Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Śāntiparva

Kapitel 119: bhṛtyasthāpanopadeśa Rechte Einsetzung der Diener nach dem Beispiel des Hundes; Schutz von Schatz und Vorrat

Bhīṣma schließt die Hunde-Parabel ab und leitet daraus Regeln für den König ab: Diener gehören nach Herkunft und Eignung an den passenden Platz, die Umgebung des Königs muss aus Edlen und Kundigen bestehen, und Schatz, Speicher und Heer sind sorgsam zu hüten.

bhīṣma uvāca; evaṃ śunāsamān bhṛtyān svasthāne yo narādhipaḥ; niyojayati kṛtyeṣu sa rājyaphalam aśnute

Bhīṣma sprach: So [handelt] der Herr der Menschen, der Diener, die dem Hund gleichen [?], an ihrem eigenen Platz in die [passenden] Aufgaben einsetzt; der genießt die Frucht der Herrschaft.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (Perf.3.Sg.)
evaṃ śunāsamān bhṛtyān
so die dem Hund gleichen Diener [?] (Akk.Pl.)
svasthāne yo narādhipaḥ
an eigenem Platz der Herr der Menschen, der (Lok.Sg./Nom.Sg.)
niyojayati kṛtyeṣu
einsetzt in die Aufgaben (3.Sg.Kaus.Präs./Lok.Pl.)
sa rājyaphalam aśnute
der die Frucht der Herrschaft genießt (3.Sg.Präs.Med.)

śunāsamān: Bezug auf die vorangehende Hunde-Parabel; Wiedergabe unsicher.

na śvā svasthānam utkramya pramāṇam abhi satkṛtaḥ; āropyaḥ śvā svakāt sthānād utkramyānyat prapadyate

Ein Hund, der seinen eigenen Platz verlassen hat, [ist] nicht über das rechte Maß hinaus geehrt [?]; man darf einen Hund nicht von seinem eigenen Platz hinaufsetzen, [denn] hat er ihn verlassen, gerät er an einen anderen.

Wort für Wort
na śvā svasthānam utkramya
nicht ein Hund, den eigenen Platz verlassend (Nom.Sg./Akk.Sg./Abs.)
pramāṇam abhi satkṛtaḥ
auf das Maß hin geehrt [?] (Akk.Sg./Part.Pass.Nom.)
āropyaḥ śvā svakāt sthānāt
ist hinaufzusetzen der Hund von seinem eigenen Platz (Ger.Nom.Sg./Abl.Sg.)
utkramyānyat prapadyate
nach dem Verlassen gerät er an ein anderes (Abs./3.Sg.Präs.Med.)

pramāṇam abhi satkṛtaḥ ist syntaktisch knapp; Deutung unsicher.

svajātikulasaṃpannāḥ sveṣu karmasv avasthitāḥ; prakartavyā budhā bhṛtyā nāsthāne prakriyā kṣamā

Gebildete Diener, die von eigener Geburt und Familie ausgestattet und in ihren eigenen Aufgaben fest verankert sind, soll man einsetzen; am unpassenden Platz ist eine Einsetzung nicht angemessen.

Wort für Wort
svajātikulasaṃpannāḥ
mit eigener Geburt und Familie ausgestattet (Nom.Pl.m., Kompositum)
sveṣu karmasv avasthitāḥ
in eigenen Aufgaben feststehend (Lok.Pl./Part.Nom.Pl.)
prakartavyā budhā bhṛtyāḥ
einzusetzen sind die klugen Diener (Ger.Nom.Pl./Nom.Pl.)
nāsthāne prakriyā kṣamā
nicht am [unpassenden] Ort ist Einsetzung angemessen (Lok.Sg./Nom.Sg.f.)

anurūpāṇi karmāṇi bhṛtyebhyo yaḥ prayacchati; sa bhṛtyaguṇasaṃpannaṃ rājā phalam upāśnute

Wer den Dienern angemessene Aufgaben zuweist, der König genießt die Frucht, die durch die vorzüglichen Eigenschaften der Diener zustande kommt.

Wort für Wort
anurūpāṇi karmāṇi
angemessene Aufgaben (Akk.Pl.n.)
bhṛtyebhyo yaḥ prayacchati
den Dienern, wer zuweist (Dat.Pl./3.Sg.Präs.)
sa bhṛtyaguṇasaṃpannaṃ
der [eine] durch Dienertugenden erfüllte (Nom.Sg./Akk.Sg.n.)
rājā phalam upāśnute
König Frucht genießt (Nom.Sg./Akk.Sg./3.Sg.Präs.Med.)

śarabhaḥ śarabhasthāne siṃhaḥ siṃha ivorjitaḥ; vyāghro vyāghra iva sthāpyo dvīpī dvīpī yathā tathā

Ein Śarabha ist an den Platz eines Śarabha zu setzen, ein Löwe, mächtig wie ein Löwe, [an den des Löwen]; ein Tiger wie ein Tiger, ein Leopard wie ein Leopard, ebenso [ist es hier].

Wort für Wort
śarabhaḥ śarabhasthāne
ein Śarabha an den Platz des Śarabha (Nom.Sg./Lok.Sg.)
siṃhaḥ siṃha ivorjitaḥ
ein Löwe, kraftvoll wie ein Löwe (Nom.Sg./Part.Nom.Sg.)
vyāghro vyāghra iva sthāpyo
ein Tiger wie ein Tiger ist zu setzen (Nom.Sg./Ger.Nom.Sg.)
dvīpī dvīpī yathā tathā
ein Leopard [wie] ein Leopard, ebenso (Nom.Sg./Adv.)

karmasv ihānurūpeṣu nyasyā bhṛtyā yathāvidhi; pratilomaṃ na bhṛtyās te sthāpyāḥ karmaphalaiṣiṇā

In den hier angemessenen Aufgaben sind die Diener vorschriftsgemäß einzusetzen; wer die Frucht der Werke wünscht, darf diese Diener nicht verkehrt [zur Ordnung] aufstellen.

Wort für Wort
karmasv ihānurūpeṣu
in den hier angemessenen Aufgaben (Lok.Pl.)
nyasyā bhṛtyā yathāvidhi
einzusetzen sind Diener nach Vorschrift (Ger.Nom.Pl./Nom.Pl./Adv.)
pratilomaṃ na bhṛtyās te
gegen die Ordnung nicht die Diener diese (Adv./Nom.Pl.)
sthāpyāḥ karmaphalaiṣiṇā
sind aufzustellen von dem, der Werkesfrucht wünscht (Ger.Nom.Pl./Instr.Sg.)

yaḥ pramāṇam atikramya pratilomaṃ narādhipaḥ; bhṛtyān sthāpayate 'buddhir na sa rañjayate prajāḥ

Der Herr der Menschen, der unverständig das Maß überschreitet und die Diener verkehrt einsetzt, erfreut die Untertanen nicht.

Wort für Wort
yaḥ pramāṇam atikramya
wer das Maß überschreitend (Nom.Sg./Akk.Sg./Abs.)
pratilomaṃ narādhipaḥ
verkehrt der Herr der Menschen (Adv./Nom.Sg.)
bhṛtyān sthāpayate 'buddhiḥ
Diener einsetzt, unverständig (Akk.Pl./3.Sg.Kaus.Präs.Med./Nom.Sg.)
na sa rañjayate prajāḥ
nicht der erfreut die Untertanen (3.Sg.Kaus.Präs./Akk.Pl.)

na bāliśā na ca kṣudrā na cāpratimitendriyāḥ; nākulīnā narāḥ pārśve sthāpyā rājñā hitaiṣiṇā

Nicht Törichte, nicht Niedrige, nicht solche mit ungezügelten Sinnen und nicht Unedle sind vom König, der Heilsames wünscht, als Menschen an seine Seite zu stellen.

Wort für Wort
na bāliśā na ca kṣudrā
nicht Törichte und nicht Niedrige (Nom.Pl.m.)
na cāpratimitendriyāḥ
und nicht solche mit ungemäßigten Sinnen (Nom.Pl., Kompositum)
nākulīnā narāḥ pārśve
nicht Unedle, Männer, an der Seite (Nom.Pl./Lok.Sg.)
sthāpyā rājñā hitaiṣiṇā
sind zu stellen vom König, Heil wünschend (Ger.Nom.Pl./Instr.Sg.)

sādhavaḥ kuśalāḥ śūrā jñānavanto 'nasūyakāḥ; akṣudrāḥ śucayo dakṣā narāḥ syuḥ pāripārśvakāḥ

Gute, Tüchtige, Helden, Wissende, Nichtneidische, Nichtniedrige, Reine und Geschickte sollen die Männer sein, die [ihm] zur Seite stehen.

Wort für Wort
sādhavaḥ kuśalāḥ śūrā
Gute, Tüchtige, Helden (Nom.Pl.m.)
jñānavanto 'nasūyakāḥ
Wissende, Nichtneidische (Nom.Pl.m.)
akṣudrāḥ śucayo dakṣā
Nichtniedrige, Reine, Geschickte (Nom.Pl.m.)
narāḥ syuḥ pāripārśvakāḥ
Männer sollen sein Begleiter (Nom.Pl./3.Pl.Opt./Nom.Pl.)

nyagbhūtās tatparāḥ kṣāntāś caukṣāḥ prakṛtijāḥ śubhāḥ; sve sve sthāne 'parikruṣṭās te syū rājño bahiścarāḥ

Demütig, ergeben, duldsam, rein, von guter Natur [?], tüchtig, an ihrem jeweiligen Platz unbeschimpft: solche sollen des Königs Späher nach außen sein.

Wort für Wort
nyagbhūtās tatparāḥ kṣāntāḥ
demütig, ergeben, duldsam (Nom.Pl.m.)
caukṣāḥ prakṛtijāḥ śubhāḥ
rein, von [guter] Natur [?], gut (Nom.Pl.m.)
sve sve sthāne 'parikruṣṭāḥ
an je eigenem Platz unbeschimpft (Lok.Sg./Part.Nom.Pl.)
te syū rājño bahiścarāḥ
diese sollen sein des Königs Außenwirkende (Nom.Pl./3.Pl.Opt./Gen.Sg./Nom.Pl.)

caukṣāḥ prakṛtijāḥ: Wiedergabe unsicher (prakṛtija evtl. „aus den Untertanen/Ständen stammend“).

siṃhasya satataṃ pārśve siṃha eva jano bhavet; asiṃhaḥ siṃhasahitaḥ siṃhaval labhate phalam

An der Seite des Löwen sei stets ein Mensch, der [selbst] ein Löwe ist; auch ein Nicht-Löwe erlangt, mit Löwen verbunden, die Frucht wie ein Löwe.

Wort für Wort
siṃhasya satataṃ pārśve
des Löwen stets an der Seite (Gen.Sg./Adv./Lok.Sg.)
siṃha eva jano bhavet
ein Löwe eben sei der Mensch (Nom.Sg./3.Sg.Opt.)
asiṃhaḥ siṃhasahitaḥ
ein Nicht-Löwe, mit Löwen verbunden (Nom.Sg./Part.Nom.Sg.)
siṃhaval labhate phalam
erlangt wie ein Löwe die Frucht (Adv./3.Sg.Präs.Med./Akk.Sg.)

yas tu siṃhaḥ śvabhiḥ kīrṇaḥ siṃhakarmaphale rataḥ; na sa siṃhaphalaṃ bhoktuṃ śaktaḥ śvabhir upāsitaḥ

Wer aber als Löwe von Hunden umringt ist und an der Frucht löwenhaften Wirkens Freude hat, kann die Löwenfrucht nicht genießen, wenn er von Hunden bedient wird.

Wort für Wort
yas tu siṃhaḥ śvabhiḥ kīrṇaḥ
wer aber ein Löwe von Hunden umgeben (Nom.Sg./Instr.Pl./Part.Nom.Sg.)
siṃhakarmaphale rataḥ
an Frucht von Löwentat erfreut (Lok.Sg./Part.Nom.Sg.)
na sa siṃhaphalaṃ bhoktuṃ
nicht der die Löwenfrucht zu genießen (Akk.Sg./Inf.)
śaktaḥ śvabhir upāsitaḥ
fähig, von Hunden bedient (Part.Nom.Sg./Instr.Pl./Part.Nom.Sg.)

evam etair manuṣyendra śūraiḥ prājñair bahuśrutaiḥ; kulīnaiḥ saha śakyeta kṛtsnāṃ jetuṃ vasuṃdharām

So könnte man, Herr der Menschen, mit diesen Helden, Klugen, Vielgelehrten und Edelgeborenen die ganze Erde besiegen.

Wort für Wort
evam etair manuṣyendra
so mit diesen, Herr der Menschen (Adv./Instr.Pl./Vok.Sg.)
śūraiḥ prājñair bahuśrutaiḥ
mit Helden, Klugen, Vielgehörten (Instr.Pl.m.)
kulīnaiḥ saha śakyeta
mit Edlen zusammen könnte man (Instr.Pl./Präp./3.Sg.Opt.Pass.)
kṛtsnāṃ jetuṃ vasuṃdharām
die ganze besiegen, die Erde (Akk.Sg.f./Inf./Akk.Sg.f.)

nāvaidyo nānṛjuḥ pārśve nāvidyo nāmahādhanaḥ; saṃgrāhyo vasudhāpālair bhṛtyo bhṛtyavatāṃ vara

Kein Nichtkundiger, kein Unaufrichtiger [soll] an der Seite [sein], kein Unwissender, kein nicht sehr Reicher [?]; [nur] ein [anderer] Diener ist von den Erdhütern zu gewinnen, Bester unter denen, die Diener haben.

Wort für Wort
nāvaidyo nānṛjuḥ pārśve
nicht ein Nichtkundiger, nicht ein Unaufrichtiger an der Seite (Nom.Sg./Lok.Sg.)
nāvidyo nāmahādhanaḥ
nicht ein Unwissender, nicht ein nicht sehr Reicher [?] (Nom.Sg.m.)
saṃgrāhyo vasudhāpālaiḥ
zu gewinnen von Erdhütern (Ger.Nom.Sg./Instr.Pl.)
bhṛtyo bhṛtyavatāṃ vara
ein Diener, Bester der Dienerbesitzer (Nom.Sg./Gen.Pl./Vok.Sg.)

Konstruktion des Verses knapp; Ergänzung in [ ] und [?] beachten.

bāṇavad visṛtā yānti svāmikāryaparā janāḥ; ye bhṛtyāḥ pārthivahitās teṣāṃ sāntvaṃ prayojayet

Wie abgeschossene Pfeile gehen die Leute, die ganz dem Dienst ihres Herrn ergeben sind; die Diener, die dem König wohlgesinnt sind, denen soll er freundliche Zuwendung erweisen.

Wort für Wort
bāṇavad visṛtā yānti
wie Pfeile losgelassen gehen (Adv./Part.Nom.Pl./3.Pl.Präs.)
svāmikāryaparā janāḥ
dem Werk des Herrn ergebene Leute (Nom.Pl.m., Kompositum)
ye bhṛtyāḥ pārthivahitāḥ
welche Diener dem König heilsam/zugetan (Nom.Pl.)
teṣāṃ sāntvaṃ prayojayet
ihnen freundliche Behandlung soll er anwenden (Gen.Pl./Akk.Sg./3.Sg.Kaus.Opt.)

kośaś ca satataṃ rakṣyo yatnam āsthāya rājabhiḥ; kośamūlā hi rājānaḥ kośamūlakaro bhava

Und der Schatz ist von den Königen stets mit Anstrengung zu hüten; denn Könige haben den Schatz zur Wurzel: so sei einer, der den Schatz zur Wurzel macht.

Wort für Wort
kośaś ca satataṃ rakṣyo
und der Schatz stets zu hüten (Nom.Sg./Adv./Ger.)
yatnam āsthāya rājabhiḥ
Anstrengung aufbietend von Königen (Akk.Sg./Abs./Instr.Pl.)
kośamūlā hi rājānaḥ
denn schatzwurzelnd die Könige (Nom.Pl.m.)
kośamūlakaro bhava
sei Schatz-zur-Wurzel-Macher (Nom.Sg./2.Sg.Imp.)

koṣṭhāgāraṃ ca te nityaṃ sphītaṃ dhānyaiḥ susaṃcitam; sadāstu satsu saṃnyastaṃ dhanadhānyaparo bhava

Und dein Vorratshaus sei stets voll von Getreide und gut gefüllt; es sei stets Guten anvertraut; sei auf Reichtum und Getreide bedacht.

Wort für Wort
koṣṭhāgāraṃ ca te nityaṃ
und das Vorratshaus dein stets (Nom.Sg.n./Gen.Sg./Adv.)
sphītaṃ dhānyaiḥ susaṃcitam
voll mit Getreide gut gefüllt (Part.Nom.Sg.n./Instr.Pl./Part.Nom.Sg.)
sadāstu satsu saṃnyastaṃ
stets sei es Guten anvertraut (Adv./3.Sg.Imp./Lok.Pl./Part.Nom.Sg.)
dhanadhānyaparo bhava
auf Reichtum und Getreide bedacht sei (Nom.Sg./2.Sg.Imp.)

nityayuktāś ca te bhṛtyā bhavantu raṇakovidāḥ; vājināṃ ca prayogeṣu vaiśāradyam iheṣyate

Und deine Diener seien stets eifrig und kampfkundig; auch in der Führung der Rosse wird hier Geschicklichkeit gewünscht.

Wort für Wort
nityayuktāś ca te bhṛtyāḥ
und stets bereit deine Diener (Nom.Pl./Gen.Sg./Nom.Pl.)
bhavantu raṇakovidāḥ
sollen sein kampfkundig (3.Pl.Imp./Nom.Pl.)
vājināṃ ca prayogeṣu
und in den Anwendungen der Rosse (Gen.Pl./Lok.Pl.)
vaiśāradyam iheṣyate
Geschicklichkeit hier wird gewünscht (Nom.Sg.n./Adv./3.Sg.Pass.)

jñātibandhujanāvekṣī mitrasaṃbandhisaṃvṛtaḥ; paurakāryahitānveṣī bhava kauravanandana

Auf Verwandte und Sippenangehörige achtend, von Freunden und Verschwägerten umgeben, auf das Wohl der Stadtangelegenheiten bedacht sei, Freude der Kauravas.

Wort für Wort
jñātibandhujanāvekṣī
auf Verwandte und Sippenleute achtend (Nom.Sg.m.)
mitrasaṃbandhisaṃvṛtaḥ
von Freunden und Verschwägerten umgeben (Part.Nom.Sg.)
paurakāryahitānveṣī
das Heilsame der Stadtangelegenheiten suchend (Nom.Sg.m.)
bhava kauravanandana
sei, Freude der Kauravas (2.Sg.Imp./Vok.Sg.)

eṣā te naiṣṭhikī buddhiḥ prajñā cābhihitā mayā; śvā te nidarśanaṃ tāta kiṃ bhūyaḥ śrotum icchasi

Dies ist dir die abschließende Einsicht und Weisheit, von mir dargelegt; der Hund ist dir das Beispiel, Kind; was möchtest du noch hören?

Wort für Wort
eṣā te naiṣṭhikī buddhiḥ
dies dir die endgültige Einsicht (Nom.Sg.f./Gen.Sg./Nom.Sg.f.)
prajñā cābhihitā mayā
und Weisheit dargelegt von mir (Nom.Sg.f./Part.Nom.Sg.f./Instr.Sg.)
śvā te nidarśanaṃ tāta
der Hund dir das Beispiel, Kind (Nom.Sg./Gen.Sg./Nom.Sg.n./Vok.Sg.)
kiṃ bhūyaḥ śrotum icchasi
was noch zu hören wünschst du (Akk.Sg./Adv./Inf./2.Sg.Präs.)

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