Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Śāntiparva

Kapitel 115: kṣamā-durjanopekṣā Vom Ertragen und Übergehen der Schmähungen böser Toren

Yudhiṣṭhira fragt, wie ein Weiser auf die Beschimpfung durch einen dreisten Toren reagieren soll; Bhīṣma rät zu Gelassenheit und zum Übergehen des Schmähers, dessen Worte nur ihn selbst bloßstellen.

yudhiṣṭhira uvāca; vidvān mūrkhapragalbhena mṛdus tīkṣṇena bhārata; ākruśyamānaḥ sadasi kathaṃ kuryād ariṃdama

Yudhiṣṭhira sprach: „Wie soll ein Gelehrter, der milde ist, handeln, wenn er in der Versammlung von einem dreisten, scharfen Toren beschimpft wird, o Bhārata, Bezwinger der Feinde?“

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Perf.)
vidvān
der Gelehrte (Nom.Sg.)
mūrkhapragalbhena mṛdus tīkṣṇena
von einem dreisten Toren [Kompositum], der Milde [gegenüber] dem Scharfen (Instr./Nom.)
bhārata
o Bhārata (Vok.)
ākruśyamānaḥ sadasi
beschimpft in der Versammlung (Pass.Part./Lok.)
kathaṃ kuryād
wie soll er handeln (Opt.3.Sg.)
ariṃdama
o Feindbezwinger (Vok.)

bhīṣma uvāca; śrūyatāṃ pṛthivīpāla yathaiṣo 'rtho 'nugīyate; sadā sucetāḥ sahate narasyehālpacetasaḥ

Bhīṣma sprach: „Höre, Beschützer der Erde, wie diese Sache besungen wird: Stets erträgt der Gutgesinnte hier [in der Welt] den Kleingesinnten.“

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (Perf.)
śrūyatāṃ pṛthivīpāla
es werde gehört, o Erdbeschützer (Imp.Pass./Vok.)
yathaiṣo 'rtho 'nugīyate
wie diese Sache besungen wird (Pass.Präs.)
sadā sucetāḥ
stets der Gutgesinnte (Adv./Nom.Sg.)
sahate narasya
erträgt einen Mann (3.Sg.Med.; Gen. statt Akk. [?])
ihālpacetasaḥ
hier den Kleingesinnten (Adv./Gen.Sg.)

Konstruktion von sahate mit Genitiv narasya ... alpacetasaḥ ungewöhnlich; sinngemäß wiedergegeben.

aruṣyan kruśyamānasya sukṛtaṃ nāma vindati; duṣkṛtaṃ cātmano marṣī ruṣyaty evāpamārṣṭi vai

Wer, wenn er angeschrien wird, nicht zürnt, gewinnt fürwahr Verdienst; der Duldsame [wischt] das eigene Übel [des Schmähers?] [?]; der Zürnende aber wischt es [nur] ab [bzw. verliert es] [?].

Wort für Wort
aruṣyan kruśyamānasya
nicht zürnend, [wenn] der Angeschriene (Part.Präs./Gen.Sg.)
sukṛtaṃ nāma vindati
erlangt fürwahr Verdienst (Akk./Part./3.Sg.)
duṣkṛtaṃ cātmanaḥ
und das Übel, das eigene (Akk./Gen.Sg.)
marṣī
der Duldsame (Nom.Sg.)
ruṣyaty eva
er zürnt nur (3.Sg.Präs.)
apamārṣṭi vai
wischt ab, fürwahr (3.Sg.Präs.)

Zweite Vershälfte syntaktisch unklar; Subjekt des apamārṣṭi (Duldsamer oder Zürnender) nicht sicher bestimmbar.

ṭiṭṭibhaṃ tam upekṣeta vāśamānam ivāturam; lokavidveṣam āpanno niṣphalaṃ pratipadyate

Man soll jenen Kiebitz übergehen, der gleichsam jämmerlich kreischt; wer in Feindschaft zur Welt geraten ist, handelt ohne Erfolg.

Wort für Wort
ṭiṭṭibhaṃ tam upekṣeta
jenen Kiebitz soll man übergehen (Akk./Opt.Med.)
vāśamānam ivāturam
gleichsam jämmerlich kreischend (Part.Präs./Akk.)
lokavidveṣam āpannaḥ
in Weltfeindschaft geraten (Akk./Part.Perf.)
niṣphalaṃ pratipadyate
er verfährt/handelt erfolglos (Adv./3.Sg.Med.)

iti sa ślāghate nityaṃ tena pāpena karmaṇā; idam ukto mayā kaś cit saṃmato janasaṃsadi; sa tatra vrīḍitaḥ śuṣko mṛtakalpo 'vatiṣṭhati

So rühmt er sich stets durch jene üble Tat. Als einem in der Volksversammlung angesehenen Mann [wurde] mir dies gesagt [?]; der steht dort beschämt, vertrocknet, einem Toten gleich da.

Wort für Wort
iti sa ślāghate nityaṃ
so rühmt er sich stets (3.Sg.Med.)
tena pāpena karmaṇā
durch jene üble Tat (Instr.Sg.)
idam ukto mayā kaś cit
dies gesagt von mir jemandem [?] (Part.Pass./Instr./Nom.)
saṃmato janasaṃsadi
angesehen in der Volksversammlung (Part./Lok.)
sa tatra vrīḍitaḥ śuṣkaḥ
er dort beschämt, vertrocknet (Nom.Sg.)
mṛtakalpo 'vatiṣṭhati
einem Toten gleich steht er da (Nom./3.Sg.)

Erste Hälfte von Pāda c–d syntaktisch unsicher (ukto mayā kaś cit); Zusammenhang mit dem Vorigen unklar.

ślāghann aślāghanīyena karmaṇā nirapatrapaḥ; upekṣitavyo dāntena tādṛśaḥ puruṣādhamaḥ

Wer sich mit nicht rühmenswertem Tun rühmt und schamlos ist, den soll der Selbstbeherrschte übergehen: einen solchen, den niedrigsten der Menschen.

Wort für Wort
ślāghann aślāghanīyena karmaṇā
sich rühmend durch nicht rühmenswerte Tat (Part./Instr.)
nirapatrapaḥ
schamlos (Nom.Sg.)
upekṣitavyo dāntena
ist zu übergehen vom Selbstbeherrschten (Gerundiv/Instr.)
tādṛśaḥ puruṣādhamaḥ
ein solcher, niedrigster Mensch (Nom.Sg.)

yad yad brūyād alpamatis tat tad asya sahet sadā; prākṛto hi praśaṃsan vā nindan vā kiṃ kariṣyati; vane kāka ivābuddhir vāśamāno nirarthakam

Was immer der Kleingesinnte sagt, das soll man stets ertragen; ein gewöhnlicher Mensch, ob lobend oder tadelnd, was wird er ausrichten? Wie eine unverständige Krähe im Wald krächzt er nutzlos.

Wort für Wort
yad yad brūyād alpamatis
was auch immer der Kleingeistige sagen mag (Opt./Nom.)
tat tad asya sahet sadā
das jeweils von ihm soll man ertragen, stets (Opt.)
prākṛto hi praśaṃsan vā
denn der gewöhnliche [Mensch], lobend oder (Nom./Part.)
nindan vā kiṃ kariṣyati
tadelnd, was wird er tun? (Part./Fut.)
vane kāka ivābuddhir
wie eine Krähe im Wald, unverständig (Lok./Nom.)
vāśamāno nirarthakam
krächzend, nutzlos (Part./Adv.)

yadi vāgbhiḥ prayogaḥ syāt prayoge pāpakarmaṇaḥ; vāg evārtho bhavet tasya na hy evārtho jighāṃsataḥ

Wenn beim Handeln des Übeltäters der Einsatz [nur] durch Worte bestünde, dann wäre Wort sein Zweck; denn nicht ist Zweck [bloß Worte] für den, der töten will [?].

Wort für Wort
yadi vāgbhiḥ prayogaḥ syāt
wenn der Einsatz durch Worte wäre (Instr.Pl./Opt.)
prayoge pāpakarmaṇaḥ
beim Handeln des Übeltäters (Lok./Gen.)
vāg evārtho bhavet tasya
Wort allein wäre dessen Zweck (Opt.)
na hy evārtho jighāṃsataḥ
denn nicht [ist] Zweck [solches] für den Tötenwollenden (Gen.Part.Des.)

Sinn der zweiten Vershälfte unsicher.

niṣekaṃ viparītaṃ sa ācaṣṭe vṛttaceṣṭayā; mayūra iva kaupīnaṃ nṛtyan saṃdarśayann iva

Die verkehrte Ausgießung [des Samens, d. h. seine irreguläre Herkunft] verkündet er durch sein Verhalten und Gebaren, wie ein tanzender Pfau gleichsam seine Blöße zur Schau stellt.

Wort für Wort
niṣekaṃ viparītaṃ
die verkehrte Zeugung (Akk.Sg.)
sa ācaṣṭe
er verkündet (3.Sg.Med.)
vṛttaceṣṭayā
durch Verhalten und Gebaren (Instr.Sg.)
mayūra iva kaupīnaṃ
wie ein Pfau die Blöße (Nom./Akk.)
nṛtyan saṃdarśayann iva
tanzend gleichsam zur Schau stellend (Part.Präs./Kaus.)

yasyāvācyaṃ na loke 'sti nākāryaṃ vāpi kiṃ cana; vācaṃ tena na saṃdadhyāc chuciḥ saṃkliṣṭakarmaṇā

Für wen es nichts Unsagbares in der Welt gibt, noch irgendetwas Untubares, mit einem solchen soll der Reine, [der] von befleckten Taten [ist? / mit dem, dessen Taten befleckt sind], nicht das Gespräch verbinden.

Wort für Wort
yasyāvācyaṃ na loke 'sti
für wen es kein Unsagbares in der Welt gibt (Gen./Lok.)
nākāryaṃ vāpi kiṃ cana
noch irgendetwas Untubares (Nom.)
vācaṃ tena na saṃdadhyāc
die Rede mit ihm soll man nicht verbinden (Opt.)
chuciḥ saṃkliṣṭakarmaṇā
der Reine [mit] einem, dessen Taten befleckt sind (Nom./Instr.)

pratyakṣaṃ guṇavādī yaḥ parokṣaṃ tu vinindakaḥ; sa mānavaḥ śvaval loke naṣṭalokaparāyaṇaḥ

Wer ins Gesicht hin Vorzüge preist, hinter dem Rücken aber tadelt, ein solcher Mensch ist in der Welt wie ein Hund, dessen Ziel verlorene Welten sind.

Wort für Wort
pratyakṣaṃ guṇavādī yaḥ
wer vor Augen Vorzüge nennt (Adv./Nom.)
parokṣaṃ tu vinindakaḥ
hinter dem Rücken aber tadelnd (Adv./Nom.)
sa mānavaḥ śvaval loke
dieser Mensch ist wie ein Hund in der Welt (Nom./Adv.)
naṣṭalokaparāyaṇaḥ
auf verlorene Welten ausgerichtet (Nom.Sg.)

tādṛg janaśatasyāpi yad dadāti juhoti ca; parokṣeṇāpavādena tan nāśayati sa kṣaṇāt

Was ein solcher [oder: von einem solchen] hundert Leuten [zugute] gibt und opfert, das vernichtet er durch Verleumdung in Abwesenheit im Nu [?].

Wort für Wort
tādṛg janaśatasyāpi
ein solcher, selbst [für] hundert Leute (Nom./Gen.)
yad dadāti juhoti ca
was er gibt und opfert (3.Sg.Präs.)
parokṣeṇāpavādena
durch Verleumdung in Abwesenheit (Instr.Sg.)
tan nāśayati sa kṣaṇāt
das vernichtet er sogleich (Kaus.3.Sg./Abl.)

Bezug von janaśatasya und Subjekt (Verleumder oder Verleumdeter) unklar.

tasmāt prājño naraḥ sadyas tādṛśaṃ pāpacetasam; varjayet sādhubhir varjyaṃ sārameyāmiṣaṃ yathā

Deshalb soll ein weiser Mann einen solchen Übelgesinnten sogleich meiden, den die Guten meiden, wie Hundefleisch.

Wort für Wort
tasmāt prājño naraḥ sadyas
deshalb der weise Mann sogleich (Abl./Nom./Adv.)
tādṛśaṃ pāpacetasam
einen solchen Übelgesinnten (Akk.Sg.)
varjayet sādhubhir varjyaṃ
soll meiden, [den] von Guten zu Meidenden (Opt./Instr./Gerundiv)
sārameyāmiṣaṃ yathā
wie Hundefleisch (Akk./Adv.)

parivādaṃ bruvāṇo hi durātmā vai mahātmane; prakāśayati doṣān svān sarpaḥ phaṇam ivocchritam

Denn der Übelgesinnte, der dem Großgesinnten Tadel ausspricht, zeigt seine eigenen Fehler, wie die Schlange die aufgerichtete Haube.

Wort für Wort
parivādaṃ bruvāṇo hi
denn Tadel aussprechend (Akk./Part.Med.)
durātmā vai mahātmane
der Übelgesinnte fürwahr gegenüber dem Großgesinnten (Nom./Dat.)
prakāśayati doṣān svān
zeigt seine eigenen Fehler (3.Sg.Kaus./Akk.Pl.)
sarpaḥ phaṇam ivocchritam
wie eine Schlange die aufgerichtete Haube (Nom./Akk.)

taṃ svakarmāṇi kurvāṇaṃ pratikartuṃ ya icchati; bhasmakūṭa ivābuddhiḥ kharo rajasi majjati

Wer den, der [nur] seine eigenen Taten vollzieht, vergelten will, der Unverständige, versinkt wie ein Esel im Staub eines Aschehaufens.

Wort für Wort
taṃ svakarmāṇi kurvāṇaṃ
ihn, der sein eigenes Tun ausführt (Akk./Part.Med.)
pratikartuṃ ya icchati
wer vergelten will (Inf./3.Sg.)
bhasmakūṭa ivābuddhiḥ
wie auf einem Aschehaufen der Unverständige (Nom.)
kharo rajasi majjati
versinkt als Esel im Staub (Nom./Lok./3.Sg.)

bhasmakūṭa iva syntaktisch knapp; sinngemäß wiedergegeben.

manuṣyaśālāvṛkam apraśāntaṃ; janāpavāde satataṃ niviṣṭam; mātaṅgam unmattam ivonnadantaṃ; tyajeta taṃ śvānam ivātiraudram

Den unbeschwichtigten Menschen-Schakal, der stets im Verleumden der Leute verharrt, gleich einem tollen Elefanten mit erhobenen Stoßzähnen, den soll man meiden wie einen überaus grimmigen Hund.

Wort für Wort
manuṣyaśālāvṛkam apraśāntaṃ
den unbeschwichtigten Menschen-Schakal/Hund (Akk.)
janāpavāde satataṃ niviṣṭam
stets in Verleumdung der Leute versunken (Lok./Part.)
mātaṅgam unmattam ivonnadantaṃ
gleich einem tollen Elefanten mit erhobenen Zähnen (Akk.)
tyajeta taṃ
man soll ihn verlassen (Opt.Med./Akk.)
śvānam ivātiraudram
wie einen sehr grimmigen Hund (Akk.)

adhīrajuṣṭe pathi vartamānaṃ; damād apetaṃ vinayāc ca pāpam; arivrataṃ nityam abhūtikāmaṃ; dhig astu taṃ pāpamatiṃ manuṣyam

Der auf einem Pfad wandelt, den Unbeständige pflegen, von Selbstbeherrschung und Zucht abgefallen, ein Übeltäter, stets dem Feindgelübde [?] ergeben, Unheil wünschend: Pfui über diesen Menschen mit übler Gesinnung!

Wort für Wort
adhīrajuṣṭe pathi vartamānaṃ
auf dem von Unbeständigen besuchten Pfad wandelnd (Lok./Part.)
damād apetaṃ vinayāc ca
von Selbstbeherrschung und von Zucht abgefallen (Abl./Part.)
pāpam arivrataṃ nityam
den Übeltäter, dem Feindgelübde [?] stets (Akk./Adv.)
abhūtikāmaṃ
Unheil wünschend (Akk.)
dhig astu taṃ
Pfui sei über ihn (Imp.)
pāpamatiṃ manuṣyam
den Menschen übler Gesinnung (Akk.)

arivrata unsicher (Feind-Gelübde bzw. Feind-Verhalten).

pratyucyamānas tu hi bhūya ebhir; niśāmya mā bhūs tvam athārtarūpaḥ; uccasya nīcena hi saṃprayogaṃ; vigarhayanti sthirabuddhayo ye

Wirst du aber von diesen [Schmähern] weiter angeredet, so merke [dir dies] und sei nicht betrübt; denn die Festsinnigen missbilligen den Umgang des Hohen mit dem Niedrigen [?].

Wort für Wort
pratyucyamānas tu hi bhūya ebhir
wenn du aber weiter von diesen angeredet wirst (Part.Pass./Instr.)
niśāmya mā bhūs tvam
merke, du sollst nicht sein (Abs./Inj.)
athārtarūpaḥ
jedoch leidend/betrübt (Nom.)
uccasya nīcena hi saṃprayogaṃ
den Umgang des Hohen mit dem Niedrigen (Gen./Instr./Akk.)
vigarhayanti sthirabuddhayo ye
missbilligen, die festen Sinnes sind (3.Pl./Nom.)

Erste Vershälfte syntaktisch unsicher.

kruddho daśārdhena hi tāḍayed vā; sa pāṃsubhir vāpakiret tuṣair vā; vivṛtya dantāṃś ca vibhīṣayed vā; siddhaṃ hi mūrkhe kupite nṛśaṃse

Zornig könnte er mit der Faust schlagen, oder mit Staub, oder mit Spreu bewerfen, oder mit gefletschten Zähnen erschrecken; denn das ist bei einem zornigen, grausamen Toren zu erwarten.

Wort für Wort
kruddho daśārdhena hi tāḍayed vā
zornig mit den fünf [Fingern, d. h. der Faust] soll er schlagen oder (Instr./Opt.)
sa pāṃsubhir vāpakiret tuṣair vā
er soll mit Staub oder mit Spreu bestreuen (Instr.Pl./Opt.)
vivṛtya dantāṃś ca
und die Zähne entblößend (Abs./Akk.Pl.)
vibhīṣayed vā
oder erschrecken (Kaus.Opt.)
siddhaṃ hi mūrkhe kupite nṛśaṃse
denn das ist gewiss beim zornigen, grausamen Toren (Part./Lok.)

vigarhaṇāṃ paramadurātmanā kṛtāṃ; saheta yaḥ saṃsadi durjanān naraḥ; paṭhed idaṃ cāpi nidarśanaṃ sadā; na vāṅmayaṃ sa labhati kiṃ cid apriyam

Wer die von einem äußerst Übelgesinnten ausgesprochenen Schmähungen in der Versammlung der Bösewichte erträgt und dieses Beispiel stets rezitiert, der erlangt nichts Unangenehmes aus [böser] Rede.

Wort für Wort
vigarhaṇāṃ paramadurātmanā kṛtāṃ
die vom äußerst Übelgesinnten verübte Schmähung (Akk./Instr./Part.)
saheta yaḥ saṃsadi durjanān naraḥ
wer in der Versammlung erträgt, von Bösewichten, der Mann (Opt./Abl.)
paṭhed idaṃ cāpi nidarśanaṃ sadā
und wer dieses Beispiel stets rezitiert (Opt.)
na vāṅmayaṃ sa labhati
nicht Redebedingtes erlangt er (3.Sg.)
kiṃ cid apriyam
irgendetwas Unangenehmes (Akk.)

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