

Wort für Wort
kṣatradharmo 'tra kaunteya tava dharmābhirakṣaṇam svadharmaṃ pratipadyasva vinīto niyatendriyaḥ
Die Pflicht der Kṣatriyas hierbei, o Kaunteya, ist für dich der Schutz der Pflicht; folge deiner eigenen Pflicht, gedemütigt und mit gezügelten Sinnen.

vṛddhaiḥ saṃmantrya sadbhiś ca buddhimadbhiḥ śrutānvitaiḥ susthitaḥ śāsti daṇḍena vyasanī paribhūyate

Wer sich mit den Alten berät und mit Rechtschaffenen, Verständigen und Gelehrten, herrscht wohlgefestigt durch Strafgewalt; wer dem Laster ergeben ist, wird missachtet.

Wort für Wort
vṛddhaiḥ saṃmantrya sadbhiś ca buddhimadbhiḥ śrutānvitaiḥ susthitaḥ śāsti daṇḍena vyasanī paribhūyate
Wer sich mit den Alten berät und mit Rechtschaffenen, Verständigen und Gelehrten, herrscht wohlgefestigt durch Strafgewalt; wer dem Laster ergeben ist, wird missachtet.

nigrahānugrahaiḥ samyag yadā rājā pravartate tadā bhavati lokasya maryādā suvyavasthitā

Wenn der König durch Zurückhalten und Begünstigen sich recht verhält, dann ist die Ordnung der Welt wohlbegründet.

Wort für Wort
nigrahānugrahaiḥ samyag yadā rājā pravartate tadā bhavati lokasya maryādā suvyavasthitā
Wenn der König durch Zurückhalten und Begünstigen sich recht verhält, dann ist die Ordnung der Welt wohlbegründet.

tasmād deśe ca durge ca śatrumitrabaleṣu ca nityaṃ cāreṇa boddhavyaṃ sthānaṃ vṛddhiḥ kṣayas tathā

Daher muss man beständig durch Kundschafter über Land und Festung, über die Kräfte von Feind und Freund unterrichtet sein, ebenso über Bestand, Wachstum und Verfall.

Wort für Wort
tasmād deśe ca durge ca śatrumitrabaleṣu ca nityaṃ cāreṇa boddhavyaṃ sthānaṃ vṛddhiḥ kṣayas tathā
Daher muss man beständig durch Kundschafter über Land und Festung, über die Kräfte von Feind und Freund unterrichtet sein, ebenso über Bestand, Wachstum und Verfall.

rājñām upāyāś catvāro buddhimantraḥ parākramaḥ nigrahānugrahau caiva dākṣyaṃ tatkāryasādhanam

Der Könige Mittel sind vier: Einsicht und Rat, Tatkraft, Zurückhalten und Begünstigen, sowie Geschicklichkeit in deren Durchführung.

Wort für Wort
rājñām upāyāś catvāro buddhimantraḥ parākramaḥ nigrahānugrahau caiva dākṣyaṃ tatkāryasādhanam
Der Könige Mittel sind vier: Einsicht und Rat, Tatkraft, Zurückhalten und Begünstigen, sowie Geschicklichkeit in deren Durchführung.

sāmnā dānena bhedena daṇḍenopekṣaṇena ca sādhanīyāni kāryāṇi samāsavyāsayogataḥ

Durch Versöhnung, durch Gaben, durch Entzweiung, durch Strafe und durch Nichtbeachtung sind die Aufgaben zu bewältigen, sei es zusammengefasst oder im Einzelnen angewandt.

Wort für Wort
sāmnā dānena bhedena daṇḍenopekṣaṇena ca sādhanīyāni kāryāṇi samāsavyāsayogataḥ
Durch Versöhnung, durch Gaben, durch Entzweiung, durch Strafe und durch Nichtbeachtung sind die Aufgaben zu bewältigen, sei es zusammengefasst oder im Einzelnen angewandt.

mantramūlā nayāḥ sarve cārāś ca bharatarṣabha sumantritair nayaiḥ siddhis tadvidaiḥ saha mantrayet

Alle Politik wurzelt in der Beratung, ebenso die Kundschafterdienste, o Stier der Bharatas; durch wohlberatene Politik kommt der Erfolg; man berate sich mit den darin Kundigen.

Wort für Wort
mantramūlā nayāḥ sarve cārāś ca bharatarṣabha sumantritair nayaiḥ siddhis tadvidaiḥ saha mantrayet
Alle Politik wurzelt in der Beratung, ebenso die Kundschafterdienste, o Stier der Bharatas; durch wohlberatene Politik kommt der Erfolg; man berate sich mit den darin Kundigen.

striyā mūḍhena lubdhena bālena laghunā tathā na mantrayeta guhyāni yeṣu conmādalakṣaṇam

Mit einer Frau, einem Toren, einem Habgierigen, einem Kind, einem Leichtfertigen ebenso, und mit solchen, die Zeichen des Wahnsinns zeigen, soll man keine Geheimnisse beraten.

Wort für Wort
striyā mūḍhena lubdhena bālena laghunā tathā na mantrayeta guhyāni yeṣu conmādalakṣaṇam
Mit einer Frau, einem Toren, einem Habgierigen, einem Kind, einem Leichtfertigen ebenso, und mit solchen, die Zeichen des Wahnsinns zeigen, soll man keine Geheimnisse beraten.

mantrayet saha vidvadbhiḥ śaktaiḥ karmāṇi kārayet snigdhaiś ca nītivinyāsān mūrkhān sarvatra varjayet

Man berate sich mit den Gelehrten, mit den Fähigen lasse man die Taten ausführen, mit den Zugetanen teile man die Anordnungen der Staatskunst; Toren meide man überall.

Wort für Wort
mantrayet saha vidvadbhiḥ śaktaiḥ karmāṇi kārayet snigdhaiś ca nītivinyāsān mūrkhān sarvatra varjayet
Man berate sich mit den Gelehrten, mit den Fähigen lasse man die Taten ausführen, mit den Zugetanen teile man die Anordnungen der Staatskunst; Toren meide man überall.

dhārmikān dharmakāryeṣu arthakāryeṣu paṇḍitān strīṣu klībān niyuñjīta krūrān krūreṣu karmasu

Rechtschaffene setze man bei Aufgaben des Rechts ein, Kluge bei Aufgaben des Nutzens, bei Frauen Eunuchen, Grausame bei grausamen Taten.

Wort für Wort
dhārmikān dharmakāryeṣu arthakāryeṣu paṇḍitān strīṣu klībān niyuñjīta krūrān krūreṣu karmasu
Rechtschaffene setze man bei Aufgaben des Rechts ein, Kluge bei Aufgaben des Nutzens, bei Frauen Eunuchen, Grausame bei grausamen Taten.

svebhyaś caiva parebhyaś ca kāryākāryasamudbhavā buddhiḥ karmasu vijñeyā ripūṇāṃ ca balābalam

Von den Eigenen wie von den Fremden ist die aus dem zu Tuenden und Nichtzutuenden entstehende Einsicht bei den Taten zu erkennen, ebenso die Stärke und Schwäche der Feinde.

Wort für Wort
svebhyaś caiva parebhyaś ca kāryākāryasamudbhavā buddhiḥ karmasu vijñeyā ripūṇāṃ ca balābalam
Von den Eigenen wie von den Fremden ist die aus dem zu Tuenden und Nichtzutuenden entstehende Einsicht bei den Taten zu erkennen, ebenso die Stärke und Schwäche der Feinde.

buddhyā supratipanneṣu kuryāt sādhuparigraham nigrahaṃ cāpy aśiṣṭeṣu nirmaryādeṣu kārayet

Gegenüber den durch Einsicht wohlgesinnten übe man freundliche Aufnahme, gegenüber den Unartigen und Zügellosen aber lasse man Zurückhaltung walten.

Wort für Wort
buddhyā supratipanneṣu kuryāt sādhuparigraham nigrahaṃ cāpy aśiṣṭeṣu nirmaryādeṣu kārayet
Gegenüber den durch Einsicht wohlgesinnten übe man freundliche Aufnahme, gegenüber den Unartigen und Zügellosen aber lasse man Zurückhaltung walten.

nigrahe pragrahe samyag yadā rājā pravartate tadā bhavati lokasya maryādā suvyavasthitā

Wenn der König sich recht in Zurückhaltung und Gunstbezeigung verhält, dann ist die Ordnung der Welt wohlbegründet.

Wort für Wort
nigrahe pragrahe samyag yadā rājā pravartate tadā bhavati lokasya maryādā suvyavasthitā
Wenn der König sich recht in Zurückhaltung und Gunstbezeigung verhält, dann ist die Ordnung der Welt wohlbegründet.

eṣa te vihitaḥ pārtha ghoro dharmo duranvayaḥ taṃ svadharmavibhāgena vinayastho 'nupālaya

Dies ist dir vorgeschrieben, o Pārtha, die furchtbare, schwer zu befolgende Pflicht; bewahre sie gemäß der Einteilung deiner eigenen Pflicht, in Disziplin verharrend.

Wort für Wort
eṣa te vihitaḥ pārtha ghoro dharmo duranvayaḥ taṃ svadharmavibhāgena vinayastho 'nupālaya
Dies ist dir vorgeschrieben, o Pārtha, die furchtbare, schwer zu befolgende Pflicht; bewahre sie gemäß der Einteilung deiner eigenen Pflicht, in Disziplin verharrend.

tapodharmadamejyābhir viprā yānti yathā divam dānātithyakriyādharmair yānti vaiśyāś ca sadgatim

Wie die Brahmanen durch Askese, Rechtschaffenheit, Selbstbeherrschung und Opfer zum Himmel gelangen, so gelangen die Vaiśyas durch Freigebigkeit, Gastfreundschaft und pflichtgemäßes Handeln zu guter Bestimmung.

Wort für Wort
tapodharmadamejyābhir viprā yānti yathā divam dānātithyakriyādharmair yānti vaiśyāś ca sadgatim
Wie die Brahmanen durch Askese, Rechtschaffenheit, Selbstbeherrschung und Opfer zum Himmel gelangen, so gelangen die Vaiśyas durch Freigebigkeit, Gastfreundschaft und pflichtgemäßes Handeln zu guter Bestimmung.

kṣatraṃ yāti tathā svargaṃ bhuvi nigrahapālanaiḥ samyak praṇīya daṇḍaṃ hi kāmadveṣavivarjitāḥ alubdhā vigatakrodhāḥ satāṃ yānti salokatām

So gelangen die Kṣatriyas zum Himmel durch Bezwingen und Beschützen auf Erden; denn jene, die die Strafe recht anwenden, frei von Begierde und Hass, unhabgierig und ohne Zorn, gelangen zur Gemeinschaft mit den Guten.“

Wort für Wort
kṣatraṃ yāti tathā svargaṃ bhuvi nigrahapālanaiḥ samyak praṇīya daṇḍaṃ hi kāmadveṣavivarjitāḥ alubdhā vigatakrodhāḥ satāṃ yānti salokatām
So gelangen die Kṣatriyas zum Himmel durch Bezwingen und Beschützen auf Erden; denn jene, die die Strafe recht anwenden, frei von Begierde und Hass, unhabgierig und ohne Zorn, gelangen zur Gemeinschaft mit den Guten.“

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