Kapitel 193: Bṛhadaśvavanagamanam / Uttaṅkopadeśaḥ
Bṛhadaśvas Aufbruch in den Wald und Uttaṅkas Mahnung
Mārkaṇḍeya verfolgt die Ikṣvāku-Genealogie von Śaśāda bis zu Bṛhadaśva und dessen Sohn Kuvalāśva. Als Bṛhadaśva, nachdem er die Herrschaft an Kuvalāśva übergeben hat, zur Askese in den Wald ziehen will, hält ihn der Weise Uttaṅka auf und schildert ihm den unter dem Sandmeer Ujjānaka verborgenen, unverwundbaren Dānava Dhundhu, Sohn von Madhu und Kaiṭabha, dessen jährlicher Atemzug Erdbeben und Feuersbrunst verursacht; er fordert Bṛhadaśva auf, diesen zuerst zu vernichten, da nur der von Viṣṇus eigenem Glanz Erfüllte dazu imstande sein werde.
Mārkaṇḍeya sprach: „Als Ikṣvāku entschlafen war, o König, gelangte Śaśāda, von höchst dharmagemäßer Gesinnung, in den Besitz dieser Erde; er wurde in Ayodhyā König.
Mārkaṇḍeya sprach: „Als Ikṣvāku entschlafen war, o König, gelangte Śaśāda, von höchst dharmagemäßer Gesinnung, in den Besitz dieser Erde; er wurde in Ayodhyā König.
Geboren wurde König Śrāvastaka, von dem die Stadt Śrāvastī erbaut wurde; Śrāvastas Erbe war der überaus starke Bṛhadaśva; und Bṛhadaśvas Sohn ist als Kuvalāśva bekannt.
Geboren wurde König Śrāvastaka, von dem die Stadt Śrāvastī erbaut wurde; Śrāvastas Erbe war der überaus starke Bṛhadaśva; und Bṛhadaśvas Sohn ist als Kuvalāśva bekannt.
kuvalāśvas tu pitṛto guṇair abhyadhiko 'bhavat samaye taṃ tato rājye bṛhadaśvo 'bhyaṣecayat kuvalāśvaṃ mahārāja śūram uttamadhārmikam
Kuvalāśva aber übertraf seinen Vater an Tugenden; zur rechten Zeit salbte ihn darauf Bṛhadaśva, o Großkönig, den heldenhaften und höchst rechtschaffenen Kuvalāśva, zum König.
Wort für Wort
kuvalāśvas tu pitṛto guṇair abhyadhiko 'bhavat samaye taṃ tato rājye bṛhadaśvo 'bhyaṣecayat kuvalāśvaṃ mahārāja śūram uttamadhārmikam
Kuvalāśva aber übertraf seinen Vater an Tugenden; zur rechten Zeit salbte ihn darauf Bṛhadaśva, o Großkönig, den heldenhaften und höchst rechtschaffenen Kuvalāśva, zum König.
putrasaṃkrāmitaśrīs tu bṛhadaśvo mahīpatiḥ jagāma tapase dhīmāṃs tapovanam amitrahā
Bṛhadaśva aber, der Herrscher der Erde, nachdem er die Königsherrlichkeit auf seinen Sohn übertragen hatte, zog, der Weise, der Feindevernichter, zur Askese in einen Büßerwald.
Wort für Wort
putrasaṃkrāmitaśrīs tu bṛhadaśvo mahīpatiḥ jagāma tapase dhīmāṃs tapovanam amitrahā
Bṛhadaśva aber, der Herrscher der Erde, nachdem er die Königsherrlichkeit auf seinen Sohn übertragen hatte, zog, der Weise, der Feindevernichter, zur Askese in einen Büßerwald.
tam uttaṅko mahātejāḥ sarvāstraviduṣāṃ varam nyavārayad ameyātmā samāsādya narottamam
Uttaṅka, von großem Glanz und unermesslicher Seele, näherte sich ihm, dem besten der Männer, dem Vorzüglichsten aller Waffenkundigen, und hielt ihn auf.
Wort für Wort
tam uttaṅko mahātejāḥ sarvāstraviduṣāṃ varam nyavārayad ameyātmā samāsādya narottamam
Uttaṅka, von großem Glanz und unermesslicher Seele, näherte sich ihm, dem besten der Männer, dem Vorzüglichsten aller Waffenkundigen, und hielt ihn auf.
īdṛśo na hi rājendra dharmaḥ kva cana dṛśyate prajānāṃ pālane yo vai purā rājarṣibhiḥ kṛtaḥ rakṣitavyāḥ prajā rājñā tās tvaṃ rakṣitum arhasi
Denn nirgends zeigt sich, o Fürst der Könige, ein solcher Dharma wie der, den einst die königlichen Weisen im Schutz der Untertanen geübt haben; von einem König müssen die Untertanen beschützt werden – diese sollst du beschützen.
Wort für Wort
īdṛśo na hi rājendra dharmaḥ kva cana dṛśyate prajānāṃ pālane yo vai purā rājarṣibhiḥ kṛtaḥ rakṣitavyāḥ prajā rājñā tās tvaṃ rakṣitum arhasi
Denn nirgends zeigt sich, o Fürst der Könige, ein solcher Dharma wie der, den einst die königlichen Weisen im Schutz der Untertanen geübt haben; von einem König müssen die Untertanen beschützt werden – diese sollst du beschützen.
Unter der Erde verborgen, o König, wohnt er, von unermesslicher Kraft; erst nachdem du ihn erschlagen hast, o Großkönig, solltest du in den Wald ziehen.
Unter der Erde verborgen, o König, wohnt er, von unermesslicher Kraft; erst nachdem du ihn erschlagen hast, o Großkönig, solltest du in den Wald ziehen.
avadhyo devatānāṃ sa daityānām atha rakṣasām nāgānām atha yakṣāṇāṃ gandharvāṇāṃ ca sarvaśaḥ avāpya sa varaṃ rājan sarvalokapitāmahāt
Unverwundbar für die Götter, für die Daityas, für die Rākṣasas, für die Nāgas, für die Yakṣas und für die Gandharvas ist er in jeder Hinsicht, da er, o König, eine Gabe vom Großvater aller Welten erlangt hat.
Wort für Wort
avadhyo devatānāṃ sa daityānām atha rakṣasām nāgānām atha yakṣāṇāṃ gandharvāṇāṃ ca sarvaśaḥ avāpya sa varaṃ rājan sarvalokapitāmahāt
Unverwundbar für die Götter, für die Daityas, für die Rākṣasas, für die Nāgas, für die Yakṣas und für die Gandharvas ist er in jeder Hinsicht, da er, o König, eine Gabe vom Großvater aller Welten erlangt hat.
taṃ vināśaya bhadraṃ te mā te buddhir ato 'nyathā prāpsyase mahatīṃ kīrtiṃ śāśvatīm avyayāṃ dhruvām
Vernichte ihn – Segen sei mit dir; möge dein Entschluss nicht ein anderer sein; du wirst großen, ewigen, unvergänglichen und beständigen Ruhm erlangen.
Wort für Wort
taṃ vināśaya bhadraṃ te mā te buddhir ato 'nyathā prāpsyase mahatīṃ kīrtiṃ śāśvatīm avyayāṃ dhruvām
Vernichte ihn – Segen sei mit dir; möge dein Entschluss nicht ein anderer sein; du wirst großen, ewigen, unvergänglichen und beständigen Ruhm erlangen.
Wenn am Ende eines Jahres der Atemzug dieses grausamen, im Sand verborgenen Schläfers hervorbricht, dann erbebt die Erde samt ihren Bergen, Wäldern und Hainen.
Wenn am Ende eines Jahres der Atemzug dieses grausamen, im Sand verborgenen Schläfers hervorbricht, dann erbebt die Erde samt ihren Bergen, Wäldern und Hainen.
tasya niḥśvāsavātena raja uddhūyate mahat ādityapatham āvṛtya saptāhaṃ bhūmikampanam savisphuliṅgaṃ sajvālaṃ sadhūmaṃ hy atidāruṇam
Durch den Windhauch seines Atems wird gewaltiger Staub aufgewirbelt, der die Sonnenbahn verhüllt; sieben Tage lang dauert das Erdbeben, mit Funken, Flammen und Rauch, überaus schrecklich.
Wort für Wort
tasya niḥśvāsavātena raja uddhūyate mahat ādityapatham āvṛtya saptāhaṃ bhūmikampanam savisphuliṅgaṃ sajvālaṃ sadhūmaṃ hy atidāruṇam
Durch den Windhauch seines Atems wird gewaltiger Staub aufgewirbelt, der die Sonnenbahn verhüllt; sieben Tage lang dauert das Erdbeben, mit Funken, Flammen und Rauch, überaus schrecklich.
tena rājan na śaknomi tasmin sthātuṃ sva āśrame taṃ vināśaya rājendra lokānāṃ hitakāmyayā lokāḥ svasthā bhavantv adya tasmin vinihate 'sure
Deswegen, o König, vermag ich nicht, in meiner eigenen Einsiedelei zu verweilen; vernichte ihn, o Fürst der Könige, zum Wohle der Welten – mögen die Welten heute wohlgeborgen sein, wenn dieser Asura niedergeschlagen ist.
Wort für Wort
tena rājan na śaknomi tasmin sthātuṃ sva āśrame taṃ vināśaya rājendra lokānāṃ hitakāmyayā lokāḥ svasthā bhavantv adya tasmin vinihate 'sure
Deswegen, o König, vermag ich nicht, in meiner eigenen Einsiedelei zu verweilen; vernichte ihn, o Fürst der Könige, zum Wohle der Welten – mögen die Welten heute wohlgeborgen sein, wenn dieser Asura niedergeschlagen ist.
viṣṇunā ca varo datto mama pūrvaṃ tato vadhe yas taṃ mahāsuraṃ raudraṃ vadhiṣyati mahīpatiḥ tejas taṃ vaiṣṇavam iti pravekṣyati durāsadam
Und von Viṣṇu wurde mir zuvor die Gabe gewährt, dass, welcher Herrscher der Erde auch immer diesen furchtbaren großen Asura töten wird, in ihn jener unangreifbare, vaiṣṇavische Glanz eingehen werde.
Wort für Wort
viṣṇunā ca varo datto mama pūrvaṃ tato vadhe yas taṃ mahāsuraṃ raudraṃ vadhiṣyati mahīpatiḥ tejas taṃ vaiṣṇavam iti pravekṣyati durāsadam
Und von Viṣṇu wurde mir zuvor die Gabe gewährt, dass, welcher Herrscher der Erde auch immer diesen furchtbaren großen Asura töten wird, in ihn jener unangreifbare, vaiṣṇavische Glanz eingehen werde.