Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)

Kapitel 43: Svargārohaṇam Der Aufstieg zum Himmel

Mātali holt Arjuna mit Indras Wagen ab. Nach ehrfürchtigem Abschied vom Berg und rituellem Bad besteigt Arjuna den göttlichen Wagen und fährt in unsichtbaren Bahnen empor, vorbei an leuchtenden Himmelswohnstätten der Frommen (den von der Erde aus als Sterne sichtbaren Lichtern), bis er Śakras Stadt Amarāvatī erblickt.

vaiśaṃpāyana uvāca gateṣu lokapāleṣu pārthaḥ śatrunibarhaṇaḥ cintayām āsa rājendra devarājarathāgamam

Vaiśaṃpāyana sprach: Als die Weltenhüter gegangen waren, dachte der Pārtha, der Feindevernichter, o Herrscherfürst, an die Ankunft des Wagens des Götterkönigs.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca gateṣu lokapāleṣu pārthaḥ śatrunibarhaṇaḥ cintayām āsa rājendra devarājarathāgamam
Vaiśaṃpāyana sprach: Als die Weltenhüter gegangen waren, dachte der Pārtha, der Feindevernichter, o Herrscherfürst, an die Ankunft des Wagens des Götterkönigs.

tataś cintayamānasya guḍākeśasya dhīmataḥ ratho mātalisaṃyukta ājagāma mahāprabhaḥ

Während der weise Guḍākeśa so dachte, kam der Wagen, mit Mātali versehen, von großem Glanz, an.

Wort für Wort
tataś cintayamānasya guḍākeśasya dhīmataḥ ratho mātalisaṃyukta ājagāma mahāprabhaḥ
Während der weise Guḍākeśa so dachte, kam der Wagen, mit Mātali versehen, von großem Glanz, an.

nabho vitimiraṃ kurvañ jaladān pāṭayann iva diśaḥ saṃpūrayan nādair mahāmegharavopamaiḥ

Er machte den Himmel finsterfrei, gleichsam die Regenwolken zerreißend, und erfüllte die Himmelsrichtungen mit Klängen, dem Dröhnen großer Wolken gleich.

Wort für Wort
nabho vitimiraṃ kurvañ jaladān pāṭayann iva diśaḥ saṃpūrayan nādair mahāmegharavopamaiḥ
Er machte den Himmel finsterfrei, gleichsam die Regenwolken zerreißend, und erfüllte die Himmelsrichtungen mit Klängen, dem Dröhnen großer Wolken gleich.

asayaḥ śaktayo bhīmā gadāś cograpradarśanāḥ divyaprabhāvāḥ prāsāś ca vidyutaś ca mahāprabhāḥ

Schwerter, schreckliche Speere, Keulen von furchterregendem Aussehen, von göttlicher Macht, Wurfspieße und Blitze von gewaltigem Glanz waren an ihm.

Wort für Wort
asayaḥ śaktayo bhīmā gadāś cograpradarśanāḥ divyaprabhāvāḥ prāsāś ca vidyutaś ca mahāprabhāḥ
Schwerter, schreckliche Speere, Keulen von furchterregendem Aussehen, von göttlicher Macht, Wurfspieße und Blitze von gewaltigem Glanz waren an ihm.

tathaivāśanayas tatra cakrayuktā huḍāguḍāḥ vāyusphoṭāḥ sanirghātā barhimeghanibhasvanāḥ

Ebenso Donnerkeile, mit Rädern versehene Huḍāguḍā-Geschosse, Windexplosionen mit Donnergrollen, dem Klang von Pfauen und Wolken gleich.

Wort für Wort
tathaivāśanayas tatra cakrayuktā huḍāguḍāḥ vāyusphoṭāḥ sanirghātā barhimeghanibhasvanāḥ
Ebenso Donnerkeile, mit Rädern versehene Huḍāguḍā-Geschosse, Windexplosionen mit Donnergrollen, dem Klang von Pfauen und Wolken gleich.

tatra nāgā mahākāyā jvalitāsyāḥ sudāruṇāḥ sitābhrakūṭapratimāḥ saṃhatāś ca yathopalāḥ

Dort waren riesenhafte Schlangenwesen, mit lodernden Mäulern, überaus schrecklich, weißen Wolkenbänken gleich und dicht wie Hagelkörner.

Wort für Wort
tatra nāgā mahākāyā jvalitāsyāḥ sudāruṇāḥ sitābhrakūṭapratimāḥ saṃhatāś ca yathopalāḥ
Dort waren riesenhafte Schlangenwesen, mit lodernden Mäulern, überaus schrecklich, weißen Wolkenbänken gleich und dicht wie Hagelkörner.

daśa vājisahasrāṇi harīṇāṃ vātaraṃhasām vahanti yaṃ netramuṣaṃ divyaṃ māyāmayaṃ ratham

Zehntausend windgeschwinde falbe Rosse zogen jenen göttlichen, illusionsgleichen Wagen, der durch seinen Glanz die Augen raubte.

Wort für Wort
daśa vājisahasrāṇi harīṇāṃ vātaraṃhasām vahanti yaṃ netramuṣaṃ divyaṃ māyāmayaṃ ratham
Zehntausend windgeschwinde falbe Rosse zogen jenen göttlichen, illusionsgleichen Wagen, der durch seinen Glanz die Augen raubte.

tatrāpaśyan mahānīlaṃ vaijayantaṃ mahāprabham dhvajam indīvaraśyāmaṃ vaṃśaṃ kanakabhūṣaṇam

Dort erblickte er ein großes, dunkles Banner, das Vaijayanta, von großem Glanz, blauschwarz wie eine Lotosblüte, an einem mit Gold geschmückten Bambusmast.

Wort für Wort
tatrāpaśyan mahānīlaṃ vaijayantaṃ mahāprabham dhvajam indīvaraśyāmaṃ vaṃśaṃ kanakabhūṣaṇam
Dort erblickte er ein großes, dunkles Banner, das Vaijayanta, von großem Glanz, blauschwarz wie eine Lotosblüte, an einem mit Gold geschmückten Bambusmast.

tasmin rathe sthitaṃ sūtaṃ taptahemavibhūṣitam dṛṣṭvā pārtho mahābāhur devam evānvatarkayat

Als er den auf jenem Wagen stehenden Wagenlenker sah, mit geschmolzenem Gold geschmückt, hielt der starkarmige Pārtha ihn geradezu für einen Gott.

Wort für Wort
tasmin rathe sthitaṃ sūtaṃ taptahemavibhūṣitam dṛṣṭvā pārtho mahābāhur devam evānvatarkayat
Als er den auf jenem Wagen stehenden Wagenlenker sah, mit geschmolzenem Gold geschmückt, hielt der starkarmige Pārtha ihn geradezu für einen Gott.

tathā tarkayatas tasya phalgunasyātha mātaliḥ saṃnataḥ praśrito bhūtvā vākyam arjunam abravīt

Während Phalguna so überlegte, sprach Mātali, sich verneigend, ehrerbietig geworden, zu Arjuna dieses Wort:

Wort für Wort
tathā tarkayatas tasya phalgunasyātha mātaliḥ saṃnataḥ praśrito bhūtvā vākyam arjunam abravīt
Während Phalguna so überlegte, sprach Mātali, sich verneigend, ehrerbietig geworden, zu Arjuna dieses Wort:

bho bho śakrātmaja śrīmāñ śakras tvāṃ draṣṭum icchati ārohatu bhavāñ śīghraṃ ratham indrasya saṃmatam

„He, he, glanzvoller Sohn Śakras! Śakra wünscht dich zu sehen; besteige rasch den von Indra bestimmten Wagen.

Wort für Wort
bho bho śakrātmaja śrīmāñ śakras tvāṃ draṣṭum icchati ārohatu bhavāñ śīghraṃ ratham indrasya saṃmatam
„He, he, glanzvoller Sohn Śakras! Śakra wünscht dich zu sehen; besteige rasch den von Indra bestimmten Wagen.

āha mām amaraśreṣṭhaḥ pitā tava śatakratuḥ kuntīsutam iha prāptaṃ paśyantu tridaśālayāḥ

Der Beste der Unsterblichen, dein Vater Śatakratu, hat mir gesagt: 'Mögen die Himmelsbewohner den Sohn der Kuntī sehen, der hier angekommen ist.'

Wort für Wort
āha mām amaraśreṣṭhaḥ pitā tava śatakratuḥ kuntīsutam iha prāptaṃ paśyantu tridaśālayāḥ
Der Beste der Unsterblichen, dein Vater Śatakratu, hat mir gesagt: 'Mögen die Himmelsbewohner den Sohn der Kuntī sehen, der hier angekommen ist.'

eṣa śakraḥ parivṛto devair ṛṣigaṇais tathā gandharvair apsarobhiś ca tvāṃ didṛkṣuḥ pratīkṣate

Dieser Śakra, umgeben von den Göttern und Scharen von Ṛṣis, ebenso von Gandharvas und Apsaras, wartet voll Verlangen, dich zu sehen.

Wort für Wort
eṣa śakraḥ parivṛto devair ṛṣigaṇais tathā gandharvair apsarobhiś ca tvāṃ didṛkṣuḥ pratīkṣate
Dieser Śakra, umgeben von den Göttern und Scharen von Ṛṣis, ebenso von Gandharvas und Apsaras, wartet voll Verlangen, dich zu sehen.

asmāl lokād devalokaṃ pākaśāsanaśāsanāt āroha tvaṃ mayā sārdhaṃ labdhāstraḥ punar eṣyasi

Von dieser Welt zur Götterwelt, auf Geheiß des Bezwingers Pākas, besteige den Wagen zusammen mit mir; du wirst, nachdem du die Waffen erlangt hast, wieder zurückkehren.“

Wort für Wort
asmāl lokād devalokaṃ pākaśāsanaśāsanāt āroha tvaṃ mayā sārdhaṃ labdhāstraḥ punar eṣyasi
Von dieser Welt zur Götterwelt, auf Geheiß des Bezwingers Pākas, besteige den Wagen zusammen mit mir; du wirst, nachdem du die Waffen erlangt hast, wieder zurückkehren.“

arjuna uvāca mātale gaccha śīghraṃ tvam ārohasva rathottamam rājasūyāśvamedhānāṃ śatair api sudurlabham

Arjuna sprach: „O Mātali, geh voran, besteige du rasch den besten der Wagen, der selbst durch Hunderte von Rājasūya- und Aśvamedha-Opfern nur schwer erlangbar ist,

Wort für Wort
arjuna uvāca mātale gaccha śīghraṃ tvam ārohasva rathottamam rājasūyāśvamedhānāṃ śatair api sudurlabham
Arjuna sprach: „O Mātali, geh voran, besteige du rasch den besten der Wagen, der selbst durch Hunderte von Rājasūya- und Aśvamedha-Opfern nur schwer erlangbar ist,

pārthivaiḥ sumahābhāgair yajvabhir bhūridakṣiṇaiḥ daivatair vā samāroḍhuṃ dānavair vā rathottamam

den zu besteigen selbst hochgesegneten Königen, Opferern mit reichlichen Opfergaben, Göttern oder Dānavas schwerfällt.

Wort für Wort
pārthivaiḥ sumahābhāgair yajvabhir bhūridakṣiṇaiḥ daivatair vā samāroḍhuṃ dānavair vā rathottamam
den zu besteigen selbst hochgesegneten Königen, Opferern mit reichlichen Opfergaben, Göttern oder Dānavas schwerfällt.

nātaptatapasā śakya eṣa divyo mahārathaḥ draṣṭuṃ vāpy atha vā spraṣṭum āroḍhuṃ kuta eva tu

Für einen, der keine Askese geübt hat, ist dieser göttliche, große Wagen weder zu sehen, noch zu berühren, geschweige denn zu besteigen.

Wort für Wort
nātaptatapasā śakya eṣa divyo mahārathaḥ draṣṭuṃ vāpy atha vā spraṣṭum āroḍhuṃ kuta eva tu
Für einen, der keine Askese geübt hat, ist dieser göttliche, große Wagen weder zu sehen, noch zu berühren, geschweige denn zu besteigen.

tvayi pratiṣṭhite sādho rathasthe sthiravājini paścād aham athārokṣye sukṛtī satpathaṃ yathā

Erst wenn du, o Guter, auf dem Wagen mit den beständigen Rossen Platz genommen hast, werde ich danach ihn besteigen, wie ein Tugendhafter den rechten Pfad betritt.“

Wort für Wort
tvayi pratiṣṭhite sādho rathasthe sthiravājini paścād aham athārokṣye sukṛtī satpathaṃ yathā
Erst wenn du, o Guter, auf dem Wagen mit den beständigen Rossen Platz genommen hast, werde ich danach ihn besteigen, wie ein Tugendhafter den rechten Pfad betritt.“

vaiśaṃpāyana uvāca tasya tad vacanaṃ śrutvā mātaliḥ śakrasārathiḥ āruroha rathaṃ śīghraṃ hayān yeme ca raśmibhiḥ

Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er dieses Wort gehört hatte, bestieg Mātali, Śakras Wagenlenker, rasch den Wagen und hielt die Rosse mit den Zügeln im Zaum.

Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tasya tad vacanaṃ śrutvā mātaliḥ śakrasārathiḥ āruroha rathaṃ śīghraṃ hayān yeme ca raśmibhiḥ
Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem er dieses Wort gehört hatte, bestieg Mātali, Śakras Wagenlenker, rasch den Wagen und hielt die Rosse mit den Zügeln im Zaum.

tato 'rjuno hṛṣṭamanā gaṅgāyām āplutaḥ śuciḥ jajāpa japyaṃ kaunteyo vidhivat kurunandanaḥ

Da tauchte Arjuna, frohen Sinnes, der Kaunteya, die Freude der Kurus, rein geworden, in die Gaṅgā unter und murmelte vorschriftsmäßig sein Gebet.

Wort für Wort
tato 'rjuno hṛṣṭamanā gaṅgāyām āplutaḥ śuciḥ jajāpa japyaṃ kaunteyo vidhivat kurunandanaḥ
Da tauchte Arjuna, frohen Sinnes, der Kaunteya, die Freude der Kurus, rein geworden, in die Gaṅgā unter und murmelte vorschriftsmäßig sein Gebet.

tataḥ pitṝn yathānyāyaṃ tarpayitvā yathāvidhi mandaraṃ śailarājaṃ tam āpraṣṭum upacakrame

Nachdem er darauf die Ahnen nach Gebühr, vorschriftsmäßig, mit Wasser erquickt hatte, begann er, den Berg Mandara, den König der Berge, um Erlaubnis zu bitten, sich zu verabschieden:

Wort für Wort
tataḥ pitṝn yathānyāyaṃ tarpayitvā yathāvidhi mandaraṃ śailarājaṃ tam āpraṣṭum upacakrame
Nachdem er darauf die Ahnen nach Gebühr, vorschriftsmäßig, mit Wasser erquickt hatte, begann er, den Berg Mandara, den König der Berge, um Erlaubnis zu bitten, sich zu verabschieden:

[?] [Anm.: Die Nennung des Berges Mandara an dieser Stelle ist geographisch auffällig, da Arjuna sich zuvor am Himavat/Indrakīla aufhielt; möglicherweise wird der Name hier poetisch-allgemein für „der große Berg“ verwendet.

sādhūnāṃ dharmaśīlānāṃ munīnāṃ puṇyakarmaṇām tvaṃ sadā saṃśrayaḥ śaila svargamārgābhikāṅkṣiṇām

„Du bist stets die Zuflucht der Guten, der Dharma-Gesinnten, der Munis von heiligen Taten, derer, die nach dem Weg zum Himmel verlangen, o Berg.

Wort für Wort
sādhūnāṃ dharmaśīlānāṃ munīnāṃ puṇyakarmaṇām tvaṃ sadā saṃśrayaḥ śaila svargamārgābhikāṅkṣiṇām
„Du bist stets die Zuflucht der Guten, der Dharma-Gesinnten, der Munis von heiligen Taten, derer, die nach dem Weg zum Himmel verlangen, o Berg.

tvatprasādāt sadā śaila brāhmaṇāḥ kṣatriyā viśaḥ svargaṃ prāptāś caranti sma devaiḥ saha gatavyathāḥ

Durch deine Gnade, o Berg, wandeln stets Brahmanen, Kṣatriyas und Vaiśyas, nachdem sie den Himmel erreicht haben, zusammen mit den Göttern, frei von Schmerz.

Wort für Wort
tvatprasādāt sadā śaila brāhmaṇāḥ kṣatriyā viśaḥ svargaṃ prāptāś caranti sma devaiḥ saha gatavyathāḥ
Durch deine Gnade, o Berg, wandeln stets Brahmanen, Kṣatriyas und Vaiśyas, nachdem sie den Himmel erreicht haben, zusammen mit den Göttern, frei von Schmerz.

adrirāja mahāśaila munisaṃśraya tīrthavan gacchāmy āmantrayāmi tvāṃ sukham asmy uṣitas tvayi

O Bergkönig, großer Berg, Zuflucht der Munis, mit heiligen Badeplätzen versehen - ich gehe nun, ich nehme Abschied von dir; glücklich habe ich bei dir geweilt.

Wort für Wort
adrirāja mahāśaila munisaṃśraya tīrthavan gacchāmy āmantrayāmi tvāṃ sukham asmy uṣitas tvayi
O Bergkönig, großer Berg, Zuflucht der Munis, mit heiligen Badeplätzen versehen - ich gehe nun, ich nehme Abschied von dir; glücklich habe ich bei dir geweilt.

tava sānūni kuñjāś ca nadyaḥ prasravaṇāni ca tīrthāni ca supuṇyāni mayā dṛṣṭāny anekaśaḥ

Deine Bergrücken und Wälder, deine Flüsse und Quellen, und deine höchst heiligen Badeplätze wurden von mir vielfach erblickt.“

Wort für Wort
tava sānūni kuñjāś ca nadyaḥ prasravaṇāni ca tīrthāni ca supuṇyāni mayā dṛṣṭāny anekaśaḥ
Deine Bergrücken und Wälder, deine Flüsse und Quellen, und deine höchst heiligen Badeplätze wurden von mir vielfach erblickt.“

evam uktvārjunaḥ śailam āmantrya paravīrahā āruroha rathaṃ divyaṃ dyotayann iva bhāskaraḥ

So gesprochen und den Berg um Erlaubnis gebeten habend, bestieg Arjuna, der Feindestöter, den göttlichen Wagen, gleichsam wie die Sonne alles erhellend.

Wort für Wort
evam uktvārjunaḥ śailam āmantrya paravīrahā āruroha rathaṃ divyaṃ dyotayann iva bhāskaraḥ
So gesprochen und den Berg um Erlaubnis gebeten habend, bestieg Arjuna, der Feindestöter, den göttlichen Wagen, gleichsam wie die Sonne alles erhellend.

sa tenādityarūpeṇa divyenādbhutakarmaṇā ūrdhvam ācakrame dhīmān prahṛṣṭaḥ kurunandanaḥ

Er, der Weise, die Freude der Kurus, hocherfreut, stieg mit jenem göttlichen, sonnenhaft gestalteten und wunderbar wirkenden Wagen nach oben empor.

Wort für Wort
sa tenādityarūpeṇa divyenādbhutakarmaṇā ūrdhvam ācakrame dhīmān prahṛṣṭaḥ kurunandanaḥ
Er, der Weise, die Freude der Kurus, hocherfreut, stieg mit jenem göttlichen, sonnenhaft gestalteten und wunderbar wirkenden Wagen nach oben empor.

so 'darśanapathaṃ yātvā martyānāṃ bhūmicāriṇām dadarśādbhutarūpāṇi vimānāni sahasraśaḥ

Nachdem er den Pfad erreicht hatte, der den auf der Erde wandelnden Sterblichen unsichtbar ist, erblickte er Tausende von Himmelswagen von wunderbarer Gestalt.

Wort für Wort
so 'darśanapathaṃ yātvā martyānāṃ bhūmicāriṇām dadarśādbhutarūpāṇi vimānāni sahasraśaḥ
Nachdem er den Pfad erreicht hatte, der den auf der Erde wandelnden Sterblichen unsichtbar ist, erblickte er Tausende von Himmelswagen von wunderbarer Gestalt.

na tatra sūryaḥ somo vā dyotate na ca pāvakaḥ svayaiva prabhayā tatra dyotante puṇyalabdhayā

Dort leuchtet weder die Sonne noch der Mond noch das Feuer; sie leuchten dort durch ihren eigenen, durch fromme Taten erworbenen Glanz.

Wort für Wort
na tatra sūryaḥ somo vā dyotate na ca pāvakaḥ svayaiva prabhayā tatra dyotante puṇyalabdhayā
Dort leuchtet weder die Sonne noch der Mond noch das Feuer; sie leuchten dort durch ihren eigenen, durch fromme Taten erworbenen Glanz.

tārārūpāṇi yānīha dṛśyante dyutimanti vai dīpavad viprakṛṣṭatvād aṇūni sumahānty api

Diejenigen Lichter, die hier von der Erde aus als leuchtende Sternengestalten erscheinen, klein wie ein Licht wegen der Entfernung, sind in Wahrheit sehr groß.

Wort für Wort
tārārūpāṇi yānīha dṛśyante dyutimanti vai dīpavad viprakṛṣṭatvād aṇūni sumahānty api
Diejenigen Lichter, die hier von der Erde aus als leuchtende Sternengestalten erscheinen, klein wie ein Licht wegen der Entfernung, sind in Wahrheit sehr groß.

tāni tatra prabhāsvanti rūpavanti ca pāṇḍavaḥ dadarśa sveṣu dhiṣṇyeṣu dīptimanti svayārciṣā

Diese sah der Pāṇḍava dort leuchten, gestalthaft, in ihren jeweiligen Wohnstätten strahlend, durch ihren eigenen Glanz.

Wort für Wort
tāni tatra prabhāsvanti rūpavanti ca pāṇḍavaḥ dadarśa sveṣu dhiṣṇyeṣu dīptimanti svayārciṣā
Diese sah der Pāṇḍava dort leuchten, gestalthaft, in ihren jeweiligen Wohnstätten strahlend, durch ihren eigenen Glanz.

tatra rājarṣayaḥ siddhā vīrāś ca nihatā yudhi tapasā ca jitasvargāḥ saṃpetuḥ śatasaṃghaśaḥ

Dort befanden sich königliche Ṛṣis, Vollkommene, und Helden, die im Kampf gefallen waren, und solche, die den Himmel durch Askese erworben hatten, versammelt zu Hunderten.

Wort für Wort
tatra rājarṣayaḥ siddhā vīrāś ca nihatā yudhi tapasā ca jitasvargāḥ saṃpetuḥ śatasaṃghaśaḥ
Dort befanden sich königliche Ṛṣis, Vollkommene, und Helden, die im Kampf gefallen waren, und solche, die den Himmel durch Askese erworben hatten, versammelt zu Hunderten.

gandharvāṇāṃ sahasrāṇi sūryajvalanatejasām guhyakānām ṛṣīṇāṃ ca tathaivāpsarasāṃ gaṇāḥ

Tausende von Gandharvas, von der Glutkraft der Sonne und des Feuers, der Guhyakas und Ṛṣis, und ebenso Scharen von Apsaras.

Wort für Wort
gandharvāṇāṃ sahasrāṇi sūryajvalanatejasām guhyakānām ṛṣīṇāṃ ca tathaivāpsarasāṃ gaṇāḥ
Tausende von Gandharvas, von der Glutkraft der Sonne und des Feuers, der Guhyakas und Ṛṣis, und ebenso Scharen von Apsaras.

lokān ātmaprabhān paśyan phalguno vismayānvitaḥ papraccha mātaliṃ prītyā sa cāpy enam uvāca ha

Beim Anblick dieser durch eigenen Glanz leuchtenden Welten, von Erstaunen erfüllt, fragte Phalguna Mātali freundlich, und dieser sprach zu ihm:

Wort für Wort
lokān ātmaprabhān paśyan phalguno vismayānvitaḥ papraccha mātaliṃ prītyā sa cāpy enam uvāca ha
Beim Anblick dieser durch eigenen Glanz leuchtenden Welten, von Erstaunen erfüllt, fragte Phalguna Mātali freundlich, und dieser sprach zu ihm:

ete sukṛtinaḥ pārtha sveṣu dhiṣṇyeṣv avasthitāḥ yān dṛṣṭavān asi vibho tārārūpāṇi bhūtale

„Dies sind die Rechtschaffenen, o Pārtha, die in ihren jeweiligen Wohnstätten weilen - dieselben, die du, o Mächtiger, auf der Erde als Sternengestalten gesehen hast.“

Wort für Wort
ete sukṛtinaḥ pārtha sveṣu dhiṣṇyeṣv avasthitāḥ yān dṛṣṭavān asi vibho tārārūpāṇi bhūtale
„Dies sind die Rechtschaffenen, o Pārtha, die in ihren jeweiligen Wohnstätten weilen - dieselben, die du, o Mächtiger, auf der Erde als Sternengestalten gesehen hast.“

tato 'paśyat sthitaṃ dvāri sitaṃ vaijayinaṃ gajam airāvataṃ caturdantaṃ kailāsam iva śṛṅgiṇam

Dann sah er, am Tor stehend, den weißen, siegverkündenden Elefanten Airāvata, mit vier Stoßzähnen, dem gipfeligen Kailāsa gleich.

Wort für Wort
tato 'paśyat sthitaṃ dvāri sitaṃ vaijayinaṃ gajam airāvataṃ caturdantaṃ kailāsam iva śṛṅgiṇam
Dann sah er, am Tor stehend, den weißen, siegverkündenden Elefanten Airāvata, mit vier Stoßzähnen, dem gipfeligen Kailāsa gleich.

sa siddhamārgam ākramya kurupāṇḍavasattamaḥ vyarocata yathā pūrvaṃ māndhātā pārthivottamaḥ

Er, der Beste der Kuru-Pāṇḍavas, betrat den Pfad der Vollkommenen und erstrahlte, wie einst Māndhātā, der Beste der Könige.

Wort für Wort
sa siddhamārgam ākramya kurupāṇḍavasattamaḥ vyarocata yathā pūrvaṃ māndhātā pārthivottamaḥ
Er, der Beste der Kuru-Pāṇḍavas, betrat den Pfad der Vollkommenen und erstrahlte, wie einst Māndhātā, der Beste der Könige.

aticakrāma lokān sa rājñāṃ rājīvalocanaḥ tato dadarśa śakrasya purīṃ tām amarāvatīm

Er, der Lotosäugige, durchquerte die Welten der Könige und erblickte darauf die Stadt Śakras, jene Amarāvatī.

Wort für Wort
aticakrāma lokān sa rājñāṃ rājīvalocanaḥ tato dadarśa śakrasya purīṃ tām amarāvatīm
Er, der Lotosäugige, durchquerte die Welten der Könige und erblickte darauf die Stadt Śakras, jene Amarāvatī.

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