Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Uttarārcika

Kapitel 174 Agni: Bote der Weihehandlung, Rauch zum Himmel

agniṃ vo devamagnibhiḥ sajoṣā yajiṣṭhaṃ dūtamadhvare kṛṇudhvam yo martyeṣu nidhruvirṛtāvā tapurmūrdhā ghṛtānnaḥ pāvakaḥ

Macht Agni, den himmlischen, in Eintracht mit den Feuern zum verehrungswürdigsten Boten bei der Weihehandlung – ihn, der unter den Sterblichen der Feststehende ist, der des Rechten Waltende, der Hitzehäuptige, den von Schmelzbutter Genährten, den Läuternden.

prothadaśvo na yavase 'viṣyanyadā mahaḥ saṃvaraṇādvyasthāt ādasya vāto anu vāti śociradha sma te vrajanaṃ kṛṣṇamasti

Er prasselt wie ein Ross, das sich auf der Weide sättigt [?], als er sich aus der großen Umschließung erhob. Dann weht der Wind ihm nach, leuchtend ist seine Flamme; und schwarz ist dir, Agni, dein Pfad [?].

Textzustand des zweiten Halbverses unsicher; Parallele zu RV 1.58.4

udyasya te navajātasya vṛṣṇo 'gne carantyajarā idhānāḥ acchā dyāmaruṣo dhūma eṣi saṃ dūto agna īyase hi devān

Es steigen auf deine unalternden Flammen, die Entfachten, du frisch Geborener, du Stier, Agni. Zum Himmel hin, du Rötlicher, geht dein Rauch; du wirst ja als Bote zu den Göttern ausgesandt.

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