Mahābhārata · Vanaparva (Āraṇyakaparva)
Kapitel 160: Dhaumyavākyam
Dhaumyas kosmologische Rede
Dhaumya führt Yudhiṣṭhira am Morgen zu einem Ausblick und erklärt ihm in einer ausführlichen kosmologischen Rede die vier Himmelsrichtungen mit ihren Bergen und Wächtern (Mandara im Osten unter Indra und Vaiśravaṇa, Yamas Totenreich Saṃyamana im Süden, der Untergangsberg im Westen unter Varuṇa, der Große Meru im Norden mit Brahmās und Nārāyaṇas höchster, für Götter kaum erblickbarer Stätte) sowie den ewigen Lauf der Sonne um den Meru, der die Jahreszeiten, Tage und Nächte, das Leben und Wirken aller Geschöpfe bestimmt.
vaiśaṃpāyana uvāca tataḥ sūryodaye dhaumyaḥ kṛtvāhnikam ariṃdama ārṣṭiṣeṇena sahitaḥ pāṇḍavān abhyavartata
Vaiśaṃpāyana sprach: Darauf, bei Sonnenaufgang, nachdem Dhaumya seine tägliche Andacht verrichtet hatte, o Bezwinger der Feinde, trat er, zusammen mit Ārṣṭiṣeṇa, vor die Pāṇḍavas.
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca tataḥ sūryodaye dhaumyaḥ kṛtvāhnikam ariṃdama ārṣṭiṣeṇena sahitaḥ pāṇḍavān abhyavartata Vaiśaṃpāyana sprach: Darauf, bei Sonnenaufgang, nachdem Dhaumya seine tägliche Andacht verrichtet hatte, o Bezwinger der Feinde, trat er, zusammen mit Ārṣṭiṣeṇa, vor die Pāṇḍavas. te 'bhivādyārṣṭiṣeṇasya pādau dhaumyasya caiva ha tataḥ prāñjalayaḥ sarve brāhmaṇāṃs tān apūjayan
Sie verneigten sich vor den Füßen Ārṣṭiṣeṇas und ebenso Dhaumyas, und darauf ehrten sie alle mit gefalteten Händen jene Brahmanen.
Wort für Wort te 'bhivādyārṣṭiṣeṇasya pādau dhaumyasya caiva ha tataḥ prāñjalayaḥ sarve brāhmaṇāṃs tān apūjayan Sie verneigten sich vor den Füßen Ārṣṭiṣeṇas und ebenso Dhaumyas, und darauf ehrten sie alle mit gefalteten Händen jene Brahmanen. tato yudhiṣṭhiraṃ dhaumyo gṛhītvā dakṣiṇe kare prācīṃ diśam abhiprekṣya maharṣir idam abravīt
Darauf ergriff Dhaumya Yudhiṣṭhira an der rechten Hand, und, die östliche Richtung betrachtend, sprach der große Weise dieses:
Wort für Wort tato yudhiṣṭhiraṃ dhaumyo gṛhītvā dakṣiṇe kare prācīṃ diśam abhiprekṣya maharṣir idam abravīt Darauf ergriff Dhaumya Yudhiṣṭhira an der rechten Hand, und, die östliche Richtung betrachtend, sprach der große Weise dieses: asau sāgaraparyantāṃ bhūmim āvṛtya tiṣṭhati śailarājo mahārāja mandaro 'bhivirājate
„Dort, die Erde bis zum Ozean umschließend, steht und erglänzt der König der Berge, Mandara, o Großkönig.
Wort für Wort asau sāgaraparyantāṃ bhūmim āvṛtya tiṣṭhati śailarājo mahārāja mandaro 'bhivirājate „Dort, die Erde bis zum Ozean umschließend, steht und erglänzt der König der Berge, Mandara, o Großkönig. indravaiśravaṇāv etāṃ diśaṃ pāṇḍava rakṣataḥ parvataiś ca vanāntaiś ca kānanaiś copaśobhitām
Indra und Vaiśravaṇa beschützen diese Himmelsrichtung, o Pāṇḍava, die von Bergen, Waldrändern und Hainen geschmückt ist.
Wort für Wort indravaiśravaṇāv etāṃ diśaṃ pāṇḍava rakṣataḥ parvataiś ca vanāntaiś ca kānanaiś copaśobhitām Indra und Vaiśravaṇa beschützen diese Himmelsrichtung, o Pāṇḍava, die von Bergen, Waldrändern und Hainen geschmückt ist. etad āhur mahendrasya rājño vaiśravaṇasya ca ṛṣayaḥ sarvadharmajñāḥ sadma tāta manīṣiṇaḥ
Dies nennen die Weisen, kundig aller Pflichten, weise, mein Sohn, die Wohnstatt des großen Indra und des Königs Vaiśravaṇa.
Wort für Wort etad āhur mahendrasya rājño vaiśravaṇasya ca ṛṣayaḥ sarvadharmajñāḥ sadma tāta manīṣiṇaḥ Dies nennen die Weisen, kundig aller Pflichten, weise, mein Sohn, die Wohnstatt des großen Indra und des Königs Vaiśravaṇa. ataś codyantam ādityam upatiṣṭhanti vai prajāḥ ṛṣayaś cāpi dharmajñāḥ siddhāḥ sādhyāś ca devatāḥ
Von dort aus verehren die Geschöpfe die aufgehende Sonne, ebenso die Weisen, kundig der Pflicht, die Siddhas, Sādhyas und Gottheiten.
Wort für Wort ataś codyantam ādityam upatiṣṭhanti vai prajāḥ ṛṣayaś cāpi dharmajñāḥ siddhāḥ sādhyāś ca devatāḥ Von dort aus verehren die Geschöpfe die aufgehende Sonne, ebenso die Weisen, kundig der Pflicht, die Siddhas, Sādhyas und Gottheiten. yamas tu rājā dharmātmā sarvaprāṇabhṛtāṃ prabhuḥ pretasattvagatīm etāṃ dakṣiṇām āśrito diśam
König Yama aber, der Rechtschaffene, der Herr aller lebenden Wesen, hat diese südliche Richtung inne, den Weg der verstorbenen Geschöpfe.
Wort für Wort yamas tu rājā dharmātmā sarvaprāṇabhṛtāṃ prabhuḥ pretasattvagatīm etāṃ dakṣiṇām āśrito diśam König Yama aber, der Rechtschaffene, der Herr aller lebenden Wesen, hat diese südliche Richtung inne, den Weg der verstorbenen Geschöpfe. etat saṃyamanaṃ puṇyam atīvādbhutadarśanam pretarājasya bhavanam ṛddhyā paramayā yutam
Dies ist Saṃyamana, das heilige, überaus wundersam anzuschauende Haus des Königs der Verstorbenen, mit höchster Pracht ausgestattet.
Wort für Wort etat saṃyamanaṃ puṇyam atīvādbhutadarśanam pretarājasya bhavanam ṛddhyā paramayā yutam Dies ist Saṃyamana, das heilige, überaus wundersam anzuschauende Haus des Königs der Verstorbenen, mit höchster Pracht ausgestattet. yaṃ prāpya savitā rājan satyena pratitiṣṭhati astaṃ parvatarājānam etam āhur manīṣiṇaḥ
Diesen erreichend, kommt die Sonne, o König, wahrhaftig zur Ruhe; diesen König der Berge nennen die Weisen den Untergangsort.
Wort für Wort yaṃ prāpya savitā rājan satyena pratitiṣṭhati astaṃ parvatarājānam etam āhur manīṣiṇaḥ Diesen erreichend, kommt die Sonne, o König, wahrhaftig zur Ruhe; diesen König der Berge nennen die Weisen den Untergangsort. etaṃ parvatarājānaṃ samudraṃ ca mahodadhim āvasan varuṇo rājā bhūtāni parirakṣati
Diesen König der Berge und den großen Ozean bewohnend, beschützt König Varuṇa die Geschöpfe.
Wort für Wort etaṃ parvatarājānaṃ samudraṃ ca mahodadhim āvasan varuṇo rājā bhūtāni parirakṣati Diesen König der Berge und den großen Ozean bewohnend, beschützt König Varuṇa die Geschöpfe. udīcīṃ dīpayann eṣa diśaṃ tiṣṭhati kīrtimān mahāmerur mahābhāga śivo brahmavidāṃ gatiḥ
Die nördliche Richtung erleuchtend, steht dieser ruhmvolle, hochbeglückte, heilvolle Große Meru, der Weg der Brahman-Kenner.
Wort für Wort udīcīṃ dīpayann eṣa diśaṃ tiṣṭhati kīrtimān mahāmerur mahābhāga śivo brahmavidāṃ gatiḥ Die nördliche Richtung erleuchtend, steht dieser ruhmvolle, hochbeglückte, heilvolle Große Meru, der Weg der Brahman-Kenner. yasmin brahmasadaś caiva tiṣṭhate ca prajāpatiḥ bhūtātmā visṛjan sarvaṃ yat kiṃ cij jaṅgamāgamam
Auf ihm weilt auch die Ratsversammlung Brahmans, und dort weilt Prajāpati, die Seele der Geschöpfe, alles erschaffend, was immer beweglich entstehen mag.
Wort für Wort yasmin brahmasadaś caiva tiṣṭhate ca prajāpatiḥ bhūtātmā visṛjan sarvaṃ yat kiṃ cij jaṅgamāgamam Auf ihm weilt auch die Ratsversammlung Brahmans, und dort weilt Prajāpati, die Seele der Geschöpfe, alles erschaffend, was immer beweglich entstehen mag. yān āhur brahmaṇaḥ putrān mānasān dakṣasaptamān teṣām api mahāmeruḥ sthānaṃ śivam anāmayam
Die man als Söhne Brahmans, aus seinem Geist entstanden, mit Dakṣa als siebtem, bezeichnet — auch für sie ist der Große Meru der heilvolle, unversehrte Ort.
Wort für Wort yān āhur brahmaṇaḥ putrān mānasān dakṣasaptamān teṣām api mahāmeruḥ sthānaṃ śivam anāmayam Die man als Söhne Brahmans, aus seinem Geist entstanden, mit Dakṣa als siebtem, bezeichnet — auch für sie ist der Große Meru der heilvolle, unversehrte Ort. atraiva pratitiṣṭhanti punar atrodayanti ca sapta devarṣayas tāta vasiṣṭhapramukhāḥ sadā
Eben hier finden sie ihre Ruhestätte, und hier gehen sie auch wieder auf — die sieben Götterweisen, mein Sohn, mit Vasiṣṭha an der Spitze, beständig.
Wort für Wort atraiva pratitiṣṭhanti punar atrodayanti ca sapta devarṣayas tāta vasiṣṭhapramukhāḥ sadā Eben hier finden sie ihre Ruhestätte, und hier gehen sie auch wieder auf — die sieben Götterweisen, mein Sohn, mit Vasiṣṭha an der Spitze, beständig. deśaṃ virajasaṃ paśya meroḥ śikharam uttamam yatrātmatṛptair adhyāste devaiḥ saha pitāmahaḥ
Schau das staublose Land, den höchsten Gipfel des Meru, wo der Großvater mit den in sich selbst zufriedenen Göttern thront.
Wort für Wort deśaṃ virajasaṃ paśya meroḥ śikharam uttamam yatrātmatṛptair adhyāste devaiḥ saha pitāmahaḥ Schau das staublose Land, den höchsten Gipfel des Meru, wo der Großvater mit den in sich selbst zufriedenen Göttern thront. yam āhuḥ sarvabhūtānāṃ prakṛteḥ prakṛtiṃ dhruvam anādinidhanaṃ devaṃ prabhuṃ nārāyaṇaṃ param
Den man die feste Urnatur der Natur aller Geschöpfe nennt, den anfangs- und endlosen Gott, den höchsten Herrn Nārāyaṇa —
Wort für Wort yam āhuḥ sarvabhūtānāṃ prakṛteḥ prakṛtiṃ dhruvam anādinidhanaṃ devaṃ prabhuṃ nārāyaṇaṃ param Den man die feste Urnatur der Natur aller Geschöpfe nennt, den anfangs- und endlosen Gott, den höchsten Herrn Nārāyaṇa — brahmaṇaḥ sadanāt tasya paraṃ sthānaṃ prakāśate devāś ca yatnāt paśyanti divyaṃ tejomayaṃ śivam
jenseits von Brahmans Wohnstatt erstrahlt seine höchste Stätte; und die Götter erblicken nur mit Mühe seinen göttlichen, glanzerfüllten, heilvollen Ort.
Wort für Wort brahmaṇaḥ sadanāt tasya paraṃ sthānaṃ prakāśate devāś ca yatnāt paśyanti divyaṃ tejomayaṃ śivam jenseits von Brahmans Wohnstatt erstrahlt seine höchste Stätte; und die Götter erblicken nur mit Mühe seinen göttlichen, glanzerfüllten, heilvollen Ort. atyarkānaladīptaṃ tat sthānaṃ viṣṇor mahātmanaḥ svayaiva prabhayā rājan duṣprekṣyaṃ devadānavaiḥ
Heller strahlend als Sonne und Feuer ist diese Stätte des hochherzigen Viṣṇu; durch ihren eigenen Glanz, o König, ist sie für Götter und Dānavas kaum zu erblicken.
Wort für Wort atyarkānaladīptaṃ tat sthānaṃ viṣṇor mahātmanaḥ svayaiva prabhayā rājan duṣprekṣyaṃ devadānavaiḥ Heller strahlend als Sonne und Feuer ist diese Stätte des hochherzigen Viṣṇu; durch ihren eigenen Glanz, o König, ist sie für Götter und Dānavas kaum zu erblicken. tad vai jyotīṃṣi sarvāṇi prāpya bhāsanti no 'pi ca svayaṃ vibhur adīnātmā tatra hy abhivirājate
Alle Lichter erreichen sie und leuchten dort nicht mehr aus eigener Kraft; denn dort erglänzt der Alldurchdringende selbst, der unerschöpften Geistes ist.
Wort für Wort tad vai jyotīṃṣi sarvāṇi prāpya bhāsanti no 'pi ca svayaṃ vibhur adīnātmā tatra hy abhivirājate Alle Lichter erreichen sie und leuchten dort nicht mehr aus eigener Kraft; denn dort erglänzt der Alldurchdringende selbst, der unerschöpften Geistes ist. yatayas tatra gacchanti bhaktyā nārāyaṇaṃ harim pareṇa tapasā yuktā bhāvitāḥ karmabhiḥ śubhaiḥ
Dorthin gelangen die Asketen durch Hingabe an Nārāyaṇa-Hari, mit höchster Askese vereint, durch reine Taten geläutert.
Wort für Wort yatayas tatra gacchanti bhaktyā nārāyaṇaṃ harim pareṇa tapasā yuktā bhāvitāḥ karmabhiḥ śubhaiḥ Dorthin gelangen die Asketen durch Hingabe an Nārāyaṇa-Hari, mit höchster Askese vereint, durch reine Taten geläutert. yogasiddhā mahātmānas tamomohavivarjitāḥ tatra gatvā punar nemaṃ lokam āyānti bhārata
Durch Yoga vollendet, die Hochherzigen, frei von Finsternis und Verblendung, kehren, dorthin gelangt, nicht mehr in diese Welt zurück, o Bhārata.
Wort für Wort yogasiddhā mahātmānas tamomohavivarjitāḥ tatra gatvā punar nemaṃ lokam āyānti bhārata Durch Yoga vollendet, die Hochherzigen, frei von Finsternis und Verblendung, kehren, dorthin gelangt, nicht mehr in diese Welt zurück, o Bhārata. sthānam etan mahābhāga dhruvam akṣayam avyayam īśvarasya sadā hy etat praṇamātra yudhiṣṭhira
Dies ist die feste, unvergängliche, unwandelbare Stätte des Herrn, du Hochbeglückter; verneige dich stets hier, Yudhiṣṭhira.
Wort für Wort sthānam etan mahābhāga dhruvam akṣayam avyayam īśvarasya sadā hy etat praṇamātra yudhiṣṭhira Dies ist die feste, unvergängliche, unwandelbare Stätte des Herrn, du Hochbeglückter; verneige dich stets hier, Yudhiṣṭhira. etaṃ jyotīṃṣi sarvāṇi prakarṣan bhagavān api kurute vitamaskarmā ādityo 'bhipradakṣiṇam
Um diesen Meru zieht, alle Lichter mit sich ziehend, der Erhabene, dessen Werk die Vertreibung der Finsternis ist, die Sonne, ihre Umkreisung von rechts nach links vollführend.
Wort für Wort etaṃ jyotīṃṣi sarvāṇi prakarṣan bhagavān api kurute vitamaskarmā ādityo 'bhipradakṣiṇam Um diesen Meru zieht, alle Lichter mit sich ziehend, der Erhabene, dessen Werk die Vertreibung der Finsternis ist, die Sonne, ihre Umkreisung von rechts nach links vollführend. astaṃ prāpya tataḥ saṃdhyām atikramya divākaraḥ udīcīṃ bhajate kāṣṭhāṃ diśam eṣa vibhāvasuḥ
Nachdem er den Untergang erreicht und die Dämmerung durchschritten hat, wendet sich dieser Tagesmacher, der Lichtreiche, der nördlichen Himmelsgegend zu.
Wort für Wort astaṃ prāpya tataḥ saṃdhyām atikramya divākaraḥ udīcīṃ bhajate kāṣṭhāṃ diśam eṣa vibhāvasuḥ Nachdem er den Untergang erreicht und die Dämmerung durchschritten hat, wendet sich dieser Tagesmacher, der Lichtreiche, der nördlichen Himmelsgegend zu. sa merum anuvṛttaḥ san punar gacchati pāṇḍava prāṅmukhaḥ savitā devaḥ sarvabhūtahite rataḥ
Dem Meru folgend, zieht er wieder weiter, o Pāṇḍava, nach Osten gewandt, der Sonnengott, dem Wohl aller Geschöpfe zugetan.
Wort für Wort sa merum anuvṛttaḥ san punar gacchati pāṇḍava prāṅmukhaḥ savitā devaḥ sarvabhūtahite rataḥ Dem Meru folgend, zieht er wieder weiter, o Pāṇḍava, nach Osten gewandt, der Sonnengott, dem Wohl aller Geschöpfe zugetan. sa māsaṃ vibhajan kālaṃ bahudhā parvasaṃdhiṣu tathaiva bhagavān somo nakṣatraiḥ saha gacchati
Er teilt die Zeit des Monats vielfach an den Monatswechseln ein; ebenso zieht der erhabene Mond mit den Mondhäusern dahin.
Wort für Wort sa māsaṃ vibhajan kālaṃ bahudhā parvasaṃdhiṣu tathaiva bhagavān somo nakṣatraiḥ saha gacchati Er teilt die Zeit des Monats vielfach an den Monatswechseln ein; ebenso zieht der erhabene Mond mit den Mondhäusern dahin. evam eṣa parikramya mahāmerum atandritaḥ bhāvayan sarvabhūtāni punar gacchati mandaram
So, unermüdlich um den Großen Meru kreisend, alle Geschöpfe hegend, zieht er wieder zum Mandara.
Wort für Wort evam eṣa parikramya mahāmerum atandritaḥ bhāvayan sarvabhūtāni punar gacchati mandaram So, unermüdlich um den Großen Meru kreisend, alle Geschöpfe hegend, zieht er wieder zum Mandara. tathā tamisrahā devo mayūkhair bhāvayañ jagat mārgam etad asaṃbādham ādityaḥ parivartate
So durchläuft der Finsternisvertreiber, mit seinen Strahlen die Welt hegend, diesen ungehinderten Pfad, die Sonne.
Wort für Wort tathā tamisrahā devo mayūkhair bhāvayañ jagat mārgam etad asaṃbādham ādityaḥ parivartate So durchläuft der Finsternisvertreiber, mit seinen Strahlen die Welt hegend, diesen ungehinderten Pfad, die Sonne. sisṛkṣuḥ śiśirāṇy eṣa dakṣiṇāṃ bhajate diśam tataḥ sarvāṇi bhūtāni kālaḥ śiśiram ṛcchati
Die kalte Jahreszeit hervorbringen wollend, wendet er sich der südlichen Richtung zu; darauf erreicht alle Geschöpfe die Zeit der Kälte.
Wort für Wort sisṛkṣuḥ śiśirāṇy eṣa dakṣiṇāṃ bhajate diśam tataḥ sarvāṇi bhūtāni kālaḥ śiśiram ṛcchati Die kalte Jahreszeit hervorbringen wollend, wendet er sich der südlichen Richtung zu; darauf erreicht alle Geschöpfe die Zeit der Kälte. sthāvarāṇāṃ ca bhūtānāṃ jaṅgamānāṃ ca tejasā tejāṃsi samupādatte nivṛttaḥ san vibhāvasuḥ
Mit seinem Glanz entzieht der Lichtreiche, umkehrend, den unbeweglichen und beweglichen Wesen ihren Glanz.
Wort für Wort sthāvarāṇāṃ ca bhūtānāṃ jaṅgamānāṃ ca tejasā tejāṃsi samupādatte nivṛttaḥ san vibhāvasuḥ Mit seinem Glanz entzieht der Lichtreiche, umkehrend, den unbeweglichen und beweglichen Wesen ihren Glanz. tataḥ svedaḥ klamas tandrī glāniś ca bhajate narān prāṇibhiḥ satataṃ svapno hy abhīkṣṇaṃ ca niṣevyate
Darauf befallen Schweiß, Ermattung, Trägheit und Erschöpfung die Menschen; und der Schlaf wird von den Lebewesen beständig, immer wieder gesucht.
Wort für Wort tataḥ svedaḥ klamas tandrī glāniś ca bhajate narān prāṇibhiḥ satataṃ svapno hy abhīkṣṇaṃ ca niṣevyate Darauf befallen Schweiß, Ermattung, Trägheit und Erschöpfung die Menschen; und der Schlaf wird von den Lebewesen beständig, immer wieder gesucht. evam etad anirdeśyaṃ mārgam āvṛtya bhānumān punaḥ sṛjati varṣāṇi bhagavān bhāvayan prajāḥ
So, diesen unbeschreiblichen Pfad durchlaufend, bringt der Glanzvolle, der Erhabene, wieder die Regenzeit hervor, die Geschöpfe hegend.
Wort für Wort evam etad anirdeśyaṃ mārgam āvṛtya bhānumān punaḥ sṛjati varṣāṇi bhagavān bhāvayan prajāḥ So, diesen unbeschreiblichen Pfad durchlaufend, bringt der Glanzvolle, der Erhabene, wieder die Regenzeit hervor, die Geschöpfe hegend. vṛṣṭimārutasaṃtāpaiḥ sukhaiḥ sthāvarajaṅgamān vardhayan sumahātejāḥ punaḥ pratinivartate
Durch Regen, Wind und Hitze, wohltuend, die unbeweglichen und beweglichen Wesen fördernd, der überaus Glanzvolle, kehrt er wieder um.
Wort für Wort vṛṣṭimārutasaṃtāpaiḥ sukhaiḥ sthāvarajaṅgamān vardhayan sumahātejāḥ punaḥ pratinivartate Durch Regen, Wind und Hitze, wohltuend, die unbeweglichen und beweglichen Wesen fördernd, der überaus Glanzvolle, kehrt er wieder um. evam eṣa caran pārtha kālacakram atandritaḥ prakarṣan sarvabhūtāni savitā parivartate
So, unermüdlich dahinziehend, o Pārtha, das Rad der Zeit, alle Geschöpfe mit sich ziehend, kreist die Sonne.
Wort für Wort evam eṣa caran pārtha kālacakram atandritaḥ prakarṣan sarvabhūtāni savitā parivartate So, unermüdlich dahinziehend, o Pārtha, das Rad der Zeit, alle Geschöpfe mit sich ziehend, kreist die Sonne. saṃtatā gatir etasya naiṣa tiṣṭhati pāṇḍava ādāyaiva tu bhūtānāṃ tejo visṛjate punaḥ
Ununterbrochen ist sein Lauf, niemals steht er still, o Pāṇḍava; er entzieht den Geschöpfen ihren Glanz und gibt ihn wieder frei.
Wort für Wort saṃtatā gatir etasya naiṣa tiṣṭhati pāṇḍava ādāyaiva tu bhūtānāṃ tejo visṛjate punaḥ Ununterbrochen ist sein Lauf, niemals steht er still, o Pāṇḍava; er entzieht den Geschöpfen ihren Glanz und gibt ihn wieder frei. vibhajan sarvabhūtānām āyuḥ karma ca bhārata ahorātrān kalāḥ kāṣṭhāḥ sṛjaty eṣa sadā vibhuḥ
Die Lebensdauer und die Taten aller Geschöpfe einteilend, erschafft dieser Alldurchdringende beständig Tage und Nächte, Zeitteile und Zeiteinheiten, o Bhārata.“
Wort für Wort vibhajan sarvabhūtānām āyuḥ karma ca bhārata ahorātrān kalāḥ kāṣṭhāḥ sṛjaty eṣa sadā vibhuḥ Die Lebensdauer und die Taten aller Geschöpfe einteilend, erschafft dieser Alldurchdringende beständig Tage und Nächte, Zeitteile und Zeiteinheiten, o Bhārata.“
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