Kapitel 121: daṇḍasvarūpa
Wesen, Gestalt und Namen der Strafgewalt (Daṇḍa) und ihr Verhältnis zu Vyavahāra und Dharma
Auf Yudhiṣṭhiras Frage nach dem Wesen der Strafgewalt beschreibt Bhīṣma Daṇḍa als personifizierte, schreckliche Gestalt, zählt ihre Namen und Erscheinungsformen auf und erläutert ihre Bedeutung für Dharma, Vyavahāra und die Ordnung der Welt.
Yudhiṣṭhira sprach: „Dieses ewige Königsgesetz wurde vom Großvater verkündet; und der Herr [ist] die große Strafgewalt (daṇḍa); in der Strafgewalt ist alles gegründet.“
Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (Nom.; 3.Sg.Perf.)
ayaṃ pitāmahena uktaḥ
dieses wurde vom Großvater gesagt (Instr.; PPP Nom.)
rājadharmaḥ sanātanaḥ
Königsgesetz, ewiges (Nom.Sg.m.)
īśvaraḥ ca mahādaṇḍaḥ
und der Herr, die große Strafgewalt (Nom.Sg.m.)
daṇḍe sarvaṃ pratiṣṭhitam
in der Strafgewalt ist alles gegründet (Lok.; PPP Nom.n.)
Dies möchte ich der Wahrheit gemäß wissen, Stier der Bharatas: Was ist die Strafe, wie beschaffen ist die Strafe, welche Gestalt hat sie, was ist ihr Ziel [wörtl. Zuflucht]?
Wort für Wort
etat icchāmi aham jñātum
dies will ich wissen (1.Sg.Präs.; Inf.)
tattvena
der Wahrheit nach, genau (Instr.)
bharatarṣabha
Stier der Bharatas (Vok.)
kaḥ daṇḍaḥ kīdṛśaḥ daṇḍaḥ
was für eine Strafe, wie beschaffen die Strafe (Nom.)
kiṃrūpaḥ kiṃparāyaṇaḥ
von welcher Gestalt, mit welchem Ziel (Bahuvrīhi, Nom.)
kaś ca pūrvāparam idaṃ jāgarti paripālayan; kaś ca vijñāyate pūrvaṃ ko 'paro daṇḍasaṃjñitaḥ; kiṃsaṃsthaś ca bhaved daṇḍaḥ kā cāsya gatir iṣyate
Und wer wacht, dieses Vorher und Nachher behütend? Und wer wird als der Frühere erkannt, wer ist der andere, „Strafe“ genannte? Worin besteht die Strafe, und welches Ziel wird ihr zugeschrieben?
Wort für Wort
kaḥ ca pūrvāparam idam
und wer [wacht über] dieses Vorher und Nachher (Nom./Akk.n.)
jāgarti paripālayan
wacht, behütend (3.Sg.Präs.; Part.Präs.)
kaḥ ca vijñāyate pūrvam
und wer wird als früherer erkannt (Pass.3.Sg.)
kaḥ aparaḥ daṇḍasaṃjñitaḥ
wer [ist] der andere, Strafe genannt (PPP Nom.)
kiṃsaṃsthaḥ ca bhavet daṇḍaḥ
und worin bestehend wäre die Strafe (Opt.3.Sg.)
kā ca asya gatiḥ iṣyate
und welches Ziel wird ihr zugeschrieben (Pass.3.Sg.)
pūrvāparam: Bedeutung („Vorher und Nachher“ / „der Frühere und der Spätere“) nicht ganz sicher; die Frage nach „früher/anderer“ bezieht sich vermutlich auf Dharma/Vyavahāra und Daṇḍa.
bhīṣma uvāca; śṛṇu kauravya yo daṇḍo vyavahāryo yathā ca saḥ; yasmin hi sarvam āyattaṃ sa daṇḍa iha kevalaḥ
Bhīṣma sprach: „Höre, Kauravya, welche Strafe anzuwenden ist [vyavahārya] und wie sie beschaffen ist; die Strafe, in der alles beruht, ist hier die alleinige [Wirklichkeit].“
„Die Benennung des Dharma, großer König, gilt als Vyavahāra. Wie sollte dessen Ausfall unter den Welten nicht [eintreten] bei dem, der achtsam ist [?] – deshalb, um dieses Zweckes willen, gilt das Vyavahāra-Sein des Vyavahāra.“
Wort für Wort
dharmasya ākhyā mahārāja
die Benennung des Dharma, großer König (Gen.; Vok.)
vyavahāraḥ iti iṣyate
‚Vyavahāra‘, so gilt sie (Pass.3.Sg.)
tasya lopaḥ kathaṃ na syāt
dessen Ausfall, wie sollte er nicht sein (Opt.3.Sg.)
lokeṣu avahitātmanaḥ
unter den Welten, des Achtsamen (Lok.Pl.; Gen.)
ity artham
deshalb, zu diesem Zweck (Akk.Adv.)
vyavahārasya vyavahāratvam iṣyate
dem Vyavahāra kommt Vyavahāra-Sein zu (Gen.; Pass.)
Stelle verkürzt und schwer; es handelt sich um eine etymologisierende Erklärung von vyavahāra (vi-ava-√hṛ); die Zuordnung von avahitātmanaḥ ist unsicher.
api caitat purā rājan manunā proktam āditaḥ; supraṇītena daṇḍena priyāpriyasamātmanā; prajā rakṣati yaḥ samyag dharma eva sa kevalaḥ
Auch dies wurde einst, König, von Manu am Anfang gesagt: Wer mit gut angewandter Strafe, gleichmütig gegenüber Liebem und Unliebem, die Geschöpfe recht schützt, der ist allein der Dharma.
Wort für Wort
api ca etat purā rājan
auch dies einst, König (Vok.)
manunā proktam āditaḥ
von Manu gesagt am Anfang (Instr.; PPP)
supraṇītena daṇḍena
mit gut angewandter Strafe (Instr.)
priyāpriyasamātmanā
gleichmütig gegenüber Lieb und Unlieb (Bahuvrīhi, Instr./Nom.)
prajāḥ rakṣati yaḥ samyak
wer die Geschöpfe recht schützt (3.Sg.Präs.)
dharmaḥ eva sa kevalaḥ
der ist allein der Dharma (Nom.)
priyāpriyasamātmanā ist formal Instr., bezieht sich sinngemäß auf den Schützenden bzw. die Strafe.
Aus gut angewandter Strafe geht beständig die Dreiheit [der Lebensziele] hervor; denn die Strafe ist das höchste Göttliche, der Gestalt nach wie ein Feuer mit aufwärts lodernden Flammen.
Wort für Wort
daṇḍāt trivargaḥ satatam
aus der Strafe die Dreiheit stets (Abl.; Nom.)
supraṇītāt pravartate
aus gut Angewandtem geht sie hervor (Abl.; 3.Sg.Präs.)
Mit Haarknoten, zweizüngig, kupferrotem Gesicht, das Fell des Tierkönigs als Körperhülle: Diese schreckliche Gestalt trägt die Strafe stets, schwer abzuwehren.
Wort für Wort
jaṭī dvijihvaḥ
mit Flechtenhaar, zweizüngig (Nom.)
tāmrāsyaḥ
kupferrotes Gesicht habend (Bahuvrīhi)
mṛgarājatanucchadaḥ
das Fell des Tierkönigs als Körperhülle (Bahuvrīhi)
etat rūpaṃ bibharti ugram
diese schreckliche Gestalt trägt er (3.Sg.Präs.; Akk.)
Schwert, Vernichter, Dharma, der auf scharfer Bahn Wandelnde, schwer zu Nahende, Schoß des Glücks, Sieg, Lenker, Rechtsverfahren, Wacher der Geschöpfe –
Lehre, Brahmanen-Spruch, Lenker, der zum „Vorwort“ Gegangene, Hüter des Dharma, der Unvergängliche, Gott, in der Wahrheit Wandelnder, stets Wandelnder, Ergreifer –
Wort für Wort
śāstram brāhmaṇamantraḥ ca
Lehrbuch, Brahmanen-Spruch (Nom.)
śāstā prāgvacanaṃ gataḥ
Lenker, zum Vorwort gegangen (PPP Nom.)
dharmapālaḥ akṣaraḥ devaḥ
Hüter des Dharma, Unvergänglicher, Gott (Nom.)
satyagaḥ nityagaḥ grahaḥ
in der Wahrheit gehend, stets gehend, Ergreifer (Nom.)
Namensliste; einzelne Namen (prāgvacanaṃ gataḥ, graha) nur wörtlich wiedergegeben.
Denn die Strafe ist der erhabene Viṣṇu, das Opfer, Nārāyaṇa, der Herr; weil er beständig die große Gestalt trägt, heißt er Mahāpuruṣa, „der große Mensch“.
Wort für Wort
daṇḍaḥ hi bhagavān viṣṇuḥ
denn die Strafe ist der erhabene Viṣṇu (Nom.)
yajñaḥ nārāyaṇaḥ prabhuḥ
das Opfer, Nārāyaṇa, der Herr (Nom.)
śaśvat rūpaṃ mahat bibhran
stets die große Gestalt tragend (Adv.; Part.Präs.)
daivaṃ puruṣakāraś ca mokṣāmokṣau bhayābhaye; hiṃsāhiṃse tapo yajñaḥ saṃyamo 'tha viṣāviṣam
Schicksal und Menschentat, Erlösung und Nichterlösung, Furcht und Furchtlosigkeit, Verletzen und Nichtverletzen, Askese, Opfer, Zügelung und dann Gift und Nichtgift.
Wort für Wort
daivaṃ puruṣakāraḥ ca
Schicksal und Menschentat (Nom.)
mokṣāmokṣau bhayābhaye
Erlösung und Nichterlösung, Furcht und Furchtlosigkeit
aśaktiḥ śaktir ity eva mānastambhau vyayāvyayau; vinayaś ca visargaś ca kālākālau ca bhārata
Unvermögen und Vermögen, Stolz und Starrheit, Ausgaben und Nichtausgaben, Bescheidenheit und Freigebigkeit [bzw. Loslassen], rechte und unrechte Zeit, o Bhārata –
Sippe, Arm [Kriegsmacht], Reichtum, Minister und Einsicht sind als die Kräfte genannt; und die mit acht Dingen zu beschaffende Kraft ist eine andere, Yudhiṣṭhira.
Wort für Wort
kulabāhudhanāmātyāḥ
Sippe, Arm, Reichtum, Minister (Nom.Pl.m., Kompositum)
prajñā ca uktā balāni ca
Einsicht und genannt, die Kräfte und (Nom.Sg.f./Part.Nom.Pl.n.)
āhāryam ca aṣṭakaiḥ dravyaiḥ
zu Beschaffendes und mit Achtergruppen von Dingen (Nom.Sg.n./Instr.Pl.)
Von Īśvara mit Mühe wurde dem Kṣatriya zum Tragen die Strafe gegeben, die wesensgleiche; denn diese Strafe ist ewig; unter den Königen ist keiner verehrungswürdiger als sie, die das Recht gemäß aufzeigt.
Wort für Wort
īśvareṇa prayatnena
von Īśvara, mit Anstrengung (Instr.Sg.m.)
dhāraṇe kṣatriyasya hi
zum Tragen, des Kṣatriya, denn (Lok.Sg.n./Gen.Sg.m.)
daṇḍaḥ dattaḥ samānātmā
die Strafe gegeben, wesensgleich (Nom.Sg.m./Part.Nom.Sg.m.)
daṇḍaḥ hi idaṃ sanātanam
die Strafe denn dies ewig (Nom.Sg.m./Nom.Sg.n.)
rājñām pūjyatamaḥ na anyaḥ
unter Königen verehrungswürdigster, nicht ein anderer (Gen.Pl.m./Superl.Nom.Sg.m.)
yathādharmapradarśanaḥ
das Recht gemäß aufzeigend (Nom.Sg.m.)
Satzbau unsicher [?]: dhāraṇe und samānātmā nicht sicher gedeutet.
Von Brahmā zum Schutz der Welt und zur Aufrichtung des eigenen Rechts [wurde], auf das Vertrauen zum Herrn gegründet, das Rechtsverfahren entstanden, und ein anderes: darum das, was verbunden erscheint, mit dem Merkmal des Herrn-Vertrauens.
Wort für Wort
brahmaṇā lokarakṣārtham
von Brahmā zum Schutz der Welt (Instr.Sg.m./Adv.)
svadharmasthāpanāya ca
und zur Aufrichtung des eigenen Rechts (Dat.Sg.n.)
bhartṛpratyayaḥ utpannaḥ
das auf den Herrn gegründete Vertrauen entstanden (Nom.Sg.m./Part.Nom.Sg.m.)
vyavahāraḥ tathā aparaḥ
das Rechtsverfahren und ein anderes (Nom.Sg.m./Nom.Sg.m.)
tasmāt yaḥ sahitaḥ dṛṣṭaḥ
darum das, was verbunden gesehen wird (Abl./Rel./Nom.Sg.m.)
vyavahāras tu vedātmā vedapratyaya ucyate; maulaś ca naraśārdūla śāstroktaś ca tathāparaḥ
Das Rechtsverfahren aber, das vedischen Wesens ist, heißt auf den Veda gegründet; und es ist ursprünglich, Tiger unter den Männern, und ein anderes ist in den Lehrbüchern gelehrt.
Wort für Wort
vyavahāraḥ tu vedātmā
das Rechtsverfahren aber, vedischen Wesens (Nom.Sg.m.)
vedapratyayaḥ ucyate
auf den Veda gegründet, wird genannt (Nom.Sg.m./3.Sg.Pass.)
maulaḥ ca naraśārdūla
ursprünglich und, Tiger unter den Männern (Nom.Sg.m./Vok.)
śāstroktaḥ ca tathā aparaḥ
im Lehrbuch gelehrt und ebenso ein anderes (Nom.Sg.m.)
ukto yaś cāpi daṇḍo 'sau bhartṛpratyayalakṣaṇaḥ; jñeyo na sa narendrastho daṇḍapratyaya eva ca
Und die Strafe, die als mit dem Merkmal des Herrn-Vertrauens genannt wurde: die ist nicht als beim König befindlich zu erkennen, und ebenso [gibt es] eine auf Strafe gegründete.
Wort für Wort
uktaḥ yaḥ ca api daṇḍaḥ asau
genannt, die auch Strafe, jene (Part.Nom.Sg.m.)
bhartṛpratyayalakṣaṇaḥ
mit dem Merkmal des Herrn-Vertrauens (Nom.Sg.m.)
jñeyaḥ na saḥ narendrasthaḥ
zu erkennen nicht sie beim König befindlich (Gerundiv Nom.Sg.m.)
daṇḍapratyayadṛṣṭo 'pi vyavahārātmakaḥ smṛtaḥ; vyavahāraḥ smṛto yaś ca sa vedaviṣayātmakaḥ
Auch das auf Strafe-Vertrauen Gesehene gilt als vom Wesen des Rechtsverfahrens; und das Rechtsverfahren, das als solches gilt, ist vom Bereich des Veda.
Wort für Wort
daṇḍapratyayadṛṣṭaḥ api
auf Strafe-Vertrauen gesehen, auch (Nom.Sg.m.)
vyavahārātmakaḥ smṛtaḥ
vom Wesen des Rechtsverfahrens, gilt (Nom.Sg.m./Part.)
yaś ca vedaprasūtātmā sa dharmo guṇadarśakaḥ; dharmapratyaya utpanno yathādharmaḥ kṛtātmabhiḥ
Und was vedischen Ursprungs ist, das ist das Recht, das die Eigenschaften aufzeigt; auf Recht-Vertrauen entstanden, wie das Recht von den Vollendeten [gilt].
Wort für Wort
yaḥ ca vedaprasūtātmā
und was aus dem Veda hervorgegangen (Rel.Nom.Sg.m.)
saḥ dharmaḥ guṇadarśakaḥ
das Recht, Eigenschaften aufzeigend (Nom.Sg.m.)
dharmapratyayaḥ utpannaḥ
auf Recht-Vertrauen entstanden (Nom.Sg.m./Part.)
yathādharmaḥ kṛtātmabhiḥ
wie das Recht, von den Vollendeten (Nom.Sg.m./Instr.Pl.m.)
vyavahāraḥ prajāgoptā brahmadiṣṭo yudhiṣṭhira; trīn dhārayati lokān vai satyātmā bhūtivardhanaḥ
Das Rechtsverfahren, Beschützer der Geschöpfe, von Brahmā bestimmt, Yudhiṣṭhira, trägt die drei Welten fürwahr, wahrhaftig im Wesen, Mehrer des Gedeihens.
Wort für Wort
vyavahāraḥ prajāgoptā
das Rechtsverfahren, Beschützer der Geschöpfe (Nom.Sg.m.)
brahmadiṣṭaḥ yudhiṣṭhira
von Brahmā bestimmt, Yudhiṣṭhira (Nom.Sg.m./Vok.)
trīn dhārayati lokān vai
die drei trägt Welten fürwahr (Akk.Pl.m./3.Sg.Kaus.)
yaś ca daṇḍaḥ sa dṛṣṭo no vyavahāraḥ sanātanaḥ; vyavahāraś ca yo dṛṣṭaḥ sa dharma iti naḥ śrutaḥ; yaś ca vedaḥ sa vai dharmo yaś ca dharmaḥ sa satpathaḥ
Und was Strafe ist, das ist von uns als das ewige Rechtsverfahren gesehen; und was als Rechtsverfahren gesehen wird, das ist, so haben wir gehört, das Recht; und was der Veda ist, das ist gewiss das Recht, und was das Recht ist, das ist der gute Pfad.
Wort für Wort
yaḥ ca daṇḍaḥ saḥ dṛṣṭaḥ naḥ
und was Strafe, das gesehen von uns (Nom.Sg.m./Gen.Pl.)
vyavahāraḥ sanātanaḥ
Rechtsverfahren, ewig (Nom.Sg.m.)
vyavahāraḥ ca yaḥ dṛṣṭaḥ
und Rechtsverfahren, was gesehen (Nom.Sg.m.)
saḥ dharmaḥ iti naḥ śrutaḥ
das Recht, so, uns gehört (Nom.Sg.m./Part.Nom.Sg.m.)
brahmā prajāpatiḥ pūrvaṃ babhūvātha pitāmahaḥ; lokānāṃ sa hi sarveṣāṃ sasurāsurarakṣasām; samanuṣyoragavatāṃ kartā caiva sa bhūtakṛt
Brahmā, der Prajāpati, war früher auch der Großvater; er ist ja Schöpfer aller Welten samt Göttern, Asuras und Rākṣasas, samt Menschen und Schlangen, und Erzeuger der Wesen.