Mahābhārata · Śāntiparva
Kapitel 38: yudhiṣṭhirasya śokāpanodanaṃ nagarapraveśaś ca
Yudhiṣṭhiras Trauer wird zerstreut; er zieht feierlich in Hastināpura ein
Yudhiṣṭhira klagt über die Schuld des Krieges; Vyāsa weist ihn an Bhīṣma, Kṛṣṇa und andere bewegen ihn zum Aufbruch. Es folgt der prunkvolle Einzug in die Stadt.
yudhiṣṭhira uvāca; śrotum icchāmi bhagavan vistareṇa mahāmune; rājadharmān dvijaśreṣṭha cāturvarṇyasya cākhilān
Yudhiṣṭhira sprach: „Ich möchte, o Erhabener, o großer Weiser, ausführlich hören, o Bester der Zweimalgeborenen, alle Königspflichten, und zwar die der vier Stände insgesamt.
Wort für Wort yudhiṣṭhira uvāca Yudhiṣṭhira sprach (Perf. 3.Sg.) śrotum icchāmi bhagavan hören will ich, Erhabener (Inf.; 1.Sg.Präs.; Vok.) vistareṇa mahāmune ausführlich, großer Weiser (Instr.; Vok.) rājadharmān dvijaśreṣṭha die Königspflichten, Bester der Zweimalgeborenen (Akk.Pl.; Vok.) cāturvarṇyasya cākhilān des Vierständewesens, und zwar vollständig (Gen.; Akk.Pl.) āpatsu ca yathā nītir vidhātavyā mahīkṣitā; dharmyam ālambya panthānaṃ vijayeyaṃ kathaṃ mahīm
Und wie ein König in Notlagen die Staatsklugheit walten lassen muss: Indem ich mich auf den Pfad des Dharma stütze, wie könnte ich die Erde gewinnen?
Wort für Wort āpatsu ca yathā nītir und in Nöten, wie die Klugheit/Politik (Lok.Pl.; Nom.Sg.) vidhātavyā mahīkṣitā zu handhaben ist vom Erdherrscher (Gerundiv; Instr.) dharmyam ālambya panthānam den dharmagemäßen Pfad, sich stützend auf (Akk.; Abs.) vijayeyaṃ kathaṃ mahīm könnte ich erobern, wie, die Erde (Opt. 1.Sg.; Akk.) prāyaścittakathā hy eṣā bhakṣyābhakṣyavivardhitā; kautūhalānupravaṇā harṣaṃ janayatīva me
Denn diese Erörterung über die Sühne, [die] durch [Regeln über] Erlaubtes und Unerlaubtes an Speise erweitert [ist] und zur Neugier hinneigt, erzeugt in mir gleichsam Freude.
Wort für Wort prāyaścittakathā hy eṣā denn diese Sühne-Erzählung/-Rede (Nom.Sg.f.) bhakṣyābhakṣyavivardhitā durch Essbares und Nicht-Essbares vermehrt (Kompositum; Part.) kautūhalānupravaṇā zur Neugier hingeneigt (Kompositum; Nom.Sg.f.) harṣaṃ janayatīva me Freude erzeugt gleichsam mir/in mir (Akk.; 3.Sg.Präs.; Gen./Dat.) dharmacaryā ca rājyaṃ ca nityam eva virudhyate; yena muhyati me cetaś cintayānasya nityaśaḥ
Doch Dharma-Wandel und Königsherrschaft stehen stets im Widerspruch zueinander, wodurch mein Geist, während ich ständig nachsinne, verwirrt wird.
Wort für Wort dharmacaryā ca rājyaṃ ca und Dharma-Wandel und Königtum (Nom.Sg.) nityam eva virudhyate immer eben widerstreitet [einander] (3.Sg.Präs. Med.) yena muhyati me cetaś wodurch verwirrt wird mein Denken (3.Sg.Präs.; Gen.; Nom.) cintayānasya nityaśaḥ des Nachsinnenden, beständig (Part. Med. Gen.; Adv.) vaiśaṃpāyana uvāca; tam uvāca mahātejā vyāso vedavidāṃ varaḥ; nāradaṃ samabhiprekṣya sarvaṃ jānan purātanam
Vaiśaṃpāyana sprach: Zu ihm sprach der hochgewaltige Vyāsa, der Beste der Veda-Kundigen, der alles Uralte weiß, indem er zu Nārada hinblickte:
Wort für Wort vaiśaṃpāyana uvāca Vaiśaṃpāyana sprach (Perf. 3.Sg.) tam uvāca mahātejā zu ihm sprach der Hochgewaltige (Akk.; Perf.; Nom.) vyāso vedavidāṃ varaḥ Vyāsa, der Beste der Veda-Kenner (Nom.; Gen.Pl.; Nom.) nāradaṃ samabhiprekṣya Nārada anblickend (Akk.; Abs.) sarvaṃ jānan purātanam alles wissend, Uraltes (Part.Präs.; Akk.) śrotum icchasi ced dharmān akhilena yudhiṣṭhira; praihi bhīṣmaṃ mahābāho vṛddhaṃ kurupitāmaham
„Wenn du die Pflichten vollständig hören willst, Yudhiṣṭhira, so geh zu Bhīṣma, du Starkarmiger, dem greisen Großvater der Kuru.
Wort für Wort śrotum icchasi ced dharmān wenn du hören willst die Pflichten (Inf.; 2.Sg.; Akk.Pl.) akhilena yudhiṣṭhira vollständig, Yudhiṣṭhira (Instr.; Vok.) praihi bhīṣmaṃ mahābāho geh hin zu Bhīṣma, Starkarmiger (Imp. 2.Sg.; Akk.; Vok.) vṛddhaṃ kurupitāmaham den Greisen, den Großvater der Kuru (Akk.) sa te sarvarahasyeṣu saṃśayān manasi sthitān; chettā bhāgīrathīputraḥ sarvajñaḥ sarvadharmavit
Er wird dir in allen Geheimlehren die im Geist sitzenden Zweifel zerschneiden, der Sohn der Bhāgīrathī, der Allwissende, der alle Pflichten Kundige.
Wort für Wort sa te sarvarahasyeṣu er dir in allen Geheimnissen (Nom.; Dat.; Lok.Pl.) saṃśayān manasi sthitān die Zweifel, im Geist ruhende (Akk.Pl.; Lok.; Part.) chettā bhāgīrathīputraḥ wird zerschneiden, der Sohn der Bhāgīrathī (Nomen agentis Fut.; Nom.) sarvajñaḥ sarvadharmavit allwissend, alle Dharmas kennend (Nom.) janayām āsa yaṃ devī divyā tripathagā nadī; sākṣād dadarśa yo devān sarvāñ śakrapurogamān
[Er,] den die göttliche Göttin, der Fluss, der auf drei Pfaden geht [Gaṅgā], gebar, der leibhaftig alle Götter mit Śakra an der Spitze gesehen hat,
Wort für Wort janayām āsa yaṃ devī gebar, den die Göttin (Perf. periphrast.; Akk.; Nom.) divyā tripathagā nadī die göttliche, dreipfadgehende Fluss (Nom.f.) sākṣād dadarśa yo devān leibhaftig sah, der die Götter (Adv.; Perf.; Nom.; Akk.) sarvāñ śakrapurogamān alle, Śakra als Vorangehenden habend (Akk.Pl.) bṛhaspatipurogāṃś ca devarṣīn asakṛt prabhuḥ; toṣayitvopacāreṇa rājanītim adhītavān
und der, der Herr, immer wieder die göttlichen Seher mit Bṛhaspati an der Spitze durch Dienstbeflissenheit zufriedenstellte und [so] die Königspolitik erlernte.
Wort für Wort bṛhaspatipurogāṃś ca und die von Bṛhaspati angeführten (Akk.Pl.) devarṣīn asakṛt prabhuḥ göttlichen Seher, mehrmals, der Herr (Akk.Pl.; Adv.; Nom.) toṣayitvopacāreṇa zufriedengestellt habend durch Dienst (Abs.; Instr.) rājanītim adhītavān die Königspolitik hat gelernt (Akk.; Part. Perf. Akt.) uśanā veda yac chāstraṃ devāsuragurur dvijaḥ; tac ca sarvaṃ savaiyākhyaṃ prāptavān kurusattamaḥ
Die Lehre, die Uśanas kannte, der Zweimalgeborene, der Lehrer der Götter und Asuras, all diese hat er samt den Erläuterungen erlangt, der Beste der Kuru.
Wort für Wort uśanā veda yac chāstraṃ Uśanas wusste, welche Lehre (Nom.; Perf.; Akk.) devāsuragurur dvijaḥ der Lehrer der Götter und Asuras, der Zweimalgeborene (Nom.) tac ca sarvaṃ savaiyākhyaṃ und diese ganze samt Erläuterung (Akk.; Kompositum) prāptavān kurusattamaḥ erlangt hat der Kuru-Beste (Part. Perf.; Nom.) bhārgavāc cyavanāc cāpi vedān aṅgopabṛṃhitān; pratipede mahābuddhir vasiṣṭhāc ca yatavratāt
Von Bhārgava Cyavana ebenso die Veden, mit Vedāṅgas und Ergänzungen, erlangte der hochgeistige, und von Vasiṣṭha, dem in seinen Gelübden Standhaften.
Wort für Wort bhārgavāc cyavanāc cāpi von Bhārgava Cyavana auch (Abl.) vedān aṅgopabṛṃhitān die Veden, mit Gliedern und Ergänzungen versehen (Akk.Pl.) pratipede mahābuddhir erlangte, der Hochverständige (Perf. Med.; Nom.) vasiṣṭhāc ca yatavratāt und von Vasiṣṭha, dem Gelübdebeherrschten (Abl.) pitāmahasutaṃ jyeṣṭhaṃ kumāraṃ dīptatejasam; adhyātmagatitattvajñam upāśikṣata yaḥ purā
Den ältesten Sohn des Großvaters, Kumāra, den Strahlenden, der den Weg und die Wahrheit des Selbst kennt, hat er einst als Schüler befragt.
Wort für Wort pitāmahasutaṃ jyeṣṭhaṃ den Sohn des Großvaters, den Ältesten (Akk.) kumāraṃ dīptatejasam Kumāra, leuchtend an Kraft (Akk.) adhyātmagatitattvajñam den Kenner von Weg und Wahrheit des Selbst (Akk.) upāśikṣata yaḥ purā suchte zu lernen, welcher einst (Impf. Med.; Nom.; Adv.) Kumāra ist wohl Sanatkumāra; „den Sohn des Großvaters“ = Sohn Brahmās.
mārkaṇḍeyamukhāt kṛtsnaṃ yatidharmam avāptavān; rāmād astrāṇi śakrāc ca prāptavān bharatarṣabha
Aus Mārkaṇḍeyas Mund erlangte er die ganze Asketenpflicht; von Rāma die Waffen, und von Śakra, Stier der Bharata.
Wort für Wort mārkaṇḍeyamukhāt kṛtsnaṃ aus dem Mund des Mārkaṇḍeya ganz (Abl.; Akk.) yatidharmam avāptavān die Asketenpflicht erlangte (Akk.; Part. Perf.) rāmād astrāṇi śakrāc ca von Rāma Wurfwaffen, und von Śakra (Abl.; Akk.Pl.) prāptavān bharatarṣabha erlangte, Stier der Bharata (Part.; Vok.) mṛtyur ātmecchayā yasya jātasya manujeṣv api; tathānapatyasya sataḥ puṇyalokā divi śrutāḥ
Dessen Tod [tritt] nach eigenem Willen [ein], obwohl er unter Menschen geboren ist; und obwohl er kinderlos ist, sind ihm heilige Welten im Himmel verheißen.
Wort für Wort mṛtyur ātmecchayā yasya der Tod nach eigenem Wunsch, dessen (Nom.; Instr.; Gen.) jātasya manujeṣv api des Geborenen auch unter Menschen (Part. Gen.; Lok.Pl.) tathānapatyasya sataḥ ebenso des Kinderlosen, der er ist (Gen.; Part. Gen.) puṇyalokā divi śrutāḥ Verdienstwelten im Himmel, gehört/verheißen (Nom.Pl.; Lok.; Part.) yasya brahmarṣayaḥ puṇyā nityam āsan sabhāsadaḥ; yasya nāviditaṃ kiṃ cij jñānajñeyeṣu vidyate
Dessen Sitzungsgenossen stets heilige Brahmanen-Seher waren, und dem unter den Gegenständen des Wissens und Wissbaren nichts unbekannt ist.
Wort für Wort yasya brahmarṣayaḥ puṇyā dessen Brahmanen-Seher, heilige (Gen.; Nom.Pl.) nityam āsan sabhāsadaḥ immer waren Sitzungsgenossen (Impf. 3.Pl.; Nom.Pl.) yasya nāviditaṃ kiṃ cij dessen nicht unbekannt irgendetwas (Gen.; Part.) jñānajñeyeṣu vidyate unter Wissen und Wissbarem ist vorhanden (Lok.Pl.; 3.Sg.Präs. Pass.) sa te vakṣyati dharmajñaḥ sūkṣmadharmārthatattvavit; tam abhyehi purā prāṇān sa vimuñcati dharmavit
Er, der Dharma-Kenner, der die feinen Wahrheiten von Dharma und Nutzen kennt, wird es dir sagen. Geh zu ihm, ehe er die Lebenshauche entlässt, der Dharma-Kundige.
Wort für Wort sa te vakṣyati dharmajñaḥ er dir wird sagen, der Dharma-Kenner (Fut. 3.Sg.) sūkṣmadharmārthatattvavit der die Wahrheit feiner Pflicht und Nutzens kennt (Nom.) tam abhyehi purā prāṇān zu ihm geh hin, bevor die Lebenshauche (Imp. 2.Sg.; Akk.Pl.) sa vimuñcati dharmavit er entlässt, der Dharma-Kenner (3.Sg.Präs.) purā mit Präsens: „bevor“, hier mit vimuñcati als Fut. gebraucht.
evam uktas tu kaunteyo dīrghaprajño mahādyutiḥ; uvāca vadatāṃ śreṣṭhaṃ vyāsaṃ satyavatīsutam
So angesprochen, sagte der Kuntī-Sohn, der weit Denkende, der hoch Strahlende, zu Vyāsa, dem Besten der Redner, dem Sohn der Satyavatī:
Wort für Wort evam uktas tu kaunteyo so angesprochen aber der Kuntī-Sohn (Part.; Nom.) dīrghaprajño mahādyutiḥ weitsichtig, hochstrahlend (Nom.) uvāca vadatāṃ śreṣṭhaṃ sprach zum Besten der Redenden (Perf.; Gen.Pl.; Akk.) vyāsaṃ satyavatīsutam zu Vyāsa, dem Sohn der Satyavatī (Akk.) vaiśasaṃ sumahat kṛtvā jñātīnāṃ lomaharṣaṇam; āgaskṛt sarvalokasya pṛthivīnāśakārakaḥ
„Ein sehr großes, den Verwandten Schauder erregendes Gemetzel habe ich angerichtet, ein Schuldiger gegen die ganze Welt, ein Verursacher des Untergangs der Erde.
Wort für Wort vaiśasaṃ sumahat kṛtvā ein Gemetzel, sehr großes, getan habend (Akk.; Abs.) jñātīnāṃ lomaharṣaṇam der Verwandten Haarsträuben erregend (Gen.Pl.; Akk.) āgaskṛt sarvalokasya Übeltäter an der ganzen Welt (Nom.; Gen.) pṛthivīnāśakārakaḥ Bewirker des Untergangs der Erde (Nom.) ghātayitvā tam evājau chalenājihmayodhinam; upasaṃpraṣṭum arhāmi tam ahaṃ kena hetunā
Nachdem ich eben jenen im Kampf durch List töten ließ, der ohne Arg kämpfte, mit welchem Recht dürfte ich ihn [nun] befragen?“
Wort für Wort ghātayitvā tam evājau töten lassen habend eben ihn im Kampf (Abs. Kaus.; Akk.; Lok.) chalenājihmayodhinam durch List den geradlinig Kämpfenden (Instr.; Akk.) upasaṃpraṣṭum arhāmi zu befragen bin ich würdig (Inf.; 1.Sg.Präs.) tam ahaṃ kena hetunā ihn ich, aus welchem Grund (Akk.; Nom.; Instr.) tatas taṃ nṛpatiśreṣṭhaṃ cāturvarṇyahitepsayā; punar āha mahābāhur yaduśreṣṭho mahādyutiḥ
Da sagte zu diesem besten der Könige, im Wunsch nach dem Wohl der vier Stände, wiederum der Starkarmige, der Beste der Yadu, der hoch Strahlende [Kṛṣṇa]:
Wort für Wort tatas taṃ nṛpatiśreṣṭhaṃ darauf zu ihm, dem Besten der Könige (Adv.; Akk.) cāturvarṇyahitepsayā aus Wunsch nach dem Wohl der vier Stände (Instr.) punar āha mahābāhur wieder sprach der Starkarmige (Adv.; Perf.; Nom.) yaduśreṣṭho mahādyutiḥ der Yadu-Beste, hochstrahlend (Nom.) nedānīm atinirbandhaṃ śoke kartum ihārhasi; yad āha bhagavān vyāsas tat kuruṣva nṛpottama
„Du darfst jetzt nicht allzu hartnäckig in der Trauer verharren. Was der ehrwürdige Vyāsa sagt, das tue, bester der Könige.
Wort für Wort nedānīm atinirbandhaṃ nicht jetzt zu große Hartnäckigkeit (Adv.; Akk.) śoke kartum ihārhasi in der Trauer zu machen hier ziemt dir (Lok.; Inf.; 2.Sg.) yad āha bhagavān vyāsas was sagt der Ehrwürdige Vyāsa (Perf.; Nom.) tat kuruṣva nṛpottama das tue, Bester der Könige (Imp. Med.; Vok.) brāhmaṇās tvāṃ mahābāho bhrātaraś ca mahaujasaḥ; parjanyam iva gharmārtā āśaṃsānā upāsate
Brahmanen und deine gewaltigen Brüder, du Starkarmiger, warten auf dich, erhoffend, wie von der Hitze Gequälte auf die Regenwolke.
Wort für Wort brāhmaṇās tvāṃ mahābāho Brahmanen dich, Starkarmiger (Nom.Pl.; Akk.; Vok.) bhrātaraś ca mahaujasaḥ und Brüder, überaus kraftvoll (Nom.Pl.) parjanyam iva gharmārtā wie die Regenwolke, von Hitze Geplagte (Akk.; Nom.Pl.) āśaṃsānā upāsate hoffend, warten sie auf (Part. Med.; 3.Pl.Präs.) hataśiṣṭāś ca rājānaḥ kṛtsnaṃ caiva samāgatam; cāturvarṇyaṃ mahārāja rāṣṭraṃ te kurujāṅgalam
Die übrig gebliebenen Könige und das ganze Vierständevolk, o Großkönig, ist [hier] versammelt, [in] deinem Reich Kurujāṅgala.
Wort für Wort hataśiṣṭāś ca rājānaḥ und die von den Erschlagenen übrigen Könige (Nom.Pl.) kṛtsnaṃ caiva samāgatam und ganz, versammelt (Nom.Sg.n.; Part.) cāturvarṇyaṃ mahārāja die vier Stände, Großkönig (Nom.; Vok.) rāṣṭraṃ te kurujāṅgalam Reich dein, Kurujāṅgala (Nom.; Gen.) Syntax locker: kṛtsnaṃ … samāgatam bezieht sich auf cāturvarṇyam und rāṣṭram; Satz ohne finites Verb.
priyārtham api caiteṣāṃ brāhmaṇānāṃ mahātmanām; niyogād asya ca guror vyāsasyāmitatejasaḥ
Auch zur Freude dieser edlen Brahmanen und auf Geheiß dieses Lehrers, des unermesslich strahlenden Vyāsa,
Wort für Wort priyārtham api caiteṣāṃ auch zur Freude dieser (Adv.; Gen.Pl.) brāhmaṇānāṃ mahātmanām der Brahmanen, der Hochgesinnten (Gen.Pl.) niyogād asya ca guror auf Geheiß dieses und Lehrers (Abl.; Gen.) vyāsasyāmitatejasaḥ des Vyāsa, des unermesslich Strahlenden (Gen.) Satz setzt sich in 25 fort.
suhṛdāṃ cāsmad ādīnāṃ draupadyāś ca paraṃtapa; kuru priyam amitraghna lokasya ca hitaṃ kuru
und der Freunde, uns und anderer, und der Draupadī, du Feindebezwinger: tu [ihnen] den Gefallen, du Feindetöter, und tu, was der Welt frommt.“
Wort für Wort suhṛdāṃ cāsmad ādīnāṃ und der Freunde, beginnend mit uns (Gen.Pl.) draupadyāś ca paraṃtapa und der Draupadī, Feindebezwinger (Gen.; Vok.) kuru priyam amitraghna tu das Liebe, Feindetöter (Imp.; Akk.; Vok.) lokasya ca hitaṃ kuru und der Welt das Heilsame tu (Gen.; Akk.; Imp.) evam uktas tu kṛṣṇena rājā rājīvalocanaḥ; hitārthaṃ sarvalokasya samuttasthau mahātapāḥ
So von Kṛṣṇa angesprochen, erhob sich der lotosäugige König, der große Asket, zum Wohl der ganzen Welt.
Wort für Wort evam uktaḥ tu kṛṣṇena so aber angesprochen von Kṛṣṇa (Part.Pass./Instr.) rājā rājīvalocanaḥ der König, lotosäugig (Nom.Sg./Kompositum) hitārthaṃ sarvalokasya zum Wohl der ganzen Welt (Akk.Adv./Gen.Sg.) samuttasthau mahātapāḥ erhob sich, der große Asket (3.Sg.Perf./Nom.Sg.) so 'nunīto naravyāghro viṣṭaraśravasā svayam; dvaipāyanena ca tathā devasthānena jiṣṇunā
Er, der Tiger unter den Männern, wurde besänftigt, selbst von Viṣṭaraśravas, ebenso von Dvaipāyana und von Devasthāna und Jiṣṇu [Arjuna].
Wort für Wort saḥ anunītaḥ er, besänftigt (Nom.Sg./Part.Pass.) naravyāghraḥ Tiger unter den Männern (Nom.Sg.) viṣṭaraśravasā svayam von Viṣṭaraśravas selbst (Instr.Sg./Adv.) dvaipāyanena ca tathā und von Dvaipāyana ebenso (Instr.Sg.) devasthānena jiṣṇunā von Devasthāna, von Jiṣṇu (Instr.Sg.) etaiś cānyaiś ca bahubhir anunīto yudhiṣṭhiraḥ; vyajahān mānasaṃ duḥkhaṃ saṃtāpaṃ ca mahāmanāḥ
Von diesen und vielen anderen besänftigt, ließ Yudhiṣṭhira, der Hochgesinnte, den Kummer des Geistes und die Glut [der Reue] fahren.
Wort für Wort etaiḥ ca anyaiḥ ca bahubhiḥ von diesen und von vielen anderen (Instr.Pl.) anunītaḥ yudhiṣṭhiraḥ besänftigt, Yudhiṣṭhira (Part.Pass./Nom.Sg.) vyajahāt mānasaṃ duḥkham gab auf den geistigen Kummer (3.Sg.Impf./Akk.Sg.) saṃtāpaṃ ca mahāmanāḥ und die Glut/Qual, der Hochgesinnte (Akk.Sg./Nom.Sg.) śrutavākyaḥ śrutanidhiḥ śrutaśravyaviśāradaḥ; vyavasya manasaḥ śāntim agacchat pāṇḍunandanaḥ
Der Pāṇḍu-Sohn, der auf Gehörtes achtete, ein Schatz des Gehörten [der Überlieferung], geschickt in dem, was zu hören ist, fasste einen Entschluss und gelangte zur Ruhe des Geistes.
Wort für Wort śrutavākyaḥ auf Gehörtes/Überliefertes achtend (Kompositum, Nom.Sg.) śrutanidhiḥ Schatz des Gehörten (Nom.Sg.) śrutaśravyaviśāradaḥ kundig in Gehörtem und Hörenswertem (Nom.Sg.) vyavasya nachdem er sich entschieden hatte (Abs.) manasaḥ śāntim agacchat zur Ruhe des Geistes gelangte er (Gen.Sg./Akk.Sg./3.Sg.Impf.) pāṇḍunandanaḥ der Pāṇḍu-Sohn (Nom.Sg.) sa taiḥ parivṛto rājā nakṣatrair iva candramāḥ; dhṛtarāṣṭraṃ puraskṛtya svapuraṃ praviveśa ha
Von ihnen umgeben wie der Mond von den Sternen, zog der König, Dhṛtarāṣṭra voranstellend, in seine eigene Stadt ein.
Wort für Wort saḥ taiḥ parivṛtaḥ rājā er, von ihnen umgeben, der König (Nom.Sg./Instr.Pl./Part.Pass.) nakṣatraiḥ iva candramāḥ wie der Mond von den Sternen (Instr.Pl./Nom.Sg.) dhṛtarāṣṭraṃ puraskṛtya Dhṛtarāṣṭra vorangestellt (Akk.Sg./Abs.) svapuraṃ praviveśa ha in seine eigene Stadt trat er ein, fürwahr (Akk.Sg./3.Sg.Perf.) pravivikṣuḥ sa dharmajñaḥ kuntīputro yudhiṣṭhiraḥ; arcayām āsa devāṃś ca brāhmaṇāṃś ca sahasraśaḥ
Als er einziehen wollte, verehrte Yudhiṣṭhira, der Sohn Kuntīs, der Kenner des Dharma, die Götter und Brahmanen zu Tausenden.
Wort für Wort pravivikṣuḥ saḥ dharmajñaḥ einzutreten wünschend, er, der Dharma-Kenner (Nom.Sg.) kuntīputraḥ yudhiṣṭhiraḥ Sohn der Kuntī, Yudhiṣṭhira (Nom.Sg.) arcayām āsa devān ca verehrte die Götter und (3.Sg.Perf.Periphr./Akk.Pl.) brāhmaṇān ca sahasraśaḥ und die Brahmanen zu Tausenden (Akk.Pl./Adv.) tato rathaṃ navaṃ śubhraṃ kambalājinasaṃvṛtam; yuktaṃ ṣoḍaśabhir gobhiḥ pāṇḍuraiḥ śubhalakṣaṇaiḥ
Dann [bestieg er] einen neuen, strahlenden Wagen, bedeckt mit Wolldecke und Antilopenfell, bespannt mit sechzehn weißen Rindern mit glückverheißenden Zeichen,
Wort für Wort tataḥ ratham navaṃ śubhram dann einen Wagen, neu, strahlend (Adv./Akk.Sg.) kambalājinasaṃvṛtam bedeckt mit Wolldecke und Antilopenfell (Akk.Sg./Kompositum) yuktaṃ ṣoḍaśabhiḥ gobhiḥ bespannt mit sechzehn Rindern (Akk.Sg./Instr.Pl.) pāṇḍuraiḥ śubhalakṣaṇaiḥ weißen, mit glückverheißenden Merkmalen (Instr.Pl.) Das Verb folgt in Vers 33 (āruroha).
mantrair abhyarcitaḥ puṇyaiḥ stūyamāno maharṣibhiḥ; āruroha yathā devaḥ somo 'mṛtamayaṃ ratham
von heiligen Sprüchen geweiht, von den großen Sehern gepriesen, bestieg er ihn, wie der Gott Soma den aus Unsterblichkeitstrank bestehenden Wagen.
Wort für Wort mantraiḥ abhyarcitaḥ puṇyaiḥ mit Sprüchen verehrt, heiligen (Instr.Pl./Part.Pass.) stūyamānaḥ maharṣibhiḥ gepriesen von den großen Sehern (Part.Pass./Instr.Pl.) āruroha yathā devaḥ bestieg, wie der Gott (3.Sg.Perf./Nom.Sg.) somaḥ amṛtamayaṃ ratham Soma den aus Unsterblichkeit bestehenden Wagen (Nom.Sg./Akk.Sg.) jagrāha raśmīn kaunteyo bhīmo bhīmaparākramaḥ; arjunaḥ pāṇḍuraṃ chatraṃ dhārayām āsa bhānumat
Bhīma, der Kuntī-Sohn, von furchtbarer Tapferkeit, ergriff die Zügel; Arjuna hielt den weißen, glänzenden Schirm.
Wort für Wort jagrāha raśmīn kaunteyaḥ ergriff die Zügel, der Kuntī-Sohn (3.Sg.Perf./Akk.Pl./Nom.Sg.) bhīmaḥ bhīmaparākramaḥ Bhīma, von furchtbarer Tapferkeit (Nom.Sg.) arjunaḥ pāṇḍuraṃ chatram Arjuna den weißen Schirm (Nom.Sg./Akk.Sg.) dhārayām āsa bhānumat hielt, strahlend (3.Sg.Perf.Periphr./Akk.Sg.) dhriyamāṇaṃ tu tac chatraṃ pāṇḍuraṃ tasya mūrdhani; śuśubhe tārakārājasitam abhram ivāmbare
Der weiße Schirm, der über seinem Haupt gehalten wurde, leuchtete wie eine weiße Wolke am Himmel, [nahe] beim Herrn der Sterne [dem Mond].
Wort für Wort dhriyamāṇaṃ tu tat chatram gehalten aber jener Schirm (Part.Pass./Nom.Sg.) pāṇḍuraṃ tasya mūrdhani weiß, über seinem Haupt (Nom.Sg./Gen./Lok.Sg.) śuśubhe leuchtete (3.Sg.Perf.) tārakārājasitam abhram iva weiß wie der Mond, eine Wolke gleichsam [?] (Kompositum/Nom.Sg.) ambare am Himmel (Lok.Sg.) tārakārājasitam: Lesart unsicher; hier als „weiß wie der König der Sterne“ oder „beim Mond“ gefasst.
cāmaravyajane cāsya vīrau jagṛhatus tadā; candraraśmiprabhe śubhre mādrīputrāv alaṃkṛte
Und die beiden Helden, die Söhne Mādrīs, ergriffen damals seine beiden Wedel, strahlend wie Mondlicht, glänzend und geschmückt.
Wort für Wort cāmaravyajane ca asya und die beiden Yakschweif-Wedel von ihm (Akk.Du./Gen.) vīrau jagṛhatuḥ tadā die beiden Helden ergriffen damals (Nom.Du./3.Du.Perf.) candraraśmiprabhe śubhre mondstrahlengleich glänzend, schön (Akk.Du.) mādrīputrau alaṃkṛte die beiden Söhne Mādrīs, [die Wedel] geschmückt (Nom.Du./Akk.Du.) te pañca ratham āsthāya bhrātaraḥ samalaṃkṛtāḥ; bhūtānīva samastāni rājan dadṛśire tadā
Jene fünf Brüder, den Wagen bestiegen habend und aufs Beste geschmückt, wurden damals, o König, gesehen wie alle Elemente [zusammen].
Wort für Wort te pañca ratham āsthāya jene fünf, den Wagen bestiegen habend (Nom.Pl./Akk.Sg./Abs.) bhrātaraḥ samalaṃkṛtāḥ die Brüder, wohlgeschmückt (Nom.Pl.) bhūtāni iva samastāni wie die Elemente, alle zusammen (Nom.Pl.) rājan dadṛśire tadā o König, wurden gesehen damals (Vok.Sg./3.Pl.Perf.Pass.) āsthāya tu rathaṃ śubhraṃ yuktam aśvair mahājavaiḥ; anvayāt pṛṣṭhato rājan yuyutsuḥ pāṇḍavāgrajam
Auf einen strahlenden Wagen gestiegen, bespannt mit sehr schnellen Rossen, folgte, o König, Yuyutsu von hinten dem Ältesten der Pāṇḍavas.
Wort für Wort āsthāya tu ratham śubhram bestiegen aber den strahlenden Wagen (Abs./Akk.Sg.) yuktam aśvaiḥ mahājavaiḥ bespannt mit Rossen von großer Schnelligkeit (Akk.Sg./Instr.Pl.) anvayāt pṛṣṭhataḥ rājan folgte von hinten, o König (3.Sg.Impf./Adv./Vok.Sg.) yuyutsuḥ pāṇḍavāgrajam Yuyutsu dem Ältesten der Pāṇḍavas (Nom.Sg./Akk.Sg.) rathaṃ hemamayaṃ śubhraṃ sainyasugrīvayojitam; saha sātyakinā kṛṣṇaḥ samāsthāyānvayāt kurūn
Kṛṣṇa, zusammen mit Sātyaki, bestieg einen goldenen, strahlenden Wagen, bespannt mit [den Rossen] Sainya und Sugrīva, und folgte den Kurus.
Wort für Wort rathaṃ hemamayaṃ śubhram einen Wagen, goldenen, strahlenden (Akk.Sg.) sainyasugrīvayojitam mit Sainya und Sugrīva bespannt [?] (Akk.Sg./Kompositum) saha sātyakinā kṛṣṇaḥ zusammen mit Sātyaki, Kṛṣṇa (Instr.Sg./Nom.Sg.) samāsthāya anvayāt kurūn bestiegen habend, folgte den Kurus (Abs./3.Sg.Impf./Akk.Pl.) sainyasugrīva: als Rossnamen (Śaibya und Sugrīva) verstanden [?].
narayānena tu jyeṣṭhaḥ pitā pārthasya bhārata; agrato dharmarājasya gāndhārīsahito yayau
In einem von Menschen getragenen Fahrzeug fuhr, o Bhārata, der ältere Vater des Pārtha [Dhṛtarāṣṭra] vor dem Dharmakönig her, zusammen mit Gāndhārī.
Wort für Wort narayānena tu jyeṣṭhaḥ in einem Menschenfahrzeug aber, der Ältere (Instr.Sg./Nom.Sg.) pitā pārthasya bhārata Vater des Pārtha, o Bhārata (Nom.Sg./Gen.Sg./Vok.Sg.) agrataḥ dharmarājasya vor dem Dharmakönig (Adv./Gen.Sg.) gāndhārīsahitaḥ yayau zusammen mit Gāndhārī fuhr (Nom.Sg./3.Sg.Perf.) kurustriyaś ca tāḥ sarvāḥ kuntī kṛṣṇā ca draupadī; yānair uccāvacair jagmur vidureṇa puraskṛtāḥ
Und alle jene Frauen der Kurus, Kuntī und Kṛṣṇā Draupadī, fuhren in verschiedenartigen Wagen, von Vidura angeführt.
Wort für Wort kurustriyaḥ ca tāḥ sarvāḥ und die Kuru-Frauen, alle diese (Nom.Pl.) kuntī kṛṣṇā ca draupadī Kuntī und Kṛṣṇā Draupadī (Nom.Sg.) yānaiḥ uccāvacaiḥ jagmuḥ in Fahrzeugen, hohen und niedrigen [verschiedenartigen], fuhren (Instr.Pl./3.Pl.Perf.) vidureṇa puraskṛtāḥ von Vidura vorangestellt/angeführt (Instr.Sg./Part.Pass.) tato rathāś ca bahulā nāgāś ca samalaṃkṛtāḥ; pādātāś ca hayāś caiva pṛṣṭhataḥ samanuvrajan
Dann folgten von hinten viele Wagen und geschmückte Elefanten, Fußsoldaten und ebenso Rosse.
Wort für Wort tataḥ rathāḥ ca bahulāḥ dann Wagen und zahlreiche (Adv./Nom.Pl.) nāgāḥ ca samalaṃkṛtāḥ und Elefanten, wohlgeschmückt (Nom.Pl.) pādātāḥ ca hayāḥ ca eva Fußsoldaten und Rosse ebenso (Nom.Pl.) pṛṣṭhataḥ samanuvrajan von hinten folgten (Adv./3.Pl.Impf.) tato vaitālikaiḥ sūtair māgadhaiś ca subhāṣitaiḥ; stūyamāno yayau rājā nagaraṃ nāgasāhvayam
Dann zog der König, von Hofsängern, Sūtas und Māgadhas mit schönen Worten gepriesen, zur Stadt Nāgasāhvaya [Hāstinapura].
Wort für Wort tataḥ vaitālikaiḥ sūtaiḥ dann von Weckern/Hofsängern, Sūtas (Instr.Pl.) māgadhaiḥ ca subhāṣitaiḥ und von Māgadhas, mit schönen Reden (Instr.Pl.) stūyamānaḥ yayau rājā gepriesen zog der König (Part.Pass./3.Sg.Perf./Nom.Sg.) nagaraṃ nāgasāhvayam zur Stadt, Nāgasāhvaya genannt (Akk.Sg.) tat prayāṇaṃ mahābāhor babhūvāpratimaṃ bhuvi; ākulākulam utsṛṣṭaṃ hṛṣṭapuṣṭajanānvitam
Jener Auszug des Langarmigen wurde auf Erden unvergleichlich, ein Gewimmel, ausgelassen, voll fröhlicher, wohlgenährter Menschen.
Wort für Wort tat prayāṇaṃ mahābāhoḥ jener Auszug des Langarmigen (Nom.Sg./Gen.Sg.) babhūva apratimaṃ bhuvi wurde unvergleichlich auf Erden (3.Sg.Perf./Nom.Sg./Lok.Sg.) ākulākulam utsṛṣṭam ein wirres Gedränge, ausgelassen (Nom.Sg.) hṛṣṭapuṣṭajanānvitam versehen mit frohen, wohlgenährten Leuten (Nom.Sg./Kompositum) abhiyāne tu pārthasya narair nagaravāsibhiḥ; nagaraṃ rājamārgaś ca yathāvat samalaṃkṛtam
Beim Einzug des Pārtha wurden von den Männern, den Stadtbewohnern, die Stadt und die Königsstraße gebührend geschmückt.
Wort für Wort abhiyāne tu pārthasya beim Heranziehen aber des Pārtha (Lok.Sg./Gen.Sg.) naraiḥ nagaravāsibhiḥ von den Männern, den Stadtbewohnern (Instr.Pl.) nagaraṃ rājamārgaḥ ca die Stadt und die Königsstraße (Nom.Sg.) yathāvat samalaṃkṛtam wie es sich gehört geschmückt (Adv./Part.Pass.) pāṇḍureṇa ca mālyena patākābhiś ca vedibhiḥ; saṃvṛto rājamārgaś ca dhūpanaiś ca sudhūpitaḥ
Die Königsstraße war mit weißen Girlanden, Fahnen und Podesten bedeckt und mit Räucherwerk wohlduftend durchräuchert.
Wort für Wort pāṇḍureṇa ca mālyena mit weißem Kranz (Instr.Sg.) patākābhiḥ ca vedibhiḥ und mit Fahnen, mit Podesten [?] (Instr.Pl.) saṃvṛtaḥ rājamārgaḥ ca bedeckt war die Königsstraße (Part.Pass./Nom.Sg.) dhūpanaiḥ ca sudhūpitaḥ und mit Räucherwerk gut durchräuchert (Instr.Pl./Part.Pass.) vedibhiḥ: „Podeste/Altäre“; Bedeutung an dieser Stelle leicht unsicher [?].
atha cūrṇaiś ca gandhānāṃ nānāpuṣpaiḥ priyaṅgubhiḥ; mālyadāmabhir āsaktai rājaveśmābhisaṃvṛtam
Auch war das Königshaus ringsum bedeckt mit Duftpulvern, mit mancherlei Blumen, mit Priyaṅgu-Blüten und mit aufgehängten Girlanden.
Wort für Wort atha cūrṇaiḥ ca gandhānām dann mit Pulvern von Duftstoffen (Instr.Pl./Gen.Pl.) nānāpuṣpaiḥ priyaṅgubhiḥ mit mancherlei Blumen, mit Priyaṅgu (Instr.Pl.) mālyadāmabhiḥ āsaktaiḥ mit Girlandenschnüren, angebracht/aufgehängt (Instr.Pl./Part.Pass.) rājaveśma abhisaṃvṛtam das Königshaus, ringsum bedeckt (Nom.Sg./Part.Pass.) kumbhāś ca nagaradvāri vāripūrṇā dṛḍhā navāḥ; kanyāḥ sumanasaś chāgāḥ sthāpitās tatra tatra ha
Und am Stadttor wurden hier und dort wassergefüllte, feste, neue Krüge aufgestellt, [dazu] Jungfrauen, Blumen und Ziegen.
Wort für Wort kumbhāḥ ca nagaradvāri und Krüge am Stadttor (Nom.Pl./Lok.Sg.) vāripūrṇāḥ dṛḍhāḥ navāḥ wassergefüllt, fest, neu (Nom.Pl.) kanyāḥ sumanasaḥ chāgāḥ Jungfrauen, Blumen, Ziegen (Nom.Pl.) sthāpitāḥ tatra tatra ha aufgestellt, dort und dort, fürwahr (Part.Pass./Adv.) tathā svalaṃkṛtadvāraṃ nagaraṃ pāṇḍunandanaḥ; stūyamānaḥ śubhair vākyaiḥ praviveśa suhṛdvṛtaḥ
So zog der Pāṇḍu-Sohn, mit guten Worten gepriesen und von Freunden umgeben, in die Stadt mit schön geschmückten Toren ein.
Wort für Wort tathā svalaṃkṛtadvāram so, mit schön geschmückten Toren (Adv./Akk.Sg.) nagaraṃ pāṇḍunandanaḥ in die Stadt, der Pāṇḍu-Sohn (Akk.Sg./Nom.Sg.) stūyamānaḥ śubhaiḥ vākyaiḥ gepriesen mit guten Worten (Part.Pass./Instr.Pl.) praviveśa suhṛdvṛtaḥ trat ein, von Freunden umgeben (3.Sg.Perf./Nom.Sg.)
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