Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Śāntiparva

Kapitel 320: śukamokṣa Śukas Eingehen ins Brahman und Vyāsas Trost durch Śiva

Bhīṣma erzählt, wie der Weise Śuka, Sohn des Vyāsa, unter kosmischen Wunderzeichen durch den gespaltenen Himalaya hindurch in die Freiheit fliegt und ins ewige Brahman eingeht. Der trauernde Vater Vyāsa folgt ihm nach, wird von Śiva getröstet und erhält zum Trost für immer einen seinem Sohn gleichenden Schatten in dieser Welt.

bhīṣma uvāca; ity evam uktvā vacanaṃ brahmarṣiḥ sumahātapāḥ; prātiṣṭhata śukaḥ siddhiṃ hitvā lokāṃś caturvidhān

Bhīṣma sprach: Nachdem der hochaskesereiche Brahmanenweise so diese Worte gesprochen hatte, machte sich Śuka auf zur Vollendung, wobei er die vier Arten der Welten aufgab.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (Nom.Sg./3.Sg.Perf.)
ity evam uktvā vacanam
nachdem er so diese Rede gesprochen hatte (Abs./Akk.Sg.)
brahmarṣiḥ sumahātapāḥ
der Brahmanenweise von gewaltiger Askese (Nom.Sg.)
prātiṣṭhata śukaḥ siddhim
Śuka machte sich auf zur Vollendung (3.Sg.Impf./Nom.Sg./Akk.Sg.)
hitvā lokāṃś caturvidhān
nachdem er die vierfachen Welten verlassen hatte (Abs./Akk.Pl.)

tamo hy aṣṭavidhaṃ hitvā jahau pañcavidhaṃ rajaḥ; tataḥ sattvaṃ jahau dhīmāṃs tad adbhutam ivābhavat

Nachdem er die achtfache Dunkelheit aufgegeben hatte, gab er auch die fünffache Leidenschaft auf; dann gab der Weise auch die Gutheit auf – das war wie ein Wunder.

Wort für Wort
tamo hy aṣṭavidhaṃ hitvā
die achtfache Dunkelheit fürwahr aufgegeben habend (Abs./Akk.Sg.)
jahau pañcavidhaṃ rajaḥ
gab er die fünffache Leidenschaft auf (3.Sg.Perf./Akk.Sg.)
tataḥ sattvaṃ jahau
dann gab er die Gutheit auf (Adv./Akk.Sg./3.Sg.Perf.)
dhīmāṃs
der Weise (Nom.Sg.)
tad adbhutam ivābhavat
das war wie ein Wunder (Nom.Sg./3.Sg.Impf.)

tatas tasmin pade nitye nirguṇe liṅgavarjite; brahmaṇi pratyatiṣṭhat sa vidhūmo 'gnir iva jvalan

Dann stand er fest in jenem ewigen, eigenschaftslosen, kennzeichenlosen Zustand, im Brahman, lodernd wie ein rauchloses Feuer.

Wort für Wort
tatas tasmin pade
dann in jenem Zustand (Adv./Lok.Sg.)
nitye nirguṇe liṅgavarjite
ewigen, eigenschaftslosen, kennzeichenlosen (Lok.Sg.)
brahmaṇi pratyatiṣṭhat
stand er fest im Brahman (Lok.Sg./3.Sg.Impf.)
sa vidhūmo 'gnir iva
er, wie ein rauchloses Feuer (Nom.Sg.)
jvalan
lodernd (Präs.Part.Nom.Sg.)

ulkāpātā diśāṃ dāhā bhūmikampās tathaiva ca; prādurbhūtāḥ kṣaṇe tasmiṃs tad adbhutam ivābhavat

Meteorschauer, ein Brennen der Himmelsrichtungen und ebenso Erdbeben traten in jenem Augenblick auf – das war wie ein Wunder.

Wort für Wort
ulkāpātā
Meteorschauer (Nom.Pl.)
diśāṃ dāhā
ein Brennen der Himmelsrichtungen (Gen.Pl./Nom.Pl.)
bhūmikampās tathaiva ca
und ebenso Erdbeben (Nom.Pl.)
prādurbhūtāḥ kṣaṇe tasmiṃs
traten hervor in jenem Augenblick (Nom.Pl.Perf.Part./Lok.Sg.)
tad adbhutam ivābhavat
das war wie ein Wunder (3.Sg.Impf.)

drumāḥ śākhāś ca mumucuḥ śikharāṇi ca parvatāḥ; nirghātaśabdaiś ca girir himavān dīryatīva ha

Die Bäume ließen ihre Äste fallen, und die Berge ihre Gipfel; unter Donnergetöse schien der Berg Himavat sich zu spalten.

Wort für Wort
drumāḥ śākhāś ca mumucuḥ
die Bäume ließen ihre Äste fallen (Nom.Pl./Akk.Pl./3.Pl.Perf.)
śikharāṇi ca parvatāḥ
und die Berge ihre Gipfel (Akk.Pl./Nom.Pl.)
nirghātaśabdaiś ca
und mit Donnergetöse (Instr.Pl.)
girir himavān
der Berg Himavat (Nom.Sg.)
dīryatīva ha
schien sich zu spalten (3.Sg.Präs. + Partikel)

na babhāse sahasrāṃśur na jajvāla ca pāvakaḥ; hradāś ca saritaś caiva cukṣubhuḥ sāgarās tathā

Der Tausendstrahlige leuchtete nicht, und das Feuer flammte nicht auf; Teiche und Flüsse gerieten in Aufruhr, und ebenso die Meere.

Wort für Wort
na babhāse sahasrāṃśur
der Tausendstrahlige [die Sonne] leuchtete nicht (3.Sg.Perf./Nom.Sg.)
na jajvāla ca pāvakaḥ
und das Feuer flammte nicht auf (3.Sg.Perf./Nom.Sg.)
hradāś ca saritaś caiva
Teiche und Flüsse (Nom.Pl.)
cukṣubhuḥ sāgarās tathā
gerieten in Aufruhr, ebenso die Meere (3.Pl.Perf./Nom.Pl.)

vavarṣa vāsavas toyaṃ rasavac ca sugandhi ca; vavau samīraṇaś cāpi divyagandhavahaḥ śuciḥ

Vāsava ließ Wasser regnen, das schmackhaft und wohlriechend war; auch der Wind wehte rein und trug göttlichen Duft.

Wort für Wort
vavarṣa vāsavas toyaṃ
Vāsava [Indra] ließ Wasser regnen (3.Sg.Perf./Nom.Sg./Akk.Sg.)
rasavac ca sugandhi ca
schmackhaft und wohlriechend (Akk.Sg.Neutr.)
vavau samīraṇaś cāpi
und auch der Wind wehte (3.Sg.Perf./Nom.Sg.)
divyagandhavahaḥ śuciḥ
rein, göttlichen Duft tragend (Nom.Sg.)

sa śṛṅge 'pratime divye himavan merusaṃbhave; saṃśliṣṭe śvetapīte dve rukmarūpyamaye śubhe

Er sah auf dem aus Himavat und Meru entstandenen Gebirge die beiden unvergleichlichen, göttlichen, eng aneinanderliegenden, weiß-gelben, aus Gold und Silber bestehenden, schönen Gipfel,

Wort für Wort
sa śṛṅge
er [sah] die beiden Gipfel (Nom.Sg./Akk.Dual)
'pratime divye
unvergleichlichen, göttlichen (Akk.Dual)
himavan merusaṃbhave
aus Himavat und Meru entstanden (Akk.Dual)
saṃśliṣṭe śvetapīte dve
eng aneinanderliegenden, weiß-gelben, zwei (Akk.Dual)
rukmarūpyamaye śubhe
aus Gold und Silber bestehenden, schönen (Akk.Dual)

śatayojanavistāre tiryag ūrdhvaṃ ca bhārata; udīcīṃ diśam āśritya rucire saṃdadarśa ha

die hundert Yojana breit waren, in der Breite wie in der Höhe, o Bhārata – er sah sie, der nördlichen Richtung zugewandt, die lieblichen Gipfel.

Wort für Wort
śatayojanavistāre
hundert Yojana breiten (Akk.Dual)
tiryag ūrdhvaṃ ca
in der Breite wie in der Höhe (Adv.)
bhārata
o Bhārata (Vok.Sg.)
udīcīṃ diśam āśritya
der nördlichen Richtung zugewandt (Abs./Akk.Sg.)
rucire saṃdadarśa ha
sah er die lieblichen [Gipfel] (Akk.Dual/3.Sg.Perf.)

so 'viśaṅkena manasā tathaivābhyapatac chukaḥ; tataḥ parvataśṛṅge dve sahasaiva dvidhākṛte; adṛśyetāṃ mahārāja tad adbhutam ivābhavat

Mit unerschrockenem Sinn flog Śuka ebenso darauf zu; da wurden die beiden Berggipfel augenblicklich gespalten – so wurden sie gesehen, o Großkönig – das war wie ein Wunder.

Wort für Wort
so 'viśaṅkena manasā
er, mit unerschrockenem Sinn (Nom.Sg./Instr.Sg.)
tathaivābhyapatac chukaḥ
so flog Śuka ebenso darauf zu (3.Sg.Impf./Nom.Sg.)
tataḥ parvataśṛṅge dve
dann die beiden Berggipfel (Nom.Dual)
sahasaiva dvidhākṛte
wurden sogleich gespalten (Nom.Dual Ppp.)
adṛśyetāṃ mahārāja
sie wurden [so] gesehen, o Großkönig (3.Dual.Impf.Pass./Vok.Sg.)
tad adbhutam ivābhavat
das war wie ein Wunder (3.Sg.Impf.)

tataḥ parvataśṛṅgābhyāṃ sahasaiva viniḥsṛtaḥ; na ca pratijaghānāsya sa gatiṃ parvatottamaḥ

Dann brach er sogleich zwischen den beiden Berggipfeln hindurch; und der erhabenste der Berge hemmte seinen Weg nicht.

Wort für Wort
tataḥ parvataśṛṅgābhyāṃ
dann aus den beiden Berggipfeln (Instr.Dual)
sahasaiva viniḥsṛtaḥ
brach er sogleich hervor (Nom.Sg.Ppp.)
na ca pratijaghānāsya
und hemmte nicht seinen (3.Sg.Perf./Gen.Sg.)
sa gatiṃ
[sc. der Berg] den Weg (Akk.Sg.)
parvatottamaḥ
der beste der Berge (Nom.Sg.)

tato mahān abhūc chabdo divi sarvadivaukasām; gandharvāṇām ṛṣīṇāṃ ca ye ca śailanivāsinaḥ

Da erhob sich am Himmel ein großes Getöse von allen Himmelsbewohnern, von den Gandharvas und den Ṛṣis, und von denen, die auf den Bergen wohnen.

Wort für Wort
tato mahān abhūc chabdo
dann erhob sich ein großes Getöse (Adv./Nom.Sg./3.Sg.Impf./Nom.Sg.)
divi sarvadivaukasām
am Himmel von allen Himmelsbewohnern (Lok.Sg./Gen.Pl.)
gandharvāṇām ṛṣīṇāṃ ca
von den Gandharvas und Ṛṣis (Gen.Pl.)
ye ca śailanivāsinaḥ
und die, die auf den Bergen wohnen (Nom.Pl.)

dṛṣṭvā śukam atikrāntaṃ parvataṃ ca dvidhākṛtam; sādhu sādhv iti tatrāsīn nādaḥ sarvatra bhārata

Als sie sahen, dass Śuka hindurchgedrungen war und der Berg gespalten war, erhob sich dort überall der Ruf „Vortrefflich, vortrefflich!“, o Bhārata.

Wort für Wort
dṛṣṭvā śukam atikrāntaṃ
als sie sahen, dass Śuka überwunden hatte/hindurchgedrungen war (Abs./Akk.Sg./Ppp.Akk.)
parvataṃ ca dvidhākṛtam
und der Berg gespalten war (Akk.Sg./Ppp.Akk.)
sādhu sādhv iti
„Vortrefflich, vortrefflich!“ so (Interjektion)
tatrāsīn nādaḥ
erhob sich dort ein Ruf (Adv./3.Sg.Impf./Nom.Sg.)
sarvatra bhārata
überall, o Bhārata (Adv./Vok.Sg.)

sa pūjyamāno devaiś ca gandharvair ṛṣibhis tathā; yakṣarākṣasasaṃghaiś ca vidyādharagaṇais tathā

Er wurde verehrt von den Göttern, den Gandharvas und den Ṛṣis, ebenso von den Scharen der Yakṣas und Rākṣasas und den Gruppen der Vidyādharas,

Wort für Wort
sa pūjyamāno
er, verehrt werdend (Nom.Sg.Part.Pass.)
devaiś ca gandharvair
von den Göttern und Gandharvas (Instr.Pl.)
ṛṣibhis tathā
ebenso von den Ṛṣis (Instr.Pl.)
yakṣarākṣasasaṃghaiś ca
und von den Scharen der Yakṣas und Rākṣasas (Instr.Pl.)
vidyādharagaṇais tathā
ebenso von den Gruppen der Vidyādharas (Instr.Pl.)

divyaiḥ puṣpaiḥ samākīrṇam antarikṣaṃ samantataḥ; āsīt kila mahārāja śukābhipatane tadā

und der Luftraum war überall mit himmlischen Blüten überschüttet – so heißt es, o Großkönig – bei jenem Flug Śukas.

Wort für Wort
divyaiḥ puṣpaiḥ samākīrṇam
mit himmlischen Blüten überschüttet (Instr.Pl./Akk.Sg.Ppp.)
antarikṣaṃ samantataḥ
der Luftraum, überall (Nom.Sg./Adv.)
āsīt kila mahārāja
war, wie es heißt, o Großkönig (3.Sg.Impf./Partikel/Vok.Sg.)
śukābhipatane tadā
bei jenem Flug Śukas (Lok.Sg./Adv.)

tato mandākinīṃ ramyām upariṣṭād abhivrajan; śuko dadarśa dharmātmā puṣpitadrumakānanām

Dann sah Śuka, der Gerechtsinnige, während er oberhalb über die liebliche Mandākinī hinzog, sie mit ihren von blühenden Bäumen bestandenen Wäldern.

Wort für Wort
tato mandākinīṃ ramyām
dann die liebliche Mandākinī (Adv./Akk.Sg.)
upariṣṭād abhivrajan
von oben her hinziehend (Adv./Präs.Part.)
śuko dadarśa
sah Śuka (Nom.Sg./3.Sg.Perf.)
dharmātmā
der Gerechtsinnige (Nom.Sg.)
puṣpitadrumakānanām
mit blühenden Baumwäldern versehen (Akk.Sg.)

tasyāṃ krīḍanty abhiratāḥ snānti caivāpsarogaṇāḥ; śūnyākāraṃ nirākārāḥ śukaṃ dṛṣṭvā vivāsasaḥ

Darin spielten vergnügt und badeten die Scharen der Apsaras; als sie Śuka sahen, dessen Erscheinung wie leer [gestaltlos] war, blieben sie, selbst ohne [eigene] Gestalt [?], unbekleidet.

Wort für Wort
tasyāṃ krīḍanty abhiratāḥ
darin spielten vergnügt (Lok.Sg./3.Pl.Präs./Nom.Pl.)
snānti caivāpsarogaṇāḥ
und badeten die Scharen der Apsaras (3.Pl.Präs./Nom.Pl.)
śūnyākāraṃ śukaṃ
Śuka, dessen Erscheinung leer/gestaltlos war (Akk.Sg.)
nirākārāḥ
[selbst] ohne [eigene] Gestalt [?] (Nom.Pl.)
dṛṣṭvā vivāsasaḥ
als sie [ihn] sahen, unbekleidet (Abs./Nom.Pl.)

Die genaue Nuance von „nirākārāḥ“ (bezogen auf die Apsaras) ist unsicher [?]; vermutlich meint der Vers, dass sie sich vor dem entkörperlicht-transzendenten Śuka nicht zu bedecken brauchten – anders als später vor Vyāsa (vgl. V. 28f.).

taṃ prakramantam ājñāya pitā snehasamanvitaḥ; uttamāṃ gatim āsthāya pṛṣṭhato 'nusasāra ha

Als der Vater, von Liebe erfüllt, erkannte, dass er weiterzog, folgte er ihm von hinten nach, indem er den höchsten Gang einschlug.

Wort für Wort
taṃ prakramantam ājñāya
als er erkannte, dass er [Śuka] fortzog (Akk.Sg./Präs.Part./Abs.)
pitā snehasamanvitaḥ
der Vater, von Liebe erfüllt (Nom.Sg.)
uttamāṃ gatim āsthāya
den höchsten Gang einschlagend (Akk.Sg./Abs.)
pṛṣṭhato 'nusasāra ha
folgte er von hinten nach (Adv./3.Sg.Perf.)

śukas tu mārutād ūrdhvaṃ gatiṃ kṛtvāntarikṣagām; darśayitvā prabhāvaṃ svaṃ sarvabhūto 'bhavat tadā

Śuka aber, nachdem er eine über den Wind hinausgehende, durch den Luftraum ziehende Bewegung vollzogen hatte, zeigte seine eigene Macht und wurde dann zu allen Wesen.

Wort für Wort
śukas tu mārutād ūrdhvaṃ
Śuka aber, über den Wind hinaus (Nom.Sg./Abl.Sg./Adv.)
gatiṃ kṛtvāntarikṣagām
eine durch den Luftraum ziehende Bewegung vollzogen habend (Akk.Sg./Abs./Akk.Sg.)
darśayitvā prabhāvaṃ svaṃ
seine eigene Macht gezeigt habend (Abs./Akk.Sg.)
sarvabhūto 'bhavat tadā
wurde dann zu allen Wesen (Nom.Sg./3.Sg.Impf./Adv.)

mahāyogagatiṃ tv agryāṃ vyāsotthāya mahātapāḥ; nimeṣāntaramātreṇa śukābhipatanaṃ yayau

Vyāsa aber, der große Asket, erhob sich und gelangte durch die höchste Bewegung großer Yoga-Kraft binnen eines bloßen Augenblicks zu dem Ort von Śukas Flug.

Wort für Wort
mahāyogagatiṃ tv agryāṃ
die höchste Bewegung großer Yoga-Kraft (Akk.Sg.)
vyāsotthāya mahātapāḥ
Vyāsa, sich erhebend, der große Asket (Nom.Sg./Abs./Nom.Sg.)
nimeṣāntaramātreṇa
binnen des bloßen Zwischenraums eines Augenblicks (Instr.Sg.)
śukābhipatanaṃ yayau
gelangte zu dem Ort von Śukas Flug (Akk.Sg./3.Sg.Perf.)

sa dadarśa dvidhā kṛtvā parvatāgraṃ śukaṃ gatam; śaśaṃsur ṛṣayas tasmai karma putrasya tat tadā

Er sah, dass Śuka den Berggipfel gespalten hatte und hindurchgegangen war; da priesen die Ṛṣis ihm gegenüber jene Tat des Sohnes.

Wort für Wort
sa dadarśa
er sah (Nom.Sg./3.Sg.Perf.)
dvidhā kṛtvā parvatāgraṃ
den Berggipfel gespalten habend (Abs./Akk.Sg.)
śukaṃ gatam
Śuka, [dorthin] gegangen (Akk.Sg./Ppp.)
śaśaṃsur ṛṣayas tasmai
die Ṛṣis priesen ihm gegenüber (3.Pl.Perf./Nom.Pl./Dat.Sg.)
karma putrasya tat tadā
jene Tat des Sohnes damals (Akk.Sg./Gen.Sg./Adv.)

tataḥ śuketi dīrgheṇa śaikṣeṇākranditas tadā; svayaṃ pitrā svareṇoccais trīṃl lokān anunādya vai

Dann rief er selbst, der Vater, mit langgezogenem, lehrerhaftem Ruf laut „Śuka!“ und ließ mit seiner Stimme die drei Welten widerhallen –

Wort für Wort
tataḥ śuketi
dann ‚Śuka!‘ so (Vok.Sg./Interj.)
dīrgheṇa śaikṣeṇākranditas tadā
rief er damals mit langgezogenem, lehrerhaftem [?] Ruf (Instr.Sg./Ppp.Nom.Sg./Adv.)
svayaṃ pitrā
selbst, der Vater (Adv./Instr.Sg.)
svareṇoccais
mit lauter Stimme (Instr.Sg./Adv.)
trīṃl lokān anunādya vai
ließ die drei Welten widerhallen (Akk.Pl./Abs.)

„śaikṣeṇa“ (wörtl. „schülerbezogen/lehrerhaft“) ist im Nuancengehalt unsicher [?]; hier als Ton eines nach dem Schüler rufenden Lehrers gedeutet.

śukaḥ sarvagato bhūtvā sarvātmā sarvatomukhaḥ; pratyabhāṣata dharmātmā bhoḥśabdenānunādayan

Śuka aber, der Gerechtsinnige, der allgegenwärtig, alldurchseelt und allseitig geworden war, antwortete, indem er mit dem Laut „Bhoḥ“ widerhallen ließ.

Wort für Wort
śukaḥ sarvagato bhūtvā
Śuka, allgegenwärtig geworden (Nom.Sg./Abs.)
sarvātmā sarvatomukhaḥ
alldurchseelt, allseitig [mit Gesicht nach allen Seiten] (Nom.Sg.)
pratyabhāṣata dharmātmā
antwortete der Gerechtsinnige (3.Sg.Impf.Med./Nom.Sg.)
bhoḥśabdenānunādayan
indem er mit dem Laut ‚Bhoḥ‘ widerhallen ließ (Instr.Sg./Präs.Part.)

tata ekākṣaraṃ nādaṃ bho ity eva samīrayan; pratyāharaj jagat sarvam uccaiḥ sthāvarajaṅgamam

Dann, indem er nur die eine Silbe „Bho“ ertönen ließ, zog er die ganze Welt, das Bewegliche wie das Unbewegliche, laut in sich zurück.

Wort für Wort
tata ekākṣaraṃ nādaṃ
dann den einsilbigen Laut (Adv./Akk.Sg.)
bho ity eva samīrayan
nur ‚Bho‘ ertönen lassend (Interj./Präs.Part.)
pratyāharaj jagat sarvam
zog er die ganze Welt zurück [in sich] (3.Sg.Impf./Akk.Sg.)
uccaiḥ sthāvarajaṅgamam
laut, das Bewegliche und Unbewegliche (Adv./Akk.Sg.)

tataḥ prabhṛti cādyāpi śabdān uccāritān pṛthak; girigahvarapṛṣṭheṣu vyājahāra śukaṃ prati

Von da an – bis heute noch – erklingen einzeln ausgesprochene Laute in den Bergschluchten und auf den Bergrücken, auf Śuka bezogen.

Wort für Wort
tataḥ prabhṛti cādyāpi
von da an, und bis heute noch (Adv.)
śabdān uccāritān pṛthak
einzeln ausgesprochene Laute (Akk.Pl.)
girigahvarapṛṣṭheṣu
in den Bergschluchten und auf den Bergrücken (Lok.Pl.)
vyājahāra śukaṃ prati
erklingen [sie], auf Śuka bezogen (3.Sg.Perf./Akk.Sg./Postp.)

antarhitaḥ prabhāvaṃ tu darśayitvā śukas tadā; guṇān saṃtyajya śabdādīn padam adhyagamat param

Śuka aber, nachdem er damals seine Macht gezeigt hatte, verschwand; er gab die Sinnesqualitäten, angefangen mit dem Ton, auf und erlangte den höchsten Zustand.

Wort für Wort
antarhitaḥ
verschwunden/unsichtbar geworden (Nom.Sg.Ppp.)
prabhāvaṃ tu darśayitvā
nachdem er [seine] Macht gezeigt hatte (Akk.Sg./Abs.)
śukas tadā
Śuka, damals (Nom.Sg./Adv.)
guṇān saṃtyajya śabdādīn
die Sinnesqualitäten, angefangen mit dem Ton, aufgebend (Akk.Pl./Abs./Akk.Pl.)
padam adhyagamat param
erlangte den höchsten Zustand (Akk.Sg./3.Sg.Impf./Akk.Sg.)

mahimānaṃ tu taṃ dṛṣṭvā putrasyāmitatejasaḥ; niṣasāda giriprasthe putram evānucintayan

Als er jene Größe seines Sohnes von unermesslicher Glut gesehen hatte, setzte er sich auf dem Bergplateau nieder, nur an den Sohn denkend.

Wort für Wort
mahimānaṃ tu taṃ dṛṣṭvā
nachdem er jene Größe gesehen hatte (Akk.Sg./Abs.)
putrasyāmitatejasaḥ
des Sohnes von unermesslicher Glut (Gen.Sg.)
niṣasāda giriprasthe
setzte er sich auf dem Bergplateau nieder (3.Sg.Perf./Lok.Sg.)
putram evānucintayan
nur an den Sohn denkend (Akk.Sg./Präs.Part.)

tato mandākinītīre krīḍanto 'psarasāṃ gaṇāḥ; āsādya tam ṛṣiṃ sarvāḥ saṃbhrāntā gatacetasaḥ

Da gerieten die am Ufer der Mandākinī spielenden Scharen der Apsaras, als sie alle jenem Ṛṣi begegneten, in Verwirrung und außer sich.

Wort für Wort
tato mandākinītīre
dann am Ufer der Mandākinī (Adv./Lok.Sg.)
krīḍanto 'psarasāṃ gaṇāḥ
die spielenden Scharen der Apsaras (Nom.Pl./Gen.Pl./Nom.Pl.)
āsādya tam ṛṣiṃ
als sie jenem Ṛṣi begegneten (Abs./Akk.Sg.)
sarvāḥ saṃbhrāntā
alle verwirrt (Nom.Pl.)
gatacetasaḥ
außer sich [wörtl. deren Sinn entwichen war] (Nom.Pl.)

jale nililyire kāś cit kāś cid gulmān prapedire; vasanāny ādaduḥ kāś cid dṛṣṭvā taṃ munisattamam

Einige verbargen sich im Wasser, einige flüchteten sich in die Gebüsche, einige ergriffen ihre Gewänder, als sie jenen besten der Weisen sahen.

Wort für Wort
jale nililyire kāś cit
einige verbargen sich im Wasser (Lok.Sg./3.Pl.Perf.Med./Nom.Pl.)
kāś cid gulmān prapedire
einige flüchteten sich in die Gebüsche (Nom.Pl./Akk.Pl./3.Pl.Perf.Med.)
vasanāny ādaduḥ kāś cid
einige ergriffen [ihre] Gewänder (Akk.Pl./3.Pl.Impf./Nom.Pl.)
dṛṣṭvā taṃ munisattamam
als sie jenen besten der Weisen sahen (Abs./Akk.Sg.)

tāṃ muktatāṃ tu vijñāya muniḥ putrasya vai tadā; saktatām ātmanaś caiva prīto 'bhūd vrīḍitaś ca ha

Als der Weise damals jene Losgelöstheit seines Sohnes und zugleich seine eigene Gebundenheit erkannte, wurde er froh und beschämt zugleich.

Wort für Wort
tāṃ muktatāṃ tu vijñāya
nachdem er jene Losgelöstheit erkannt hatte (Akk.Sg./Abs.)
muniḥ putrasya vai tadā
der Weise, des Sohnes, damals (Nom.Sg./Gen.Sg./Adv.)
saktatām ātmanaś caiva
und die Gebundenheit seiner selbst (Akk.Sg./Gen.Sg.)
prīto 'bhūd vrīḍitaś ca ha
wurde froh und beschämt zugleich (Nom.Sg./3.Sg.Impf./Nom.Sg.)

taṃ devagandharvavṛto maharṣigaṇapūjitaḥ; pinākahasto bhagavān abhyāgacchata śaṃkaraḥ

Umgeben von Göttern und Gandharvas, verehrt von Scharen großer Ṛṣis, kam der erhabene Śaṃkara, den Pinaka in der Hand, zu ihm.

Wort für Wort
taṃ
zu ihm (Akk.Sg.)
devagandharvavṛto
umgeben von Göttern und Gandharvas (Nom.Sg.)
maharṣigaṇapūjitaḥ
verehrt von Scharen großer Ṛṣis (Nom.Sg.)
pinākahasto bhagavān
der Erhabene, den Pinaka in der Hand (Nom.Sg.)
abhyāgacchata śaṃkaraḥ
kam Śaṃkara heran (3.Sg.Impf.Med./Nom.Sg.)

tam uvāca mahādevaḥ sāntvapūrvam idaṃ vacaḥ; putraśokābhisaṃtaptaṃ kṛṣṇadvaipāyanaṃ tadā

Zu ihm, dem damals von Sohnesschmerz Verbrannten, zu Kṛṣṇa Dvaipāyana, sprach der große Gott dieses Wort, dem Tröstung voranging.

Wort für Wort
tam uvāca mahādevaḥ
zu ihm sprach der große Gott (Akk.Sg./3.Sg.Perf./Nom.Sg.)
sāntvapūrvam idaṃ vacaḥ
dieses Wort, dem Tröstung voranging (Akk.Sg./Akk.Sg.)
putraśokābhisaṃtaptaṃ
den von Sohnesschmerz Verbrannten (Akk.Sg.)
kṛṣṇadvaipāyanaṃ tadā
zu Kṛṣṇa Dvaipāyana damals (Akk.Sg./Adv.)

agner bhūmer apāṃ vāyor antarikṣasya caiva ha; vīryeṇa sadṛśaḥ putras tvayā mattaḥ purā vṛtaḥ

„Ein an Kraft dem Feuer, der Erde, dem Wasser, dem Wind und dem Luftraum gleicher Sohn wurde von dir einst von mir erbeten.

Wort für Wort
agner bhūmer apāṃ vāyor antarikṣasya
des Feuers, der Erde, des Wassers, des Windes und des Luftraums (Gen.Sg./Gen.Sg./Gen.Pl./Gen.Sg./Gen.Sg.)
vīryeṇa sadṛśaḥ putras
ein an Kraft gleicher Sohn (Instr.Sg./Nom.Sg.)
tvayā mattaḥ purā vṛtaḥ
wurde von dir einst von mir erbeten (Instr.Sg./Abl.Sg./Adv./Nom.Sg.Ppp.)

sa tathālakṣaṇo jātas tapasā tava saṃbhṛtaḥ; mama caiva prabhāvena brahmatejomayaḥ śuciḥ

Er wurde so mit diesen Merkmalen geboren, durch deine Askese hervorgebracht und ebenso durch meine Macht – rein, aus der Glut des Brahman bestehend.

Wort für Wort
sa tathālakṣaṇo jātas
er, so mit [diesen] Merkmalen geboren (Nom.Sg.)
tapasā tava saṃbhṛtaḥ
durch deine Askese hervorgebracht (Instr.Sg./Gen.Sg./Nom.Sg.Ppp.)
mama caiva prabhāvena
und auch durch meine Macht (Gen.Sg./Instr.Sg.)
brahmatejomayaḥ śuciḥ
rein, aus der Glut des Brahman bestehend (Nom.Sg.)

sa gatiṃ paramāṃ prāpto duṣprāpām ajitendriyaiḥ; daivatair api viprarṣe taṃ tvaṃ kim anuśocasi

Er hat den höchsten Zustand erreicht, den auch die Götter mit unbezwungenen Sinnen schwer erreichen können, o Brahmanenweiser – warum betrauerst du ihn?

Wort für Wort
sa gatiṃ paramāṃ prāpto
er, den höchsten Zustand erreicht habend (Nom.Sg./Akk.Sg./Nom.Sg.Ppp.)
duṣprāpām ajitendriyaiḥ
schwer erreichbar für die mit unbezwungenen Sinnen (Akk.Sg./Instr.Pl.)
daivatair api viprarṣe
auch für die Götter, o Brahmanenweiser (Instr.Pl./Vok.Sg.)
taṃ tvaṃ kim anuśocasi
ihn – warum betrauerst du (Akk.Sg./Nom.Sg./Interrog./2.Sg.Präs.)

yāvat sthāsyanti girayo yāvat sthāsyanti sāgarāḥ; tāvat tavākṣayā kīrtiḥ saputrasya bhaviṣyati

Solange die Berge bestehen werden, solange die Meere bestehen werden, so lange wird dein unvergänglicher Ruhm zusammen mit dem deines Sohnes bestehen.

Wort für Wort
yāvat sthāsyanti girayo
solange die Berge bestehen werden (Konj./3.Pl.Fut./Nom.Pl.)
yāvat sthāsyanti sāgarāḥ
solange die Meere bestehen werden (Konj./3.Pl.Fut./Nom.Pl.)
tāvat tavākṣayā kīrtiḥ
so lange dein unvergänglicher Ruhm (Konj./Gen.Sg./Nom.Sg./Nom.Sg.)
saputrasya bhaviṣyati
wird zusammen mit dem des Sohnes bestehen (Gen.Sg./3.Sg.Fut.)

chāyāṃ svaputrasadṛśīṃ sarvato 'napagāṃ sadā; drakṣyase tvaṃ ca loke 'smin matprasādān mahāmune

Und du wirst in dieser Welt durch meine Gnade für immer und überall einen deinem eigenen Sohn gleichenden Schatten sehen, o großer Weiser.“

Wort für Wort
chāyāṃ svaputrasadṛśīṃ
einen deinem eigenen Sohn gleichenden Schatten (Akk.Sg.)
sarvato 'napagāṃ sadā
überall, niemals weichend, immer (Adv./Akk.Sg./Adv.)
drakṣyase tvaṃ ca
und du wirst sehen (2.Sg.Fut.Med./Nom.Sg.)
loke 'smin matprasādān
in dieser Welt durch meine Gnade (Lok.Sg./Abl.Sg.)
mahāmune
o großer Weiser (Vok.Sg.)

so 'nunīto bhagavatā svayaṃ rudreṇa bhārata; chāyāṃ paśyan samāvṛttaḥ sa muniḥ parayā mudā

Von dem erhabenen Rudra selbst so besänftigt, o Bhārata, kehrte jener Weise, den Schatten sehend, mit höchster Freude zurück.

Wort für Wort
so 'nunīto bhagavatā
er, besänftigt von dem Erhabenen (Nom.Sg.Ppp./Instr.Sg.)
svayaṃ rudreṇa bhārata
von Rudra selbst, o Bhārata (Instr.Sg./Vok.Sg.)
chāyāṃ paśyan
den Schatten sehend (Akk.Sg./Präs.Part.)
samāvṛttaḥ sa muniḥ
kehrte zurück, jener Weise (Nom.Sg.Ppp./Nom.Sg.)
parayā mudā
mit höchster Freude (Instr.Sg.)

iti janma gatiś caiva śukasya bharatarṣabha; vistareṇa mayākhyātaṃ yan māṃ tvaṃ paripṛcchasi

So habe ich dir, Stier der Bharatas, ausführlich Geburt und Gang Śukas erzählt, wonach du mich gefragt hast.

Wort für Wort
iti janma gatiś caiva
so Geburt und Gang (Nom.Sg./Nom.Sg.)
śukasya bharatarṣabha
Śukas, o Stier der Bharatas (Gen.Sg./Vok.Sg.)
vistareṇa mayākhyātaṃ
von mir ausführlich erzählt (Instr.Sg./Nom.Sg.Ppp.)
yan māṃ tvaṃ paripṛcchasi
wonach du mich fragst (Rel./Akk.Sg./Nom.Sg./2.Sg.Präs.)

etad ācaṣṭa me rājan devarṣir nāradaḥ purā; vyāsaś caiva mahāyogī saṃjalpeṣu pade pade

Dies erzählte mir einst, o König, der Götterweise Nārada, und ebenso der große Yogi Vyāsa selbst, Stelle für Stelle, in unseren Gesprächen.

Wort für Wort
etad ācaṣṭa me rājan
dies erzählte mir, o König (Akk.Sg./3.Sg.Impf./Dat.Sg./Vok.Sg.)
devarṣir nāradaḥ purā
der Götterweise Nārada einst (Nom.Sg./Adv.)
vyāsaś caiva mahāyogī
und ebenso der große Yogi Vyāsa (Nom.Sg.)
saṃjalpeṣu pade pade
in den Gesprächen, Stelle für Stelle (Lok.Pl./Lok.Sg. wiederholt)

itihāsam imaṃ puṇyaṃ mokṣadharmārthasaṃhitam; dhārayed yaḥ śamaparaḥ sa gacchet paramāṃ gatim

Wer diese heilige Erzählung, die mit der Lehre von Befreiung, Recht und Nutzen verbunden ist, sich zu Herzen nimmt und der Gelassenheit ergeben ist, der wird den höchsten Zustand erreichen.

Wort für Wort
itihāsam imaṃ puṇyaṃ
diese heilige Erzählung (Akk.Sg.)
mokṣadharmārthasaṃhitam
verbunden mit Befreiung, Recht und Nutzen (Akk.Sg.)
dhārayed yaḥ śamaparaḥ
wer sie sich zu Herzen nimmt, der Gelassenheit ergeben (3.Sg.Opt./Nom.Sg.Rel./Nom.Sg.)
sa gacchet paramāṃ gatim
der wird den höchsten Zustand erreichen (Nom.Sg./3.Sg.Opt./Akk.Sg.)

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