Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Uttarārcika

Kapitel 275 Agni: Antrieb, Reichtum, Licht am Himmel

agniṃ hinvantu no dhiyaḥ saptimāśumivājiṣu tena jeṣma dhanaṃdhanam

Agni sollen unsere Gedanken antreiben wie ein rasches Ross in den Wettkämpfen; mit ihm wollen wir Gewinn um Gewinn erobern.

yayā gā ākarāmahai senayāgne tavotyā tāṃ no hinva maghattaye

Mit welchem Heer, Agni, und deiner Hilfe wir Rinder heimbringen wollen – dieses treibe uns an zur Gabenverleihung [maghattaye].

āgne sthūraṃ rayiṃ bhara pṛthuṃ gomantamaśvinam aṅdhi khaṃ varttayā pavim

Agni, bring mächtigen Reichtum: weit, mit Rindern und Rossen; salbe die Nabe [khaṃ] [und] drehe den Radreifen [Anm.: Bild vom Wagenrad; Deutung unsicher] [?].

agne nakṣatramajaramā sūryaṃ rohayo divi dadhajjyotirjanebhyaḥ

Agni, den unalternden Stern [nakṣatra], die Sonne hast du am Himmel aufsteigen lassen; [du,] der den Menschen Licht verleiht.

agne keturviśāmasi preṣṭhaḥ śreṣṭha upasthasat bodhā stotre vayo dadhat

Agni, du bist das Banner der Stämme, der Liebste, der Beste, im Schoß sitzend; erwache für den Sänger, Lebenskraft verleihend.

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