Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Uttarārcika

Kapitel 165 Indra: Bitte um Kraft, Heldentum und Gabe

tvaṃ na indrā bhara ojo nṛmṇaṃ śatakrato vicarṣaṇe ā vīraṃ pṛtanāsaham

Du, Indra, bring uns Kraft und Mannhaftigkeit, hundertfältig Wirkender, du Allbeschauer; einen Helden, der in den Schlachten überwältigt.

tvaṃ hi naḥ pitā vaso tvaṃ mātā śatakrato babhūvitha athā te sumnamīmahe

Denn du bist unser Vater, Vasu, du wurdest unsere Mutter, hundertfältig Wirkender; darum erbitten wir dein Wohlwollen.

tvāṃ śuṣminpuruhūta vājayantamupa bruve sahaskṛta sa no rāsva suvīryam

Dich, den Kraftvollen, Vielgerufenen, den Siegesbegehrenden, rufe ich an, Kraftgeborener; gib uns gute Heldenkraft.

yadindra citra ma iha nāsti tvādātamadrivaḥ rādhastanno vidadvasa ubhayāhastyā bhara

Wenn mir hier, Indra, du Wunderbarer, nichts von dir Gegebenes ist, Steinträger, [so] bring uns Gabe, du Güterfinder, mit beiden Händen.

yanmanyase vareṇyamindra dyukṣaṃ tadā bhara vidyāma tasya te vayamakūpārasya dāvanaḥ

Was du für wünschenswert hältst, Indra, das himmlisch Glänzende, das bring; möchten wir von dir, dem unerschöpflichen [akūpāra: Anm.: wörtlich „ohne Brunnen/ohne Ufer“] Geber, dessen Gabe erlangen [?].

yatte dikṣu prarādhyaṃ mano asti śrutaṃ bṛhat tena dṛḍhā cidadriva ā vājaṃ darṣi sātaye

Der Sinn, der dir in den Himmelsrichtungen als erfolgreich [prarādhya] gilt, berühmt, weit: mit dem, Steinträger, reißt du auch Festes auf, um Beute zu gewinnen [?].

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