Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Uttarārcika

Kapitel 62 Soma Pavamāna: der Weise, der Rauschtrank, der Lichtbringer

vṛṣā matīnāṃ pavate vicakṣaṇaḥ somo ahnāṃ pratarītoṣasāṃ divaḥ prāṇā sindhūnāṃ kalaśāṃ acikradadindrasya hārdyāviśanmanīṣibhiḥ

Der Stier der Gedanken läutert sich, der Scharfsichtige, Soma, Herüberführer der Tage und der Morgenröten des Himmels [?]; er hat als Lebenshauch [?] der Ströme die Kübel brüllen lassen; in Indras Herz ist er eingedrungen, mit den Weisen.

manīṣibhiḥ pavate pūrvyaḥ kavirnṛbhiryataḥ pari kośāṃ asiṣyadat tritasya nāma janayanmadhu kṣarannindrasya vāyūṃ sakhyāya vardhayan

Mit den Weisen läutert sich der Uralte, der Seher, von den Männern gelenkt; er hat die Kübel umrundet; er erzeugte den Namen des Trita, Honig träufelnd, und stärkt Indra und Vāyu zur Freundschaft.

ayaṃ punāna uṣaso arocayadayaṃ sindhubhyo abhavadu lokakṛt ayaṃ triḥ sapta duduhāna āśiraṃ somo hṛde pavate cāru matsaraḥ

Dieser, sich läuternd, hat die Morgenröten erleuchtet; dieser ist Weiträumiger für die Ströme geworden [Anm.: lokakṛt, „Raum-Schaffer“]; dieser, dreimal sieben Milchmischung ausmelkend, Soma, läutert sich ins Herz, lieblich, berauschend.

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