Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Śāntiparva

Kapitel 271: jīvavarṇagatiḥ Sanatkumāra belehrt Vṛtra über Viṣṇus Größe und die Farben der Seelen

Rahmen: Bhīṣma gibt die Belehrung des Sanatkumāra an den Asura Vṛtra wieder, danach Fragen Yudhiṣṭhiras. Kern ist die Lehre von sechs Seelenfarben und dem Aufstieg zur Vollendung.

uśanovāca; namas tasmai bhagavate devāya prabhaviṣṇave; yasya pṛthvītalaṃ tāta sākāśaṃ bāhugocaram

Uśanas sprach: Verehrung jenem erhabenen Gott, dem Allmächtigen, dessen Arm-Reichweite, mein Lieber, die Erdfläche samt dem Luftraum ist,

Wort für Wort
uśanā uvāca
Uśanas sprach (Perf. 3.Sg.)
namas tasmai bhagavate devāya prabhaviṣṇave
Verehrung jenem erhabenen Gott, dem Allmächtigen (Dat.)
yasya pṛthvītalaṃ tāta
dessen Erdfläche, Lieber (Gen./Nom./Vok.)
sākāśaṃ bāhugocaram
samt dem Luftraum, im Bereich der Arme (Nom. n.)

mūrdhā yasya tv anantaṃ ca sthānaṃ dānavasattama; tasyāhaṃ te pravakṣyāmi viṣṇor māhātmyam uttamam

und dessen Haupt der Unendliche [?] und dessen Stätte [ist], o Bester der Dānavas: seine höchste Größe will ich dir verkünden, die des Viṣṇu.

Wort für Wort
mūrdhā yasya tv anantaṃ ca
dessen Haupt aber das Unendliche und (Nom.)
sthānaṃ dānavasattama
Stätte, Bester der Dānavas (Nom./Vok.)
tasyāham te pravakṣyāmi
von ihm werde ich dir verkünden (1.Sg.Fut.)
viṣṇor māhātmyam uttamam
des Viṣṇu höchste Größe (Gen./Akk.)

Der Text von 2ab ist syntaktisch knapp; Ergänzung ‚Himmel‘ unsicher.

bhīṣma uvāca; tayoḥ saṃvadator evam ājagāma mahāmuniḥ; sanatkumāro dharmātmā saṃśayacchedanāya vai

Bhīṣma sprach: Während die beiden so miteinander redeten, kam der große Weise Sanatkumāra, der Dharma-Seelige, um den Zweifel zu zerschneiden.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach
tayoḥ saṃvadator evam
während die beiden so sprachen (Gen. Du. abs.)
ājagāma mahāmuniḥ
kam herbei, der große Weise (Perf. 3.Sg./Nom.)
sanatkumāro dharmātmā
Sanatkumāra, dessen Wesen der Dharma ist (Nom.)
saṃśayacchedanāya vai
zum Zerschneiden des Zweifels fürwahr (Dat.)

sa pūjito 'surendreṇa muninośanasā tathā; niṣasādāsane rājan mahārhe munipuṃgavaḥ

Er wurde vom Herrn der Asuras und ebenso vom Weisen Uśanas geehrt und setzte sich, o König, auf einen kostbaren Sitz, der Stier unter den Weisen.

Wort für Wort
sa pūjito 'surendreṇa
er, geehrt vom Asura-Fürsten (Part.Pass./Instr.)
muninā uśanasā tathā
vom Weisen Uśanas ebenso (Instr.)
niṣasāda āsane rājan
setzte sich auf einen Sitz, o König (Perf. 3.Sg./Lok./Vok.)
mahārhe munipuṃgavaḥ
auf einem kostbaren, der Stier unter den Weisen (Lok./Nom.)

tam āsīnaṃ mahāprājñam uśanā vākyam abravīt; brūhy asmai dānavendrāya viṣṇor māhātmyam uttamam

Zu ihm, dem Sitzenden, dem sehr Weisen, sprach Uśanas das Wort: „Sage diesem Herrn der Dānavas die höchste Größe des Viṣṇu!“

Wort für Wort
tam āsīnaṃ mahāprājñam
zu ihm, dem Sitzenden, dem sehr Weisen (Akk.)
uśanā vākyam abravīt
Uśanas sprach das Wort (Impf. 3.Sg.)
brūhi asmai dānavendrāya
sage diesem Herrn der Dānavas (Imp. 2.Sg./Dat.)
viṣṇor māhātmyam uttamam
des Viṣṇu höchste Größe (Gen./Akk.)

sanatkumāras tu tataḥ śrutvā prāha vaco 'rthavat; viṣṇor māhātmyasaṃyuktaṃ dānavendrāya dhīmate

Sanatkumāra aber sprach daraufhin, nachdem er es gehört hatte, zu dem klugen Herrn der Dānavas ein sinnvolles, mit der Größe des Viṣṇu verbundenes Wort.

Wort für Wort
sanatkumāras tu tataḥ
Sanatkumāra aber darauf (Nom.)
śrutvā prāha
nachdem er gehört hatte, sprach er (Abs./Perf. 3.Sg.)
vacaḥ arthavat
ein sinnvolles Wort (Akk. n.)
viṣṇor māhātmyasaṃyuktam
mit Viṣṇus Größe verbunden (Akk.)
dānavendrāya dhīmate
dem Herrn der Dānavas, dem klugen (Dat.)

śṛṇu sarvam idaṃ daitya viṣṇor māhātmyam uttamam; viṣṇau jagat sthitaṃ sarvam iti viddhi paraṃtapa

„Höre dies alles, Daitya, die höchste Größe des Viṣṇu! In Viṣṇu ist die ganze Welt gegründet, das wisse, Bezwinger der Feinde.“

Wort für Wort
śṛṇu sarvam idaṃ daitya
höre dies alles, Daitya (Imp. 2.Sg./Vok.)
viṣṇor māhātmyam uttamam
des Viṣṇu höchste Größe (Gen./Akk.)
viṣṇau jagat sthitaṃ sarvam
in Viṣṇu ist die ganze Welt gegründet (Lok./Part.Pass.)
iti viddhi paraṃtapa
so wisse, Feindbezwinger (Imp. 2.Sg./Vok.)

sṛjaty eṣa mahābāho bhūtagrāmaṃ carācaram; eṣa cākṣipate kāle kāle visṛjate punaḥ; asmin gacchanti vilayam asmāc ca prabhavanty uta

„Dieser erschafft, Starkarmiger, die Schar der Wesen, Bewegliches und Unbewegliches; und er zieht sie zu gegebener Zeit ein und entlässt sie wieder. In ihn gehen sie zur Auflösung ein, und aus ihm entstehen sie fürwahr.“

Wort für Wort
sṛjati eṣa mahābāho
erschafft dieser, Starkarmiger (3.Sg.Präs.)
bhūtagrāmaṃ carācaram
die Wesensschar, Bewegliches und Unbewegliches (Akk.)
eṣa ca ākṣipate kāle kāle
und dieser zieht ein zu je gegebener Zeit (3.Sg.Präs.Med./Lok.)
visṛjate punaḥ
entlässt wieder (3.Sg.Präs.Med.)
asmin gacchanti vilayam
in ihn gehen sie zur Auflösung (Lok./3.Pl./Akk.)
asmāt ca prabhavanti uta
und aus ihm entstehen sie fürwahr (Abl./3.Pl.)

naiṣa dānavatā śakyas tapasā naiva cejyayā; saṃprāptum indriyāṇāṃ tu saṃyamenaiva śakyate

„Weder durch Dānava-Art noch durch Askese noch durch Opfer ist er zu erlangen; nur durch die Zügelung der Sinne ist er zu erlangen.“

Wort für Wort
na eṣa dānavatā śakyaḥ
dieser ist nicht durch Dānava-Wesen möglich (Instr.)
tapasā na eva ca ijyayā
weder durch Askese noch durch Opfer (Instr.)
saṃprāptum
zu erlangen (Inf.)
indriyāṇām tu saṃyamena eva
aber durch Zügelung der Sinne allein (Gen.Pl./Instr.)
śakyate
ist möglich (3.Sg.Pass.)

śakyaḥ ist in 9a mit saṃprāptum zu ergänzen; dānavatā ist als ‚durch Dānava-Art/-Wesen‘ gedeutet [?].

bāhye cābhyantare caiva karmaṇā manasi sthitaḥ; nirmalīkurute buddhyā so 'mutrānantyam aśnute

Wer im Äußeren wie im Inneren durch Tun im Geist verankert ist, sich mit der Einsicht reinigt, der erlangt jenseits [dieser Welt] das Unendliche.

Wort für Wort
bāhye ca abhyantare ca eva
im Äußeren und im Inneren (Lok.)
karmaṇā manasi sthitaḥ
durch Tun im Geist verankert (Instr./Lok./Part.)
nirmalīkurute buddhyā
macht sich rein durch Einsicht (3.Sg.Präs.Med./Instr.)
saḥ amutra
er dort, jenseits (Nom./Adv.)
ānantyam aśnute
erlangt Unendlichkeit (Akk./3.Sg.Präs.Med.)

Verse 10 ist syntaktisch gedrängt; Deutung des Subjekts und von karmaṇā unsicher.

yathā hiraṇyakartā vai rūpyam agnau viśodhayet; bahuśo 'tiprayatnena mahatātmakṛtena ha

Wie ein Goldschmied Silber im Feuer läutert, vielfach mit übergroßer, großer, selbst aufgebrachter Mühe,

Wort für Wort
yathā hiraṇyakartā vai
wie ein Goldschmied fürwahr (Nom.)
rūpyam agnau viśodhayet
Silber im Feuer läutern würde (Akk./Lok./Opt.)
bahuśaḥ atiprayatnena
vielfach mit übergroßer Mühe (Instr.)
mahatā ātmakṛtena ha
mit großer, selbstgemachter [Mühe] (Instr.)

tadvaj jātiśatair jīvaḥ śudhyate 'lpena karmaṇā; yatnena mahatā caivāpy ekajātau viśudhyate

ebenso wird das Lebewesen in hundert Geburten durch geringes Tun geläutert; mit großer Anstrengung aber wird es schon in einer einzigen Geburt gereinigt.

Wort für Wort
tadvat jātiśataiḥ jīvaḥ
ebenso in hundert Geburten das Lebewesen (Instr./Nom.)
śudhyate alpena karmaṇā
wird geläutert durch geringes Tun (Pass.3.Sg./Instr.)
yatnena mahatā ca api
und durch große Anstrengung auch (Instr.)
ekajātau viśudhyate
in einer einzigen Geburt wird es gereinigt (Lok./Pass.3.Sg.)

līlayālpaṃ yathā gātrāt pramṛjyād ātmano rajaḥ; bahu yatnena mahatā doṣanirharaṇaṃ tathā

Wie man mit Leichtigkeit wenig Staub vom eigenen Körper abwischen kann, so ist die Beseitigung der Makel [nur] mit großer Anstrengung [möglich, wenn sie viel sind].

Wort für Wort
līlayā alpam yathā
mit Leichtigkeit, wie wenig (Instr./Akk.)
gātrāt pramṛjyāt
vom Körper abwischen könnte man (Abl./Opt.)
ātmanaḥ rajaḥ
des eigenen Staub (Gen./Akk.)
bahu yatnena mahatā
viel [bedarf] großer Anstrengung (Instr.)
doṣanirharaṇam tathā
die Beseitigung der Makel ebenso (Nom.)

Satzbau von 13cd elliptisch; Ergänzung erschlossen.

yathā cālpena mālyena vāsitaṃ tilasarṣapam; na muñcati svakaṃ gandhaṃ tadvat sūkṣmasya darśanam

Und wie Sesam- und Senfkörner, mit wenigen Blumen durchduftet, ihren eigenen Geruch nicht lassen, so ist es mit der Sicht des Feinen.

Wort für Wort
yathā ca alpena mālyena
und wie mit geringem Blumenkranz (Instr.)
vāsitam tilasarṣapam
durchduftet Sesam und Senf (Part.Pass./Nom. n.)
na muñcati svakaṃ gandham
lässt nicht den eigenen Geruch (3.Sg.Präs./Akk.)
tadvat sūkṣmasya darśanam
ebenso [ist] das Sehen des Feinen (Gen./Nom.)

sūkṣmasya darśanam: ‚die Wahrnehmung des Feinen‘, Sinn im Zusammenhang unsicher [?].

tad eva bahubhir mālyair vāsyamānaṃ punaḥ punaḥ; vimuñcati svakaṃ gandhaṃ mālyagandhe 'vatiṣṭhati

Eben dieselben aber, mit vielen Blumen immer wieder durchduftet, lassen ihren eigenen Geruch fahren und behalten den Geruch der Blumen.

Wort für Wort
tad eva bahubhiḥ mālyaiḥ
eben dieses mit vielen Blumen (Instr.)
vāsyamānaṃ punaḥ punaḥ
durchduftet werdend, immer wieder (Part.Pass.)
vimuñcati svakaṃ gandham
lässt fahren den eigenen Geruch (3.Sg.Präs.)
mālyagandhe avatiṣṭhati
bleibt im Blumenduft stehen (Lok./3.Sg.)

evaṃ jātiśatair yukto guṇair eva prasaṅgiṣu; buddhyā nivartate doṣo yatnenābhyāsajena vai

So weicht, bei den an Sinnendingen Haftenden, [der Makel] mit hundert Geburten verbunden, allein durch Eigenschaften, durch Einsicht und durch Mühe, die aus Übung entsteht, der Makel.

Wort für Wort
evaṃ jātiśataiḥ yuktaḥ
so mit hundert Geburten verbunden (Instr./Part.)
guṇaiḥ eva prasaṅgiṣu
allein durch Eigenschaften bei den Anhaftenden (Instr./Lok.Pl.)
buddhyā nivartate doṣaḥ
durch Einsicht weicht der Makel (Instr./3.Sg.Med./Nom.)
yatnena abhyāsajena vai
durch aus Übung geborene Mühe fürwahr (Instr.)

Konstruktion von 16ab unsicher; guṇaiḥ und prasaṅgiṣu wörtlich wiedergegeben [?].

karmaṇā svena raktāni viraktāni ca dānava; yathā karmaviśeṣāṃś ca prāpnuvanti tathā śṛṇu

„Durch ihr eigenes Tun sind sie [an Dinge] gebunden und [von ihnen] gelöst, Dānava; und wie sie Unterschiede des Tuns erlangen, so höre.“

Wort für Wort
karmaṇā svena raktāni
durch eigenes Tun gefärbt/gebunden (Instr./Nom.Pl. n.)
viraktāni ca dānava
und entfärbt/gelöst, Dānava (Nom.Pl./Vok.)
yathā karmaviśeṣān ca
und wie die Unterschiede des Tuns (Akk.Pl.)
prāpnuvanti tathā śṛṇu
erlangen sie, so höre (3.Pl./Imp.)

raktāni/viraktāni ist doppeldeutig: ‚gefärbt/entfärbt‘ (Farbenlehre der Seelen, vgl. Folgeverse) oder ‚gebunden/gelöst‘.

yathā ca saṃpravartante yasmiṃs tiṣṭhanti vā vibho; tat te 'nupūrvyā vyākhyāsye tad ihaikamanāḥ śṛṇu

„Und wie sie ins Dasein treten oder worin sie stehen, Allmächtiger, das werde ich dir der Reihe nach darlegen; höre hier einmütig zu.“

Wort für Wort
yathā ca saṃpravartante
und wie sie hervorgehen (3.Pl.Präs.Med.)
yasmin tiṣṭhanti vā vibho
oder worin sie stehen, Allmächtiger (Lok./3.Pl./Vok.)
tat te anupūrvyā vyākhyāsye
das werde ich dir der Reihe nach erklären (1.Sg.Fut.)
tat iha ekamanāḥ śṛṇu
dies höre hier einmütig (Imp.)

anādinidhanaḥ śrīmān harir nārāyaṇaḥ prabhuḥ; sa vai sṛjati bhūtāni sthāvarāṇi carāṇi ca

Ohne Anfang und Ende, glückvoll, Hari Nārāyaṇa, der Herr: Er erschafft die Wesen, die unbeweglichen und die beweglichen.

Wort für Wort
anādinidhanaḥ śrīmān
ohne Anfang und Ende, glückvoll (Nom.)
hariḥ nārāyaṇaḥ prabhuḥ
Hari Nārāyaṇa, der Herr (Nom.)
sa vai sṛjati bhūtāni
er fürwahr erschafft die Wesen (3.Sg.Präs./Akk.)
sthāvarāṇi carāṇi ca
unbewegliche und bewegliche (Akk.Pl.)

eṣa sarveṣu bhūteṣu kṣaraś cākṣara eva ca; ekādaśavikārātmā jagat pibati raśmibhiḥ

Dieser ist in allen Wesen das Vergängliche und ebenso das Unvergängliche, seine Natur besteht aus elf Wandlungen; er trinkt die Welt mit [seinen] Strahlen.

Wort für Wort
eṣa sarveṣu bhūteṣu
dieser in allen Wesen (Nom./Lok.)
kṣaraḥ ca akṣaraḥ eva ca
das Vergängliche und das Unvergängliche (Nom.)
ekādaśavikārātmā
dessen Selbst elf Wandlungen sind (Nom.)
jagat pibati raśmibhiḥ
die Welt trinkt er mit Strahlen (Akk./3.Sg./Instr.)

ekādaśavikāra: vermutlich die elf Organe (fünf Erkenntnis-, fünf Handlungsorgane und Manas).

pādau tasya mahīṃ viddhi mūrdhānaṃ divam eva ca; bāhavas tu diśo daitya śrotram ākāśam eva ca

Seine Füße wisse als die Erde, sein Haupt als den Himmel, seine Arme aber als die Himmelsrichtungen, Daitya, und sein Ohr als den Raum.

Wort für Wort
pādau tasya mahīm viddhi
seine Füße [als] die Erde wisse (Akk.Du./Imp.)
mūrdhānaṃ divam eva ca
und das Haupt [als] den Himmel (Akk.)
bāhavaḥ tu diśaḥ daitya
die Arme aber [als] die Richtungen, Daitya (Nom.Pl./Vok.)
śrotram ākāśam eva ca
und das Ohr [als] den Raum (Akk.)

tasya tejomayaḥ sūryo manaś candramasi sthitam; buddhir jñānagatā nityaṃ rasas tv apsu pravartate

Sein Glanzwesen ist die Sonne, der Geist ruht im Mond, die Einsicht geht stets ins Erkennen ein, und der Saft geht im Wasser hervor.

Wort für Wort
tasya tejomayaḥ sūryaḥ
sein aus Glanz bestehend die Sonne (Gen./Nom.)
manaḥ candramasi sthitam
der Geist im Mond gegründet (Nom./Lok./Part.)
buddhiḥ jñānagatā nityam
die Einsicht ins Erkennen gegangen, stets (Nom./Part.f.)
rasaḥ tu apsu pravartate
der Saft aber in den Wassern regt sich (Nom./Lok.Pl./3.Sg.)

bhruvor anantarās tasya grahā dānavasattama; nakṣatracakraṃ netrābhyāṃ pādayor bhūś ca dānava

Zwischen seinen Brauen sind die Planeten, Bester der Dānavas; der Sternenkreis ist in seinen Augen, und an den Füßen, Dānava, die Erde.

Wort für Wort
bhruvoḥ anantarāḥ tasya
zwischen den Brauen von ihm (Gen.Du./Nom.Pl.)
grahāḥ dānavasattama
die Planeten, Bester der Dānavas (Nom.Pl./Vok.)
nakṣatracakraṃ netrābhyām
der Sternenkreis in den Augen (Nom./Instr.-Abl.Du.)
pādayoḥ bhūḥ ca dānava
an den Füßen die Erde, Dānava (Lok.Du./Nom.)

anantarāḥ (‚unmittelbar an/zwischen‘) und netrābhyām [Du.] sind knapp konstruiert; wörtlich wiedergegeben.

taṃ viśvabhūtaṃ viśvādiṃ paramaṃ viddhi ceśvaram

Ihn wisse als den Wesen des Alls, als den Ersten des Alls, als den höchsten Herrn.

Wort für Wort
tam viśvabhūtam
ihn, den Allwesen (Akk.)
viśvādim paramam
den Ersten des Alls, den Höchsten (Akk.)
viddhi ca īśvaram
wisse und als Herrn (Imp./Akk.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzstrophe (Handschriftenteil).

pādayor bhūḥ sapātāḷā hṛtasūryasyaiva maṇḍalam

An den Füßen die Erde samt der Unterwelt [?], des geraubten Sonnenlichts Kreis [?]

Wort für Wort
pādayoḥ bhūḥ
an den Füßen die Erde (Lok.Du./Nom.)
sapātāḷā
samt der Unterwelt (Nom.f.)
hṛtasūryasya eva
des Sonne-Geraubten gerade (Gen.)
maṇḍalam
Kreis (Nom.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Verderbter Text; Bedeutung von hṛtasūryasya unsicher, nicht sicher zu deuten.

rajas tamaś ca sattvaṃ ca viddhi nārāyaṇātmakam; so ''śramāṇāṃ mukhaṃ tāta karmaṇas tat phalaṃ viduḥ

Rajas, Tamas und Sattva wisse als von Nārāyaṇas Wesen; er ist, mein Lieber, der Mund der Lebensstufen, und sie kennen ihn als die Frucht des Tuns.

Wort für Wort
rajaḥ tamaḥ ca sattvaṃ ca
Rajas, Tamas und Sattva (Akk.)
viddhi nārāyaṇātmakam
wisse als Nārāyaṇa-wesenhaft (Imp./Akk.)
saḥ āśramāṇāṃ mukhaṃ tāta
er ist der Mund der Lebensstufen, Lieber (Nom./Gen.Pl.)
karmaṇaḥ tat phalaṃ viduḥ
des Tuns Frucht kennen sie ihn (Gen./Perf.3.Pl.)

akarmaṇaḥ phalaṃ caiva sa eva param avyayaḥ; chandāṃsi tasya romāṇi akṣaraṃ ca sarasvatī

Auch die Frucht des Nicht-Tuns ist er selbst, der Höchste, der Unvergängliche; die Versmaße sind seine Körperhaare, und die Silbe [Om] sowie Sarasvatī.

Wort für Wort
akarmaṇaḥ phalaṃ ca eva
und die Frucht des Nicht-Tuns (Gen./Nom.)
saḥ eva param avyayaḥ
er selbst, der Höchste, Unvergängliche (Nom.)
chandāṃsi tasya romāṇi
die Versmaße sind seine Haare (Nom.Pl.)
akṣaraṃ ca sarasvatī
und die Silbe und Sarasvatī (Nom.)

akṣaram: ‚Silbe/Unvergängliches‘, vermutlich Om.

bahvāśrayo bahumukho dharmo hṛdi samāśritaḥ; sa brahmaparamo dharmas tapaś ca sad asac ca saḥ

Auf vieles gestützt, vielmundig, ist der Dharma im Herzen niedergelegt; er ist der höchste Dharma des Brahman, die Askese, und Seiendes wie Nichtseiendes ist er.

Wort für Wort
bahvāśrayaḥ bahumukhaḥ
auf vielem gestützt, vielmündig (Nom.)
dharmaḥ hṛdi samāśritaḥ
der Dharma im Herzen niedergelegt (Nom./Lok./Part.)
saḥ brahmaparamaḥ dharmaḥ
er, der Dharma, dessen Höchstes Brahman ist (Nom.)
tapaḥ ca sat asat ca saḥ
und die Askese, Sein und Nichtsein ist er (Nom.)

brahmaparamaḥ: ‚dessen Höchstes das Brahman ist‘ oder ‚höchstes Brahman‘ (Komp. mehrdeutig).

śrutiśāstragrahopetaḥ ṣoḍaśartvikkratuś ca saḥ; pitāmahaś ca viṣṇuś ca so 'śvinau sa puraṃdaraḥ

Er ist mit Überlieferung, Lehre und Ergreifen ausgestattet, das Opfer mit den sechzehn Priestern; er ist der Ahnherr [Brahmā] und Viṣṇu, er die Aśvins, er Puraṃdara [Indra].

Wort für Wort
śrutiśāstragrahopetaḥ
mit Überlieferung, Lehre und Erfassen ausgestattet (Nom.)
ṣoḍaśartvikkratuḥ ca saḥ
und er das Opfer der sechzehn Priester (Nom.)
pitāmahaḥ ca viṣṇuḥ ca
der Großvater [Brahmā] und Viṣṇu (Nom.)
saḥ aśvinau saḥ puraṃdaraḥ
er die Aśvins, er Puraṃdara (Nom.Du./Nom.)

grahopetaḥ: graha (‚Ergreifen/Opfergefäß/Planet‘) hier unsicher [?].

mitraś ca varuṇaś caiva yamo 'tha dhanadas tathā; te pṛthagdarśanās tasya saṃvidanti tathaikatām; ekasya viddhi devasya sarvaṃ jagad idaṃ vaśe

Mitra und Varuṇa, Yama und ebenso der Reichtumsspender [Kubera]: diese, in Lehrmeinungen verschieden, kommen in seiner Einheit überein. Wisse: Diese ganze Welt steht unter der Macht des einen Gottes.

Wort für Wort
mitraḥ ca varuṇaḥ ca eva
Mitra und Varuṇa (Nom.)
yamaḥ atha dhanadaḥ tathā
Yama, dann der Reichtumsgeber ebenso (Nom.)
te pṛthagdarśanāḥ tasya
sie, mit getrennter Sicht, seine (Nom.Pl./Gen.)
saṃvidanti tathā ekatām
stimmen überein, ebenso in der Einheit (3.Pl./Akk.)
ekasya viddhi devasya
des einen Gottes wisse (Gen./Imp.)
sarvaṃ jagat idaṃ vaśe
die ganze Welt hier in der Gewalt (Nom./Lok.)

nānābhūtasya daityendra tasyaikatvaṃ vadaty ayam; jantuḥ paśyati jñānena tataḥ sattvaṃ prakāśate

Diese [Lehre] spricht von der Einheit dessen, der vielfach geworden ist, Herr der Daityas. Das Lebewesen sieht durch Erkenntnis, dann wird das Wesen erhellt.

Wort für Wort
nānābhūtasya daityendra
des vielfach Gewordenen, Fürst der Daityas (Gen./Vok.)
tasya ekatvam vadati ayam
seine Einheit sagt dieser (Akk./3.Sg./Nom.)
jantuḥ paśyati jñānena
das Lebewesen sieht durch Erkenntnis (Nom./3.Sg./Instr.)
tataḥ sattvaṃ prakāśate
dann wird das Sein/Wesen hell (Nom./3.Sg.Med.)

ayam (‚dieser‘) unklar bezogen; wörtlich belassen.

saṃhāravikṣepasahasrakoṭīs; tiṣṭhanti jīvāḥ pracaranti cānye; prajāvisargasya ca pārimāṇyaṃ; vāpīsahasrāṇi bahūni daitya

Tausende von Krores an Auflösungen und Entlassungen; die einen Lebewesen bleiben bestehen, andere ziehen umher; und das Maß der Wesensentlassung [entspricht] vielen tausend Teichen, Daitya.

Wort für Wort
saṃhāravikṣepasahasrakoṭīḥ
Tausende Krores von Einzug und Auswurf (Akk.)
tiṣṭhanti jīvāḥ pracaranti ca anye
die einen Wesen bleiben, andere ziehen umher (3.Pl./Nom.)
prajāvisargasya ca pārimāṇyam
und das Maß der Schöpfung der Wesen (Gen./Nom.)
vāpīsahasrāṇi bahūni daitya
viele Tausende Teiche, Daitya (Nom.Pl./Vok.)

Verscharfe Syntax; saṃhāravikṣepa bezeichnet Weltuntergang und Neuentlassung.

vāpyaḥ punar yojanavistṛtās tāḥ; krośaṃ ca gambhīratayāvagāḍhāḥ; āyāmataḥ pañcaśatāś ca sarvāḥ; pratyekaśo yojanataḥ pravṛddhāḥ

Jene Teiche wiederum sind je ein Yojana breit und ein Krośa tief eingetaucht [d. h. tief], alle in der Länge fünfhundert [Yojanas], und jeweils um ein Yojana zunehmend.

Wort für Wort
vāpyaḥ punaḥ yojanavistṛtāḥ tāḥ
jene Teiche wiederum ein Yojana breit (Nom.Pl.f.)
krośaṃ ca gambhīratayā avagāḍhāḥ
und einen Krośa an Tiefe eingetaucht (Akk./Instr./Part.)
āyāmataḥ pañcaśatāḥ ca sarvāḥ
in der Länge fünfhundert alle (Abl./Nom.)
pratyekaśaḥ yojanataḥ pravṛddhāḥ
je einzeln um ein Yojana gewachsen (Adv./Abl./Part.)

Maßangaben knapp; genaue Geometrie unklar [?].

vāpyā jalaṃ kṣipyati vālakoṭyā; tv ahnā sakṛc cāpy atha na dvitīyam; tāsāṃ kṣaye viddhi kṛtaṃ visargaṃ; saṃhāram ekaṃ ca tathā prajānām

Mit der Spitze eines Haares wird an einem Tag einmal Wasser aus dem Teich geschöpft, und nicht ein zweites Mal. Wisse, mit deren Erschöpfung ist eine Schöpfung vollendet und ebenso ein Einzug der Wesen.

Wort für Wort
vāpyāḥ jalaṃ kṣipyati vālakoṭyā
aus dem Teich das Wasser wird geschöpft mit der Haarspitze (Abl./Pass./Instr.)
tu ahnā sakṛt ca api
aber pro Tag einmal (Instr./Adv.)
atha na dvitīyam
dann nicht ein zweites [Mal] (Akk.)
tāsāṃ kṣaye viddhi kṛtam visargam
bei deren Schwund wisse die Schöpfung vollendet (Lok./Imp./Akk.)
saṃhāram ekaṃ ca tathā prajānām
und einen Einzug der Wesen ebenso (Akk./Gen.Pl.)

kṣipyati ist Passivform ungewöhnlich (kṣipyate erwartet); Sinn ‚wird ausgeschöpft‘.

ṣaḍ jīvavarṇāḥ paramaṃ pramāṇaṃ; kṛṣṇo dhūmro nīlam athāsya madhyam; raktaṃ punaḥ sahyataraṃ sukhaṃ tu; hāridravarṇaṃ susukhaṃ ca śuklam

Sechs Farben des Lebewesens sind das höchste Maß: schwarz, rauchfarben, blau als deren Mitte; rot, wiederum erträglicher und angenehm; gelb (safranfarben), sehr angenehm; und weiß.

Wort für Wort
ṣaḍ jīvavarṇāḥ paramaṃ pramāṇam
sechs Lebensfarben, das höchste Maß (Nom.Pl./Nom.)
kṛṣṇaḥ dhūmraḥ nīlam atha asya madhyam
schwarz, rauchfarben, blau dann dessen Mitte (Nom.)
raktaṃ punaḥ sahyataram sukhaṃ tu
rot wiederum erträglicher, angenehm aber (Nom.)
hāridravarṇaṃ susukhaṃ ca śuklam
gelb sehr angenehm und weiß (Nom.)

hāridra ‚gelb, kurkumafarben‘; śuklam ‚weiß‘ in 35d aufgezählt.

paraṃ tu śuklaṃ vimalaṃ viśokaṃ; gataklamaṃ sidhyati dānavendra; gatvā tu yoniprabhavāni daitya; sahasraśaḥ siddhim upaiti jīvaḥ

Das höchste Weiß aber, rein, kummerlos, ohne Erschöpfung, gelangt zur Vollendung, Herr der Dānavas. Nachdem das Lebewesen tausendfach durch Geburtsschöße gegangen ist, Daitya, erlangt es Vollendung.

Wort für Wort
param tu śuklam vimalam viśokam
das höchste Weiß aber, rein, kummerlos (Nom.)
gataklamaṃ sidhyati dānavendra
erschöpfungsfrei wird vollendet, Herr der Dānavas (Nom./3.Sg./Vok.)
gatvā tu yoniprabhavāni daitya
nachdem es aber Geburtsstätten durchlaufen, Daitya (Abs./Akk.)
sahasraśaḥ siddhim upaiti jīvaḥ
tausendfach Vollendung erlangt das Lebewesen (Adv./Akk./3.Sg.)

gatiṃ ca yāṃ darśanam āha devo; gatvā śubhaṃ darśanam eva cāha; gatiḥ punar varṇakṛtā prajānāṃ; varṇas tathā kālakṛto 'surendra

Den Weg, den der Gott als Sichtweise nannte, und nachdem er [dorthin] gegangen ist, nannte er auch die heilvolle Sichtweise; der Weg der Wesen aber ist von der Farbe bewirkt, und die Farbe von der Zeit bewirkt, Herr der Asuras.

Wort für Wort
gatim ca yām darśanam āha devaḥ
und den Weg, den als Sichtweise der Gott nannte (Akk./Perf.3.Sg.)
gatvā śubhaṃ darśanam eva ca āha
nach dem Gehen die heilvolle Sichtweise nannte er (Abs./Akk.)
gatiḥ punaḥ varṇakṛtā prajānām
der Weg der Wesen aber farbbewirkt (Nom./Gen.Pl.)
varṇaḥ tathā kālakṛtaḥ asurendra
die Farbe ebenso zeitbewirkt, Herr der Asuras (Nom./Vok.)

37ab schwer; darśana könnte auch ‚Lehre/Anschauung‘ sein [?].

śataṃ sahasrāṇi caturdaśeha; parā gatir jīvaguṇasya daitya

Hundert mal vierzehn Tausend hier [gilt] als das höchste Ziel der Lebenseigenschaft, Daitya.

Wort für Wort
śataṃ sahasrāṇi caturdaśa
hundert, tausend, vierzehn (Zahlen)
iha parā gatiḥ
hier das höchste Ziel (Nom.)
jīvaguṇasya daitya
der Eigenschaft des Lebewesens, Daitya (Gen./Vok.)

Zahlenangabe ‚śataṃ sahasrāṇi caturdaśa‘ wörtlich: ‚hunderttausend und vierzehn [?]‘.

atiprasakto nirayāc ca daitya; tatas tataḥ saṃparivartate ca

Allzu sehr [daran] haftend, o Daitya, [kehrt er] auch aus der Hölle [zurück]; von dort an kreist er immer wieder [im Kreislauf].

Wort für Wort
atiprasaktaḥ
übermäßig anhaftend (Nom.Sg.m.)
nirayāt ca daitya
und aus der Hölle, o Daitya (Abl.Sg./Vok.)
tataḥ tataḥ
von da an, immer wieder (Adv.)
saṃparivartate ca
und kreist umher (3.Sg.Med.Präs.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzvers; der Satzbau ist unvollständig, ergänztes Verb sinngemäß.

ārohaṇaṃ tat kṛtam eva viddhi; sthānaṃ tathā niḥsaraṇaṃ ca teṣām

Wisse, dass dies [nur] der bewirkte Aufstieg ist, ebenso [ihr] Verweilen und [ihr] Hinausgehen.

Wort für Wort
ārohaṇam tat kṛtam eva
der Aufstieg, dieser, eben bewirkt (Nom./Akk.Sg.n., Part.Perf.Pass.)
viddhi
wisse (2.Sg.Imp.)
sthānaṃ tathā
Verweilen, ebenso (Nom./Akk.Sg.n.)
niḥsaraṇaṃ ca
und das Hinausgehen (Nom./Akk.Sg.n.)
teṣām
von ihnen (Gen.Pl.)

kṛṣṇasya varṇasya gatir nikṛṣṭā; sa majjate narake pacyamānaḥ; sthānaṃ tathā durgatibhis tu tasya; prajāvisargān subahūn vadanti

Der Weg der schwarzen Farbe ist der niedrigste; er versinkt, in der Hölle gequält [wörtlich: gekocht]; sein Verweilen [ist] durch schlimme Wege [bestimmt]; sehr viele Schöpfungen der Wesen nennt man [dafür].

Wort für Wort
kṛṣṇasya varṇasya
der schwarzen Farbe (Gen.Sg.m.)
gatir nikṛṣṭā
der Weg [ist] niedrig (Nom.Sg.f.)
sa majjate
er versinkt (3.Sg.Präs.Med.)
narake pacyamānaḥ
in der Hölle gekocht werdend (Lok./Part.Präs.Pass.)
sthānaṃ tathā durgatibhis tu tasya
das Verweilen aber durch schlimme Wege bei ihm (Instr.Pl.)
prajāvisargān subahūn vadanti
sehr viele Schöpfungen der Wesen nennt man (Akk.Pl./3.Pl.Präs.)

śataṃ sahasrāṇi tataś caritvā; prāpnoti varṇaṃ haritaṃ tu paścāt; sa caiva tasmin nivasaty anīśo; yugakṣaye tamasā saṃvṛtātmā

Nachdem er hunderttausend [Male] dort umhergezogen ist, erlangt er später die grüne Farbe; und er weilt darin ohnmächtig, im Zeitalterende, mit Finsternis im Selbst umhüllt.

Wort für Wort
śataṃ sahasrāṇi tataś caritvā
hundert Tausende, danach umhergezogen (Akk.Pl./Abs.)
prāpnoti varṇaṃ haritaṃ tu paścāt
erlangt die grüne Farbe aber später (3.Sg.Präs./Akk.Sg.)
sa caiva tasmin nivasaty anīśaḥ
und er weilt darin machtlos (3.Sg.Präs./Nom.Sg.m.)
yugakṣaye
beim Zeitalterende (Lok.Sg.)
tamasā saṃvṛtātmā
mit Finsternis umhüllten Selbst (Instr./Nom.Sg.m., Bahuvrīhi)

Die Angabe „hunderttausend“ ist wörtlich „hundert Tausende“.

sa vai yadā sattvaguṇena yuktas; tamo vyapohan ghaṭate svabuddhyā; sa lohitaṃ varṇam upaiti nīlo; manuṣyaloke parivartate ca

Wenn er, mit der Eigenschaft der Klarheit [sattva] verbunden, die Finsternis vertreibend, sich durch die eigene Einsicht müht, erlangt der Blaue die rote Farbe und kreist in der Menschenwelt.

Wort für Wort
sa vai yadā
er fürwahr, wenn (Nom./Konj.)
sattvaguṇena yuktaḥ
mit der Eigenschaft sattva verbunden (Instr./Part.Perf.Pass.)
tamo vyapohan
die Finsternis vertreibend (Akk./Part.Präs.)
ghaṭate svabuddhyā
müht sich durch eigene Einsicht (3.Sg.Med./Instr.)
sa lohitaṃ varṇam upaiti nīlaḥ
er, der Blaue, erlangt die rote Farbe (3.Sg.Präs./Nom.Sg.m.)
manuṣyaloke parivartate ca
und kreist in der Menschenwelt (Lok./3.Sg.Med.)

sa tatra saṃhāravisargam eva; svakarmajair bandhanaiḥ kliśyamānaḥ; tataḥ sa hāridram upaiti varṇaṃ; saṃhāravikṣepaśate vyatīte

Dort erleidet er eben Auflösung und Schöpfung, von den aus dem eigenen Tun geborenen Fesseln gequält; danach erlangt er die gelbe Farbe, wenn hundert Auflösungs-und-Ausbreitungs-[Zyklen] vergangen sind.

Wort für Wort
sa tatra saṃhāravisargam eva
er dort eben Auflösung und Schöpfung (Akk.Sg.m.)
svakarmajair bandhanaiḥ
durch aus dem eigenen Tun geborene Fesseln (Instr.Pl.n.)
kliśyamānaḥ
gequält werdend (Part.Präs.Pass.)
tataḥ sa hāridram upaiti varṇam
danach erlangt er die gelbe Farbe (3.Sg.Präs.)
saṃhāravikṣepaśate vyatīte
wenn hundert Auflösungs-und-Ausbreitungen vergangen sind (Lok.abs.)

hāridravarṇas tu prajāvisargān; sahasraśas tiṣṭhati saṃcaran vai; avipramukto niraye ca daitya; tataḥ sahasrāṇi daśāparāṇi

Der Gelbfarbige aber verweilt tausendfach in den Schöpfungen der Wesen umherziehend, nicht befreit, o Daitya, auch in der Hölle; danach [kommen] weitere zehntausend.

Wort für Wort
hāridravarṇas tu
der Gelbfarbige aber (Nom.Sg.m.)
prajāvisargān sahasraśaḥ
in Schöpfungen der Wesen, tausendfach (Akk.Pl./Adv.)
tiṣṭhati saṃcaran vai
verweilt umherziehend fürwahr (3.Sg.Präs./Part.Präs.)
avipramukto niraye ca daitya
nicht befreit, auch in der Hölle, o Daitya (Nom./Lok./Vok.)
tataḥ sahasrāṇi daśāparāṇi
danach zehn weitere Tausende (Nom.Pl.n.)

Die Konstruktion („in den Schöpfungen“ mit Akkusativ) ist ungewöhnlich; wörtlich auch „bis zu den Schöpfungen“ denkbar.

gatīḥ sahasrāṇi ca pañca tasya; catvāri saṃvartakṛtāni caiva; vimuktam enaṃ nirayāc ca viddhi; sarveṣu cānyeṣu ca saṃbhaveṣu

Fünftausend Wege hat er, und vier, die von der [Weltzeit] Saṃvartaka bewirkt sind; wisse ihn dann von der Hölle befreit und in allen anderen Daseinsformen.

Wort für Wort
gatīḥ sahasrāṇi ca pañca tasya
und fünf Tausende Wege bei ihm (Akk.Pl.f./Gen.)
catvāri saṃvartakṛtāni caiva
und vier, vom Saṃvarta bewirkte (Nom./Akk.Pl.n.)
vimuktam enaṃ nirayāc ca viddhi
diesen von der Hölle befreit wisse (Akk.Sg.m./2.Sg.Imp.)
sarveṣu cānyeṣu ca saṃbhaveṣu
und in allen anderen Entstehungen [Daseinsformen] (Lok.Pl.m.)

„catvāri saṃvartakṛtāni“ unsicher; „saṃvarta“ als Weltuntergang(szeit) gedeutet.

sa devaloke viharaty abhīkṣṇaṃ; tataś cyuto mānuṣatām upaiti; saṃhāravikṣepaśatāni cāṣṭau; martyeṣu tiṣṭhann amṛtatvam eti

Er ergötzt sich beständig in der Götterwelt; von dort herabgefallen, gelangt er ins Menschsein; achthundert Auflösungs-und-Ausbreitungs-[Zyklen] unter den Sterblichen verweilend, erlangt er die Unsterblichkeit.

Wort für Wort
sa devaloke viharaty abhīkṣṇam
er ergötzt sich in der Götterwelt beständig (3.Sg.Präs./Lok./Adv.)
tataś cyuto mānuṣatām upaiti
von dort gefallen gelangt er ins Menschsein (Part.Perf./3.Sg.Präs.)
saṃhāravikṣepaśatāni cāṣṭau
und acht Hunderte von Auflösungs-und-Ausbreitungen (Akk.Pl.n.)
martyeṣu tiṣṭhann
unter Sterblichen verweilend (Lok.Pl./Part.Präs.)
amṛtatvam eti
Unsterblichkeit erlangt er (Akk.Sg.n./3.Sg.Präs.)

so 'smād atha bhraśyati kālayogāt; kṛṣṇe tale tiṣṭhati sarvakaṣṭe; yathā tv ayaṃ sidhyati jīvalokas; tat te 'bhidhāsyāmy asurapravīra

Er fällt dann von hier durch die Fügung der Zeit ab und bleibt auf dem schwarzen Grund voller Leiden [?]; wie aber diese Lebenswelt zur Vollendung kommt, das werde ich dir sagen, Held unter den Asuras.

Wort für Wort
so 'smād atha bhraśyati
er, von hier dann, fällt ab (Abl./3.Sg.Präs.)
kālayogāt
durch Verbindung mit der Zeit (Abl.Sg.)
kṛṣṇe tale tiṣṭhati sarvakaṣṭe
auf dem schwarzen Grund, allleidvollen, bleibt er (Lok.Sg.n./3.Sg.Präs.)
yathā tv ayaṃ sidhyati jīvalokaḥ
wie aber diese Lebenswelt vollendet wird (3.Sg.Präs.)
tat te 'bhidhāsyāmy
das werde ich dir sagen (1.Sg.Fut.)
asurapravīra
Held unter den Asuras (Vok.)

Der Sinn von „kṛṣṇe tale“ und der Bezug von „asmāt“ sind unsicher.

daivāni sa vyūhaśatāni sapta; rakto haridro 'tha tathaiva śuklaḥ; saṃśritya saṃdhāvati śuklam etam; aṣṭāparān arcyatamān sa lokān

Sieben göttliche Hunderte von Anordnungen [vyūha]: den roten, den gelben und ebenso den weißen [Zustand] als Zuflucht nehmend, durchläuft er dieses Weiße, [dazu] acht weitere, höchst verehrungswürdige Welten [?].

Wort für Wort
daivāni sa vyūhaśatāni sapta
göttliche Hunderte von Anordnungen, sieben (Akk.Pl.n.)
rakto haridro 'tha tathaiva śuklaḥ
der rote, der gelbe, ebenso der weiße (Nom.Sg.m.)
saṃśritya
Zuflucht nehmend (Abs.)
saṃdhāvati śuklam etam
durchläuft dieses Weiße (3.Sg.Präs./Akk.Sg.m.)
aṣṭāparān arcyatamān sa lokān
acht weitere höchst verehrungswürdige Welten (Akk.Pl.m.)

Text und Konstruktion schwierig; Deutung unsicher.

aṣṭau ca ṣaṣṭiṃ ca śatāni yāni; manoviruddhāni mahādyutīnām; śuklasya varṇasya parā gatir yā; trīṇy eva ruddhāni mahānubhāva

Und [die] achtundsechzig Hunderte, die dem Sinn der Hochstrahlenden zuwiderlaufen [?]; was der höchste Weg der weißen Farbe ist: nur drei sind versperrt, o Hochmächtiger.

Wort für Wort
aṣṭau ca ṣaṣṭiṃ ca śatāni yāni
und acht und sechzig Hunderte, welche (Zahl/Nom.Pl.n.)
manoviruddhāni mahādyutīnām
dem Geist zuwider [seiend], der Hochstrahlenden (Nom.Pl.n./Gen.Pl.)
śuklasya varṇasya parā gatir yā
der weißen Farbe höchster Weg, der (Gen./Nom.Sg.f.)
trīṇy eva ruddhāni
nur drei versperrt (Nom.Pl.n., Part.Perf.Pass.)
mahānubhāva
o Hochmächtiger (Vok.)

Zahlangabe und Bezug unsicher.

saṃhāravikṣepam aniṣṭam ekaṃ; catvāri cānyāni vasaty anīśaḥ; ṣaṣṭhasya varṇasya parā gatir yā; siddhā viśiṣṭasya gataklamasya

Ein unerwünschtes Auflösungs-und-Ausbreitungs-[Zyklus] und vier andere weilt er machtlos; der höchste Weg der sechsten Farbe ist der des Vollendeten, Ausgezeichneten, dessen Mühsal gewichen ist.

Wort für Wort
saṃhāravikṣepam aniṣṭam ekam
einen unerwünschten Auflösungs-und-Ausbreitungs-Zyklus (Akk.Sg.m.)
catvāri cānyāni vasaty anīśaḥ
und vier andere weilt er machtlos (Akk.Pl.n./3.Sg.Präs./Nom.Sg.m.)
ṣaṣṭhasya varṇasya parā gatir yā
der sechsten Farbe höchster Weg, der (Gen.Sg./Nom.Sg.f.)
siddhā viśiṣṭasya
[ist] des Vollendeten, Ausgezeichneten (Nom.Sg.f./Gen.Sg.m.)
gataklamasya
dessen Ermüdung gewichen ist (Gen.Sg.m., Bahuvrīhi)

„siddhā“ als Prädikat zu „gatiḥ“ gedeutet.

saptottaraṃ teṣu vasaty anīśaḥ; saṃhāravikṣepaśataṃ saśeṣam; tasmād upāvṛtya manuṣyaloke; tato mahān mānuṣatām upaiti

Sieben mehr [als hundert] weilt er darin machtlos, [nämlich] hundert Auflösungs-und-Ausbreitungs-[Zyklen] samt einem Rest; von dort in die Menschenwelt zurückgekehrt, gelangt der Große dann ins Menschsein.

Wort für Wort
saptottaraṃ teṣu vasaty anīśaḥ
um sieben mehr, in ihnen weilt er machtlos (Adv./Lok.Pl./3.Sg.Präs.)
saṃhāravikṣepaśataṃ saśeṣam
hundert Auflösungs-und-Ausbreitungen mit Rest (Akk.Sg.n.)
tasmād upāvṛtya
von dort zurückgekehrt (Abs.)
manuṣyaloke
in der Menschenwelt (Lok.Sg.)
tato mahān mānuṣatām upaiti
dann gelangt der Große ins Menschsein (Nom.Sg.m./3.Sg.Präs.)

„saptottaram“ unsicher.

tasmād upāvṛtya tataḥ krameṇa; so 'gre sma saṃtiṣṭhati bhūtasargam; sa saptakṛtvaś ca paraiti lokān; saṃhāravikṣepakṛtapravāsaḥ

Von dort zurückgekehrt, tritt er dann der Reihe nach am Anfang in die Schöpfung der Wesen ein; siebenmal geht er zu [anderen] Welten, wobei sein Aufenthalt durch Auflösung und Ausbreitung bewirkt ist.

Wort für Wort
tasmād upāvṛtya tataḥ krameṇa
von dort zurückgekehrt, dann der Reihe nach (Abs./Instr.)
so 'gre sma saṃtiṣṭhati
er am Anfang tritt ein/steht (3.Sg.Präs.)
bhūtasargam
die Schöpfung der Wesen (Akk.Sg.m.)
sa saptakṛtvaś ca paraiti lokān
und er geht siebenmal zu Welten (Adv./3.Sg.Präs./Akk.Pl.)
saṃhāravikṣepakṛtapravāsaḥ
dessen Aufenthalt durch Auflösung und Ausbreitung bewirkt ist (Nom.Sg.m., Bahuvrīhi)

„so 'gre sma saṃtiṣṭhati“ unsicher.

saptaiva saṃhāram upaplavāni; saṃbhāvya saṃtiṣṭhati siddhaloke; tato 'vyayaṃ sthānam anantam eti; devasya viṣṇor atha brahmaṇaś ca; śeṣasya caivātha narasya caiva; devasya viṣṇoḥ paramasya caiva

Nachdem er nur sieben Auflösungs-Fluten [durchlebt] hat, verweilt er in der Welt der Vollendeten; dann gelangt er zum unvergänglichen, endlosen Ort: des Gottes Viṣṇu und des Brahmā, des Śeṣa und des Nara, und des höchsten Gottes Viṣṇu.

Wort für Wort
saptaiva saṃhāram upaplavāni
nur sieben Auflösungs-Fluten (Akk.Pl.n.)
saṃbhāvya saṃtiṣṭhati siddhaloke
[durchlebt/erwogen] habend, verweilt er in der Welt der Vollendeten (Abs./3.Sg.Präs./Lok.)
tato 'vyayaṃ sthānam anantam eti
dann geht er zum unvergänglichen, endlosen Ort (Akk.Sg.n./3.Sg.Präs.)
devasya viṣṇor atha brahmaṇaś ca
des Gottes Viṣṇu und des Brahmā (Gen.Sg.)
śeṣasya caivātha narasya caiva
und des Śeṣa und des Nara (Gen.Sg.)
devasya viṣṇoḥ paramasya caiva
und des höchsten Gottes Viṣṇu (Gen.Sg.)

Der Vers ist überladen; „saṃbhāvya“ unsicher, möglicherweise Textverderbnis.

saṃhārakāle paridagdhakāyā; brahmāṇam āyānti sadā prajā hi; ceṣṭātmano devagaṇāś ca sarve; ye brahmalokād amarāḥ sma te 'pi

Zur Zeit der Auflösung kommen die Geschöpfe mit verbrannten Körpern stets zu Brahmā, und alle Götterscharen, deren Wesen Regsamkeit ist, und auch jene, die aus der Brahmā-Welt Unsterbliche waren [?].

Wort für Wort
saṃhārakāle
zur Zeit der Auflösung (Lok.Sg.)
paridagdhakāyā
mit verbrannten Körpern (Nom.Pl.f., Bahuvrīhi)
brahmāṇam āyānti sadā prajā hi
zu Brahmā kommen stets die Geschöpfe fürwahr (Akk./3.Pl.Präs./Nom.Pl.f.)
ceṣṭātmano devagaṇāś ca sarve
und alle Götterscharen, deren Wesen Regsamkeit ist (Nom.Pl.m.)
ye brahmalokād amarāḥ sma te 'pi
die aus der Brahmā-Welt Unsterbliche waren, auch sie (Abl./Nom.Pl.m.)

Zweiter Halbvers unsicher.

prajāvisargaṃ tu saśeṣakālaṃ; sthānāni svāny eva saranti jīvāḥ; niḥśeṣāṇāṃ tat padaṃ yānti cānte; sarvāpadā ye sadṛśā manuṣyāḥ

Die Schöpfung der Geschöpfe aber [besteht] mit Restzeit; die Lebewesen gehen zu ihren eigenen Orten; und am Ende gehen jene, die in allen Nöten gleich [sind, die] Menschen, zu jenem Ort der restlos [Vollendeten] [?].

Wort für Wort
prajāvisargaṃ tu saśeṣakālam
die Schöpfung der Geschöpfe aber, mit Restzeit (Akk./Nom.Sg.m.)
sthānāni svāny eva saranti jīvāḥ
zu ihren eigenen Orten gehen die Lebewesen (Akk.Pl.n./3.Pl.Präs./Nom.Pl.m.)
niḥśeṣāṇāṃ tat padaṃ yānti cānte
zu jenem Ort der restlos [Vollendeten] gehen sie am Ende (Gen.Pl./Akk.Sg.n./3.Pl.Präs./Lok.)
sarvāpadā ye sadṛśā manuṣyāḥ
die Menschen, die in allen Nöten gleich sind (Nom.Pl.m.)

Der Vers ist syntaktisch dunkel; Wiedergabe unsicher.

ye tu cyutāḥ siddhalokāt krameṇa; teṣāṃ gatiṃ yānti tathānupūrvyā; jīvāḥ pare tadbalaveṣarūpā; vidhiṃ svakaṃ yānti viparyayeṇa

Die aber der Reihe nach aus der Welt der Vollendeten gefallen sind, deren Weg gehen sie in [dieser] Ordnung; andere Lebewesen, deren Kraft, Gewand und Gestalt jenem entsprechen, gehen in umgekehrter Weise ihre eigene Ordnung.

Wort für Wort
ye tu cyutāḥ siddhalokāt krameṇa
die aber gefallen sind aus der Welt der Vollendeten der Reihe nach (Nom.Pl./Abl./Instr.)
teṣāṃ gatiṃ yānti tathānupūrvyā
deren Weg gehen sie ebenso in Ordnung (Gen.Pl./Akk./3.Pl.Präs./Instr.)
jīvāḥ pare
andere Lebewesen (Nom.Pl.m.)
tadbalaveṣarūpā
deren Kraft, Gewand und Gestalt jenem gleicht (Nom.Pl.m., Bahuvrīhi)
vidhiṃ svakaṃ yānti viparyayeṇa
ihre eigene Ordnung gehen sie umgekehrt (Akk.Sg.m./3.Pl.Präs./Instr.Sg.)

Unsicher.

sa yāvad evāsti saśeṣabhukte; prajāś ca devyau ca tathaiva śukle; tāvat tadā teṣu viśuddhabhāvaḥ; saṃyamya pañcendriyarūpam etat

Solange er in [dem Zustand] mit Restgenuss besteht, [und] die Geschöpfe und die beiden Göttinnen im Weißen [sind], so lange ist er darin von geläutertem Wesen, diese fünffältige Sinnengestalt bezähmend [?].

Wort für Wort
sa yāvad evāsti saśeṣabhukte
solange er ist bei restbehaftetem Genuss (Konj./3.Sg.Präs./Lok.)
prajāś ca devyau ca tathaiva śukle
und die Geschöpfe und die beiden Göttinnen ebenso im Weißen (Nom.Pl./Nom.Du.f./Lok.)
tāvat tadā teṣu
so lange dann in ihnen (Adv./Lok.Pl.)
viśuddhabhāvaḥ
von geläutertem Wesen (Nom.Sg.m., Bahuvrīhi)
saṃyamya pañcendriyarūpam etat
bezähmend diese fünffältige Sinnengestalt (Abs./Akk.Sg.n.)

„devyau“ (zwei Göttinnen) unklar; Vers wohl verderbt.

śuddhāṃ gatiṃ tāṃ paramāṃ paraiti; śuddhena nityaṃ manasā vicinvan; tato 'vyayaṃ sthānam upaiti brahma; duṣprāpam abhyeti sa śāśvataṃ vai; ity etad ākhyātam ahīnasattva; nārāyaṇasyeha balaṃ mayā te

Er erlangt jenen reinen, höchsten Weg, wenn er stets mit reinem Geist forscht; dann gelangt er zum unvergänglichen Ort, zum Brahman; das schwer Erreichbare erreicht er, das Ewige fürwahr. So ist dir, o Unverminderten Wesens, die Kraft Nārāyaṇas hier von mir erzählt worden.

Wort für Wort
śuddhāṃ gatiṃ tāṃ paramāṃ paraiti
jenen reinen höchsten Weg erreicht er (Akk.Sg.f./3.Sg.Präs.)
śuddhena nityaṃ manasā vicinvan
mit reinem Geist stets forschend (Instr./Adv./Part.Präs.)
tato 'vyayaṃ sthānam upaiti brahma
dann gelangt er zum unvergänglichen Ort, Brahman (Akk.Sg.n.)
duṣprāpam abhyeti sa śāśvataṃ vai
das schwer Erreichbare erreicht er, das Ewige fürwahr (Akk.Sg.n./3.Sg.Präs.)
ity etad ākhyātam ahīnasattva
so ist dies erzählt, o Unverminderten Wesens (Part.Perf.Pass./Vok.)
nārāyaṇasyeha balaṃ mayā te
Nārāyaṇas Kraft hier von mir dir (Gen./Nom.Sg.n./Instr./Dat.)

vṛtra uvāca; evaṃ sa devo bhagavān uvāca; sanatkumāro madhurābhibhāṣī

Vṛtra sprach: So sprach der göttliche Herr Sanatkumāra, süß redend.

Wort für Wort
vṛtra uvāca
Vṛtra sprach (3.Sg.Perf.)
evaṃ sa devo bhagavān uvāca
so sprach jener göttliche Herr (Nom.Sg.m./3.Sg.Perf.)
sanatkumāro madhurābhibhāṣī
Sanatkumāra, süß redend (Nom.Sg.m.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzvers.

evaṃ gate me na viṣādo 'sti kaś cit; samyak ca paśyāmi vacas tavaitat; śrutvā ca te vācam adīnasattva; vikalmaṣo 'smy adya tathā vipāpmā

Da es so steht, habe ich keinerlei Kummer; und ich sehe dieses dein Wort als recht an; und nachdem ich dein Wort gehört habe, o Unverzagter, bin ich heute makellos und sündlos.

Wort für Wort
evaṃ gate
da es so gekommen ist (Lok.abs.)
me na viṣādo 'sti kaś cit
mir ist keinerlei Kummer (Dat./Nom.Sg.m./3.Sg.Präs.)
samyak ca paśyāmi vacas tavaitat
und recht sehe ich dieses dein Wort (Adv./1.Sg.Präs./Akk.Sg.n.)
śrutvā ca te vācam adīnasattva
und dein Wort gehört habend, o Unverzagter (Abs./Akk.Sg.f./Vok.)
vikalmaṣo 'smy adya tathā vipāpmā
makellos bin ich heute und ebenso sündlos (Nom.Sg.m.)

pravṛttam etad bhagavan maharṣe; mahādyuteś cakram anantavīryam; viṣṇor anantasya sanātanaṃ tat; sthānaṃ sargā yatra sarve pravṛttāḥ; sa vai mahātmā puruṣottamo vai; tasmiñ jagat sarvam idaṃ pratiṣṭhitam

Dies ist in Gang gesetzt, o Herr, großer Seher: das Rad des Hochstrahlenden von unendlicher Kraft; Viṣṇus, des Unendlichen, jener ewige Ort, in dem alle Schöpfungen ins Werk gesetzt sind; er ist fürwahr der hochgesinnte Höchste Puruṣa, in ihm ist diese ganze Welt gegründet.

Wort für Wort
pravṛttam etad bhagavan maharṣe
dies ist in Gang gekommen, o Herr, großer Seher (Part.Perf.Pass./Vok.)
mahādyuteś cakram anantavīryam
des Hochstrahlenden Rad von unendlicher Kraft (Gen./Nom.Sg.n.)
viṣṇor anantasya sanātanaṃ tat sthānam
Viṣṇus, des Unendlichen, jener ewige Ort (Gen.Sg./Nom.Sg.n.)
sargā yatra sarve pravṛttāḥ
worin alle Schöpfungen ins Werk gesetzt sind (Nom.Pl.m./Part.Perf.Pass.)
sa vai mahātmā puruṣottamo vai
er fürwahr, der Hochgesinnte, der höchste Puruṣa (Nom.Sg.m.)
tasmiñ jagat sarvam idaṃ pratiṣṭhitam
in ihm ist diese ganze Welt gegründet (Lok./Nom.Sg.n., Part.Perf.Pass.)

bhīṣma uvāca; evam uktvā sa kaunteya vṛtraḥ prāṇān avāsṛjat; yojayitvā tathātmānaṃ paraṃ sthānam avāptavān

Bhīṣma sprach: Nachdem er so gesprochen hatte, o Sohn Kuntīs, gab Vṛtra seinen Lebensatem auf; und sich [im Yoga] versenkend, erlangte er den höchsten Ort.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (3.Sg.Perf.)
evam uktvā sa kaunteya
so gesprochen habend, er, o Sohn Kuntīs (Abs./Vok.)
vṛtraḥ prāṇān avāsṛjat
Vṛtra gab die Lebensatem auf (Nom./Akk.Pl./3.Sg.Impf.)
yojayitvā tathātmānam
und sich versenkend/vereinigend (Abs./Akk.Sg.m.)
paraṃ sthānam avāptavān
erlangte den höchsten Ort (Akk.Sg.n./3.Sg.Part.Perf.Akt.)

yudhiṣṭhira uvāca; ayaṃ sa bhagavān devaḥ pitāmaha janārdanaḥ; sanatkumāro vṛtrāya yat tad ākhyātavān purā

Yudhiṣṭhira sprach: Ist dieser hier der göttliche Herr, Großvater, Janārdana, [von dem] Sanatkumāra dem Vṛtra einst jenes erzählt hat?

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (3.Sg.Perf.)
ayaṃ sa bhagavān devaḥ
dieser jener Herr, Gott (Nom.Sg.m.)
pitāmaha janārdanaḥ
Großvater, Janārdana (Vok./Nom.Sg.m.)
sanatkumāro vṛtrāya
Sanatkumāra dem Vṛtra (Nom./Dat.)
yat tad ākhyātavān purā
was jenes er erzählt hat, einst (Rel./Dem./Part.Perf.Akt./Adv.)

Syntax des Fragesatzes unsicher.

bhīṣma uvāca; mūlasthāyī sa bhagavān svenānantena tejasā; tatsthaḥ sṛjati tān bhāvān nānārūpān mahātapāḥ

Bhīṣma sprach: Jener Herr steht an der Wurzel durch seine eigene unendliche Glut; darin stehend erschafft der große Asket jene Wesen von mannigfacher Gestalt.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (3.Sg.Perf.)
mūlasthāyī sa bhagavān
an der Wurzel stehend, jener Herr (Nom.Sg.m.)
svenānantena tejasā
durch die eigene unendliche Glut (Instr.Sg.n.)
tatsthaḥ sṛjati tān bhāvān
darin stehend erschafft er jene Wesen (Nom./3.Sg.Präs./Akk.Pl.m.)
nānārūpān mahātapāḥ
von mannigfacher Gestalt, der große Asket (Akk.Pl.m./Nom.Sg.m.)

turīyārdhena tasyemaṃ viddhi keśavam acyutam

Mit einem Achtel von ihm wisse diesen Keśava, den Unfehlbaren [Acyuta].

Wort für Wort
turīyārdhena tasya
mit dem halben Viertel von ihm (Instr.Sg.m./Gen.)
imaṃ viddhi
diesen wisse (Akk./2.Sg.Imp.)
keśavam acyutam
Keśava, den Unfehlbaren (Akk.Sg.m.)

„turīyārdha“ = Hälfte eines Viertels, also ein Achtel.

turīyārdhena brahmāṇaṃ tasya viddhi mahātmanaḥ

Mit einem Achtel von ihm, dem Hochgesinnten, wisse Brahmā.

Wort für Wort
turīyārdhena
mit einem Achtel (Instr.Sg.n.)
brahmāṇam
Brahmā (Akk.Sg.m.)
tasya viddhi mahātmanaḥ
von ihm, dem Hochgesinnten, wisse (Gen./2.Sg.Imp.)

Zusatzpassage der kritischen Ausgabe (nur in einem Teil der Handschriften überliefert). Zusatzvers.

turīyārdhena lokāṃs trīn bhāvayaty eṣa buddhimān

Mit einem Achtel lässt dieser Einsichtsvolle die drei Welten entstehen.

Wort für Wort
turīyārdhena
mit einem Achtel (Instr.Sg.n.)
lokāṃs trīn
die drei Welten (Akk.Pl.m.)
bhāvayaty eṣa buddhimān
lässt entstehen dieser Einsichtsvolle (3.Sg.Kaus.Präs./Nom.Sg.m.)

arvāk sthitas tu yaḥ sthāyī kalpānte parivartate; sa śete bhagavān apsu yo 'sāv atibalaḥ prabhuḥ; tān vidhātā prasannātmā lokāṃś carati śāśvatān

Der aber, der diesseits [davon] stehend, beständig, am Ende des Weltzeitalters sich wandelt, jener Herr ruht in den Wassern, er, der übermächtige Gebieter; der Schöpfer, gnädigen Sinnes, durchzieht jene ewigen Welten.

Wort für Wort
arvāk sthitas tu yaḥ sthāyī
der aber, diesseits stehend, beständig (Adv./Nom.Sg.m.)
kalpānte parivartate
am Ende des Kalpa wandelt er sich (Lok./3.Sg.Med.)
sa śete bhagavān apsu
jener Herr ruht in den Wassern (3.Sg.Präs./Lok.Pl.)
yo 'sāv atibalaḥ prabhuḥ
der, jener übermächtige Gebieter (Nom.Sg.m.)
tān vidhātā prasannātmā
jene, der Schöpfer, gnädigen Sinnes (Nom.Sg.m.)
lokāṃś carati śāśvatān
die ewigen Welten durchzieht er (Akk.Pl.m./3.Sg.Präs.)

„arvāk sthitaḥ“ unsicher.

sarvāṇy aśūnyāni karoty anantaḥ; sanatkumāraḥ saṃcarate ca lokān; sa cāniruddhaḥ sṛjate mahātmā; tatsthaṃ jagat sarvam idaṃ vicitram

Alles macht der Unendliche nicht leer; Sanatkumāra durchwandert die Welten; und er, der Unaufhaltsame [Aniruddha], der Hochgesinnte, erschafft; in ihm gegründet ist diese ganze bunte Welt.

Wort für Wort
sarvāṇy aśūnyāni karoty anantaḥ
alles macht er nicht leer, der Unendliche (Akk.Pl.n./3.Sg.Präs./Nom.Sg.m.)
sanatkumāraḥ saṃcarate ca lokān
und Sanatkumāra durchwandert die Welten (3.Sg.Med.Präs./Akk.Pl.)
sa cāniruddhaḥ sṛjate mahātmā
und er, Aniruddha, der Hochgesinnte, erschafft (Nom./3.Sg.Med.)
tatsthaṃ jagat sarvam idaṃ vicitram
in ihm stehend diese ganze bunte Welt (Nom.Sg.n.)

yudhiṣṭhira uvāca; vṛtreṇa paramārthajña dṛṣṭā manye ''tmano gatiḥ; śubhā tasmāt sa sukhito na śocati pitāmaha

Yudhiṣṭhira sprach: Von Vṛtra, o Kenner des höchsten Ziels, wurde, so meine ich, der eigene Weg [klar] gesehen; er ist heilvoll; darum ist er glücklich und trauert nicht, Großvater.

Wort für Wort
yudhiṣṭhira uvāca
Yudhiṣṭhira sprach (3.Sg.Perf.)
vṛtreṇa paramārthajña
von Vṛtra, o Kenner des höchsten Ziels (Instr./Vok.)
dṛṣṭā manye ''tmano gatiḥ
gesehen, meine ich, der eigene Weg (Part.Perf.Pass./1.Sg.Präs./Gen./Nom.Sg.f.)
śubhā tasmāt sa sukhito
heilvoll; daher ist er glücklich (Nom.Sg.f./Abl./Nom.Sg.m.)
na śocati pitāmaha
er trauert nicht, Großvater (3.Sg.Präs./Vok.)

śuklaḥ śuklābhijātīyaḥ sādhyo nāvartate 'nagha; tiryaggateś ca nirmukto nirayāc ca pitāmaha

Der Weiße, von weißer Geburt, der Vollendbare, kehrt nicht wieder, Sündloser; und er ist frei vom Tiergeschick und von der Hölle, Großvater.

Wort für Wort
śuklaḥ śuklābhijātīyaḥ
der Weiße, von weißer Herkunft (Nom.Sg.m.)
sādhyo nāvartate 'nagha
der Vollendbare kehrt nicht zurück, Sündloser (Nom.Sg.m./3.Sg.Med./Vok.)
tiryaggateś ca nirmukto
und vom Tiergeschick befreit (Abl.Sg.f./Nom.Sg.m.)
nirayāc ca pitāmaha
und von der Hölle, Großvater (Abl./Vok.)

„sādhyaḥ“ auch als Götterklasse der Sādhyas denkbar.

hāridravarṇe rakte vā vartamānas tu pārthiva; tiryag evānupaśyeta karmabhis tāmasair vṛtaḥ

Wer aber, o Fürst, in gelber oder roter Farbe weilt, von Taten der Finsternis umhüllt, wird nur ein Tierdasein vor sich sehen.

Wort für Wort
hāridravarṇe rakte vā
in gelber oder roter Farbe (Lok.Sg.m.)
vartamānas tu pārthiva
aber weilend, o Fürst (Part.Präs.Med./Vok.)
tiryag evānupaśyeta
nur das Tierdasein würde er sehen (Nom./Opt.Med.)
karmabhis tāmasair vṛtaḥ
von Taten der Finsternis umhüllt (Instr.Pl./Part.Perf.Pass.)

„tiryag anupaśyeta“ sinngemäß wiedergegeben.

vayaṃ tu bhṛśam āpannā raktāḥ kaṣṭamukhe 'sukhe; kāṃ gatiṃ pratipatsyāmo nīlāṃ kṛṣṇādhamām atha

Wir aber, tief in Not geraten, rot, mit Kummer als Antlitz, unglücklich: welchen Weg werden wir einschlagen, den blauen oder danach den noch schlechteren schwarzen [?]?

Wort für Wort
vayaṃ tu bhṛśam āpannā
wir aber, tief in Not geraten (Nom.Pl./Part.Perf.)
raktāḥ kaṣṭamukhe 'sukhe
rot, mit Mühsal im Antlitz, unglücklich (Nom.Pl.m./Lok.)
kāṃ gatiṃ pratipatsyāmo
welchen Weg werden wir einschlagen (Akk.Sg.f./1.Pl.Fut.)
nīlāṃ kṛṣṇādhamām atha
den blauen oder den schwarzen, niedrigeren dann (Akk.Sg.f.)

„kaṣṭamukhe 'sukhe“ und „kṛṣṇādhamām“ unsicher.

bhīṣma uvāca; śuddhābhijanasaṃpannāḥ pāṇḍavāḥ saṃśitavratāḥ; vihṛtya devalokeṣu punar mānuṣyam eṣyatha

Bhīṣma sprach: Die Pāṇḍavas, ausgestattet mit reiner Abkunft, von strengen Gelübden; nachdem ihr euch in den Götterwelten ergötzt habt, werdet ihr wieder ins Menschsein kommen.

Wort für Wort
bhīṣma uvāca
Bhīṣma sprach (3.Sg.Perf.)
śuddhābhijanasaṃpannāḥ pāṇḍavāḥ
mit reiner Abkunft ausgestattet, die Pāṇḍavas (Nom.Pl.m.)
saṃśitavratāḥ
von strengen Gelübden (Nom.Pl.m.)
vihṛtya devalokeṣu
euch ergötzt habend in Götterwelten (Abs./Lok.Pl.)
punar mānuṣyam eṣyatha
wieder ins Menschsein werdet ihr kommen (Adv./Akk.Sg.n./2.Pl.Fut.)

prajāvisargaṃ ca sukhena kāle; pratyetya deveṣu sukhāni bhuktvā; sukhena saṃyāsyatha siddhasaṃkhyāṃ; mā vo bhayaṃ bhūd vimalāḥ stha sarve

Und zur [rechten] Zeit, zur Schöpfung der Geschöpfe mühelos zurückgekehrt, unter den Göttern Freuden genossen habend, werdet ihr mühelos zur Zahl der Vollendeten gelangen; euch sei keine Furcht, ihr alle seid makellos.

Wort für Wort
prajāvisargaṃ ca sukhena kāle
und zur Schöpfung der Geschöpfe mühelos zur Zeit (Akk./Instr./Lok.)
pratyetya deveṣu sukhāni bhuktvā
zurückgekehrt, unter Göttern Freuden genossen habend (Abs./Lok.Pl./Akk.Pl./Abs.)
sukhena saṃyāsyatha siddhasaṃkhyām
mühelos werdet ihr zur Zahl der Vollendeten gelangen (Instr./2.Pl.Fut./Akk.Sg.f.)
mā vo bhayaṃ bhūd
nicht sei euch Furcht (Prohib./Dat.Gen.Pl./Nom.Sg.n./Aor.)
vimalāḥ stha sarve
makellos seid ihr alle (Nom.Pl.m./2.Pl.Präs.)

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