Kapitel 140: Kailāsagamanārambhaḥ
Der Beginn der Reise zum Kailāsa
Lomaśa beschreibt die weitere Route über den Uśīrabīja, den Maināka und den Śveta zum Berg Mandara, Wohnstatt des Yakṣa-Königs Kubera und seines Heerführers Māṇibhadra, sowie zum gewaltigen Berg Kailāsa, wo sich die Götter versammeln - Gebiete voller Yakṣas, Rākṣasas und Gandharvas, die selbst dem Götterkönig gefährlich werden könnten. Er ruft Segen von Varuṇa, Yama, Gaṅgā und Yamunā auf Yudhiṣṭhira herab und betet zur Göttin Gaṅgā um Schutz für den König beim Betreten der Berge. Beunruhigt von Lomaśas ungewohnter Erregung mahnt Yudhiṣṭhira zu äußerster Vorsicht und weist Bhīma an, in Arjunas Abwesenheit besonders auf Draupadī zu achten; schließlich umarmt er die Zwillinge Nakula und Sahadeva und ermahnt sie zur Wachsamkeit.
lomaśa uvāca uśīrabījaṃ mainākaṃ giriṃ śvetaṃ ca bhārata samatīto 'si kaunteya kālaśailaṃ ca pārthiva
Lomaśa sprach: „Du hast, o Bhārata, den Uśīrabīja, den Berg Maināka, und den Śveta überschritten, o Sohn der Kuntī, und ebenso den Kālaśaila, o Herrscher.
Wort für Wort
lomaśa uvāca uśīrabījaṃ mainākaṃ giriṃ śvetaṃ ca bhārata samatīto 'si kaunteya kālaśailaṃ ca pārthiva
Lomaśa sprach: „Du hast, o Bhārata, den Uśīrabīja, den Berg Maināka, und den Śveta überschritten, o Sohn der Kuntī, und ebenso den Kālaśaila, o Herrscher.
Hier erstrahlt die Gaṅgā in siebenfacher Gestalt, o Stier der Bharatas; dies ist ein staubfreier, lieblicher Ort, wo das Feuer beständig entfacht wird.
Hier erstrahlt die Gaṅgā in siebenfacher Gestalt, o Stier der Bharatas; dies ist ein staubfreier, lieblicher Ort, wo das Feuer beständig entfacht wird.
teṣām ṛddhir atīvāgryā gatau vāyusamāś ca te sthānāt pracyāvayeyur ye devarājam api dhruvam
Ihr Wohlstand ist überaus vorzüglich, und sie sind dem Wind gleich in ihrer Schnelligkeit; sie könnten sogar den König der Götter gewiss von seinem Platz vertreiben.
Wort für Wort
teṣām ṛddhir atīvāgryā gatau vāyusamāś ca te sthānāt pracyāvayeyur ye devarājam api dhruvam
Ihr Wohlstand ist überaus vorzüglich, und sie sind dem Wind gleich in ihrer Schnelligkeit; sie könnten sogar den König der Götter gewiss von seinem Platz vertreiben.
tais tāta balibhir guptā yātudhānaiś ca rakṣitāḥ durgamāḥ parvatāḥ pārtha samādhiṃ paramaṃ kuru
Von diesen Mächtigen, mein Sohn, bewacht, und von Dämonen beschützt, sind die schwer zugänglichen Berge, o Sohn der Pṛthā; sammle deinen Geist aufs Höchste.
Wort für Wort
tais tāta balibhir guptā yātudhānaiś ca rakṣitāḥ durgamāḥ parvatāḥ pārtha samādhiṃ paramaṃ kuru
Von diesen Mächtigen, mein Sohn, bewacht, und von Dämonen beschützt, sind die schwer zugänglichen Berge, o Sohn der Pṛthā; sammle deinen Geist aufs Höchste.
Und andere, Kuberas Gefährten, teils schreckliche, teils freundliche Rākṣasas - mit ihnen werden wir zusammentreffen, o Sohn der Kuntī; sei bereit zur Tatkraft.
Und andere, Kuberas Gefährten, teils schreckliche, teils freundliche Rākṣasas - mit ihnen werden wir zusammentreffen, o Sohn der Kuntī; sei bereit zur Tatkraft.
Auf dem goldglänzenden Gipfel von Indras Berg höre ich dein Rauschen, o Göttin Gaṅgā; beschütze, o Holdselige, diesen von allen Ajamīḍhas geehrten Herrscher der Menschen vor den Bergen; sei ein Schutz, o Tochter des Berges, diesem König, der im Begriff steht, diese Gebirge zu betreten.“
Auf dem goldglänzenden Gipfel von Indras Berg höre ich dein Rauschen, o Göttin Gaṅgā; beschütze, o Holdselige, diesen von allen Ajamīḍhas geehrten Herrscher der Menschen vor den Bergen; sei ein Schutz, o Tochter des Berges, diesem König, der im Begriff steht, diese Gebirge zu betreten.“
Yudhiṣṭhira sprach: „Dies ist eine beispiellose Erregung des Lomaśa; beschützt alle Kṛṣṇā, seid nicht nachlässig. Denn dieses Land gilt ihm als überaus schwer zugänglich; darum übt hier äußerste Sorgfalt.“
Yudhiṣṭhira sprach: „Dies ist eine beispiellose Erregung des Lomaśa; beschützt alle Kṛṣṇā, seid nicht nachlässig. Denn dieses Land gilt ihm als überaus schwer zugänglich; darum übt hier äußerste Sorgfalt.“
vaiśaṃpāyana uvāca tato 'bravīd bhīmam udāravīryaṃ kṛṣṇāṃ yattaḥ pālaya bhīmasena śūnye 'rjune 'saṃnihite ca tāta tvam eva kṛṣṇāṃ bhajase 'sukheṣu
Vaiśaṃpāyana sprach: Da sprach er zu dem edelmütigen Bhīma: „Beschütze aufmerksam Kṛṣṇā, Bhīmasena; da Arjuna fern und nicht zugegen ist, mein Sohn, bist du es allein, der Kṛṣṇā in Schwierigkeiten beisteht.“
Wort für Wort
vaiśaṃpāyana uvāca tato 'bravīd bhīmam udāravīryaṃ kṛṣṇāṃ yattaḥ pālaya bhīmasena śūnye 'rjune 'saṃnihite ca tāta tvam eva kṛṣṇāṃ bhajase 'sukheṣu
Vaiśaṃpāyana sprach: Da sprach er zu dem edelmütigen Bhīma: „Beschütze aufmerksam Kṛṣṇā, Bhīmasena; da Arjuna fern und nicht zugegen ist, mein Sohn, bist du es allein, der Kṛṣṇā in Schwierigkeiten beisteht.“
tato mahātmā yamajau sametya mūrdhany upāghrāya vimṛjya gātre uvāca tau bāṣpakalaṃ sa rājā mā bhaiṣṭam āgacchatam apramattau
Da trat der hochgesinnte König zu den Zwillingssöhnen, roch an ihren Scheiteln und streichelte ihre Glieder; mit tränenerstickter Stimme sprach er zu den beiden: „Fürchtet euch nicht; kommt, seid unabgelenkt.“
Wort für Wort
tato mahātmā yamajau sametya mūrdhany upāghrāya vimṛjya gātre uvāca tau bāṣpakalaṃ sa rājā mā bhaiṣṭam āgacchatam apramattau
Da trat der hochgesinnte König zu den Zwillingssöhnen, roch an ihren Scheiteln und streichelte ihre Glieder; mit tränenerstickter Stimme sprach er zu den beiden: „Fürchtet euch nicht; kommt, seid unabgelenkt.“