Sāmaveda · Uttarārcika
Kapitel 154
Soma Pavamāna: der strömende Saft auf dem Pfad der Ordnung
Läuterungslieder an Soma; die letzten drei Verse (1137–1139) haben den Refrain „pāntam ā puruspṛham“.
asṛgramindavaḥ pathā dharmannṛtasya suśriyaḥ
vidānā asya yojanā
Die Säfte sind losgelassen worden, auf dem Pfad, in der Satzung der Ordnung (ṛta), schön glänzend, kundig seiner Bahnen [yojanā: Anm.: eigentlich „Anschirrungen/Strecken“; Wiedergabe unsicher] [?].
pra dhārā madho agriyo mahīrapo vi gāhate
havirhaviḥṣu vandyaḥ
Der vorderste Strom des Honigtranks durchdringt die großen Wasser; unter den Darbringungen ist er die preiswürdige Darbringung.
pra yujā vāco agriyo vṛṣo acikradadvane
sadmābhi satyo adhvaraḥ
Mit dem Gespann der Rede [?] brüllte der vorderste Stier im Holz; zu den Sitzen hin ist er wahrhaftig die unversehrte Weihehandlung.
pari yatkāvyā kavirnṛmṇā punāno arṣati
svarvājī siṣāsati
Wenn der Seher, sich läuternd, ringsum die Dichtungen und Manneskräfte durchströmt, will er als Renner den Lichtraum (die Sonne) gewinnen.
pavamāno abhi spṛdho viśo rājeva sīdati
yadīmṛṇvanti vedhasaḥ
Sich läuternd geht er gegen die Widersacher; wie ein König lässt er sich unter den Stämmen nieder, wenn die Weisen ihn in Bewegung setzen [?].
avyā vāre pari priyo harirvaneṣu sīdati
rebho vanuṣyate mati
Im Schafhaarsieb sitzt der liebe Braune (Hari) in den Hölzern; der Lobsänger [rebha] gewinnt ihn [vanuṣyate] mit seinem Gedanken [?].
sa vāyumindramaśvinā sākaṃ madena gacchati
raṇā yo asya dharmaṇā
Er geht mit Vāyu, Indra und den Aśvin zugleich mit Rausch, der sich an seiner Stütze (dharman) erfreut [raṇā: Anm.: Bezug unsicher] [?].
ā mitre varuṇe bhage madhoḥ pavanta ūrmayaḥ
vidānā asya śakmabhiḥ
Zu Mitra, Varuṇa und Bhaga hin strömen die Wellen des Honigtranks, kundig, mit seinen Kräften.
asmabhyaṃ rodasī rayiṃ madhvo vājasya sātaye
śravo vasūni sañjitam
Uns, ihr beiden Welten, [bringt] Reichtum zum Gewinn des Honigtranks und der Kraftgabe: Ruhm, Güter, gemeinsam Errungenes.
ā te dakṣaṃ mayobhuvaṃ vahnimadyā vṛṇīmahe
pāntamā puruspṛham
Deine Geschicklichkeit, die Wohlsein schafft, den Beförderer, erwählen wir heute, den besten Beschützer, den vielbegehrten.
ā mandramā vareṇyamā vipramā manīṣiṇam
pāntamā puruspṛham
Den Erfreuenden, den Wünschenswerten, den Weisen, den Einsichtigen [erwählen wir], den besten Beschützer, den vielbegehrten.
ā rayimā sucetunamā sukrato tanūṣvā
pāntamā puruspṛham
Den Reichtum, den Klugen, o Wohlwirkender, [erwählen wir] für die Leiber, den besten Beschützer, den vielbegehrten.
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