Kapitel 272: Rāmopākhyānam (15)
Indrajits Kampf gegen Lakṣmaṇa und Rāma
Rāvaṇa entsendet seinen Sohn Indrajit, den einstigen Bezwinger Indras, gegen Rāma und Lakṣmaṇa. Nach einem erbitterten Zweikampf mit Lakṣmaṇa, in dem auch Aṅgada eingreift, verschwindet Indrajit mittels Zauberkraft und überschüttet Rāma und Lakṣmaṇa unsichtbar mit Pfeilen, bis beide Brüder, von Geschossen übersät, bewusstlos vom Himmel zu Boden stürzen - ein dramatischer Wendepunkt, dessen Folgen das nächste Kapitel schildert.
Mārkaṇḍeya sprach: „Als er darauf hörte, dass Kumbhakarṇa samt seinen Gefolgsleuten im Kampf gefallen war, und Prahasta, der große Bogenschütze, und Dhūmrākṣa von überaus großem Glanz,
Mārkaṇḍeya sprach: „Als er darauf hörte, dass Kumbhakarṇa samt seinen Gefolgsleuten im Kampf gefallen war, und Prahasta, der große Bogenschütze, und Dhūmrākṣa von überaus großem Glanz,
tvayā hi mama satputra yaśo dīptam upārjitam jitvā vajradharaṃ saṃkhye sahasrākṣaṃ śacīpatim
Denn durch dich, mein guter Sohn, wurde für mich strahlender Ruhm errungen, als du im Kampf den Träger des Donnerkeils besiegt hast, den Tausendäugigen, den Gatten der Śacī.
Wort für Wort
tvayā hi mama satputra yaśo dīptam upārjitam jitvā vajradharaṃ saṃkhye sahasrākṣaṃ śacīpatim
Denn durch dich, mein guter Sohn, wurde für mich strahlender Ruhm errungen, als du im Kampf den Träger des Donnerkeils besiegt hast, den Tausendäugigen, den Gatten der Śacī.
Zwischen den beiden, die beide nach dem Sieg gierten, beide der göttlichen Waffen kundig, entbrannte da ein überaus gewaltiger, heftiger Kampf im gegenseitigen Wetteifer.
Zwischen den beiden, die beide nach dem Sieg gierten, beide der göttlichen Waffen kundig, entbrannte da ein überaus gewaltiger, heftiger Kampf im gegenseitigen Wetteifer.
rāvaṇis tu yadā nainaṃ viśeṣayati sāyakaiḥ tato gurutaraṃ yatnam ātiṣṭhad balināṃ varaḥ
Als aber der Sohn Rāvaṇas ihn mit seinen Pfeilen nicht zu übertreffen vermochte, verlegte sich der Beste der Starken auf eine noch größere Anstrengung.
Wort für Wort
rāvaṇis tu yadā nainaṃ viśeṣayati sāyakaiḥ tato gurutaraṃ yatnam ātiṣṭhad balināṃ varaḥ
Als aber der Sohn Rāvaṇas ihn mit seinen Pfeilen nicht zu übertreffen vermochte, verlegte sich der Beste der Starken auf eine noch größere Anstrengung.
tata enaṃ mahāvegair ardayām āsa tomaraiḥ tān āgatān sa ciccheda saumitrir niśitaiḥ śaraiḥ te nikṛttāḥ śarais tīkṣṇair nyapatan vasudhātale
Darauf bedrängte er ihn mit überaus schnellen Lanzen; diese ankommenden zerhieb der Sohn der Sumitrā mit scharfen Pfeilen; von den spitzen Pfeilen zerschnitten, fielen sie zu Boden.
Wort für Wort
tata enaṃ mahāvegair ardayām āsa tomaraiḥ tān āgatān sa ciccheda saumitrir niśitaiḥ śaraiḥ te nikṛttāḥ śarais tīkṣṇair nyapatan vasudhātale
Darauf bedrängte er ihn mit überaus schnellen Lanzen; diese ankommenden zerhieb der Sohn der Sumitrā mit scharfen Pfeilen; von den spitzen Pfeilen zerschnitten, fielen sie zu Boden.
tato hatāśvāt praskandya rathāt sa hatasārathiḥ tatraivāntardadhe rājan māyayā rāvaṇātmajaḥ
Darauf sprang der Sohn Rāvaṇas, dessen Wagenlenker getötet war, von dem Wagen mit den getöteten Pferden herab und verschwand auf der Stelle durch Zauberkraft, o König.
Wort für Wort
tato hatāśvāt praskandya rathāt sa hatasārathiḥ tatraivāntardadhe rājan māyayā rāvaṇātmajaḥ
Darauf sprang der Sohn Rāvaṇas, dessen Wagenlenker getötet war, von dem Wagen mit den getöteten Pferden herab und verschwand auf der Stelle durch Zauberkraft, o König.