Der übermütig gewordene Yavakrī kündigt seinem Vater an, dass ihm und Bharadvāja die Veden von selbst offenbar würden und sie anderen überlegen seien. Bharadvāja warnt ihn eindringlich vor dem Hochmut, den solche Gaben mit sich bringen, und erzählt zur Mahnung die alte Geschichte von Bāladhi, dessen Sohn durch einen Fluch scheinbar unsterblich wurde, an sein Schicksal gebunden blieb und dennoch starb, als der Weise Dhanuṣākṣa das schützende Zeichen (die unvergänglichen Berge) zerstörte. Bharadvāja warnt seinen Sohn eindringlich vor der Macht und dem Jähzorn Raibhyas und seiner Söhne; Yavakrī verspricht Vorsicht, bleibt aber innerlich unbeirrt und hochmütig.
yavakrīr uvāca pratibhāsyanti vai vedā mama tātasya cobhayoḥ ati cānyān bhaviṣyāvo varā labdhās tathā mayā
Yavakrī sprach: 'Die Veden werden uns beiden, meinem Vater und mir, von selbst offenbar werden; und wir werden anderen überlegen sein - so wurden die Gaben von mir erlangt.'
Wort für Wort
yavakrīr uvāca pratibhāsyanti vai vedā mama tātasya cobhayoḥ ati cānyān bhaviṣyāvo varā labdhās tathā mayā
Yavakrī sprach: 'Die Veden werden uns beiden, meinem Vater und mir, von selbst offenbar werden; und wir werden anderen überlegen sein - so wurden die Gaben von mir erlangt.'
bharadvāja uvāca darpas te bhavitā tāta varāṃl labdhvā yathepsitān sa darpapūrṇaḥ kṛpaṇaḥ kṣipram eva vinaśyasi
Bharadvāja sprach: 'Hochmut wird dich befallen, mein Sohn, nachdem du die Gaben nach Wunsch erlangt hast; von Hochmut erfüllt, wirst du, Elender, schnell zugrunde gehen.'
Wort für Wort
bharadvāja uvāca darpas te bhavitā tāta varāṃl labdhvā yathepsitān sa darpapūrṇaḥ kṛpaṇaḥ kṣipram eva vinaśyasi
Bharadvāja sprach: 'Hochmut wird dich befallen, mein Sohn, nachdem du die Gaben nach Wunsch erlangt hast; von Hochmut erfüllt, wirst du, Elender, schnell zugrunde gehen.'
sa putraśokād udvignas tapas tepe suduścaram bhaven mama suto 'martya iti taṃ labdhavāṃś ca saḥ
'Von Kummer um einen Sohn erregt, übte er höchst schwer zu vollbringende Buße, mit dem Wunsch: Möge mein Sohn unsterblich sein - und er erlangte dies.'
Wort für Wort
sa putraśokād udvignas tapas tepe suduścaram bhaven mama suto 'martya iti taṃ labdhavāṃś ca saḥ
'Von Kummer um einen Sohn erregt, übte er höchst schwer zu vollbringende Buße, mit dem Wunsch: Möge mein Sohn unsterblich sein - und er erlangte dies.'
tasya prasādo devaiś ca kṛto na tv amaraiḥ samaḥ nāmartyo vidyate martyo nimittāyur bhaviṣyati
'Die Gnade wurde ihm von den Göttern erwiesen, doch nicht gleich den Unsterblichen; kein Sterblicher kann unsterblich sein - er würde ein durch ein Zeichen bedingtes Leben haben.'
Wort für Wort
tasya prasādo devaiś ca kṛto na tv amaraiḥ samaḥ nāmartyo vidyate martyo nimittāyur bhaviṣyati
'Die Gnade wurde ihm von den Göttern erwiesen, doch nicht gleich den Unsterblichen; kein Sterblicher kann unsterblich sein - er würde ein durch ein Zeichen bedingtes Leben haben.'
bāladhir uvāca yatheme parvatāḥ śaśvat tiṣṭhanti surasattamāḥ akṣayās tan nimittaṃ me sutasyāyur bhaved iti
'Bāladhi sprach: Wie diese Berge, o Beste der Götter, für immer unvergänglich bestehen bleiben, so möge dies das Zeichen sein für das Leben meines Sohnes.'
Wort für Wort
bāladhir uvāca yatheme parvatāḥ śaśvat tiṣṭhanti surasattamāḥ akṣayās tan nimittaṃ me sutasyāyur bhaved iti
'Bāladhi sprach: Wie diese Berge, o Beste der Götter, für immer unvergänglich bestehen bleiben, so möge dies das Zeichen sein für das Leben meines Sohnes.'
tasyāpacakre medhāvī taṃ śaśāpa sa vīryavān bhava bhasmeti coktaḥ sa na bhasma samapadyata
'Ihm gegenüber handelte der Kluge respektlos; da verfluchte ihn jener Kraftvolle: Werde zu Asche! - doch als dies gesprochen war, wurde er nicht zu Asche.'
Wort für Wort
tasyāpacakre medhāvī taṃ śaśāpa sa vīryavān bhava bhasmeti coktaḥ sa na bhasma samapadyata
'Ihm gegenüber handelte der Kluge respektlos; da verfluchte ihn jener Kraftvolle: Werde zu Asche! - doch als dies gesprochen war, wurde er nicht zu Asche.'
lālapyamānaṃ taṃ dṛṣṭvā munayaḥ punar ārtavat ūcur vedoktayā pūrvaṃ gāthayā tan nibodha me
'Als sie ihn so klagen sahen, sprachen die Weisen wiederum, wie zu einem Leidenden, mit dem zuvor in den Veden verkündeten Vers - vernimm dies von mir:'
Wort für Wort
lālapyamānaṃ taṃ dṛṣṭvā munayaḥ punar ārtavat ūcur vedoktayā pūrvaṃ gāthayā tan nibodha me
'Als sie ihn so klagen sahen, sprachen die Weisen wiederum, wie zu einem Leidenden, mit dem zuvor in den Veden verkündeten Vers - vernimm dies von mir:'
eṣa raibhyo mahāvīryaḥ putrau cāsya tathāvidhau taṃ yathā putra nābhyeṣi tathā kuryās tv atandritaḥ
'Dieser Raibhya ist von großer Kraft, und seine beiden Söhne sind ebenso beschaffen; handle unermüdlich so, mein Sohn, dass du ihm nicht zu nahe kommst.'
Wort für Wort
eṣa raibhyo mahāvīryaḥ putrau cāsya tathāvidhau taṃ yathā putra nābhyeṣi tathā kuryās tv atandritaḥ
'Dieser Raibhya ist von großer Kraft, und seine beiden Söhne sind ebenso beschaffen; handle unermüdlich so, mein Sohn, dass du ihm nicht zu nahe kommst.'
yavakrīr uvāca evaṃ kariṣye mā tāpaṃ tāta kārṣīḥ kathaṃ cana yathā hi me bhavān mānyas tathā raibhyaḥ pitā mama
Yavakrī sprach: 'So werde ich es tun; mache dir keinerlei Sorge, Vater. Denn so ehrwürdig, wie du mir bist, so ist mir auch Raibhya, mein [zweiter] Vater.'
Wort für Wort
yavakrīr uvāca evaṃ kariṣye mā tāpaṃ tāta kārṣīḥ kathaṃ cana yathā hi me bhavān mānyas tathā raibhyaḥ pitā mama
Yavakrī sprach: 'So werde ich es tun; mache dir keinerlei Sorge, Vater. Denn so ehrwürdig, wie du mir bist, so ist mir auch Raibhya, mein [zweiter] Vater.'
Lomaśa sprach: Nachdem er zu seinem Vater sanfte Worte gesprochen hatte, war Yavakrī, furchtlos, während er andere Weise mißhandelte, von höchster Freude erfüllt.
Lomaśa sprach: Nachdem er zu seinem Vater sanfte Worte gesprochen hatte, war Yavakrī, furchtlos, während er andere Weise mißhandelte, von höchster Freude erfüllt.