Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Uttarārcika

Kapitel 153 Soma Pavamāna: Dichtung, Falbe, Finger und Sonne

Bis 1127 überwiegend Soma-Pavamāna-Strophen; Strophen 1116–1118 rätselhaft-bildreich.

pra kāvyamuśaneva bruvāṇo devo devānāṃ janimā vivakti mahivrataḥ śucibandhuḥ pāvakaḥ padā varāho abhyeti rebhan

Er verkündet die Dichtung wie Uśanas, der Gott, die Geburten der Götter tut er kund; mit großem Gesetz, mit reinem Verwandten, läuternd, geht der Eber [?] mit dem Fuß [Anm.: varāha, „Eber“, hier Bild für den Soma] tönend hin.

pra haṃsāsastṛpalā vagnumacchāmādastaṃ vṛṣagaṇā ayāsuḥ āṅgoṣiṇaṃ pavamānaṃ sakhāyo durmarṣaṃ vāṇaṃ pra vadanti sākam

Die Schwäne, die schwatzenden, tönenden [Anm.: unsichere Wortdeutung] [?] sind zum wunderbaren Ort geeilt, die Stierscharen; den Āṅgūṣa-Sänger, den sich Klärenden, den schwer zu Bewältigenden, den Pfeil, rufen die Freunde zusammen an.

Textzustand fraglich.

sa yojata urugāyasya jūtiṃ vṛthā krīḍantaṃ mimate na gāvaḥ parīṇasaṃ kṛṇute tigmaśṛṅgo divā harirdadṛśe naktamṛjraḥ

Er schirrt an den Antrieb des Weitschreitenden; die Kühe messen [ihn] nicht, wenn er umsonst spielt; der Scharfhornige macht [sich] umschlossen [?]; am Tag ist der Falbe zu sehen, in der Nacht der Rötliche.

Textzustand fraglich.

pra svānāso rathā ivārvanto na avasyavaḥ somāso rāye akramuḥ

Tönend, wie Wagen, wie Rosse, hilfesuchend [für] uns, sind die Somasäfte zum Reichtum geschritten.

hinvānāso rathā iva dadhanvire gabhastyoḥ bharāsaḥ kāriṇāmiva

Angetrieben wie Wagen haben sie sich in den Händen halten lassen; [sie sind] Lasten, wie die der Sänger.

rājāno na praśastibhiḥ somāso gobhirañjate yajño na sapta dhātṛbhiḥ

Wie Könige durch Preisreden werden die Somasäfte mit Milch gesalbt, wie die Weihehandlung [mit] sieben Ordnern [?].

pari svānāsa indavo madāya barhaṇā girā madho arṣanti dhārayā

Ringsum tönend, die Tropfen, [strömen] zur Berauschung, mit dem stärkenden Lied; des Honigs strömen sie hin mit dem Strom.

āpānāso vivasvato jinvanta uṣaso bhagam sūrā aṇvaṃ vi tanvate

Die Erlangten, des Vivasvat [Sohn], die Bhaga der Morgenröte antreibend: die Sonnen [Anm.: sūrāḥ, auch „Sänger“] spannen das Feine [Fadenwerk, Sieb] auseinander [?].

apa dvārā matīnāṃ pratnā ṛṇvanti kāravaḥ vṛṣṇo harasa āyavaḥ

Die Türen der Gedanken öffnen die alten Dichter, des Stiers Feuer [?], die Menschen.

Textzustand fraglich.

samīcīnāsa āśata hotāraḥ saptajānayaḥ padamekasya piprataḥ

Zusammengekommen haben sie erreicht, die Rufer, sieben Geburtsstätten habend, um den Ort des Einen zu füllen.

nābhā nābhiṃ na ā dade cakṣuṣā sūrya dṛśe kaverapatyamā duhe

Nabel [zu] Nabel: ich hab es für uns genommen, Sonne, damit du siehst; das Kind des Dichters melke ich.

Textzustand fraglich.

abhi priyaṃ divaspadamadhvaryubhirguhā hitam sūraḥ pasyati cakṣasā

Zum lieben Ort des Himmels, [der] von den Adhvaryus im Verborgenen gelegt [ist]: die Sonne sieht mit dem Auge.

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