Kapitel 66: Damayantyāḥ Vidarbhagamanam
Damayantīs Rückkehr nach Vidarbha
Sudeva berichtet der Königinmutter die ganze Geschichte und weist auf Damayantīs verborgenes Muttermal zwischen den Brauen hin. Nach dessen Reinigung erkennt die Königinmutter in ihr die Tochter der eigenen Schwester - beide sind Töchter des Königs Sudāman von Daśārṇa. Damayantī bittet um Erlaubnis, zu ihren Eltern und Kindern zurückzukehren, und wird mit einer großen Eskorte nach Vidarbha entsandt, wo sie freudig empfangen wird und Götter, Brahmanen und Sudeva reich beschenkt.
sa vai dyūte jito bhrātrā hṛtarājyo mahīpatiḥ damayantyā gataḥ sārdhaṃ na prajñāyata karhi cit
Er, im Würfelspiel von seinem Bruder besiegt, seines Königreichs beraubt, der Herrscher der Erde, ist zusammen mit Damayantī fortgegangen, und wurde seither nirgends bekannt.
Wort für Wort
sa vai dyūte jito bhrātrā hṛtarājyo mahīpatiḥ damayantyā gataḥ sārdhaṃ na prajñāyata karhi cit
Er, im Würfelspiel von seinem Bruder besiegt, seines Königreichs beraubt, der Herrscher der Erde, ist zusammen mit Damayantī fortgegangen, und wurde seither nirgends bekannt.
Keine Menschenfrau von ihrer Schönheit gibt es hier; und zwischen ihren Brauen habe ich einen von Geburt an vorhandenen, vortrefflichen Leberfleck bemerkt, wie ein Lotus glänzend bei der Dunkelfarbenen, wenn auch verborgen.
Keine Menschenfrau von ihrer Schönheit gibt es hier; und zwischen ihren Brauen habe ich einen von Geburt an vorhandenen, vortrefflichen Leberfleck bemerkt, wie ein Lotus glänzend bei der Dunkelfarbenen, wenn auch verborgen.
pratipatkaluṣevendor lekhā nāti virājate na cāsyā naśyate rūpaṃ vapur malasamācitam asaṃskṛtam api vyaktaṃ bhāti kāñcanasaṃnibham
Wie die Mondsichel am ersten Tag, von Trübung verdeckt, nicht recht erstrahlt, so glänzt auch ihre Schönheit nicht sonderlich; doch ihre Gestalt geht nicht verloren - unbereitet, mit Schmutz bedeckt, erscheint sie dennoch offenbar wie Gold.
Wort für Wort
pratipatkaluṣevendor lekhā nāti virājate na cāsyā naśyate rūpaṃ vapur malasamācitam asaṃskṛtam api vyaktaṃ bhāti kāñcanasaṃnibham
Wie die Mondsichel am ersten Tag, von Trübung verdeckt, nicht recht erstrahlt, so glänzt auch ihre Schönheit nicht sonderlich; doch ihre Gestalt geht nicht verloren - unbereitet, mit Schmutz bedeckt, erscheint sie dennoch offenbar wie Gold.
An dieser Gestalt und an diesem Leberfleck habe ich das Mädchen, die Göttin, erkannt, gleich einem verhüllten Feuer, das durch seine Hitze erkannt wird.“
An dieser Gestalt und an diesem Leberfleck habe ich das Mädchen, die Göttin, erkannt, gleich einem verhüllten Feuer, das durch seine Hitze erkannt wird.“
pipluṃ dṛṣṭvā sunandā ca rājamātā ca bhārata rudantyau tāṃ pariṣvajya muhūrtam iva tasthatuḥ utsṛjya bāṣpaṃ śanakai rājamātedam abravīt
Als sie den Leberfleck sahen, o Bhārata, umarmten Sunandā und die Königinmutter sie weinend, und verweilten so einen Augenblick; dann, ihre Tränen zurückhaltend, sprach die Königinmutter langsam dies:
Wort für Wort
pipluṃ dṛṣṭvā sunandā ca rājamātā ca bhārata rudantyau tāṃ pariṣvajya muhūrtam iva tasthatuḥ utsṛjya bāṣpaṃ śanakai rājamātedam abravīt
Als sie den Leberfleck sahen, o Bhārata, umarmten Sunandā und die Königinmutter sie weinend, und verweilten so einen Augenblick; dann, ihre Tränen zurückhaltend, sprach die Königinmutter langsam dies:
bhaginyā duhitā me 'si piplunānena sūcitā ahaṃ ca tava mātā ca rājanyasya mahātmanaḥ sute daśārṇādhipateḥ sudāmnaś cārudarśane
„Du bist die Tochter meiner Schwester, durch diesen Leberfleck bezeugt; und ich und deine Mutter sind Töchter des hochgesinnten Herrschers, des Königs Sudāman von Daśārṇa, o Schönanzublickende.
Wort für Wort
bhaginyā duhitā me 'si piplunānena sūcitā ahaṃ ca tava mātā ca rājanyasya mahātmanaḥ sute daśārṇādhipateḥ sudāmnaś cārudarśane
„Du bist die Tochter meiner Schwester, durch diesen Leberfleck bezeugt; und ich und deine Mutter sind Töchter des hochgesinnten Herrschers, des Königs Sudāman von Daśārṇa, o Schönanzublickende.
Sie wurde dem König Bhīma zur Gattin gegeben, ich aber dem Vīrabāhu; und dich habe ich, seit du geboren wurdest, im Hause unseres Vaters in Daśārṇa gesehen.
Sie wurde dem König Bhīma zur Gattin gegeben, ich aber dem Vīrabāhu; und dich habe ich, seit du geboren wurdest, im Hause unseres Vaters in Daśārṇa gesehen.
Noch glücklicher als dieses Glück wird mein Aufenthalt sein, ohne Zweifel; doch mögest du mir, o Mutter, die Erlaubnis geben, die ich schon lange fern von den Meinen bin.
Noch glücklicher als dieses Glück wird mein Aufenthalt sein, ohne Zweifel; doch mögest du mir, o Mutter, die Erlaubnis geben, die ich schon lange fern von den Meinen bin.
dārakau ca hi me nītau vasatas tatra bālakau pitrā vihīnau śokārtau mayā caiva kathaṃ nu tau
Denn meine beiden Kinder wurden fortgebracht und weilen dort, die Kleinen, von ihrem Vater getrennt und von mir - wie mag es ihnen wohl ergehen, von Kummer geplagt?
Wort für Wort
dārakau ca hi me nītau vasatas tatra bālakau pitrā vihīnau śokārtau mayā caiva kathaṃ nu tau
Denn meine beiden Kinder wurden fortgebracht und weilen dort, die Kleinen, von ihrem Vater getrennt und von mir - wie mag es ihnen wohl ergehen, von Kummer geplagt?
bāḍham ity eva tām uktvā hṛṣṭā mātṛṣvasā nṛpa guptāṃ balena mahatā putrasyānumate tataḥ
„So sei es!“, sprach die Schwester ihrer Mutter, erfreut, zu ihr, o König; und daraufhin, mit Zustimmung ihres Sohnes, unter dem Schutz einer großen Streitmacht,
Wort für Wort
bāḍham ity eva tām uktvā hṛṣṭā mātṛṣvasā nṛpa guptāṃ balena mahatā putrasyānumate tataḥ
„So sei es!“, sprach die Schwester ihrer Mutter, erfreut, zu ihr, o König; und daraufhin, mit Zustimmung ihres Sohnes, unter dem Schutz einer großen Streitmacht,
sandte die Königinmutter sie, versehen mit gutem Speisevorrat, Trank und Ausstattung, mit einem prächtigen, von Männern getragenen Gefährt fort, o Trefflichster der Bharatas.
sandte die Königinmutter sie, versehen mit gutem Speisevorrat, Trank und Ausstattung, mit einem prächtigen, von Männern getragenen Gefährt fort, o Trefflichster der Bharatas.
sarvān kuśalino dṛṣṭvā bāndhavān dārakau ca tau mātaraṃ pitaraṃ caiva sarvaṃ caiva sakhījanam
Nachdem sie all ihre Verwandten wohlauf gesehen hatte, und ihre beiden Kinder, und ihre Mutter und ihren Vater, und die gesamte Schar ihrer Gefährtinnen,
Wort für Wort
sarvān kuśalino dṛṣṭvā bāndhavān dārakau ca tau mātaraṃ pitaraṃ caiva sarvaṃ caiva sakhījanam
Nachdem sie all ihre Verwandten wohlauf gesehen hatte, und ihre beiden Kinder, und ihre Mutter und ihren Vater, und die gesamte Schar ihrer Gefährtinnen,