Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Uttarārcika

Kapitel 131 Soma Pavamāna: Ruf zu Indra, Ströme der Milch und des Meeres

pavasva devavīrati pavitraṃ soma raṃhyā indramindo vṛṣā viśa

Klär dich, göttersuchend, durch das Schafhaarsieb, Soma, eile; Indra, [du] Tropfen, [sei] der Stier, komm hin zu ihm.

ā vacyasva mahi psaro vṛṣendo dyumnavattamaḥ ā yoniṃ dharṇasiḥ sadaḥ

Ergieße dich, [du] gewaltiger Genuss, Stier, Tropfen, sehr glanzvoll, zum Schoß, der Tragende, zum Sitz.

adhukṣata priyaṃ madhu dhārā sutasya vedhasaḥ apo vasiṣṭa sukratuḥ

Sie haben den lieben Honig gemolken, die Ströme des gepressten [Somas], des Ordners; er hat sich in den Wassern niedergelassen, der Kraftvolle.

mahāntaṃ tvā mahīranvāpo arṣanti sindhavaḥ yadgobhirvāsayiṣyase

Dich, den Großen, strömen die großen Wasser, die Ströme, entgegen, wenn du mit den Milchmischungen bekleidet werden wirst.

samudro apsu māmṛje viṣṭambho dharuṇo divaḥ somaḥ pavitre asmayuḥ

Das Meer ist in den Wassern gereinigt worden, die Stütze, der Halter des Himmels; Soma im Schafhaarsieb, uns zugewandt [?].

acikradadvṛṣā harirmahānmitro na darśataḥ saṃ sūryeṇa didyute

Er hat gebrüllt, der Stier, der Falbe, der Große, wie Mitra anzuschauen; er leuchtet zusammen mit der Sonne.

girasta inda ojasā marmṛjyante apasyuvaḥ yābhirmadāya śumbhase

Die Lieder für dich, Indu, werden mit Kraft geputzt von den Werkfreudigen, mit denen du zur Berauschung geschmückt wirst.

taṃ tvā madāya ghṛṣvaya u lokakṛtnumīmahe tava praśastaye mahe

Dich, den Raum-Schaffenden, den Kühnen, bitten wir zur Berauschung, zu deinem großen Preis.

goṣā indo nṛṣā asyaśvasā vājasā uta ātmā yajñasya pūrvyaḥ

Rinder-, Männer-, Rosse-, Siegespreis-Gewinner bist du, Indu, und die Seele der Weihehandlung, der erste.

Textzustand: „asyaśvasā“ wohl für „asi aśvasā“.

asmabhyamindavindriyaṃ madhoḥ pavasva dhārayā parjanyo vṛṣṭimāṃ iva

Uns, Indu, klär Indras Kraft mit dem Strom des Honigs, wie Parjanya, der Regenreiche.

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