Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Śāntiparva

Kapitel 255: tulādhārajājalisaṃvādaḥ (yajñatattvam) Tulādhāra belehrt Jājali über wahres Opfer, Gewaltlosigkeit und das Selbst als Heiligtum

Fortsetzung des Gesprächs zwischen dem Händler Tulādhāra und dem stolzen Asketen Jājali: Jājali tadelt Tulādhāras Lehre als Opferleugnung, Tulādhāra erwidert mit der Unterscheidung zwischen gieriger, berechnender Opferpraxis und dem wahren, innerlichen Opfer der Gewaltlosen. Bhīṣma schließt mit einer Bestätigung.

jājalir uvāca; yathā pravartito dharmas tulāṃ dhārayatā tvayā; svargadvāraṃ ca vṛttiṃ ca bhūtānām avarotsyate

Jājali sprach: „Wie das Dharma von dir, der du die Waage hältst, in Gang gesetzt wurde, so wird es das Tor zum Himmel und den Lebensunterhalt der Wesen versperren.“

Wort für Wort
jājalir uvāca
Jājali sprach (Perf. 3.Sg.)
yathā pravartito dharmas
wie in Gang gesetzt das Dharma (Part.Pass./Nom.)
tulāṃ dhārayatā tvayā
von dir, der du die Waage hältst (Instr.)
svargadvāraṃ ca vṛttiṃ ca
und das Tor zum Himmel und den Lebensunterhalt (Akk.)
bhūtānām avarotsyate
der Wesen wird es versperren (Gen.Pl.; Fut. 3.Sg. Med.)

kṛṣyā hy annaṃ prabhavati tatas tvam api jīvasi; paśubhiś cauṣadhībhiś ca martyā jīvanti vāṇija

Aus dem Ackerbau entsteht die Nahrung; davon lebst auch du. Von Vieh und von Kräutern leben die Sterblichen, Händler.

Wort für Wort
kṛṣyā hy annaṃ prabhavati
aus dem Ackerbau ja entsteht Nahrung (Instr./Abl.; 3.Sg.Präs.)
tatas tvam api jīvasi
daher lebst auch du (2.Sg.Präs.)
paśubhiś cauṣadhībhiś ca
durch Vieh und Kräuter (Instr.Pl.)
martyā jīvanti vāṇija
Sterbliche leben (3.Pl.); Händler (Vok.)

yato yajñaḥ prabhavati nāstikyam api jalpasi; na hi varted ayaṃ loko vārtām utsṛjya kevalam

Woraus das Opfer entsteht, darüber redest du geringschätzig, als Leugner. Diese Welt könnte doch nicht bestehen, wenn sie den Erwerb ganz aufgäbe.

Wort für Wort
yato yajñaḥ prabhavati
woraus das Opfer entsteht (3.Sg.Präs.)
nāstikyam api jalpasi
auch Leugnertum schwatzt du (Akk.; 2.Sg.Präs.)
na hi varted ayaṃ loko
denn nicht bestünde diese Welt (Opt. 3.Sg.)
vārtām utsṛjya kevalam
den Erwerb aufgebend gänzlich (Abs.)

Subjekt von „yato“ ist der Erwerbsberuf (vārtā) aus V. 2; Deutung [?].

tulādhāra uvāca; vakṣyāmi jājale vṛttiṃ nāsmi brāhmaṇa nāstikaḥ; na ca yajñaṃ vinindāmi yajñavit tu sudurlabhaḥ

Tulādhāra sprach: „Ich will dir, Jājali, die Lebensweise darlegen. Ich bin kein Leugner, Brahmane, und ich schmähe das Opfer nicht; doch ein wahrer Kenner des Opfers ist überaus schwer zu finden.“

Wort für Wort
tulādhāra uvāca
Tulādhāra sprach
vakṣyāmi jājale vṛttiṃ
ich werde darlegen, Jājali, die Lebensweise (1.Sg.Fut.; Vok.; Akk.)
nāsmi brāhmaṇa nāstikaḥ
nicht bin ich, Brahmane, ein Leugner (1.Sg.Präs.; Vok.)
na ca yajñaṃ vinindāmi
und nicht schmähe ich das Opfer (1.Sg.Präs.)
yajñavit tu sudurlabhaḥ
ein Opferkenner aber ist sehr schwer zu erlangen (Nom.)

namo brāhmaṇayajñāya ye ca yajñavido janāḥ; svayajñaṃ brāhmaṇā hitvā kṣātraṃ yajñam ihāsthitāḥ

Verehrung dem Opfer der Brahmanen und den Menschen, die das Opfer kennen! Die Brahmanen haben ihr eigenes Opfer verlassen und sich hier auf das Opfer der Kṣatriya verlegt.

Wort für Wort
namo brāhmaṇayajñāya
Verehrung dem Brahmanenopfer (Dat.)
ye ca yajñavido janāḥ
und den Menschen, die Opfer kennen (Nom./Dat.-Sinn)
svayajñaṃ brāhmaṇā hitvā
das eigene Opfer verlassend, die Brahmanen (Abs.; Nom.Pl.)
kṣātraṃ yajñam ihāsthitāḥ
das Kṣatriya-Opfer hier ergriffen habend (Part.Perf.Pass., Nom.Pl.)

lubdhair vittaparair brahman nāstikaiḥ saṃpravartitam; vedavādān avijñāya satyābhāsam ivānṛtam

Von Gierigen, auf Besitz Bedachten, Brahmane, von Leugnern wurde es eingeführt, ohne die Lehren des Veda zu kennen: Unwahres, das gleichsam den Anschein von Wahrheit hat.

Wort für Wort
lubdhair vittaparair brahman
von Gierigen, auf Besitz Gerichteten, Brahmane (Instr.Pl.; Vok.)
nāstikaiḥ saṃpravartitam
von Leugnern eingeführt (Instr.Pl.; Part.Pass.)
vedavādān avijñāya
die Veda-Lehren nicht erkannt habend (Abs.)
satyābhāsam ivānṛtam
den Schein des Wahren tragend gleichsam, Unwahres (Akk./Nom.n.)

idaṃ deyam idaṃ deyam iti nāntaṃ cikīrṣati

„Dies ist zu geben, dies ist zu geben“ – [so redend] will er kein Ende machen.

Wort für Wort
idaṃ deyam idaṃ deyam
dies ist zu geben, dies ist zu geben (Gerundiv)
iti
so (Zitatpartikel)
nāntaṃ cikīrṣati
nicht ein Ende will er machen (3.Sg.Desid.)

Subjekt fehlt in der Einheit; [Anm.: Fortsetzung in V. 8/9].

devaiḥ pravartitaṃ hy etaṃ viddhi dharmaṃ ca jājale; aparā hy anavasthaiṣā nāsmākaṃ buddhir īdṛśī

Wisse, Jājali: dieses Dharma ist von den Göttern in Gang gesetzt; jenes andere aber ist haltlos. Unsere Einsicht ist nicht von dieser Art.

Wort für Wort
devaiḥ pravartitaṃ hy etaṃ
von den Göttern in Gang gesetzt ja diesen (Instr.Pl.; Part.Pass.; Akk.)
viddhi dharmaṃ ca jājale
wisse das Dharma, Jājali (Imp. 2.Sg.; Vok.)
aparā hy anavasthaiṣā
das andere ja ist haltlos, dies (Nom.f.)
nāsmākaṃ buddhir īdṛśī
nicht unsere Einsicht so beschaffen (Gen.Pl.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage; Deutung des Bezugs von „aparā“ [?].

ataḥ stainyaṃ prabhavati vikarmāṇi ca jājale; tad eva sukṛtaṃ havyaṃ yena tuṣyanti devatāḥ

Daher entstehen Diebstahl und Fehltaten, Jājali. Nur das ist die gute Tat, die Opfergabe, durch die die Götter zufriedengestellt werden.

Wort für Wort
ataḥ stainyaṃ prabhavati
daher entsteht Diebstahl (3.Sg.Präs.)
vikarmāṇi ca jājale
und Fehltaten, Jājali (Nom.Pl.; Vok.)
tad eva sukṛtaṃ havyaṃ
eben das ist gute Tat, Opfergabe
yena tuṣyanti devatāḥ
wodurch zufrieden werden die Götter (3.Pl.Präs.)

namaskāreṇa haviṣā svādhyāyair auṣadhais tathā; pūjā syād devatānāṃ hi yathā śāstranidarśanam

Mit Verneigung, mit Opferspeise, mit Vedastudien und mit Kräutern soll die Verehrung der Götter geschehen, wie es die Lehrschrift zeigt.

Wort für Wort
namaskāreṇa haviṣā
durch Verneigung, durch Opferspeise (Instr.)
svādhyāyair auṣadhais tathā
durch Vedastudien, durch Kräuter ebenso (Instr.Pl.)
pūjā syād devatānāṃ hi
Verehrung soll sein der Götter (Opt. 3.Sg.; Gen.Pl.)
yathā śāstranidarśanam
wie die Lehrschrift es weist (Nom.n.)

iṣṭāpūrtād asādhūnāṃ viṣamā jāyate prajā; lubdhebhyo jāyate lubdhaḥ samebhyo jāyate samaḥ

Aus dem Opfer- und Stiftungswerk der Unguten wird ungleichmäßige Nachkommenschaft geboren: von Gierigen wird ein Gieriger geboren, von Gleichmütigen ein Gleichmütiger.

Wort für Wort
iṣṭāpūrtād asādhūnāṃ
aus Opfer- und Stiftungswerk der Unguten (Abl.; Gen.Pl.)
viṣamā jāyate prajā
ungleiche Nachkommenschaft wird geboren (3.Sg.Präs.Med.)
lubdhebhyo jāyate lubdhaḥ
von Gierigen wird geboren ein Gieriger
samebhyo jāyate samaḥ
von Gleichmütigen wird geboren ein Gleichmütiger

yajamāno yathātmānam ṛtvijaś ca tathā prajāḥ; yajñāt prajā prabhavati nabhaso 'mbha ivāmalam

Wie der Opferherr sich selbst [verhält], so [verhalten sich] die Priester, so die Geschöpfe. Aus dem Opfer entsteht die Nachkommenschaft wie klares Wasser aus dem Himmel.

Wort für Wort
yajamāno yathātmānam
der Opferherr wie sich selbst (Nom.; Akk.)
ṛtvijaś ca tathā prajāḥ
und die Priester so, die Geschöpfe (Nom.Pl.)
yajñāt prajā prabhavati
aus dem Opfer entsteht Nachkommenschaft (Abl.)
nabhaso 'mbha ivāmalam
wie aus dem Himmel Wasser, klares (Abl.; Nom.n.)

Erste Vershälfte elliptisch; Ergänzung [?].

agnau prāstāhutir brahmann ādityam upatiṣṭhati; ādityāj jāyate vṛṣṭir vṛṣṭer annaṃ tataḥ prajāḥ

Die ins Feuer geworfene Opfergabe, Brahmane, gelangt zur Sonne; von der Sonne entsteht der Regen, vom Regen die Nahrung, daraus die Geschöpfe.

Wort für Wort
agnau prāstāhutir brahmann
ins Feuer geworfen die Opfergabe, Brahmane (Lok.; Nom.; Vok.)
ādityam upatiṣṭhati
zur Sonne tritt heran (Akk.; 3.Sg.Präs.)
ādityāj jāyate vṛṣṭir
von der Sonne wird geboren Regen (Abl.)
vṛṣṭer annaṃ tataḥ prajāḥ
vom Regen Nahrung, daraus Geschöpfe (Abl.)

tasmāt svanuṣṭhitāt pūrve sarvān kāmāṃś ca lebhire; akṛṣṭapacyā pṛthivī āśīrbhir vīrudho 'bhavan; na te yajñeṣv ātmasu vā phalaṃ paśyanti kiṃ cana

Durch wohlvollzogenes [Opfer] erlangten die Früheren alle Wünsche; die Erde brachte ungepflügt Reife, durch Segenssprüche entstanden die Pflanzen. Sie sahen weder in den Opfern noch bei sich selbst irgendeine Frucht [als Ziel].

Wort für Wort
tasmāt svanuṣṭhitāt pūrve
daher, durch gut Vollzogenes, die Früheren (Abl.; Nom.Pl.)
sarvān kāmāṃś ca lebhire
und alle Wünsche erlangten (Perf. 3.Pl.Med.)
akṛṣṭapacyā pṛthivī
ungepflügt reifend die Erde (Nom.f.)
āśīrbhir vīrudho 'bhavan
durch Segenssprüche die Gewächse wurden (Instr.Pl.; Impf. 3.Pl.)
na te yajñeṣv ātmasu vā
nicht sie in Opfern oder in sich selbst (Lok.Pl.)
phalaṃ paśyanti kiṃ cana
Frucht sehen sie irgendeine (3.Pl.Präs.)

śaṅkamānāḥ phalaṃ yajñe ye yajeran kathaṃ cana; jāyante 'sādhavo dhūrtā lubdhā vittaprayojanāḥ

Wer im Opfer irgendwie voller Zweifel an der Frucht opfern sollte, wird ein Unguter, ein Schurke, Gieriger, auf Besitz Ausgerichteter.

Wort für Wort
śaṅkamānāḥ phalaṃ yajñe
zweifelnd an der Frucht im Opfer (Part.Präs.Med., Nom.Pl.)
ye yajeran kathaṃ cana
die opfern sollten irgendwie (Opt. 3.Pl.)
jāyante 'sādhavo dhūrtā
werden geboren [werden zu] Unfromme, Schurken (3.Pl.Präs.)
lubdhā vittaprayojanāḥ
Gierige, Besitz zum Zweck Habende (Nom.Pl.)

sa sma pāpakṛtāṃ lokān gacched aśubhakarmaṇā; pramāṇam apramāṇena yaḥ kuryād aśubhaṃ naraḥ; pāpātmā so 'kṛtaprajñaḥ sadaiveha dvijottama

Der käme durch üble Tat in die Welten der Übeltäter. Wer als Mensch Übles tut, indem er das Maßgebliche durch Nichtmaßgebliches [ersetzt] [?], der ist ein böser Geist, unverständig, hier stets, bester der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
sa sma pāpakṛtāṃ lokān
der käme in die Welten der Übeltäter (Akk.Pl.; Gen.Pl.)
gacched aśubhakarmaṇā
er ginge durch üble Tat (Opt. 3.Sg.; Instr.)
pramāṇam apramāṇena
das Maß durch Nicht-Maß (Akk.; Instr.)
yaḥ kuryād aśubhaṃ naraḥ
wer tut Übles, der Mensch (Opt.)
pāpātmā so 'kṛtaprajñaḥ
böse gesinnt, der Unverständige
sadaiveha dvijottama
stets eben hier, bester der Zweifachgeborenen (Vok.)

Zweite Vershälfte („pramāṇam apramāṇena“) unklar; Wiedergabe unsicher.

kartavyam iti kartavyaṃ vetti yo brāhmaṇobhayam; brahmaiva vartate loke naiti kartavyatāṃ punaḥ

Wer als Brahmane beides kennt – „es ist zu tun“ und das Zu-Tuende – [?], der lebt in der Welt als Brahman selbst und kehrt nicht wieder zur Verpflichtung zurück.

Wort für Wort
kartavyam iti kartavyaṃ
„es ist zu tun“, das Zu-Tuende (Gerundiv)
vetti yo brāhmaṇobhayam
kennt wer als Brahmane beides (3.Sg.Präs.)
brahmaiva vartate loke
als Brahman selbst lebt er in der Welt
naiti kartavyatāṃ punaḥ
nicht kehrt er zur Verpflichtung zurück (3.Sg.Präs.)

Erste Vershälfte schwer verständlich; Wiedergabe unsicher.

viguṇaṃ ca punaḥ karma jyāya ity anuśuśruma; sarvabhūtopaghātaś ca phalabhāve ca saṃyamaḥ

Und ein mangelhaftes Werk ist besser – so haben wir überliefert gehört –; [ebenso] das Unterlassen der Schädigung aller Wesen und die Zügelung beim Streben nach Frucht [?].

Wort für Wort
viguṇaṃ ca punaḥ karma
und mangelhaft wiederum das Werk (Nom.n.)
jyāya ity anuśuśruma
besser, so haben wir gehört (Komp.; Perf. 1.Pl.)
sarvabhūtopaghātaś ca
und die Schädigung aller Wesen (Nom.)
phalabhāve ca saṃyamaḥ
und bei Fruchtverlangen Zügelung (Lok.; Nom.)

Wiedergabe der zweiten Vershälfte unsicher.

satyayajñā damayajñā alubdhāś cātmatṛptayaḥ; utpannatyāginaḥ sarve janā āsannamatsarāḥ

Sie haben Wahrheit und Selbstzügelung zum Opfer, sind ungierig und in sich zufrieden, geben das Entstandene auf; alle Menschen sind [bei ihnen] dem Neid nahe [?].

Wort für Wort
satyayajñā damayajñā
Wahrheit-Opfernde, Selbstzügelung-Opfernde (Nom.Pl.)
alubdhāś cātmatṛptayaḥ
und Ungierige, in sich Gesättigte
utpannatyāginaḥ sarve
das Entstandene Aufgebende, alle
janā āsannamatsarāḥ
Menschen, Neid nahe habend [?] (Nom.Pl.)

„āsannamatsarāḥ“ unsicher.

kṣetrakṣetrajñatattvajñāḥ svayajñapariniṣṭhitāḥ; brāhmaṃ vedam adhīyantas toṣayanty amarān api

Sie kennen die Wahrheit von Feld und Feldkenner, sind fest im eigenen Opfer gegründet, studieren den brahmischen Veda und stellen sogar die Unsterblichen zufrieden.

Wort für Wort
kṣetrakṣetrajñatattvajñāḥ
Kenner der Wahrheit von Feld und Feldkenner (Nom.Pl.)
svayajñapariniṣṭhitāḥ
im eigenen Opfer fest gegründet
brāhmaṃ vedam adhīyantas
den brahmischen Veda studierend (Part.Präs.)
toṣayanty amarān api
sie befriedigen sogar Unsterbliche (3.Pl.Kaus.; Akk.Pl.)

akhilaṃ daivataṃ sarvaṃ brahma brāhmaṇasaṃśritam; tṛpyanti tṛpyato devās tṛptās tṛptasya jājale

Alles Göttliche, das ganze Brahman, ruht im Brahmanen. Es werden die Götter gesättigt, wenn er sich sättigt; gesättigt sind sie für den Gesättigten, Jājali.

Wort für Wort
akhilaṃ daivataṃ sarvaṃ
das ganze Göttliche, alles
brahma brāhmaṇasaṃśritam
Brahman, im Brahmanen beheimatet (Part.)
tṛpyanti tṛpyato devās
gesättigt werden, wenn er sich sättigt, die Götter (3.Pl.; Part.Gen.)
tṛptās tṛptasya jājale
gesättigt für den Gesättigten, Jājali (Nom.; Gen.; Vok.)

yathā sarvarasais tṛpto nābhinandati kiṃ cana; tathā prajñānatṛptasya nityaṃ tṛptiḥ sukhodayā

Wie einer, der von allen Geschmäckern gesättigt ist, sich über nichts mehr freut, so ist dem von Erkenntnis Gesättigten stets Sättigung eigen, die Glück hervorbringt.

Wort für Wort
yathā sarvarasais tṛpto
wie mit allen Geschmäckern gesättigt (Instr.Pl.; Nom.)
nābhinandati kiṃ cana
nicht freut er sich über irgendetwas (3.Sg.Präs.)
tathā prajñānatṛptasya
so für den von Erkenntnis Gesättigten (Gen.)
nityaṃ tṛptiḥ sukhodayā
stets ist Sättigung, glückbringend (Nom.f.)

dharmārāmā dharmasukhāḥ kṛtsnavyavasitās tathā; asti nas tattvato bhūya iti prajñāgaveṣiṇaḥ

Am Dharma sich ergötzend, im Dharma glücklich, alles [entschlossen] betreibend, [denkend:] „Es gibt für uns der Wahrheit nach noch mehr“ – so suchen sie Einsicht.

Wort für Wort
dharmārāmā dharmasukhāḥ
im Dharma sich ergötzend, im Dharma glücklich
kṛtsnavyavasitās tathā
und alles entschlossen [betreibend] [?]
asti nas tattvato bhūya
es gibt für uns der Wahrheit nach mehr (Präs.; Gen.Pl.; Abl.)
iti prajñāgaveṣiṇaḥ
so, Einsicht Suchende (Nom.Pl.)

jñānavijñāninaḥ ke cit paraṃ pāraṃ titīrṣavaḥ; atīva tat sadā puṇyaṃ puṇyābhijanasaṃhitam

Manche, die Wissen und Erkenntnis besitzen, wollen zum jenseitigen Ufer übersetzen; das ist stets überaus verdienstvoll, verbunden mit [dem Kreis] verdienstvoller Herkunft [?].

Wort für Wort
jñānavijñāninaḥ ke cit
Wissen und Erkenntnis Besitzende, manche
paraṃ pāraṃ titīrṣavaḥ
das jenseitige Ufer überqueren Wollende (Nom.Pl.)
atīva tat sadā puṇyaṃ
überaus, das, stets verdienstvoll
puṇyābhijanasaṃhitam
mit verdienstvoller Herkunft verbunden [?]

„puṇyābhijanasaṃhitam“ unsicher.

yatra gatvā na śocanti na cyavanti vyathanti ca; te tu tad brahmaṇaḥ sthānaṃ prāpnuvantīha sāttvikāḥ

Dorthin gegangen trauern sie nicht, fallen nicht und leiden nicht; jene Sattvika erlangen hier diese Stätte des Brahman.

Wort für Wort
yatra gatvā na śocanti
wohin gegangen nicht sie trauern (Abs.; 3.Pl.)
na cyavanti vyathanti ca
nicht fallen sie und leiden (3.Pl.Präs.)
te tu tad brahmaṇaḥ sthānaṃ
sie aber jene Stätte des Brahman (Gen.)
prāpnuvantīha sāttvikāḥ
erlangen hier, die Sattvika (3.Pl.; Nom.Pl.)

naiva te svargam icchanti na yajanti yaśodhanaiḥ; satāṃ vartmānuvartante yathābalam ahiṃsayā

Sie wünschen den Himmel nicht und opfern nicht mit Gütern des Ruhms; sie folgen dem Weg der Guten nach Kräften, mit Gewaltlosigkeit.

Wort für Wort
naiva te svargam icchanti
nicht sie den Himmel wünschen (3.Pl.Präs.)
na yajanti yaśodhanaiḥ
nicht opfern sie mit Ruhm und Reichtum (Instr.Pl.)
satāṃ vartmānuvartante
der Guten Weg folgen sie (Gen.Pl.; Akk.)
yathābalam ahiṃsayā
nach Kräften, mit Gewaltlosigkeit (Adv.; Instr.)

vanaspatīn oṣadhīś ca phalamūlaṃ ca te viduḥ; na caitān ṛtvijo lubdhā yājayanti dhanārthinaḥ

Bäume, Kräuter, Früchte und Wurzeln kennen sie [als Opfermaterial]; und gierige, auf Geld bedachte Priester lassen sie nicht für sich opfern.

Wort für Wort
vanaspatīn oṣadhīś ca
Bäume und Kräuter (Akk.Pl.)
phalamūlaṃ ca te viduḥ
und Früchte und Wurzeln, sie kennen (Perf. 3.Pl.)
na caitān ṛtvijo lubdhā
und nicht diese die Priester, Gierige
yājayanti dhanārthinaḥ
lassen opfern, Geldbegierige (3.Pl.Kaus.)

svam eva cārthaṃ kurvāṇā yajñaṃ cakruḥ punar dvijāḥ; pariniṣṭhitakarmāṇaḥ prajānugrahakāmyayā

Nur ihr eigenes Ziel verfolgend, vollzogen die Zweifachgeborenen wiederum das Opfer, mit vollendeten Werken, aus dem Wunsch, den Geschöpfen Gnade zu erweisen.

Wort für Wort
svam eva cārthaṃ kurvāṇā
und nur das eigene Ziel verfolgend (Part.Med.)
yajñaṃ cakruḥ punar dvijāḥ
das Opfer vollzogen wiederum die Zweifachgeborenen (Perf. 3.Pl.)
pariniṣṭhitakarmāṇaḥ
mit vollendeten Werken
prajānugrahakāmyayā
aus dem Wunsch, den Geschöpfen Gnade zu erweisen (Instr.)

tasmāt tān ṛtvijo lubdhā yājayanty aśubhān narān

Daher lassen gierige Priester unheilvolle Menschen opfern.

Wort für Wort
tasmāt tān ṛtvijo lubdhā
daher jene Priester, Gierige
yājayanty aśubhān narān
lassen opfern unheilvolle Menschen (3.Pl.Kaus.; Akk.Pl.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzpassage.

prāpayeyuḥ prajāḥ svargaṃ svadharmacaraṇena vai; iti me vartate buddhiḥ samā sarvatra jājale

Sie sollten die Geschöpfe durch Ausübung des eigenen Dharma zum Himmel führen. So ist meine Einsicht überall gleich, Jājali.

Wort für Wort
prāpayeyuḥ prajāḥ svargaṃ
sie sollten führen die Geschöpfe zum Himmel (Opt. Kaus.)
svadharmacaraṇena vai
durch Ausübung des eigenen Dharma fürwahr (Instr.)
iti me vartate buddhiḥ
so meine besteht Einsicht (3.Sg.Präs.Med.)
samā sarvatra jājale
gleich überall, Jājali (Nom.f.; Vok.)

prayuñjate yāni yajñe sadā prājñā dvijarṣabha; tena te devayānena pathā yānti mahāmune

Was die Weisen im Opfer stets anwenden, bester der Brahmanen, dadurch gehen sie auf dem Götterweg, großer Weiser.

Wort für Wort
prayuñjate yāni yajñe
was sie anwenden im Opfer (3.Pl.Med.; Lok.)
sadā prājñā dvijarṣabha
stets die Weisen, Stier der Zweifachgeborenen (Vok.)
tena te devayānena
dadurch sie auf dem Götterweg (Instr.)
pathā yānti mahāmune
auf dem Pfad gehen sie, großer Weiser (Instr.; 3.Pl.; Vok.)

āvṛttis tatra caikasya nāsty āvṛttir manīṣiṇām; ubhau tau devayānena gacchato jājale pathā

Dort gibt es für den einen Wiederkehr; für die Einsichtigen gibt es keine Wiederkehr; beide gehen auf dem Götterpfad, Jājali.

Wort für Wort
āvṛttis tatra caikasya
Wiederkehr dort und für den einen (Gen.)
nāsty āvṛttir manīṣiṇām
nicht gibt es Wiederkehr für die Einsichtigen (Gen.Pl.)
ubhau tau devayānena
beide diese auf dem Götterweg
gacchato jājale pathā
gehen, Jājali, auf dem Pfad (3.Du.)

„eka“ vermutlich der Opferer aus Berechnung [?].

svayaṃ caiṣām anaḍuho yujyanti ca vahanti ca; svayam usrāś ca duhyante manaḥsaṃkalpasiddhibhiḥ

Von selbst werden für sie die Ochsen angespannt und ziehen; von selbst werden die Kühe gemolken, durch das Gelingen ihrer geistigen Vorsätze.

Wort für Wort
svayaṃ caiṣām anaḍuho
von selbst und ihnen die Ochsen (Nom.Pl.)
yujyanti ca vahanti ca
werden angespannt und ziehen (3.Pl.Pass./Präs.)
svayam usrāś ca duhyante
von selbst und die Kühe werden gemolken (3.Pl.Pass.)
manaḥsaṃkalpasiddhibhiḥ
durch das Gelingen der Vorsätze des Geistes (Instr.Pl.)

svayaṃ yūpān upādāya yajante svāptadakṣiṇaiḥ; yas tathābhāvitātmā syāt sa gām ālabdhum arhati

Von selbst nehmen sie die Opferpfosten und opfern mit wohlerlangten Opfergaben; wer so im Selbst geläutert ist, der darf eine Kuh opfern.

Wort für Wort
svayaṃ yūpān upādāya
von selbst die Opferpfosten nehmend (Abs.)
yajante svāptadakṣiṇaiḥ
opfern sie mit wohlerlangten Opfergaben (3.Pl.Med.; Instr.Pl.)
yas tathābhāvitātmā syāt
wer so im Selbst geläutert wäre (Opt.)
sa gām ālabdhum arhati
der ist würdig, eine Kuh zu opfern (Inf.; 3.Sg.)

„gām ālabdhum“ im Kontext übertragen zu verstehen [?].

oṣadhībhis tathā brahman yajeraṃs te natādṛśāḥ; buddhityāgaṃ puraskṛtya tādṛśaṃ prabravīmi te

Mit Kräutern, Brahmane, würden auch sie opfern, doch nicht [so wie] jene [Gierigen] [?]. Unter Voranstellung des Aufgebens der [berechnenden] Absicht sage ich dir solches.

Wort für Wort
oṣadhībhis tathā brahman
mit Kräutern ebenso, Brahmane (Instr.Pl.; Vok.)
yajeraṃs te natādṛśāḥ
würden opfern sie, nicht solche (Opt. 3.Pl.)
buddhityāgaṃ puraskṛtya
Aufgeben der Absicht voranstellend (Abs.)
tādṛśaṃ prabravīmi te
solches sage ich dir (1.Sg.Präs.; Dat.)

Erste Vershälfte unsicher.

nirāśiṣam anārambhaṃ nirnamaskāram astutim; akṣīṇaṃ kṣīṇakarmāṇaṃ taṃ devā brāhmaṇaṃ viduḥ

Ohne Segenswunsch, ohne Beginnen, ohne Verneigung, ohne Lobpreis, unvergänglich, mit erschöpften Werken – den kennen die Götter als Brahmanen.

Wort für Wort
nirāśiṣam anārambhaṃ
ohne Segenswunsch, ohne Unternehmung (Akk.)
nirnamaskāram astutim
ohne Verneigung, ohne Lobpreis
akṣīṇaṃ kṣīṇakarmāṇaṃ
unvergänglich, mit erschöpften Werken
taṃ devā brāhmaṇaṃ viduḥ
den die Götter als Brahmanen kennen (Perf. 3.Pl.)

nāśrāvayan na ca yajan na dadad brāhmaṇeṣu ca; grāmyāṃ vṛttiṃ lipsamānaḥ kāṃ gatiṃ yāti jājale; idaṃ tu daivataṃ kṛtvā yathā yajñam avāpnuyāt

Wer weder den Ruf [āśrāvaya] ausruft noch opfert noch den Brahmanen gibt und nur die weltliche Lebensweise begehrt – welchen Weg geht der, Jājali? Dies aber zur Gottheit machend, könnte er das Opfer erlangen [?].

Wort für Wort
nāśrāvayan na ca yajan
nicht ausrufend den āśrāvaya-Ruf, nicht opfernd (Part.Präs.)
na dadad brāhmaṇeṣu ca
nicht gebend an Brahmanen (Part.; Lok.Pl.)
grāmyāṃ vṛttiṃ lipsamānaḥ
weltliche Lebensweise erstrebend (Akk.; Part.Desid.)
kāṃ gatiṃ yāti jājale
welchen Weg geht er, Jājali (3.Sg.Präs.; Vok.)
idaṃ tu daivataṃ kṛtvā
dies aber zur Gottheit machend (Abs.)
yathā yajñam avāpnuyāt
wie er das Opfer erlangen könnte (Opt.)

Zweite Hälfte unsicher.

jājalir uvāca; na vai munīnāṃ śṛṇumaḥ sma tattvaṃ; pṛcchāmi tvā vāṇija kaṣṭam etat; pūrve pūrve cāsya nāvekṣamāṇā; nātaḥ paraṃ tam ṛṣayaḥ sthāpayanti

Jājali sprach: „Die Wahrheit der Weisen hören wir nicht; ich frage dich, Händler, diese schwierige Sache. Die Früheren und Früheren, die darauf nicht achten [?] – darüber hinaus setzen die Ṛṣis ihn nicht fest [?].“

Wort für Wort
jājalir uvāca
Jājali sprach
na vai munīnāṃ śṛṇumaḥ sma tattvaṃ
nicht fürwahr der Weisen Wahrheit hören wir (1.Pl.Präs.; Gen.Pl.)
pṛcchāmi tvā vāṇija kaṣṭam etat
ich frage dich, Händler, diese schwierige [Sache] (Vok.)
pūrve pūrve cāsya nāvekṣamāṇā
die Früheren und Früheren, dies nicht beachtend [?]
nātaḥ paraṃ tam ṛṣayaḥ sthāpayanti
nicht darüber hinaus ihn die Ṛṣis festsetzen [?]

Zweite Vershälfte unklar.

asminn evātmatīrthe na paśavaḥ prāpnuyuḥ sukham; atha svakarmaṇā kena vāṇija prāpnuyāt sukham; śaṃsa me tan mahāprājña bhṛśaṃ vai śraddadhāmi te

„Bei diesem Selbst-Heiligtum fänden die Tiere kein Glück. Wodurch aber, Händler, gelangt man durch eigenes Tun zum Glück? Sag mir das, sehr Weiser; ich glaube dir gewiss.“

Wort für Wort
asminn evātmatīrthe
in eben diesem Selbst-Heiligtum (Lok.)
na paśavaḥ prāpnuyuḥ sukham
nicht Tiere erlangten Glück (Opt. 3.Pl.)
atha svakarmaṇā kena
wodurch aber durch eigenes Tun (Instr.)
vāṇija prāpnuyāt sukham
Händler, erlangte man Glück (Vok.; Opt.)
śaṃsa me tan mahāprājña
sag mir das, sehr Weiser (Imp.; Vok.)
bhṛśaṃ vai śraddadhāmi te
sehr fürwahr glaube ich dir (1.Sg.Präs.)

tulādhāra uvāca; uta yajñā utāyajñā makhaṃ nārhanti te kva cit; ājyena payasā dadhnā pūrṇāhutyā viśeṣataḥ; vālaiḥ śṛṅgeṇa pādena saṃbhavaty eva gaurmakham

Tulādhāra sprach: „Es gibt Opfernde und Nicht-Opfernde; sie taugen nirgends zum Opfer [?]. Mit Ghee, Milch, Sauermilch, besonders mit der Vollopfergabe, mit Haaren, Horn und Fuß wird die Kuh selbst zum Opfer [?].“

Wort für Wort
tulādhāra uvāca
Tulādhāra sprach
uta yajñā utāyajñā
teils Opfernde, teils Nicht-Opfernde [?]
makhaṃ nārhanti te kva cit
das Opfer verdienen sie nirgends (3.Pl.Präs.)
ājyena payasā dadhnā
mit Ghee, Milch, Sauermilch (Instr.)
pūrṇāhutyā viśeṣataḥ
mit der Vollopfergabe besonders
vālaiḥ śṛṅgeṇa pādena
mit Haaren, Horn, Fuß (Instr.)
saṃbhavaty eva gaurmakham
wird eben die Kuh Opfer [?] (3.Sg.Präs.)

Vers dunkel; Wiedergabe unsicher.

patnīṃ cānena vidhinā prakaroti niyojayan; puroḍāśo hi sarveṣāṃ paśūnāṃ medhya ucyate

Auch die Gattin bestellt er nach dieser Vorschrift dazu; der Reiskuchen gilt von allen Tieren als opfertauglich.

Wort für Wort
patnīṃ cānena vidhinā
und die Gattin nach dieser Vorschrift (Akk.; Instr.)
prakaroti niyojayan
macht er, einsetzend (3.Sg.Präs.; Part.Kaus.)
puroḍāśo hi sarveṣāṃ
der Reiskuchen ja von allen (Nom.; Gen.Pl.)
paśūnāṃ medhya ucyate
der Tiere opfertauglich wird genannt (Gen.Pl.; 3.Sg.Pass.)

Deutung von „prakaroti niyojayan“ unsicher [?].

sarvā nadyaḥ sarasvatyaḥ sarve puṇyāḥ śiloccayāḥ; jājale tīrtham ātmaiva mā sma deśātithir bhava

Alle Flüsse sind Sarasvatīs, alle Felshügel heilig; Jājali, das Heiligtum ist das Selbst selbst: werde nicht zum Gast bei fremden Orten.

Wort für Wort
sarvā nadyaḥ sarasvatyaḥ
alle Flüsse [sind] Sarasvatīs
sarve puṇyāḥ śiloccayāḥ
alle heilig, die Felshügel
jājale tīrtham ātmaiva
Jājali, Heiligtum das Selbst eben (Vok.)
mā sma deśātithir bhava
sei nicht Gast der Orte (Prohibitiv)

etān īdṛśakān dharmān ācarann iha jājale; kāraṇair dharmam anvicchan na lokān āpnute śubhān

Wer diese derartigen Dharmas hier befolgt, Jājali, [doch] das Dharma um äußerer Gründe willen sucht, erlangt die glückseligen Welten nicht [?].

Wort für Wort
etān īdṛśakān dharmān
diese derartigen Dharmas (Akk.Pl.)
ācarann iha jājale
befolgend hier, Jājali (Part.Präs.; Vok.)
kāraṇair dharmam anvicchan
durch Gründe [?] Dharma suchend (Instr.Pl.; Part.)
na lokān āpnute śubhān
nicht erlangt er die Welten, glückliche (3.Sg.Präs.Med.)

Deutung von „kāraṇaiḥ“ unsicher.

bhīṣma uvāca; etān īdṛśakān dharmāṃs tulādhāraḥ praśaṃsati; upapattyā hi saṃpannān nityaṃ sadbhir niṣevitān

Bhīṣma sprach: „Diese derartigen Dharmas preist Tulādhāra, die durch Begründung vollkommen sind und stets von den Guten geübt werden.“

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
etān īdṛśakān dharmāṃs
diese derartigen Dharmas (Akk.Pl.)
tulādhāraḥ praśaṃsati
Tulādhāra preist (3.Sg.Präs.)
upapattyā hi saṃpannān
durch Begründung ja vollkommene (Instr.; Part.Pass.)
nityaṃ sadbhir niṣevitān
stets von Guten geübte (Instr.Pl.; Part.Pass.)

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